Sozialsysteme: Auswirkungen von ...

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hallelujah
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Re: Sozialsysteme: Auswirkungen von ...

Beitragvon hallelujah » Fr 30. Dez 2016, 16:24

odiug hat geschrieben:(30 Dec 2016, 16:21)

Ja ... die Macht des Konsumenten.
Divide et impera :(
Macht den Konsumenten als Macht nutzlos.
Und mal eine Gegenfrage:
Was nuetz es dem Verbraucher, wenn seine Jeans zwar billig ist, aber nach ein paar Wochen aus den Naehten geht, weil eben der Gewinn von KIK nicht ueber den hoeheren Preis, sondern den die Masse des Umsatz erziehlt wird?
Hilft das dem Harz IV Empfaenger oder Niedrigloehner wirklich ?
Was du mir wieder mal verkaufen willst als soziale Wohltat ist der sogenannte Wal Mart Effekt.
Das ist reine Angebotspolitik ... wenn nur billig genug, wird es auch gekauft, selbst wenn es nur Mist ist.




DIESE Entscheidung, WER sich WAS für sein Geld kauft, hast DU nicht zu treffen. Du kannst beratend einwirken, daß billig kauft, wer Geld zu viel hat. Das war es dann aber auch schon. Der Rest ist die freie Entscheidung eines mündigen Konsumenten. Wenn dieser nicht so kauft wie du das haben möchtest, dann wirst du dich damit abfinden müssen. So einfach ist das.
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Re: Sozialsysteme: Auswirkungen von ...

Beitragvon odiug » Fr 30. Dez 2016, 16:31

hallelujah hat geschrieben:(30 Dec 2016, 16:12)

Ich möchte dir wirklich nicht zu nahe treten und soll keine Beleidung darstellen. Mein bisheriger Eindruck ist aber, daß du über irgendwelche wirren, unausgegorenen Denkansätze kein Stück hinauskommst. Ein wenig mehr würde ich da schon erwarten.
Ich ertappe mich nämlich gerade dabei etwas genervt zu reagieren, daß ich dich schon in deinen bisherigen Ansätzen auf OFFENSICHTLICHE aber höchst relevante Folgen aufmerksam machen muss.
Ist DAS vielleicht der Grund, warum niemand über deine alternativen Denkmodelle nachdenken möchte? oder es bereits getan hat und sofort wieder aufgegeben?
Du bist GARANTIERT nicht der Einzige auf der Welt, auch nicht in der politischen Welt, der sich über Alternativen Gedanken macht. Aber manches ist einfach so blödsinnig, da braucht man nicht weiter drüber nachdenken...

Du kannst doch nicht ernsthaft von mir erwarten, dass ich hier ein voellig koherentes neues Wirtschaftsmodell praesentiere, dass alle Missstaende auf einen Schlag beseitigt nur damit du zufrieden bist :eek:
Das ueberfordert mich masslos.
Ist auch nicht meine Aufgabe hier.
Ich will neue Denkansaetze.
Die kann man weiter entwickeln oder verwerfen ... bleibt dir ueberlassen.
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Aber wir sind edel und gut, gerecht und unbestechlich und sorgen uns innig um das Wohlergehen unsrer Foristen.
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Re: Sozialsysteme: Auswirkungen von ...

Beitragvon hallelujah » Fr 30. Dez 2016, 16:36

odiug hat geschrieben:(30 Dec 2016, 16:31)

Du kannst doch nicht ernsthaft von mir erwarten, dass ich hier ein voellig koherentes neues Wirtschaftsmodell praesentiere, dass alle Missstaende auf einen Schlag beseitigt nur damit du zufrieden bist :eek:
Das ueberfordert mich masslos.
Ist auch nicht meine Aufgabe hier.
Ich will neue Denkansaetze.
Die kann man weiter entwickeln oder verwerfen ... bleibt dir ueberlassen.



Odiug, ich werde langsam echt sauer.
Ich hatte meine Erwartung oben für einen durchschnittlich begabten Menschen deutlich geschrieben. Das dürfte für jeden verständlich gewesen sein. Da stand NIX von einem völlig bis ins Detail durchdachten Konzept! Ich schrieb von ETWAS mehr als nur wirre Denkansätze!!
Was soll diese Scheisse jetzt???
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Re: Sozialsysteme: Auswirkungen von ...

Beitragvon odiug » Fr 30. Dez 2016, 16:41

hallelujah hat geschrieben:(30 Dec 2016, 16:24)

DIESE Entscheidung, WER sich WAS für sein Geld kauft, hast DU nicht zu treffen. Du kannst beratend einwirken, daß billig kauft, wer Geld zu viel hat. Das war es dann aber auch schon. Der Rest ist die freie Entscheidung eines mündigen Konsumenten. Wenn dieser nicht so kauft wie du das haben möchtest, dann wirst du dich damit abfinden müssen. So einfach ist das.

Na ja ... richtig ... aber ein muendiger Konsument muss auch die Freiheit der Entscheidung haben.
Jetzt frag mal einen Niedrigloehner, dessen Job gerade wegrationalisiert wird, weil die Firma im Bangladesch billiger produzieren kann, ob er Frei in seinen Entscheidungen ist ?
Du gehst von einem funktionierenden Markt aus mit einem Gleichgewicht der gegenseitigen Interessen.
Das ist aber in einer globalisierten Wirtschaft nicht mehr gegebe, weil eben eine Seite sich einfach den Regeln entziehen kann, in dem sie abhaut.
Nur ... und das tut weh zuzugeben ... da gebe ich Trump recht, wenn du abhaust, dann bleib auch weg und schleich dich nicht wieder ueber Billigimporte zurueck.
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Re: Sozialsysteme: Auswirkungen von ...

Beitragvon odiug » Fr 30. Dez 2016, 16:45

hallelujah hat geschrieben:(30 Dec 2016, 16:36)

Odiug, ich werde langsam echt sauer.
Ich hatte meine Erwartung oben für einen durchschnittlich begabten Menschen deutlich geschrieben. Das dürfte für jeden verständlich gewesen sein. Da stand NIX von einem völlig bis ins Detail durchdachten Konzept! Ich schrieb von ETWAS mehr als nur wirre Denkansätze!!
Was soll diese Scheisse jetzt???

Was die "Scheisse" soll ???
Denk selbst darueber nach oder eben nicht ... kein Grund sauer oder gar ausfaellig zu werden.
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Re: Sozialsysteme: Auswirkungen von ...

Beitragvon hallelujah » Fr 30. Dez 2016, 16:47

odiug hat geschrieben:(30 Dec 2016, 16:41)

Na ja ... richtig ... aber ein muendiger Konsument muss auch die Freiheit der Entscheidung haben.
Jetzt frag mal einen Niedrigloehner, dessen Job gerade wegrationalisiert wird, weil die Firma im Bangladesch billiger produzieren kann, ob er Frei in seinen Entscheidungen ist ?
Du gehst von einem funktionierenden Markt aus mit einem Gleichgewicht der gegenseitigen Interessen.
Das ist aber in einer globalisierten Wirtschaft nicht mehr gegebe, weil eben eine Seite sich einfach den Regeln entziehen kann, in dem sie abhaut.
Nur ... und das tut weh zuzugeben ... da gebe ich Trump recht, wenn du abhaust, dann bleib auch weg und schleich dich nicht wieder ueber Billigimporte zurueck.



Das Argument kann ich nicht gelten lassen. Die übrige Mehrheit, die nicht als Niedriglöhner arbeitet oder auf H4 ist, die machen das nicht anders.

NOCHMAL: der Verbraucher kann nicht beides haben. Billige Produkte UND gleiche Standards wie in D. ER muss diese Entscheidung treffen. Niemand anders kann das wirksam.
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Re: Sozialsysteme: Auswirkungen von ...

Beitragvon hallelujah » Fr 30. Dez 2016, 16:54

odiug hat geschrieben:(30 Dec 2016, 16:45)

Was die "Scheisse" soll ???
Denk selbst darueber nach oder eben nicht ... kein Grund sauer oder gar ausfaellig zu werden.



ich rede, wir mir die Schnauze gewachsen ist. Hart aber herzlich.
Ich kann einfach nicht leiden, wenn eindeutige Texte derart ins extrem interpretiert werden, daß sie mit der ursprünglichen Aussage nichts mehr zu tun haben.
Das empfinde ich als trotziges Kleinkindverhalten, dem man die Schaufel weggenommen hat und nun flennt, daß die ganze Welt es nicht mehr lieb hat.

Also, ich habe eigentlich nur 2 Bitten:
a) keine Trotzreaktionen
b) die Gedankenansätze ein klein wenig konkretisieren und mal ein klein wenig über die Folgen nachdenken, das eliminiert viele Forderungen von selbst.

So würde die Diskussion auch wieder sinnvoller werden und mehr Spaß bringen. UND gegenseitigen Respekt!
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Re: Sozialsysteme: Auswirkungen von ...

Beitragvon odiug » Fr 30. Dez 2016, 17:23

hallelujah hat geschrieben:(30 Dec 2016, 16:47)

Das Argument kann ich nicht gelten lassen. Die übrige Mehrheit, die nicht als Niedriglöhner arbeitet oder auf H4 ist, die machen das nicht anders.

NOCHMAL: der Verbraucher kann nicht beides haben. Billige Produkte UND gleiche Standards wie in D. ER muss diese Entscheidung treffen. Niemand anders kann das wirksam.

Das ist richtig.
Der Verbraucher kann nicht sagen: billig, billig, billig und gleichzeitig ueber die Deindustrialisierung ganzer Landstriche und den Jobverlust sich beklagen.
Er hat aber auch nicht wirklich die Wahl, wenn der Jobverlust wie ein Damoklesschwert ueber ihm schwebt, dann ist er auf billig, billig, billig angewiesen.
Der mittelstaendische Konkurrent, der eben keinen global agierenden Konzern im Ruecken hat, der kann sich auch nicht dem billig, billig, billig entziehen.
Der geht dann pleite, eben weil er nicht einfach abhauen kann sondern hier fest sitzt.
Das bedeutet aber, dass die hier ansaessigen Firmen in Konkurrenz treten mit Konzernen, die unter voellig anderen Bedingungen produzieren koennen ... eben weil sie hier herrschende Arbeits und Umweltschutze einfach umgehen koennen, in dem sie ins Ausland gehen, wo man das nicht so streng sieht ob der Fluss stinkt oder nicht.
Bleibt eigentlich nur der Verbraucherschutz als Instrument, dem entgegen zu wirken.
Von daher macht es Sinn, nicht nur die Grenzwerte fuer giftige Chemikalien in den Produkten zu regulieren, sondern eben auch die Gifte in der Luft oder dem Fluss in Vietnam, die zur Herstellung der Produkte in die Umwelt entlassen werden sowie die Arbeitnehmerrechte und den Arbeitsschutz nicht mehr an die Fabrik zu knuepfen, die ja dazu in Europa stehen muesste um sie von den hiessigen Behoerden durchzusetzen, sondern an die hier verkauften Produkte.
Dann gilt der Arbeitnehmerschutz und der Umweltschutz eben auch in Vietnam, zumindest fuer Produkte, die innerhalb der EU verkauft werden.
Und natuerlich kann man sagen, dass im Rahmen der Entwicklungshilfe die Standards so angepasst werden in den Schwellen und Entwicklungslaendern, dass deren Entwicklung darunter nicht zu sehr leidet.
Aber dass wir auf Mindeststandards beharren sollten, das halte ich schon fuer noetig um einen Wettlauf nach unten entgegen zu wirken.
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Re: Sozialsysteme: Auswirkungen von ...

Beitragvon odiug » Fr 30. Dez 2016, 17:28

hallelujah hat geschrieben:(30 Dec 2016, 16:54)

ich rede, wir mir die Schnauze gewachsen ist. Hart aber herzlich.
Ich kann einfach nicht leiden, wenn eindeutige Texte derart ins extrem interpretiert werden, daß sie mit der ursprünglichen Aussage nichts mehr zu tun haben.
Das empfinde ich als trotziges Kleinkindverhalten, dem man die Schaufel weggenommen hat und nun flennt, daß die ganze Welt es nicht mehr lieb hat.

Also, ich habe eigentlich nur 2 Bitten:
a) keine Trotzreaktionen
b) die Gedankenansätze ein klein wenig konkretisieren und mal ein klein wenig über die Folgen nachdenken, das eliminiert viele Forderungen von selbst.

So würde die Diskussion auch wieder sinnvoller werden und mehr Spaß bringen. UND gegenseitigen Respekt!

Siehst du ... das tust du eben nicht, weil ich ansonsten als Moderator einschreiten muss.
Steht so in den Nutzerbedingungen ... lies das mal nach.
Ausserdem bin ich faul.
Je weniger ich als Moderator tun muss, desto lieber ist mir das :)
So ... das gesagt ... das Argument von Realist war voellig ausreichend ohne den Zusatz.
Du musst weder mir, noch der EU oder Politik "Klugscheisserei" vorwerfen, um ein Argument vorzutragen.
Das hat einfach was mit einem halbwegs regelkonformen Diskussionsstil zu tun.
Das gilt so auch fuer dich ;)
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Re: Sozialsysteme: Auswirkungen von ...

Beitragvon hallelujah » Fr 30. Dez 2016, 17:37

odiug hat geschrieben:(30 Dec 2016, 17:23)

Das ist richtig.
Der Verbraucher kann nicht sagen: billig, billig, billig und gleichzeitig ueber die Deindustrialisierung ganzer Landstriche und den Jobverlust sich beklagen.
Er hat aber auch nicht wirklich die Wahl, wenn der Jobverlust wie ein Damoklesschwert ueber ihm schwebt, dann ist er auf billig, billig, billig angewiesen.
Der mittelstaendische Konkurrent, der eben keinen global agierenden Konzern im Ruecken hat, der kann sich auch nicht dem billig, billig, billig entziehen.
Der geht dann pleite, eben weil er nicht einfach abhauen kann sondern hier fest sitzt.
Das bedeutet aber, dass die hier ansaessigen Firmen in Konkurrenz treten mit Konzernen, die unter voellig anderen Bedingungen produzieren koennen ... eben weil sie hier herrschende Arbeits und Umweltschutze einfach umgehen koennen, in dem sie ins Ausland gehen, wo man das nicht so streng sieht ob der Fluss stinkt oder nicht.
Bleibt eigentlich nur der Verbraucherschutz als Instrument, dem entgegen zu wirken.
Von daher macht es Sinn, nicht nur die Grenzwerte fuer giftige Chemikalien in den Produkten zu regulieren, sondern eben auch die Gifte in der Luft oder dem Fluss in Vietnam, die zur Herstellung der Produkte in die Umwelt entlassen werden sowie die Arbeitnehmerrechte und den Arbeitsschutz nicht mehr an die Fabrik zu knuepfen, die ja dazu in Europa stehen muesste um sie von den hiessigen Behoerden durchzusetzen, sondern an die hier verkauften Produkte.
Dann gilt der Arbeitnehmerschutz und der Umweltschutz eben auch in Vietnam, zumindest fuer Produkte, die innerhalb der EU verkauft werden.
Und natuerlich kann man sagen, dass im Rahmen der Entwicklungshilfe die Standards so angepasst werden in den Schwellen und Entwicklungslaendern, dass deren Entwicklung darunter nicht zu sehr leidet.
Aber dass wir auf Mindeststandards beharren sollten, das halte ich schon fuer noetig um einen Wettlauf nach unten entgegen zu wirken.




ach odiug,
diese Massenware aus Fernost, da KANN Europa schon lange nicht mehr mithalten, der Mittelstand schon gar nicht. Die sind entweder spezialisiert auf Nischenprodukte oder hochwertige/hochpreisige Ware.
Sorry, aber du hast Wünsche, die überhaupt nicht mehr erfüllbar sind.
Die Welt ist arbeitsteiliger geworden. Der Gedanke, daß die allermeisten Produkte, die in D konsumiert werden auch in D hergestellt werden sollen, ist überholt. Aber so was von...

Die Chinesen merken langsam auch, daß ihre Umwelt verbesserungswürdig ist und die Arbeitsbedingungen auch. Geht aber alles nicht so schnell, wie man sich das wünschen würde.
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Re: Sozialsysteme: Auswirkungen von ...

Beitragvon hallelujah » Fr 30. Dez 2016, 17:44

odiug hat geschrieben:(30 Dec 2016, 17:28)

Siehst du ... das tust du eben nicht, weil ich ansonsten als Moderator einschreiten muss.
Steht so in den Nutzerbedingungen ... lies das mal nach.
Ausserdem bin ich faul.
Je weniger ich als Moderator tun muss, desto lieber ist mir das :)
So ... das gesagt ... das Argument von Realist war voellig ausreichend ohne den Zusatz.
Du musst weder mir, noch der EU oder Politik "Klugscheisserei" vorwerfen, um ein Argument vorzutragen.
Das hat einfach was mit einem halbwegs regelkonformen Diskussionsstil zu tun.
Das gilt so auch fuer dich ;)




jetzt bin ich neugierig, wo in den Nutzungsbedingungen stehen soll, daß man nicht "scheisse" oder "Klugscheisserei" schreiben darf stehen soll.
Das sind inzwischen im deutschen Sprachgebrauch alltäglich gebrauchte Wörter.
Deine Funktion als Moderator beeindruckt mich jetzt nicht. Macht für mich keinen Unterschied.
Nur als kleiner Wink mit dem Zaunpfahl: ich darf wohl zurecht behaupten, daß ich hier zu den Usern gehöre, die am wenigsten Arbeit für die Mods machen. Oder irre ich mich da? Sicher nicht.
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Re: Sozialsysteme: Auswirkungen von ...

Beitragvon odiug » Fr 30. Dez 2016, 17:49

hallelujah hat geschrieben:(30 Dec 2016, 17:37)

ach odiug,
diese Massenware aus Fernost, da KANN Europa schon lange nicht mehr mithalten, der Mittelstand schon gar nicht. Die sind entweder spezialisiert auf Nischenprodukte oder hochwertige/hochpreisige Ware.
Sorry, aber du hast Wünsche, die überhaupt nicht mehr erfüllbar sind.
Die Welt ist arbeitsteiliger geworden. Der Gedanke, daß die allermeisten Produkte, die in D konsumiert werden auch in D hergestellt werden sollen, ist überholt. Aber so was von...

Die Chinesen merken langsam auch, daß ihre Umwelt verbesserungswürdig ist und die Arbeitsbedingungen auch. Geht aber alles nicht so schnell, wie man sich das wünschen würde.

Richtig ... also Trumps Argument ist natuerlich insofern bedenklich, weil man sich schon fragen muss, ob wir diese Art von Jobs ueberhaupt in Europa oder den USA haben wollen.
Die Sache ist nur die ... nicht alle koennen in klimatisierten Bueros Exel Tabellen eintippen.
Also die Idee der Qualifizierung von Arbeitnehmern stoesst da an ihre Grenzen, wo der einzelne Mensch eben seine Grenzen hat.
Was machen wir jetzt mit denen ?
Und ich sage ja nicht, dass man alle Produkte die in Deutschland verbraucht werden, auch in Deutschland produziert werden muessen.
Ich sage nur, dass Produkte, die in Deutschland verbraucht werden zu Bedingungen hergestellt werden, die wir uns selbst vorgeben.
Und die Chinesen machen genau das, was die globalen Konzerne schon lange machen.
Sie exportieren ihre Umweltverschmutzung in Laender, wo man das eben nicht so eng nimmt.
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Re: Sozialsysteme: Auswirkungen von ...

Beitragvon odiug » Fr 30. Dez 2016, 17:52

hallelujah hat geschrieben:(30 Dec 2016, 17:44)

jetzt bin ich neugierig, wo in den Nutzungsbedingungen stehen soll, daß man nicht "scheisse" oder "Klugscheisserei" schreiben darf stehen soll.
Das sind inzwischen im deutschen Sprachgebrauch alltäglich gebrauchte Wörter.
Deine Funktion als Moderator beeindruckt mich jetzt nicht. Macht für mich keinen Unterschied.
Nur als kleiner Wink mit dem Zaunpfahl: ich darf wohl zurecht behaupten, daß ich hier zu den Usern gehöre, die am wenigsten Arbeit für die Mods machen. Oder irre ich mich da? Sicher nicht.

Ich habe eigentlich geschrieben, dass eine derartige Diskussion nicht hierher gehoert.
Du hast recht, ich haette ihm das als PN schicken sollen.
Ich werde aber sicherlich nicht mit dir die Interna der Moderation diskutieren.
Dafuer haben wir einen eigenen Bereich.
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Re: Sozialsysteme: Auswirkungen von ...

Beitragvon hallelujah » Fr 30. Dez 2016, 17:57

odiug hat geschrieben:(30 Dec 2016, 17:49)

Richtig ... also Trumps Argument ist natuerlich insofern bedenklich, weil man sich schon fragen muss, ob wir diese Art von Jobs ueberhaupt in Europa oder den USA haben wollen.
Die Sache ist nur die ... nicht alle koennen in klimatisierten Bueros Exel Tabellen eintippen.
Also die Idee der Qualifizierung von Arbeitnehmern stoesst da an ihre Grenzen, wo der einzelne Mensch eben seine Grenzen hat.
Was machen wir jetzt mit denen ?
Und ich sage ja nicht, dass man alle Produkte die in Deutschland verbraucht werden, auch in Deutschland produziert werden muessen.
Ich sage nur, dass Produkte, die in Deutschland verbraucht werden zu Bedingungen hergestellt werden, die wir uns selbst vorgeben.
Und die Chinesen machen genau das, was die globalen Konzerne schon lange machen.
Sie exportieren ihre Umweltverschmutzung in Laender, wo man das eben nicht so eng nimmt.



Nö, brauchen auch nicht alle Excel-Tabellen zu tippen. Gibt noch andere Möglichkeiten. Für Geringqualifizierte im Dienstleistungsbereich, der auch nicht einfach ausgelagert werden kann. Der Anteil des produzierenden Gewerbe am BIP hat sowieso dramatisch abgenommen. Das IST bereits Realität. Und TROTZDEM ist die Arbeitslosigkeit recht gering.

Viel Spaß dabei, anderen Ländern Vorschriften machen zu wollen, wie sie zu produzieren haben, damit sie in D verkaufen dürfen. Du scheinst dir wirklich keine Gedanken darüber machen zu wollen, welche Konsequenzen das haben wird. Wenn es dumm läuft, hast du einen 1a-Handelskrieg angezettelt. Glückwunsch.
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Re: Sozialsysteme: Auswirkungen von ...

Beitragvon hallelujah » Fr 30. Dez 2016, 18:02

odiug hat geschrieben:(30 Dec 2016, 17:52)

Ich habe eigentlich geschrieben, dass eine derartige Diskussion nicht hierher gehoert.
Du hast recht, ich haette ihm das als PN schicken sollen.
Ich werde aber sicherlich nicht mit dir die Interna der Moderation diskutieren.
Dafuer haben wir einen eigenen Bereich.



naja, ich denke, gestört haben wir den Thread gerade nicht. Sonst sowieso gerade niemand hier.
Ich hätte trotzdem gerne gewußt, gegen welche Nutzungsbedingung ich verstossen haben soll. Gerne auch per PN.
P.S.: ich hatte mir das Ding damals bereits durchgelesen. Und extra wegen dir eben zur Sicherheit nochmal.
Das Einzige, was man mir anlasten kann, ist jetzt gerade themenfremder Spam. Ist aber gerade im Gesprächsverlauf drin und wie gesagt, gerade niemand sonst hier.
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Re: Sozialsysteme: Auswirkungen von ...

Beitragvon Boracay » Fr 30. Dez 2016, 18:55

odiug hat geschrieben:
Das ist richtig.
Der Verbraucher kann nicht sagen: billig, billig, billig und gleichzeitig ueber die Deindustrialisierung ganzer Landstriche und den Jobverlust sich beklagen.


Das ist kein Widerspruch - schließlich wird niemand ernsthaft fordern das Toaster, Kaffeemaschinen oder T-Shirts wieder in Deutschland hergestellt werden sollen.

Schau dir mal Trigema an - das sind richtig bemitleidenswerte Leute die da arbeiten müssen für 10€ die Stunde. Fast nur Spätaussiedler und Rumänen dagegen ist jeder GLS Fahrer Überbezahlt.
Lustig ist - Grupp lässt sich dafür von den linken Volldeppen feiern und hat dies sogar zum Marketingibstrument Nummer 1 auserkoren.

In D werden Fahrzeuge, Maschinen, Anlagen, Medizinprodukte,...hergestellt. Der individuelle Konsum ist hierbei völlig egal.
Orwellhatterecht
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Re: Sozialsysteme: Auswirkungen von ...

Beitragvon Orwellhatterecht » Fr 30. Dez 2016, 19:51

odiug hat geschrieben:(30 Dec 2016, 17:23)

Das ist richtig.
Der Verbraucher kann nicht sagen: billig, billig, billig und gleichzeitig ueber die Deindustrialisierung ganzer Landstriche und den Jobverlust sich beklagen.
Er hat aber auch nicht wirklich die Wahl, wenn der Jobverlust wie ein Damoklesschwert ueber ihm schwebt, dann ist er auf billig, billig, billig angewiesen.
Der mittelstaendische Konkurrent, der eben keinen global agierenden Konzern im Ruecken hat, der kann sich auch nicht dem billig, billig, billig entziehen.
Der geht dann pleite, eben weil er nicht einfach abhauen kann sondern hier fest sitzt.
Das bedeutet aber, dass die hier ansaessigen Firmen in Konkurrenz treten mit Konzernen, die unter voellig anderen Bedingungen produzieren koennen ... eben weil sie hier herrschende Arbeits und Umweltschutze einfach umgehen koennen, in dem sie ins Ausland gehen, wo man das nicht so streng sieht ob der Fluss stinkt oder nicht.
Bleibt eigentlich nur der Verbraucherschutz als Instrument, dem entgegen zu wirken.
Von daher macht es Sinn, nicht nur die Grenzwerte fuer giftige Chemikalien in den Produkten zu regulieren, sondern eben auch die Gifte in der Luft oder dem Fluss in Vietnam, die zur Herstellung der Produkte in die Umwelt entlassen werden sowie die Arbeitnehmerrechte und den Arbeitsschutz nicht mehr an die Fabrik zu knuepfen, die ja dazu in Europa stehen muesste um sie von den hiessigen Behoerden durchzusetzen, sondern an die hier verkauften Produkte.
Dann gilt der Arbeitnehmerschutz und der Umweltschutz eben auch in Vietnam, zumindest fuer Produkte, die innerhalb der EU verkauft werden.
Und natuerlich kann man sagen, dass im Rahmen der Entwicklungshilfe die Standards so angepasst werden in den Schwellen und Entwicklungslaendern, dass deren Entwicklung darunter nicht zu sehr leidet.
Aber dass wir auf Mindeststandards beharren sollten, das halte ich schon fuer noetig um einen Wettlauf nach unten entgegen zu wirken.





Den Marken NIKE, PUMA und Addidas kann man alles mögliche nachsagen, nur nicht, dass sie "billig, billig, billig" verkauft werden, jedenfalls nicht, über die Ladentheke.
http://www.n-tv.de/wirtschaft/Die-unsau ... 41261.html.
Die Großen hören auf zu herrschen, wenn die Kleinen aufhören zu kriechen!“
(Friedrich Schiller)
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Re: Sozialsysteme: Auswirkungen von ...

Beitragvon Boracay » Fr 30. Dez 2016, 22:00

Orwellhatterecht hat geschrieben:(30 Dec 2016, 19:51)

Den Marken NIKE, PUMA und Addidas kann man alles mögliche nachsagen, nur nicht, dass sie "billig, billig, billig" verkauft werden, jedenfalls nicht, über die Ladentheke.
http://www.n-tv.de/wirtschaft/Die-unsau ... 41261.html.


Kommt natürlich von einem weltfremden Menschen der sein Heimatland noch nie verlassen hat. Aufgrund der pösen pösen Texilhändler haben sehr viele Menschen eine Arbeit, die Löhne haben sich in den letzten Jahr n verdreifacht. In China, dem Land in dem Arbeiter ja ganz ganz schlimm ausgebeutet werden sind mal schnell 500 Millionen Menschen in die Mittelschicht aufgestiegen.

Das die Armut weltweit in den freien Fall übergegangen ist wollen die Linken Deppen nicht sehen - stattdessen wird von Ausbeutung gesprochen und Abzocker wie Hrupp sind die Helden der Arbeiter.
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Re: Sozialsysteme: Auswirkungen von ...

Beitragvon odiug » Fr 30. Dez 2016, 22:09

hallelujah hat geschrieben:(30 Dec 2016, 17:57)

Nö, brauchen auch nicht alle Excel-Tabellen zu tippen. Gibt noch andere Möglichkeiten. Für Geringqualifizierte im Dienstleistungsbereich, der auch nicht einfach ausgelagert werden kann. Der Anteil des produzierenden Gewerbe am BIP hat sowieso dramatisch abgenommen. Das IST bereits Realität. Und TROTZDEM ist die Arbeitslosigkeit recht gering.

Viel Spaß dabei, anderen Ländern Vorschriften machen zu wollen, wie sie zu produzieren haben, damit sie in D verkaufen dürfen. Du scheinst dir wirklich keine Gedanken darüber machen zu wollen, welche Konsequenzen das haben wird. Wenn es dumm läuft, hast du einen 1a-Handelskrieg angezettelt. Glückwunsch.

Also wenn ich dir erklaeren soll, was ich meine, dann musst du das schon lesen ... sonst ist das sinnlos.
Aber nochmals ... ich schreibe keinem anderen Land vor, wie es was produzieren soll.
Ich schreibe aber sehr wohl den Importeuren vor, was sie importieren duerfen.
Und das tut jedes Land.
Nennt sich Verbraucherschutz.
Die EU tut das uebrigens auch im Bereich Umweltschutz.
Probier mal einen Klafter Mahagonieholz in die EU einzufuehren oder ein Leopardenfell.
Was ich nun vorschlage, diese Regelungen auf den Arbeitsschutz und die Arbeitsbedingungen zu erweitern.
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Re: Sozialsysteme: Auswirkungen von ...

Beitragvon hallelujah » Fr 30. Dez 2016, 22:29

odiug hat geschrieben:(30 Dec 2016, 22:09)

Also wenn ich dir erklaeren soll, was ich meine, dann musst du das schon lesen ... sonst ist das sinnlos.
Aber nochmals ... ich schreibe keinem anderen Land vor, wie es was produzieren soll.
Ich schreibe aber sehr wohl den Importeuren vor, was sie importieren duerfen.
Und das tut jedes Land.
Nennt sich Verbraucherschutz.
Die EU tut das uebrigens auch im Bereich Umweltschutz.
Probier mal einen Klafter Mahagonieholz in die EU einzufuehren oder ein Leopardenfell.
Was ich nun vorschlage, diese Regelungen auf den Arbeitsschutz und die Arbeitsbedingungen zu erweitern.



Ich lese, was du schreibst. egel ob du vorschreiben wilst, was importiert werden darf, es kommt aufs gleiche raus...
Ich betrachte die sache von der praktischen seite aus, wir sind hier nicht bei wünsch dir was. du kannst versuchen, ein handelsabkommen mit china zu schliessen, viel glück.
Du wirst aber probleme bekommen, wenn du china vorschreiben willst, was sie nach europa exportieren dürfen (den importeuren vorschreiben usw., kommt aufs gleiche raus). wärst DU bereit, die politische Verantwortung zu übernehmen? Du hast wirklich keinerlei vorstellung davon, wie das für europa enden könnte. was machst du, wenn china keine seltenen erden mehr liefert? Kannst du die folgen abschätzen?
Gäbe es einen Gott, hätte er keine Religionen erschaffen.

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