Sozialsysteme: Auswirkungen von ...

In diesem Forum werden Themen rund um die sozialen Sicherungsysteme diskutiert.
Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Arbeitslosengeld 2 (HartzIV), Rentenversicherung, Sozialgesetzbuch.

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Der Neandertaler
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Sozialsysteme: Auswirkungen von ...

Beitragvon Der Neandertaler » Di 1. Nov 2016, 19:34

Hallo.
In den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts sprach Herr Biedenkopf davon, daß wir unsere Sozialsystem vor die Wand fahren würden, wenn wir so weitermachen würden wie bisher. Er war der Ansicht, daß unsere Sozialsystem unweigerlich kollabieren werden, weil die Menge der Arbeiter immer kleiner wird, wogegen das Heer der Rentner immer größer wird.
    sprich:
      es stehen zukünftig immer mehr Rentnern immer weniger Einzahlern gegenüber.
Zudem würde der durchschnittliche der Bezug von Rentenzahlung zeitlich immer länger – da durchschnittlich jeder Bürger immer älter wird. Diese Fakten wollte nicht jeder zur Kenntnis nehmen. Dies wußte auch Herr Kohl ... oder er ahnte es zumindest. Herr Biedenkopf wurde daher geschaßt und verbannt – er ging nach Sachsen.

Nachdem Herr Schroeder an die Regierung kam, verkündete er die Agenda 2010 und ließ diese von Peter Hartz ausarbeiten. In dieser Agenda sind Maßnahmen ausgearbeitet, die zwar schmerzlich, aber leider unausweichlich sind. Es war also ein in jeder Hinsicht notwendiger, aber schmerzhafter Einstieg in eine Zukunft für eine sich auch zukünftig verändernde Gesellschaft - wofür ihm sogar Frau Merkel ausdrücklich gedankt hat. Eine These besagt aber, daß die notwendigen Maßnahmen wohl weniger schmerzhaftere Folgen hätten haben können, wenn diese schon früher vorgenommen worden wären.
Deutlich:
    Wenn diese Einschnitte also schon unter Kohl begonnen hätten, wäre es zeitlich früher gewesen und daher nicht so schmerzhaft.
Mit den Flüchtlingen kam nun zeitweise der euphorische Wunschgedanke auf, daß mit diesen, teils jungen, arbeitsfähigen und ebenso arbeitswilligen, oder auch gut ausgebildeten Flüchtlingen, unser Problem teilweise gelößt sein würde. Dies dürfte aber ein Trugschluß sein - da mehr Einzahler letzlich auch irgendwann mehr Leistungsbezieher bedeuten würde. Gleiches dürfte ebenso für die sogenannte Bürgerversicherung gelten. Daß eine Erweiterung der Einzahler oder eine Vergrößerung der Einnahmen (etwa durch Wegfall der Beitragsbemessungsgrenze) auch nicht die Lösung des Pudels Kern sein kann, ... dies scheint sich sogar mittlerweile bis zu unserer SPD-Vorzeige-Linken Andrea Nahles herumgesprochen zu haben.

Mittlerweile scheinen diese, von einigen schon früh erkannten, aber leider nicht von allen wahrhabenden Voraussetzungen (alternde Gesellschaft: mehr Rentner aber weniger Beitragszahler, etc.), ihre Auswirkungen zu zeigen und daher zunehmend ein Um- oder Nachdenken innerhalb der Bevölkerung zu ergreifen. Wenn aber auch zukünftig etwa die Digitalisierung voranschreitet - also zukünftig Roboter intelligenter werden und vermehrt nicht nur eintönige Arbeiten verrichten, somit also noch mehr humanoide Arbeitsplätze wegfallen, fallen auch vermehrt Einzahler weg.

Konsequenz:
  • entweder die Beitragssätze müßten steigen,
  • die Leistungen müßten sinken (Stichwort: Rentenkürzung), oder ...
  • die staatlichen Zuschüße müßten erhöht werden.
Eine Erhöhung der staatlichen Zuschüße heißt aber in letzter Konsequen wiederum Steuererhöhung.

Ich möchte daher hier weder Bürgerversicherung oder sonstwas diskutieren, sondern eine Art Zusatzeinzahlung der Unternehmen, welche sich vielleicht irgendwie am Umsatz des Unternehmens, oder an der Anzahl der Arbeitsplätze dessen orrientiert - seien sie von Menschen oder Robotern besetzt.
    ... denn ich bin mir über deren Auswirkungen noch nicht ganz im Klaren
"Ich teile Ihre Meinung nicht, ich werde aber bis zu meinem letzten Atemzug kämpfen, daß Sie Ihre Meinung frei äußern können." (Voltaire)
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Re: Sozialsysteme: Auswirkungen von ...

Beitragvon Piranha » Di 1. Nov 2016, 19:44

Da fehlt halt die Relation zur Produktivität.
Dass es immer mehr Rentner geben wird und die Systeme dabei zusammenbrechen werden ist ein Unfug, der von den Reichen schon seit Beginn des Kapitalismus erzählt wird.

Vergleich mal 1900 mit 2000.
Die Arbeitszeiten sind massiv gesunken, aber die Produktivität ist gleichzeitig massiv gestiegen, so dass weniger Arbeit pro Nase ganz locker mehr Güter pro Nase produziert als vorher.
Der Rest ist nur eine Frage der Verteilung.
Es ist von ALLEM mehr da als die Deutschen brauchen, wir müssen es nur verteilen.
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Re: Sozialsysteme: Auswirkungen von ...

Beitragvon Realist2014 » Di 1. Nov 2016, 20:04

Piranha hat geschrieben:(01 Nov 2016, 19:44)

Da fehlt halt die Relation zur Produktivität.
Dass es immer mehr Rentner geben wird und die Systeme dabei zusammenbrechen werden ist ein Unfug, der von den Reichen schon seit Beginn des Kapitalismus erzählt wird.

Vergleich mal 1900 mit 2000.
Die Arbeitszeiten sind massiv gesunken, aber die Produktivität ist gleichzeitig massiv gestiegen, so dass weniger Arbeit pro Nase ganz locker mehr Güter pro Nase produziert als vorher.
Der Rest ist nur eine Frage der Verteilung.
Es ist von ALLEM mehr da als die Deutschen brauchen, wir müssen es nur verteilen.



stimmt nicht

ist über die Lohnentwicklung drin

falls du es nicht wissen solltest

das Rentensystem in D ist ein "Umlage- System" für die Arbeitnehmer...

bezahlt zu jeweils 50% von den AN und deren AG

übrigens ist der Anteil am BIP, was die "Güterproduktion" betrifft- nur mehr 20%....
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Sozialsysteme: Auswirkungen von ...

Beitragvon Realist2014 » Di 1. Nov 2016, 20:06

Der Neandertaler hat geschrieben:(01 Nov 2016, 19:34)



Konsequenz:
  • entweder die Beitragssätze müßten steigen,
  • die Leistungen müßten sinken (Stichwort: Rentenkürzung), oder ...
  • die staatlichen Zuschüße müßten erhöht werden.
Eine Erhöhung der staatlichen Zuschüße heißt aber in letzter Konsequen wiederum Steuererhöhung.

Ich möchte daher hier weder Bürgerversicherung oder sonstwas diskutieren, sondern eine Art Zusatzeinzahlung der Unternehmen, welche sich vielleicht irgendwie am Umsatz des Unternehmens, oder an der Anzahl der Arbeitsplätze dessen orrientiert - seien sie von Menschen oder Robotern besetzt.
    ... denn ich bin mir über deren Auswirkungen noch nicht ganz im Klaren



das wäre AUCH eine Steuererhöhung...
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Re: Sozialsysteme: Auswirkungen von ...

Beitragvon Selina » Di 1. Nov 2016, 20:06

Piranha hat geschrieben:(01 Nov 2016, 19:44)

Da fehlt halt die Relation zur Produktivität.
Dass es immer mehr Rentner geben wird und die Systeme dabei zusammenbrechen werden ist ein Unfug, der von den Reichen schon seit Beginn des Kapitalismus erzählt wird.

Vergleich mal 1900 mit 2000.
Die Arbeitszeiten sind massiv gesunken, aber die Produktivität ist gleichzeitig massiv gestiegen, so dass weniger Arbeit pro Nase ganz locker mehr Güter pro Nase produziert als vorher.
Der Rest ist nur eine Frage der Verteilung.
Es ist von ALLEM mehr da als die Deutschen brauchen, wir müssen es nur verteilen.


:thumbup:
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Re: Sozialsysteme: Auswirkungen von ...

Beitragvon Realist2014 » Di 1. Nov 2016, 20:08

Selina hat geschrieben:(01 Nov 2016, 20:06)

:thumbup:



wenn es um's Umverteilen geht- dann sind die linken Geister immer ganz vorne... :D

bei der Erbringung der Wertschöpfung dagegen ganz hinten...

woran liegt das?
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Re: Sozialsysteme: Auswirkungen von ...

Beitragvon Selina » Di 1. Nov 2016, 20:10

Realist2014 hat geschrieben:(01 Nov 2016, 20:08)

wenn es um's Umverteilen geht- dann sind die linken Geister immer ganz vorne... :D

bei der Erbringung der Wertschöpfung dagegen ganz hinten...

woran liegt das?


Was mich anbelangt, da hab ich keinen Nachholbedarf. Hab mehr als genug Wert geschöpft. Worauf du einen lassen kannst... ääääähm... du dich verlassen kannst :)
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Re: Sozialsysteme: Auswirkungen von ...

Beitragvon Realist2014 » Di 1. Nov 2016, 20:16

Selina hat geschrieben:(01 Nov 2016, 20:10)

Was mich anbelangt, da hab ich keinen Nachholbedarf. Hab mehr als genug Wert geschöpft. Worauf du einen lassen kannst... ääääähm... du dich verlassen kannst :)


dann gehörst du also zu den "pösen reichen"?
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Re: Sozialsysteme: Auswirkungen von ...

Beitragvon Der Neandertaler » Di 1. Nov 2016, 20:20

Hallo Piranha.
Obwohl ich dies nicht diskutieren wollte, man aber mit mir grundsätzlich über alles reden kann, möchte ich auf Deine Äußerung eingehen, wonach die Arbeitszeiten "massiv gesunken" sind.

Es scheint ein Denkfehler zu sein! Diese Senkung dürfte für die "formale" Arbeitszeiten zu gelten, aber wohl in der Tat nicht für die realen Arbeitszeiten. Es ist nämlich für den Arbeitgeber immer noch billiger, vorhandene Arbeitnehmer Überstunden machen zu lassen, als etwa für wenige Stunden einen neuen Arbeitnehmer einzustellen.
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Re: Sozialsysteme: Auswirkungen von ...

Beitragvon Selina » Di 1. Nov 2016, 20:24

Realist2014 hat geschrieben:(01 Nov 2016, 20:16)

dann gehörst du also zu den "pösen reichen"?


Nein, in meiner Welt sind die fleißigen "Arbeitnehmer" * diejenigen, die besonders viel zur "Wertschöpfung" beitragen, aber nur ein Bruchteil von dem zurückbekommen, was sie investiert haben (Kraft, Gesundheit, Zeit). Ohne sie wäre das System ein Nichts.

* eigentlich falsches Wort, denn sie geben ja ihre Arbeitskraft her und sind demnach die eigentlichen "Arbeitgeber" :)
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Re: Sozialsysteme: Auswirkungen von ...

Beitragvon Realist2014 » Di 1. Nov 2016, 20:27

Selina hat geschrieben:(01 Nov 2016, 20:24)

Nein, in meiner Welt sind die fleißigen "Arbeitnehmer" * diejenigen, die besonders viel zur "Wertschöpfung" beitragen, aber nur ein Bruchteil von dem zurückbekommen, was sie investiert haben (Kraft, Gesundheit, Zeit). Ohne sie wäre das System ein Nichts.

* eigentlich falsches Wort, denn sie geben ja ihre Arbeitskraft her und sind demnach die eigentlichen "Arbeitgeber" :)


das ist halt eine realitätsferne Welt

der Ingenieur trägt logischerweise viel mehr zur Wertschöpfung bei als die Putzfrau oder der "einfache Arbeiter"

aber das werden linke Geister nie begreifen.

Zumal wenn sie im Sozialismus "gehirngewaschen" wurden.
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Re: Sozialsysteme: Auswirkungen von ...

Beitragvon Selina » Di 1. Nov 2016, 20:29

Realist2014 hat geschrieben:(01 Nov 2016, 20:27)

das ist halt eine realitätsferne Welt

der Ingenieur trägt logischerweise viel mehr zur Wertschöpfung bei als die Putzfrau oder der "einfache Arbeiter"

aber das werden linke Geister nie begreifen.

Zumal wenn sie im Sozialismus "gehirngewaschen" wurden.


Sagte ich was von Putzfrau oder Arbeiter? Wertschöpfung läuft in sehr vielen Bereichen ab. :rolleyes:
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Re: Sozialsysteme: Auswirkungen von ...

Beitragvon Realist2014 » Di 1. Nov 2016, 20:32

Selina hat geschrieben:(01 Nov 2016, 20:29)

Sagte ich was von Putzfrau oder Arbeiter? Wertschöpfung läuft in sehr vielen Bereichen ab. :rolleyes:


Wertschöpfung ist ein rein ökonomischer Begriff.

Gemessen in Geldeinheiten
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Re: Sozialsysteme: Auswirkungen von ...

Beitragvon Selina » Di 1. Nov 2016, 20:35

Realist2014 hat geschrieben:(01 Nov 2016, 20:32)

Wertschöpfung ist ein rein ökonomischer Begriff.

Gemessen in Geldeinheiten


Ich weiß, was das ist :rolleyes: Auf diesen Begriff schaue ich eben nur aus einer anderen Perspektive als du :D
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Re: Sozialsysteme: Auswirkungen von ...

Beitragvon Misterfritz » Di 1. Nov 2016, 20:38

Realist2014 hat geschrieben:(01 Nov 2016, 20:27)

das ist halt eine realitätsferne Welt

der Ingenieur trägt logischerweise viel mehr zur Wertschöpfung bei als die Putzfrau oder der "einfache Arbeiter"

auch unfälle und naturkatastrophen tragen zur wertschöpfung bei - einfach, weil hinterher alles wieder aufgebaut, neu gemacht werden muss.
du hats eine etwas einfache sicht darauf.
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Re: Sozialsysteme: Auswirkungen von ...

Beitragvon Realist2014 » Di 1. Nov 2016, 20:40

teddys home hat geschrieben:(01 Nov 2016, 20:38)

auch unfälle und naturkatastrophen tragen zur wertschöpfung bei - einfach, weil hinterher alles wieder aufgebaut, neu gemacht werden muss.
du hats eine etwas einfache sicht darauf.


es ging um die Wertschöpfung ( im Vergleich) von einzelnen Personen.
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Re: Sozialsysteme: Auswirkungen von ...

Beitragvon Realist2014 » Di 1. Nov 2016, 20:41

Selina hat geschrieben:(01 Nov 2016, 20:35)

Ich weiß, was das ist :rolleyes: Auf diesen Begriff schaue ich eben nur aus einer anderen Perspektive als du :D


da gibt es keine "andere Perspektive"

das ist ein Begriff mit einer allgemeingültigen Definition
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Re: Sozialsysteme: Auswirkungen von ...

Beitragvon Piranha » Di 1. Nov 2016, 21:06

Der Neandertaler hat geschrieben:(01 Nov 2016, 20:20)

Es scheint ein Denkfehler zu sein! Diese Senkung dürfte für die "formale" Arbeitszeiten zu gelten, aber wohl in der Tat nicht für die realen Arbeitszeiten. Es ist nämlich für den Arbeitgeber immer noch billiger, vorhandene Arbeitnehmer Überstunden machen zu lassen, als etwa für wenige Stunden einen neuen Arbeitnehmer einzustellen.


Hallo?
1900 gab es 10 Stunden Tag, 6 Tage Woche, OHNE Urlaubsanspruch.

Völlig richtig, dass es in den letzten Jahren einen Rückschritt von 37,5 (oder so) auf mittlerweile wieder über 40 Stunden gab, aber der hat doch nur bewirkt, dass dabei die Arbeitslosigkeit gesteigen ist, weil so viel Arbeit gar nicht gebraucht wird um das herzustellen was die Deutschen verbrauchen.
Nicht in Deutschland, weil Deutschland seine Arbeitslosigkeit exportiert hat, aber in Gesamt-Europa ist durch die effektive Verlängerung der Arbeitszeiten nur die Arbeitslosigkeit gestiegen.
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Re: Sozialsysteme: Auswirkungen von ...

Beitragvon twilight » Di 1. Nov 2016, 21:32

Piranha hat geschrieben:(01 Nov 2016, 21:06)

Hallo?
1900 gab es 10 Stunden Tag, 6 Tage Woche, OHNE Urlaubsanspruch.

Völlig richtig, dass es in den letzten Jahren einen Rückschritt von 37,5 (oder so) auf mittlerweile wieder über 40 Stunden gab, aber der hat doch nur bewirkt, dass dabei die Arbeitslosigkeit gesteigen ist, weil so viel Arbeit gar nicht gebraucht wird um das herzustellen was die Deutschen verbrauchen.
Nicht in Deutschland, weil Deutschland seine Arbeitslosigkeit exportiert hat, aber in Gesamt-Europa ist durch die effektive Verlängerung der Arbeitszeiten nur die Arbeitslosigkeit gestiegen.



1) Das ist mir neu.

2) Schon mal was von Export gehört ?
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Re: Sozialsysteme: Auswirkungen von ...

Beitragvon Piranha » Di 1. Nov 2016, 21:41

twilight hat geschrieben:1) Das ist mir neu.


Lesen bildet: https://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitszeit

twilight hat geschrieben:2) Schon mal was von Export gehört ?


Export heisst, dass der Eine mehr und dafür Andere weniger arbeiten, die Gesamt-Arbeitszeit im Gesamtsystem ändert sich dadurch nicht.
Wenn du es gerne sehen würdest, dass die Deutschen alle bis 70 schuften und die Italiener mit 40 in Rente gehen, ok, auch ne Meinung.

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