Beamte und die gesetzliche Krankenversicherung

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Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Arbeitslosengeld 2 (HartzIV), Rentenversicherung, Sozialgesetzbuch.

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Wahlfreiheit für Beamte sinnvoll?

Ja, Wahlfreiheit sollte es geben, um in die GKV zu kommen
4
33%
Jein, Beamte sollten grundsätzlich gesetzlich versichert sein
5
42%
Nein, Beamte sollten nur bei der PKV unterstützt werden
1
8%
Sonstiges -> Kommentar
2
17%
 
Abstimmungen insgesamt: 12
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frems
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Beamte und die gesetzliche Krankenversicherung

Beitragvon frems » Do 10. Aug 2017, 14:59

Krankenversicherung: Freie Wahl für Beamte
Hamburg will es in Zukunft jungen Beamten selbst überlassen, ob sie sich gesetzlich oder privat krankenversichern. Damit soll die Stadt attraktiver für Berufseinsteiger werden. Bisher sind die Beamten privat krankenversichert, die Arztrechnung übernimmt zur Hälfte die Versicherung. Die andere Hälfte bekommt der Versicherte über die sogenannte Beihilfe vom öffentlichen Arbeitgeber zurück.

http://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/K ... te168.html

Ein Stück Sozialgeschichte
Hamburg ebnet seinen Beamten den Weg in die gesetzliche Krankenversicherung. Dass das bislang nicht geht, war noch nie logisch, vernünftig auch nicht.

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/w ... 42564.html


Liebe Usergenossen,

was ist Eure Meinung dazu? Ist eine solche Veränderung sinnvoll? Wird es für den Staat unterm Strich teurer oder günstiger? Und was hat der jeweilige Beamte davon? Oder lehnt Ihr eine solche Wahlfreiheit kategorisch ab?
Labskaus!

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Realist2014
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Re: Beamte und die gesetzliche Krankenversicherung

Beitragvon Realist2014 » Do 10. Aug 2017, 15:03

frems hat geschrieben:(10 Aug 2017, 15:59)

Liebe Usergenossen,

was ist Eure Meinung dazu? Ist eine solche Veränderung sinnvoll? Wird es für den Staat unterm Strich teurer oder günstiger? Und was hat der jeweilige Beamte davon? Oder lehnt Ihr eine solche Wahlfreiheit kategorisch ab?



ein Zitat einer Leserin aus deiner Quelle:

"Glaubt hier jemand ernsthaft, dass gut verdienende Beamte (die absolute Mehrheit) in eine GKV wechseln, deren Leistungen unterirdisch sind und man dann nur noch eine kleine NR. ist, die nur die Einheitsbehandlung aufgetischt bekommt? Das ganze ist eine WAHL-Posse die keinen klardenkenden PKV-Vorstand schwitzen läßt. Wenn die PKV in Zukunft tarifflexibel ist, auch endlich Familienmitglieder günstig mitversichert, über Beitragsrückerstattungen weiterhin Anreize beibehält, sehe ich für die Steuergeldvernichter-Einheits-GKV keine Chance. Kleines Beispiel gefällig, mir als PKV-Versicherter, hat mein Zahnarzt einen Zahn gerettet durch mehrmalige Wurzelbehandlungen - als GKV-Patient keine Chance, Extraktion - Danke für das Gespräch!"
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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frems
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Re: Beamte und die gesetzliche Krankenversicherung

Beitragvon frems » Do 10. Aug 2017, 15:15

Realist2014 hat geschrieben:(10 Aug 2017, 16:03)

ein Zitat einer Leserin aus deiner Quelle:

"Glaubt hier jemand ernsthaft, dass gut verdienende Beamte (die absolute Mehrheit) in eine GKV wechseln, deren Leistungen unterirdisch sind und man dann nur noch eine kleine NR. ist, die nur die Einheitsbehandlung aufgetischt bekommt? Das ganze ist eine WAHL-Posse die keinen klardenkenden PKV-Vorstand schwitzen läßt. Wenn die PKV in Zukunft tarifflexibel ist, auch endlich Familienmitglieder günstig mitversichert, über Beitragsrückerstattungen weiterhin Anreize beibehält, sehe ich für die Steuergeldvernichter-Einheits-GKV keine Chance. Kleines Beispiel gefällig, mir als PKV-Versicherter, hat mein Zahnarzt einen Zahn gerettet durch mehrmalige Wurzelbehandlungen - als GKV-Patient keine Chance, Extraktion - Danke für das Gespräch!"

Ja, die Bedenken kenne ich. Es gab ja aber den Wunsch vieler Beamter, eben doch in die GKV einzusteigen, u.a. weil die PKV im hohen Alter ziemlich teuer werden kann und die Familienversicherung für gewöhnlich (immer?) extra kostet. Darauf verweist ja auch die zitierte Leserin (s. Markierung durch mich). Ich würde aber nicht per se sagen, dass die absolute Mehrheit der Beamten Gutverdiener ist. Ich fand nun nur die Zahlen von 2009, aber gehe nicht davon aus, dass das bis heute signifikant gekippt ist, da die Fluktuation ja auch relativ gering sein dürfte (u.a. aufgrund der Pension). Demnach sind nur 16% im Höheren Dienst. Der größte Posten (37,1%) ist im Mittleren Dienst, gefolgt vom Gehobenen (34,3%): https://de.statista.com/statistik/daten ... n-beamten/
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Re: Beamte und die gesetzliche Krankenversicherung

Beitragvon Realist2014 » Do 10. Aug 2017, 15:43

frems hat geschrieben:(10 Aug 2017, 16:15)

Ja, die Bedenken kenne ich. Es gab ja aber den Wunsch vieler Beamter, eben doch in die GKV einzusteigen, u.a. weil die PKV im hohen Alter ziemlich teuer werden kann und die Familienversicherung für gewöhnlich (immer?) extra kostet. Darauf verweist ja auch die zitierte Leserin (s. Markierung durch mich). Ich würde aber nicht per se sagen, dass die absolute Mehrheit der Beamten Gutverdiener ist. Ich fand nun nur die Zahlen von 2009, aber gehe nicht davon aus, dass das bis heute signifikant gekippt ist, da die Fluktuation ja auch relativ gering sein dürfte (u.a. aufgrund der Pension). Demnach sind nur 16% im Höheren Dienst. Der größte Posten (37,1%) ist im Mittleren Dienst, gefolgt vom Gehobenen (34,3%): https://de.statista.com/statistik/daten ... n-beamten/



bei den Beamten würden wohl die gleichen Entscheidungsparameter Anwendung finden wie heute bei allen "Nicht-Beamten"
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Re: Beamte und die gesetzliche Krankenversicherung

Beitragvon Dampflok94 » Do 10. Aug 2017, 16:29

frems hat geschrieben:(10 Aug 2017, 15:59)

Liebe Usergenossen,

was ist Eure Meinung dazu? Ist eine solche Veränderung sinnvoll? Wird es für den Staat unterm Strich teurer oder günstiger? Und was hat der jeweilige Beamte davon? Oder lehnt Ihr eine solche Wahlfreiheit kategorisch ab?

Warum sollte man das ablehnen. gerade für Beamte im einfachen Dienst, könnte das durchaus sinnvoll sein. Mir ist allerdings noch unklar, ob die Wahl später zu ändern ist. Falls ja, kommt man leicht in den Bereich der Rosinenpickerei.
Leute kauft mehr Dampflokomotiven!!!
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Re: Beamte und die gesetzliche Krankenversicherung

Beitragvon Alana4 » Do 10. Aug 2017, 16:49

grundsätzliche Bedingung, wenn der Beamte in die GKV will oder soll: der Arbeitgeber übernimmt die Hälfte der monatlichen Beiträge- so, wie es bei jedem anderen Arbeitnehmer auch ist. Ja, und natürlich die gleichen Bedingungen für die beitragsfreie Mit-Versicherung der Kinder. Punkt aus fertig.
Scharenweise würden Beamte in die GKV wechseln!

Es würde genügen, wenn die gesetzl. Kassen einen "Beamten-Tarif" einführen würden. Halbe Beiträge von den Beamten- denn die Kassen müssen ja auch nur halbe Leistungen für die Beamten erbringen (andere Hälfte zahlt ja der Dienstherr). Auch da wäre der Zulauf der Beamten in die GKV bemerkenswert. Komisch ist, dass es die Kassen sind, die sich dem komplett verschließen.
Ich beherrsche die deutsche Rechtschreibung! Aber meine Tastatur hat damit manchmal Probleme.
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Re: Beamte und die gesetzliche Krankenversicherung

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Do 10. Aug 2017, 16:55

Bei Bundesbeamten galt die Wahlfreiheit wohl schon immer
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Re: Beamte und die gesetzliche Krankenversicherung

Beitragvon Boracay » Do 10. Aug 2017, 18:02

Realist2014 hat geschrieben:(10 Aug 2017, 16:03)"Glaubt hier jemand ernsthaft, dass gut verdienende Beamte (die absolute Mehrheit) in eine GKV wechseln


Der Sold eines Beamten ist im Vergleich zur Wirtschaft ein Witz.

Wenn die PKV in Zukunft tarifflexibel ist, auch endlich Familienmitglieder günstig mitversichert, über Beitragsrückerstattungen weiterhin Anreize beibehält, sehe ich für die Steuergeldvernichter-Einheits-GKV keine Chance.


Als Beamter mit Beihilfe zahlst für ein Kind vielleicht 35€ für die PKV. Ein Witz. Ich zahle 115 pro Kind und bekomme dafür ebenfalls die Hälfte wieder vom AG. Ebenfalls lächerlich. Nur mit Partner wird es teuer und da gibt es auch nichts mehr vom AG dazu.
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Re: Beamte und die gesetzliche Krankenversicherung

Beitragvon Boracay » Do 10. Aug 2017, 18:04

Alana4 hat geschrieben:(10 Aug 2017, 17:49)

grundsätzliche Bedingung, wenn der Beamte in die GKV will oder soll: der Arbeitgeber übernimmt die Hälfte der monatlichen Beiträge- so, wie es bei jedem anderen Arbeitnehmer auch ist. Ja, und natürlich die gleichen Bedingungen für die beitragsfreie Mit-Versicherung der Kinder. Punkt aus fertig.
Scharenweise würden Beamte in die GKV wechseln!


Selbst mit 3 Kindern würde kein Beamter in die GKV wechseln, sofern die Ehefrau gesetzlich versichert ist (über einen normalen Job zum Beispiel). Da zahlst mehr für viel weniger Leistung. Auch im Alter ist die PKV für Beamte günstiger. Beihilfe macht es möglich.
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Re: Beamte und die gesetzliche Krankenversicherung

Beitragvon Realist2014 » Do 10. Aug 2017, 18:05

Boracay hat geschrieben:(10 Aug 2017, 19:02)

Der Sold eines Beamten ist im Vergleich zur Wirtschaft ein Witz.
.



sicher

es gibt aber Beamte mit höherer Besoldung ...
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Re: Beamte und die gesetzliche Krankenversicherung

Beitragvon Boracay » Do 10. Aug 2017, 18:06

frems hat geschrieben:(10 Aug 2017, 16:15)

Ja, die Bedenken kenne ich. Es gab ja aber den Wunsch vieler Beamter, eben doch in die GKV einzusteigen, u.a. weil die PKV im hohen Alter ziemlich teuer werden kann und die Familienversicherung für gewöhnlich (immer?) extra kostet.


Im alter ist auch die PKV für Beamte dank 70% Beihilfe Spotbillig. Kinder kosten auch fast nix.
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Re: Beamte und die gesetzliche Krankenversicherung

Beitragvon Boracay » Do 10. Aug 2017, 18:06

Realist2014 hat geschrieben:(10 Aug 2017, 19:05)

sicher

es gibt aber Beamte mit höherer Besoldung ...


Staatssekretäre oder sowas - ok. Aber sonst kann man darüber ja nur lachen (oder weinen).
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Re: Beamte und die gesetzliche Krankenversicherung

Beitragvon Realist2014 » Do 10. Aug 2017, 18:07

Boracay hat geschrieben:(10 Aug 2017, 19:06)

Im alter ist auch die PKV für Beamte dank 70% Beihilfe Spotbillig. Kinder kosten auch fast nix.



hm

würde denn diese Beihilfe bei der GKV wegfallen?
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Re: Beamte und die gesetzliche Krankenversicherung

Beitragvon Alana4 » Do 10. Aug 2017, 18:13

Realist2014 hat geschrieben:(10 Aug 2017, 19:07)

hm

würde denn diese Beihilfe bei der GKV wegfallen?


Nach jetzigem Stand: ja.

Der Beamte, der willens ist, in die GKV zu gehen, zahlt 100% der Beiträge selbst- und erhält keinerlei Beihilfe.
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Re: Beamte und die gesetzliche Krankenversicherung

Beitragvon Realist2014 » Do 10. Aug 2017, 18:18

Alana4 hat geschrieben:(10 Aug 2017, 19:13)

Nach jetzigem Stand: ja.

Der Beamte, der willens ist, in die GKV zu gehen, zahlt 100% der Beiträge selbst- und erhält keinerlei Beihilfe.



naja

dann wäre er ja nicht bei Verstand...
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Re: Beamte und die gesetzliche Krankenversicherung

Beitragvon Alana4 » Do 10. Aug 2017, 18:21

Boracay hat geschrieben:(10 Aug 2017, 19:04)

Selbst mit 3 Kindern würde kein Beamter in die GKV wechseln, sofern die Ehefrau gesetzlich versichert ist (über einen normalen Job zum Beispiel). Da zahlst mehr für viel weniger Leistung. Auch im Alter ist die PKV für Beamte günstiger. Beihilfe macht es möglich.


Was verstehst du denn unter "Beihilfe"?

Mir scheint, da gibt es ein etwas....nun ja....ungenaues Bild, was Leute so glauben, was "Beihilfe" sein soll.

Bei mir im Haushalt gibt es einen Beamten- mit PKV und "Beihilfe"
Und es gibt einen Ehepartner mit GKV- der nimmt- selbstverständlich- die kids mit rein.

Der Beamte würde gern zur GKV wechseln- ist aber zahlungstechnisch der Hungertod der gesamten Familie, weil der AG sich nicht an den Beiträgen beteiligt.
Wobei ich jetzt mit "Hungertod" etwas übertrieben habe.....aber so dämlich könnten wir gar nicht sein, der GKV unsere sauer verdiente Kohle in den Rachen zu werfen, wenn wir nicht mindestens die AG-Unterstützung bei der Beitragszahlung zu bekommen, die andere Arbeitnehmer in D. ganz selbstverständlich für sich in Anspruch nehmen.
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Re: Beamte und die gesetzliche Krankenversicherung

Beitragvon Alana4 » Do 10. Aug 2017, 18:25

Realist2014 hat geschrieben:(10 Aug 2017, 19:18)

naja

dann wäre er ja nicht bei Verstand...

Richtig- und deshalb sind die vielen kleinen Beamten bei der PKV- die bieten Versicherung zu 50% oder 30% an (entsprechend reduzierte Beiträge, entsprechend reduzierte Leistung)- und nur bei Bedarf zahlt der Diensther den Rest der tatsächlich anfallenden Behandlungskosten.

Ich begreife nicht, warum sich ein unwissender und uninformierter Teil der Bevölkerung immer wieder mal daran aufgeilen muss. eine Besserstellung der Beamten ist dabei nicht zu erkennen. Und für den Steuerzahler ist diese Variante auch nicht die schlechtere.
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Re: Beamte und die gesetzliche Krankenversicherung

Beitragvon Quatschki » Do 10. Aug 2017, 18:38

Boracay hat geschrieben:(10 Aug 2017, 19:02)

Der Sold eines Beamten ist im Vergleich zur Wirtschaft ein Witz.

Polizeibeamter vs. Angestellter im privaten Wachschutz?
Naja.
Oder Lehrer an irgendwelchen privaten Bildungs-GmbHs?
Was menschlicher Wahn erschuf, kann durch menschliche Einsicht überwunden werden.
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Re: Beamte und die gesetzliche Krankenversicherung

Beitragvon Ger9374 » Do 10. Aug 2017, 19:39

Ich bin selbst im einfachen Beamtenstatus.
Will auch nicht jammern, Die normale Grundversorgung + Zusatzversicherung für Frau und Kind war immer bezahlbar und ausreichend.
Das niedrige Gehalt aktzebtabel weil keine Sozialversicherung. Trotzdem habe ich Netto im Vergleich immer ein paar hundert € Netto weniger
verdient wie mein Arbeiterkollege. Dafür habe ich bei längerer Krankheit keine Existenzangst.
Alles aufgerechnet sehe ich das als fair an.
Eine bessere Behandlung als Patient bestreite ich aber. Wir (Familie) müssen genauso warten wie andere, die Rechnungen trotzdem 2-3 Mal höher wie bei anderen. Zahnarzt besonders. Aber das geht nur weil die Beihilfe das meiste übernimmt.
Deswegen auch die Zusatzversicherungen meinerseits, wenn was hängenbleibt.
:thumbup: Es gibt eine Streitkultur, der Hass gehört ganz gewiss nicht dazu :thumbup: :thumbup: :D

Menschen sind Ausländer irgendwo: :thumbup:
Rassisten sind Arschlöcher überall: :thumbup:
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Re: Beamte und die gesetzliche Krankenversicherung

Beitragvon jack000 » Do 10. Aug 2017, 19:53

frems hat geschrieben:(10 Aug 2017, 15:59)

Liebe Usergenossen,

was ist Eure Meinung dazu? Ist eine solche Veränderung sinnvoll? Wird es für den Staat unterm Strich teurer oder günstiger? Und was hat der jeweilige Beamte davon? Oder lehnt Ihr eine solche Wahlfreiheit kategorisch ab?

Generell richtig ... aber der Teufel steckt hier im Detail ...
Ein Zeichen von Intelligenz ist der stetige Zweifel - Idioten sind sich immer todsicher, egal was sie tun ...

"allzu häufig paart sich im Gemüte, Dämlichkeit mit Herzensgüte" (Wilhelm Busch)

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