Wohnungspolitik

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jorikke
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Re: Wohnungspolitik

Beitragvon jorikke » Fr 15. Sep 2017, 11:58

Realist2014 hat geschrieben:(15 Sep 2017, 12:54)

nicht in den Wohngegenden, wo sie gerne wohnen WÜRDEN

logischerweise bedarf es jetzt eines verstärkten sozialen Wohnungsbaus

Aber logischerweise mit MINIMAL-Standard in den "weniger geliebten" Gegenden


Brauchbare Antwort, darauf kann man aufbauen.
Baustandards senken, wäre auch denkbar.
Staatliches Bauland bereit stellen. Nicht durch Billigverkauf sondern durch Erbpacht.
pikant
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Re: Wohnungspolitik

Beitragvon pikant » Fr 15. Sep 2017, 11:58

jorikke hat geschrieben:(15 Sep 2017, 12:53)

Gut, immerhin.
Was spricht dagegen?
Prinzipiell spricht dagegen, andere für das eigene Wohlergehen zahlen zu lassen.
Konstruiertes Beispiel:
Ich habe zwei Jahrzehnte für mein eigenes Haus geackert, auf vieles verzichtet, (etwas Tränendrüse macht sich immer gut) um jetzt meine Steuern dafür herzugeben, dass andere Wohnraum bekommen, die keine eigene Leistung dafür erbringen?
(außer künstlich verbilligter Miete?)
...ist ja auch nicht die pralle Gerechtigkeit.


Steuern sind nie zweckgebunden und ja der Staat ist dazu da den Armen zu helfen und es den Reichen zu nehmen - darum musst Du auch mit hoeherem Einkommen mehr Steuern bezahlen.
das ist die beruehmte Umverteilung von Oben nach unten, die wir in Deutschland haben.
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Re: Wohnungspolitik

Beitragvon Realist2014 » Fr 15. Sep 2017, 11:59

frems hat geschrieben:(15 Sep 2017, 12:56)

. Ist kein Widerspruch zu meiner Aussage, dass die Bestandsmieten eben aufgrund solcher Mechanismen viel zu niedrig sind, weil die gierig-geizigen Deutschen aus kulturellen Gründen nicht bereit sind, einen angemessenen Preis zu zahlen. I ..



was ist denn deine Definition eines "angemessenen Preises"?
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Wohnungspolitik

Beitragvon Realist2014 » Fr 15. Sep 2017, 12:01

jorikke hat geschrieben:(15 Sep 2017, 12:58)

Brauchbare Antwort, darauf kann man aufbauen.
Baustandards senken, wäre auch denkbar.
Staatliches Bauland bereit stellen. Nicht durch Billigverkauf sondern durch Erbpacht.


das mit dem Bauland ist gerade in den angesprochenen Großstädte schwierig
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Re: Wohnungspolitik

Beitragvon frems » Fr 15. Sep 2017, 12:01

Realist2014 hat geschrieben:(15 Sep 2017, 12:59)

was ist denn deine Definition eines "angemessenen Preises"?

In etwa das, was man bei einer Neuvermietung (bzw. Wiedervermietung nach umfangreicher Sanierung) erzielen kann. Natürlich ist das durch den Markt, auf den die Gesetzgebung unmittelbar Einfluss nimmt, auch etwas verzerrt, aber kommt der Sache schon etwas näher. Wären wohl so im Schnitt 50% oben drauf in den wachsenden Städten (von Eisenhüttenstadt reden wir ja nicht).
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Re: Wohnungspolitik

Beitragvon frems » Fr 15. Sep 2017, 12:03

Realist2014 hat geschrieben:(15 Sep 2017, 13:01)

das mit dem Bauland ist gerade in den angesprochenen Großstädte schwierig

So schwierig, dass man eine innerstädtische Wiese unbebaut lässt, um sich dort einmal im Jahr zu besaufen. Was für ein enormer Druck aufs Bauland.
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Re: Wohnungspolitik

Beitragvon Postfach » Fr 15. Sep 2017, 12:09

Skull hat geschrieben:(15 Sep 2017, 10:08)

Ja und nein.

Erster Absatz ein klares Ja.
Zweiter Absatz ein nicht so klares Nein.

mfg


Lieber Skull,

auch der zweite absatz ist ein klares "JA" (leider) ... es ist keine vermutung, sondern ich weiß es, dass es so ist ...
Steht vielleicht nicht in jeder tageszeitung auf der ersten seite, aber die entsprechenden mitarbeiter aus dem amt für liegenschaften und wohnen machen da kein hehl draus, weil der großteil damit überhaupt nicht einverstanden ist ?!?)
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Re: Wohnungspolitik

Beitragvon Realist2014 » Fr 15. Sep 2017, 12:12

jorikke hat geschrieben:(15 Sep 2017, 12:58)

Brauchbare Antwort, darauf kann man aufbauen.
Baustandards senken, wäre auch denkbar.
Staatliches Bauland bereit stellen. Nicht durch Billigverkauf sondern durch Erbpacht.


das mit dem Bauland ist gerade in den angesprochenen Großstädte schwierig
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Re: Wohnungspolitik

Beitragvon Bielefeld09 » Fr 15. Sep 2017, 12:18

Realist2014 hat geschrieben:(15 Sep 2017, 13:01)

das mit dem Bauland ist gerade in den angesprochenen Großstädte schwierig

Ouch, warum denn nur?
Auch wenn es mal falsch rüberkommt, es ist nie persönlich gemeint. Sorry :( :(
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Re: Wohnungspolitik

Beitragvon Realist2014 » Fr 15. Sep 2017, 12:25

frems hat geschrieben:(15 Sep 2017, 13:01)

In etwa das, was man bei einer Neuvermietung (bzw. Wiedervermietung nach umfangreicher Sanierung) erzielen kann. ht).


das ist aber bei den tatsächlichen Bestandsmieten der älteren Wohnungen ( 20, 30 oder 40 Jahre) nicht der Fall ( logischerweise)
Denn der Standard dieser Wohnungen entspricht ja auch nicht denen der Neubauten
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Re: Wohnungspolitik

Beitragvon Realist2014 » Fr 15. Sep 2017, 12:28

frems hat geschrieben:(15 Sep 2017, 13:03)

So schwierig, dass man eine innerstädtische Wiese unbebaut lässt, um sich dort einmal im Jahr zu besaufen. Was für ein enormer Druck aufs Bauland.


naja

die Theresienwiese als Bauland auszuweisen...

hast du noch mehr so lustige Vorschläge?
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Re: Wohnungspolitik

Beitragvon frems » Fr 15. Sep 2017, 12:32

Realist2014 hat geschrieben:(15 Sep 2017, 13:25)

das ist aber bei den tatsächlichen Bestandsmieten der älteren Wohnungen ( 20, 30 oder 40 Jahre) nicht der Fall ( logischerweise)
Denn der Standard dieser Wohnungen entspricht ja auch nicht denen der Neubauten

Stimmt nicht. Gerade bei älteren Wohnungen hat man mehr Spielraum, da sie vor der Sanierung einen entsprechend niedrigeren Standard haben. Je schrottiger, desto besser:

Für Aufsehen sorgten die Vorwürfe einer Hamburger Rentnerin aus Dockenhuden. Zusammen mit ihrem Mann wohne sie in einer Dachgeschosswohnung der Saga, die Eheleute zahlen demnach bislang 230 Euro Miete im Monat. Nun wollte das städtische Unternehmen die Wohnung komplett sanieren und vergrößern. Die Folge, eine Mieterhöhung auf 850 Euro pro Monat, empörte auch Schulz sichtlich. [...]

Unerwähnt blieb in der ZDF-Sendung auch, dass es sich nach Angaben der Saga außerdem um eine Behelfswohnung aus der Nachkriegszeit handelt. "Die Wohnung entspricht nicht mehr den Standards in Hinblick auf Kälte-Wärmedämmung, Schallschutzisolierung und ausreichende Belichtung", sagte Michael Ahrens, Leiter der Unternehmenskommunikation.

Im Zuge der Modernisierung wolle man das Dachgeschoss entkernen und anschließend neu aufbauen, weswegen auch die Mietpreisbremse nicht greife.

https://www.abendblatt.de/hamburg/artic ... rueck.html

Das BGB (insb. §§ 555b und 559) unterscheidet nicht zwischen Sanierung und Modernisierung.
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Re: Wohnungspolitik

Beitragvon Skull » Fr 15. Sep 2017, 12:41

Guten Tag,

es geht schon wieder los...

Fünf Beiträge in die Ablage verschoben.
Man dient für Lohn und liebt sich für Geschenke
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Re: Wohnungspolitik

Beitragvon frems » Fr 15. Sep 2017, 12:42

Realist2014 hat geschrieben:(15 Sep 2017, 13:28)

naja

die Theresienwiese als Bauland auszuweisen...

hast du noch mehr so lustige Vorschläge?

Ja, sagte ich doch schon. Wohngebäude möglichst aufstocken. Wenn die Mehrfamilienhäuser nicht drei bis vier, sondern fünf bis sechs Geschosse haben, entsteht dadurch kein Hochhausghetto und der Denkmalschutz macht in den wenigsten Fällen Fisimatenten. Wenn die Aufstockung zu teuer ist, reißt man eben ab und baut nach heutigen Standards neu (-> Konversion). Da kann man auf der gleichen Fläche auch mehr Wohnungen schaffen, weil insb. die Single-Haushalte zugenommen haben. Der Wohnraum pro Kopf ist in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich gestiegen. Zudem gibt's reichlich Innenhöfe, die kaum genutzt werden und Platz für neuen Wohnraum bieten. Stichwort: Nachverdichtung. In München könnten doppelt so viele Menschen leben und das Stadtbild würde sich kaum nennenswert verändern. Macht man aber natürlich nicht, weil's kein Wohnraumproblem gibt und die zu erzielenden Mieten mittel- bis langfristig einfach zu niedrig sind.
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Re: Wohnungspolitik

Beitragvon Realist2014 » Fr 15. Sep 2017, 12:44

frems hat geschrieben:(15 Sep 2017, 13:42)

Ja, sagte ich doch schon. Wohngebäude möglichst aufstocken. Wenn die Mehrfamilienhäuser nicht drei bis vier, sondern fünf bis sechs Geschosse haben, entsteht dadurch kein Hochhausghetto und der Denkmalschutz macht in den wenigsten Fällen Fisimatenten. Wenn die Aufstockung zu teuer ist, reißt man eben ab und baut nach heutigen Standards neu (-> Konversion). Da kann man auf der gleichen Fläche auch mehr Wohnungen schaffen, weil insb. die Single-Haushalte zugenommen haben. Der Wohnraum pro Kopf ist in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich gestiegen. Zudem gibt's reichlich Innenhöfe, die kaum genutzt werden und Platz für neuen Wohnraum bieten. Stichwort: Nachverdichtung. In München könnten doppelt so viele Menschen leben und das Stadtbild würde sich kaum nennenswert verändern. Macht man aber natürlich nicht, weil's kein Wohnraumproblem gibt und die zu erzielenden Mieten mittel- bis langfristig einfach zu niedrig sind.



das sehen aber wohl diejenigen, die momentan ein Wohnung in München suchen, ganz anders...
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Re: Wohnungspolitik

Beitragvon Realist2014 » Fr 15. Sep 2017, 12:46

frems hat geschrieben:(15 Sep 2017, 13:32)

Stimmt nicht. Gerade bei älteren Wohnungen hat man mehr Spielraum, da sie vor der Sanierung einen entsprechend niedrigeren Standard haben. Je schrottiger, desto besser:


h g.


ich rede vom großen Teil der Wohnungen, die weder "modernisierung" noch" sanierungsbedürftig " sind...


also 20 oder 30 Jahre alt

keine "Altbauten" oder "Nachkriegsbauten"
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Re: Wohnungspolitik

Beitragvon Realist2014 » Fr 15. Sep 2017, 12:47

Bielefeld09 hat geschrieben:(15 Sep 2017, 13:18)

Ouch, warum denn nur?



weil es keinen gibt...

daher wird versucht am Standrand zu erschließen
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Re: Wohnungspolitik

Beitragvon frems » Fr 15. Sep 2017, 12:48

Realist2014 hat geschrieben:(15 Sep 2017, 13:44)

das sehen aber wohl diejenigen, die momentan ein Wohnung in München suchen, ganz anders...

Klar, wenn jeder spottbillig in den angesagten Vierteln leben will, hat man natürlich ein "Problem". Muss man halt die B-Lage nehmen oder tiefer in die Tasche greifen. So einfach ist das. Bei mir hier im Viertel siehst Du auch riesige Menschenschlangen, selbst zur typischen Arbeitszeit, weil so viele Leute (meist bereits in der Stadt lebend) dort gerne wohnen würden und nicht eher Richtung Stadtrand. Die gehen dann später nach Hause, kriegen eine Absage und wimmern, wie gemein und schrecklich doch diese Welt ist und dass immer die anderen schuld haben. Die leben weder auf der Straße, noch müssen sie sich gegen ihren Willen mit Wildfremden die Wohnung oder gar das Bett teilen. Man jammert eben auf hohem Niveau.
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Re: Wohnungspolitik

Beitragvon frems » Fr 15. Sep 2017, 12:51

Realist2014 hat geschrieben:(15 Sep 2017, 13:46)

ich rede vom großen Teil der Wohnungen, die weder "modernisierung" noch" sanierungsbedürftig " sind...


also 20 oder 30 Jahre alt

keine "Altbauten" oder "Nachkriegsbauten"

Eine Wohnung muss auch nicht sanierungsbedürftig sein, wenn man sie modernisieren möchte. Nimm doch dann eine Wohnung, die um 1990 herum gebaut wurde. Schau Dir ihren Standard an, z.B. die Energiewerte, die Zahl der Balkone, die Barrierefreiheit (Fahrstuhl), der Schallschutz etc. Per Faustregel geht man, je nach Bautyp, davon aus, dass man jährlich 1-2% der ursprünglichen Bausumme für Instandhaltung ausgeben muss. Natürlich fallen die Arbeiten nicht regelmäßig an, insb. in den ersten Jahren. Aber nach 20 bis 30 wird da schon mal einiges fällig. Da bist Du problemlos bei der Summe, die Du benötigst, um es als Neuvermietung auszugeben oder um die Sanierungskosten komplett auf die Mieter umzulegen, was im Einzelfall auch gerne mal eine Verdoppelung bedeutet. Und der Clou: wenn sie die Kosten abbezahlt haben, muss die Miete nicht wieder auf den vorigen Stand.
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Re: Wohnungspolitik

Beitragvon Bielefeld09 » Fr 15. Sep 2017, 12:52

Schon klar,
wenn Wohnraum knapp wird.
Aber das war doch bekannt.
Sowas fällt nicht vom Himmel herunter.
Auch wenn es mal falsch rüberkommt, es ist nie persönlich gemeint. Sorry :( :(

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