Ein Wirtschaftswissenschaftler äußert sich zu aktuellen Themen

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schokoschendrezki
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Re: Ein Wirtschaftswissenschaftler äußert sich zu aktuellen Themen

Beitragvon schokoschendrezki » Mi 22. Feb 2017, 15:30

@immernoch_ratlos: Was in der Doku "Die große Geldflut" ganz zentral betont wird: Dass das geschöpfte Geld eben nicht (oder kaum oder wenigstens nur sehr mühsam) an eigentlich expansionsfähige neue Technologiefirmen und sichere und seriöse Mittelständler geht und auch nicht im Bankensystem "hin- und hergeschoben" wird sondern eher in Immobilien- und Akienspekulationen geht und für die (wenigen sowieso schon vermögenden) Spekulierenden wiederum neu geschöpftes (eigentlich virtuelles) Vermögen bringt. Ich meine: Die City of London als das Symbol dieser Entwicklung ... das kann ja jeder selbst und mit eigenen Augen besichtigen.

Und historisch gesehen war der Beginn der "Geldflutung" durch die Finanzierung des Vietnam-Kriegs motiviert. Dass dabei - im wahrsten Sinne des Wortes - Geld "verbrannt" wurde, liegt auf der Hand.

Was in einer ersten Kritik an der Doku bemängelt wird (Frankfurter Neue Presse): Dass die Rolle von Leitzins und von Strafzinsen überhaupt nicht berücksichtigt wurde. Dass damit die Zentralbanken eigentlich immer noch die Fäden in der Hand haben. Das Fazit am Ende der Kritik lautet dennoch:

"Die große Geldflut" kann darum nur einen Anstoß dazu liefern, sich mit der Materie näher zu befassen. Realistisch ist jedoch der düstere Blick in die Zukunft: Ein gutes Ende wird die Entwicklung garantiert nicht nehmen.


http://www.fnp.de/nachrichten/tv/Die-grosse-Geldflut-Wann-geht-die-soziale-Bombe-hoch;art37261,2488031

Ein "Wer hat, dem wird gegeben"-Prinzip ist die andere Seite eines "Wer nicht hat, dem wird genommen"-Prinzips und beides zusammen führt tatsächlich zu einer Welt, in der die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer werden. Es hat gar nix mit Ideologie sondern mit simpler Logik zu tun, dass eine Gesellschaft, die nach diesen Differentialgleichungssystem entwickelbar ist, ex- und implodieren wird, wenn nicht irgendein gegenläufiges Prinzip dazukommt.
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Re: Ein Wirtschaftswissenschaftler äußert sich zu aktuellen Themen

Beitragvon Wähler » Mi 22. Feb 2017, 15:58

schokoschendrezki hat geschrieben:(22 Feb 2017, 15:30)
@immernoch_ratlos: Was in der Doku "Die große Geldflut" ganz zentral betont wird: Dass das geschöpfte Geld eben nicht (oder kaum oder wenigstens nur sehr mühsam) an eigentlich expansionsfähige neue Technologiefirmen und sichere und seriöse Mittelständler geht und auch nicht im Bankensystem "hin- und hergeschoben" wird sondern eher in Immobilien- und Akienspekulationen geht und für die (wenigen sowieso schon vermögenden) Spekulierenden wiederum neu geschöpftes (eigentlich virtuelles) Vermögen bringt. Ich meine: Die City of London als das Symbol dieser Entwicklung ... das kann ja jeder selbst und mit eigenen Augen besichtigen.
Und historisch gesehen war der Beginn der "Geldflutung" durch die Finanzierung des Vietnam-Kriegs motiviert. Dass dabei - im wahrsten Sinne des Wortes - Geld "verbrannt" wurde, liegt auf der Hand.
Was in einer ersten Kritik an der Doku bemängelt wird (Frankfurter Neue Presse): Dass die Rolle von Leitzins und von Strafzinsen überhaupt nicht berücksichtigt wurde. Dass damit die Zentralbanken eigentlich immer noch die Fäden in der Hand haben. Das Fazit am Ende der Kritik lautet dennoch:
http://www.fnp.de/nachrichten/tv/Die-grosse-Geldflut-Wann-geht-die-soziale-Bombe-hoch;art37261,2488031
Ein "Wer hat, dem wird gegeben"-Prinzip ist die andere Seite eines "Wer nicht hat, dem wird genommen"-Prinzips und beides zusammen führt tatsächlich zu einer Welt, in der die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer werden. Es hat gar nix mit Ideologie sondern mit simpler Logik zu tun, dass eine Gesellschaft, die nach diesen Differentialgleichungssystem entwickelbar ist, ex- und implodieren wird, wenn nicht irgendein gegenläufiges Prinzip dazukommt.

Es gibt kein virtuelles Geld, bis auf Bitcoins. Mit Geldflut ist die Erhöhung der Zentralbankgeldmenge gemeint. Die Geschäftsbanken allein bestimmen über die Giralgeldschöpfung durch Kreditvergabe. Die ist aber zwischen 2007 und 2014 gerade nicht übermäßig gestiegen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Geldmenge ... is2016.png
Die Aktien- und Immobilienspekulation von Privatleuten kann durch Geldpolitik und Bankenregulierung allein nicht gesteuert werden, wenn ohne Kreditaufnahme Vermögenswerte umgeschichtet werden, von Geldvermögen in Sachvermögen.
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Re: Ein Wirtschaftswissenschaftler äußert sich zu aktuellen Themen

Beitragvon BlueMonday » Mi 22. Feb 2017, 17:45

Wobei doch auch hier im Forum Vertreter der easymoney-Fraktion herumturnen, die das "Deflationsschreckgespenst" immer wieder an die Wand malen. Nach deren Ansicht wird sich noch längst nicht genug verschuldet, längst nicht genug frisches Geld erzeugt, die sehnen sich förmlich den Helikopter herbei...
Fiatgeld kann nach deren Meinung problemlos grenzenlos aufgeblasen werden... Klar, dass sich dieses Geld dann irgendwo sammelt, zum Einsatz kommt, Preise treibt... Die Immobilie ist nun mal das klassische "Collateral", die Immobilie, die mit dem Kredit erst gebaut wird. Oder eben die Staatsanleihe, der Schuldner Staat mit seinen enormen zukünftigen Steuereinnahmen durchgesetzt mit seinem Gewaltmonopol. So entsteht ein enormes Geldschöpfungspotential.
Es wird immer ein Wettlauf sein. Die einen, die warten können/wollen, aufschieben, die Geld sparen, die Geld dem Kreislauf zeitweilig entziehen, - die wollen keine galoppierende Geldausweitung/entwertung. Aber dann gibt es die (durchaus sehr heterogene) Seite, die ihr Glück gerade in dieser möglichst ungebremsten Ausweitung sucht.

Im Grunde wird das hier seit Monaten und Jahren hin und her diskutiert.

Was kann die Alternative sein? Eben ein Geld, das selbst "Substanz" hat, mit irgendeinem produktiven Aufwand erzeugt wird. Aber das ist nun spätestens seit 1971 nicht mehr gefragt.

https://www.youtube.com/watch?v=EtfmJBSh6mY
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Re: Ein Wirtschaftswissenschaftler äußert sich zu aktuellen Themen

Beitragvon Positiv Denkender » Mi 22. Feb 2017, 17:56

Dampflok94 hat geschrieben:(21 Feb 2017, 19:39)

Er tut aber so,als sei es was völlig normales mit so wenig Geld auszukommen. Und das ist es eben nicht. Für mich reichen die 110 Euronen nicht mal für die Woche. Ich behaupte aber nicht, dies sei der Normalfall.

Wer so viel verfrisst kann kein Normalfall sein.
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Re: Ein Wirtschaftswissenschaftler äußert sich zu aktuellen Themen

Beitragvon jorikke » Mi 22. Feb 2017, 19:39

Positiv Denkender hat geschrieben:(22 Feb 2017, 17:56)

Wer so viel verfrisst kann kein Normalfall sein.


Was für eine lächerliche Bemerkung.
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Re: Ein Wirtschaftswissenschaftler äußert sich zu aktuellen Themen

Beitragvon immernoch_ratlos » Mi 22. Feb 2017, 21:24

Skull hat geschrieben:Der hiesige "Stammtisch" kennt sich seit Jahrzehnten damit aus.
Und fechtet auch nichts an.
Auch wenn mancher anderer ... immer noch ratlos ... bleibt.


[...]

Einmal ganz davon abgesehen, habe ich den User schokoschendrezki angesprochen bzw. ihm beigepflichtet - was soll da Deine völlig inhaltslose Bemerkung ?

[...]
Zuletzt geändert von Kibuka am So 26. Feb 2017, 16:17, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: ad personam
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Re: Ein Wirtschaftswissenschaftler äußert sich zu aktuellen Themen

Beitragvon Skull » Mi 22. Feb 2017, 23:36

Skull hat geschrieben:(07 Apr 2015, 09:04)

Das was Du hier schreibt, kann man thematisieren. Habe ich doch kein Problem mit.
Ob man Deinen Meinungen folgt ist ja noch eine ganz andere Sache.
So wie man alles hinterfragen und kritisieren kann. Eine Frage der Meinung und des Standpunktes.

Das hat nur nichts mit struktureller Gewalt zu tun.

Und auch nichts damit, FEHLER der Regierungen und der Staaten der EZB in die Schuhe zu schieben.

Die EZB befindet sich im Spagat, Ihre originären AUFGABEN zu erfüllen,
und die beschlossene Politik der europäischen Regierungen zu unterstützen.
Skull hat geschrieben:(18 Jul 2016, 08:03)

Das ist richtig.
DAHER agiert die EZB so, wie sie derzeit agiert.

Auch wenn ich die EZB Geldpolitik ebenfalls sehr kritisch sehe,
macht die EZB eben DAS, was sie im Rahmen IHRER Aufgabe machen zu müssen meint.

ALLE anderen wichtigen Notenbanken fahren ja seit Jahren eine Politik des Niedrigzinses
und der Geld-und Liquiditätsausweitung.

Das besondere und spezielle bei der EZB ist allerdings, das sie nicht für einen einzigen Nationalstaat zuständig ist.
Noch weniger für einen homogenen Wirtschaftsraum mit einer einzigen Volkswirtschaft.
Oder einem einzigen Staat und deren Verschuldungspolitik...

Das Problem liegt da also bei der Politik, den Regierungen und der EU.

mfg
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Re: Ein Wirtschaftswissenschaftler äußert sich zu aktuellen Themen

Beitragvon Skull » Mi 22. Feb 2017, 23:43

Skull hat geschrieben:(11 Jul 2016, 15:14)

Da gibt es jede Menge Vwl'er, die nach Verschuldung, Ankurbelung und Investitionen rufen.
Und das die Banken endlich (mehr) Kredite vergeben sollen.

Auch das die Staaten mehr Schulden machen sollen, um die Nachfrage zu erhöhen.

Die Banken sollen also weniger restriktiv ihre Kredite vergeben.

Das BEDARF nunmal Kreditvergabe durch die die Banken.


Auf der anden Seite sollen die Banken Risiken senken und weniger Kredite vergeben,
um zu gesunden, und weniger in Schwierigkeiten zu geraten.

Man sollte da mal BEIDE Seiten zusammenbringen. Am besten in einem Thread.
Skull hat geschrieben:(29 Jun 2016, 16:53)

Der Staat kann oder SOLL also Deiner Meinung nach die Banken zur Kreditvergabe zwingen/drängen ?

Und was ist mit Anforderungen an das haftende Eigenkapital,
dem Wunsch der Öffentlichkeit,
Banken zu höherem Eigenkapital zu drängen und RISIKEN zu verringern ?

Damit sich die Finanzmarktkrise und die Risiken verringern ?

DAS sind zwei Punkte, die sich ziemlich widersprechen.

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Re: Ein Wirtschaftswissenschaftler äußert sich zu aktuellen Themen

Beitragvon Wähler » Do 23. Feb 2017, 07:32

Wähler hat geschrieben:(22 Feb 2017, 15:58)
Es gibt kein virtuelles Geld, bis auf Bitcoins. Mit Geldflut ist die Erhöhung der Zentralbankgeldmenge gemeint. Die Geschäftsbanken allein bestimmen über die Giralgeldschöpfung durch Kreditvergabe. Die ist aber zwischen 2007 und 2014 gerade nicht übermäßig gestiegen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Geldmenge ... is2016.png
Die Aktien- und Immobilienspekulation von Privatleuten kann durch Geldpolitik und Bankenregulierung allein nicht gesteuert werden, wenn ohne Kreditaufnahme Vermögenswerte umgeschichtet werden, von Geldvermögen in Sachvermögen.

BlueMonday hat geschrieben:(22 Feb 2017, 17:45)
Fiatgeld kann nach deren Meinung problemlos grenzenlos aufgeblasen werden... Klar, dass sich dieses Geld dann irgendwo sammelt, zum Einsatz kommt, Preise treibt... Die Immobilie ist nun mal das klassische "Collateral", die Immobilie, die mit dem Kredit erst gebaut wird. Oder eben die Staatsanleihe, der Schuldner Staat mit seinen enormen zukünftigen Steuereinnahmen durchgesetzt mit seinem Gewaltmonopol. So entsteht ein enormes Geldschöpfungspotential.

Zwischen 2007 und 2014 hat sich das Fiatgeld - Giralgeld Geldmenge M3 - aber nicht mehr so aufgebläht, wie vorher. Bei der Staatsverschuldung gibt es nach wie vor das Problem, dass Banken kein Eigenkapital als Risikoschutz für Staatsanleihen vorhalten müssen. Es geht also um ganz konkrete Probleme. Man sollte das nicht immer mit der auf der langfristigen Zeitachse latenten Systemfrage vermengen.
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Re: Ein Wirtschaftswissenschaftler äußert sich zu aktuellen Themen

Beitragvon Dampflok94 » Do 23. Feb 2017, 08:08

Positiv Denkender hat geschrieben:(22 Feb 2017, 17:56)

Wer so viel verfrisst kann kein Normalfall sein.

Würde ich mich ausschließlich von Billigfutter ernähren, dann hätte da was dran sein können. Aber wer hochqualitative Lebensmittel mag, der muß auch dafür löhnen.
Leute kauft mehr Dampflokomotiven!!!
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Re: Ein Wirtschaftswissenschaftler äußert sich zu aktuellen Themen

Beitragvon schokoschendrezki » Do 23. Feb 2017, 08:28

Wähler hat geschrieben:(22 Feb 2017, 15:58)

Es gibt kein virtuelles Geld, bis auf Bitcoins. Mit Geldflut ist die Erhöhung der Zentralbankgeldmenge gemeint. Die Geschäftsbanken allein bestimmen über die Giralgeldschöpfung durch Kreditvergabe. Die ist aber zwischen 2007 und 2014 gerade nicht übermäßig gestiegen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Geldmenge ... is2016.png
Die Aktien- und Immobilienspekulation von Privatleuten kann durch Geldpolitik und Bankenregulierung allein nicht gesteuert werden, wenn ohne Kreditaufnahme Vermögenswerte umgeschichtet werden, von Geldvermögen in Sachvermögen.

Auch wenn das jetzt eine nicht direkt und ganz sachbezogene Argumentation ist - ist mir schon klar - aber man erkläre mir, wie es sein kann, dass in einem öffentlich-rechtlichen Programm, wo es Aufsichtsgremien gibt, wo zahlreiche akademisch vorbelastete Leute sowohl mithören als auch mitwirken, wo es also unzweifelbar eine kritische und sachkenntnisreiche (Gegen)öffentlichkeit gibt ... dass dort - nicht wirklich widersprochen! - behauptet wird: Die Wirtschafts- und Finanzpolitik fährt unsere Gesellschaften früher oder später an die Wand, wenn nichts grundlegend geändert wird. Unter anderem deshalb, weil sie die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer macht. Und dass nun aber die Gegenargumentation darauf hinausläuft: Irgendwelche Chaoten, die von Finanzpolitik keine Ahnung haben, reden wirres Zeug. Irrelevant.
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Re: Ein Wirtschaftswissenschaftler äußert sich zu aktuellen Themen

Beitragvon Positiv Denkender » Do 23. Feb 2017, 10:59

jorikke hat geschrieben:(22 Feb 2017, 19:39)

Was für eine lächerliche Bemerkung.

Nicht lächerlicher als deine Argumente .
Jeder muss mit dem auskommen was er zur Verfügung hat .Das war nie anders. Nur bei LM Preisen hat sich
etwas gegenüber früher geändert .Nie waren LM im Verhältnis zum Einkommen preiswerter als heute .
Nirgendwo sind LM preiswerter in Europa als in Deutschaland . Falls du Beweise brauchst fahre einmal in Grenzstädte
rund um Deutschland .Auf den Parkplätzen des LEH Von Flensburg bis Konstanz entdeckst du reichlich Kundschaft aus den Nachbarländern .
Der Aufwand für LM am Einkommen hat sich im Verhältnis zu den ersten 30 Nachkriegsjahren halbiert ,spielt für die Haushaltsausgaben
kaum noch eine Rolle. Wer also richtig plant sich für seinen Wochenspeiseplan die Angebote der EH Ketten nutzt ,kann mit dem
für Hartz IV vorgesehenen Betrag bestens auskommen . Wer es besser will muss arbeiten . Wenn es mit einem Job nicht reicht
bieten sich reichlich Nebenjobs an . Was jemand will muss er für sich entscheiden .Der Staat kann und sollte nicht mehr anbieten .
Das Bestreben sich aus eigenem Antrieb zu verbessern muss aufrechterhalten werden .Damit ist unser Land 70 Jahre gut gefahren .
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Re: Ein Wirtschaftswissenschaftler äußert sich zu aktuellen Themen

Beitragvon schokoschendrezki » Do 23. Feb 2017, 12:56

Dampflok94 hat geschrieben:(23 Feb 2017, 08:08)

Würde ich mich ausschließlich von Billigfutter ernähren, dann hätte da was dran sein können. Aber wer hochqualitative Lebensmittel mag, der muß auch dafür löhnen.

Ich höre diese Argumentationskette sehr häufig in meinem Freundeskreis. Ein Grund mehr, sie mal kritisch zu hinterfragen. Nicht dass das, was als "Billigfutter" so angeboten wird, nun "hochqualitativ" oder auch nur überhaupt "qualitativ" wäre. Aber dass "qualitativ" zwangsläufig und notwendigerweise mit "teuer" verknüpft ist, und was eigentlich tatsächlich "hochqualitatives Lebensmittel" heißen soll ... ich behaupte einfach mal, dass da zu 90 Prozent einfach immer nur Erzählungen weitererzählt und wieder zurückerzählt werden.
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Re: Ein Wirtschaftswissenschaftler äußert sich zu aktuellen Themen

Beitragvon BlueMonday » Do 23. Feb 2017, 13:28

schokoschendrezki hat geschrieben:(23 Feb 2017, 08:28)

Auch wenn das jetzt eine nicht direkt und ganz sachbezogene Argumentation ist - ist mir schon klar - aber man erkläre mir, wie es sein kann, dass in einem öffentlich-rechtlichen Programm, wo es Aufsichtsgremien gibt, wo zahlreiche akademisch vorbelastete Leute sowohl mithören als auch mitwirken, wo es also unzweifelbar eine kritische und sachkenntnisreiche (Gegen)öffentlichkeit gibt ... dass dort - nicht wirklich widersprochen! - behauptet wird: Die Wirtschafts- und Finanzpolitik fährt unsere Gesellschaften früher oder später an die Wand, wenn nichts grundlegend geändert wird. Unter anderem deshalb, weil sie die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer macht. Und dass nun aber die Gegenargumentation darauf hinausläuft: Irgendwelche Chaoten, die von Finanzpolitik keine Ahnung haben, reden wirres Zeug. Irrelevant.


Arme ärmer?
In dieser Doku tritt z.B. diese rührselige, durchaus gutsituierte Rentnertruppe auf, die der guten alten Zeit mit dicken sicheren Sparzinsen hinterhertrauert. Das speist sich noch von dieser Vorstellung, dass sich Geld irgendwie von allein und planmäßig vermehrt und man nur kurz den Taschenrechner zückt, die Prozenttaste drückt... und dann sich einfach entspannt zurücklehnen kann.
Es ging nun immer schon darum, Investitionsmöglichkeiten für das Gesparte zu finden. Nur ist das zunehmend riskanter und dadurch komplexer geworden. Damit tun sich nun viele schwer. Und sicherlich geht es auch zunehmend darum, nicht erst zu sparen, sondern vorzugreifen, Kredit zu haben und zu nehmen... was in der Natur eines Kreditgeldsystems liegt.

Aber die interessante Frage ist: was soll sich ändern? Deiner Meinung nach.

Im Wesentlichen gibt es da ja zwei Richtungen. Einmal, dass man die Geldemission noch mehr zentralisiert/politisiert/reguliert, und es beim Charakter eines dann noch beliebigeren, luftigeren und ausweitbareren Fiatgeldes belässt (unwahrscheinlich) oder man kehrt zurück zur aufwendig produzierten Geldsubstanz(eher noch unwahrscheinlicher).

Oder kurz: wie bringt man Geld am besten in die Welt?
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Re: Ein Wirtschaftswissenschaftler äußert sich zu aktuellen Themen

Beitragvon schokoschendrezki » Do 23. Feb 2017, 13:46

BlueMonday hat geschrieben:(23 Feb 2017, 13:28)
Arme ärmer?
In dieser Doku tritt z.B. diese rührselige, durchaus gutsituierte Rentnertruppe auf, die der guten alten Zeit mit dicken sicheren Sparzinsen hinterhertrauert. Das speist sich noch von dieser Vorstellung, dass sich Geld irgendwie von allein und planmäßig vermehrt und man nur kurz den Taschenrechner zückt, die Prozenttaste drückt... und dann sich einfach entspannt zurücklehnen kann.
Es ging nun immer schon darum, Investitionsmöglichkeiten für das Gesparte zu finden. Nur ist das zunehmend riskanter und dadurch komplexer geworden. Damit tun sich nun viele schwer.

Gut. Da muss ich wenigstens zum Teil zustimmen. Zumindest noch bis Anfang/Mitte der 90er war die Gruppe der ursprünglich bundesrepublikanischen und irgendwie im Hochschulwesen tätigen so gut wie komplett von diesem Gesellschaftsbild des umsorgenden Wohlstandsstaats, der Bezugsberechtigungen, der Klagevoraussetzungen für Verbeamtungsansprüche, der Rentenanwartschaftsregelungen usw. usf. geprägt. Das hat sich aber, nicht zuletzt durch EU, Schengenraum, Osterweiterung geändert. Die, die mit Wirtschaft, Soziologie zu tun haben, wissen inzwischen schon ziemlich genau bzw. haben auch verinnerlicht, wie's in Bukarest, Tirana oder Athen aussieht.
Aber die interessante Frage ist: was soll sich ändern? Deiner Meinung nach.

Im Wesentlichen gibt es da ja zwei Richtungen. Einmal, dass man die Geldemission noch mehr zentralisiert/politisiert/reguliert, und es beim Charakter eines dann noch beliebigeren, luftigeren und ausweitbareren Fiatgeldes belässt (unwahrscheinlich) oder man kehrt zurück zur aufwendig produzierten Geldsubstanz(eher noch unwahrscheinlicher).

Oder kurz: wie bringt man Geld am besten in die Welt?

Naja. Regelmäßig bekomme ich diese Legende von einem international abgestimmten Währungssystem mit festen Wechselkursbandbreiten namens Bretton-Woods-System erzählt. Ob sowas heute noch machbar wäre, weiß ich nicht. Jedenfalls: Wenn man argumentiert, dass das letztendlich auf Wachstumsverzicht hinausliefe, würde ich sagen: Ja genau, prima, (freiwillige) Wachstumsbeschränkung, Wachstumsverzicht also wäre ganz allgemein gesprochen ein zeitgemäßes Prinzip, nach welchem Geld wenn nicht am besten so doch źumindest besser in die Welt käme.
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Re: Ein Wirtschaftswissenschaftler äußert sich zu aktuellen Themen

Beitragvon Positiv Denkender » Do 23. Feb 2017, 18:01

BlueMonday hat geschrieben:(23 Feb 2017, 13:28)

Arme ärmer?
In dieser Doku tritt z.B. diese rührselige, durchaus gutsituierte Rentnertruppe auf, die der guten alten Zeit mit dicken sicheren Sparzinsen hinterhertrauert. Das speist sich noch von dieser Vorstellung, dass sich Geld irgendwie von allein und planmäßig vermehrt und man nur kurz den Taschenrechner zückt, die Prozenttaste drückt... und dann sich einfach entspannt zurücklehnen kann.
Es ging nun immer schon darum, Investitionsmöglichkeiten für das Gesparte zu finden. Nur ist das zunehmend riskanter und dadurch komplexer geworden. Damit tun sich nun viele schwer. Und sicherlich geht es auch zunehmend darum, nicht erst zu sparen, sondern vorzugreifen, Kredit zu haben und zu nehmen... was in der Natur eines Kreditgeldsystems liegt.

Aber die interessante Frage ist: was soll sich ändern? Deiner Meinung nach.

Im Wesentlichen gibt es da ja zwei Richtungen. Einmal, dass man die Geldemission noch mehr zentralisiert/politisiert/reguliert, und es beim Charakter eines dann noch beliebigeren, luftigeren und ausweitbareren Fiatgeldes belässt (unwahrscheinlich) oder man kehrt zurück zur aufwendig produzierten Geldsubstanz(eher noch unwahrscheinlicher).

Oder kurz: wie bringt man Geld am besten in die Welt?


Mit der gut situierten Rentnertruppe bringst du sicher einige auf die Palme .Die behaupten nämlich die Rentner
können nur überleben weil es Tafeln gibt. Das die Zinsen so niedrig sind liegt nicht an der deutschen Regierung
Irgendwann steigen Zinsen auch wieder .Derweil muss man halt versuchen sein erspartes anderweitig zu vermehren .
Wäre schön wenn die Zinsen wieder steigen (werden sie auch wieder ) nur für Investoren, für die Millionen Häuslebauer
wäre es weniger gut.
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Re: Ein Wirtschaftswissenschaftler äußert sich zu aktuellen Themen

Beitragvon immernoch_ratlos » Fr 24. Feb 2017, 10:51

Wer Renten und Pensionen - Rentner und Pensionäre lustig mischt, wird sicher zu den gewünschten hohen mtl. Einkommen gelangen. Doch offenbar gelingt es denselben Usern, die im WWW schreiben, nur schwer oder gleich gar nicht im WEB zu suchen. Sozusagen "straight from the horse's mouth" hier ein PDF von der Deutschen Rentenversicherung auf den Seiten 34 & 35 findet sich ein aussagekräftiger Überblick - "Verteilung und durchschnittliche Rentenzahlbeträge der laufenden Renten" Dort findet sich untere Renten wegen Alters 1.497.083 (West)Männer erhalten mtl. durchschnittlich 1.124 €, 2.036.894 (West)Frauen erhalten im Durchschnitt 846 € mtl. Alles andere kann man dem PDF entnehmen.

Nun liege ich definitiv unter dem Durchschnitt, weil ich gezwungenermaßen mit 60 (am Durchschnitt gemessen also -202 €) nach ~45 Jahren Rentner wurde - also muss es auch einige wenige geben, die über dem Durchschnitt liegen. Wären RENTEN für eine "rührselige, durchaus gutsituierte Rentnertruppe" deutlich höher, wäre auch die Rentensumme deutlich höher oder einige haben sehr viel höhere Renten und sehr viele liegen deutlich unter dem Durchschnitt.

Jeder hier, der einem halbwegs gut bezahltem Job nachgeht und die üblichen mtl. Fixkosten aufbringt, darf nun mal selbst nachrechnen was mtl. nach Abzug der Fixkosten übrig bleibt. :?
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Re: Ein Wirtschaftswissenschaftler äußert sich zu aktuellen Themen

Beitragvon BlueMonday » Fr 24. Feb 2017, 11:53

schokoschendrezki hat geschrieben:(23 Feb 2017, 13:46)

Regelmäßig bekomme ich diese Legende von einem international abgestimmten Währungssystem mit festen Wechselkursbandbreiten namens Bretton-Woods-System erzählt. Ob sowas heute noch machbar wäre, weiß ich nicht. Jedenfalls: Wenn man argumentiert, dass das letztendlich auf Wachstumsverzicht hinausliefe, würde ich sagen: Ja genau, prima, (freiwillige) Wachstumsbeschränkung, Wachstumsverzicht also wäre ganz allgemein gesprochen ein zeitgemäßes Prinzip, nach welchem Geld wenn nicht am besten so doch źumindest besser in die Welt käme.


Bretton Woods war ja von der Idee her (im Wesentlichen von Keynes geprägt) so angelegt, mehr Geldschöpfungspotential zu erzeugen als bei dem System zuvor, das noch enger ans Gold gekoppelt war. Es war praktisch ein noch aufgeweichterer Goldstandard. Das ist die Entwicklung des Geldes: immer mehr den physischen Bezug zu kappen. Bei Keynes ist ja das wesentliche ökonomische Problem das stets irgendwo "fehlende Geld", die "Unterkonsumtion". Fehlendes Geld bringt den Wirtschaftsmotor ins Stocken. Man muss es also beständig nachfließen lassen, die Geldmenge immer weiter aufblasen, sonst droht Deflation und Niedergang. Und diese Attitüde hat ja auch Bretton Woods überdauert... und steckt in vielen Köpfen bis hoch zum Notenbanker.
Ok, aus heutiger Sicht wäre BW ein etwas "konservativerer" Ansatz. Aber das wäre so als wenn man einen totalen Säufer neben einen etwas moderateren Säufer stellt, der einen Tag in der Woche ein bisschen weniger trinkt und das dann als richtigen Weg aus dem Alkoholismus feiert.
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Re: Ein Wirtschaftswissenschaftler äußert sich zu aktuellen Themen

Beitragvon schokoschendrezki » Fr 24. Feb 2017, 12:56

BlueMonday hat geschrieben:(24 Feb 2017, 11:53)

Bretton Woods war ja von der Idee her (im Wesentlichen von Keynes geprägt) so angelegt, mehr Geldschöpfungspotential zu erzeugen als bei dem System zuvor, das noch enger ans Gold gekoppelt war. Es war praktisch ein noch aufgeweichterer Goldstandard. Das ist die Entwicklung des Geldes: immer mehr den physischen Bezug zu kappen. Bei Keynes ist ja das wesentliche ökonomische Problem das stets irgendwo "fehlende Geld", die "Unterkonsumtion". Fehlendes Geld bringt den Wirtschaftsmotor ins Stocken. Man muss es also beständig nachfließen lassen, die Geldmenge immer weiter aufblasen, sonst droht Deflation und Niedergang. Und diese Attitüde hat ja auch Bretton Woods überdauert... und steckt in vielen Köpfen bis hoch zum Notenbanker.
Ok, aus heutiger Sicht wäre BW ein etwas "konservativerer" Ansatz. Aber das wäre so als wenn man einen totalen Säufer neben einen etwas moderateren Säufer stellt, der einen Tag in der Woche ein bisschen weniger trinkt und das dann als richtigen Weg aus dem Alkoholismus feiert.

Lustiger Vergleich. Wäre aber immer noch einen Tick besser als dem Alkoholismus völlig freien Lauf zu lassen.

Der Punkt für mich ist, dass es zu Zeiten von Bretton Woods und Goldstandard, in der Nachrkriegszeit sowieso, ziemlich undenkbar war und als einigermaßen verrückt gegolten hätte, Wachstumsverzicht nicht nur zwangsweise hinzunehmen sondern sogar zu fordern. Das hat sich erst in jüngerer Zeit als eine politische Richtung entwickelt.
"Ich kann keine Nation lieben, ich kann keinen Staat lieben, ich kann nur meine Freunde lieben." Hannah Arendt
Positiv Denkender
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Re: Ein Wirtschaftswissenschaftler äußert sich zu aktuellen Themen

Beitragvon Positiv Denkender » So 26. Feb 2017, 11:03

schokoschendrezki hat geschrieben:(23 Feb 2017, 12:56)

Ich höre diese Argumentationskette sehr häufig in meinem Freundeskreis. Ein Grund mehr, sie mal kritisch zu hinterfragen. Nicht dass das, was als "Billigfutter" so angeboten wird, nun "hochqualitativ" oder auch nur überhaupt "qualitativ" wäre. Aber dass "qualitativ" zwangsläufig und notwendigerweise mit "teuer" verknüpft ist, und was eigentlich tatsächlich "hochqualitatives Lebensmittel" heißen soll ... ich behaupte einfach mal, dass da zu 90 Prozent einfach immer nur Erzählungen weitererzählt und wieder zurückerzählt werden.

Sicher gibt es qualitativ unterschiedliche LM .Es gibt aber keine schlechten LM . Billig ist ohnehin nichts , höchstens preiswert .
Ich wüsste nicht das Menschen durch LM zu Schaden gekommen wären .Es sei denn man verwechselt ausgewogene mit einseitiger Ernährung .
Jeder kann sich preiswert ,trotzdem gesund und ausgewogen ernähren .Kostet lediglich ein bisschen Mühe keinesfalls mehr Geld .
Nie war es preiswerter sich in Deutschland zu ernähren als heute .Da bleibt reichlich Geld für andere Dinge übrig .

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