Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

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Re: Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

Beitragvon Realist2014 » Di 6. Jun 2017, 13:02

Orwellhatterecht hat geschrieben:(06 Jun 2017, 11:05)

Wobei sich die heutige "ökonomische Unterschicht" inzwischen auf den gesamten Produktions- und Dienstleistungsbereich ausgebreitet hat, a.





nur Dienstleitung

in den Bereichen, wo in D tatsächlich noch etwas produziert wird- werden HOHE Löhne & Gehälter bezahlt ( Autoindustrie, Maschinenbau, Waffenindustrie...)

ab den Dienstleistungsbereichen, wo der KUNDE sein Geiz ist geil frönt- DORT gibt es Niedriglöhne...
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

Beitragvon Realist2014 » Di 6. Jun 2017, 13:06

Alter Stubentiger hat geschrieben:(06 Jun 2017, 09:05)

Es ist einfach sehr attraktiv Arbeitsplätze durch Maschinen zu ersetzen. Nicht nur durch die Abschreibung. Die ist schon okay. Viele Arbeiten kann man ja wirklich keinem Menschen mehr zumuten oder sind wirtschaftlich durch Menschen nicht mehr zu leisten. Aber man sollte schon darüber nachdenken dürfen ob es volkswirtschaftlich nicht sinnvoll ist die Schaffung von Arbeitsplätzen nicht doch attraktiver zu machen. Und zwar ohne das Arbeitnehmer z.B. durch Lohndumping oder Arbeitnehmerüberlassung usw. unter die Räder kommen. Denn dahin geht die Entwicklung. Das ist sehr ungesund für eine Gesellschaft.

.


deine "Argumentation" ist und bleibt bei den Weberaufständen

und welche "Entwicklung" beschreibst du?

es hat sich in der statistischen Verteilung der Einkommenshöhen kaum was verändert

1999 hatten wir 19% "Niedriglöhner"
heute ca 23%

dafür aber 3 Mio Arbeitslose weniger als 1999...
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Re: Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

Beitragvon Gruwe » Di 6. Jun 2017, 13:49

Orwellhatterecht hat geschrieben:(06 Jun 2017, 13:25)

4 meiner Freunde haben in den 70er Jahren das Lehramt studiert, lediglich ein einziger erhielt damals eine Anstellung an einer Schule, nachdem alle zuvor nach der Referendarzeit zunächst von einigen Schulen Lehraufträge erhielten, sie dort sogar z.T. Klassenlehrer Funktion hatten, allerdings lediglich für ganz wenig Geld. Und da die Abfolge von Lehraufträgen natürlich befristet war, wurden sie anschliessend nicht in den Schuldienst übernommen, 2 davon liessen sich zum Pharma Berater ausbilden (Voraussetzung damals: Studium des Lehramtes!) der andere wurde Programmierer. So wie meinen Freunden erging es damals übrigens recht vielen jungen Menschen. Übrigens, in späteren Jahren erhielten sie Angebote mehrerer Schulen in gleich mehreren Bundesländern, allerdings wären sie nicht mehr verbeamtet worden sondern hätten lediglich als angestellte Lehrer an Grundschulen arbeiten können, ausgebildet waren sie für die Sekundarstufe II (gymnasiale Oberstufe).


Wie gesagt: Eine Jobgarantie für die gesamte Dauer des Erwerbslebens gibt es nicht und kann es auch nicht geben...von einigen Spezialisten vielleicht mal abgesehen. Da wird es immer mal Phasen geben, wo es besser und schlechter läuft! Das war auch bei den von dir angesprochenen Lehrern oder Ingenieuren mal so, wobei es da ja auch immer auf die Fachrichtung ankommt!

Gerade zum Jahrtausendwechsel hatten die Ingenieure mal ne Flaute, insbesondere z.B. die Bauingenieure! Momentan ist es eher umgekehrt. So kann ich mich als Elektroingenieur aktuell kaum vor Angeboten und nervigen Werbeanrufen von Headhuntern kaum retten (in Xing kuck ich schon garnicht mehr rein) und konnte so erst vor kurzem mein Einkommen um ca. 35% verbessern. Es wird aber sicher mal wieder in die andere Richtung gehen. Insofern taugen kurzfristige Betrachtungen da eher nicht!

Am sinnvollsten wäre hier wohl mal ein Barwertvergleich der durchschnittlichen Erwerbseinkommen über die gesamte Erwerbsdauer hinweg. Wobei auch das nicht bedeutet, dass man da nicht deutlich schlechter abschneiden kann.

Aber gerade das Beispiel Frisör zeigt doch eins: Bei den Frisören geht es nur bergab. Ein tolles Einkommen dürfte sich dort auch bei guter Arbeitsmarktlage nicht erwirtschaften lassen, weil die Wertschöpfung (und damit die Zahlungsbereitschaft der Kunden) eben recht gering ist. Allerdings entscheiden sich mittlerweile auch immer weniger Leute für diesen Beruf. Nur diejenigen, die es weiterhin tun, müssen halt wissen, dass man damit eher nicht "reich" wird!
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Re: Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

Beitragvon Alter Stubentiger » Di 6. Jun 2017, 14:52

Realist2014 hat geschrieben:(06 Jun 2017, 14:06)

deine "Argumentation" ist und bleibt bei den Weberaufständen

und welche "Entwicklung" beschreibst du?

es hat sich in der statistischen Verteilung der Einkommenshöhen kaum was verändert

1999 hatten wir 19% "Niedriglöhner"
heute ca 23%

dafür aber 3 Mio Arbeitslose weniger als 1999...


Du bist sowieso einfach immer dagegen und Probleme willst du einfach nicht sehen. Entschuldige wenn ich darauf gerade keinen Bock hab.
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Re: Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

Beitragvon Realist2014 » Di 6. Jun 2017, 15:37

Alter Stubentiger hat geschrieben:(06 Jun 2017, 15:52)

Du bist sowieso einfach immer dagegen und Probleme willst du einfach nicht sehen. Entschuldige wenn ich darauf gerade keinen Bock hab.


ich lese gerne deine Vorschläge zur "Förderung von Arbeitsplätzen" ( da kam noch nichts von dir...)

Eine "Bestrafung" von Investitionen in Form einer "Maschinensteuer" oder ähnlichen Mumpitz wird es aber ganz sicher NICHT geben
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Re: Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Di 6. Jun 2017, 15:50

Alter Stubentiger hat geschrieben:(05 Jun 2017, 16:13)


Daher könnte man durchaus darüber nachdenken die Steuerlast der Unternehmen an die Kosten für Arbeitnehmer zu koppeln. Analog zur Abschreibung für Maschinen.


:?:

Sowohl Abschreibungen als auch Personalkosten sind Kosten und damit natürlich Bestandteil der steuerlichen Gewinnermittlung.
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Re: Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

Beitragvon Alter Stubentiger » Di 6. Jun 2017, 17:20

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(06 Jun 2017, 16:50)

:?:

Sowohl Abschreibungen als auch Personalkosten sind Kosten und damit natürlich Bestandteil der steuerlichen Gewinnermittlung.


Eben. Da sind Stellschrauben. Aber es muß ja alles bleiben wie es ist.
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Re: Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Di 6. Jun 2017, 17:23

Alter Stubentiger hat geschrieben:(06 Jun 2017, 18:20)

Eben. Da sind Stellschrauben. Aber es muß ja alles bleiben wie es ist.


Welche Stellschrauben? Das was du vorgeschlagen hast ist ja bereits so.
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Re: Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

Beitragvon Boracay » Di 6. Jun 2017, 22:42

Orwellhatterecht hat geschrieben:(06 Jun 2017, 11:05)

Wobei sich die heutige "ökonomische Unterschicht" inzwischen auf den gesamten Produktions- und Dienstleistungsbereich ausgebreitet hat, auch eine akademische Ausbildung schützt oftmals nicht mehr davor, im finanziellen Abseits zu landen.


Die Ökonomische unterschicht besteht heute nahezu ausschließlich aus Migranten, genauso wie der Großteil der Arbeitslosen. Im produzierenden Gewerbe hat Deutschland weltweit mit die höchsten Lohnkosten und kaufkraftbereinigt mit die höchsten Löhne der Welt. Eine Friseuse kann von ERA nicht mal träumen.

Der von Dir zitierte Hilfsarbeiter früherer Zeiten ist heute völlig chancenlos, die heutigen "Hilfsarbeiter" mit ungesicherten Praktiums-, Werk-, befristeten Arbeitsvertäagen sind inzwischen derart zahlreich geworden, nicht selten hervorragend ausgebildet aber dennoch schlecht bezahlt, sodass sogar die Bundesregierung von einer mißbräuchlichen Verwendung ausgeht und über Gesetzesänderungen zumindest nachdenkt.


Wie andere Europäische Länder die erfolgreich sind (CH, Dänemark) sollten wir über die völlige Abschaffung des Kündigungsschutzes nachdenken und somit gleiche Verhältnisse bei Anstellungen schaffen. Die absurden Regeln in Deutschland zusammen mit den offensichtlich geisteskranken Betriebsverfassungsgesetz sind einfach nur Beschäfigungsfeindlich und sorgen für Klassenunterschiede.
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Re: Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

Beitragvon Wähler » Mi 7. Jun 2017, 05:21

Boracay hat geschrieben:(06 Jun 2017, 23:42)
Wie andere Europäische Länder die erfolgreich sind (CH, Dänemark) sollten wir über die völlige Abschaffung des Kündigungsschutzes nachdenken und somit gleiche Verhältnisse bei Anstellungen schaffen. Die absurden Regeln in Deutschland zusammen mit den offensichtlich geisteskranken Betriebsverfassungsgesetz sind einfach nur Beschäfigungsfeindlich und sorgen für Klassenunterschiede.

Du siehst offensichtlich keine Gefahr, dass eine Schleifung des Betriebsverfassungsgesetzes und eine Abschaffung des Kündigungsschutzes den Niedriglohnsektor mit befristeten Arbeitsverträgen und Werkverträgen bei Subunternehmen vergrößert. Ich kann nur hoffen, dass möglichst viele genau das nicht glauben, weil ihre Erfahrungen sie etwas anderes lehren. ;)
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
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Re: Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

Beitragvon Orwellhatterecht » Mi 7. Jun 2017, 12:52

Boracay hat geschrieben:(06 Jun 2017, 23:42)

Die Ökonomische unterschicht besteht heute nahezu ausschließlich aus Migranten, genauso wie der Großteil der Arbeitslosen. Im produzierenden Gewerbe hat Deutschland weltweit mit die höchsten Lohnkosten und kaufkraftbereinigt mit die höchsten Löhne der Welt. Eine Friseuse kann von ERA nicht mal träumen.



Wie andere Europäische Länder die erfolgreich sind (CH, Dänemark) sollten wir über die völlige Abschaffung des Kündigungsschutzes nachdenken und somit gleiche Verhältnisse bei Anstellungen schaffen. Die absurden Regeln in Deutschland zusammen mit den offensichtlich geisteskranken Betriebsverfassungsgesetz sind einfach nur Beschäfigungsfeindlich und sorgen für Klassenunterschiede.





Ich kann es Ihnen ganz deutlich nachfühlen, dass sie es zutiefst bedauern, dass die Zeit der Gutsherren, insbesondere deren allseits bekannter Führungsstil, Nostalgie ist und damit der Vergangenheit angehört. Dass das heutige Betriebsverfassungsgesetz gar "offensichtlich geisteskrank" sein soll, diese Mutmassung kann nur einem geisteskranken Hirn entsprungen sein, eben jemandem, der sich die einstmals übliche Führung "nach Gutsherrenart" lieber heute als morgen zurück wünscht. Neben der Schweiz, Norwegen, Belgien, Dänemark und Schweden, sind in Deutschland die Lohnkosten ebenfalls verhältnismässig hoch, nicht so hoch, wie in den zuvor genannten Ländern, aber eben wesentlich höher als in Rumänien, Bulgarien und Griechenland. Sowohl der Kündigungsschutz als auch das "geisteskranke Betriebsverfassungsgesetz" ist ein kleines Zugeständnis an die Arbeitnehmer, es sollte damit ursprünglich "Waffengleichheit" hergestellt werden, wer die Entlassungsorgien der Vergangenheit aufmerksam verfolgte, dem wird schnell klar, dass davon allerdings kaum die Rede sein kann. Klassenunterschiede werden im übrigen nicht durch das BetrVG sondern vor allem durch völlig unangemessene Entlohnung an angeblichen Leistungsträgern und Leistungserbringern hergestellt. Deutschland gehört nicht nur zu den "Hochlohnländern", sondern ist zumindest in der EU inzwischen das Land mit den allermeisten prekären Beschäftigungsverhältnissen. Schon heute ist absehbar, dass mindestens 1/4 der heute Beschäftigten so später von ihrer dann überaus kargen Rente nicht leben können.
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Re: Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

Beitragvon Realist2014 » Mi 7. Jun 2017, 13:37

Orwellhatterecht hat geschrieben:(07 Jun 2017, 13:52)

I......Deutschland gehört nicht nur zu den "Hochlohnländern", sondern ist zumindest in der EU inzwischen das Land mit den allermeisten prekären Beschäftigungsverhältnissen.


und Deutschland hat die geringsten Arbeitslosen....


womöglich gibt es da einen Zasammenhang mit den "prekären Arbeitsverhältnissen"?
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Re: Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

Beitragvon Realist2014 » Mi 7. Jun 2017, 13:39

Orwellhatterecht hat geschrieben:(07 Jun 2017, 13:52)

I. Schon heute ist absehbar, dass mindestens 1/4 der heute Beschäftigten so später von ihrer dann überaus kargen Rente nicht leben können.


eine Quelle für das 1/4....

WANN ist "später"?
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Re: Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

Beitragvon Alter Stubentiger » Mi 7. Jun 2017, 14:14

Realist2014 hat geschrieben:(07 Jun 2017, 14:37)

und Deutschland hat die geringsten Arbeitslosen....


womöglich gibt es da einen Zasammenhang mit den "prekären Arbeitsverhältnissen"?


Lebst du in einem prekären Arbeitsverhältnis? Sollten dies alle tun? Zum Wohle der reinen Lehre nach angelsächsischen Vorbild?
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Re: Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

Beitragvon Skull » Mi 7. Jun 2017, 14:20

Realist2014 hat geschrieben:(07 Jun 2017, 14:39)

eine Quelle für das 1/4....

WANN ist "später"?

https://www.tagesschau.de/inland/altersarmut-101.html

http://www.focus.de/finanzen/altersvors ... 28568.html

http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 21815.html

Die bisher umfangreichste Studie zur Entwicklung der Alterseinkommen liefert schließlich das von der Deutschen Rentenversicherung Bund und dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) in Auftrag gegebene Forschungsprojekt „Altersvorsorge in Deutschland (AVID) 2005“ (Heien et al. 2007). Die AVID 2005 beruht auf einer repräsentativen Befragung deutscher Personen, die zwischen 1942 und 1961 geboren wurden. In einem detaillierten Mikrosimulationsmodell werden die Biografien der untersuchten Kohorten fortgeschrieben und alle Einkommensarten bis auf Kapitalerträge und der Wert selbstgenutzter Immobilien berücksichtigt.

Im Ergebnis verschlechtern sich die Erwerbsbiografien der jüngeren Kohorten. Insbesondere in Ostdeutschland steigt der Anteil derjenigen, die über eine längere Dauer arbeitslos waren, während die Erwerbsjahre zurückgehen. Gerade in Ostdeutschland sinken daher die GRV-Renten, was allerdings. durch private Vorsorge und Betriebsrenten kompensiert wird. Wenn man zusätzlich die Niveausenkung der GRV berücksichtigt, zeigt sich allerdings, dass die jüngeren Kohorten die Niveausenkung – mit Ausnahme westdeutscher Frauen – nicht kompensieren können – auch dann nicht, wenn man von einer 100-prozentigen privaten Altersvorsorge ausgeht. Nürnberger (2007) merkt kritisch zur AVID an, dass die Rentenbesteuerung durch das AltEinkG nicht berücksichtigt wurde und Risiken, die in möglichen Beitragssatzsteigerungen der Pflege- und Krankenversicherung liegen, nicht modelliert wurden. Hauser (2007) kritisiert, dass es der Studie aufgrund des Fokus auf Deutsche an Repräsentativität mangelt, da Ausländer unterschätzt werden. Zudem kritisiert er, dass die im Zentrum des Berichts stehende Basisvariante wichtige Rentenreformen nicht berücksichtigt.

Das Einkommen im Alter hängt von der Erwerbshistorie, den politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und vom Haushaltskontext ab. Die langfristige Abschätzung von Einkommensrisiken im Alter ist schwierig.

Bereits heute zeichnen sich allerdings bestimmte Risikogruppen ab. Langzeitarbeitslosigkeit oder Niedriglohnbeschäftigung, die schon in der Erwerbsphase ein Armutsrisiko darstellen, wirken kumuliert im Ruhestand fort. Zugleich werden die Einkommen aus der GRV nicht mehr ausreichen, um das Einkommensniveau im Ruhestand zu erhalten. Inwieweit Beschäftigte mit höheren Armutsrisiken diese Lücke durch private Vorsorge schließen können, bedarf trotz aller Schwierigkeiten der Fortschreibung weiterer Forschung.

http://www.diw.de/de/diw_01.c.467362.de ... armut.html

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Re: Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

Beitragvon Orwellhatterecht » Mi 7. Jun 2017, 15:05

Realist2014 hat geschrieben:(07 Jun 2017, 14:37)

und Deutschland hat die geringsten Arbeitslosen....


womöglich gibt es da einen Zasammenhang mit den "prekären Arbeitsverhältnissen"?



Soll heissen, Hauptsache Arbeit? Sogar auch Arbeit, die von der Allgemeinheit, also dem Steuerzahler, subventioniert werden muss?
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Re: Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

Beitragvon Skull » Mi 7. Jun 2017, 15:25

Orwellhatterecht hat geschrieben:(07 Jun 2017, 16:05)

Soll heissen, Hauptsache Arbeit? Sogar auch Arbeit, die von der Allgemeinheit,
also dem Steuerzahler, subventioniert werden muss?

Soll heissen, Hauptsache, Du bist gegen Jobs, die vom Staat geschaffen werden,
um Menschen zu beschäftigen ?

Interessant, das Du neuerdings vom Steuerzahler subventionierte Beschäftigungsprogramme ablehnst.
Damit seid ihr BEIDE doch ganz nahe zusammen. :D

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Re: Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

Beitragvon Realist2014 » Mi 7. Jun 2017, 15:33

Orwellhatterecht hat geschrieben:(07 Jun 2017, 16:05)

Soll heissen, Hauptsache Arbeit? Sogar auch Arbeit, die von der Allgemeinheit, also dem Steuerzahler, subventioniert werden muss?


Soll heißen, JEDE Arbeit, welche Transferleistungen ( ALG II ) reduziert- ist GUT...

siehst du sicher auch so- oder?
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Re: Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

Beitragvon Realist2014 » Mi 7. Jun 2017, 15:34

Alter Stubentiger hat geschrieben:(07 Jun 2017, 15:14)

Lebst du in einem prekären Arbeitsverhältnis? Sollten dies alle tun? Zum Wohle der reinen Lehre nach angelsächsischen Vorbild?


jedes "prekäre Arbeitsverhältnis" ist besser als Arbeitslosigkeit...
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Re: Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

Beitragvon Alter Stubentiger » Mi 7. Jun 2017, 19:42

Realist2014 hat geschrieben:(07 Jun 2017, 16:34)

jedes "prekäre Arbeitsverhältnis" ist besser als Arbeitslosigkeit...


Sicher und halbtot ist besser als tot. Aber was heißt das schon?
Du kennst sicher keinen der nur einen Vertrag mit "variabler Arbeitszeit" hat wie?
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