Armut ist eine Geisteshaltung!

In diesem Forum werden Themen rund um die sozialen Sicherungsysteme diskutiert.
Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Arbeitslosengeld 2 (HartzIV), Rentenversicherung, Sozialgesetzbuch.

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immernoch_ratlos
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Re: Armut ist eine Geisteshaltung!

Beitragvon immernoch_ratlos » Sa 27. Mai 2017, 11:10

Lassen "wir" doch wenigstens für einen Moment diese gegenseitigen Beschuldigungen :?

Ohne eine bestimmtes Leben herauszugreifen - schlicht nach den wissenschaftlichen Regeln - zunächst der Versuch, alle Parameter die eine Entwicklung beeinflussen klar benennen. Das geht sicher nicht mit wütenden gegenseitigen Beschuldigungen.

Zwei "Parameter" wurden ja schon genannt, die weitaus undurchsichtigsten überhaupt. "Zufall" und "Glück" Sind das wirklich zwei unterschiedliche "Ereignisse" im Leben von Menschen ? Im Grund sind beides das Selbe - fehlt noch das negativ konnotierte "Unglück". Geht man logisch heran, wird unweigerlich klar, alle zusammen sind "Zufall" und werden durch Ereignisse herbeigeführt, welche vor der Kulmination vorausgegangener Entwicklungen liegen.

Selbst, wenn jemand akribisch alle Ereignisse (manche durchaus vorgeburtlich) erfassen könnte, wäre eine Aussage zum späteren Ergebnis unmöglich. Anders bei naturgesetzlichen Ereignissen hilft eine Berechnung hier überhaupt nichts. Der Grund ist einfach und logisch, nichts im Leben ist deterministisch. Bereits ein einzig unvorhergesehenes Ereignis kann die gesamte "nur erahnte Richtung" völlig verändern. Ist die neue Richtung in unserem Empfinden "glücklich", ist der genauso mögliche "unglückliche Verlauf" erst einmal abgewendet - jedenfalls bis zum nächsten Ereignis, welches keinerlei Garantie für weiteren glücklichen Verlauf bietet.

Leben ist permanenter Kampf ohne Garantien für das was der gerate gültige Zeitgeist für einen "Erfolg" hält. Was berechtigt überhaupt jemanden, ein anderes Leben als "gescheitert" zu betrachten :?: Praktisch alle leiten von ihrer eigenen kleinen Kopfwelt ab, was "gut" und was eben nicht gut sein soll. Dabei hat einen sehr großen Einfluss die gerade "gültige" intersubjektiven Wirklichkeit.

Determinismus ist verführerisch aber irreführend, er vermittelt uns lediglich das Gefühl, dass unsere Welt, unserer weitere Entwicklung,unsere jeweiligen Vorstellungen ein natürliches und unvermeidliches Produkt unserer individuellen Bemühungen, der Geschichte sind. Da bei genauerer Betrachtung - mit dem notwendigen persönlichen Abstand (wie bei einem dieser wunderbaren Gemälde) - erkennbar wird, Geschichte (also Vergangenheit) eben nicht in voraussehbaren Bahnen verläuft. Das führt mich jedenfalls (wohl kaum allein) zu der Erkenntnis, Nationalismus, Kapitalismus und Menschenrechte nicht mehr sind als Zufallsprodukte einer völlig undeterministisch (indeterministisch) verlaufenden Zeit. Leben ist organisierte Unberechenbarkeit.

Bislang ist jeder Versuch das Leben in deterministische Bahnen zu zwingen krachend gescheitert. Zukunftsforschung kann Wahrscheinlichkeiten und Plausibilitäten darstellen, aber sie sagt nicht das Endresultat der Welt voraus. Noch viel weniger kann das Leben eines Individuums "vorausberechnet" werden. Zu viele "Imponderabilien" - Unwägbarkeiten. Das Leben ist ein chaotisches System zweiter Ordnung. Das Problem, es wird durch Vorhersagen beeinflusst. Ähnlich, wie jede Messung (das Abmessen und wiegen einmal ausgenommen) das "Messergebnis" verändert. Märkte z.B. sind solche chaotischen Systeme zweiter Ordnung - Vorhersagen beeinflussen den Verlauf... Oder auch "eigentlich" demokratische Wahlen - Auch die Politik ist ein chaotisches System zweiter Ordnung.

Schon solche Hypothesen wie sie in völlig unverantwortlicher Weise kolportiert werden, beeinflussen das Ergebnis in unzulässiger Weise. Zu all den wohl unvermeidlichen Parametern, welche unser Leben individuell beeinflussen, kommt nun noch diese gewollte Stigmatisierung einer ganzen Gruppe hinzu. Reaktion (abhängig von der Verbreitung solche "Erkenntnisse) hat dies wohl kaum einen positiven Einfluss auf das Los dieser Gruppe. Im Grund ist das auch eine bei Erfolgreichen häufig anzutreffenden Selbstbeweihräucherung. Prinzipiell erbärmlich, schon im nächsten Moment lauert ein "unglücklicher Zufall" und Schluss ist es mit der ach so intelligenten und erfolgreichen Lebensbewältigung. Schon vergessen was mal die DDR für ein "verlässliches" Umfeld war ?

In Zeiten galoppierender Überbevölkerung, wird es offensichtlich wichtig, möglichst großen Gruppierungen das "eigene Verschulden" zu suggerieren. Das Ganze hat durchaus faschistoide, rassenspezifische Züge - nur der taugliche - hier die Gruppe der Reichen - bietet die "notwendigen Voraussetzungen" an der Spitze der menschlichen "Nahrungskette" zu stehen. Ein Unsinn, der von einem Angehörigen, einer nicht nur in den USA als "minderwertige Rasse" angesehen wird. "Schwarze sind faul usw." - bemüht sich nun eine neue Spaltung zu kreieren, welche den zahlreichen anderen Bemühungen folgt, die inzwischen nur scheinbar "ad Acta" gelegten Rassentheorien durch eine neue Variante zu bereichern.

Was da so alles herumschwirrt, und ob "wir" hier "morgen" noch zu den Erfolgreichen gehören mögen - Quelle :FAZ "Das Fremde und das Vertraute - Jörg Albrecht"

Was nun "Reichtum" angeht, ähnlich wie "Armut", ist zunächst alles relativ - misst lediglich den Abstand in einer Gruppe / Nation zueinander. Da kann dieses WIKI weiterhelfen : WIKI "Relative Armut" Besonders interessant dieser Abschnitt :
Kognitive Entwicklung
Längsschnittstudien belegen in standardisierten Tests signifikante Einbußen der allgemeinen Intelligenz, der Sprachfähigkeit und der Schulleistungen. Dabei erwies sich vor allem die Dauer der Armut als bedeutsamer Faktor für das Ausmaß der kognitiven Defizite.

In Deutschland haben Kinder aus Familien, die lange in Armut leben, einen durchschnittlich 9 Punkte geringeren IQ als Kinder aus nie verarmten Familien. Wohlgemerkt geht es hier um durchschnittliche Werte.

Die IQs beider Gruppen sind normalverteilt, das heißt, sie folgen der Form einer Glockenkurve. Der Scheitelpunkt der Glockenkurve jedoch liegt bei niemals arm gewesenen Kindern bei 100 und bei in Armut lebenden Kindern bei 91. Es gibt also sowohl sehr intelligente arme Kinder als auch sehr intelligente reiche Kinder. Über den IQ eines einzelnen in Armut oder Reichtum lebenden Kindes sagen diese Ergebnisse nichts aus. Wohl aber sagen sie aus, dass unter armen Kinder der Prozentsatz der Kinder, die Gefahr laufen in der Schule zu versagen, stark erhöht ist.

Ähnliche Unterschiede in der Intelligenz zwischen armen und niemals arm gewesenen Kinder zeigten sich auch in den USA. Je länger ein Kind in Armut lebt, desto wahrscheinlicher sind kognitive Defizite. Dabei haben Kinder die bereits in der frühen Kindheit arm waren, größere kognitive Defizite, als Kinder, die erst später im Verlauf ihres Lebens verarmten.

Studien zeigen, dass sich der niedrige IQ von Kindern aus armen Familien vor allem durch Umweltfaktoren erklären lässt. Während in der Mittelschicht die Intelligenz zu einem großen Teil vererbt wird, lässt sich der niedrige IQ der Kinder aus verarmten Bevölkerungsschichten vor allem durch mangelnde Förderung, schlechte Ernährung und schlechte Schulen erklären.

Gabarino konnte für arme Kinder in den USA jedoch zeigen, dass Armut allein die IQ-Entwicklung kaum beeinflusst, sondern auch noch andere Risikofaktoren gegeben sein müssen. Zu diesem Ergebnis kam auch eine andere Längsschnittstudie. Ein oder zwei Risikofaktoren hatten nur eine sehr geringe Auswirkung auf die kognitive Entwicklung. Kamen jedoch weitere hinzu, so zeigten sich starke Auswirkungen. Kinder, die von acht bis neun Risikofaktoren betroffen waren, hatten gar einen im Schnitt um 30 Punkte geringeren IQ als unbelastete Kinder.

In den USA hat es bereits Anstrengungen gegeben, dies zu ändern. Es hat sich gezeigt, dass die Intelligenzentwicklung mit speziellen Programmen förderbar ist. Kritiker argumentieren jedoch, dass Intelligenztests, da sie von Personen der Mittelschicht konstruiert würden, nicht die wahren Fähigkeiten armer Kinder mäßen.
In diesem Zusammenhang von "Sozialadel" zu sprechen - jemand richtet sich in seiner Gruppe so gut wie eben möglich ein, ist nach meinem Empfinden besonders perfide.

Reiche "Peergruppen" zeigen die deutliche Tendenz sich nicht nur abzuschotten, sondern nützen ihren "finanziellen Hebel" wo immer das Vorteile bietet. Ein durch und durch vernünftiges Verhalten, seine realen Möglichkeiten zu nutzen - warum ist das dann so negativ konnotiert, wenn es die Gruppe der weniger privilegierten, es denen gleichtut, sich der wenigen "Hebel" die sich ihnen bieten zu bedienen ?

Wenn es überhaupt theoretischen "Rassismus" gibt, dann ist es der kulturelle Rassismus, der bei solchen Gelegenheiten sichtbar wird.... Bis zum nächsten "unglücklichen Zufall", nachdem sich der eben noch stolze und allseitig privilegierte Reiche, in einer ihm / ihr unverständlichen Armut wiederfindet. Nur ein abschreckendes Beispiel aus unserer kollektiven Vergangenheit - wer hätte Im Oktober 1913 auf die russischen Bolschewiken, eine (noch) unbedeutende Gruppe von Radikalen, gewettet, die dann in der Realität nach in ganzen erstaunlich kurzen vier Jahren die Herrschaft über ganz Russland an sich reißen konnten (von allem was "danach" kam freundlich abgesehen) ?

Ich halte absolut nichts für garantiert - auch wenn dieses wohlige Gefühl zu den Gewinnern zu zählen, sicher das Beste nach gutem Sex sein mag....
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Re: Armut ist eine Geisteshaltung!

Beitragvon jellobiafra » Sa 27. Mai 2017, 13:22

Neid ist sicherlich kein schöner Charakterzug. Er wird zu den 7 Todsünden gerechnet und entfernt den Menschen von Gott. Wenn ich mir aber die Frage stelle, wie sich Neid politisch auswirkt,
dann sehe ich ihn am ehesten im Versuch, anderen etwas wegzunehmen. Die derzeitige US-Regierung scheint somit nicht nur die reichste aller Zeiten zu sein sondern auch noch die neidischste.

Für den Haushalt 2018 schlägt US-Präsident Donald Trump laut Unterlagen aus dem Weißen Haus ein Budget von 4,1 Billionen Dollar (3,65 Billionen Euro) vor. Dabei setzt der US-Präsident bei der Gesundheitsversorgung für Ärmere und weiteren Hilfsprogrammen den Rotstift an. Im Haushaltsentwurf sind insgesamt Kürzungen im Volumen von 3,6 Billionen Dollar innerhalb der kommenden zehn Jahre vorgesehen. Allein bei der staatlichen Krankenversicherung Medicaid sollen mehr als 800 Milliarden Dollar gespart werden, auf die Lebensmittelhilfe entfallen weitere gut 192 Milliarden Dollar.


http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-05/donbald-trump-haushaltsentwurf

Der Neid der Armen auf die Reichen scheint mir ja noch irgendwie nachvollziehbar zu sein, aber der Neid der Reichen auf die Armen, wie er in Trumps Haushaltsentwurf Ausdruck findet, ist doch
einigermaßen pervers.
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Re: Armut ist eine Geisteshaltung!

Beitragvon Unité 1 » Sa 27. Mai 2017, 14:08

Die "richtige" Geisteshaltung kann man da schön beobachten. Ich begrüße diese Gerechtigkeitsmaßnahme. Fördern und Fordern - die Armen müssen zuvorderst an ihrer Einstellung arbeiten, was sie ja wohl kaum tun würden, wenn sie gepampert werden.
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Re: Armut ist eine Geisteshaltung!

Beitragvon syna » Sa 27. Mai 2017, 21:58

immernoch_ratlos hat geschrieben:(27 May 2017, 12:10)
... zunächst der Versuch, alle Parameter die eine Entwicklung beeinflussen klar benennen ...


@immernoch_ratlos: Danke für Deinen langen, ausführlichen Beitrag.

Natürlich ist Verlauf des Lebens nicht determiniert oder gar
berechenbar. "Das Leben bewältigen" bedeutet ja gerade, auf die
ganzen unvorhersehbaren Ereignisse angemessen zu reagieren.

Interessant ist die Statistik, welche Du velinkst, und die besagt,
dass der IQ der Unterschichten - das Maximum der Gaußkurve -
um 9 Punkte unter dem üblichen Maximum liegt. Wie das zu
interpretieren ist, dazu hast Du ja schon viel erörtert.

Eins noch: Ben Carson ist selbst Schwarzer. Und als Schwarzer
im Kabinett von Trump hat er diese Sätze über die "richiige
Geisteshaltung" gesprochen. Es geht hier also nicht um
Rassismus, sondern schlicht um "Armt + Reich" - und wie
man damit umgeht. In den USA und hier bei uns.

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Re: Armut ist eine Geisteshaltung!

Beitragvon syna » Sa 27. Mai 2017, 22:27

Für den Haushalt 2018 schlägt US-Präsident Donald Trump laut Unterlagen aus dem Weißen
Haus ein Budget von 4,1 Billionen Dollar (3,65 Billionen Euro) vor. Dabei setzt der US-Präsident bei
der Gesundheitsversorgung für Ärmere und weiteren Hilfsprogrammen den Rotstift an. Im Haushaltsentwurf
sind insgesamt Kürzungen im Volumen von 3,6 Billionen Dollar innerhalb der kommenden zehn Jahre
vorgesehen. Allein bei der staatlichen Krankenversicherung Medicaid sollen mehr als 800 Milliarden
Dollar gespart werden, auf die Lebensmittelhilfe entfallen weitere gut 192 Milliarden Dollar.


http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-05/donbald-trump-haushaltsentwurf

jellobiafra hat geschrieben:(27 May 2017, 14:22)
Der Neid der Armen auf die Reichen scheint mir ja noch irgendwie nachvollziehbar zu sein, aber der
Neid der Reichen auf die Armen, wie er in Trumps Haushaltsentwurf Ausdruck findet, ist doch
einigermaßen pervers.


Ja ... gnnnn ... und Nein! :?

Ich finde das Wort "Neid" in diesem Zusammenhang
nicht so gut. Es ist ja eine Emotion.

Manch armer Mensch mag neidisch auf die "die da oben" mit ihren
schicken Villen und großen Autos blicken.

Aber umgekehrt gucken die reichen Etablierten gar nicht auf die
Armen. Ich glaube, dass sie sie bestenfalls verachten. Aber am
liebsten nehmen die die gar nicht wahr. Als gäbe es sie gar nicht.
Zu gesellschaftlichen Anlässen trifft man sich unter Seinesgleichen,
und das wars.

Ist ja auch irgendwie nachvollziehbar: Jemand, der bestimmte
Eintrittsgelder nicht zahlen kann, keine 1000 € Spende zum Charity-
Barbecue beisteuern kann und der immer mit dem Bus fährt, der
passt da ja auch gar nicht hin. Deshalb bleiben die Betuchten
lieber unter sich.

--------------------------------------------------------------------------------

Nein, die Reichen und auch schon die gemäßigt höheren
Schichten igenorieren gerne die Schichten unter ihnen. Und
streben immer zu nächst höheren Schicht hin

--------------------------------------------------------------------------------

Was hier - im Haushalt von Trump - und in den Worten von
Ben Carson - zum Tragen kommt, das ist die folgende Denkweise:

"Wir haben viel für unseren Reichtum getan und hart gearbeitet.
Deshalb haben wir diesen Reichtum auch ganz und gar verdient.
Und deshalb brauchen wir davon nichts - oder nur ganz wenig -
abgeben".

Das soll heißen: "Die Steuern für uns sind zu hoch! Wir brauchen
über die staatlichen Sozialtransfers nicht die "Minderbemittelten"
unterstützen. Weil: Das bringt sowieso nichts - die haben einfach
die falsche Geisteshaltung."

Deshalb wird deren Unterstützung jetzt mal - unter Trump -
gekürzt. Und Gesundheitsversorgung brauchen die sowieso nicht.

--------------------------------------------------------------------------------

Die Reichen, Trump, Carson & Co. vertreten schlicht ihre
Interessen.

--~~/§&%"$!\~~--
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Re: Armut ist eine Geisteshaltung!

Beitragvon jellobiafra » So 28. Mai 2017, 04:43

syna hat geschrieben:(27 May 2017, 23:27)

http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-05/donbald-trump-haushaltsentwurf



Ja ... gnnnn ... und Nein! :?

Ich finde das Wort "Neid" in diesem Zusammenhang
nicht so gut. Es ist ja eine Emotion.

Manch armer Mensch mag neidisch auf die "die da oben" mit ihren
schicken Villen und großen Autos blicken.

Aber umgekehrt gucken die reichen Etablierten gar nicht auf die
Armen. Ich glaube, dass sie sie bestenfalls verachten. Aber am
liebsten nehmen die die gar nicht wahr. Als gäbe es sie gar nicht.
Zu gesellschaftlichen Anlässen trifft man sich unter Seinesgleichen,
und das wars.

Ist ja auch irgendwie nachvollziehbar: Jemand, der bestimmte
Eintrittsgelder nicht zahlen kann, keine 1000 € Spende zum Charity-
Barbecue beisteuern kann und der immer mit dem Bus fährt, der
passt da ja auch gar nicht hin. Deshalb bleiben die Betuchten
lieber unter sich.

--------------------------------------------------------------------------------

Nein, die Reichen und auch schon die gemäßigt höheren
Schichten igenorieren gerne die Schichten unter ihnen. Und
streben immer zu nächst höheren Schicht hin

--------------------------------------------------------------------------------

Was hier - im Haushalt von Trump - und in den Worten von
Ben Carson - zum Tragen kommt, das ist die folgende Denkweise:

"Wir haben viel für unseren Reichtum getan und hart gearbeitet.
Deshalb haben wir diesen Reichtum auch ganz und gar verdient.
Und deshalb brauchen wir davon nichts - oder nur ganz wenig -
abgeben".

Das soll heißen: "Die Steuern für uns sind zu hoch! Wir brauchen
über die staatlichen Sozialtransfers nicht die "Minderbemittelten"
unterstützen. Weil: Das bringt sowieso nichts - die haben einfach
die falsche Geisteshaltung."

Deshalb wird deren Unterstützung jetzt mal - unter Trump -
gekürzt. Und Gesundheitsversorgung brauchen die sowieso nicht.

--------------------------------------------------------------------------------

Die Reichen, Trump, Carson & Co. vertreten schlicht ihre
Interessen.




Klar. Das beweist aber die Doppelmoral, es als "Neiddebatte" zu diffamieren, wenn die Armen auch schlicht ihre Interessen vertreten.
z. B. die Forderung, Hartz4 und Mindestlohn zu erhöhen und zur Finanzierung hohe Vermögen oder Einkommen stärker zu besteuern.

"Nehmt es von den Armen und gebt es den Reichen" = legitime Interessenvertretung
"Nehmt es von den Reichen und gebt es den Armen" = Übel - weil Neid

Wobei die Armen ja sogar häufiger darauf verzichten ihre Interessen zu vertreten. Die Wahlbeteiligung von Hartz4 Empfänger ist besonders niedrig,
Die Emotion "Neid" scheint gerade unter den Armen nur wenige zu den Wahlurnen zu treiben. Sonst hätte die Linke ganz andere Ergebnisse.
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Re: Armut ist eine Geisteshaltung!

Beitragvon immernoch_ratlos » So 28. Mai 2017, 08:00

Was den latenten Rassismus angeht, es geht dem Afroamerikaner Ben Carson um Mimikry mit seiner Hypothese - Warum ? Darum : Quelle : ZON (2016.08.16) "Rassismus in den USA: Angst vor einer schwarzen Welt" Wenn kann Ben Carson dabei hauptsächlich im Blick haben ?
Obama hat das Leben der Afroamerikaner nicht verbessert

Amerikas erster schwarzer Präsident ist ein starkes Symbol für die Toleranz unseres Landes. Doch das Leben anderer Afroamerikaner hat er nicht zwingend verbessert.

Wir waren fassungslos, als der republikanisch dominierte Kongress die Autorität des Präsidenten nicht respektiert und all seine Initiativen blockierte.

Die Polizeigewalt gegen Schwarze hat nicht abgenommen; die Arbeitslosenquote ist unter Schwarzen immer noch doppelt so hoch wie unter Weißen.

Und der Vermögensunterschied in den USA klafft weiterhin auseinander: 2013 lag das Durchschnittsvermögen von weißen Haushalten bei 656.000 US Dollar und das von schwarzen Haushalten bei nur 85.000 US Dollar.

Obamas Präsidentschaft hatte außerdem einen überraschend negativen Einfluss auf jene weißen Amerikaner, die ihren eigenen Abstieg nun mit seinem Aufstieg erklären.
Da hat es ein schwarzer Ben Carson in der neuen Regierung Trump sicher nicht "leicht" sich als "Bleichgesicht" zu generieren.
Die republikanischen Eliten und die Unterschicht

Gerissen wie sie sind, haben die republikanischen Eliten seit mindestens 40 Jahren gezielt die weniger gebildeten und ärmeren Wähler angesprochen, Leute wie die Männer in Abingdon. Die gewählten Führer versprachen, sich um die sozial konservativen Anliegen der Unterschichtswähler zu kümmern.

Das sind vor allem emotionale Themen wie Waffen, Abtreibung, Homorechte und Gebete in der Schule. Ihr Ziel dabei: Die Wähler im ständigen Krieg mit den "liberalen", demokratischen Eliten zu halten, die sich über ihre Intoleranz lustig machten.
Bei der Betrachtung spielen US-amerikanische Verhältnisse eine wichtige Rolle. Ob da eine quasi "globale" Übertragung überhaupt möglich - sinnvoll sein kann ?

Klingt simpel, aber ein amerikanischer Armer - ähm "nicht Reicher" - ist wohl mehrheitlich schwarz. Inwieweit man diese Gruppen mit dt. Hz4 & Co überhaupt vergleichen kann, erscheint zumindest mir doch fraglich. Nimmt man die Welt als Maßstab, sind Reiche eine absolute Minderheit. Da Armut relativ ist, ist ein in D "nicht Reicher" in vielen Weltgegenden unfassbar reich. Diese steile Hypothese des Ben Carson ist praktisch wertlos - schau mer mal, wie lange der sich als "selfmade Bleichgesicht" in dieser durchaus (kultur)rassistischen Umgebung überhaupt halten kann.

Um es klar zu machen, entweder ist eine Hypothese auf die gesamte "Zielgruppe" anwendbar oder sie ist schlicht obsolet. Der simple Umstand, das in Armut lebende, es deutlich schwerer haben, sich zu ordentlichen Reichen zu emanzipieren, bedarf keinerlei extra Hypothesen. Graduell äußert unterschiedlich steht den "noch nicht Reichen" in den seltensten Fällen ein probates Mittel "endlich reich zu werden" zur Verfügung. Was den Sonderfall D angeht, sollte in jedem Einzelfall prüfbar sein, warum jemand nach seinem Absturz in der neuen Rolle verbleibt. Hier wären sicher detaillierte Untersuchungen mit belastbaren Zahlen hilfreich. Ein Frage stellt sich mir hier in D immer sofort, existieren tatsächlich diese Millionen ZUSÄTZLICHEN gut bezahlten Jobs, welche die Mindestvoraussetzung für das gewünschte Reichwerden sein dürften ? Oder ist das Ganze nicht eher "die Reise nach Jerusalem" :?:

Die Besitzer solcher Jobs, werden das gerne bestätigen - sie können oder wollen sich nicht vorstellen, das da warum auch immer sehr schnell Schluss mit "lustig" sein kann. Ich habe das schon mal lernen "dürfen". Weiß auch, wie schwierig da ein "Aufrappeln" sein kann. Je nach den gerade geltenden Umständen, liegt die Chance immer häufiger nahe Null. Zu jung, zu unerfahren, zu alt, überqualifiziert - die Liste der Gründe welche NICHT vom Probanden veränderbar sind, ist deutlich länger, als jene, auf die jemand tatsächlichen Einfluss hat. Wünsche allen die so gerne die Schuldigen benennen viel Erfolg im weiteren Leben. Hoffentlich müssen die ach so Erfolgreichen nicht doch noch einmal von ganz unten beweisen, wie clever und durchsetzungsfähig sie doch sind - wo möglich das alles qua Geburt... :rolleyes:
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Re: Armut ist eine Geisteshaltung!

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Mo 29. Mai 2017, 15:33

syna hat geschrieben:(25 May 2017, 11:34)

Meine Hypothese ist:

---------> Armut ist eine Geisteshaltung! <-----------

------------------------------------------------------------------------------------

Armut ist ein "Defizit im Geiste" - eine besondere Geisteshaltung.
Damit ist gemeint:




Ich halte das ehrlich gesagt für eine ziemlich schräge Hypothese. Der Großteil der Menschheit ist aus unserer Sicht arm. Das soll alles eine Geisteshaltung sein?
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Re: Armut ist eine Geisteshaltung!

Beitragvon syna » Mo 29. Mai 2017, 15:53

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(29 May 2017, 16:33)

Ich halte das ehrlich gesagt für eine ziemlich schräge Hypothese. Der Großteil der Menschheit ist aus unserer Sicht arm. Das soll alles eine Geisteshaltung sein?


Nun, Ben Carson bezieht sich ja nicht auf "die ganze Menschheit", sondern nur auf einen Staat,
also auf die USA. Und hier haben ja im Prinzip alle Zugang zur Bildung. Und trotzdem gibt
es Arme und Reiche. Und da sagt er: Armut ist eine "Geisteshaltung".
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Re: Armut ist eine Geisteshaltung!

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Mo 29. Mai 2017, 15:55

syna hat geschrieben:(29 May 2017, 16:53)

Nun, Ben Carson bezieht sich ja nicht auf "die ganze Menschheit", sondern nur auf einen Staat,
also auf die USA. Und hier haben ja im Prinzip alle Zugang zur Bildung. Und trotzdem gibt
es Arme und Reiche. Und da sagt er: Armut ist eine "Geisteshaltung".


Aha .. Es geht also nicht um Armut, sondern um relative Armut. Was meinst du konkret mit "Geisteshaltung"?

Und wenn du hier die Situation in den USA diskutieren möchtest, dann solltest du das auch so schreiben.
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Re: Armut ist eine Geisteshaltung!

Beitragvon harry52 » Mo 29. Mai 2017, 16:09

syna hat geschrieben:Aber umgekehrt gucken die reichen Etablierten gar nicht auf die
Armen. Ich glaube, dass sie sie bestenfalls verachten.

Das sind doch alles Vorurteile und Du kennst wahrscheinlich gar keine Armen.
Ich aber kenne einige und die haben auch Handys, Fernseher, Kühlschränke.... und gehen auch oft zu Ärzten und Rechtsanwälten. Das sind außerdem doch auch gute Kunden. Nimm nur mal ALDI, LIDL, KIK, H&M .... Die setzen doch milliarden auch mit ärmeren Kunden in Deutschland und der ganzen Welt um.

Wer übrigens was in der Birne hat,
weiss außerdem, wie schnell man durch Krankheit, Firmenpleiten... unten landen kann.
"Gut gemeint" ist nicht das Gleiche wie "gut gemacht".
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Re: Armut ist eine Geisteshaltung!

Beitragvon Ein Terraner » Mo 29. Mai 2017, 16:49

Ist dann Reichtum auch nur eine Geisteshaltung ?
Licht und Dunkel

Artikel 13, Save the Internet Petition: https://www.change.org/p/stoppt-die-zen ... loadfilter
Was ist Artikel 13? https://www.youtube.com/watch?v=1DKk69J5pb4
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Re: Armut ist eine Geisteshaltung!

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Mo 29. Mai 2017, 17:00

Ein Terraner hat geschrieben:(29 May 2017, 17:49)

Ist dann Reichtum auch nur eine Geisteshaltung ?


da warten wir nun mal auf die Threaderstellerin, was sie denn genau gemeint hat. Mir ist das nicht klar.
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Re: Armut ist eine Geisteshaltung!

Beitragvon Kritikaster » Mo 29. Mai 2017, 17:56

JJazzGold hat geschrieben:(25 May 2017, 23:34)

Es heißt nicht umsonst, dass das Glück mit den Tüchtigen ist, nicht umgekehrt.

Das kam mir auch als Erstes in den Sinn.

Ich hörte aber auch schon, das Glück sei "mit den Dummen".
...
:?:
...
Andererseits: Das muss ja kein Widerspruch sein.
Der am höchsten entwickelte Sinn ist der Unsinn. (Peter E. Schumacher)
Wo der Sinn aufhört, beginnt der Wahnsinn. (Erhard Horst Bellermann)
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Re: Armut ist eine Geisteshaltung!

Beitragvon syna » Mo 29. Mai 2017, 19:07

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(29 May 2017, 16:55)

Aha .. Es geht also nicht um Armut, sondern um relative Armut. Was meinst du konkret mit "Geisteshaltung"?

Und wenn du hier die Situation in den USA diskutieren möchtest, dann solltest du das auch so schreiben.


Hallo Schwarzer Kater.

Es geht um Armut innerhalb eines Staates. Ben Carson bezog sich auf die USA. Aber auch bei
uns haben wir Arme und Reiche. Es gibt sogar Stimmen, die sagen, dass sich "die soziale
Spaltung" vergrößert hätte. Und dass diese Soziale Spaltung ein großes Problem sei - auch bei
uns in Deutschland.

Zur "Geisteshaltung": Lies doch bitte den Eingangsthread. Ich beziehe mich hier auf die
Worte von Ben Carson.
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Re: Armut ist eine Geisteshaltung!

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Mo 29. Mai 2017, 19:12

syna hat geschrieben:(29 May 2017, 20:07)

[color=#800000]Hallo Schwarzer Kater.

Es geht um Armut innerhalb eines Staates. Ben Carson bezog sich auf die USA. Aber auch bei
uns haben wir Arme und Reiche.


Nun, wirklich Arme gibt es bei uns nicht.
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Re: Armut ist eine Geisteshaltung!

Beitragvon syna » Mo 29. Mai 2017, 19:15

immernoch_ratlos hat geschrieben:(28 May 2017, 09:00)

... sie können oder wollen sich nicht vorstellen, das da warum auch immer sehr schnell Schluss mit "lustig" sein kann. Ich habe das schon mal lernen "dürfen". Weiß auch, wie schwierig da ein "Aufrappeln" sein kann. Je nach den gerade geltenden Umständen, liegt die Chance immer häufiger nahe Null. Zu jung, zu unerfahren, zu alt, überqualifiziert - die Liste der Gründe welche NICHT vom Probanden veränderbar sind, ist deutlich länger, als jene, auf die jemand tatsächlichen Einfluss hat.


Ja ja - solche Erfahrungen zeigen ja: Da reicht die "richtige Geisteshaltung"
wohl nicht aus.

Diejenigen mit dem richtigen finanziellen Background qua Geburt sind
manchmal deutlich im Vorteil.
:)
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Re: Armut ist eine Geisteshaltung!

Beitragvon syna » Mo 29. Mai 2017, 19:19

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(29 May 2017, 20:12)
Nun, wirklich Arme gibt es bei uns nicht.


Bitte nicht ablenken!

Es geht um die relative Einkommensverteilung. :thumbup:
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3x schwarzer Kater
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Re: Armut ist eine Geisteshaltung!

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Mo 29. Mai 2017, 19:23

syna hat geschrieben:(29 May 2017, 20:19)

Bitte nicht ablenken!

Es geht um die relative Einkommensverteilung. :thumbup:


aha, du meinst also nicht Arme, sondern im internationalen Vergleich gesehen "reiche"
„Es wurde schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem.“ (Karl Valentin)
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odiug
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Re: Armut ist eine Geisteshaltung!

Beitragvon odiug » Di 30. Mai 2017, 06:25

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(26 May 2017, 16:58)

Tut er de facto ja nicht. Lediglich aus Vereinfachungsgründen. Letztendlich wird das Kindergeld ja mit der Entlastung aus dem Kinderfreibetrag verrechnet.



Ahhhhh ... eine Familie, welche mit einem Niedriglohn auskommen muss, hat einen Kinderfreibetrag ?
Es ist ja schön zu wissen, dass für Kinder von reichen nicht zweimal gezahlt wird, wie es einst Sarrazin forderte ... aber dass jedes Kind vom Staat gleich behandelt werden muss, halte ich, im Gegensatz zum Bundesverfassungsgericht nicht für gerecht.
Ich halte dieses Gießkannenprinzip auch nicht für besonders praktikabel.
Eine aus mangelnden Möglichkeiten gescheiterte Bildungsbiographie ist einfach teuer für die Gesellschaft.
Und rein statistisch,ist das bei sozial Benachteiligten ein wahrscheinlicherer Fall.
Moderatoren sind die Herren des Forums :x
Aber wir sind edel und gut, gerecht und unbestechlich und sorgen uns innig um das Wohlergehen unsrer Foristen.
Ich habe nun eine deutsche Tastatur ... äöüß :cool:

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