Ein Wirtschaftswissenschaftler äußert sich zu aktuellen Themen

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Ammianus
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Ein Wirtschaftswissenschaftler äußert sich zu aktuellen Themen

Beitragvon Ammianus » Mo 9. Jan 2017, 20:38

Hier im Wirtschaftsbereich wird oft über Gewinner und Verlierer - gern auch als „Minderleister“ difamiert - diskutiert, die Auswirkungen von Globalisierung und Digitalisierung, Vermögens- und Gewinnumverteilungen, ein Bedingungsloses Grundeinkommen und alles was um diese Themen sonst noch kreist. Nun äußert sich jemand dazu in einem Interview der „Berliner Morgenpost“. Eigentlich kann ich alles was der sagt nur unterschreiben. Was sagt ihr dazu?

https://www.morgenpost.de/wirtschaft/article209211301/Schwab-Gewinner-muessen-mit-Verlierern-solidarisch-sein.html
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Re: Ein Wirtschaftswissenschaftler äußert sich zu aktuellen Themen

Beitragvon Realist2014 » Mo 9. Jan 2017, 21:07

Ammianus hat geschrieben:(09 Jan 2017, 20:38)

Hier im Wirtschaftsbereich wird oft über Gewinner und Verlierer - gern auch als „Minderleister“ difamiert - diskutiert, die Auswirkungen von Globalisierung und Digitalisierung, Vermögens- und Gewinnumverteilungen, ein Bedingungsloses Grundeinkommen und alles was um diese Themen sonst noch kreist. Nun äußert sich jemand dazu in einem Interview der „Berliner Morgenpost“. Eigentlich kann ich alles was der sagt nur unterschreiben. Was sagt ihr dazu?

https://www.morgenpost.de/wirtschaft/article209211301/Schwab-Gewinner-muessen-mit-Verlierern-solidarisch-sein.html


naja

in D gibt es durch unsere Sozialsysteme, das progressive Steuersystem usw. schon jede Menge "Solidarisierung"

Im Artikel geht es ja vornehmlich NICHT im Deutschland.

Und was genau soll eigentlich eine "Vermögens & Gewinnumverteilung" sein?

Gewinne erzielen nur Unternehmen & Selbständige

Vermögen bildet man durch Konsumverzicht.
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Ein Wirtschaftswissenschaftler äußert sich zu aktuellen Themen

Beitragvon Ammianus » Mo 9. Jan 2017, 22:01

Im Artikel geht es sehr wohl auch um Deutschland. Schließlich ist die Weltwirtschaft viel zu verzahnt. Unser relativ positiver Arbeitsmarkt ist doch auch das Ergebnis unserer starken Exporte - was auch zur Arbeitslosigkeit anderswo führt. Und Gewinne, die entstehen meist da, wo schon das große Geld sitzt. Die entstehen nämlich zu großen Teilen an den Börsen. Dort kräftig zu spekulieren und zu wetten und auch mal ein paar Millionen Nasse zu machen, können sich nämlich nur die Fetten Katzen leisten. Einfach gesagt: Der Teufel scheißt immer auf den größten Haufen.

Vermögen durch Konsumverzicht? Du hast ja selbst mal vorgeschlagen, dass Geringverdiener dann eben 60 Stunden in der Woche arbeiten sollen. Was bitte ist das dann noch für ein Leben. Dann kann man auch gleich alles tun, um die Welt in ein blutiges Chaos zu stürzen. Das ist vergnüglicher als so eine sinnlose Maluche.
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Re: Ein Wirtschaftswissenschaftler äußert sich zu aktuellen Themen

Beitragvon Realist2014 » Mo 9. Jan 2017, 22:06

Ammianus hat geschrieben:(09 Jan 2017, 22:01)

1) . Unser relativ positiver Arbeitsmarkt ist doch auch das Ergebnis unserer starken Exporte - was auch zur Arbeitslosigkeit anderswo führt.
2) Und Gewinne, die entstehen meist da, wo schon das große Geld sitzt. Die entstehen nämlich zu großen Teilen an den Börsen. Dort kräftig zu spekulieren und zu wetten und auch mal ein paar Millionen Nasse zu machen, können sich nämlich nur die Fetten Katzen leisten. Einfach gesagt: Der Teufel scheißt immer auf den größten Haufen.

3) Vermögen durch Konsumverzicht? Du hast ja selbst mal vorgeschlagen, dass Geringverdiener dann eben 60 Stunden in der Woche arbeiten sollen. Was bitte ist das dann noch für ein Leben. Dann kann man auch gleich alles tun, um die Welt in ein blutiges Chaos zu stürzen. Das ist vergnüglicher als so eine sinnlose Maluche.


ich habe mir erlaubt deinen Text zu "nummerieren"

1) das ist FALSCH- es gibt keine Arbeitslosigkeit "woanders" WEGEN der deutschen Exporte
2) Gewinne entstehen in UNTERNEHMEN. An den Börsen gibt es KURSGewinne & KURSVerluste
3) Wer eben nur geringe ökonomisch relevante Kompetenzen besitzt- der bekommt nur geringe Bezahlung. Logischerweise ist es damit schwer "Vermögen" zu bilden. Was ist daran so "erstaunlich"?
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Re: Ein Wirtschaftswissenschaftler äußert sich zu aktuellen Themen

Beitragvon Dampflok94 » Di 10. Jan 2017, 08:09

Ein durchaus interessantes Interview. Aber natürlich absolut unkonkret. Die Gewinner sollen mit den Verlierern solidarisch sein. Nett. Wird aber nix werden. Weil die Gewinner sich meist einbilden, sie seien dies wegen ihrer Leistung. Und die Verlierer hätten an ihrem Schicksal selber Schuld. Eine solche Politik ließe sich also nur von außen aufzwingen. Das würde natürlich sofort mit dem Sozialismusverdacht gekontert.
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Re: Ein Wirtschaftswissenschaftler äußert sich zu aktuellen Themen

Beitragvon Realist2014 » Di 10. Jan 2017, 08:29

Dampflok94 hat geschrieben:(10 Jan 2017, 08:09)

Ein durchaus interessantes Interview. Aber natürlich absolut unkonkret. Die Gewinner sollen mit den Verlierern solidarisch sein. Nett. Wird aber nix werden. Weil die Gewinner sich meist einbilden, sie seien dies wegen ihrer Leistung. Und die Verlierer hätten an ihrem Schicksal selber Schuld. Eine solche Politik ließe sich also nur von außen aufzwingen. Das würde natürlich sofort mit dem Sozialismusverdacht gekontert.



welche "Politik" in welchem Kontext - und "Außen" in Bezug auf was?

aus dem Interview:

"Das muss man jeweils auf nationaler Ebene über das Steuer- und Sozialsystem machen, das die sozialen Unterschiede bis zu einem gewissen Grade ausgleicht"


das HABEN wir ja in Deutschland.
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Re: Ein Wirtschaftswissenschaftler äußert sich zu aktuellen Themen

Beitragvon Dampflok94 » Di 10. Jan 2017, 08:45

Realist2014 hat geschrieben:(10 Jan 2017, 08:29)

welche "Politik" in welchem Kontext - und "Außen" in Bezug auf was?

Das ist doch einfach. Er fordert Solidarität der Gewinner mit den Verlierern. Wird es die freiwillig geben? Nach den bisherigen Erfahrungen wohl kaum.
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Re: Ein Wirtschaftswissenschaftler äußert sich zu aktuellen Themen

Beitragvon Realist2014 » Di 10. Jan 2017, 08:51

Dampflok94 hat geschrieben:(10 Jan 2017, 08:45)

Das ist doch einfach. Er fordert Solidarität der Gewinner mit den Verlierern. Wird es die freiwillig geben? Nach den bisherigen Erfahrungen wohl kaum.


schön.

Völlig unpräzise Begriffe.

Frage an dich:

WER wäre aus deiner Sicht in Bezug auf D der Gruppe der "Gewinner"- und wer der Gruppe der "Verlierer" zuzuordnen?

Und was sollten DEINER Meinung nach dann DIESE "Gewinner" konkret machen, um diese Solidarität zu demonstrieren?
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Re: Ein Wirtschaftswissenschaftler äußert sich zu aktuellen Themen

Beitragvon jorikke » Di 10. Jan 2017, 10:43

Dampflok94 hat geschrieben:(10 Jan 2017, 08:09)

Ein durchaus interessantes Interview. Aber natürlich absolut unkonkret. Die Gewinner sollen mit den Verlierern solidarisch sein. Nett. Wird aber nix werden. Weil die Gewinner sich meist einbilden, sie seien dies wegen ihrer Leistung. Und die Verlierer hätten an ihrem Schicksal selber Schuld. Eine solche Politik ließe sich also nur von außen aufzwingen. Das würde natürlich sofort mit dem Sozialismusverdacht gekontert.


Im Grunde ist es ja keine Frage mehr. "Gewinner" geben schon immer ab und "Verlierer" ( schreckliches Wort, irgendwie klingt da immer "selber Schuld" mit) bekommen etwas.
Das findet sich in der progr. Einkommenssteuer, in höheren Krankenkassenbeiträgen und in vielem mehr.
Das ist auch völlig in Ordnung. Deshalb sollte diese Diskussion nicht grundsätzlich geführt werden, da längst entschieden.
Diskutieren kann man über die Höhe von Alimentierungen.
Meine ganz schlichte Meinung:
Solange die Schere zwischen arm und reich sich weiter öffnet, wird zu wenig unterstützt.
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Ammianus
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Re: Ein Wirtschaftswissenschaftler äußert sich zu aktuellen Themen

Beitragvon Ammianus » Di 10. Jan 2017, 13:21

Realist2014 hat geschrieben:(09 Jan 2017, 22:06)

ich habe mir erlaubt deinen Text zu "nummerieren"

1) das ist FALSCH- es gibt keine Arbeitslosigkeit "woanders" WEGEN der deutschen Exporte
2) Gewinne entstehen in UNTERNEHMEN. An den Börsen gibt es KURSGewinne & KURSVerluste
3) Wer eben nur geringe ökonomisch relevante Kompetenzen besitzt- der bekommt nur geringe Bezahlung. Logischerweise ist es damit schwer "Vermögen" zu bilden. Was ist daran so "erstaunlich"?


1) Jep, dass ist eben falsch, weil es falsch ist - überzeugend.
2) Genau, Banken sind keine Unternehmen und dort entstehen auch keine Gewinne da es nur "KURSGewinne & KURSVerluste" sind und das ist ganz was anderes.
3) Und dazu sagt der da im Interview was kurz und prägnant. Und auch über die möglichen Folgen, wenn man das glaubt vernachläsigen zu dürfen weil man den gierigen Hals nicht voll genug bekommt. Musst nur lesen.
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Re: Ein Wirtschaftswissenschaftler äußert sich zu aktuellen Themen

Beitragvon pikant » Di 10. Jan 2017, 13:27

Dampflok94 hat geschrieben:(10 Jan 2017, 08:09)

Ein durchaus interessantes Interview. Aber natürlich absolut unkonkret. Die Gewinner sollen mit den Verlierern solidarisch sein. Nett. Wird aber nix werden. Weil die Gewinner sich meist einbilden, sie seien dies wegen ihrer Leistung. Und die Verlierer hätten an ihrem Schicksal selber Schuld. Eine solche Politik ließe sich also nur von außen aufzwingen. Das würde natürlich sofort mit dem Sozialismusverdacht gekontert.


ich sehe das Interview eher belanglos, da es natuerlich absolut unkonkret ist und sich jeder das raussuchen kann, was er moechte.
bin natuerlich auch dafuer, dass die Gewinner mit den Verlierern solidarisch sind - Schulterklopfen oder Umverteilung - alles unkonkret und belanglos....
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Re: Ein Wirtschaftswissenschaftler äußert sich zu aktuellen Themen

Beitragvon Ammianus » Di 10. Jan 2017, 13:31

jorikke hat geschrieben:(10 Jan 2017, 10:43)

...

Solange die Schere zwischen arm und reich sich weiter öffnet, wird zu wenig unterstützt.


Genau der Satz zeigt das aktuelle Problem. Die pekuniäre Unterschicht bei uns lebt nicht aus der Mülltonne. Im Bereich der Vermögenden hat sich aber an der Spitze eine Kluft aufgetan, die langsam schon irrational erscheint. Es entstehen dabei Vermögenshöhen, wie es sie so früher nicht gab und die teilweise in keiner Weise mehr in irgendeiner Relation sowohl nach Unten als auch zum Bedarf eines Menschen überhaupt stehen. Das haben auch Leute wie Bill Gates erkannt. Sieht man sich dazu noch die Entwicklung der Aktien- und Goldkurse seit den 90ern an – und da werden eben große Teile bestehender Vermögen angelegt, so haben die sich noch einmal zusätzlich kräftig vermehrt.
Wagenknecht hat schon recht, wenn sie darauf verweist, dass bei den Hochvermögenden Vermögen nicht mehr durch Leistung entsteht, sondern sich ganz von selbst bildet.
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Re: Ein Wirtschaftswissenschaftler äußert sich zu aktuellen Themen

Beitragvon Ammianus » Di 10. Jan 2017, 13:36

pikant hat geschrieben:(10 Jan 2017, 13:27)

ich sehe das Interview eher belanglos, da es natuerlich absolut unkonkret ist und sich jeder das raussuchen kann, was er moechte.
bin natuerlich auch dafuer, dass die Gewinner mit den Verlierern solidarisch sind - Schulterklopfen oder Umverteilung - alles unkonkret und belanglos....


Natürlich ist das mit der Solidarität sehr allgemein Formuliert. Hier ging es dem Befragten wohl auch nicht darum, konkrete Heilspläne zu entwickeln. Ein weiterer sehr wesentlicher Punkt war für mich jedoch auch Schwabs Äußerungen zur Digitalisierung der Wirtschaft. Einmal sieht er ganz konkret millionenfachen Jobverlust in den USA bei Kraftfahrern und Kassenkräften im Einzelhandel. Dazu kommt, dass er nicht, wie die Beschwichtiger, darauf verweist, es würden schon neue Jobs entstehen, wie das bis jetzt immer war. Dann seine Stellungnahme zum BGE. Die 20 % bei der Volksabstimmung in der Schweiz waren eben nicht "bloß", sondern ein "immerhin schon". Und er erörtert kurz Funktion und Nutzen solcher Maßnahmen, sollten sie in einigen Jahrzehnten notwendig werden.
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Re: Ein Wirtschaftswissenschaftler äußert sich zu aktuellen Themen

Beitragvon Realist2014 » Di 10. Jan 2017, 13:37

Ammianus hat geschrieben:(10 Jan 2017, 13:21)

1) Jep, dass ist eben falsch, weil es falsch ist - überzeugend.
2) Genau, Banken sind keine Unternehmen und dort entstehen auch keine Gewinne da es nur "KURSGewinne & KURSVerluste" sind und das ist ganz was anderes.
3) Und dazu sagt der da im Interview was kurz und prägnant. Und auch über die möglichen Folgen, wenn man das glaubt vernachläsigen zu dürfen weil man den gierigen Hals nicht voll genug bekommt. Musst nur lesen.


zu 1)

DU kannst ja gerne mal die Produkte anführen, die in den "Problemländern" NICHT wegen den deutschen Exporten dorthin produziert werden... ( also so die Alternativen DORT zu BMW, PORSCHE, Daimler, Siemens-Anlagen usw...)

2) Bankenbashing zum xten Male....

3) das bezieht sich aber NICHT auf Deutschland. In D gibt es keine "Folgen"- weil es nicht einmal im Ansatz "soziale Unruhen " gibt. WEIL eben die Sozialleistungen in D so HOCH sind.
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Re: Ein Wirtschaftswissenschaftler äußert sich zu aktuellen Themen

Beitragvon Realist2014 » Di 10. Jan 2017, 13:38

Ammianus hat geschrieben:(10 Jan 2017, 13:36)

Natürlich ist das mit der Solidarität sehr allgemein Formuliert. Hier ging es dem Befragten wohl auch nicht darum, konkrete Heilspläne zu entwickeln. Ein weiterer sehr wesentlicher Punkt war für mich jedoch auch Schwabs Äußerungen zur Digitalisierung der Wirtschaft. Einmal sieht er ganz konkret millionenfachen Jobverlust in den USA bei Kraftfahrern und Kassenkräften im Einzelhandel. Dazu kommt, dass er nicht, wie die Beschwichtiger, darauf verweist, es würden schon neue Jobs entstehen, wie das bis jetzt immer war. Dann seine Stellungnahme zum BGE. Die 20 % bei der Volksabstimmung in der Schweiz waren eben nicht "bloß", sondern ein "immerhin schon". Und er erörtert kurz Funktion und Nutzen solcher Maßnahmen, sollten sie in einigen Jahrzehnten notwendig werden.


In D wird es in den nächsten Jahrzehnten sicher KEIN "BGE" geben.

Weil wir schon ausreichende Sicherungssysteme haben
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Re: Ein Wirtschaftswissenschaftler äußert sich zu aktuellen Themen

Beitragvon Realist2014 » Di 10. Jan 2017, 13:40

Ammianus hat geschrieben:(10 Jan 2017, 13:31)

Genau der Satz zeigt das aktuelle Problem. Die pekuniäre Unterschicht bei uns lebt nicht aus der Mülltonne. Im Bereich der Vermögenden hat sich aber an der Spitze eine Kluft aufgetan, die langsam schon irrational erscheint. Es entstehen dabei Vermögenshöhen, wie es sie so früher nicht gab und die teilweise in keiner Weise mehr in irgendeiner Relation sowohl nach Unten als auch zum Bedarf eines Menschen überhaupt stehen. Das haben auch Leute wie Bill Gates erkannt. Sieht man sich dazu noch die Entwicklung der Aktien- und Goldkurse seit den 90ern an – und da werden eben große Teile bestehender Vermögen angelegt, so haben die sich noch einmal zusätzlich kräftig vermehrt.
Wagenknecht hat schon recht, wenn sie darauf verweist, dass bei den Hochvermögenden Vermögen nicht mehr durch Leistung entsteht, sondern sich ganz von selbst bildet.



daher weht der Wind...

von ganz links...

es gibt nun einmal keine politische Mehrheit für eine Vermögenssteuer.

Und selbst wenn die wieder eingeführt werden WÜRDE- dann WÜRDE sich bei den Niedriglöhnern ( prekäre Unterschicht?) NICHTS ändern
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Re: Ein Wirtschaftswissenschaftler äußert sich zu aktuellen Themen

Beitragvon pikant » Di 10. Jan 2017, 13:46

Ammianus hat geschrieben:(10 Jan 2017, 13:31)

.
Wagenknecht hat schon recht, wenn sie darauf verweist, dass bei den Hochvermögenden Vermögen nicht mehr durch Leistung entsteht, sondern sich ganz von selbst bildet.


so eine Aussage beunruhigt mich nicht, aber das Steuerkonzept der Linkspartei!
53% ab 63 000 Jahreseinkommen und 5% auf ein Million Vermoegen pro Jahr - das ist Gift fuer unsere Leistungstraeger und die Wirtschaft.
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Re: Ein Wirtschaftswissenschaftler äußert sich zu aktuellen Themen

Beitragvon Ammianus » Di 10. Jan 2017, 13:47

Realist2014 hat geschrieben:(10 Jan 2017, 13:40)

daher weht der Wind...

von ganz links...

...



Nö, nö, versuch gar nicht erst was reinzudeuten. Zum Rest ihres Buches, teilweise langweilig, habe ich mich nicht geäußert. Aber da kannst du noch so oft von der angeblichen Hetze gegen "pöse Banken" sprechen. Dort wird halt ein Großteil des heutigen Vermögens akkumuliert. Sollte Wagenknecht morgen schreiben, dass Regen von Oben nach Unten fällt, kannst du ja, das nächste Mal über die verfluchten Kommunisten schimpfen, wenn du den Regenschirm vergessen hast.
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Re: Ein Wirtschaftswissenschaftler äußert sich zu aktuellen Themen

Beitragvon Realist2014 » Di 10. Jan 2017, 13:56

Ammianus hat geschrieben:(10 Jan 2017, 13:47)

Nö, nö, versuch gar nicht erst was reinzudeuten. Zum Rest ihres Buches, teilweise langweilig, habe ich mich nicht geäußert. Aber da kannst du noch so oft von der angeblichen Hetze gegen "pöse Banken" sprechen. Dort wird halt ein Großteil des heutigen Vermögens akkumuliert. Sollte Wagenknecht morgen schreiben, dass Regen von Oben nach Unten fällt, kannst du ja, das nächste Mal über die verfluchten Kommunisten schimpfen, wenn du den Regenschirm vergessen hast.





der größte Teil der Vermögen der "Reichen" besteht aus Immobilien und Unternehmen ...

die Banken sind höchsten der "Aufbewahrungsort" von den Anteilen in Form von Aktien in den Depots
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Re: Ein Wirtschaftswissenschaftler äußert sich zu aktuellen Themen

Beitragvon Positiv Denkender » Di 10. Jan 2017, 15:08

Ammianus hat geschrieben:(09 Jan 2017, 22:01)

Im Artikel geht es sehr wohl auch um Deutschland. Schließlich ist die Weltwirtschaft viel zu verzahnt. Unser relativ positiver Arbeitsmarkt ist doch auch das Ergebnis unserer starken Exporte - was auch zur Arbeitslosigkeit anderswo führt. Und Gewinne, die entstehen meist da, wo schon das große Geld sitzt. Die entstehen nämlich zu großen Teilen an den Börsen. Dort kräftig zu spekulieren und zu wetten und auch mal ein paar Millionen Nasse zu machen, können sich nämlich nur die Fetten Katzen leisten. Einfach gesagt: Der Teufel scheißt immer auf den größten Haufen.

Vermögen durch Konsumverzicht? Du hast ja selbst mal vorgeschlagen, dass Geringverdiener dann eben 60 Stunden in der Woche arbeiten sollen. Was bitte ist das dann noch für ein Leben. Dann kann man auch gleich alles tun, um die Welt in ein blutiges Chaos zu stürzen. Das ist vergnüglicher als so eine sinnlose Maluche.

Noch ein Witzbold .stelle dir lieber die Frage warum du in einem Land wohnen darfst wie Deutschland :Ferner solltest du dich fragen warum die
Bürger hier in einem weltweit selten erreichten Wohlstand leben .Weil hier fast 70 Jahre alles falsch gemacht wurde?
Oder doch eher weil wir eines der erfolgreichsten Gesellschaft - Wirtschaft -und Sozialsysteme der Welt haben ?
Dir verbietet der Staat nicht Gewinne zu machen . Nur sollten Leute wie du endlich begreifen das der Staat nur Rahmenbedingungen schafft .
Was jemand daraus macht ist allein seine Sache . Der Staat ist keine Hebamme auf Lebenszeit.

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