Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

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Re: Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

Beitragvon Realist2014 » Mo 5. Jun 2017, 16:18

frems hat geschrieben:(05 Jun 2017, 17:08)

I Also predigst Du am Mittagstisch keine Massenplünderungen. Gut.



diese "Massenplünderungen" gibt es nur in deinem Kopf...
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

Beitragvon frems » Mo 5. Jun 2017, 16:21

Realist2014 hat geschrieben:(05 Jun 2017, 17:15)

du titulierst bestimmte Jahrgänge als "Versager"

nach wie vor bist du die Antwort schuldig- WARUM

und warum ANDERE nicht?

Einen Grund habe ich Dir bereits verlinkt. Wenn Du den Link nicht eigenständig anklicken kannst, frag halt Deinen Betreuer.
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Re: Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

Beitragvon Realist2014 » Mo 5. Jun 2017, 16:23

frems hat geschrieben:(05 Jun 2017, 17:21)

Einen Grund habe ich Dir bereits verlinkt. Wenn Du den Link nicht eigenständig anklicken kannst, frag halt Deinen Betreuer.


hast du als Mod hier eigentlich Sonderrechte?

Oder basierend auf was glaubst du permanent persönliche Unverschämtheiten platzieren zu können?
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Re: Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

Beitragvon Realist2014 » Mo 5. Jun 2017, 16:25

frems hat geschrieben:(05 Jun 2017, 17:21)

Einen Grund habe ich Dir bereits verlinkt.



da geht es um die DDR...
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Re: Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

Beitragvon frems » Mo 5. Jun 2017, 16:26

Realist2014 hat geschrieben:(05 Jun 2017, 17:23)

hast du als Mod hier eigentlich Sonderrechte?

Oder basierend auf was glaubst du permanent persönliche Unverschämtheiten platzieren zu können?

Ich moderiere hier nicht. Und so langsam solltest doch sogar Du bemerkt haben, dass die ständigen Ablenkmanöver bei mir nicht funktionieren. Erst laut poltern, Leuten "Hass" und Bestrafungswünsche unterstellen, aber nun herumjammern, wenn man auf Deine Leseschwäche hinweist. Bist ja drollig.
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Re: Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

Beitragvon frems » Mo 5. Jun 2017, 16:28

Realist2014 hat geschrieben:(05 Jun 2017, 17:25)

da geht es um die DDR...

Soll ich Dir den vor- und drittletzten Absatz jetzt laut vorlesen?
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Re: Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

Beitragvon Realist2014 » Mo 5. Jun 2017, 16:29

frems hat geschrieben:(05 Jun 2017, 17:26)

Ich moderiere hier nicht. Und so langsam solltest doch sogar Du bemerkt haben, dass die ständigen Ablenkmanöver bei mir nicht funktionieren. Erst laut poltern, Leuten "Hass" und Bestrafungswünsche unterstellen, aber nun herumjammern, wenn man auf Deine Leseschwäche hinweist. Bist ja drollig.


deine "Aversion "gegenüber einer bestimmten Altersgruppe/Jahrgänge ist seht auffällig. Daher frage ich mich , warum das so ist..
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Re: Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

Beitragvon frems » Mo 5. Jun 2017, 16:29

Realist2014 hat geschrieben:(05 Jun 2017, 17:29)

deine "Aversion "gegenüber einer bestimmten Altersgruppe/Jahrgänge ist seht auffällig. Daher frage ich mich , warum das so ist..

Die gibt's ja nur in Deinem Kopf, um mal bei Deiner Wortwahl zu bleiben.
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Re: Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

Beitragvon Realist2014 » Mo 5. Jun 2017, 16:30

frems hat geschrieben:(05 Jun 2017, 17:28)

Soll ich Dir den vor- und drittletzten Absatz jetzt laut vorlesen?


ich habe nicht den ganzen Text gelesen- nach dem 10. Mal DDR habe ich aufgehört..
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Re: Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

Beitragvon Realist2014 » Mo 5. Jun 2017, 16:31

frems hat geschrieben:(05 Jun 2017, 17:29)

Die gibt's ja nur in Deinem Kopf, um mal bei Deiner Wortwahl zu bleiben.




das mit den "Versagerjahrgängen" hast du ja geschrieben..

nur bis jetzt konntest DU nicht darlegen- warum gerade DIESE Jahrgänge irgendwie besonders "versagt" haben sollen im Kontext Rente/Staatsverschuldung...
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Re: Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

Beitragvon frems » Mo 5. Jun 2017, 16:35

Realist2014 hat geschrieben:(05 Jun 2017, 17:30)

ich habe nicht den ganzen Text gelesen- nach dem 10. Mal DDR habe ich aufgehört..

Ja stell Dir vor, in den 50ern und 60ern war Deutschland geteilt und eine gesamte Betrachtung umfasst daher nicht nur die Bundesrepublik Deutschland, sondern auch die DDR. :eek:
Realist2014 hat geschrieben:


Klar. Von Bestrafung -- unabhängig davon, ob sie angemessen wäre oder nicht -- sprachst nur Du, um gegenüber dritten Usern ein Bild von mir zu machen, das mit meinen Aussagen nichts zu tun hat, weil Dir die Argumente fehlen. Fing ja schon mit der bescheuerten Aussage an, den Plünderungsirrsinn würde niemand anderes in Deutschland für kritikwürdig halten. Aber keine Sorge, eine Entschuldigung erwarte ich nicht von Personen, die zwischen 50 und 70 sind. Manieren hat ihnen ja niemand beigebracht, wobei das ja das geringste Problem sein dürfte. :p
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Re: Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

Beitragvon prime-pippo » Mo 5. Jun 2017, 19:46

frems hat geschrieben:(05 Jun 2017, 14:38)
Fast 100 Mrd. Euro jedes Jahr. Tendenz stark steigend. Glückwunsch. Kein Posten im Bundeshaushalt ist ansatzweise so teuer. Aber dann jammern, wenn Straßen marode sind oder ein paar Peanuts für Flüchtlinge ausgegeben werden. So kennen wir sie.


Welche realwirtschaftlichen Produktionskapazitäten werden durch Rentenkürzungen frei, die dann für den Straßenbau verfügbar werden?

Rentenkürzungen bringen rein gar nichts für den Straßenbau.
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Re: Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

Beitragvon prime-pippo » Mo 5. Jun 2017, 19:51

frems hat geschrieben:(05 Jun 2017, 16:23)
Da freuen sich aber Angestellte, Alleinerziehende und Arbeitslose, die ein höheres Armutsrisiko haben als die nimmersatten Geronten. :p


Dann sprich dich doch hier für eine Senkung der Abgaben aus!

Es ist nicht (grundsätzlich) nötig, für eine Senkung der Abgaben die Renten ebenfalls zu senken.
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Re: Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

Beitragvon frems » Mo 5. Jun 2017, 20:10

prime-pippo hat geschrieben:(05 Jun 2017, 20:46)Rentenkürzungen bringen rein gar nichts für den Straßenbau.

Wenn gelangweilte Rentner nicht wieder beim Planungsverfahren nerven, wäre das schon ein guter Fortschritt.
prime-pippo hat geschrieben:
Dann sprich dich doch hier für eine Senkung der Abgaben aus!

Die armutsgefährdeten Personengruppen haben kaum Abgaben. Find es nur interessant, wenn die selbsternannten Sozialritter nach immer höheren Renten schreien und vom Märchen Altersarmut sprechen.
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Re: Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

Beitragvon prime-pippo » Mo 5. Jun 2017, 20:23

frems hat geschrieben:(05 Jun 2017, 21:10)

Wenn gelangweilte Rentner nicht wieder beim Planungsverfahren nerven, wäre das schon ein guter Fortschritt.



Das klingt -sorry- nach einer Art "Renterfeindlichkeit".......weniger nach einer wirklich durchdachten Position.
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Re: Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

Beitragvon frems » Mo 5. Jun 2017, 20:26

prime-pippo hat geschrieben:(05 Jun 2017, 21:23)

Das klingt -sorry- nach einer Art "Renterfeindlichkeit".......weniger nach einer wirklich durchdachten Position.

Ist zumindest nicht weniger durchdacht als zu fordern, man solle einfach extrem viele Schulden aufnehmen und sie künftigen Generationen überlassen. Jugendfeindlichkeit vom feinsten.
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Re: Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

Beitragvon prime-pippo » Mo 5. Jun 2017, 20:46

frems hat geschrieben:(05 Jun 2017, 21:26)

Ist zumindest nicht weniger durchdacht als zu fordern, man solle einfach extrem viele Schulden aufnehmen und sie künftigen Generationen überlassen. Jugendfeindlichkeit vom feinsten.


NEIN!

Die Sache mit der Staatsverschuldung ist viel komplizierter als das zwar allgegenwärtige (aber letztlich einfach nur peinliche) Gestammel von den künftigen Generationen.
Staaten wie die USA und Großbritannien (die schon sehr lange in ihrer aktuellen Form existieren) hatten fast ihre ganze Geschichte immer Haushaltsdefizite, das ist etwas VÖLLIG NORMALES!

Zwei schöne Videos:
https://www.youtube.com/watch?v=TDL4c8fMODk

https://www.youtube.com/watch?v=kR4nfYb_6zg


Die Staatsverschuldung kann 3 Probleme mit sich bringen:

-Sie kann unter ganz bestimmten Voraussetzungen inflationär wirken
-Sie kann unter ganz bestimmten Voraussetzungen den Außenwert der Landeswährung negativ beeinflussen
-Sie kann dem Privatsektor realwirtschaftliche Ressourcen entziehen

All diese Dinge müsste man sich im Einzelfall und differenziert angucken. Der Schwachsinn mit den zukünftigen Generationen ist einfach nur dummer Aberglaube!
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Re: Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

Beitragvon frems » Mo 5. Jun 2017, 20:56

prime-pippo hat geschrieben:(05 Jun 2017, 21:46)

NEIN!

Die Sache mit der Staatsverschuldung ist viel komplizierter als das zwar allgegenwärtige (aber letztlich einfach nur peinliche) Gestammel von den künftigen Generationen.
Staaten wie die USA und Großbritannien (die schon sehr lange in ihrer aktuellen Form existieren) hatten fast ihre ganze Geschichte immer Haushaltsdefizite, das ist etwas VÖLLIG NORMALES!

Zwei schöne Videos:
https://www.youtube.com/watch?v=TDL4c8fMODk

https://www.youtube.com/watch?v=kR4nfYb_6zg


Die Staatsverschuldung kann 3 Probleme mit sich bringen:

-Sie kann unter ganz bestimmten Voraussetzungen inflationär wirken
-Sie kann unter ganz bestimmten Voraussetzungen den Außenwert der Landeswährung negativ beeinflussen
-Sie kann dem Privatsektor realwirtschaftliche Ressourcen entziehen

All diese Dinge müsste man sich im Einzelfall und differenziert angucken. Der Schwachsinn mit den zukünftigen Generationen ist einfach nur dummer Aberglaube!

Wer aggressiv laut herumschreit, liegt in der Regel falsch. Kannst aber gerne der südeuropäischen Jugend mitteilen, dass horrende Staatsschulden für sie prima sind.
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Re: Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

Beitragvon prime-pippo » Mo 5. Jun 2017, 21:04

frems hat geschrieben:(05 Jun 2017, 21:56)

Wer aggressiv laut herumschreit, liegt in der Regel falsch. Kannst aber gerne der südeuropäischen Jugend mitteilen, dass horrende Staatsschulden für sie prima sind.


Ich habe nichts gegen eine differenzierte Auseinandersetzung mit dem Thema Staatsschulden, aber die Story mit den zukünftigen Generationen ist in dieser Plattheit einfach Unsinn.

In Europa war nie die Staatsverschuldung per se das Problem (Spanien z.B. hatte extrem niedrige Staatsschulden, Belgien dagegen sehr hohe), das ist eine populäre Fehldeutung.

Die Eurozone ist ein Sonderfall, weil den Mitgliedsländern ihre Währungssouveränität genommen wurde. Mittlerweile fährt die EZB aber zweifellos einen Kurs, der expansive Fiskalpolitik erlauben würde (indem sie sämtliche Staatsschulden garantiert hat).
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Re: Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

Beitragvon frems » Mo 5. Jun 2017, 21:12

prime-pippo hat geschrieben:(05 Jun 2017, 22:04)

Ich habe nichts gegen eine differenzierte Auseinandersetzung mit dem Thema Staatsschulden, aber die Story mit den zukünftigen Generationen ist in dieser Plattheit einfach Unsinn.

Solange Du nicht erklären kannst, warum es keine Belastung für zukünftige Generationen ist, wenn man ihnen gewaltige Schuldenberge und Zinskonsten hinterlässt, um nochmal ein paar fette Feiern zu veranstalten, ist es etwas dürftig, nur "Unsinn" zu schreien.

In Europa war nie die Staatsverschuldung per se das Problem (Spanien z.B. hatte extrem niedrige Staatsschulden, Belgien dagegen sehr hohe), das ist eine populäre Fehldeutung.

Cum hoc ergo propter hoc.

Die Eurozone ist ein Sonderfall, weil den Mitgliedsländern ihre Währungssouveränität genommen wurde. Mittlerweile fährt die EZB aber zweifellos einen Kurs, der expansive Fiskalpolitik erlauben würde (indem sie sämtliche Staatsschulden garantiert hat).

Den Mitgliedsstaaten wurde die Währungssouveränität nicht "genommen".
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