Arbeiter sollen für ihre Rente selber vorsorgen

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odiug
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Re: Arbeiter sollen für ihre Rente selber vorsorgen

Beitragvon odiug » Di 1. Nov 2016, 09:45

teddys home hat geschrieben:(31 Oct 2016, 21:51)

das ist wieder das giesskannenprinzip: es würde alle eltern entlasten, egal, ob sie 15.000€ oder 150.000€ im jahr zum leben haben. und das kostet den staat ungemein viel geld.

ich wäre grundsätzlich dafür, das kindergeld abzuschaffen und erziehungsbeihilfen zu zahlen, die dann gerne höher als das normale kindergeld sein dürfen, aber am einkommen der eltern bemessen werden würden.

ok, da werden jetzt viele sagen: aaaaah, das verführt menschen mit wenig geld dazu, mehr kinder zu bekommen. mag sein, aber ich sehe nicht ein, warum reiche leutz auch noch kindergeld bekommen müssen.

Na ja ... klingt vernuenftig ... aber reiche Leutz bekommen auch den Steuergrundfreibetrag.
Das kommt aus der Idee, dass das Grundeinkommen zur Existenzsicherung nicht vom Staat angefasst werden darf und zwar unabhaengig von Status, Einkommen, Religion, Hautfarbe, Intelligenz, Behinderungen, Alter und was einem sonst noch so einfallen kann.
Und das gleiche gilt auch fuer Kindergeld.
Das ist naemlich keine Sozialleistung, sondern deren Grundsicherung.
Moderatoren sind die Herren des Forums :x
Aber wir sind edel und gut, gerecht und unbestechlich und sorgen uns innig um das Wohlergehen unsrer Foristen.
Ich habe nun eine deutsche Tastatur ... äöüß :cool:
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Alana4
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Re: Arbeiter sollen für ihre Rente selber vorsorgen

Beitragvon Alana4 » Di 1. Nov 2016, 10:07

odiug hat geschrieben:(01 Nov 2016, 09:35)

Das war mal so, aber ist nicht mehr so.
http://www.kindergeld.org/


Hast du deinen Link auch bis zu Ende gelesen?
Für höhere Einkommen greift bei der Günstigerprüfung der Kinderfreibetrag und sorgt bei "richtig reichen leutz" dafür, dass das Kindergeld =Null ist.
wenn du selbst Einkommenssteuer zahlst: auch dein Existenzminimum ist steuerfrei. Irgendwie kassierst du somit auch "Kindergeld", selbst wenn du gar kein Kind hast ;)
Ich beherrsche die deutsche Rechtschreibung! Aber meine Tastatur hat damit manchmal Probleme.
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Re: Arbeiter sollen für ihre Rente selber vorsorgen

Beitragvon Wähler » Di 1. Nov 2016, 11:17

http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-10/b ... ltersarmut
Zeit 31. Oktober 2016 Nahles nimmt von Lebensleistungsrente Abstand
Ein Problem dabei: Viele Kleinrentner leben in Haushalten mit hohem Einkommen und sind gar nicht arm. Welchen Alternativvorschlag Nahles machen will, hat sie Teilnehmern zufolge aber noch nicht gesagt. Verbessern will sie auch die Alterssicherung von Selbstständigen.

Deutlich geworden sei bei dem Rentendialog auch, dass Nahles Verbesserungen für Erwerbsgeminderte anstrebt.

Recht konkret sind dagegen bereits die Pläne, die Betriebsrenten in Deutschland auszubauen.

200 Euro aus einer Betriebs- oder Riester-Rente sollen künftig nicht mehr auf die Grundsicherung angerechnet werden, um so sicherzustellen, dass sich die zusätzliche Rentenversicherung auf jeden Fall lohnt.

Während die CSU gegen den Widerstand der CDU noch einmal Rentengeschenke an Mütter verteilen will, wird die SPD langsam vernünftig und konzentriert sich auf das realistisch Machbare.
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
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Re: Arbeiter sollen für ihre Rente selber vorsorgen

Beitragvon Skull » Di 1. Nov 2016, 11:57

Alana4 hat geschrieben:(01 Nov 2016, 10:07)

Hast du deinen Link auch bis zu Ende gelesen?
Für höhere Einkommen greift bei der Günstigerprüfung der Kinderfreibetrag und sorgt bei "richtig reichen leutz" dafür, dass das Kindergeld =Null ist.
wenn du selbst Einkommenssteuer zahlst: auch dein Existenzminimum ist steuerfrei. Irgendwie kassierst du somit auch "Kindergeld", selbst wenn du gar kein Kind hast ;)

Warum so aggressiv ?

JEDER bekommt in Deutschland Kindergeld. Wenn er denn ein Kind hat.
Bei der Einkommenssteuererklärung wird dann geprüft,
ob der Kinderfreibetrag oder das Kindergeld für den Steuerpflichtigen vorteilhafter wäre.

Bei niedrigen Steuersatz verbleibt das Kindergeld.
Bei einem hohen Steuersatz kommt der Kinderfreibetrag zum tragen, und das Kindergeld wird dann GEGENgerechnet.
DAS Kindergeld steht dann in diesem Fall sogar in der Steuererklärung.
Nennt sich: dazu Kindergeld oder vergleichbare Leistungen

Zumindest stand sie immer in meiner. :D
Selbst schon mal einen Steuerbescheid gesehen ?

Wo ist denn nun Dein Problem ?

mfg
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Re: Arbeiter sollen für ihre Rente selber vorsorgen

Beitragvon Realist2014 » Di 1. Nov 2016, 13:33

Occham hat geschrieben:(01 Nov 2016, 08:46)

du bist wohl kein ass darin, in den Perspektiven hin und herzuschwenken. wir sind vom Rentensystem zur Marktwirtschaft geschwenkt und von der Marktwirtschaft zum Gesundheitswesen. die Marktwirtschaft ist nicht losgelöst vom Gesundheitswesen und weil das ab vom Thema war, bin ich wieder zur Marktwirtschaft geschwenkt, um problemlos wieder zum Thema, das Rentensystem schwenken zu können, um aufzuzeigen, wie sinnvoll eine im gleichgewicht liegende Waagschale für alle ist.

aber wir wissen ja... warum segmentiert wird *zwinker*



Frage:

Ist für DICH die Situation in Deutschland eine im Gleichgewicht liegende Waagschale?

Falls nein- warum nicht und in Bezug auf was nicht?
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Arbeiter sollen für ihre Rente selber vorsorgen

Beitragvon Realist2014 » Di 1. Nov 2016, 13:34

Wähler hat geschrieben:(01 Nov 2016, 11:17)

http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-10/b ... ltersarmut
Zeit 31. Oktober 2016 Nahles nimmt von Lebensleistungsrente Abstand




Während die CSU gegen den Widerstand der CDU noch einmal Rentengeschenke an Mütter verteilen will, wird die SPD langsam vernünftig und konzentriert sich auf das realistisch Machbare.



und das beinhaltet NICHT- das "alle" einzahlen...

was ja auch richtig ist.
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Re: Arbeiter sollen für ihre Rente selber vorsorgen

Beitragvon Occham » Di 1. Nov 2016, 14:46

Realist2014 hat geschrieben:(01 Nov 2016, 13:33)

Frage:

Ist für DICH die Situation in Deutschland eine im Gleichgewicht liegende Waagschale?

Falls nein- warum nicht und in Bezug auf was nicht?

Isolation der Mächtigen, Abstellgleise für Behinderte und alle die deiner Meinung nach nicht erfolgreich genug waren, sollten sich keine Hoffnung auf allzuviel Rentengeld machen. Aber warte, jeder ist für sich selbst verantwortlich und damit fördert man dann die Kopfnussmentalität....... Die Lösung ist das System als Einheit zu betrachten und nicht es zu segmentieren *zwinkerzwinkerzwinker*
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Re: Arbeiter sollen für ihre Rente selber vorsorgen

Beitragvon Realist2014 » Di 1. Nov 2016, 14:55

Occham hat geschrieben:(01 Nov 2016, 14:46)

Isolation der Mächtigen, Abstellgleise für Behinderte und alle die deiner Meinung nach nicht erfolgreich genug waren, sollten sich keine Hoffnung auf allzuviel Rentengeld machen. Aber warte, jeder ist für sich selbst verantwortlich und damit fördert man dann die Kopfnussmentalität....... Die Lösung ist das System als Einheit zu betrachten und nicht es zu segmentieren *zwinkerzwinkerzwinker*


bist du nicht in der Lage ein so einfach Frage zu beantworten?

Ich hatte dich nach DEINEN Vorschlägen gefragt...

oder hast DU am Ende selber gar keine?

Bezüglich Rente:

Da heben wir seit 1958, also sicher länger als DU lebst - ein Umlagesystem...
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Re: Arbeiter sollen für ihre Rente selber vorsorgen

Beitragvon Occham » Di 1. Nov 2016, 15:52

Realist2014 hat geschrieben:(01 Nov 2016, 14:55)

bist du nicht in der Lage ein so einfach Frage zu beantworten?

Ich hatte dich nach DEINEN Vorschlägen gefragt...

oder hast DU am Ende selber gar keine?

Bezüglich Rente:

Da heben wir seit 1958, also sicher länger als DU lebst - ein Umlagesystem...


du erwartest eine allgemeine Antwort… die gibt es nicht. das habe ich damit versucht zu sagen

Occham hat geschrieben:(01 Nov 2016, 14:46)

Isolation der Mächtigen, Abstellgleise für Behinderte und alle die deiner Meinung nach nicht erfolgreich genug waren, sollten sich keine Hoffnung auf allzuviel Rentengeld machen. Aber warte, jeder ist für sich selbst verantwortlich und damit fördert man dann die Kopfnussmentalität

wenn man das als Gleichgewicht betrachtet, muss man mit unzumutbaren Zuständen leben, aber dem kann man ja aus dem Weg gehen, denn ein Behinderter gehört ja nicht zum System…

Akzeptierst du denn die aufgehende Schere zwischen Arm und Reich als Problem? Wenn nein, ist die Diskussion beendet.
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Re: Arbeiter sollen für ihre Rente selber vorsorgen

Beitragvon Realist2014 » Di 1. Nov 2016, 16:05

Occham hat geschrieben:(01 Nov 2016, 15:52)

du erwartest eine allgemeine Antwort… die gibt es nicht. das habe ich damit versucht zu sagen



Akzeptierst du denn die aufgehende Schere zwischen Arm und Reich als Problem? Wenn nein, ist die Diskussion beendet.



im Rentensystem hat sich dieses Schere nicht verändert

es gibt seit 1958 das Äquivalenzprinzip

Doppelte Beiträge = doppelte Punkte = doppelte Monatsrente


das ist transparent, fair und leistungsgerecht.

Siehst du das anders?
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Re: Arbeiter sollen für ihre Rente selber vorsorgen

Beitragvon Occham » Di 1. Nov 2016, 16:27

Realist2014 hat geschrieben:(01 Nov 2016, 16:05)

im Rentensystem hat sich dieses Schere nicht verändert

es gibt seit 1958 das Äquivalenzprinzip

Doppelte Beiträge = doppelte Punkte = doppelte Monatsrente


das ist transparent, fair und leistungsgerecht.

Siehst du das anders?

Da es dir nicht sonderlich liegt, aus vielen Perspektiven ein Bild zu formen… zu hinterfragen warum Menschen sich Isolieren… was mit einem Menschen auf einem Abstellgleis geschieht… und was man mit der Einstellung „jeder ist für sich selbst Verantwortlich“ fördert… ist die Diskussion beendet.

Ich lebe von der Marktwirtschaft, damit kann ich nicht behaupten, nur ich hätte die Marktwirtschaft bewerkstelligt, was eben die Marktwirtschaft bewirkt und auch wenn es dir nicht bewusst ist, deine Segmentationsversuche haben Konsequenzen.
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Re: Arbeiter sollen für ihre Rente selber vorsorgen

Beitragvon Orwellhatterecht » Di 1. Nov 2016, 16:41

Anderus hat geschrieben:(26 Oct 2016, 07:56)

Es kam heute morgen im Radio. Die Arbeiter sollen für ihre Rente selber vorsorgen. Welch ein Hohn? Wovon denn? Die Löhne reichen ja gerade noch für das Notwendigste. Aber, das Schlimmste ist ja, das zukünftig, die Renten, oft, noch nichtmal der Grundsicherung entsprechen. Das heißt im Klartext, jede Vorsorge ist im Prinzip weggeschmissenes Geld, wenn es nicht für die Grundsicherung reicht. Wenn es nicht für über die Grundversorgung reicht, wird jedes zusätzliche Geld, mit der Grundversorgung verrechnet.

Die Sache geht soweit, das sogar bei einem abbezahlten Haus, eine fiktive Miete abgezogen wird. Wer also "in seinen eigenen, abbezahlten 4 Wänden wohnt", bekommt dementsprechend weniger Grundsicherung. Man wird den Eindruck nicht los, als wenn die Bundesregierung die Menschen veräppeln wollte. Aber, das Schlimmste ist, das die Lügenpresse noch nichtmal darauf hinweist.



War das vielleicht eine der zahlreichen "Ideen" von Herrn Seehofer?
Die Großen hören auf zu herrschen, wenn die Kleinen aufhören zu kriechen!“
(Friedrich Schiller)
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Re: Arbeiter sollen für ihre Rente selber vorsorgen

Beitragvon Realist2014 » Di 1. Nov 2016, 16:42

Occham hat geschrieben:(01 Nov 2016, 16:27)

Da es dir nicht sonderlich liegt, aus vielen Perspektiven ein Bild zu formen… zu hinterfragen warum Menschen sich Isolieren… was mit einem Menschen auf einem Abstellgleis geschieht… und was man mit der Einstellung „jeder ist für sich selbst Verantwortlich“ fördert… ist die Diskussion beendet.

Ich lebe von der Marktwirtschaft, damit kann ich nicht behaupten, nur ich hätte die Marktwirtschaft bewerkstelligt, was eben die Marktwirtschaft bewirkt und auch wenn es dir nicht bewusst ist, deine Segmentationsversuche haben Konsequenzen.



das ist aber NICHT das Thema hier

HIER geht es um die zusätzliche Altersvorsorge.

und von welchen "Segmentationsversuchen" fabulierst du?

und welchen "Konsequenzen"?

für deine "Menschen auf dem Abstellgleis" gibt es die sozialen Sicherungssysteme.

Also was genau ist nun eigentlich dein Problem?
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Re: Arbeiter sollen für ihre Rente selber vorsorgen

Beitragvon Realist2014 » Di 1. Nov 2016, 16:43

Orwellhatterecht hat geschrieben:(01 Nov 2016, 16:41)

War das vielleicht eine der zahlreichen "Ideen" von Herrn Seehofer?



das zusätzlich vorgesorgt werden muss, ist keine "Idee" von irgendjemandem- sondern eine sich aus der Demographie ergebende Notwendigkeit.

Und seit 25 Jahren bekannt.
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Re: Arbeiter sollen für ihre Rente selber vorsorgen

Beitragvon Orwellhatterecht » Di 1. Nov 2016, 16:53

Realist2014 hat geschrieben:(01 Nov 2016, 16:43)

das zusätzlich vorgesorgt werden muss, ist keine "Idee" von irgendjemandem- sondern eine sich aus der Demographie ergebende Notwendigkeit.

Und seit 25 Jahren bekannt.



Nanu, die Zeit rinnt aber schnell, noch eben waren es 20 Jahre! Die Notwendigkeit ergibt sich vor allen Dingen daraus, dass unter Schröder/Fischer die Rentenformel geändert wurde und ganz bewusst die Absenkung erreicht werden sollte.
darum gilt an dieser Stelle den Herren Schröder,Clement und Fischer nochmals mein ausdrücklicher Dank !
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Re: Arbeiter sollen für ihre Rente selber vorsorgen

Beitragvon Realist2014 » Di 1. Nov 2016, 16:55

Orwellhatterecht hat geschrieben:(01 Nov 2016, 16:53)

Nanu, die Zeit rinnt aber schnell, noch eben waren es 20 Jahre! Die Notwendigkeit ergibt sich vor allen Dingen daraus, dass unter Schröder/Fischer die Rentenformel geändert wurde und ganz bewusst die Absenkung erreicht werden sollte.
darum gilt an dieser Stelle den Herren Schröder,Clement und Fischer nochmals mein ausdrücklicher Dank !





NUR wegen der Demographie
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Re: Arbeiter sollen für ihre Rente selber vorsorgen

Beitragvon Anderus » Mi 2. Nov 2016, 04:49

Wenn ich mir die Disskussion bis hier hin durchlese, werde ich mutlos. Hier wird diskutiert wie am Stammtisch. Keiner gibt sich die Mühe, die Sache mal volkswirtschaftlich zu sehen. Deshalb möchte ich das jetzt mal versuchen.

Selbstverständlich haben diejenigen Recht, die sagen, "z. Zt. klappt es ganz gut". Fraglich ist aber, ob daraus irgendwelche Erkenntnisse gezogen werden können, die in die Zukunft (bis zu 20 Jahren) reichen. Ich lehne eine solche Denkweise ab. Das ist mir zu naiv.

Ja, wir befinden uns in einem Gleichgewicht, wo es jedem in Deutschland gut geht, bzw. gut gehen könnte, wenn er nicht gravierende Fehler gemacht hätte, oder extrem Pech hatte. Der Thread bezog sich aber eindeutig auf die Zukunft. Es war nicht die Frage, ob es unter heutigen Gesichtspunkten nötig ist, sich um die Rente sorgen zu machen, sondern, ob es nötig ist, das System zu überdenken, und sich die Frage zu stellen, ob die Empfehlung, "fürs Alter vorzusorgen" sinnvoll ist.

Volkswirtschaftlich sieht die Sache so aus. Zur Zeit haben die meisten Rentner genug Geld, um ein angenehmes Leben führen zu können. Es bilden sich aber dunkle Wolken. Ja, die Demographie zeigt ihre Folgeerscheinungen. Es ist 40 Jahre lang extrem Kinder- und Familienfeindliche Politik gemacht worden, mit der Folge, das anteilig weniger Kinder da sind, die oft von Müttern geboren worden sind, die biologisch zu alt waren, was Wirkungen auf den Gesundheitszustand der Kinder hatte.

Dieses Zahlenverhältnis, junge Menschen gegenüber Rentnern, entwickelt sich immer mehr zu Lasten der Jüngeren. Immer weniger Jüngere, müssen für immer mehr Alte, aufkommen. Hieraus aber ein Problem zu machen, ist nicht gerechtfertigt. Wenn die Jungen, wirklich nicht mehr in der Lage wären, genug Waren zu produzieren bzw. Dienste anzubieten, sähe es heute schon, bedenklich in unserer Ökonomie aus. Das Gegenteil ist der Fall. Die Bevölkerung wird mit Waren und Dienstleistungen überversorgt. 4 Frisörgeschäfte auf einer Straße von 300 Metern, oder 4 Apotheken auf einer anderen, sind keine Seltenheit. (Wers nicht glaubt, soll es sich auf der Osterstraße bzw. auf der Neustraße/Nordstraße in Bocholt ansehen kommen). Regelmäßig machen Kaufhäuser dicht (Praktiker). Weit und breit ist kein Anzeichen in Sicht, das sich daran in den nächsten 20 Jahren etwas ändern könnte.

Aus volkswirtschaftlicher Sicht, gibt es also nicht den geringsten Grund, den Rentnern das Geld wegzunehmen. Es wäre in jedem Falle schädlich. Es würde eine Spirale auslösen, von Ladenpleiten, Arbeitslosigkeit, Lohnkürzungen und Unternehmenskonkursen. Wofür sollte das gut sein? Es kann also nur in unserem Interesse sein, wenn Rentner auch weiterhin soviel Geld bekommen, das sie Waren und Dienstleistungen in gewohnter Form konsumieren können.

Wenn also hier im Thread, ein selbsternannter Fachmann, der auch noch selbsständig ist, fordert, das man den Menschen (nicht nur den Rentnern), das Geld soweit wegnehmen sollte, das sie wieder wie im Mittelalter leben müssen, stellt sich doch reflexartig die Frage, ob so ein Mensch noch ganz bei Verstand ist. Wer soll denn die Sachen oder Dienste konsumieren, die dieser Selbstständige anbietet?

Nachdem nun geklärt ist, das es völlig unsinnig wäre, den Menschen so viel Geld abzunehmen, bleibt die Frage, wo man es hernehmen sollte. Da es in den letzten Jahren, eine beispielslose Umverteilung von Unten nach Oben gegeben hat, (wenigstens was das Geld angeht) muss hier nun eine Umkehrung erfolgen. Wenn der Arbeiter, schon ab ca. 4.000€ Brutto eine Abgabenlast von ca. 55% zu schultern hat (Lohnsteuern, Sozialversicherung und Mehrwertsteuer) kann man erwarten, das das Alle anderen, auch leisten können. Bei Reicheren, die über 200.000 € jährlich an Einkommen beziehen oder die über eine Millionen € Barvermögen haben, wäre eine Abgabenlast von 65%, nach oben auch bis 70% (Bei Barvermögen (neben der Vermögenssteuer (3%)) auf Zinsen), durchaus zumutbar. Warum soll der Arbeiter prozentual mehr abgeben können, als Reiche?

Es liegt also nicht an den Möglichkeiten, genausowenig, wie am Mangel. Es liegt am Willen zur Vernuft und zur Gerechtigkeit. Keine Partei, ist bereit, sich vernünftige Gedanken über die Renten zu machen. Statt dessen werden Vorschläge gemacht, wie diesen hier, im Thread, die ohne weiteres aus dem Tollhaus stammen könnten. Es gibt also nur einen Weg, bei zukünftigen Wahlen. Die AFD, muss über 20% kommen. Nicht, weil sie die besseren Vorschläge macht, sondern, weil das z.Zt. die einzige Partei ist, wovor die anderen Angst haben. Interessant hierbei, ist die Ausage der Kanzlerin an die Gewerkschaften. "Der DGB sollte sich in der Rentenfrage zurückhalten, damit er für die AFD keinen Vorschub leistet." Das sagt doch wohl alles?
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Re: Arbeiter sollen für ihre Rente selber vorsorgen

Beitragvon Hamilton » Mi 2. Nov 2016, 06:10

Es ist doch längst klar, dass man privat Vorsorgen muss. Um für die Bürger mehr finanziellen Spielraum dafür zu schaffen, sollte es Steuersenkungen geben. Außerdem sollte man statt auf das umlagefinanzierte Rentensystem mehr auf kapitalgedeckte Produkte setzen.
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Re: Arbeiter sollen für ihre Rente selber vorsorgen

Beitragvon Realist2014 » Mi 2. Nov 2016, 08:06

Anderus hat geschrieben:(02 Nov 2016, 04:49)



Aus volkswirtschaftlicher Sicht, gibt es also nicht den geringsten Grund, den Rentnern das Geld wegzunehmen. Es wäre in jedem Falle schädlich. Es würde eine Spirale auslösen, von Ladenpleiten, Arbeitslosigkeit, Lohnkürzungen und Unternehmenskonkursen. Wofür sollte das gut sein? Es kann also nur in unserem Interesse sein, wenn Rentner auch weiterhin soviel Geld bekommen, das sie Waren und Dienstleistungen in gewohnter Form konsumieren können.

Wenn also hier im Thread, ein selbsternannter Fachmann, der auch noch selbsständig ist, fordert, das man den Menschen (nicht nur den Rentnern), das Geld soweit wegnehmen sollte, das sie wieder wie im Mittelalter leben müssen, stellt sich doch reflexartig die Frage, ob so ein Mensch noch ganz bei Verstand ist. Wer soll denn die Sachen oder Dienste konsumieren, die dieser Selbstständige anbietet?

Nachdem nun geklärt ist, das es völlig unsinnig wäre, den Menschen so viel Geld abzunehmen, bl?




Leider hast du die Sache mit dem Rentensystem- auch aus "volkswirtschaflicher Sicht"- immer noch nicht verstanden

denn "den Rentnern" wird ja kein Euro "weggenommen". Denn es wird ja - so die Planungen im Moment- insgesamt ( also "volkswirtschaftlich) sogar MEHR Geld an "die Rentner" als Rente ausbezahlt werden... ( das ist übrigens schon seit Jahren so...)

die Rentenanpassungsformel sorgt lediglich dafür, das eben die Rente PRO RENTNER entsprechend der Gesamtheit der Rentner angepasst wird ( die ja steigt aufgrund der kontinuierlich steigenden Lebenserwartung und somit der Rentenbezugszeiten)

Damit sind auch ALLE deine "Ableitungen" und "Schlussfolgerungen" komplett FALSCH
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Re: Arbeiter sollen für ihre Rente selber vorsorgen

Beitragvon Realist2014 » Mi 2. Nov 2016, 08:07

Anderus hat geschrieben:(02 Nov 2016, 04:49)



Nachdem nun geklärt ist, das es völlig unsinnig wäre, den Menschen so viel Geld abzunehmen, bleibt die Frage, wo man es hernehmen sollte. Da es in den letzten Jahren, eine beispielslose Umverteilung von Unten nach Oben gegeben hat, (wenigstens was das Geld angeht) muss hier nun eine Umkehrung erfolgen. Wenn der Arbeiter, schon ab ca. 4.000€ Brutto eine Abgabenlast von ca. 55% zu schultern hat (Lohnsteuern, Sozialversicherung und Mehrwertsteuer) kann man erwarten, das das Alle anderen, auch leisten können. Bei Reicheren, die über 200.000 € jährlich an Einkommen beziehen oder die über eine Millionen € Barvermögen haben, wäre eine Abgabenlast von 65%, nach oben auch bis 70% (Bei Barvermögen (neben der Vermögenssteuer (3%)) auf Zinsen), durchaus zumutbar. Warum soll der Arbeiter prozentual mehr abgeben können, als Reiche?

?



eine Einkommenssteuer in Abhängigkeit des Vermögens gab es nie und wird es auch nie geben.

übrigens zahlt KEIN "Arbeiter" in der Summe 55% an Steuern und Abgaben...
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