Beamte und die gesetzliche Krankenversicherung

In diesem Forum werden Themen rund um die sozialen Sicherungsysteme diskutiert.
Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Arbeitslosengeld 2 (HartzIV), Rentenversicherung, Sozialgesetzbuch.

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Wahlfreiheit für Beamte sinnvoll?

Ja, Wahlfreiheit sollte es geben, um in die GKV zu kommen
5
33%
Jein, Beamte sollten grundsätzlich gesetzlich versichert sein
6
40%
Nein, Beamte sollten nur bei der PKV unterstützt werden
1
7%
Sonstiges -> Kommentar
3
20%
 
Abstimmungen insgesamt: 15
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firlefanz11
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Re: Beamte und die gesetzliche Krankenversicherung

Beitragvon firlefanz11 » Fr 24. Nov 2017, 11:33

think twice hat geschrieben:(07 Nov 2017, 06:33)
Alles, was du an besonderem Service haben möchtest (1. Klasse, Chefarztbehandlung, Zahnersatz) musst du über deine private Krankenversicherung zusatzversichern.

Was soll das denn für ein Tarif sein? Ich kriege Z. E. zu 80% ersetzt, und als ich letztes Jahr im KH war, hat sich der Chefarzt um mein Problem gekümmert, und ich lag im Einzelzimmer...
"Wer hier ist, weil er Hilfe beansprucht, hat eine besondere moralische Verpflichtung, den Helfern nicht das Leben zu zerstören."
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syna
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Re: Beamte und die gesetzliche Krankenversicherung

Beitragvon syna » Di 9. Jan 2018, 13:55

frems zitierend hat geschrieben:Krankenversicherung: Freie Wahl für Beamte
Hamburg will es in Zukunft jungen Beamten selbst überlassen, ob sie sich gesetzlich oder privat krankenversichern. Damit soll die Stadt attraktiver für Berufseinsteiger werden. Bisher sind die Beamten privat krankenversichert, die Arztrechnung übernimmt zur Hälfte die Versicherung. Die andere Hälfte bekommt der Versicherte über die sogenannte Beihilfe vom öffentlichen Arbeitgeber zurück.
http://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/K ... te168.html

Ein Stück Sozialgeschichte
Hamburg ebnet seinen Beamten den Weg in die gesetzliche Krankenversicherung. Dass das bislang nicht geht, war noch nie logisch, vernünftig auch nicht.
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/w ... 42564.html


frems hat geschrieben:(10 Aug 2017, 15:59)
Liebe Usergenossen,

was ist Eure Meinung dazu? Ist eine solche Veränderung sinnvoll? Wird es für den Staat unterm Strich teurer oder günstiger? Und was hat der jeweilige Beamte davon? Oder lehnt Ihr eine solche Wahlfreiheit kategorisch ab?


Nun ja, Beamte haben gegenüber Angestellten viele
Privilegien. Es ist halt die Frage, ob man für eine bestimmte
Gruppe solche Privilegien - eines davon ist die private
Krankenversicherung - beibehalten will oder nicht.
:?:
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Alana4
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Re: Beamte und die gesetzliche Krankenversicherung

Beitragvon Alana4 » Di 9. Jan 2018, 14:12

syna hat geschrieben:(09 Jan 2018, 13:55)

Nun ja, Beamte haben gegenüber Angestellten viele
Privilegien. Es ist halt die Frage, ob man für eine bestimmte
Gruppe solche Privilegien - eines davon ist die private
Krankenversicherung - beibehalten will oder nicht.
:?:


Mal sonstige "Privilegien" unkommentiert gelassen.
Für den Durchschnitts-Beamten (z.Bsp. Polizisten) ist es ganz und gar kein "Privileg", privat krankenversichert sein zu müssen. Denn er zahlt deutlich drauf, spätestens, wenn er Familie/Kinder hat.
Ich kenne tonnenweise Polizisten, die liebend gern in die GKV wechseln würden. Das ist ihnen aber verwehrt! Es sei denn, sie zahlen 100% der Beiträge selbst. Warum sollte ein mit Verstand ausgestatteter Beamter das tun? Der Arbeitgeber der Beamten übernimmt die monatliche Zahlung der Hälfte nicht. Lösen ließe sich das, wenn die gesetzl. Kassen einen Beamten-Tarif einführen würden. Dann bekämen sie den Arbeitnehmer-Anteil in ihre Kassen. (So machen es ja die PKV, die bieten eine 50%-Versicherung an für die Beamten). Die Beihilfe zahlt ja nur, wenn wirklich konkret Kosten anfallen, was doch den gemeinen Steuerzahler, der ja immer heult über das, was er den Beamten angeblich in den Rachen schieben muss, freuen dürfte.
Ich beherrsche die deutsche Rechtschreibung! Aber meine Tastatur hat damit manchmal Probleme.
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syna
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Re: Beamte und die gesetzliche Krankenversicherung

Beitragvon syna » Di 9. Jan 2018, 14:39

Alana4 hat geschrieben:(09 Jan 2018, 14:12)

Für den Durchschnitts-Beamten (z.Bsp. Polizisten) ist es ganz und gar kein "Privileg", privat krankenversichert sein zu müssen. Denn er zahlt deutlich drauf, spätestens, wenn er Familie/Kinder hat.
Ich kenne tonnenweise Polizisten, die liebend gern in die GKV wechseln würden. Das ist ihnen aber verwehrt! Es sei denn, sie zahlen 100% der Beiträge selbst. Warum sollte ein mit Verstand ausgestatteter Beamter das tun? Der Arbeitgeber der Beamten übernimmt die monatliche Zahlung der Hälfte nicht. Lösen ließe sich das, wenn die gesetzl. Kassen einen Beamten-Tarif einführen würden. Dann bekämen sie den Arbeitnehmer-Anteil in ihre Kassen. (So machen es ja die PKV, die bieten eine 50%-Versicherung an für die Beamten). Die Beihilfe zahlt ja nur, wenn wirklich konkret Kosten anfallen, was doch den gemeinen Steuerzahler, der ja immer heult über das, was er den Beamten angeblich in den Rachen schieben muss, freuen dürfte.


Das sehe ich genauso. Für die unteren Besoldungsgruppen ist
die PKV eine Bürde. Die oberen Besoldungsgruppen können
dagegen die mit PKV und hohen Pensionen verbundenen
Privilegien wirklich nutzen.

Deshalb wäre ja die Bürgerversicherung für die unteren
Besoldungsgruppen ein wirklich guter Weg.
--~~/§&%"$!\~~--
Geri2
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Re: Beamte und die gesetzliche Krankenversicherung

Beitragvon Geri2 » So 10. Jun 2018, 14:42

Die Beitraege von privat versicherten Beamten fuer mitversicherte Kinder sind sehr niedrig.
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Re: Beamte und die gesetzliche Krankenversicherung

Beitragvon Skull » So 10. Jun 2018, 15:44

Geri2 hat geschrieben:(10 Jun 2018, 15:42)

Die Beitraege von privat versicherten Beamten fuer mitversicherte Kinder sind sehr niedrig.

Dann poste mal konkrete Zahlen. Mit realen vergleichbaren Tarifen.

mfg
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Re: Beamte und die gesetzliche Krankenversicherung

Beitragvon Geri2 » So 10. Jun 2018, 15:48

Skull hat geschrieben:(10 Jun 2018, 16:44)

Dann poste mal konkrete Zahlen. Mit realen vergleichbaren Tarifen.

mfg

Ich kann nur mit der Antwort eines befreundeten Beamten dienen,
den ich einst danach fragte, was er für sich un seine zwei Kinder bezahle,
ist aber schon etwa 10 Jahre her.
40 Euro pro Kind, 150 Euro für ihn.
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Re: Beamte und die gesetzliche Krankenversicherung

Beitragvon Skull » So 10. Jun 2018, 15:49

Geri2 hat geschrieben:(10 Jun 2018, 16:48)

Ich kann nur mit der Antwort eines befreundeten Beamten dienen,

den ich einst danach fragte, was er für sich un seine zwei Kinder bezahle,
ist aber schon etwa 10 Jahre her. 40 Euro pro Kind, 150 Euro für ihn.
PBeaKk

Super Argumentation. :D

Voll seriös und diskutierbar...*kopfschüttel*

mfg
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Re: Beamte und die gesetzliche Krankenversicherung

Beitragvon Kölner1302 » So 10. Jun 2018, 18:10

frems hat geschrieben:(10 Aug 2017, 15:59)

Liebe Usergenossen,

was ist Eure Meinung dazu? Ist eine solche Veränderung sinnvoll? Wird es für den Staat unterm Strich teurer oder günstiger? Und was hat der jeweilige Beamte davon? Oder lehnt Ihr eine solche Wahlfreiheit kategorisch ab?


Die private Krankenversicherung sichert zwar kurze Wartezeiten, ist aber nicht überall besser: Hilfsmittel wie spezielle Rollstühle etc. gibt es bei den meisten privaten Krankenversicherungen nicht, auch keine Haushaltshilfen. Für gesetzlich Versicherte gibt es beides, vgl. § 33 SGB V. Insbesondere die felenden Hilfsmittel können privat Versicherte im Krankheitsfall in Not bringen, weil sie teilweise sehr teuer sind.

Würde man nun aber nur die neuen Beamten gesetzlich versichern, würden den anderen schon länger privat versicherten Beamten die "guten Risiken" verloren gehen und deren Beiträge stiegen dann ins unermessliche.

Wenn man etwas ändern wollte, müsste man ausnahmslos alle Beamten von jetzt auf gleich in die gesetzliche Krankenversicherung übernehmen.

Was allerdings die nicht beamteten Kunden der gesetzlichen Krankenkassen für ein Interesse daran haben sollen, ist mir ein Rätsel.

Man sollte sich darum bemühen, die Krankenversicherung für alle gesetzlich Versicherten zu verbessern und die Mängel anzupacken.
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Re: Beamte und die gesetzliche Krankenversicherung

Beitragvon Realist2014 » Mo 11. Jun 2018, 16:36

Kölner1302 hat geschrieben:(10 Jun 2018, 19:10)

Die private Krankenversicherung sichert zwar kurze Wartezeiten, ist aber nicht überall besser: Hilfsmittel wie spezielle Rollstühle etc. gibt es bei den meisten privaten Krankenversicherungen nicht, auch keine Haushaltshilfen. Für gesetzlich Versicherte gibt es beides, vgl. § 33 SGB V. Insbesondere die felenden Hilfsmittel können privat Versicherte im Krankheitsfall in Not bringen, weil sie teilweise sehr teuer sind.

.


diese deine Behauptung kannst du doch sicher mit Quellen belegen, oder?
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Beamte und die gesetzliche Krankenversicherung

Beitragvon Moses » Mo 11. Jun 2018, 17:04

Nur ein kurzer Beitrag zum Thema teure PKV
ich zahle für eine Restkostenversicherung (50% Beamter) inkl. Chefarztbehandlung und Zweibettzimmer, Zahn-/Brillenzusatzversicherung 250,00 €
ein Arbeitnehmer mit vergleichbarem Bruttoeinkommen zahlt (Arbeitnehmeranteil, also auch nur für 50%) 14,6% also ca. 650,00 € - und das ohne Zusatzbeitrag
Der Herr gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich nicht hinnehmen kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
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Re: Beamte und die gesetzliche Krankenversicherung

Beitragvon Kölner1302 » Mo 11. Jun 2018, 21:39

Realist2014 hat geschrieben:(11 Jun 2018, 17:36)

diese deine Behauptung kannst du doch sicher mit Quellen belegen, oder?


Natürlich, z.B.

https://www.rehadat-recht.de/de/hilfsmi ... eitsmittel

Im Internet nach Hilfsmittelkatalog und PKV suchen
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Re: Beamte und die gesetzliche Krankenversicherung

Beitragvon Kölner1302 » Mo 11. Jun 2018, 21:42

Moses hat geschrieben:(11 Jun 2018, 18:04)

Nur ein kurzer Beitrag zum Thema teure PKV
ich zahle für eine Restkostenversicherung (50% Beamter) inkl. Chefarztbehandlung und Zweibettzimmer, Zahn-/Brillenzusatzversicherung 250,00 €
ein Arbeitnehmer mit vergleichbarem Bruttoeinkommen zahlt (Arbeitnehmeranteil, also auch nur für 50%) 14,6% also ca. 650,00 € - und das ohne Zusatzbeitrag


Die Rechnung ist schief. 50% der Krankenkassebeiträge zahlt der Arbeitgeber, so wie bei Beamten 50 % der Behandlungskosten die Beihilfe bezahlt.
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Re: Beamte und die gesetzliche Krankenversicherung

Beitragvon Moses » Mo 11. Jun 2018, 21:42

Kölner1302 hat geschrieben:(11 Jun 2018, 22:42)

Die Rechnung ist schief. 50% der Krankenkassebeiträge zahlt der Arbeitgeber, so wie bei Beamten 50 % der Behandlungskosten die Beihilfe bezahlt.

hab ich was anderes geschrieben?
Der Herr gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich nicht hinnehmen kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
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Re: Beamte und die gesetzliche Krankenversicherung

Beitragvon Geri2 » Mo 11. Jun 2018, 22:01

Moses hat geschrieben:(11 Jun 2018, 22:42)

hab ich was anderes geschrieben?

Danke fuer Ihre Ehrlichkeit.
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Re: Beamte und die gesetzliche Krankenversicherung

Beitragvon Kölner1302 » Mo 11. Jun 2018, 22:08

Moses hat geschrieben:(11 Jun 2018, 22:42)

hab ich was anderes geschrieben?


Die 14,6 %, die zahlt der Versicherte nicht, sondern nur seine Hälfte davon, also 7,3 %. 7,3 % zahlt der Arbeitgeber.

Ich zahle übrigens ebenfalls für 50% Privatkrankenversicherung über 400 €.
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Re: Beamte und die gesetzliche Krankenversicherung

Beitragvon Geri2 » Mo 11. Jun 2018, 22:32

In der Behoerde 20 m neben mir machen die Leute alle drei Jahre ne 40.000 Euro Kur.
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Re: Beamte und die gesetzliche Krankenversicherung

Beitragvon Kölner1302 » Mo 11. Jun 2018, 22:37

Geri2 hat geschrieben:(11 Jun 2018, 23:32)

In der Behoerde 20 m neben mir machen die Leute alle drei Jahre ne 40.000 Euro Kur.


Ich glaube nicht dass das wahr ist.
Wie heißt die Behörde?
Sie können sich übrigens auch als Kassenpatient Privatpatientenstatus verschaffen, indem Sie eine private Zusatzkrankenversicherung abschließen. Dann kombinieren Sie die positiven Seiten beider Systeme.
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Re: Beamte und die gesetzliche Krankenversicherung

Beitragvon Geri2 » Mo 11. Jun 2018, 22:39

Die Leute erfinden Leiden, die medizinisch nicht nachweisbar sind.
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Re: Beamte und die gesetzliche Krankenversicherung

Beitragvon Skull » Mo 11. Jun 2018, 22:43

Guten Abend,

ich möchte darum bitten, sich dem Threadthema zu widmen.

Hier weder einen Geschichten- noch ein Spaßstrang zu initiieren.
Spam wird hier entfernt.

Desweiteren sollte der User Kölner1302 es unterlassen, regelmässig seine egenen Postings zu zitieren.
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