Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

In diesem Forum werden Themen rund um die sozialen Sicherungsysteme diskutiert.
Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Arbeitslosengeld 2 (HartzIV), Rentenversicherung, Sozialgesetzbuch.

Moderator: Moderatoren Forum 1

Benutzeravatar
frems
Moderator
Beiträge: 42611
Registriert: Sa 4. Apr 2009, 13:43
Benutzertitel: Hochenergetisch
Wohnort: Hamburg, Europa

Re: Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

Beitragvon frems » Mi 7. Jun 2017, 20:23

Boracay hat geschrieben:(06 Jun 2017, 23:42)
Die Ökonomische unterschicht besteht heute nahezu ausschließlich aus Migranten

Und ist meist an der guten Rechtschreibung erkennbar. Aber in Deutschland hält man sich ja schon für die "Mittelschicht", wenn man drei Cent über den Mindestlohn verdient. :?

Orwellhatterecht hat geschrieben:(06 Jun 2017, 11:50)
Und weil es vor 2 Jahrzehnten plötzlich zeitweilig kaum noch Angebote für IT Fachkräfte und Ingenieure gab, liessen sich immer weniger Menschen in diesen Fachrichtungen ausbilden.

Vor zwei Jahrzehnten stiegen die Zahlen wieder an:

https://www.komm-mach-mint.de/var/mint/ ... haften.jpg
https://www.komm-mach-mint.de/var/mint/ ... 5-2012.jpg

Alter Stubentiger hat geschrieben:(06 Jun 2017, 12:00)
Ich habe keine technologiefeindliche Haltung.

Das autonome Fahrzeug wird kommen und billiger sein als ein Taxi, weil der fehleranfällige, häufig kranke Fahrer entfällt. ;)

Realist2014 hat geschrieben:(07 Jun 2017, 14:37)

und Deutschland hat die geringsten Arbeitslosen....

Du meinst vermutlich prozentual. Da heißt das gesuchte Land Tschechien.

Aber schon interessant, dass zum Thema Rente hier nichts mehr kommt. Dabei hat die SPD erst heute wieder einen konservativen Rentenvorschlag gemacht.
Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.
Boracay
Beiträge: 3462
Registriert: So 30. Dez 2012, 23:26

Re: Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

Beitragvon Boracay » Mi 7. Jun 2017, 20:43

Orwellhatterecht hat geschrieben:(07 Jun 2017, 13:52)
Sowohl der Kündigungsschutz als auch das "geisteskranke Betriebsverfassungsgesetz" ist ein kleines Zugeständnis an die Arbeitnehmer, es sollte damit ursprünglich "Waffengleichheit" hergestellt werden


Ja ja, in CH geht es den Menschen ja so so schlecht. Ganz ohne irre Betriebsräte und Kündigungsschutz.....
wer die Entlassungsorgien der Vergangenheit aufmerksam verfolgte, dem wird schnell klar, dass davon allerdings kaum die Rede sein kann.


Da sind in großen Firmen meist Abfindungen fällig, die Übersteigen so manches Lebenseinkommen eines Friseurs bei weitem.
Daimler musste damals sogar MTU verkaufen um die gigantischen Abfindungen finanzieren zu können. Und die kommen erst mal nach langer Kündigungsfrist, Sozialplan, Auffanggesellschaft und Angeboten die manchen Leuten die Tränen in die Augen treiben (meine Schwester hatte nach der Elternzeit keinen Bock mehr zu arbeiten und hat 90.000€ bekommen wenn sie geht, nach "riesigen" 4 Jahren in der Firma.

Deutschland gehört nicht nur zu den "Hochlohnländern", sondern ist zumindest in der EU inzwischen das Land mit den allermeisten prekären Beschäftigungsverhältnissen.


Nehmen wir als Beispiel Dänemark - da sind 100% der Beschäftigungsverhältnisse "prekär" da es keinerlei Kündigungsschutz gibt und man seine Sachen packen darf um zu gehen.

Geht es den Dänen mit ihrer "prekären" Beschäftigung so schlecht? Genauso schlecht wie den Schweizern?

Schon heute ist absehbar, dass mindestens 1/4 der heute Beschäftigten so später von ihrer dann überaus kargen Rente nicht leben können.


Die Altersarmut ist heute irrelevant gering und wird in 20 Jahren 8% betragen. IMHO völlig vernachlässigenswert und weit weg von 25%. Renteneintrittsalter ordentlich hoch (gerade mal 18% er AN verrichten körperlich anstrengende arbeiten und weit unter 5% machen das ein Leben lang) dann gibt es auch keine Altersarmut.
Benutzeravatar
Skull
Vorstand
Beiträge: 15769
Registriert: Do 12. Apr 2012, 21:22
Benutzertitel: woaussie
Wohnort: NRW
Kontaktdaten:

Re: Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

Beitragvon Skull » Mi 7. Jun 2017, 20:56

Boracay hat geschrieben:(07 Jun 2017, 21:43)

Da sind in großen Firmen meist Abfindungen fällig, die Übersteigen so manches Lebenseinkommen eines Friseurs bei weitem.
Daimler musste damals sogar MTU verkaufen um die gigantischen Abfindungen finanzieren zu können.
Und die kommen erst mal nach langer Kündigungsfrist, Sozialplan, Auffanggesellschaft
und Angeboten die manchen Leuten die Tränen in die Augen treiben
(meine Schwester hatte nach der Elternzeit keinen Bock mehr zu arbeiten
und hat 90.000€ bekommen wenn sie geht, nach "riesigen" 4 Jahren in der Firma.

Ich will mich ja in "Eure" diametrale Sichtweise nicht einmischen.

Ich denke nur gerade über die obige Passage nach... :D

Große Firmen zahlen oftmals Abfindungen...richtig.
Große Firmen können sich das leisten.
Große Firmen zahlen sogar eher hohe Gehälter.
Große Firmen machen meist Gewinne.
Und dieses trotz, wegen oder mit diesen Abfindungen.
Daimler ist da ja ein gutes Beispiel.

Auf die gesamte Beschäftigung bezogen, arbeitet aber die Minderzahl der Menschen in solchen großen Firmen.


Nun zur anderen Seite, die Du ja komplett ausblendest.
Dort arbeitet ja die große Zahl der Beschäftigen in mittleren und kleinen Firmen.
Dort ist in der Regel NICHTS oder wenig von Deinem obigen zu sehen und zu finden.

Daher verstehe ich Dein ausgiebiges Posting nicht.
Das hat kaum Relevanz für die Mehrheit der Arbeitsverhältnisse.

mfg
Man dient für Lohn und liebt sich für Geschenke
Benutzeravatar
Misterfritz
Beiträge: 2483
Registriert: So 4. Sep 2016, 14:14
Wohnort: badisch sibirien

Re: Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

Beitragvon Misterfritz » Mi 7. Jun 2017, 21:08

Solange niemand die umlagenfinanzierte Rente, die nur Arbeitnehmer und deren Arbeitgeber zahlen, in Zweifel zieht und wirklich neue Konzepte (die sicherlich sehr viel Geld am Anfang kosten) ins Auge fasst, werden wir immer nur "neue" alte Ideen haben, die mal ein wenig links oder mal ein wenig rechts navigieren.
Das wird aber nicht die Lösung für die Zukunft sein/sein können.
Benutzeravatar
Realist2014
Beiträge: 35051
Registriert: Mo 26. Mai 2014, 14:12
Benutzertitel: Sozialer Marktwirtschaftler
Wohnort: München , Stadt des FC Bayern

Re: Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

Beitragvon Realist2014 » Mi 7. Jun 2017, 21:11

Misterfritz hat geschrieben:(07 Jun 2017, 22:08)

Solange niemand die umlagenfinanzierte Rente, die nur Arbeitnehmer und deren Arbeitgeber zahlen, in Zweifel zieht und wirklich neue Konzepte (die sicherlich sehr viel Geld am Anfang kosten) ins Auge fasst, werden wir immer nur "neue" alte Ideen haben, die mal ein wenig links oder mal ein wenig rechts navigieren.
Das wird aber nicht die Lösung für die Zukunft sein/sein können.



Ein "Ausstieg" aus dem Umlagesystem ist praktisch unmöglich.
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
Benutzeravatar
Realist2014
Beiträge: 35051
Registriert: Mo 26. Mai 2014, 14:12
Benutzertitel: Sozialer Marktwirtschaftler
Wohnort: München , Stadt des FC Bayern

Re: Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

Beitragvon Realist2014 » Mi 7. Jun 2017, 21:13

frems hat geschrieben:(07 Jun 2017, 21:23)



Aber schon interessant, dass zum Thema Rente hier nichts mehr kommt. Dabei hat die SPD erst heute wieder einen konservativen Rentenvorschlag gemacht.


Der SPD Vorschlag müsste dir ja Tränen in die Augen treiben....
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
Benutzeravatar
frems
Moderator
Beiträge: 42611
Registriert: Sa 4. Apr 2009, 13:43
Benutzertitel: Hochenergetisch
Wohnort: Hamburg, Europa

Re: Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

Beitragvon frems » Mi 7. Jun 2017, 21:15

Realist2014 hat geschrieben:(07 Jun 2017, 22:11)

Ein "Ausstieg" aus dem Umlagesystem ist praktisch unmöglich.

Warum? :?:
Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.
Benutzeravatar
frems
Moderator
Beiträge: 42611
Registriert: Sa 4. Apr 2009, 13:43
Benutzertitel: Hochenergetisch
Wohnort: Hamburg, Europa

Re: Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

Beitragvon frems » Mi 7. Jun 2017, 21:18

Realist2014 hat geschrieben:(07 Jun 2017, 22:13)

Der SPD Vorschlag müsste dir ja Tränen in die Augen treiben....

Nicht ganz, da ich schon seit längerem befürchtet habe, dass die SPD auf den Kurs aufsteigt, weil man ohne astronomische Rentengeschenke keine Volkspartei in Deutschland sein kann. Würde mich nicht wundern, wenn sich CDU, CSU und SPD im Wahlkampf nochmal gegenseitig mit teuren Geschenken überbieten.
Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.
Benutzeravatar
Realist2014
Beiträge: 35051
Registriert: Mo 26. Mai 2014, 14:12
Benutzertitel: Sozialer Marktwirtschaftler
Wohnort: München , Stadt des FC Bayern

Re: Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

Beitragvon Realist2014 » Mi 7. Jun 2017, 21:21

frems hat geschrieben:(07 Jun 2017, 22:15)

Warum? :?:


in der REALEN Welt

nicht in "Frems Enteignungsuniversum"....
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
Benutzeravatar
frems
Moderator
Beiträge: 42611
Registriert: Sa 4. Apr 2009, 13:43
Benutzertitel: Hochenergetisch
Wohnort: Hamburg, Europa

Re: Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

Beitragvon frems » Mi 7. Jun 2017, 21:22

Realist2014 hat geschrieben:(07 Jun 2017, 22:21)

in der REALEN Welt

nicht in "Frems Enteignungsuniversum"....

Also ist es möglich, aber würde Dir persönlich missfallen. Okay.
Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.
Benutzeravatar
Misterfritz
Beiträge: 2483
Registriert: So 4. Sep 2016, 14:14
Wohnort: badisch sibirien

Re: Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

Beitragvon Misterfritz » Mi 7. Jun 2017, 21:22

Realist2014 hat geschrieben:(07 Jun 2017, 22:11)

Ein "Ausstieg" aus dem Umlagesystem ist praktisch unmöglich.
Der Umstieg ist nicht unmöglich, er wäre nur sehr teuer. Das müsste gewollt sein. Man müsste Prioritäten setzen. Politik müsste mutig sein...
Benutzeravatar
Realist2014
Beiträge: 35051
Registriert: Mo 26. Mai 2014, 14:12
Benutzertitel: Sozialer Marktwirtschaftler
Wohnort: München , Stadt des FC Bayern

Re: Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

Beitragvon Realist2014 » Mi 7. Jun 2017, 21:23

frems hat geschrieben:(07 Jun 2017, 22:22)

Also ist es möglich, a.


nicht in der REALITÄT in Deutschland...

in deinem Kopf schon...

ist ja bekannt...
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
Benutzeravatar
Realist2014
Beiträge: 35051
Registriert: Mo 26. Mai 2014, 14:12
Benutzertitel: Sozialer Marktwirtschaftler
Wohnort: München , Stadt des FC Bayern

Re: Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

Beitragvon Realist2014 » Mi 7. Jun 2017, 21:23

Misterfritz hat geschrieben:(07 Jun 2017, 22:22)

Der Umstieg ist nicht unmöglich, er wäre nur sehr teuer. Das müsste gewollt sein. Man müsste Prioritäten setzen. Politik müsste mutig sein...


soso

WER soll das bezahlen? ( bzw. WIE?)
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
Benutzeravatar
Misterfritz
Beiträge: 2483
Registriert: So 4. Sep 2016, 14:14
Wohnort: badisch sibirien

Re: Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

Beitragvon Misterfritz » Mi 7. Jun 2017, 21:27

Realist2014 hat geschrieben:(07 Jun 2017, 22:23)

soso

WER soll das bezahlen? ( bzw. WIE?)
Du nennst Dich ja per Nick "Realist". Nun denke mal über Deinen eigenen Rentenhorizont hinweg, was wird in 20, 30 oder 40 Jahren sein. Glaubst Du wirklich, dass sich dieses System durchhalten lässt, vor Allem ohne massive steuerliche Unterstützung?
Wenn aber das System massiv steuerlich unterstützt werden muss, dann sollte man es wirklich komplett auf steuerliche Finanzierung unter Heranziehung aller Einkommen setzen.
Benutzeravatar
Realist2014
Beiträge: 35051
Registriert: Mo 26. Mai 2014, 14:12
Benutzertitel: Sozialer Marktwirtschaftler
Wohnort: München , Stadt des FC Bayern

Re: Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

Beitragvon Realist2014 » Mi 7. Jun 2017, 21:32

Misterfritz hat geschrieben:(07 Jun 2017, 22:27)

Du nennst Dich ja per Nick "Realist". Nun denke mal über Deinen eigenen Rentenhorizont hinweg, was wird in 20, 30 oder 40 Jahren sein. Glaubst Du wirklich, dass sich dieses System durchhalten lässt, vor Allem ohne massive steuerliche Unterstützung?
Wenn aber das System massiv steuerlich unterstützt werden muss, dann sollte man es wirklich komplett auf steuerliche Finanzierung unter Heranziehung aller Einkommen setzen.


die Frage ist und bleibt- WIE willst du von A nach B kommen...
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
Benutzeravatar
Misterfritz
Beiträge: 2483
Registriert: So 4. Sep 2016, 14:14
Wohnort: badisch sibirien

Re: Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

Beitragvon Misterfritz » Mi 7. Jun 2017, 21:38

Realist2014 hat geschrieben:(07 Jun 2017, 22:32)

die Frage ist und bleibt- WIE willst du von A nach B kommen...
Ich bin kein Spezialist dafür, aber es wird einen Weg geben MÜSSEN, weil dieses System - wenn kein Wunder passiert - und ich glaube nicht an Wunder, den Bach runter geht.
Ich könnte mir vorstellen, dass man für künftige Beitragszahler sagt: Ihr bekommt den festen Betrag XY, für den Rest müsst ihr selbe sorgen. Die Vorsorge für Arbeitnehmer sollte nach Verdienst gestaffelt von Staat unterstützt werden. Aber, wie gesagt, ich bin kein Spezialist/Experte.
Benutzeravatar
Realist2014
Beiträge: 35051
Registriert: Mo 26. Mai 2014, 14:12
Benutzertitel: Sozialer Marktwirtschaftler
Wohnort: München , Stadt des FC Bayern

Re: Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

Beitragvon Realist2014 » Mi 7. Jun 2017, 21:43

Misterfritz hat geschrieben:(07 Jun 2017, 22:38)

Ich bin kein Spezialist dafür, aber es wird einen Weg geben MÜSSEN, weil dieses System - wenn kein Wunder passiert - und ich glaube nicht an Wunder, den Bach runter geht.
Ich könnte mir vorstellen, dass man für künftige Beitragszahler sagt: Ihr bekommt den festen Betrag XY, für den Rest müsst ihr selbe sorgen. Die Vorsorge für Arbeitnehmer sollte nach Verdienst gestaffelt von Staat unterstützt werden. Aber, wie gesagt, ich bin kein Spezialist/Experte.


wieso sollte das Umlagesystem "den Bach runter gehen"?

das Äquivalenzprinzip wird bleiben- das scheinst du "abschaffen" zu wollen....

die Unterstützung zur Vorsorge von AN gibt es heute schon- nennt sich Riester...
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
Wähler
Beiträge: 3187
Registriert: Di 25. Dez 2012, 13:04
Wohnort: Bayern

Re: Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

Beitragvon Wähler » Do 8. Jun 2017, 05:47

frems hat geschrieben:(07 Jun 2017, 22:18)
Nicht ganz, da ich schon seit längerem befürchtet habe, dass die SPD auf den Kurs aufsteigt, weil man ohne astronomische Rentengeschenke keine Volkspartei in Deutschland sein kann. Würde mich nicht wundern, wenn sich CDU, CSU und SPD im Wahlkampf nochmal gegenseitig mit teuren Geschenken überbieten.

Da liegt auch die Begründung, warum die deutsche Rentenpolitik so konservativ ist. Die ausgezahlte Durchschnittsrente wird sich dann halt Richtung Grundsicherung bewegen und der Anteil der Steuerfinanzierung wird gegenüber dem Anteil der Sozialabgabenfinanzierung weiter steigen. So verändert sich schließlich auch das umlagenfinanzierte System Schritt für Schritt. Öffentliche Investitionen werden dann halt nur noch über PPP finanziert, auch wenn das teuerer ist und zusätzliche Abgaben bedeutet.
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
Orwellhatterecht
Beiträge: 4511
Registriert: Mo 16. Feb 2015, 17:06

Re: Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

Beitragvon Orwellhatterecht » Do 8. Jun 2017, 09:01

Realist2014 hat geschrieben:(07 Jun 2017, 14:37)

und Deutschland hat die geringsten Arbeitslosen....


womöglich gibt es da einen Zasammenhang mit den "prekären Arbeitsverhältnissen"?



Du meinst, weil die Statistik zunächst so wunderschön nach "heiler Welt" aussieht?

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/hg ... n-101.html


Übrigens behaupte ich mal, die Arbeitslosenquote könnte auf 0 gedrückt werden, man müßte die Arbeitslosen nur dazu zwingen, anstatt Lohn zu fordern, noch Geld mit zu bringen.
Die Großen hören auf zu herrschen, wenn die Kleinen aufhören zu kriechen!“
(Friedrich Schiller)
Benutzeravatar
Realist2014
Beiträge: 35051
Registriert: Mo 26. Mai 2014, 14:12
Benutzertitel: Sozialer Marktwirtschaftler
Wohnort: München , Stadt des FC Bayern

Re: Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

Beitragvon Realist2014 » Do 8. Jun 2017, 10:31

Orwellhatterecht hat geschrieben:(08 Jun 2017, 10:01)

Du meinst, weil die Statistik zunächst so wunderschön nach "heiler Welt" aussieht?

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/hg ... n-101.html


Ü.


alles bekannt

ändert aber nichts daran, das Millionen, die bis zum 31.12.2004 (zu hohe) Arbeitslosenhilfe bezogen haben , jetzt einen SV-pflichtigen Job haben

Und nein, nicht alle als "Zeit - oder Leiharbeiter" - da gibt es insgesamt nur 1 Mio...

aber viele halt als "Niedriglöhner"- deswegen ist deren Anteil auch gestiegen...
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden

Zurück zu „10. Sozialpolitik“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Google [Bot] und 1 Gast