Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

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Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Arbeitslosengeld 2 (HartzIV), Rentenversicherung, Sozialgesetzbuch.

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Misterfritz
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Misterfritz » Do 16. Nov 2017, 20:34

hallelujah hat geschrieben:(16 Nov 2017, 20:13)

Spracherwerb ist Voraussetzung, können wir als d`accord abhaken.
Kindertagesstätten: gab es vor 2 oder 3 Jahren hier bei uns ein nettes Beispiel: die Stadtverwaltung hatte alle potentiellen Eltern angeschrieben, deren Kinder in absehbarer Zeit ins Kita-Alter kommen. Hintergrund: Bedarfsplanung. Überrascht es dich, wenn ich dir sage, daß die Rückläuferquote bei -ich glaube- 15% lag?
Hier ist wieder das altbekannte Thema. Ohne Mitwirkung der gesamten Bevölkerung wird es schwierig. Wenn also Eltern nicht mal in der Lage sind, ein einfaches Antwortschreiben zurückzuschicken, damit die Stadt vernünftig planen kann, dann wird das nüscht. Es werden aber die gleichen Eltern sein, die jammern alles scheisse...
Nun ja, ich sagte ja Kindergartenpflicht, mindestens ab 3 Jahren - und das auch durchsetzen. Kindergarten wird bei Vielen halt noch mit Freiwilligkeit und Spass für Kinder angesehen, was man denen mal bieten kann und mal eben nicht.
hallelujah hat geschrieben:(16 Nov 2017, 20:13)Die Art des Bildungssystem halte ich dagegen für zweitrangig. Wichtiger fände ich:
a) gegebenfalls mehr Sozialarbeiter, die auch für Ruhe sorgen, damit der Lehrer auch seinen Unterricht gestalten kann. Und die sich intensiv um Problemfälle kümmern können.
b) Nicht mit aller Gewalt einfach nur mehr Lehrer, damit es auf dem Papier gut aussieht. Sondern Lehrkräfte, die ihre Berufsbezeichnung auch verdienen
c) Lehrer mit sozialer Kompetenz, wo auch die Autorität nicht durch die Eltern bei jedem kleinsten Mist untergraben wird.

Punkt C ist wichtig. Ich denke, Lehrer fangen fast alle sehr engagiert an, werden aber durch die Umstände schnell frustriert. Und ich hielte in SEKII es auch für gut, wenn Menschen mit mehr als nur Uni-Erfahrung an den Schulen unterrichten.

Wir haben aber in Deutschland ein grosses Problem damit, dass Bildung Landessache ist und da dann jedes Land sein eigenen Kram macht, je nachdem, wer gerade regiert, werden Bildungskonzepte mal eben ent- und umgeworfen.
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon hallelujah » Do 16. Nov 2017, 20:44

Misterfritz hat geschrieben:(16 Nov 2017, 20:34)

Nun ja, ich sagte ja Kindergartenpflicht, mindestens ab 3 Jahren - und das auch durchsetzen. Kindergarten wird bei Vielen halt noch mit Freiwilligkeit und Spass für Kinder angesehen, was man denen mal bieten kann und mal eben nicht.

Punkt C ist wichtig. Ich denke, Lehrer fangen fast alle sehr engagiert an, werden aber durch die Umstände schnell frustriert. Und ich hielte in SEKII es auch für gut, wenn Menschen mit mehr als nur Uni-Erfahrung an den Schulen unterrichten.

Wir haben aber in Deutschland ein grosses Problem damit, dass Bildung Landessache ist und da dann jedes Land sein eigenen Kram macht, je nachdem, wer gerade regiert, werden Bildungskonzepte mal eben ent- und umgeworfen.



Ich hielte die Kindergartenpflicht auch nicht für schlecht. Bildung sozialer Kontakte und sozialer Kompetenzen sind dabei auch nicht zu unterschätzen. Aber in Kindergärten ist leider auch zu beobachten, daß dort inzwischen zu sehr auf "Harmonie" gesetzt wird. Finde ich fatal. Die müssen einfach in dem Alter auch mal Konflikte austragen können. Und nicht schon bei einem geworfenen Löffelchen Sand dazwischengehen und das Harmoniesüchtigkeitsliedchen trällern...

Ein Lehrer muss eben beides haben: fachliche und soziale Kompetenz. Und ganz viel Durchsetzungsvermögen...
Daß jedes Land seinen eigenen Kram macht, war ursprünglich auch mal so gewollt. Inzwischen sind die Unterschiede allerdings zu groß.


Ich denke, wir sind uns ziemlich einig. Der Meinungsaustausch war sehr nett. Aber verdammt, zum Zanken bist du nicht geeignet! :D ;)
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Misterfritz » Do 16. Nov 2017, 20:46

hallelujah hat geschrieben:(16 Nov 2017, 20:44)Ich denke, wir sind uns ziemlich einig. Der Meinungsaustausch war sehr nett. Aber verdammt, zum Zanken bist du nicht geeignet! :D ;)
Kommt wahrscheinlich auf's Thema an :D
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon hallelujah » Do 16. Nov 2017, 20:49

Misterfritz hat geschrieben:(16 Nov 2017, 20:46)

Kommt wahrscheinlich auf's Thema an :D


Ist mir bis dato noch keins aufgefallen ;)
Aber wenn, dann garantiert trotzdem mit dem nötigen Humor. :cool:
Bis dahin wünsche ich eine gute Nacht...
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Wähler » Fr 17. Nov 2017, 06:46

Wähler hat geschrieben:(15 Nov 2017, 18:15)
Diese Menschen haben aber Kinder und um die sollten wir uns auch in unserem eigenen Interesse kümmern. Ich möchte nicht in einer Gesellschaft mit steigender Armut von Alleinerziehenden oder kinderreichen Familien leben. Mir kommt es dabei allerdings mehr auf die Bekämpfung der Bildungsarmut bei den Kindern an. Der Sozialstaat muss sich in Zukunft mehr als je zuvor auf die wirklich Bedürftigen konzentrieren und nicht die Mittelschicht, zu der inzwischen auch vielen Menschen mit Migrationshintergrund gehören, mit zahlreichen verschiedenen Sozialleistungen subventionieren. Ein Einwanderungsgesetz brauchen wir allerdings auch und zwar dringend.

Positiv Denkender hat geschrieben:(16 Nov 2017, 18:06)
Um die Kinder sollten sich vor allem die Eltern kümmern .Das hat mit der finanziellen Ausstattung nichts zu tun . Es gibt Kindergeld .nützt nur etwas
wenn man es auch den Kindern zukommen lässt .
Kinderarmut = 100% .Die wenigsten Kinder haben eigene Einkommen .
Übrigens unsere Eltern hätten sich glücklich geschätzt hätten sie uns Kindern den heutigen Lebensstandard von heutigen "Armutsgefährdeten bieten können .
Damals waren mehr als 25 % Alleinerziehend . Allerdings aus anderen Gründen als heute . Diese Alleinerziehenden haben ihre Männer im Krieg verloren .
Heute kennen viele Alleinerziehende ihren Partner nur mit Vornamen .Dafür kann der Staat nichts .

Der Alltag von Doppelverdienern mit Kindern in Städten sieht heute bekanntlich anders aus. Ohne die arbeitenden Frauen läuft wegen des Geburtenrückgang nichts mehr in deutschen Privatunternehmen. Die Großeltern wohnen woanders. Ohne Angebote von öffentlicher oder privater Ganztagsbetreuung zum Teil auch für Schlüsselkinder funktioniert es nicht mehr. Bildungsarmut braucht Unterstützung von Lernpaten, also soziale Infrastruktur, die Geld kostet.
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon schokoschendrezki » Fr 17. Nov 2017, 08:49

hallelujah hat geschrieben:(16 Nov 2017, 20:44)

Ich hielte die Kindergartenpflicht auch nicht für schlecht. Bildung sozialer Kontakte und sozialer Kompetenzen sind dabei auch nicht zu unterschätzen. Aber in Kindergärten ist leider auch zu beobachten, daß dort inzwischen zu sehr auf "Harmonie" gesetzt wird. Finde ich fatal. Die müssen einfach in dem Alter auch mal Konflikte austragen können. Und nicht schon bei einem geworfenen Löffelchen Sand dazwischengehen und das Harmoniesüchtigkeitsliedchen trällern...


Auch wenn das hier vielleicht etwas off topic ist: "Vorschulkinder" und "Kompetenz" ... das ist eine ziemlich schreckliche Mischung. Habe gerade ein Feature zu dem Thema gehört, in welchem sich alle Experten in der Hinsicht einig sind: Man soll Kinder vor allem machen lassen. Die erste Pflicht der Erwachsenen besteht darin, Kindern die Möglichkeit zu schaffen, sie machen zu lassen. Sie wissen (unbewusst) ganz genau, wie sie individuell "Kompetenzen" erwerben. Schon ein Kleinstkind "weiß", warum es beim Essen einen Löffel auf den Boden wirft. Überbehütetsein, Helikopter-Parenting, Klavier- und Englischunterricht im Vorschulalter sind das Problem. Dass man keine Gruppen von Kindern mehr spielend durch die Großstadtviertel stromern sieht. Das Fazit der Sendung lautete: Es gibt nix Falscheres als sich als Erwachsener in den Kompetenzerwerb von Kindern hineinzumischen.
"Ich kann keine Nation lieben, ich kann keinen Staat lieben, ich kann nur meine Freunde lieben." Hannah Arendt
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Selina » Fr 17. Nov 2017, 09:57

Ein Kommentar zur Armut, der es gut auf den Punkt bringt, was das eigentliche Dilemma ist: Arm trotz Arbeit.

https://www.neues-deutschland.de/artike ... rbeit.html
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Positiv Denkender » Fr 17. Nov 2017, 17:12

Wähler hat geschrieben:(17 Nov 2017, 06:46)

Der Alltag von Doppelverdienern mit Kindern in Städten sieht heute bekanntlich anders aus. Ohne die arbeitenden Frauen läuft wegen des Geburtenrückgang nichts mehr in deutschen Privatunternehmen. Die Großeltern wohnen woanders. Ohne Angebote von öffentlicher oder privater Ganztagsbetreuung zum Teil auch für Schlüsselkinder funktioniert es nicht mehr. Bildungsarmut braucht Unterstützung von Lernpaten, also soziale Infrastruktur, die Geld kostet.

Eltern müssen nur auf ihre Kindchen achten . Wenn Eltern beide arbeiten ist das die eigene Entscheidung . Dann sind auch 2 Einkommen da
und keine Armutsgefährdung . Letztendlich ermöglicht der Staat ja allen Eltern ihre Kinder abzugeben damit beide Elternteile
arbeiten und verdienen können eine riesige soziale Leistung die dieser Staat erbringt . Früher gab es das nicht . Allein stehende Frauen haben
zu unser Kinder und Elternzeit auch arbeiten müssen . Nur wurde nicht so gejammert . Heute beträgt der finanzielle Aufwand für LM
im Verhältnis zum Einkommen ca 12-15 % damals 25 % .Die Rosinen im Kopf sind zu groß . Das wird keine Regierung ändern können .
Bildungsarmut entsteht nur wenn man sich nicht um die Kinder kümmert . Doppeltverdiener gehören nicht zu den armutsgefährdeten .
Bildungsarmut entsteht durch Gleichgültigkeit . Oder ist der Unterricht in den Klassen nicht für alle gleich ?
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon hallelujah » Fr 17. Nov 2017, 17:38

schokoschendrezki hat geschrieben:(17 Nov 2017, 08:49)

Auch wenn das hier vielleicht etwas off topic ist: "Vorschulkinder" und "Kompetenz" ... das ist eine ziemlich schreckliche Mischung. Habe gerade ein Feature zu dem Thema gehört, in welchem sich alle Experten in der Hinsicht einig sind: Man soll Kinder vor allem machen lassen. Die erste Pflicht der Erwachsenen besteht darin, Kindern die Möglichkeit zu schaffen, sie machen zu lassen. Sie wissen (unbewusst) ganz genau, wie sie individuell "Kompetenzen" erwerben. Schon ein Kleinstkind "weiß", warum es beim Essen einen Löffel auf den Boden wirft. Überbehütetsein, Helikopter-Parenting, Klavier- und Englischunterricht im Vorschulalter sind das Problem. Dass man keine Gruppen von Kindern mehr spielend durch die Großstadtviertel stromern sieht. Das Fazit der Sendung lautete: Es gibt nix Falscheres als sich als Erwachsener in den Kompetenzerwerb von Kindern hineinzumischen.



So off topic finde ich persönlich es nicht, solange der Thread nicht nur in die Richtung geht. Es gehört meiner Meinung nach dazu.
Der Erwerb sozialer Kompetenzen fängt von Kindesbeinen an. Hier sind wir gleicher Meinung. Die Zwerge müssen lernen, mit Konflikten umzugehen. Nur so kann eine Persönlichkeit heranreifen. Und nur eine gereifte Persönlichkeit kann eigene Interessen UND die anderer durchsetzen. Somit spielt das m.M.n. auch sehr viel ins Thema Armutsvermeidung mit hinein.

Übertrieben gesagt: die Alten können sich langsman einmischen, sobald der Teppich rot wird...

Löffel auf den Boden schmeissen: hier zeige ich allerdings Grenzen auf.
Ansonsten aber richtig: das Kind mal Kind sein lassen und das dämliche Elterngeschwafel beim Kaffeekranz "mein kleiner Hochbegabter, was der schon alles so toll kann" sein lassen.
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Skull » Fr 17. Nov 2017, 17:45

hallelujah hat geschrieben:(17 Nov 2017, 17:38)

So off topic finde ich persönlich es nicht, solange der Thread nicht nur in die Richtung geht.
Es gehört meiner Meinung nach dazu.

Guten Abend,

solange das nicht ausartet, sehe ich auch kein Problem.
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Wähler » Fr 17. Nov 2017, 17:53

Wähler hat geschrieben:(17 Nov 2017, 06:46)
Der Alltag von Doppelverdienern mit Kindern in Städten sieht heute bekanntlich anders aus. Ohne die arbeitenden Frauen läuft wegen des Geburtenrückgang nichts mehr in deutschen Privatunternehmen. Die Großeltern wohnen woanders. Ohne Angebote von öffentlicher oder privater Ganztagsbetreuung zum Teil auch für Schlüsselkinder funktioniert es nicht mehr. Bildungsarmut braucht Unterstützung von Lernpaten, also soziale Infrastruktur, die Geld kostet.

Positiv Denkender hat geschrieben:(17 Nov 2017, 17:12)
Eltern müssen nur auf ihre Kindchen achten . Wenn Eltern beide arbeiten ist das die eigene Entscheidung . Dann sind auch 2 Einkommen da
und keine Armutsgefährdung . Letztendlich ermöglicht der Staat ja allen Eltern ihre Kinder abzugeben damit beide Elternteile
arbeiten und verdienen können eine riesige soziale Leistung die dieser Staat erbringt . Früher gab es das nicht . Allein stehende Frauen haben
zu unser Kinder und Elternzeit auch arbeiten müssen . Nur wurde nicht so gejammert . Heute beträgt der finanzielle Aufwand für LM
im Verhältnis zum Einkommen ca 12-15 % damals 25 % .Die Rosinen im Kopf sind zu groß . Das wird keine Regierung ändern können .
Bildungsarmut entsteht nur wenn man sich nicht um die Kinder kümmert . Doppeltverdiener gehören nicht zu den armutsgefährdeten .
Bildungsarmut entsteht durch Gleichgültigkeit . Oder ist der Unterricht in den Klassen nicht für alle gleich ?

Bildungsarmut wird in Deutschland vererbt. Das ist empirisch bewiesen und stärker als im Durchschnitt der EU-Länder in Deutschland verbreitet. Dies kann nur durch öffentliche Bildungsangebote korrigiert werden. Bildungsfernen Mitbürgern vorzuwerfen, sie würden sich nicht um ihre Kinder kümmern, ist eine Vereinfachung des Sachverhaltes.
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Positiv Denkender » Fr 17. Nov 2017, 18:42

Wähler hat geschrieben:(17 Nov 2017, 17:53)

Bildungsarmut wird in Deutschland vererbt. Das ist empirisch bewiesen und stärker als im Durchschnitt der EU-Länder in Deutschland verbreitet. Dies kann nur durch öffentliche Bildungsangebote korrigiert werden. Bildungsfernen Mitbürgern vorzuwerfen, sie würden sich nicht um ihre Kinder kümmern, ist eine Vereinfachung des Sachverhaltes.


Meinst du . Mir ist nicht bekannt das in den Klassen unterschiedlich nach Einkommen der Eltern unterrichtet wird.
Entscheidend ist die Begabung der Kinder und da gibt es nun mal Unterschiede wie in allen Jahrtausenden vorher .
Verantwortung ist nicht vom Bildungsgrad abhängig . Die kann man kostenlos einbringen . Vererbt werden Talente und Begabung aber bestimmt
keine Verantwortungslosigkeit .Sozialhilfeempfänger hätten weit aus mehr Zeit sich um die Kinder zu kümmern ,man muss es nur tun .
Ein großer Teil der Nachkommen im Bekannten ,Freundes und Familienkreis hat Abitur , oder Hochschulabschluss obwohl die Eltern
lediglich einen Hautschul oder Realschulabschluss aufweisen können . Bildungsferne Mitbürger ? Wen zählst du dazu ?
Wir haben Schulpflicht in Deutschland nicht gewusst . Die Eltern sind nicht dazu da um die Hausaufgaben für die Kids zu erledigen .
Anhalten die Hausaufgaben zu machen sollte aber deren Pflicht sein .
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Odin1506 » Fr 17. Nov 2017, 19:01

Positiv Denkender hat geschrieben:(17 Nov 2017, 18:42)

Meinst du . Mir ist nicht bekannt das in den Klassen unterschiedlich nach Einkommen der Eltern unterrichtet wird.
Entscheidend ist die Begabung der Kinder und da gibt es nun mal Unterschiede wie in allen Jahrtausenden vorher .
Verantwortung ist nicht vom Bildungsgrad abhängig . Die kann man kostenlos einbringen . Vererbt werden Talente und Begabung aber bestimmt
keine Verantwortungslosigkeit .Sozialhilfeempfänger hätten weit aus mehr Zeit sich um die Kinder zu kümmern ,man muss es nur tun .
Ein großer Teil der Nachkommen im Bekannten ,Freundes und Familienkreis hat Abitur , oder Hochschulabschluss obwohl die Eltern
lediglich einen Hautschul oder Realschulabschluss aufweisen können . Bildungsferne Mitbürger ? Wen zählst du dazu ?
Wir haben Schulpflicht in Deutschland nicht gewusst . Die Eltern sind nicht dazu da um die Hausaufgaben für die Kids zu erledigen .
Anhalten die Hausaufgaben zu machen sollte aber deren Pflicht sein .


Ok, nehmen wir mal eine 8. Klasse aus einer privaten Schule in einem, sagen wir mal in einem gehobenen Stadtteil und eine 8. Klasse aus einer Schule in einem, sagen wir mal Armutsvirtel. Welche Klasse hat die besseren Lernergebnisse?
Ich bin keine Signatur, ich putze hier nur!!! :p
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon hallelujah » Fr 17. Nov 2017, 19:15

Odin1506 hat geschrieben:(17 Nov 2017, 19:01)

Ok, nehmen wir mal eine 8. Klasse aus einer privaten Schule in einem, sagen wir mal in einem gehobenen Stadtteil und eine 8. Klasse aus einer Schule in einem, sagen wir mal Armutsvirtel. Welche Klasse hat die besseren Lernergebnisse?



Gegenfrage:
wie wird sich das Leistungsniveau auf der Privatschule ändern, wenn du sie mit 8-Klässlern aus dem Armutsviertel flutest?
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Positiv Denkender » Fr 17. Nov 2017, 19:26

Odin1506 hat geschrieben:(17 Nov 2017, 19:01)

Ok, nehmen wir mal eine 8. Klasse aus einer privaten Schule in einem, sagen wir mal in einem gehobenen Stadtteil und eine 8. Klasse aus einer Schule in einem, sagen wir mal Armutsvirtel. Welche Klasse hat die besseren Lernergebnisse?

Ich kenne keine Armutsviertel . Hier werden Klassenverbände nicht nach Einkommen der Eltern zusammengestellt.
Schulschwänzen hat nichts mit Einkommen der Eltern zu tun sondern mit Verantwortungslosigkeit .
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon hallelujah » Fr 17. Nov 2017, 19:28

Selina hat geschrieben:(17 Nov 2017, 09:57)

Ein Kommentar zur Armut, der es gut auf den Punkt bringt, was das eigentliche Dilemma ist: Arm trotz Arbeit.




seltsam, daß die Armutsgefährdungsquoten dort am höchsten sind, wo auch die Arbeitslosigkeit am höchsten ist
Die Auswertung ist deckungsgleich
Gäbe es einen Gott, hätte er keine Religionen erschaffen.
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon hallelujah » Fr 17. Nov 2017, 19:41

Interessant ist, daß im europäischen Vergleich Länder wie Ungarn, Slowenien, Slowakei und Tschechische Republik eine geringere Quote haben als Deutschland.
Womit man diese Statistiken eigentlich nur dazu benutzen kann, um Einkommensunterschiede festzustellen. Aus der Statistik Aussagen über Wohlstand treffen zu wollen, halte ich für sehr gewagt...


Übrigens läge die Quote in Deutschland ohne Sozialleistungen bei 24,1%. Nur mal am Rande erwähnt für all die Sozialgerechtigkeitskämpfer die glauben, alles wird von unten nach oben verteilt...
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Realist2014 » Fr 17. Nov 2017, 19:57

Selina hat geschrieben:(17 Nov 2017, 09:57)

Ein Kommentar zur Armut, der es gut auf den Punkt bringt, was das eigentliche Dilemma ist: Arm trotz Arbeit.

https://www.neues-deutschland.de/artike ... rbeit.html


nö- nix auf den Punkt gebracht...

der übliche Unsinn halt


Wer als Single Vollzeit ( = Arbeit) mit Mindestlohn arbeitet- ist weit über der Grenze zur relativen Armutsgefährdung

Bei einer Familie mit zwei Kindern ist es ebenfalls der Fall, wenn ein Elternteil Vollzeit und der andere Elternteil Teilzeit ( 50%) arbeitet...


aber seit wann interessieren sich die linken Jammergazetten oder linksgedrehten Seiten im Web für FAKTEN.... :D
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Misterfritz » Fr 17. Nov 2017, 20:22

Positiv Denkender hat geschrieben:(17 Nov 2017, 18:42)

Meinst du . Mir ist nicht bekannt das in den Klassen unterschiedlich nach Einkommen der Eltern unterrichtet wird.
Entscheidend ist die Begabung der Kinder und da gibt es nun mal Unterschiede wie in allen Jahrtausenden vorher .
Verantwortung ist nicht vom Bildungsgrad abhängig . Die kann man kostenlos einbringen . Vererbt werden Talente und Begabung aber bestimmt
keine Verantwortungslosigkeit .Sozialhilfeempfänger hätten weit aus mehr Zeit sich um die Kinder zu kümmern ,man muss es nur tun .
Ein großer Teil der Nachkommen im Bekannten ,Freundes und Familienkreis hat Abitur , oder Hochschulabschluss obwohl die Eltern
lediglich einen Hautschul oder Realschulabschluss aufweisen können . Bildungsferne Mitbürger ? Wen zählst du dazu ?
Wir haben Schulpflicht in Deutschland nicht gewusst . Die Eltern sind nicht dazu da um die Hausaufgaben für die Kids zu erledigen .
Anhalten die Hausaufgaben zu machen sollte aber deren Pflicht sein .
Es ist aber so, dass bildungsferne Mitbürger ihren Kindern einfach weniger mit auf den Weg geben. Wenn Kinder zu Hause keine Bücher kennenlernen, nicht sehen, dass ihre Eltern lesen, werden sie im Zweifel nie oder selten zu Büchern greifen.
Und wenn Eltern nicht verstehen, was ihre Kinder im Unterricht lernen, dann können sie ihren Kindern nicht helfen oder zumindest kontrollieren, ob die Kinder überhaupt etwas richtig oder falsch macht. Und das macht ungemein viel aus.
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Odin1506 » Fr 17. Nov 2017, 22:14

hallelujah hat geschrieben:(17 Nov 2017, 19:15)

Gegenfrage:
wie wird sich das Leistungsniveau auf der Privatschule ändern, wenn du sie mit 8-Klässlern aus dem Armutsviertel flutest?


Ich habe nichts von fluten der privaten Schulen geschrieben. Aber das Lernniveau ist doch wohl in einer privaten Schule höher als in einer öffentlichen Schule in einem Problemviertel.
Ich bin keine Signatur, ich putze hier nur!!! :p

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