Pflege- und Gesundheitsreform

In diesem Forum werden Themen rund um die sozialen Sicherungsysteme diskutiert.
Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Arbeitslosengeld 2 (HartzIV), Rentenversicherung, Sozialgesetzbuch.

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harry52
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Re: Wahlumfragen.

Beitragvon harry52 » Mi 8. Mär 2017, 08:42

yogi61 hat geschrieben:Statt hier die beleidigte Leberwurst zu spielen, hättest Du lieber auf das Thema eingehen sollen. Wenn man nichts beizutragen hat, dann einfach mal nichts schreiben, ist ganz einfach.

Ich spiele nicht die beleidigte Leberwurst.
Mich kann niemand beleidigen, da ich ein großes Selbstbewusstsein habe und viel in meinem Leben erreicht habe. Les bitte nochmal, was ich sagte: viewtopic.php?p=3832830#p3832830

Du bist außerdem unsachlich. Du benutzt Wörter wie "Stimmvieh" und jetzt hast Du nicht einmal den Mumm, dich zu entschuldigen, oder sachlich deine Behauptungen zu begründen.
"Gut gemeint" ist nicht das Gleiche wie "gut gemacht".
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yogi61
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Re: Pflege- und Gesundheitsreform

Beitragvon yogi61 » Fr 10. Mär 2017, 12:53

Der nächste Kniefall des Chaos-Minister vor der Pharmalobby.

http://www.spiegel.de/gesundheit/diagno ... 38156.html
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yogi61
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Re: Pflege- und Gesundheitsreform

Beitragvon yogi61 » Sa 11. Mär 2017, 11:25

Ein Kommentar zum teuersten und wohl unfähigsten Gesundheitsminister aller Zeiten.

http://www.stern.de/wirtschaft/news/her ... 63260.html
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jorikke
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Re: Pflege- und Gesundheitsreform

Beitragvon jorikke » Mi 15. Mär 2017, 21:28

yogi61 hat geschrieben:(11 Mar 2017, 11:25)

Ein Kommentar zum teuersten und wohl unfähigsten Gesundheitsminister aller Zeiten.

http://www.stern.de/wirtschaft/news/her ... 63260.html


Yogi, ehrlich gesagt freue ich mich, dass dein Beitrag, die Schimpfkanonaden gegen soziale Unterlassungssünden, seit fünf Tagen keine Sau hinter dem Ofen vor lockt.
Dabei wäre das Thema doch dringlich zu diskutieren.
Woran mag das liegen?
Ich vermute, man wäre schon an einer Diskussion interessiert, allein, es fehlen die konkreten Diskussionspunkte.
CDU ist blöd, der Gesundheitsminister noch mehr usw., na ja, das lockt halt keine Sau...aber das hatte ich ja schon erwähnt.
Nun nenn doch mal Ross und Reiter, die konkreten Punkte also, die dir stinken.
Möglicherweise kommt dann eine Diskussion in Gang.
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Re: Pflege- und Gesundheitsreform

Beitragvon Positiv Denkender » Do 16. Mär 2017, 13:00

jorikke hat geschrieben:(15 Mar 2017, 21:28)

Yogi, ehrlich gesagt freue ich mich, dass dein Beitrag, die Schimpfkanonaden gegen soziale Unterlassungssünden, seit fünf Tagen keine Sau hinter dem Ofen vor lockt.
Dabei wäre das Thema doch dringlich zu diskutieren.
Woran mag das liegen?
Ich vermute, man wäre schon an einer Diskussion interessiert, allein, es fehlen die konkreten Diskussionspunkte.
CDU ist blöd, der Gesundheitsminister noch mehr usw., na ja, das lockt halt keine Sau...aber das hatte ich ja schon erwähnt.
Nun nenn doch mal Ross und Reiter, die konkreten Punkte also, die dir stinken.
Möglicherweise kommt dann eine Diskussion in Gang.


Die kann er ja nicht nennen weil er lediglich aus dem Bauch argumentiert .
Gesundheit kostet Geld ,bei einer immer älter werdenden Gesellschaft wird das nur durch höhere Beiträge zu finanzieren sein .
Der medizinische Fortschritt verursacht nun mal höhere Kosten .Von Organtransplantationen bis zum Austausch von Gelenken
die hohen Kosten für Krebsbehandlungen Dialysen ,Augen OP wie grauer Star belasten natürlich die Gesundheitskassen .
Alle diese medizinischen Leistungen fielen früher nicht an . Wem Gesundheit nichts Wert ist sollte sich nicht über die damit verbundenen Kosten aufregen.
Bei ärztlichen Behandlung wird nicht unterschieden nach Einkommen . Ein Privatversicherter bekommt deshalb kein
neues Organ oder Gelenk aus Gold .
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Re: Pflege- und Gesundheitsreform

Beitragvon yogi61 » Do 16. Mär 2017, 19:17

jorikke hat geschrieben:(15 Mar 2017, 21:28)

Yogi, ehrlich gesagt freue ich mich, dass dein Beitrag, die Schimpfkanonaden gegen soziale Unterlassungssünden, seit fünf Tagen keine Sau hinter dem Ofen vor lockt.
Dabei wäre das Thema doch dringlich zu diskutieren.
Woran mag das liegen?
Ich vermute, man wäre schon an einer Diskussion interessiert, allein, es fehlen die konkreten Diskussionspunkte.
CDU ist blöd, der Gesundheitsminister noch mehr usw., na ja, das lockt halt keine Sau...aber das hatte ich ja schon erwähnt.
Nun nenn doch mal Ross und Reiter, die konkreten Punkte also, die dir stinken.
Möglicherweise kommt dann eine Diskussion in Gang.


Ich habe diesen Strang nicht eröffnet und ehrlich gesagt,wundert es mich auch nicht, dass das hier keine Sau interessiert. Seit mehr als zwanzig Jahren wird seitens der Regierungen beim Thema Gesundheit rumgedoktort,ohne das dabei etwas zustande gebracht wurde. Hier gab es übrigens schon genügend Punkte die man diskutieren könnte und wenn man sich ein wenig mit der Materie befassen würde, dann käme man sogar ziemlich leicht auf ein paar wichtige Punkte. Mir ist schon klar, dass das Thema sehr komplex ist,trotzdem habe ich in all diesen Jahren die Leute (Wähler) nicht verstanden,die zusehen wie ihr Geld verbrannt wird und die lieber über eine PKW Maut diskutieren, oder aufjaulen, wenn ihr Geld angeblich in Griechenland über den Jordan geht. Der Beitrag über diesem Beitrag zeigt sehr schön,dass dieses Thema einige Leute geistig überfordert, o.k. mein Fehler.
Wenn ich lese, der medizinische Fortschritt verursacht nun einmal mehr Kosten und da kann man eben nichts gegen machen und dann auch noch völlig unmotiviert die Privatversicherten ins Spiel bringt, dann weiss ich sehr wohl, dass Hopfen und Malz verloren ist. :|
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Re: Pflege- und Gesundheitsreform

Beitragvon Cobra9 » Do 16. Mär 2017, 20:33

yogi61 hat geschrieben:(16 Mar 2017, 19:17)

Ich habe diesen Strang nicht eröffnet und ehrlich gesagt,wundert es mich auch nicht, dass das hier keine Sau interessiert. Seit mehr als zwanzig Jahren wird seitens der Regierungen beim Thema Gesundheit rumgedoktort,ohne das dabei etwas zustande gebracht wurde. Hier gab es übrigens schon genügend Punkte die man diskutieren könnte und wenn man sich ein wenig mit der Materie befassen würde, dann käme man sogar ziemlich leicht auf ein paar wichtige Punkte. Mir ist schon klar, dass das Thema sehr komplex ist,trotzdem habe ich in all diesen Jahren die Leute (Wähler) nicht verstanden,die zusehen wie ihr Geld verbrannt wird und die lieber über eine PKW Maut diskutieren, oder aufjaulen, wenn ihr Geld angeblich in Griechenland über den Jordan geht. Der Beitrag über diesem Beitrag zeigt sehr schön,dass dieses Thema einige Leute geistig überfordert, o.k. mein Fehler.
Wenn ich lese, der medizinische Fortschritt verursacht nun einmal mehr Kosten und da kann man eben nichts gegen machen und dann auch noch völlig unmotiviert die Privatversicherten ins Spiel bringt, dann weiss ich sehr wohl, dass Hopfen und Malz verloren ist. :|


Ähmm aber Jogi eines ist schon richtig. Je moderner eine Behandlungsmöglichkeit, Diagnostik usw. desto teurer auch der Preis. Beispiel die Ionen-Technik.
Eine Behandlung im HIT ist rund dreimal so teuer wie die konventionelle Strahlentherapie, liegt aber in der gleichen Größenordnung wie aufwändige operative Behandlungen und Chemotherapien. So jetzt was ist nun so dazu positv oder negativ dem Gesundheitsminister anzulasten ?

Nicht viel erstmal. Es dreht sich um den Einzelfall und die neue Technik kostet eben richtig Cash. Anzulasten wäre der Politik das man pennt in anderen Bereichen. Unterversorgung in strukturschwachen, ländlichen Regionen mal gennant. Aber das kostet enorm viel Geld. Ineffizienz wäre ein anderer Punkt.
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Keine Literatur kann in puncto Zynismus das wirkliche Leben übertreffen.
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Re: Pflege- und Gesundheitsreform

Beitragvon jorikke » Do 16. Mär 2017, 21:17

yogi61 hat geschrieben:(16 Mar 2017, 19:17)

Ich habe diesen Strang nicht eröffnet und ehrlich gesagt,wundert es mich auch nicht, dass das hier keine Sau interessiert. Seit mehr als zwanzig Jahren wird seitens der Regierungen beim Thema Gesundheit rumgedoktort,ohne das dabei etwas zustande gebracht wurde. Hier gab es übrigens schon genügend Punkte die man diskutieren könnte und wenn man sich ein wenig mit der Materie befassen würde, dann käme man sogar ziemlich leicht auf ein paar wichtige Punkte. Mir ist schon klar, dass das Thema sehr komplex ist,trotzdem habe ich in all diesen Jahren die Leute (Wähler) nicht verstanden,die zusehen wie ihr Geld verbrannt wird und die lieber über eine PKW Maut diskutieren, oder aufjaulen, wenn ihr Geld angeblich in Griechenland über den Jordan geht. Der Beitrag über diesem Beitrag zeigt sehr schön,dass dieses Thema einige Leute geistig überfordert, o.k. mein Fehler.
Wenn ich lese, der medizinische Fortschritt verursacht nun einmal mehr Kosten und da kann man eben nichts gegen machen und dann auch noch völlig unmotiviert die Privatversicherten ins Spiel bringt, dann weiss ich sehr wohl, dass Hopfen und Malz verloren ist. :|


Wenn dich der schlichte Satz " der med. Fortschritt verursacht nun einmal mehr Kosten" stört, dann kann ich das nicht nachvollziehen.
Der Satz ist nicht wertend, eher eine Tatsachenbeschreibung und schlicht richtig. Wenn du meinst diese Kostensteigerungen seien zu vermeiden, indem man Behandlungen nicht mehr bezahlt, die auf Grund der techn. Möglichkeiten lebensverlängernd sind - aber zu teuer - dann kannst du das sagen. Es würde eine Diskussion über ein Teilthema der Kostensteigerungen eröffnen.
Leider wirst du aber nie konkret sondern erschöpfst dich sinngemäß in der "Philosophie" alles Kacke deine Elli und die Anderen sind sowieso doof.
Welche Verbesserungen stellst du dir bei der Pflegeverbesserung vor? Ich habe jetzt nicht alle Beiträge noch einmal nachgelesen, meine aber du hast kritisiert, das bei einer immer älter werdenden Gesellschaft dort riesige Probleme entstehen, die nachlässigerweise von der Politik nur sehr unzureichend in Angriff genommen werden.
Wie stellst du dir das vor?
Wie hoch können die Beiträge steigen um die Pflege zu verbessern, zu optimieren?
Am Gelde hängt, zum Gelde drängt...,ist nun mal so.
Die Krankenversicherung / Pflegeversicherung ist ja ohnehin ungleich. Ein gesetzlich Versicherter erhält die gleichen Leistungen, zahlt aber - je nach Verdienst - sehr unterschiedliche Beiträge.
Könnte man nach dem gleichen Prinzip, um die Allgemeinheit zu entlasten, nicht auch die wohlhabenden Kinder Pflegebedürftiger stärker zur Pflege ihrer Eltern heranziehen?
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Re: Pflege- und Gesundheitsreform

Beitragvon H2O » Do 16. Mär 2017, 21:35

jorikke hat geschrieben:(16 Mar 2017, 21:17)

Wenn dich der schlichte Satz " der med. Fortschritt verursacht nun einmal mehr Kosten" stört, dann kann ich das nicht nachvollziehen.
Der Satz ist nicht wertend, eher eine Tatsachenbeschreibung und schlicht richtig. Wenn du meinst diese Kostensteigerungen seien zu vermeiden, indem man Behandlungen nicht mehr bezahlt, die auf Grund der techn. Möglichkeiten lebensverlängernd sind - aber zu teuer - dann kannst du das sagen. Es würde eine Diskussion über ein Teilthema der Kostensteigerungen eröffnen.
Leider wirst du aber nie konkret sondern erschöpfst dich sinngemäß in der "Philosophie" alles Kacke deine Elli und die Anderen sind sowieso doof.
Welche Verbesserungen stellst du dir bei der Pflegeverbesserung vor? Ich habe jetzt nicht alle Beiträge noch einmal nachgelesen, meine aber du hast kritisiert, das bei einer immer älter werdenden Gesellschaft dort riesige Probleme entstehen, die nachlässigerweise von der Politik nur sehr unzureichend in Angriff genommen werden.
Wie stellst du dir das vor?
Wie hoch können die Beiträge steigen um die Pflege zu verbessern, zu optimieren?
Am Gelde hängt, zum Gelde drängt...,ist nun mal so.
Die Krankenversicherung / Pflegeversicherung ist ja ohnehin ungleich. Ein gesetzlich Versicherter erhält die gleichen Leistungen, zahlt aber - je nach Verdienst - sehr unterschiedliche Beiträge.
Könnte man nach dem gleichen Prinzip, um die Allgemeinheit zu entlasten, nicht auch die wohlhabenden Kinder Pflegebedürftiger stärker zur Pflege ihrer Eltern heranziehen?


So weit ganz einverstanden; ist wohl so!

Ist es nicht eine ganz alltägliche Pflicht, daß Kinder ihre hochbetagten Eltern pflegen, und ist es nicht eine beklemmende Tatsache, daß viele Kinder diese Pflicht auf Dritte übertragen, nicht ohne über untragbare Verhältnisse in diesen Einrichtungen zu meckern?
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Re: Pflege- und Gesundheitsreform

Beitragvon jorikke » Do 16. Mär 2017, 21:55

H2O hat geschrieben:(16 Mar 2017, 21:35)

So weit ganz einverstanden; ist wohl so!

Ist es nicht eine ganz alltägliche Pflicht, daß Kinder ihre hochbetagten Eltern pflegen, und ist es nicht eine beklemmende Tatsache, daß viele Kinder diese Pflicht auf Dritte übertragen, nicht ohne über untragbare Verhältnisse in diesen Einrichtungen zu meckern?


Grundsätzlich ist es die Pflicht der Eltern für ihre Kinder zu sorgen. Im umgekehrtem Fall gilt das nur bedingt. Wie gesagt, grundsätzlich.
Moralisch und ethisch ist es aber selbstverständlich, jedenfalls wenn einem diese Begriffe irgend etwas bedeuten.
Zur Pflegeversicherung habe ich ein eher ironisches Verhältnis.
Vor ca. 25 Jahren wurde mein Schwiegervater dement und musste in ein Heim. (musste schreibe ich noch immer voller Zweifel, wir hätten es möglicherweise auch geschafft, alle Ratschläge sprachen aber dagegen.) Nun weiß ich nicht mehr genau wie hoch die monatlichen Kosten waren. Wohl so um die 3000,- DM. Die Pflegeversicherung gab es noch nicht, ich als Schwiegersohn musste nichts zahlen, meine Frau hatte kein Einkommen. Ihr Bruder allerdings wurde mit einer Beteiligung von 50,. DM monatlich belastet.
Mir ist nicht klar, wer eigentlich wirklich für die Kosten aufkam. Vermutlich waren es im weitesten Sinn Steuergelder.
Dann kam die Pflegeversicherung, der Allgemeinheit wurde eingeredet es sei ein großer Fortschritt, wenn sie jetzt persönlich für ihre Pflege bezahlen dürfe. Die Leute haben es geschluckt. Auch wenn ich es richtig finde, es war eine einmalige Meinungs Beeinflussung.
Kurios.
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Re: Pflege- und Gesundheitsreform

Beitragvon Billie Holiday » Do 16. Mär 2017, 22:18

H2O hat geschrieben:(16 Mar 2017, 21:35)

So weit ganz einverstanden; ist wohl so!

Ist es nicht eine ganz alltägliche Pflicht, daß Kinder ihre hochbetagten Eltern pflegen, und ist es nicht eine beklemmende Tatsache, daß viele Kinder diese Pflicht auf Dritte übertragen, nicht ohne über untragbare Verhältnisse in diesen Einrichtungen zu meckern?


Hast Du schon jemanden über Monate oder Jahre 24 Stunden gepflegt, versorgt, gewaschen und gefüttert?
Hast Du schon über einen langen Zeitraum Erwachsenen-Windeln gewechselt, Gebisse gereinigt und 37 mal am Tag die selbe Frage beantwortet? Hast Du Dich zum Dank dafür mehrmals täglich von der verwirrten Person beschimpfen lassen?

Ich sehe es als meine Pflicht an, dafür zu sorgen, dass gewährleistet wird, dass die Eltern gut versorgt werden. Ich sehe es nicht als meine Pflicht an, das selbst zu tun, wenn ich dazu nicht willens und/oder in der Lage dazu bin.

Es gibt Menschen, die sind nicht in der Lage dazu.

Ich selbst würde lieber von Menschen versorgt werden, die es wollen, die die Geduld dazu haben und die sich diesen Beruf ausgesucht haben.
Wer mich beleidigt, bestimme ich.
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Re: Pflege- und Gesundheitsreform

Beitragvon frems » Do 16. Mär 2017, 22:45

jorikke hat geschrieben:(15 Mar 2017, 21:28)

Yogi, ehrlich gesagt freue ich mich, dass dein Beitrag, die Schimpfkanonaden gegen soziale Unterlassungssünden, seit fünf Tagen keine Sau hinter dem Ofen vor lockt.
Dabei wäre das Thema doch dringlich zu diskutieren.
Woran mag das liegen?

Ist halt ein Konservativer. Milliardengeschenke für Lobbyisten sind da richtig und wichtig. Und treiben sie es zu bunt, schweigt man halt dazu. Ist normal in diesem Milieu. Bei geforderten Fortbildungen für Tattrige von Andersparteiangehörigen steht Deutschland vor dem finanziellen Selbstmord und man rennt hysterisch schreiend im Kreis. Ist doch nicht nur beim Totalausfall Gröhe so.
Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.
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Re: Pflege- und Gesundheitsreform

Beitragvon H2O » Fr 17. Mär 2017, 08:22

Billie Holiday hat geschrieben:(16 Mar 2017, 22:18)

Hast Du schon jemanden über Monate oder Jahre 24 Stunden gepflegt, versorgt, gewaschen und gefüttert?
Hast Du schon über einen langen Zeitraum Erwachsenen-Windeln gewechselt, Gebisse gereinigt und 37 mal am Tag die selbe Frage beantwortet? Hast Du Dich zum Dank dafür mehrmals täglich von der verwirrten Person beschimpfen lassen?

Ich sehe es als meine Pflicht an, dafür zu sorgen, dass gewährleistet wird, dass die Eltern gut versorgt werden. Ich sehe es nicht als meine Pflicht an, das selbst zu tun, wenn ich dazu nicht willens und/oder in der Lage dazu bin.

Es gibt Menschen, die sind nicht in der Lage dazu.

Ich selbst würde lieber von Menschen versorgt werden, die es wollen, die die Geduld dazu haben und die sich diesen Beruf ausgesucht haben.


Tja, was soll ich sagen? Meine leiblichen Eltern sind leider viel zu früh an Herzversagen gestorben. Ihrer Opferbereitschaft verdanke ich fast alles, was ich im Leben erreichen konnte. Die Liebe bleibt über den Tod hinaus!

Dafür sind meine Schwiegereltern hochbetagt und leider auch fortgeschritten dement verstorben. Meine Frau hat nach der Kindererziehung sozusagen nahtlos anschließend ihre Eltern versorgt. Erst den Umzug aus ihrem weit entfernten Wohnort in unsere nächste Nähe, dann tägliche Pflege bis zur Selbstaufgabe. Zum Ende hin denn auch Intensivpflege mit ärztlicher Unterstützung. Hat mein Kraftpaket von Frau mit ihren 50 kg geschafft, während ich viel im Ausland unterwegs war. Das geht also schon. Aber einfach ist das nicht, wohl wahr.

In Hildesheim befindet sich im Pelizaeus-Museum eine alt-ägyptische in Stein gemeißelte Inschrift zu diesem Thema. Es lohnt sich, sie einmal in Ruhe durch zu lesen.
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Re: Pflege- und Gesundheitsreform

Beitragvon Billie Holiday » Fr 17. Mär 2017, 08:32

H2O hat geschrieben:(17 Mar 2017, 08:22)

Tja, was soll ich sagen? Meine leiblichen Eltern sind leider viel zu früh an Herzversagen gestorben. Ihrer Opferbereitschaft verdanke ich fast alles, was ich im Leben erreichen konnte. Die Liebe bleibt über den Tod hinaus!

Dafür sind meine Schwiegereltern hochbetagt und leider auch fortgeschritten dement verstorben. Meine Frau hat nach der Kindererziehung sozusagen nahtlos anschließend ihre Eltern versorgt. Erst den Umzug aus ihrem weit entfernten Wohnort in unsere nächste Nähe, dann tägliche Pflege bis zur Selbstaufgabe. Zum Ende hin denn auch Intensivpflege mit ärztlicher Unterstützung. Hat mein Kraftpaket von Frau mit ihren 50 kg geschafft, während ich viel im Ausland unterwegs war. Das geht also schon. Aber einfach ist das nicht, wohl wahr.

In Hildesheim befindet sich im Pelizaeus-Museum eine alt-ägyptische in Stein gemeißelte Inschrift zu diesem Thema. Es lohnt sich, sie einmal in Ruhe durch zu lesen.


Meine Großtante hat 23 Jahre ihren alten Vater vollversorgt und dazu noch die letzten Jahre ihren Mann.
Gelebt hat sie nicht, kein Urlaub, kein Dank.

Auf meine Frage, ob sie sich denn gern und freiwillig aufgeopfert hat, meinte sie, sie ist nie gefragt worden. Ihr Aufopferungswille wurde vorausgesetzt und so sind die alten Mädchen erzogen worden.

Ich lehne es vehement ab, den überwiegend Frauen ein schlechtes Gewissen einzureden, wenn sie nicht bereit sind oder in der Lage, ihr Leben den alten Eltern zu widmen.
Wer mich beleidigt, bestimme ich.
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Re: Pflege- und Gesundheitsreform

Beitragvon relativ » Fr 17. Mär 2017, 08:37

Positiv Denkender hat geschrieben:(16 Mar 2017, 13:00)

Die kann er ja nicht nennen weil er lediglich aus dem Bauch argumentiert .
Gesundheit kostet Geld ,bei einer immer älter werdenden Gesellschaft wird das nur durch höhere Beiträge zu finanzieren sein .
Der medizinische Fortschritt verursacht nun mal höhere Kosten .Von Organtransplantationen bis zum Austausch von Gelenken
die hohen Kosten für Krebsbehandlungen Dialysen ,Augen OP wie grauer Star belasten natürlich die Gesundheitskassen .
Alle diese medizinischen Leistungen fielen früher nicht an . Wem Gesundheit nichts Wert ist sollte sich nicht über die damit verbundenen Kosten aufregen.
Bei ärztlichen Behandlung wird nicht unterschieden nach Einkommen . Ein Privatversicherter bekommt deshalb kein
neues Organ oder Gelenk aus Gold .

Also, daß durch die immer älter werdende Gesellschaft, die Gesundheitskosten immer höher werden, ist ja logisch nur warum in Herr Gotts Namen kann sowas nur durch höhere Beiträge finanziert werden?
Die Schwerpunkte der Investitionen des Steuergeldes sind frei Verhandelbar und ganz schlicht gesellschaftlich/politischer Wille. Wenn sich Mehrheitsgesellschaft und Politik einig sind und ihre steuerlichen Ausgaben schwerpunktmäßig auf Soziales verlegen, dann kann man auch steigenede Gesundheitskosten mit gleichbleibenden, oder sogar sinkenden Beitragskosten bewerkstelligen. Es ist alles eine Frage, was uns gewisse Dinge Wert sind und welches Dinge zum Gemeinschaftswohl schwerpunktmäßig über Steuern finanziert wird und nicht über Beiträge.
Nun darauf mögen dann einige wieder über den Untergang des deutschen Abendlandes fabulieren, aber dies ist bei ängstlichen Menschen und/oder Lobbyisten schon immer so gewesen. Davon muss/sollte man sich nicht abschrecken lassen, auch mal solche Gedanken durchzuspielen..
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Pflege- und Gesundheitsreform

Beitragvon H2O » Fr 17. Mär 2017, 08:42

Billie Holiday hat geschrieben:(17 Mar 2017, 08:32)

Meine Großtante hat 23 Jahre ihren alten Vater vollversorgt und dazu noch die letzten Jahre ihren Mann.
Gelebt hat sie nicht, kein Urlaub, kein Dank.

Auf meine Frage, ob sie sich denn gern und freiwillig aufgeopfert hat, meinte sie, sie ist nie gefragt worden. Ihr Aufopferungswille wurde vorausgesetzt und so sind die alten Mädchen erzogen worden.

Ich lehne es vehement ab, den überwiegend Frauen ein schlechtes Gewissen einzureden, wenn sie nicht bereit sind oder in der Lage, ihr Leben den alten Eltern zu widmen.


Ich verkneife mir einmal weitere Anmerkungen zum Thema.
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Re: Pflege- und Gesundheitsreform

Beitragvon Billie Holiday » Fr 17. Mär 2017, 08:50

H2O hat geschrieben:(17 Mar 2017, 08:42)

Ich verkneife mir einmal weitere Anmerkungen zum Thema.


Schade, nachdem Du so vehement von Verpflichtung gesprochen hast.
Wer mich beleidigt, bestimme ich.
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Re: Pflege- und Gesundheitsreform

Beitragvon H2O » Fr 17. Mär 2017, 09:04

Billie Holiday hat geschrieben:(17 Mar 2017, 08:50)

Schade, nachdem Du so vehement von Verpflichtung gesprochen hast.


Tja, als nachgeborener Jesus sehe ich mich eher nicht. Der fände bestimmt den richtigen Ton dazu. Dafür wurde er aber auch gekreuzigt. Das möchte ich vermeiden. :)
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Re: Pflege- und Gesundheitsreform

Beitragvon Billie Holiday » Fr 17. Mär 2017, 09:08

H2O hat geschrieben:(17 Mar 2017, 09:04)

Tja, als nachgeborener Jesus sehe ich mich eher nicht. Der fände bestimmt den richtigen Ton dazu. Dafür wurde er aber auch gekreuzigt. Das möchte ich vermeiden. :)


Also ich kann hervorragend mit gegensätzlichen Meinungen leben. ;)
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Re: Pflege- und Gesundheitsreform

Beitragvon H2O » Fr 17. Mär 2017, 09:27

Billie Holiday hat geschrieben:(17 Mar 2017, 09:08)

Also ich kann hervorragend mit gegensätzlichen Meinungen leben. ;)


Deshalb brauchen wir ja auch so viele Sozialgesetze.

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