Armut ist eine Geisteshaltung!

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syna
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Re: Armut ist eine Geisteshaltung!

Beitragvon syna » Fr 23. Jun 2017, 18:50

That's me hat geschrieben:Nur durch Geld allein m.E. nicht. Es muss viel früher angesetzt werden. Kinder bestärken, selbstbewusst machen, ihnen Selbstwert vermitteln und positive, statt negative Verstärker setzen. Auch das Gruppendenken fördern, statt den Mensch über seinen materiellen Reichtum zu werten.
"Hast'e was bist'e was" ist der falsche Ansatz. Richtig wäre "Einigkeit macht stark".


Realist2014 hat geschrieben:(22 Jun 2017, 18:10)
ah - wieder Mal der Ansatz der "Erziehung zu einem "besseren Menschen"..
kommt mir irgendwie bekannt vor
von den NAZIS, vom Sozialismus....
alles KACKE
der Mensch ist wie er ist


Na, Du scheinst ja einem recht groben Denkschema erlegen zu
sein. Mein Tipp: Am Besten Du denkst nochmal etwas nach: Könnte es sein, dass
es verschiedene Arten der Einflussnahme des Staates auf die Menschenwerdung
gibt? Ist die Schulpflicht nicht auch eine "Art der Erziehung"?

--~~/§&%"$!\~~--
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syna
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Re: Armut ist eine Geisteshaltung!

Beitragvon syna » Fr 23. Jun 2017, 19:00

franktoast hat geschrieben:(13 Jun 2017, 12:52)
Also für mich steht fest: Wenn jemand ständig Hartz4 bekommt oder gar Schulden hat und er im Lotto 10Mio. gewinnt, dann hat er einige Jahre später wieder so wenig Geld, dass er davon nicht mehr gut leben kann und vlt. wieder Hartz4 beantragen muss.


Genau. Das ist ja das, was Ben Carson ausdrückte, und wo ein Kernchen
Wahrheit wohl enthalten ist.

--> Die Frage ist dann natürlich: Wo kommt diese "Geisteshaltung" her?
Ist sie angeboren oder anerzogen? Ist sie also genetisch bedingt - und damit
nicht veränderbar? Oder ist sie Resultat des sozialen Milieus?


franktoast hat geschrieben:(13 Jun 2017, 12:52)
Ich weiß nicht genau, wie der Threadtitel gemeint ist, aber ...


Ja, der Threadtitel triggert verschiedene Themen an:

1. Soziale Gerechtigkeit
2. Mediale Wirkung von bestimmten Begriffen und Idiomen
3. Prägungen und Einflüsse auf die Menschenwerdung

franktoast hat geschrieben:(13 Jun 2017, 12:52)
...Armut hat sicherlich etwas mit dem Gehirn zu tun. Einerseits hat es jemand, der schlichtweg dumm ist, schwer ein mittleres oder gar hohes Einkommen zu generieren.


Jaaahaa - da haben wir dieselbe Frage wie oben: Ist die
"Dummheit" genetisch bedingt - und damit nicht veränderbar? Oder ist
sie Resultat des sozialen Milieus?
-----------------------------------------------------------------------------------------
Und dann die Frage: :?:
Was wäre in welchem Falle zu tun?


franktoast hat geschrieben:(13 Jun 2017, 12:52)
Zum anderen hat es natürlich auch was mit Psychologie zu tun, wenn man sich mit 1000€ im Monat für arm hält, wo das mehr ist, als 90% der Weltbevölkerung haben.


Das wurde ja schon mehrfach angesprochen (siehe auch oben): Es geht hier
NUR um das EInkommen innerhalb EINES Staates. Denn schließlich lebt ja
ein jeder Mensch innerhalb EINES Staates und ringt in eben diesem um
Ansehen und Teilhabe.
:D
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Re: Armut ist eine Geisteshaltung!

Beitragvon Realist2014 » Fr 23. Jun 2017, 20:03

syna hat geschrieben:(23 Jun 2017, 19:50)

Na, Du scheinst ja einem recht groben Denkschema erlegen zu
sein. Mein Tipp: Am Besten Du denkst nochmal etwas nach: Könnte es sein, dass
es verschiedene Arten der Einflussnahme des Staates auf die Menschenwerdung
gibt? Ist die Schulpflicht nicht auch eine "Art der Erziehung"?




nene


das geht es um "Schaffung" von "anderen Menschen" mit angeblich "wertvolleren Idealen"

alles schon mal da gewesen

In der Schule wird WISSEN vermittelt
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Armut ist eine Geisteshaltung!

Beitragvon franktoast » Mo 26. Jun 2017, 08:03

syna hat geschrieben:(23 Jun 2017, 20:00)

Genau. Das ist ja das, was Ben Carson ausdrückte, und wo ein Kernchen
Wahrheit wohl enthalten ist.

--> Die Frage ist dann natürlich: Wo kommt diese "Geisteshaltung" her?
Ist sie angeboren oder anerzogen? Ist sie also genetisch bedingt - und damit
nicht veränderbar? Oder ist sie Resultat des sozialen Milieus?


Ich denke, es fehlt einfach finanzielle Bildung und es fehlen die geistigen Kapazitäten, sein Handeln zu überblicken. Man könnte auch einfach sagen, die Personen sind zu dumm. Oh ja, Dummheit existiert. Ich will aber auch deutlich sagen, dass es auch kluge Hartz4ler gibt, die mit dem Geld gut umgehen könnte und es auch kluge Leute gäbe, die alles verprassen würden.


Jaaahaa - da haben wir dieselbe Frage wie oben: Ist die
"Dummheit" genetisch bedingt - und damit nicht veränderbar? Oder ist
sie Resultat des sozialen Milieus?

Ich denke Beides.

-----------------------------------------------------------------------------------------
Und dann die Frage: :?:
Was wäre in welchem Falle zu tun?

Dummheit per Gesetz verbieten? Ich denke, es liegt in der Eigenverantwortung der Eltern, Bildung einen höheren Stellenwert zuzuweisen. Wenn sie zu dumm dafür sind, das zu erkennen, dann ist das eben so.

Das wurde ja schon mehrfach angesprochen (siehe auch oben): Es geht hier
NUR um das EInkommen innerhalb EINES Staates. Denn schließlich lebt ja
ein jeder Mensch innerhalb EINES Staates und ringt in eben diesem um
Ansehen und Teilhabe.
:D

Vielleicht gehört so etwas eben auch zur Vielfalt des Lebens dazu. Der Staat garantiert ja ein Existenzminimum, also passt das doch.
Ein freier Mensch muß es ertragen können, daß seine Mitmenschen anders handeln und anders leben, als er es für richtig hält, und muß sich abgewöhnen, sobald ihm etwas nicht gefällt, nach der Polizei zu rufen.
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Nathan
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Re: Armut ist eine Geisteshaltung!

Beitragvon Nathan » Mo 26. Jun 2017, 14:26

syna hat geschrieben:(23 Jun 2017, 20:00)
...[color=#800000]Jaaahaa - da haben wir dieselbe Frage wie oben: Ist die
"Dummheit" genetisch bedingt - und damit nicht veränderbar? Oder ist
sie Resultat des sozialen Milieus?
...


Dummheit liegt auch vor, wenn man dringend bemüht ist, "Reichtum" mit "Intelligenz" in Relation zusetzen oder "Armut" mit "Dummheit".

Das erfolgreiche Bemühen zu sehr viel Geld zu kommen ist regelmäßig gepaart mit Rücksichtslosigkeit und krimineller Energie, angetrieben durch die Gier. Ausnehmen hiervon möchte ich ausdrücklich Künstler und Sportler, deren Talent durch entsprechende Ausbildung zu Höchstleistungen entwickelt wurde. Sie sind zumeist selbst überrascht, wie schlaue Manager ihre künstlerischen und sportlichen Fähigkeit in viel klingende Münze umsetzen. Ihre Triebfeder ist nicht die Gier, sondern die Freude am künstlerischen Schaffen oder die Freude am Siegen, am besser sein als andere.

Ein Lebenskonzept, das nicht auf eigene Arbeit ausgelegt ist, sondern auf ein Leben in freier Unabhängigkeit beruht gilt als nicht salonfähig. Noch viel weniger salonfähig ist das Lebenskonzept, das auf ein Leben auf Kosten der Gemeinschaft ausgerichtet ist.

Natürlich haben wir dafür Begriffe wie "Sozialschmarotzer" geschaffen und unsere Empörung ist groß. Sie ist aber auch ungerecht, denn es steht uns selbst jederzeit frei, nach dem gleichen Konzept zu leben. Unsere Empörung ist aber auch - und das ist sehr viel schlimmer - höchst unlogisch. Denn in dem großen Kreis derer, die angeblich nach dem Konzept "schaffe, schaffe, Häusle baue" vorgehen finden sich nicht selten Menschen, die unter dem Deckmantel angeblicher 24 Stunden Vollbeschäftigung ohne Ruhe und Schlaf überaus dreist auch auf Kosten der Gemeinschaft leben, in dem sie z.B. Steuern hinterziehen, Kleinsparer prellen oder mit anderen arglistigen Täuschungen das Geld anderer Menschen verprassen.
Diese Menschen werden zumeist hoch geachtet und verkaufen ihr Lebenskonzept für viel Geld an Nachahmer in spe.
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Re: Armut ist eine Geisteshaltung!

Beitragvon jorikke » Mo 26. Jun 2017, 15:38

Nathan hat geschrieben:(26 Jun 2017, 15:26)

Dummheit liegt auch vor, wenn man dringend bemüht ist, "Reichtum" mit "Intelligenz" in Relation zusetzen oder "Armut" mit "Dummheit".

Das erfolgreiche Bemühen zu sehr viel Geld zu kommen ist regelmäßig gepaart mit Rücksichtslosigkeit und krimineller Energie, angetrieben durch die Gier. Ausnehmen hiervon möchte ich ausdrücklich Künstler und Sportler, deren Talent durch entsprechende Ausbildung zu Höchstleistungen entwickelt wurde. Sie sind zumeist selbst überrascht, wie schlaue Manager ihre künstlerischen und sportlichen Fähigkeit in viel klingende Münze umsetzen. Ihre Triebfeder ist nicht die Gier, sondern die Freude am künstlerischen Schaffen oder die Freude am Siegen, am besser sein als andere.

Ein Lebenskonzept, das nicht auf eigene Arbeit ausgelegt ist, sondern auf ein Leben in freier Unabhängigkeit beruht gilt als nicht salonfähig. Noch viel weniger salonfähig ist das Lebenskonzept, das auf ein Leben auf Kosten der Gemeinschaft ausgerichtet ist.

Natürlich haben wir dafür Begriffe wie "Sozialschmarotzer" geschaffen und unsere Empörung ist groß. Sie ist aber auch ungerecht, denn es steht uns selbst jederzeit frei, nach dem gleichen Konzept zu leben. Unsere Empörung ist aber auch - und das ist sehr viel schlimmer - höchst unlogisch. Denn in dem großen Kreis derer, die angeblich nach dem Konzept "schaffe, schaffe, Häusle baue" vorgehen finden sich nicht selten Menschen, die unter dem Deckmantel angeblicher 24 Stunden Vollbeschäftigung ohne Ruhe und Schlaf überaus dreist auch auf Kosten der Gemeinschaft leben, in dem sie z.B. Steuern hinterziehen, Kleinsparer prellen oder mit anderen arglistigen Täuschungen das Geld anderer Menschen verprassen.
Diese Menschen werden zumeist hoch geachtet und verkaufen ihr Lebenskonzept für viel Geld an Nachahmer in spe.


Wenn man die Relation von Reichtum und Intelligenz nicht mit der von Armut und Dummheit vergleichen darf, ohne dann selber als dumm zu gelten, dann bekenne ich fröhlich: Ich bin ein Dummkopf.
Ich habe in meinem Leben so viele Menschen kennengelernt, alle Sorten vertreten. Dumme, Intelligente, Reiche und Arme.
Ich habe erfahren, da besteht ein Zusammenhang. Darüber nicht zu reflektieren, ist Verdrängung.
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Re: Armut ist eine Geisteshaltung!

Beitragvon jorikke » Mo 26. Jun 2017, 15:38

Nathan hat geschrieben:(26 Jun 2017, 15:26)

Dummheit liegt auch vor, wenn man dringend bemüht ist, "Reichtum" mit "Intelligenz" in Relation zusetzen oder "Armut" mit "Dummheit".

Das erfolgreiche Bemühen zu sehr viel Geld zu kommen ist regelmäßig gepaart mit Rücksichtslosigkeit und krimineller Energie, angetrieben durch die Gier. Ausnehmen hiervon möchte ich ausdrücklich Künstler und Sportler, deren Talent durch entsprechende Ausbildung zu Höchstleistungen entwickelt wurde. Sie sind zumeist selbst überrascht, wie schlaue Manager ihre künstlerischen und sportlichen Fähigkeit in viel klingende Münze umsetzen. Ihre Triebfeder ist nicht die Gier, sondern die Freude am künstlerischen Schaffen oder die Freude am Siegen, am besser sein als andere.

Ein Lebenskonzept, das nicht auf eigene Arbeit ausgelegt ist, sondern auf ein Leben in freier Unabhängigkeit beruht gilt als nicht salonfähig. Noch viel weniger salonfähig ist das Lebenskonzept, das auf ein Leben auf Kosten der Gemeinschaft ausgerichtet ist.

Natürlich haben wir dafür Begriffe wie "Sozialschmarotzer" geschaffen und unsere Empörung ist groß. Sie ist aber auch ungerecht, denn es steht uns selbst jederzeit frei, nach dem gleichen Konzept zu leben. Unsere Empörung ist aber auch - und das ist sehr viel schlimmer - höchst unlogisch. Denn in dem großen Kreis derer, die angeblich nach dem Konzept "schaffe, schaffe, Häusle baue" vorgehen finden sich nicht selten Menschen, die unter dem Deckmantel angeblicher 24 Stunden Vollbeschäftigung ohne Ruhe und Schlaf überaus dreist auch auf Kosten der Gemeinschaft leben, in dem sie z.B. Steuern hinterziehen, Kleinsparer prellen oder mit anderen arglistigen Täuschungen das Geld anderer Menschen verprassen.
Diese Menschen werden zumeist hoch geachtet und verkaufen ihr Lebenskonzept für viel Geld an Nachahmer in spe.


Wenn man die Relation von Reichtum und Intelligenz nicht mit der von Armut und Dummheit vergleichen darf, ohne dann selber als dumm zu gelten, dann bekenne ich fröhlich: Ich bin ein Dummkopf.
Ich habe in meinem Leben so viele Menschen kennengelernt, alle Sorten vertreten. Dumme, Intelligente, Reiche und Arme.
Ich habe erfahren, da besteht ein Zusammenhang. Darüber nicht zu reflektieren, ist Verdrängung.
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Re: Armut ist eine Geisteshaltung!

Beitragvon jorikke » Mo 26. Jun 2017, 15:39

Nathan hat geschrieben:(26 Jun 2017, 15:26)

Dummheit liegt auch vor, wenn man dringend bemüht ist, "Reichtum" mit "Intelligenz" in Relation zusetzen oder "Armut" mit "Dummheit".

Das erfolgreiche Bemühen zu sehr viel Geld zu kommen ist regelmäßig gepaart mit Rücksichtslosigkeit und krimineller Energie, angetrieben durch die Gier. Ausnehmen hiervon möchte ich ausdrücklich Künstler und Sportler, deren Talent durch entsprechende Ausbildung zu Höchstleistungen entwickelt wurde. Sie sind zumeist selbst überrascht, wie schlaue Manager ihre künstlerischen und sportlichen Fähigkeit in viel klingende Münze umsetzen. Ihre Triebfeder ist nicht die Gier, sondern die Freude am künstlerischen Schaffen oder die Freude am Siegen, am besser sein als andere.

Ein Lebenskonzept, das nicht auf eigene Arbeit ausgelegt ist, sondern auf ein Leben in freier Unabhängigkeit beruht gilt als nicht salonfähig. Noch viel weniger salonfähig ist das Lebenskonzept, das auf ein Leben auf Kosten der Gemeinschaft ausgerichtet ist.

Natürlich haben wir dafür Begriffe wie "Sozialschmarotzer" geschaffen und unsere Empörung ist groß. Sie ist aber auch ungerecht, denn es steht uns selbst jederzeit frei, nach dem gleichen Konzept zu leben. Unsere Empörung ist aber auch - und das ist sehr viel schlimmer - höchst unlogisch. Denn in dem großen Kreis derer, die angeblich nach dem Konzept "schaffe, schaffe, Häusle baue" vorgehen finden sich nicht selten Menschen, die unter dem Deckmantel angeblicher 24 Stunden Vollbeschäftigung ohne Ruhe und Schlaf überaus dreist auch auf Kosten der Gemeinschaft leben, in dem sie z.B. Steuern hinterziehen, Kleinsparer prellen oder mit anderen arglistigen Täuschungen das Geld anderer Menschen verprassen.
Diese Menschen werden zumeist hoch geachtet und verkaufen ihr Lebenskonzept für viel Geld an Nachahmer in spe.


Wenn man die Relation von Reichtum und Intelligenz nicht mit der von Armut und Dummheit vergleichen darf, ohne dann selber als dumm zu gelten, dann bekenne ich fröhlich: Ich bin ein Dummkopf.
Ich habe in meinem Leben so viele Menschen kennengelernt, alle Sorten vertreten. Dumme, Intelligente, Reiche und Arme.
Ich habe erfahren, da besteht ein Zusammenhang. Darüber nicht zu reflektieren, ist Verdrängung.
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Re: Armut ist eine Geisteshaltung!

Beitragvon Nathan » Mo 26. Jun 2017, 17:30

jorikke hat geschrieben:(26 Jun 2017, 16:39)

Wenn man die Relation von Reichtum und Intelligenz nicht mit der von Armut und Dummheit vergleichen darf, ohne dann selber als dumm zu gelten, dann bekenne ich fröhlich: Ich bin ein Dummkopf.
Ich habe in meinem Leben so viele Menschen kennengelernt, alle Sorten vertreten. Dumme, Intelligente, Reiche und Arme.
Ich habe erfahren, da besteht ein Zusammenhang. Darüber nicht zu reflektieren, ist Verdrängung.


dann bekenne ich fröhlich: Ich bin ein Dummkopf.


Reflektieren ist immer erlaubt, Dummkopf. Kleine Hilfestellung: Wer ein 1er-Abitur macht ist entweder intelligent oder er wohnt in Hamburg. Ne, kleiner Scherz, auch gute Noten in Abschlusszeugnissen zeugen nicht von herausragender Intelligenz,. wobei mehr Intelligenz eigentlich auch nirgendwo stört...
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Re: Armut ist eine Geisteshaltung!

Beitragvon jorikke » Mo 26. Jun 2017, 17:44

Nathan hat geschrieben:(26 Jun 2017, 18:30)

Reflektieren ist immer erlaubt, Dummkopf. Kleine Hilfestellung: Wer ein 1er-Abitur macht ist entweder intelligent oder er wohnt in Hamburg. Ne, kleiner Scherz, auch gute Noten in Abschlusszeugnissen zeugen nicht von herausragender Intelligenz,. wobei mehr Intelligenz eigentlich auch nirgendwo stört...


Na, bist du da so sicher?
Die 1er Abiturienten, die ich kenne, waren ausnahmslos auch überragend intelligent.
Wenn du ernsthaft glaubst Intelligenz stört nirgendwo, dann solltest du mal hochintelligente Leute beobachten, die aus irgendwelchen Gründen auf der Karriereleiter irgendwo hängen geblieben sind und unter Chefs arbeiten müssen, die ihnen vom Grips her nicht das Wasser reichen können.
Die stört ihre Intelligenz nicht nur, sie verstört sie gerade zu.
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Re: Armut ist eine Geisteshaltung!

Beitragvon Nathan » Mo 26. Jun 2017, 23:16

jorikke hat geschrieben:(26 Jun 2017, 18:44)

Na, bist du da so sicher?
Die 1er Abiturienten, die ich kenne, waren ausnahmslos auch überragend intelligent.
Wenn du ernsthaft glaubst Intelligenz stört nirgendwo, dann solltest du mal hochintelligente Leute beobachten, die aus irgendwelchen Gründen auf der Karriereleiter irgendwo hängen geblieben sind und unter Chefs arbeiten müssen, die ihnen vom Grips her nicht das Wasser reichen können.
Die stört ihre Intelligenz nicht nur, sie verstört sie gerade zu.

Ist wie ich es mir gedacht habe. Du redest und verstehst den Inhalt meines Beitrags nicht im Ansatz. Das ist mir zu mühsam. Danke für das Gespräch.
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Re: Armut ist eine Geisteshaltung!

Beitragvon syna » So 2. Jul 2017, 20:20

Nathan hat geschrieben:(26 Jun 2017, 15:26)
Das erfolgreiche Bemühen zu sehr viel Geld zu kommen ist regelmäßig gepaart mit Rücksichtslosigkeit und krimineller Energie, angetrieben durch die Gier. ...

Ein Lebenskonzept, das nicht auf eigene Arbeit ausgelegt ist, sondern auf ein Leben in freier Unabhängigkeit beruht, gilt als nicht salonfähig. Noch viel weniger salonfähig ist das Lebenskonzept, das auf ein Leben auf Kosten der Gemeinschaft ausgerichtet ist.

Natürlich haben wir dafür Begriffe wie "Sozialschmarotzer" geschaffen und unsere Empörung ist groß. Sie ist aber auch ungerecht, denn es steht uns selbst jederzeit frei, nach dem gleichen Konzept zu leben. Unsere Empörung ist aber auch - und das ist sehr viel schlimmer - höchst unlogisch.

Denn in dem großen Kreis derer, die angeblich nach dem Konzept "schaffe, schaffe, Häusle baue" vorgehen finden sich nicht selten Menschen, die unter dem Deckmantel angeblicher 24 Stunden Vollbeschäftigung ohne Ruhe und Schlaf überaus dreist auch auf Kosten der Gemeinschaft leben, in dem sie z.B. Steuern hinterziehen, Kleinsparer prellen oder mit anderen arglistigen Täuschungen das Geld anderer Menschen verprassen. Diese Menschen werden zumeist hoch geachtet und verkaufen ihr Lebenskonzept für viel Geld an Nachahmer in spe.


Da ist was dran! Aber ich frage mich, wie groß der Anteil derer ist,
die gemäß dem Motte "schaffe, schaffe, Häusle baue" in Wirklichkeit
täuschen und prellen. Sind diese Leute nicht eher die Ausnahme?

Wo Du recht hast, und was aus Deinem Statement gut hervorgeht
ist, dass der Spruch "Armut ist eine Geisteshaltung" schon in die
Kategorie "hohle Phrase" gehört.

Dann stellt sich aber die Frage: Was bezweckt Ben Carson, wenn
er diese Phrase in die Medien bringt?
:?:
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Re: Armut ist eine Geisteshaltung!

Beitragvon Nathan » So 2. Jul 2017, 21:14

syna hat geschrieben:(02 Jul 2017, 21:20)

Da ist was dran! Aber ich frage mich, wie groß der Anteil derer ist,
die gemäß dem Motte "schaffe, schaffe, Häusle baue" in Wirklichkeit
täuschen und prellen. Sind diese Leute nicht eher die Ausnahme?

Wo Du recht hast, und was aus Deinem Statement gut hervorgeht
ist, dass der Spruch "Armut ist eine Geisteshaltung" schon in die
Kategorie "hohle Phrase" gehört.

Dann stellt sich aber die Frage: Was bezweckt Ben Carson, wenn
er diese Phrase in die Medien bringt?
:?:

Hm, das weiß ich auch nicht und ich möchte nicht über Motive eines Menschen spekulieren von dem ich noch nie irgendwelche Äußerungen gehört oder gelesen habe, sorry.
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Re: Armut ist eine Geisteshaltung!

Beitragvon Realist2014 » Mo 3. Jul 2017, 15:57

Nathan hat geschrieben:(27 Jun 2017, 00:16)

Ist wie ich es mir gedacht habe. Du redest und verstehst den Inhalt meines Beitrags nicht im Ansatz. Das ist mir zu mühsam. Danke für das Gespräch.


liegt vielleicht an DEINER unzureichenden Erläuterungskompetenz.... :x
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Armut ist eine Geisteshaltung!

Beitragvon Woppadaq » Mi 26. Jul 2017, 22:32

syna hat geschrieben:(02 Jul 2017, 21:20)

Dann stellt sich aber die Frage: Was bezweckt Ben Carson, wenn
er diese Phrase in die Medien bringt?
:?:


Er ist Amerikaner. Da drüben kommt das gut an. Das ist alles.

Das mit der Geisteshaltung ist so eine Sache: wenn du spielst und oft gewinnst, dann spielst du weiter, und gewinnst weiter. Dein Tip an Verlierer ist dann also: spiel einfach! Wag was! Du musst nur machen !! Dann spielt der Verlierer, und verliert, spielt weiter, und verliert als Verlierer immer weiter. Und egal was er macht, also selbst wenn er nichts macht, bleibt er der Verlierer. So what Geisteshaltung?

Die Frage ist in Wirklichkeit nicht, ob du gewinnst oder verlierst, sondern ob du dich selbst findest. Deinen eigenen Weg findest, deine eigenen Erfolge, dein eigenes Glück geniessen kannst.
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Re: Armut ist eine Geisteshaltung!

Beitragvon Teeernte » Do 27. Jul 2017, 07:18

Nathan hat geschrieben:(26 Jun 2017, 15:26)

Dummheit liegt auch vor, wenn man dringend bemüht ist, "Reichtum" mit "Intelligenz" in Relation zusetzen oder "Armut" mit "Dummheit".

Das erfolgreiche Bemühen zu sehr viel Geld zu kommen ist regelmäßig gepaart mit Rücksichtslosigkeit und krimineller Energie, angetrieben durch die Gier. Ausnehmen hiervon möchte ich ausdrücklich Künstler und Sportler, deren Talent durch entsprechende Ausbildung zu Höchstleistungen entwickelt wurde. Sie sind zumeist selbst überrascht, wie schlaue Manager ihre künstlerischen und sportlichen Fähigkeit in viel klingende Münze umsetzen. Ihre Triebfeder ist nicht die Gier, sondern die Freude am künstlerischen Schaffen oder die Freude am Siegen, am besser sein als andere.

Ein Lebenskonzept, das nicht auf eigene Arbeit ausgelegt ist, sondern auf ein Leben in freier Unabhängigkeit beruht gilt als nicht salonfähig. Noch viel weniger salonfähig ist das Lebenskonzept, das auf ein Leben auf Kosten der Gemeinschaft ausgerichtet ist.

Natürlich haben wir dafür Begriffe wie "Sozialschmarotzer" geschaffen und unsere Empörung ist groß. Sie ist aber auch ungerecht, denn es steht uns selbst jederzeit frei, nach dem gleichen Konzept zu leben. Unsere Empörung ist aber auch - und das ist sehr viel schlimmer - höchst unlogisch. Denn in dem großen Kreis derer, die angeblich nach dem Konzept "schaffe, schaffe, Häusle baue" vorgehen finden sich nicht selten Menschen, die unter dem Deckmantel angeblicher 24 Stunden Vollbeschäftigung ohne Ruhe und Schlaf überaus dreist auch auf Kosten der Gemeinschaft leben, in dem sie z.B. Steuern hinterziehen, Kleinsparer prellen oder mit anderen arglistigen Täuschungen das Geld anderer Menschen verprassen.
Diese Menschen werden zumeist hoch geachtet und verkaufen ihr Lebenskonzept für viel Geld an Nachahmer in spe.


Der Unterschied - Habende ...können ihren Besitz Verlieren.

NICHTS Habende setzen Nichts.

Es ist daher Selten - die kriminelle Energie bei Besitzmehrung der Reichen zu verschwenden..

Die Statistik..
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Armut ist eine Geisteshaltung!

Beitragvon Nathan » Do 27. Jul 2017, 17:38

Teeernte hat geschrieben:(27 Jul 2017, 08:18)

Der Unterschied - Habende ...können ihren Besitz Verlieren.

NICHTS Habende setzen Nichts.

Es ist daher Selten - die kriminelle Energie bei Besitzmehrung der Reichen zu verschwenden..

Die Statistik..
Ich sehe den Zusammenhang zwischen "Habend", also Leute, die etwas zu verlieren haben und wenig krimineller Energie bei diesen Leuten ganz und gar nicht. Im Gegenteil. Die Statistik hilft nicht weiter, denn solche Leute stehlen kaum Fahrräder. Lohnt sich nicht. Die stehlen im ganz großen Stil. Die haben kapiert, wie man Verbrechen verübt. Nicht um 1000,00€, das ist lächerlich. Sogar eine Million ist heute zu wenig Ertrag für das Risiko. Da geht es meist um viel mehr. Der Schaden, der durch diese Leute angerichtet wird ist immens. Hingerichtet wird ein anderer dafür. So war es und so wird wohl noch eine Weile bleiben.
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Re: Armut ist eine Geisteshaltung!

Beitragvon jorikke » Do 27. Jul 2017, 18:08

Nathan hat geschrieben:(27 Jul 2017, 18:38)

Ich sehe den Zusammenhang zwischen "Habend", also Leute, die etwas zu verlieren haben und wenig krimineller Energie bei diesen Leuten ganz und gar nicht. Im Gegenteil. Die Statistik hilft nicht weiter, denn solche Leute stehlen kaum Fahrräder. Lohnt sich nicht. Die stehlen im ganz großen Stil. Die haben kapiert, wie man Verbrechen verübt. Nicht um 1000,00€, das ist lächerlich. Sogar eine Million ist heute zu wenig Ertrag für das Risiko. Da geht es meist um viel mehr. Der Schaden, der durch diese Leute angerichtet wird ist immens. Hingerichtet wird ein anderer dafür. So war es und so wird wohl noch eine Weile bleiben.


Ja, Gelegenheit macht Diebe.
Jeder auf seinem Niveau.
Wusste ich schon.
Das andere dafür hingerichtet werden war mir neu.
Immerhin, die Bösen werden durch theatralische Übersteigerung noch etwas böser.
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Re: Armut ist eine Geisteshaltung!

Beitragvon Teeernte » Sa 29. Jul 2017, 17:11

Nathan hat geschrieben:(27 Jul 2017, 18:38)

Ich sehe den Zusammenhang zwischen "Habend", also Leute, die etwas zu verlieren haben und wenig krimineller Energie bei diesen Leuten ganz und gar nicht. Im Gegenteil. Die Statistik hilft nicht weiter, denn solche Leute stehlen kaum Fahrräder. Lohnt sich nicht. Die stehlen im ganz großen Stil. Die haben kapiert, wie man Verbrechen verübt. Nicht um 1000,00€, das ist lächerlich. Sogar eine Million ist heute zu wenig Ertrag für das Risiko. Da geht es meist um viel mehr. Der Schaden, der durch diese Leute angerichtet wird ist immens. Hingerichtet wird ein anderer dafür. So war es und so wird wohl noch eine Weile bleiben.


Der Nutzen übersteigt den Schaden um Mindestens das Hundertfache....bei den Habenden.

Bring nun den Nutzen der Nichtshabenden in Relation... :D :D :D

Nun - Du meinst Hinrichtungen sind wieder INN ?? - Du lebst in der SCHARIA ?
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Armut ist eine Geisteshaltung!

Beitragvon Nathan » So 30. Jul 2017, 00:52

Teeernte hat geschrieben:(29 Jul 2017, 18:11)

Der Nutzen übersteigt den Schaden um Mindestens das Hundertfache....bei den Habenden.

Bring nun den Nutzen der Nichtshabenden in Relation... :D :D :D

Nun - Du meinst Hinrichtungen sind wieder INN ?? - Du lebst in der SCHARIA ?
Diesen Nutzen gibt es nicht.

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