Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

In diesem Forum werden Themen rund um die sozialen Sicherungsysteme diskutiert.
Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Arbeitslosengeld 2 (HartzIV), Rentenversicherung, Sozialgesetzbuch.

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zollagent
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon zollagent » Di 2. Jan 2018, 22:09

Boracay hat geschrieben:(02 Jan 2018, 21:57)

Dann braucht der AG aber zwei GmbHs.

Mein Schwiegervater macht das. Vollzeitjob und dann noch 450€ Nebenbei bei einer anderen Firma genau daneben (gleicher Gesellschafter). Der ist sehr glücklich damit.

Dann bist du nicht auf dem neuesten Stand. Das wird durchaus, unabhängig von der aktuellen Rechtslage genau so mit Einer Gesellschaft praktiziert. Neuester Trick, wenn da die Knappschaft protestiert, ist, daß eines der Kinder oder der Ehepartner für diesen Minijob einspringen muß.
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Misterfritz
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Misterfritz » Di 2. Jan 2018, 22:10

zollagent hat geschrieben:(02 Jan 2018, 22:09)

Dann bist du nicht auf dem neuesten Stand. Das wird durchaus, unabhängig von der aktuellen Rechtslage genau so mit Einer Gesellschaft praktiziert. Neuester Trick, wenn da die Knappschaft protestiert, ist, daß eines der Kinder oder der Ehepartner für diesen Minijob einspringen muß.

viewtopic.php?p=4094045#p4094045
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zollagent
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon zollagent » Di 2. Jan 2018, 22:13

Boracay hat geschrieben:(02 Jan 2018, 21:55)

Anscheinende haben 6 Millionen bereits den Tod erlebt und sterben gerade. Bei den meisten reicht das für ein stinknormales Leben, in den meisten Ländern Europas liegen wir deutlich unter dem deutschen Satz. Auch so Neo-Kommunistische Länder wie Schweden zahlen deutlich weniger.

Seit wann bist du eigentlich so auf der Umverteiler-Schiene? Hat jemand deinen Account geknackt?

Nun ja, als "langsames Sterben", zumindest auf der ökonomischen Schiene, kann man das durchaus bezeichnen. Denn irgendwie müssen die fehlenden Märker eben aufgetrieben werden.

Was meine "Umverteiler-Schiene" betrifft, da habe ich seit meiner Verrentung etwas mehr Praxis in dem Unterstützerverein für Langzeitarbeitslose gewonnen. Und die Papierform weicht da erheblich von der Realität ab. Grundsätzlich halte ich das Modell ALG II noch immer für richtig. Es muß nur auch der Anspruch "Reicht zum Leben" auch eingehalten werden. Und das wird auf vielfältige Weise unterlaufen. Und das bei so vielen Fällen, daß ich von einer Systematik ausgehe.

Weißt du, als Personalverantwortlicher habe ich meinen diversen Bossen auch mal - im stillen Kämmerlein natürlich - ziemlich unverblümt die Wahrheit gesagt. Und, wie drei Konkurse in Betrieben, in denen ich arbeitete, aus genau den Dingen, die ich prophezeiht habe, beweisen, lag ich damit ziemlich richtig.

Wie gesagt, man kann auch eine vom Ansatz her richtige Sache mit wenigen Handlungen oder Unterlassungen ins genaue Gegenteil verkehren. Und genau das geschieht hier in Deutschland. Dabei ist es irrelevant, was in anderen Ländern geschieht.
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Ger9374
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Ger9374 » Fr 5. Jan 2018, 20:07

Das Leistungsniveau was der Staat hilfsbedürftigen zubilligt ist nicht da um ein rundum sorglospaket zu gestalten. Das dürfen wir alle nicht vergessen. Anreize zur selbsthilfe müssen daneben die hilfe empfänger weiter zur eigenverantwortung mit motivieren. Grundbedürfnisse sind abzudecken.
Nebenbei finanziert der Staat noch Hilfsansprüche im 2 stelligen milliarden beträgen die von aussen auf unser Land zu gekommen sind.
Alles hat seine berechtigung, aber das level muss am ende immer lauten eigenverantwortung + Grundsicherungsmassnahmen des Staates.
Wir können diejenigen die in der lage sind was zum eigenbedarf beizusteuern nicht aus dieser Pflicht entlassen. Und wenn es minimalste
erträge sind. Gesundheit setzt da natürlich grenzen. Aber wir sind eine Solidargemeinschaft.
Ich hoffe niemand fühlt sich jetzt provoziert,
aber ich sehe das so!
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Tom Bombadil
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 6. Jan 2018, 00:45

Der Arbeitsmarkt boomt, es gibt immer weniger Arbeitslose, aber es gibt immer mehr relativ Arme. Da klafft die Schere auseinander.
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Boracay » Sa 6. Jan 2018, 08:43

Tom Bombadil hat geschrieben:(06 Jan 2018, 00:45)

Der Arbeitsmarkt boomt, es gibt immer weniger Arbeitslose, aber es gibt immer mehr relativ Arme. Da klafft die Schere auseinander.


Ob der Anstieg der angeblich Armen wohl an den Zuwanderern (alle statistisch arm sich wenn H4 Ihnen ein Zehnfaches Jahreseibkommen von Zuhause bietet) und der Verdoppelung der Studentenzahlen liegt?

Anstieg der Kinderarmut lässt sich sogar eindeutig auf Zuwanderung zurück führen. Unter deutschen ist diese sogar gesunken.

Ist das schlimm? Was sollen wir hiergegen machen? Alle abschieben und weniger Leuten ein Studium an einer Hochschule ermöglichen??
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Ger9374
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Ger9374 » Sa 6. Jan 2018, 09:09

Die Politiker werden wohl zu feige sein den Wählern irgendwann zu sagen daß wir uns den Sozialstaat dieser Art irgendwann nicht mehr leisten können.
Ich sage das Mal einfach so!
Leistungen müssten neu definiert werden, und auch zur Debatte stehen.
Nichts was man den Bürgern gut verkaufen kann.
Doch es wird gewiss weitere Reformen geben müssen.
Solange die Einnahmen sprudeln kann man das hinausschieben, aber eine neue
Reformagenda a la 2010 dürfte kommen.
Jede meinung ist wichtig,sofern man eine eigene hat!
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Wähler » Sa 6. Jan 2018, 10:31

Ger9374 hat geschrieben:(06 Jan 2018, 09:09)
Die Politiker werden wohl zu feige sein den Wählern irgendwann zu sagen daß wir uns den Sozialstaat dieser Art irgendwann nicht mehr leisten können.
Ich sage das Mal einfach so!

Differenziert kann das doch bedeuten, dass sich der Sozialstaat auf die wirklich Bedürftigen konzentriert und Privilegien für die Mittelschicht, wie Ehegattensplittung, große Doppelrenten als WitwerIn und andere Schmankerl beschneidet.
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Ger9374 » Sa 6. Jan 2018, 19:03

Wähler hat geschrieben:(06 Jan 2018, 10:31)

Differenziert kann das doch bedeuten, dass sich der Sozialstaat auf die wirklich Bedürftigen konzentriert und Privilegien für die Mittelschicht, wie Ehegattensplittung, große Doppelrenten als WitwerIn und andere Schmankerl beschneidet.



Ich hinterfrage die aufgabe der sozialen Grundsicherung überhaupt.
Sehe die eigenverantwortung der Menschen und deren förderung als vorrangig.
Zu sehr wird auf die Siolidargemeinschaft gebaut,
das ist zu einfach. Mehr eigenverantwortung sehe ich als durchaus richtig an.
Jede meinung ist wichtig,sofern man eine eigene hat!
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon H2O » Sa 6. Jan 2018, 19:22

Ger9374 hat geschrieben:(06 Jan 2018, 19:03)

Ich hinterfrage die aufgabe der sozialen Grundsicherung überhaupt.
Sehe die eigenverantwortung der Menschen und deren förderung als vorrangig.
Zu sehr wird auf die Siolidargemeinschaft gebaut,
das ist zu einfach. Mehr eigenverantwortung sehe ich als durchaus richtig an.


Ich vermute einmal, daß es neben einigen arbeitsscheuen Nutznießern der sozialen Sicherungssysteme auch viele Menschen gibt, die der neuzeitlichen Arbeitswelt nicht gewachsen sind, und die ohne solidarische Hilfe völlig verelenden würden.

Um es einmal drastisch zu beschreiben: Wer in der Gesellschaft der Jäger und Sammler nur wenig Lust zum Jagen und Sammeln hatte, der fiel irgendwann einem Bären oder anderem Raubzeug zum Opfer. Ich glaube nämlich nicht, daß der erfolgreiche Jäger und Sammler willig den Ertrag seiner Arbeit mit Leuten geteilt hat, die erkennbar keinen Beitrag zu seinem Leben und dem seiner Sippe leisten wollten und auch nie geleistet hatten.

So einfach ist unsere Gesellschaft heute nicht mehr aufgebaut. Da gibt es neben sehr berechtigten Ansprüchen an die Solidarität der Gesellschaft auch Trittbrettfahrer, die man so lange ertragen muß, wie ihre Zahl nicht unerträglich hoch geworden ist. Dann platzt schon einmal ein Kanzler mit dem "fehlenden Grundrecht auf Faulheit" oder ein Parteiführer mit "spätrömischer Dekadenz" heraus.
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Wähler » So 7. Jan 2018, 06:47

Wähler hat geschrieben:(06 Jan 2018, 10:31)
Differenziert kann das doch bedeuten, dass sich der Sozialstaat auf die wirklich Bedürftigen konzentriert und Privilegien für die Mittelschicht, wie Ehegattensplittung, große Doppelrenten als WitwerIn und andere Schmankerl beschneidet.

Ger9374 hat geschrieben:(06 Jan 2018, 19:03)
Ich hinterfrage die aufgabe der sozialen Grundsicherung überhaupt.
Sehe die eigenverantwortung der Menschen und deren förderung als vorrangig.
Zu sehr wird auf die Siolidargemeinschaft gebaut,
das ist zu einfach. Mehr eigenverantwortung sehe ich als durchaus richtig an.

Das in den EU-Verträgen fest verankerte Subsidiaritätsprinzip beinhaltet nicht nur die Selbsthilfe, sondern auch die Hilfe für wirklich Bedürftige. Von daher muss es immer eine Art Sozialstaat und damit eine Art Grundsicherung geben, wie es auch unsere Verfassung vorsieht. Eine Verfassungsänderung würde ich klar ablehnen. Dafür würde ich auch zum Demonstrieren auf die Straße gehen. Eine andere Ausgestaltung des Sozialstaates unterstütze ich.
siehe auch: Grundsicherung EU-Mitgliedsstaaten
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/w ... 77266.html
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Wähler » Sa 13. Jan 2018, 11:18

http://www.sueddeutsche.de/politik/sond ... .3822621-2
SZ 12. Januar 2017 Sondierungspapier Arbeit, Rente, Gesundheit, Verbraucherschutz
Einen Schwerpunkt wollen Union und SPD auch auf die bessere Qualifizierung von Langzeitarbeitslosen legen - allerdings ohne die von der SPD ursprünglich geforderte Verlängerung des Arbeitslosengeldbezugs. Geplant ist ein neues "Regelinstrument im SGB II", also ein neues Programm im Rahmen des bestehenden Hartz-IV-Systems. Es soll "Teilhabe am Arbeitsmarkt für alle" heißen und 150 000 Teilnehmer haben.

Das Thema Leiharbeit sollte die SPD in den eigentlichen Koalitionsverhandlungen nachträglich einbringen, um einer traditionellen Wählerklientel mehr anbieten zu können.
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Positiv Denkender » So 14. Jan 2018, 18:55

Wähler hat geschrieben:(16 Dec 2017, 08:47)

Hast Du meinen Beitrag überhaupt gelesen? ;) Der mittlere Ring in München ist eine vierspurige Schnellstraße und die Miet- und Immobilienpreise diesseits und jenseits dieses Ringes unterscheiden sich bis auf einzelne Bezirke kaum noch. Die Niedrigverdiener hier müssen inzwischen fast 50% ihres Einkommens für Wohnkosten aufbringen. Du willst anscheinend, dass alle Betroffenen dann nach weit außerhalb von München ziehen.

Nee warum .Mir ist auch nicht bekannt das dort massenhaft Menschen ausziehen . Anscheinend wissen die dort wohnenden
Menschen besser ob sie die Mieten aufbringen können . 50 % Mietaufschlag ?wen willst du denn diesen Bären aufbinden .
Seit wann leben dort Niedrigverdiener? 50 % Mieterhöhung ohne Begründung wäre sittenwidrig . Märchenstunde .?
Kein Vermieter kann ohne Begründung von heute auf morgen die Miete um 50 % erhöhen .
Bei Neuvermietungen ist niemand gezwungen dort einzuziehen . Der Markt bestimmt die Preise .Werden Vermieter ihre Hütten nicht los
werden sie schon irgendwann ihre Mietforderungen reduzieren .Trotzdem interessant zu hören welche Einkommensschicht am mittleren
Ring in München lebt . Ich habe immer gedacht es handelt sich um eine gehobene Wohngegend .
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Misterfritz » So 14. Jan 2018, 19:02

Positiv Denkender hat geschrieben:(14 Jan 2018, 18:55)

Nee warum .Mir ist auch nicht bekannt das dort massenhaft Menschen ausziehen . Anscheinend wissen die dort wohnenden
Menschen besser ob sie die Mieten aufbringen können . 50 % Mietaufschlag ?wen willst du denn diesen Bären aufbinden .
Seit wann leben dort Niedrigverdiener? 50 % Mieterhöhung ohne Begründung wäre sittenwidrig . Märchenstunde .?
Kein Vermieter kann ohne Begründung von heute auf morgen die Miete um 50 % erhöhen .
Bei Neuvermietungen ist niemand gezwungen dort einzuziehen . Der Markt bestimmt die Preise .Werden Vermieter ihre Hütten nicht los
werden sie schon irgendwann ihre Mietforderungen reduzieren .Trotzdem interessant zu hören welche Einkommensschicht am mittleren
Ring in München lebt . Ich habe immer gedacht es handelt sich um eine gehobene Wohngegend .
Wie kommst Du auf Mieterhöhung? Es ging darum, dass es Menschen in München gibt, die 50% ihres Einkommens für die Miete aufbringen müssen.
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Positiv Denkender » Di 16. Jan 2018, 13:23

Misterfritz hat geschrieben:(14 Jan 2018, 19:02)

Wie kommst Du auf Mieterhöhung? Es ging darum, dass es Menschen in München gibt, die 50% ihres Einkommens für die Miete aufbringen müssen.

Dann wohnen sie in der falschen Wohnung . Es mag Mieter geben die 50 % ihres Einkommens für Miete ausgeben .
Ausnahmen sind nicht ausgeschlossen . Der Durchschnittsbürger muss allerdings lediglich 25- 30 % für Mieten aufwenden .
Das war vor 60 Jahren nicht anders.
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Adam Smith » Di 16. Jan 2018, 13:50

Positiv Denkender hat geschrieben:(16 Jan 2018, 13:23)

Dann wohnen sie in der falschen Wohnung . Es mag Mieter geben die 50 % ihres Einkommens für Miete ausgeben .
Ausnahmen sind nicht ausgeschlossen . Der Durchschnittsbürger muss allerdings lediglich 25- 30 % für Mieten aufwenden .
Das war vor 60 Jahren nicht anders.

Der Durchschnittsbürger gibt 25-35% für die Miete aus.
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon H2O » Di 16. Jan 2018, 14:30

Adam Smith hat geschrieben:(16 Jan 2018, 13:50)

Der Durchschnittsbürger gibt 25-35% für die Miete aus.


Vorteil: Die angemietete Wohnfläche je Mieter ist größer geworden.
Nachteil: Die Steuer- und Abgabenlast der Arbeitnehmer ist höher geworden

Mit ein paar Zahlen ist diese Entwicklung kaum ein zu fangen!
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Positiv Denkender » Di 16. Jan 2018, 15:48

Adam Smith hat geschrieben:(16 Jan 2018, 13:50)

Der Durchschnittsbürger gibt 25-35% für die Miete aus.

Einschließlich Energiekosten .War aber nie anders . Du solltest den heutigen Standard der Wohnungen nicht außer acht lassen .
Heizung ,Badezimmer waren nicht immer Standard . Auch der beanspruchte Wohnraum pro Person hat sich nach oben verändert.
Die Mietzuschüsse sind heute auch höher als früher . Fakt der Aufwand für Miete im Verhältnis zum Einkommen hat sich
seit zig Jahren nicht wesentlich verändert .
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Skull » Di 16. Jan 2018, 16:22

Positiv Denkender hat geschrieben:(16 Jan 2018, 15:48)

Fakt der Aufwand für Miete im Verhältnis zum Einkommen hat sich seit zig Jahren nicht wesentlich verändert .

Könntest Du bitte DAZU eine seriöse Quelle angeben.
Speziell auf die letzten 25 Jahre bezogen (diese Generation).

Zahlen von 1860, 1930 oder 1960 tragen NICHTS bei.

Hier geht es um die "Entwicklung/Problematik" SEIT der Wiedervereinigung.

Und um diese Entwicklung geht es HIER.

mfg
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Positiv Denkender » Di 16. Jan 2018, 16:31

Skull hat geschrieben:(16 Jan 2018, 16:22)

Könntest Du bitte DAZU eine seriöse Quelle angeben.
Speziell auf die letzten 25 Jahre bezogen (diese Generation).

Zahlen von 1860, 1930 oder 1960 tragen NICHTS bei.

Hier geht es um die "Entwicklung/Problematik" SEIT der Wiedervereinigung.

Und um diese Entwicklung geht es HIER.

mfg

Immer wieder lustig wenn man gewisse Quellen einfordert. Welche Quellen hättest du denn gerne ?Mietverträge und Gehaltsbescheinigungen
werden die meisten Menschen wohl ungern ins Netz stellen .qm Preise liegt zwischen 4,75 und 5,50 im sozialen Wohnungsbau Kannst du dir selbst heraussuchen .
Trotzdem ist der Leerstand hoch .Quellen ? offenen Auges durch die Stadt gehen . Nicht 1960 ,da bestand Wohnungsnot, heute nicht .
Die Problematik seit der Wiedervereinigung besteht darin ,dass die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse
nie höher war als heute . Du magst daraus zunehmende Armutsgefährdung ableiten ,reine Ansichtssache .
Hinzu kommen Millionen Zuwanderer seit der Wiedervereinigung .Aus verständlichen Gründen gehören diese selten zu den
Menschen mit höheren Einkommen . Allein aus den Staaten der ehemaligen UDDSR sind mehr als 3 Millionen Menschen aus wirtschaftlichen Gründen nach Deutschland geflüchtet .Wer die Aufnahme von Flüchtlingen, wie unser Staat , befürwortet muss
auch die Konsequenzen daraus in Kauf nehmen . Es sei denn, man erwartet, dass dieser Staat für jeden, der in dieses Land einwandert
eine preiswerte Wohnung auf Vorrat bereithält .Jeder privat Person steht es offen, dies zu tun . Die nächste Immobilienblase
steht eh vor dem Platzen .Es wird jede freie Fläche auf Deubel komm raus bebaut obwohl die Bevölkerungszahlen sinken .
Spätestens wenn der größte Teil der Flüchtlinge wieder zurückgeführt wird macht es bumm .Dann stehen zigtausende Wohnungen leer.
Der Staat ist nun mal kein Wohnungsbauunternehmen .Der kann lediglich Baugrund zur Verfügung stellen bzw. genehmigen .
Wer Wohnungen zur Verfügung stellt will und muss daran auch verdienen . Ansonsten sollen diejenigen preiswerte Wohnungen bauen, die
über angeblich zu hoher Mieten jammern . Wer um Party zumachen in bestimmte Großstädte zieht, muss auch die dortigen Lebenshaltungskosten aufbringen . Egal ob vor oder nach der Wiedervereinigung . Wohnungsnot wie in den ersten 30 Nachkriegsjahren
gehört der Vergangenheit an . Heute sind lediglich bei einigen Rosinen im Kopf größer als benötigter Wohnraum .
Zuletzt geändert von Positiv Denkender am Di 16. Jan 2018, 17:01, insgesamt 2-mal geändert.

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