Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

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jorikke
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon jorikke » Fr 23. Feb 2018, 11:41

Zinnamon hat geschrieben:(23 Feb 2018, 07:44)

Die Kosten der KV für pflegende Angehörige will auch keiner übernehmen. Wenn man schon im Dienste der Gemeinschaft ohne Wochenenden und Feiertage durchmalocht, dann kann man doch wenigstens die KV selbst bezahlen von den paar Hundertern Pflegegeld. :thumbup:


Das habe ich jetzt nicht recht kapiert.
Meine Frau und ich sind natürlich krankenversichert.
Angenommen einer von uns wird pflegebedürftig und der andere pflegt ihn, zu was braucht der dann eine extra Krankenversicherung?
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Zinnamon » Fr 23. Feb 2018, 15:04

jorikke hat geschrieben:(23 Feb 2018, 11:41)

Das habe ich jetzt nicht recht kapiert.
Meine Frau und ich sind natürlich krankenversichert.
Angenommen einer von uns wird pflegebedürftig und der andere pflegt ihn, zu was braucht der dann eine extra Krankenversicherung?


Da deine Frau vermutlich über dich krankenversichert sein wird, besteht diese Versicherung dann ja ganz normal weiter. Anders gestaltet es sich, wenn zB ein Kind oder anderer Angehöriger pflegt, der dafür seinen Beruf aufgeben muss. Der hat sich dann selbst zu versichern.
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Boracay » Fr 23. Feb 2018, 21:36

Zinnamon hat geschrieben:(23 Feb 2018, 07:44)

Die Kosten der KV für pflegende Angehörige will auch keiner übernehmen. Wenn man schon im Dienste der Gemeinschaft ohne Wochenenden und Feiertage durchmalocht, dann kann man doch wenigstens die KV selbst bezahlen von den paar Hundertern Pflegegeld. :thumbup:


Von was leben die pflegenden Angehörigen? Davon ist dann die KV zu zahlen...
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Positiv Denkender » Fr 23. Feb 2018, 22:36

Zinnamon hat geschrieben:(23 Feb 2018, 15:04)

Da deine Frau vermutlich über dich krankenversichert sein wird, besteht diese Versicherung dann ja ganz normal weiter. Anders gestaltet es sich, wenn zB ein Kind oder anderer Angehöriger pflegt, der dafür seinen Beruf aufgeben muss. Der hat sich dann selbst zu versichern.


Wenn ein Kind den Beruf aufgibt bekommt es Hartz IV oder ALG 1 und ist KV . Dein Beispiel ist doch an den Haaren herbeigezogen .
Auch das Kind lebt meistens in einer Ehepartnerschaft und wäre dann automatisch mitversichert .
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Zinnamon » Sa 24. Feb 2018, 07:27

Positiv Denkender hat geschrieben:(23 Feb 2018, 22:36)

Wenn ein Kind den Beruf aufgibt bekommt es Hartz IV oder ALG 1 und ist KV . Dein Beispiel ist doch an den Haaren herbeigezogen .
Auch das Kind lebt meistens in einer Ehepartnerschaft und wäre dann automatisch mitversichert .


Wenn das Kind Hartz vier beziehen möchte, muss es sich dem Arbeitsmarkt zu Verfügung stellen und die Mutti während dessen ohne Aufsicht zu Hause lassen. Und nein, nicht alle Menschen sind verheiratet. *Neuigkeit
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Zinnamon » Sa 24. Feb 2018, 07:40

Boracay hat geschrieben:(23 Feb 2018, 21:36)

Von was leben die pflegenden Angehörigen? Davon ist dann die KV zu zahlen...


Bei denen, die es haben geht das vom Vermögen ab. Oder sie stellen sich "nebenher" dem Arbeitsmarkt zur Verfügung, dann wären sie übers Amt oder den Job versichert. Wobei man ja bedenken muss, dass Wochenenden oder Feiertage völlig wegfallen, weshalb die Pflege staatlicherseits auch immer nur als Ehrenamt und nicht als Arbeit anerkannt werden wird. *Vorsicht Arbeitsschutz
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Boracay » Sa 24. Feb 2018, 08:50

Zinnamon hat geschrieben:(24 Feb 2018, 07:27)
Wenn das Kind Hartz vier beziehen möchte, muss es sich dem Arbeitsmarkt zu Verfügung stellen und die Mutti während dessen ohne Aufsicht zu Hause lassen.


So ein Blödsinn. Dann würde es ja keinerlei Alleinerziehende geben die Hartz 4 erhalten. Die stehen dem Arbeitsmarkt auch nicht zur Verfügung.

Was du hier schreibst gilt für das ALG1.
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Boracay » Sa 24. Feb 2018, 08:55

Zinnamon hat geschrieben:(24 Feb 2018, 07:40)
Bei denen, die es haben geht das vom Vermögen ab.


Davon kann man Kassenbeiträge zahlen wenn man mag.
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Zinnamon » Sa 24. Feb 2018, 09:19

Gottseidank ist meine Zeit zu kostbar um mich mit Positiv Denkender oder dir herumzuärgern und intensiver ins Detail zu gehen. Und wie üblich werdet ihr schon besser wissen, wie die Realitäten in Bezug auf Pflege Dementer, Armutsgefährdung, Situation im Gesundheitssystem usw usf aussehen, ist ja euer Lebenszweck hier im Forum. Werde nun meine paar Stunden frei zum Schmeissen zweier Haushalte ecetera nutzen, bevor ich rund um die Uhr eine Demente mit Zustand nach inneren Blutungen betreue, die gestern noch eine Bluttransfusion erhielt und überraschenderweise bereits am Sonntag! aus dem Krankenhaus entlassen wird. Brauchen wohl die Betten. Andererseits ...man hat dort natürlich auch keine Zeit zum Füttern oder ausreichend Getränke zu reichen und die Neuroleptika zur Ruhigstellung nachts lösen zwanghafte Bewegungen aus, ist schon besser so.

:thumbup:
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Teeernte » Sa 24. Feb 2018, 09:55

Zinnamon hat geschrieben:(24 Feb 2018, 09:19)

Gottseidank ist meine Zeit zu kostbar um mich mit Positiv Denkender oder dir herumzuärgern und intensiver ins Detail zu gehen. Und wie üblich werdet ihr schon besser wissen, wie die Realitäten in Bezug auf Pflege Dementer, Armutsgefährdung, Situation im Gesundheitssystem usw usf aussehen, ist ja euer Lebenszweck hier im Forum. Werde nun meine paar Stunden frei zum Schmeissen zweier Haushalte ecetera nutzen, bevor ich rund um die Uhr eine Demente mit Zustand nach inneren Blutungen betreue, die gestern noch eine Bluttransfusion erhielt und überraschenderweise bereits am Sonntag! aus dem Krankenhaus entlassen wird. Brauchen wohl die Betten. Andererseits ...man hat dort natürlich auch keine Zeit zum Füttern oder ausreichend Getränke zu reichen und die Neuroleptika zur Ruhigstellung nachts lösen zwanghafte Bewegungen aus, ist schon besser so.

:thumbup:


Diesem Staat scheint anderes WICHTIGER zu sein..... ??
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Wähler » Sa 24. Feb 2018, 10:06

Boracay hat geschrieben:(21 Feb 2018, 00:17)
Und der Grund dafür lässt sich simpel und einfach mit den folgenden 4 Sachverhalten erklären:
1. Entwicklung des Anteils der Migranten in Deutschland.
Armutszuwanderung erhöht Armut? Oder will das jemand bestreiten?
2. Die Anteil der Studenten ist die letzten Jahrzehnte massiv angestiegen (mehr als verdoppelt). Statistisch gesehen sind die fast alle arm.
3. Die Anzahl der Alleinerziehenden ist in den letzten 30 Jahren um fast 50% gestiegen
4. Es gibt immer mehr Rentner die eben weniger verdienen als ein Erwerbstätiger.

Zwei der vier von relativer Armut betroffenen Gruppen spiegeln sich auch in der Zusammensetzung der Besucher der Essener Tafel wider:
http://www.sueddeutsche.de/politik/tafe ... -1.3880722
SZ 23. Februar 2018 Und die Tafeln müssen dann die Konkurrenz der Bedürftigen ausbaden: junge Flüchtlinge verdrängen alte Leute
Die Essener Tafel unterscheidet jetzt nach Nationalität; die Nutzer müssen dort einen deutschen Personalausweis vorlegen. Die Tafel hatte festgestellt, dass ein Verdrängungswettbewerb stattfindet, dass immer mehr junge Flüchtlinge kamen und immer weniger alte Leute; und es gab nicht mehr die Kapazitäten, alle Bedürftigen bedienen zu können.

Es ist problematisch, Toleranz und Souveränität ausgerechnet von denen zu verlangen, die um ihre Würde, um einen Rest von Würde kämpfen müssen. Es gab offenbar in Essen eine Konkurrenz der Bedürftigen; da obsiegen die Fitteren. Die Essener Tafel hätte in dieser Situation eine klügere Entscheidung treffen können - sie hätte, zum Beispiel, die Tafel nur noch für Menschen öffnen können, die älter sind als sechzig Jahre.
Zuletzt geändert von Wähler am Sa 24. Feb 2018, 10:15, insgesamt 1-mal geändert.
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Zinnamon » Sa 24. Feb 2018, 10:13

Teeernte hat geschrieben:(24 Feb 2018, 09:55)

Diesem Staat scheint anderes WICHTIGER zu sein..... ??


Das kommt davon, wenn man Lobbyistenverbände und neoliberlae Apologeten der Privatisierungsmaschinerie mitregieren lässt. Die Aktionäre wollen Gewinne sehen.

Danke Wähler!
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Positiv Denkender » Sa 24. Feb 2018, 14:37

Zinnamon hat geschrieben:(24 Feb 2018, 07:27)

Wenn das Kind Hartz vier beziehen möchte, muss es sich dem Arbeitsmarkt zu Verfügung stellen und die Mutti während dessen ohne Aufsicht zu Hause lassen. Und nein, nicht alle Menschen sind verheiratet. *Neuigkeit

Wieviel % der Bürger gibt denn seinen Beruf auf um Angehörige zu pflegen ? 2. Frage wie hoch ist der Anteil dieser Menschen
die nicht über den Ehepartner versichert sind . Man kann natürlich Ausnahmen zur Normalität hochsterilisieren .
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Positiv Denkender » Sa 24. Feb 2018, 16:12

Zinnamon hat geschrieben:(24 Feb 2018, 09:19)

Gottseidank ist meine Zeit zu kostbar um mich mit Positiv Denkender oder dir herumzuärgern und intensiver ins Detail zu gehen. Und wie üblich werdet ihr schon besser wissen, wie die Realitäten in Bezug auf Pflege Dementer, Armutsgefährdung, Situation im Gesundheitssystem usw usf aussehen, ist ja euer Lebenszweck hier im Forum. Werde nun meine paar Stunden frei zum Schmeissen zweier Haushalte ecetera nutzen, bevor ich rund um die Uhr eine Demente mit Zustand nach inneren Blutungen betreue, die gestern noch eine Bluttransfusion erhielt und überraschenderweise bereits am Sonntag! aus dem Krankenhaus entlassen wird. Brauchen wohl die Betten. Andererseits ...man hat dort natürlich auch keine Zeit zum Füttern oder ausreichend Getränke zu reichen und die Neuroleptika zur Ruhigstellung nachts lösen zwanghafte Bewegungen aus, ist schon besser so.

:thumbup:

Niemand hat dir auferlegt sich herumzuärgern . Meinst du wirklich dein Arrangement mit Pflegebedürftigen würde
bei einer linken Regierung einfacher ? Wolltest du ernstlich behaupten es hätte sich bei der Pflege nichts verbessert in den
letzten Jahrzehnten ?Armutsgefährdung ist weder eine Krankheit noch etwas Ansteckendes .
Woher willst du eigentlich die zigtausenden benötigten Pflegekräfte nehmen ? Aus deinen Bekanntenkreis?
Oder hast du nicht gewusst ,dass man in diesem Land niemanden vorschreiben kann welchen Beruf er zu ergreifen hat ?
Du solltest dein Umfeld bestärken diesen Beruf auszuüben .Die Kosten für bessere Pflege sind nur über höhere Beiträge zu finanzieren .
Ich möchte den Aufschrei in diesem Land nicht hören würde man die Pflegeversicherung verdoppeln .
Selbst wenn, würden diejenigen ,die ohnehin nichts in die KV einzahlen, wieder auf Lau davonkommen .
Immer wieder erheiternd wenn Linke hier erzählen wären sie an der Regierung wäre alles Paletti . Die schnippen mit den
Fingern ,und alle Probleme dieses Landes wären gelöst .Übrigens du bist nicht die/der Einzige in diesem Land, die
pflegebedürftige Familienangehörige betreut . Nur dauerndes Gemecker es würde sich nichts verbessern ist schamlos übertrieben .
Gehe doch in die Gymnasien und mache den jungen Menschen den Beruf des Altenpfleger schmackhaft . Selbst bei einer
Verdoppelung der Einkommen würde es dir nicht gelingen . Wer das bezahlen sollte wirst du sicher wissen oder ?
Die Seniorenheime wachsen wie Pilze aus der Erde ,leider nicht die Zahl derer, die in diesen Seniorenheimen arbeiten möchten .
Das gleiche gilt für Krippen und Kitas .Platz ist ausreichend vorhanden es fehlt an ausgebildeten Erziehern /innen .
Um diese in ausreichender Zahl auszubilden braucht man Jahre . Sorry du schnippst mit den Fingern und alles ist paletti .
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Teeernte » Sa 24. Feb 2018, 16:19

Zinnamon hat geschrieben:(24 Feb 2018, 10:13)

Das kommt davon, wenn man Lobbyistenverbände und neoliberlae Apologeten der Privatisierungsmaschinerie mitregieren lässt. Die Aktionäre wollen Gewinne sehen.

Danke Wähler!


Wenn der Wähler damit was zu tun haben würde ??? ....."Lobbyismus" ist antidemokratisch. = gegen den Wählerwillen.

In anderen Ländern wird das BESTECHUNG genannt.
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Rob Schuberth » Sa 24. Feb 2018, 18:14

Zinnamon hat geschrieben:(24 Feb 2018, 10:13)

Das kommt davon, wenn man Lobbyistenverbände und neoliberlae Apologeten der Privatisierungsmaschinerie mitregieren lässt. Die Aktionäre wollen Gewinne sehen.

Danke Wähler!


Yepp, stimme Ihnen zu u. ergänze:

Lt. Untersuchungen der Wähler zu den letzten BT-Wahlen, saldiert das Gros der NICHT-Wähler genau aus den sogn. unteren Schichten.
Also nutzen eben jene, die eine Änderung der Politik zu ihren Gunsten nötig hätten, ihre Chance, durch die passende Stimmabgabe, eine Veränderung zu erreichen, nicht.
Deren Desinteresse u. Frustration scheinen das (erfolgreich im Sinne der Eliten) zu verhindern.
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Rob Schuberth » Sa 24. Feb 2018, 18:20

Teeernte hat geschrieben:(24 Feb 2018, 16:19)

Wenn der Wähler damit was zu tun haben würde ??? ....."Lobbyismus" ist antidemokratisch. = gegen den Wählerwillen.

In anderen Ländern wird das BESTECHUNG genannt.


Dieser einseitigen Auslegung muss ich widersprechen.

Lobbyismus an sich ist i. O. und auch gewollte (als gesellschaftliches Korrektiv).
Bereits jeder Sportverband ist per. Def. ein Lobbyverband.

Erst die Übertreibung, die Ausartung u. Dreistigkeit mit der bestimmte Lobbyverbände (z. B. die der unterschiedlichsten Wirtschaftsbereiche) ihr Wirken betreiben, ist es, was Lobbyismus, dann aber zurecht, in Verruf gebracht hat.

Ergo: Es gibt auch gute Lobbyisten. Meist sind das die, von denen höchst selten etwas zu hören, od. lesen ist.
Der schlechte, auch von mir kritisierte Lobbyismus, ist nicht nur antidemokratisch, sondern m. E. auch asozial.
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Sa 24. Feb 2018, 18:44

Rob Schuberth hat geschrieben:(24 Feb 2018, 18:20)

Dieser einseitigen Auslegung muss ich widersprechen.

Lobbyismus an sich ist i. O. und auch gewollte (als gesellschaftliches Korrektiv).
Bereits jeder Sportverband ist per. Def. ein Lobbyverband.

Erst die Übertreibung, die Ausartung u. Dreistigkeit mit der bestimmte Lobbyverbände (z. B. die der unterschiedlichsten Wirtschaftsbereiche) ihr Wirken betreiben, ist es, was Lobbyismus, dann aber zurecht, in Verruf gebracht hat.

Ergo: Es gibt auch gute Lobbyisten. Meist sind das die, von denen höchst selten etwas zu hören, od. lesen ist.
Der schlechte, auch von mir kritisierte Lobbyismus, ist nicht nur antidemokratisch, sondern m. E. auch asozial.


klar ... gute Lobbyisten sind immer die, die die eigene Meinung vertreten ;)
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Sorgenking » Sa 24. Feb 2018, 19:03

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(24 Feb 2018, 18:44)

klar ... gute Lobbyisten sind immer die, die die eigene Meinung vertreten ;)


Ich denke Lobyyismus ist per se nix schlechtes. Gerade bei komplizierten Themen ist es wichtig die Meinung der Betroffenen zu hören.
Allerdings sollte Zahlungen dabei keine Rolle spielen, es sollte klar ersichtig seien, wer wan was sagt und es sollte gleichberechtig vorsich gehen. Bspw. sollten beim Theme Dieselverbote, sowohl die Autoindustrie, als auch Umwelverbände zu Wort kommen.
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Rob Schuberth » Sa 24. Feb 2018, 19:08

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(24 Feb 2018, 18:44)

klar ... gute Lobbyisten sind immer die, die die eigene Meinung vertreten ;)


Anscheinend haben Sie meinen Beitrag missverstanden.

Oder Sie schreiben einfach nur, um mal kontra sagen zu können.

Ich verurteile den negativen (von mir als schlecht titulierten) Lobbyismus.
Z. B. den der Auto-Lobby.

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