Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

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Misterfritz
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Misterfritz » Mo 18. Dez 2017, 17:37

Positiv Denkender hat geschrieben:(18 Dec 2017, 17:35)

Vielleicht oder gewiss ?
Es ist eine Möglichkeit.
Im übrigen landet Niemand auf so einer Liste, der da nix zu suchen hat.
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Wähler » Mo 18. Dez 2017, 17:45

Wähler hat geschrieben:(18 Dec 2017, 17:23)
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/soz ... .3447371-2
SZ 3. April 2017 Senioren haben es schwer auf dem Mietmarkt
Was soll denn jetzt mit diesen Menschen geschehen?

Positiv Denkender hat geschrieben:(18 Dec 2017, 17:26)
Wo leben denn die Menschen jetzt ? Haben die alle keine Wohnung gehabt ?

Du kannst Dir offenbar nicht vorstellen, dass kranke oder alte Menschen aus Not in München einen Wohnberechtigungsschein für eine Sozialwohnung beantragen. Die Antragszahlen sind wohl nur aus Zufall gestiegen, oder weil die alten Menschen zu hohe Ansprüche haben. Deine Frage zeugt von einer gewissen Weltfremdheit. ;)
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Positiv Denkender » Mo 18. Dez 2017, 17:59

Wähler hat geschrieben:(18 Dec 2017, 17:45)

Du kannst Dir offenbar nicht vorstellen, dass kranke oder alte Menschen aus Not einen Wohnberechtigungsschein für eine Sozialwohnung beantragen. Die Antragszahlen sind wohl nur aus Zufall gestiegen, oder weil die alten Menschen höhere Ansprüche haben. Deine Frage zeugt von einer gewissen Weltfremdheit. ;)

Im Gegensatz zu dir lebe ich mit und unterälteren Menschen .Diejenigen die Mietzuschüsse erhalten haben die nicht erst im Alter bekommen .
Im Gegenteil die leben schon 40 50 oder mehr Jahre in ihren Wohnungen ohne dass sie deshalb in Armut geraten . Deine Weltfremdheit besteht darin dass
du versuchst Ausnahmen zur Regel zu machen . Das scheint chronischen Meckerfritzen allerdings das Wichtigste zu sein .
In unserer Stadt wachsen Altenheime ,mit betreuten Wohnplätzen wie Pilze aus der Erde. Amüsant allemal wie du hin und her rutscht .
Erst waren es Familien mit Kindern ,dann Studenten jetzt auf einmal sind es alte Menschen die aus ihren Wohnungen müssen .
Selbst wenn es so wäre, könnte man doch die Mietzuschüsse weiter bezahlen auch wenn eine Wohnung angeblich zu groß ist . Wäre
für die Menschen die dort leben allemal die bessere Lösungen ,als diese in Wohnungen umzusiedeln in denen sie eh nur noch einige Jahre leben werden .
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Wähler » Mo 18. Dez 2017, 18:04

Wähler hat geschrieben:(18 Dec 2017, 17:45)
Du kannst Dir offenbar nicht vorstellen, dass kranke oder alte Menschen aus Not in München einen Wohnberechtigungsschein für eine Sozialwohnung beantragen. Die Antragszahlen sind wohl nur aus Zufall gestiegen, oder weil die alten Menschen zu hohe Ansprüche haben. Deine Frage zeugt von einer gewissen Weltfremdheit. ;)

Positiv Denkender hat geschrieben:(18 Dec 2017, 17:59)
Im Gegensatz zu dir lebe ich mit und unterälteren Menschen .Diejenigen die Mietzuschüsse erhalten haben die nicht erst im Alter bekommen .
Im Gegenteil die leben schon 40 50 oder mehr Jahre in ihren Wohnungen ohne dass sie deshalb in Armut geraten . Deine Weltfremdheit besteht darin dass
du versuchst Ausnahmen zur Regel zu machen . Das scheint chronischen Meckerfritzen allerdings das Wichtigste zu sein .
In unserer Stadt wachsen Altenheime ,mit betreuten Wohnplätzen wie Pilze aus der Erde. Amüsant allemal wie du hin und her rutscht .
Erst waren es Familien mit Kindern ,dann Studenten jetzt auf einmal sind es alte Menschen die aus ihren Wohnungen müssen .
Selbst wenn es so wäre, könnte man doch die Mietzuschüsse weiter bezahlen auch wenn eine Wohnung angeblich zu groß ist . Wäre
für die Menschen die dort leben allemal die bessere Lösungen ,als diese in Wohnungen umzusiedeln in denen sie eh nur noch einige Jahre leben werden .

Bring für Deine Behauptungen erst einmal empirische Quellen herbei, an statt Deine persönlichen privaten Erfahrungen aus einer anderen Stadt auf eine empirisch beschriebene Situation in München zu übertragen.
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Misterfritz » Mo 18. Dez 2017, 18:13

Positiv Denkender hat geschrieben:(18 Dec 2017, 17:59)

Im Gegensatz zu dir lebe ich mit und unterälteren Menschen .Diejenigen die Mietzuschüsse erhalten haben die nicht erst im Alter bekommen .
Im Gegenteil die leben schon 40 50 oder mehr Jahre in ihren Wohnungen ohne dass sie deshalb in Armut geraten . Deine Weltfremdheit besteht darin dass
du versuchst Ausnahmen zur Regel zu machen
Und das von Jemandem, der meint, seine persönlichen Erfahrungen würde die Realität abbilden.
Also, noch einmal für Dich zum Verständnis:
Frau hat nur eine kleine Rente, wg Kindern und Teilzeit, Mann bekommt eine durchschnittliche Rente - zusammen geht das so einigermassen. Dann stirbt Mann, Frau bekommt nur noch Witwenrente (55% der ursprünglichen Rente des Mannes). Damit kann man recht schnell in eine Situation gelangen, in der Mensch alleine die Miete nicht mehr zahlen kann. Also muss die Frau umziehen - und man kann davon ausgehen, dass es für sie mit kleiner Rente schlicht unmöglich sein wird, auf dem Wohnungsmarkt - ohne Sozialwohnungen - eine Wohnung zu bekommen.
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Positiv Denkender » Di 19. Dez 2017, 09:23

Wähler hat geschrieben:(18 Dec 2017, 18:04)

Bring für Deine Behauptungen erst einmal empirische Quellen herbei, an statt Deine persönlichen privaten Erfahrungen aus einer anderen Stadt auf eine empirisch beschriebene Situation in München zu übertragen.

Dort wohnen Familienmitglieder von mir seit über 40 Jahren . Die Frage ist doch nicht ob es in München zu wenig Wohnungen gibt sondern
was immer mehr Menschen veranlasst unbedingt nach München ziehen zu wollen . Party machen oder ist die Zahl der Arbeitsplätze
dort dermaßen angestiegen ? Wenn wäre dies positiv zu bewerten . Nur diese Menschen werden wohl weniger zu den "Armen " gehören .
Wieviel tausende Rentner müssen denn auf Grund von angeblichen exorbitanten Mieterhöhungen ihre Wohnung verlassen?
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Positiv Denkender » Di 19. Dez 2017, 16:10

Misterfritz hat geschrieben:(18 Dec 2017, 18:13)

Und das von Jemandem, der meint, seine persönlichen Erfahrungen würde die Realität abbilden.
Also, noch einmal für Dich zum Verständnis:
Frau hat nur eine kleine Rente, wg Kindern und Teilzeit, Mann bekommt eine durchschnittliche Rente - zusammen geht das so einigermassen. Dann stirbt Mann, Frau bekommt nur noch Witwenrente (55% der ursprünglichen Rente des Mannes). Damit kann man recht schnell in eine Situation gelangen, in der Mensch alleine die Miete nicht mehr zahlen kann. Also muss die Frau umziehen - und man kann davon ausgehen, dass es für sie mit kleiner Rente schlicht unmöglich sein wird, auf dem Wohnungsmarkt - ohne Sozialwohnungen - eine Wohnung zu bekommen.

Oh von solchen Menschen kenne ich genügend. Davon wohnt niemand im Zelt.
Es ist doch aus der Ecke gekramt, dass gerade ältere Menschen Wohnungen suchen .Du lebst deine Fantasien aus .Nicht einmal 2 %
der heutigen Rentnergeneration gehört zu den statistisch Armutsgefährdeten . Millionen Menschen kommen und kamen in die von dir geschilderte Situation .
Nicht erst seit heute . Im Zweifelsfall wird der Frau eine sozial geförderte Wohnung angeboten . Es gibt genügend davon . Manchmal muss man warten ,
nur deshalb wird niemand aus der alten Wohnung herausgeworfen . Ob meine Frau oder ich zu erst diese Welt verlassen muss steht in den Sternen .
Würde ich zuerst gehen müsste meine Frau auch von 60 % Ww. Rente + eigener kleiner Rente leben . So ist das nun mal ,so funktioniert unser Rentensystem .
Du darfst es hinnehmen ,wir kennen eine Menge Menschen ,viele alleinstehende ältere Frauen . Noch nie wurde jemand aus der Wohnung
heraus geschmissen. Wenn haben die Betroffenen es selbst verfügt und sind in kleinere Wohnungen umgezogen .
Natürlich nicht in die City .Da wollen ältere Menschen eh nicht wohnen . Noch ein Hinweis .Zieht eine Person in eine andere Wohnung
wird die eigene alte frei .Einfach lachhaft wenn jemand versucht eventuelle Einzelfälle, die nicht auszuschließen sind, als Normalität hinzustellen .
Nochmals auf dein Beispiel zurückzukommen . Längerer Mietzuschuss für solche Ausnahmefälle. Übrigens es werden immer mehr
Wohnungen in denen ältere Menschen leben frei ,weil immer mehr Ältere in Seniorenheime mit betreuten Wohnen umziehen .
Diese Wohnungen wachsen wie Pilze aus der Erde. Deine Auffassung ,das die überwiegende Zahl älterer Menschen eine Wohnung sucht
will ich dir nicht nehmen . Baue Wohnungen der Staat kann dir sicher Grundstücke anbieten .
Zuletzt geändert von Positiv Denkender am Di 19. Dez 2017, 17:11, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Positiv Denkender » Di 19. Dez 2017, 16:31

Misterfritz hat geschrieben:(18 Dec 2017, 17:30)

Vielleicht dürfen sie nicht mehr in den Wohnungen bleiben, weil sie (z.B. Witwe) kein Geld von der Kommune für zu grosse Wohnungen bekommen.

Dann sollte man das ändern . Zumindest solange bis eine kleinere preiswertere Wohnung zur Verfügung steht. Das Problem scheint
wohl doch eher zu sein, dass ältere Menschen nur noch online an freie Wohnungen kommen können . Bei älteren Menschen vorauszusetzen
sie wären mit PC oder Smartphone ausgerüstet halte ich für den eigentlich Skandal .
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Wähler » Di 19. Dez 2017, 18:16

Wähler hat geschrieben:(18 Dec 2017, 17:23)
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/soz ... .3447371-2
SZ 3. April 2017 Senioren haben es schwer auf dem Mietmarkt
Was soll denn jetzt mit diesen Menschen geschehen?

Positiv Denkender hat geschrieben:(19 Dec 2017, 09:23)
Dort wohnen Familienmitglieder von mir seit über 40 Jahren . Die Frage ist doch nicht ob es in München zu wenig Wohnungen gibt sondern
was immer mehr Menschen veranlasst unbedingt nach München ziehen zu wollen . Party machen oder ist die Zahl der Arbeitsplätze
dort dermaßen angestiegen ? Wenn wäre dies positiv zu bewerten . Nur diese Menschen werden wohl weniger zu den "Armen " gehören .
Wieviel tausende Rentner müssen denn auf Grund von angeblichen exorbitanten Mieterhöhungen ihre Wohnung verlassen?

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/soz ... .3447371-2
SZ 3. April 2017 Senioren haben es schwer auf dem Mietmarkt
"Aber auf der Warteliste stehen derzeit 11 500 Münchner Haushalte, fast jeder zehnte Betroffene ist älter als 65. Tausende Wohnungen bieten GWG und Gewofag an, doch die Nachfrage ist weit höher. Voriges Jahr kamen in München auf 3200 freie Sozialwohnungen 24 000 Anträge."
Der Trend der Hilfebedürftigen in München geht nach oben. Da kannst Du von Deiner Stadt erzählen, was Du willst. Ich warte immer noch auf Deine empirischen Belege. ;)
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Boracay » Di 19. Dez 2017, 21:26

Wähler hat geschrieben:(19 Dec 2017, 18:16)
"Aber auf der Warteliste stehen derzeit 11 500 Münchner Haushalte, fast jeder zehnte Betroffene ist älter als 65.


In der Gesamtbevölkerung sind es 21% die über 65 sind.
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon franktoast » Mi 20. Dez 2017, 08:44

Wähler hat geschrieben:(19 Dec 2017, 18:16)

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/soz ... .3447371-2
SZ 3. April 2017 Senioren haben es schwer auf dem Mietmarkt
"Aber auf der Warteliste stehen derzeit 11 500 Münchner Haushalte, fast jeder zehnte Betroffene ist älter als 65. Tausende Wohnungen bieten GWG und Gewofag an, doch die Nachfrage ist weit höher. Voriges Jahr kamen in München auf 3200 freie Sozialwohnungen 24 000 Anträge."
Der Trend der Hilfebedürftigen in München geht nach oben. Da kannst Du von Deiner Stadt erzählen, was Du willst. Ich warte immer noch auf Deine empirischen Belege. ;)


Die Frage ist ja, warum Wohnraum in München so knapp ist. Das liegt zum einen daran, dass nur wenig neuer Wohnraum geschaffen werden kann (keine hohen Gebäude erlaubt). Zum anderen wollen immer mehr Menschen in München wohnen. Es ist ja jetzt nicht so, dass Mieten so hoch sind, dass sich das keiner mehr leisten könnte. Das wäre ja ein Widerspruch.

Und wenn "ärmere" Menschen sich das nicht leisten können? Warum haben "ärmere" Menschen mehr Anspruch auf solche Wohnungen als zB. Unternehmen, bei denen es wenig Sinn macht, sich am Stadtrand zu platzieren?
Ein freier Mensch muß es ertragen können, daß seine Mitmenschen anders handeln und anders leben, als er es für richtig hält, und muß sich abgewöhnen, sobald ihm etwas nicht gefällt, nach der Polizei zu rufen.
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Skull » Mi 20. Dez 2017, 09:17

franktoast hat geschrieben:(20 Dec 2017, 08:44)

Die Frage ist ja, warum Wohnraum in München so knapp ist. Das liegt zum einen daran, dass nur wenig neuer Wohnraum geschaffen werden kann (keine hohen Gebäude erlaubt). Zum anderen wollen immer mehr Menschen in München wohnen. Es ist ja jetzt nicht so, dass Mieten so hoch sind, dass sich das keiner mehr leisten könnte. Das wäre ja ein Widerspruch.

Und wenn "ärmere" Menschen sich das nicht leisten können? Warum haben "ärmere" Menschen mehr Anspruch auf solche Wohnungen als zB. Unternehmen, bei denen es wenig Sinn macht, sich am Stadtrand zu platzieren?

Das war doch schon öfters angesprochen...

Eine Stadt und eine Gesellschaft hat ein Interesse an ausgewogenen Strukturen und Vielfalt.
Nicht an Ghettos, Problemvierteln und einseitigen Strukturen und deren Problemen.
Das das nicht immer zu verhindern ist, ist auch klar. Gegensteuern sollte man aber schon.

Und wenn aus "gemischten" Vierteln...Reichenviertel oder Armenghettos werden, ist das ein Problem.
In vielfältiger Art.

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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Wähler » Mi 20. Dez 2017, 09:25

Wähler hat geschrieben:(19 Dec 2017, 18:16)
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/soz ... .3447371-2
SZ 3. April 2017 Senioren haben es schwer auf dem Mietmarkt
"Aber auf der Warteliste stehen derzeit 11 500 Münchner Haushalte, fast jeder zehnte Betroffene ist älter als 65. Tausende Wohnungen bieten GWG und Gewofag an, doch die Nachfrage ist weit höher. Voriges Jahr kamen in München auf 3200 freie Sozialwohnungen 24 000 Anträge."
Der Trend der Hilfebedürftigen in München geht nach oben. Da kannst Du von Deiner Stadt erzählen, was Du willst. Ich warte immer noch auf Deine empirischen Belege. ;)

franktoast hat geschrieben:(20 Dec 2017, 08:44)
Die Frage ist ja, warum Wohnraum in München so knapp ist. Das liegt zum einen daran, dass nur wenig neuer Wohnraum geschaffen werden kann (keine hohen Gebäude erlaubt). Zum anderen wollen immer mehr Menschen in München wohnen. Es ist ja jetzt nicht so, dass Mieten so hoch sind, dass sich das keiner mehr leisten könnte. Das wäre ja ein Widerspruch.
Und wenn "ärmere" Menschen sich das nicht leisten können? Warum haben "ärmere" Menschen mehr Anspruch auf solche Wohnungen als zB. Unternehmen, bei denen es wenig Sinn macht, sich am Stadtrand zu platzieren?

In unserer Verfassung gibt es mit guter Begründung ein Sozialstaatsgebot. Die katholische Soziallehre spricht von Subsidiarität, also Hilfe zur Selbsthilfe. Wenn vereinzelte kranke oder alte Menschen sich objektiv in Not befinden und um Hilfe bitten, weil sie im gesamten Stadtgebiet von München Wohnraum nicht mehr finanzieren können, braucht eine Kommune entsprechende Instrumente, also Wohngeld, aber auch Sozialwohnungen. Eine "soziale Mischung" auch in Innenstadtvierteln stärkt den sozialen Zusammenhalt der Stadtgesellschaft. Unsere Gesellschaft ist wirtschaftlich so stark und in vielen Haushalten so reich, dass sie sich einen Grundbestand an Sozialwohnungen leisten kann, zumal immer mehr alte Sozialwohnungen aus der Sozialbindung fallen.
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Realist2014 » Mi 20. Dez 2017, 10:22

Skull hat geschrieben:(20 Dec 2017, 09:17)

Das war doch schon öfters angesprochen...

Eine Stadt und eine Gesellschaft hat ein Interesse an ausgewogenen Strukturen und Vielfalt.
Nicht an Ghettos, Problemvierteln und einseitigen Strukturen und deren Problemen.
Das das nicht immer zu verhindern ist, ist auch klar. Gegensteuern sollte man aber schon.

Und wenn aus "gemischten" Vierteln...Reichenviertel oder Armenghettos werden, ist das ein Problem.
In vielfältiger Art.

mfg



das ist schon richtig.

Nur um bei München zu bleiben:

Ein "Anspruch" auf Sozialwohnungen innerhalb des Mittleren Rings gibt es nicht und macht auch keinen Sinn.

Genau so wenig wie in Berlin "Mitte" etc...

da sollte man schon realistisch bleiben
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Realist2014 » Mi 20. Dez 2017, 10:24

Wähler hat geschrieben:(20 Dec 2017, 09:25)

In unserer Verfassung gibt es mit guter Begründung ein Sozialstaatsgebot. Die katholische Soziallehre spricht von Subsidiarität, also Hilfe zur Selbsthilfe. Wenn vereinzelte kranke oder alte Menschen sich objektiv in Not befinden und um Hilfe bitten, weil sie im gesamten Stadtgebiet von München Wohnraum nicht mehr finanzieren können, braucht eine Kommune entsprechende Instrumente, also Wohngeld, aber auch Sozialwohnungen. Eine "soziale Mischung" auch in Innenstadtvierteln stärkt den sozialen Zusammenhalt der Stadtgesellschaft. Unsere Gesellschaft ist wirtschaftlich so stark und in vielen Haushalten so reich, dass sie sich einen Grundbestand an Sozialwohnungen leisten kann, zumal immer mehr alte Sozialwohnungen aus der Sozialbindung fallen.


sehe ich anders

in der "Innenstadt" gibt es keine Notwendigkeit von "Sozialwohnungen"

warum auch?

der größte Teil der Stadt München ist außerhalb der Innenstadt und auch außerhalb des Mittleren Rings
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon odiug » Mi 20. Dez 2017, 10:28

Realist2014 hat geschrieben:(20 Dec 2017, 10:22)

das ist schon richtig.

Nur um bei München zu bleiben:

Ein "Anspruch" auf Sozialwohnungen innerhalb des Mittleren Rings gibt es nicht und macht auch keinen Sinn.

Genau so wenig wie in Berlin "Mitte" etc...

da sollte man schon realistisch bleiben

Daß es keinen Anspruch darauf gibt, heißt ja nicht, daß es dort keine Sozialwohnungen geben soll.
Der soziale Mix in einer Wohngegend ist wichtig und zwar für beide Seiten.
Erstens brauchen die sozial Schwächeren den sozialen Halt und zweitens brauchen die sozial besser Gestellten das Korrektiv.
Moderatoren sind die Herren des Forums :x
Aber wir sind edel und gut, gerecht und unbestechlich und sorgen uns innig um das Wohlergehen unsrer Foristen.
Ich habe nun eine deutsche Tastatur ... äöüß :cool:
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Realist2014 » Mi 20. Dez 2017, 10:59

odiug hat geschrieben:(20 Dec 2017, 10:28)

Daß es keinen Anspruch darauf gibt, heißt ja nicht, daß es dort keine Sozialwohnungen geben soll.
Der soziale Mix in einer Wohngegend ist wichtig und zwar für beide Seiten.
Erstens brauchen die sozial Schwächeren den sozialen Halt und zweitens brauchen die sozial besser Gestellten das Korrektiv.


wieso sollen "sozial schwächere" keinen "sozialen Halt" außerhalb der Innenstadt/ Mittlerer Ring haben?
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon odiug » Mi 20. Dez 2017, 11:11

Realist2014 hat geschrieben:(20 Dec 2017, 10:59)

wieso sollen "sozial schwächere" keinen "sozialen Halt" außerhalb der Innenstadt/ Mittlerer Ring haben?

Das ist jetzt aber eine etwas bewusst irreführende Frage ... aber man kennt das ja von dir :p
Es geht um die Vermeidung von Gettos.
Sowohl Armengettos wie auch Reichengettos.
In München entwickelt sich zunehmend ein Reichengetto.
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Aber wir sind edel und gut, gerecht und unbestechlich und sorgen uns innig um das Wohlergehen unsrer Foristen.
Ich habe nun eine deutsche Tastatur ... äöüß :cool:
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Realist2014 » Mi 20. Dez 2017, 11:16

odiug hat geschrieben:(20 Dec 2017, 11:11)

Das ist jetzt aber eine etwas bewusst irreführende Frage ... aber man kennt das ja von dir :p
Es geht um die Vermeidung von Gettos.
Sowohl Armengettos wie auch Reichengettos.
In München entwickelt sich zunehmend ein Reichengetto.


wo genau soll in München ein "Reichengetto" in der Innenstadt sein?

die "Reichen" in München wohne schon immer in Grünwald, Harlaching und Bogenhausen...

nein, es gibt keinen Grund für "Sozialwohnungen" in der Innenstadt
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon odiug » Mi 20. Dez 2017, 11:23

Realist2014 hat geschrieben:(20 Dec 2017, 11:16)

wo genau soll in München ein "Reichengetto" in der Innenstadt sein?

die "Reichen" in München wohne schon immer in Grünwald, Harlaching und Bogenhausen...

nein, es gibt keinen Grund für "Sozialwohnungen" in der Innenstadt

Doch ... den gibt es sehr wohl, weil jede Art von Getto ein Problem darstellt ... auch in Bogenhausen brauchst du einen sozialen Mix wie auch in Neu Perlach
Moderatoren sind die Herren des Forums :x
Aber wir sind edel und gut, gerecht und unbestechlich und sorgen uns innig um das Wohlergehen unsrer Foristen.
Ich habe nun eine deutsche Tastatur ... äöüß :cool:

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