12 Tage arbeiten am Stueck ist rechtens - EuGH

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Sole.survivor@web.de
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Re: 12 Tage arbeiten am Stueck ist rechtens - EuGH

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Do 16. Nov 2017, 17:49

unity in diversity hat geschrieben:(11 Nov 2017, 07:35)

Das EuGH-Urteil hat Mustercharakter. Jedes Streßunternehmen kann die Angleichung der eigenen Arbeitsverhältnisse verlangen.
Auf Landesebene, Bundesebene und bis zum EuGH.
Richtig und flächendeckend durchgezogen, werden bis zu einem Drittel der MA entbehrlich.
Was macht man mit denen?
Die liegen dem Rest der arbeitenden Bevölkerung auf der Tasche.

Die verschwinden nicht. Entbehrlich werden bloß ein paar Teilzeitkräfte und Springer, weil jetzt alle so schön flexibel sind.
Striving for Excellence, Demonstrating Integrity, Activating Leadership, Acting Sustainably, Enjoying Participation, Living Diversity, Eating Meat.
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Der Neandertaler
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Re: 12 Tage arbeiten am Stueck ist rechtens - EuGH

Beitragvon Der Neandertaler » Do 16. Nov 2017, 18:48

Hallo unity in diversity.
unity in diversity hat geschrieben:Man muß abwarten, wie wirksam die Bremsen sind, die der Neandertaler beschrieben hat.
Die Versuchung könnte groß sein, in minderqualifizierten Geschäftsfeldern den einen oder anderen Test durchzuführen.
[...]
Man braucht in jedem Falle gut funktionierende Gewerkschaften, um den Klassenkampf von oben sinnvoll abzuleiten und zu kanalisieren.
Bevor der Gesetze zur Zeit- und Leiharbeit abgeändert wurde - bzw.: erweitert wurde, wurden "Wünsche" der Arbeitgeber laut, wonach der Kündigungsschutz aufgeweicht werden sollte.
Hintergrund:
    Arbeitgeber konnten seinerzeit Arbeitnehmer, die sie lediglich eingestellt haben, um Auftragsspitzen abarbeiten zu können, ... diese konnten sie, aufgrund des Kündigungsschutzes, schwerlich wieder kündigen - mit dem Kündigungsgrund:
      eingestellt wegen Auftragsspitzen - Kündigung: weil Auftragsspitzen nun erledigt!
    Also war der Tenor dieser "Wünsche":
      aufweichen des Kündigungsschutzes für alle!
Da wir aber recht starke Gewerkschaften haben - nicht in allen Bereichen der Arbeitswelt und diese unsere, bzw.: ihre Errungenschaften (Gesetze und Tarifverträge) nicht so ohne weiteres preisgeben (wollten), war Politik quasi gezwungen, die Möglichkeit zur Zeit- und Leiharbeit auszubauen.

Ich bin zwar kein Freund dieser modernen Lohnsklaverei, aber es zeigt, daß erstens gute und starke Gewerkschaften vonnöten sind, zweitens: diese "Bremsen" haben offensichtlich funktioniert. Sie werden auch in der jetzigen Debatte (Aufweichung der Arbeitszeit) funktionieren.
"Ich teile Ihre Meinung nicht, ich werde aber bis zu meinem letzten Atemzug kämpfen, daß Sie Ihre Meinung frei äußern können." (Voltaire)

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