"Agenda 2020" für Zuwanderungspolitik sonst ist die Rente nicht mehr sicher

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AndyO
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"Agenda 2020" für Zuwanderungspolitik sonst ist die Rente nicht mehr sicher

Beitragvon AndyO » So 14. Feb 2016, 07:56

Für Altkanzler Schröder ist Zuwanderung für das deutsche Sozialsystem zwingend nötig. Nur so könne Deutschland sein Niveau als sozial und wirtschaftlich starkes Land halten. Anders könnten auch die Renten nicht finanziert werden.
Altkanzler Gerhard fordert eine "Agenda 2020" für eine moderne Zuwanderungspolitik. "Wenn wir auch in Zukunft ein sozial und wirtschaftlich starkes Land sein wollen, dann brauchen wir Zuwanderung", schrieb der SPD-Politiker in einem Beitrag für die "Welt am Sonntag".
In Deutschland werde die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter stark schrumpfen. "Was wir also brauchen, ist eine Einwanderung in unser Sozialsystem. Denn ohne diese können wir Renten in der Zukunft gar nicht mehr finanzieren."

http://www.focus.de/finanzen/altersvors ... 12319.html


Vielen Dank SPD und Grüne für neue Weisheiten. Was hat die Agenda 2010 und deren Nebenwirkungen dem Deutschen Michel gebracht?

- erhebliche Senkung des Renteniveaus
- herausschieben des Rentenalters in Richtung Methusalem
- Verschärfen der Reglungen zur Berufunfähigkeitsrente ohne Spieglung am Arbeitsmarkt (3h als Parkplatzwächter auf dem fiktiven Parkplatz vor der eigenen Tür lässt einen arbeitsfähig...)
- Erpressung der Arbeitskraft älterer Beschäftigter mit der kalten Enteignung über Hartz IV wenn die persönliche Arbeitskraft nachlässt.

Die Auswahlentscheidung treffen neoliberale Arbeitgeber nach gutdüncken/-bossing. Dank Merkels "Werkstorprinzip" mit weitreichenden Waffen gegen ihre Beschäftigten ausgestattet.
Soweit zur "sozialen" Politik von SPD und Grüne. Das Einsparniveau der Agenda 2010 verpufft gerade in der "Bewirtung" von Flüchtlingen. Für jede lebenslang überwiegend in Hartz IV geschrieben Biografie könnten 4 anständige Renten bezahlt werden! Auf die Idee kommt von euch Linker Bande natürlich keiner!

DIe absehbaren Versager-Biografien sind FRÜHZEITIG heimzuschicken, wenn's aufgrund persönlicher Motivation für mehr als "schubkarrenschieben" nicht reicht! Nicht zu Subventionieren! Ohne wenn und aber!

http://www.spiegel.de/unispiegel/jobund ... 75852.html

Und hierfür soll der Deutsche Michel mit einer Agenda 2020 bluten? SPD, ihr lieben Blender, ihr konntet einmal damit Täuschen. Jetzt wissen alle, was sich hinter solchen "Reformen" an Assozialität versteckt!

Statt sich um Arbeitszeitverkürzungen mit Lohnausgleich und Alternativbeschäftigung für ältere Arbeitnehmer VOR Hartz IV zu kümmern, entdeckt ihr euer "Herz" für die Millionen von Wirtschaftsflüchtlinge dieser Welt? Schön! Dann weiß man Ja, was sich hinter den Worten unseres Vizekanzlers Gabriel "WIR sind uns einig" im Bezug auf unserer heutige "Regierungselite" versteckt. Ihr seit Raubritter am eigenen Volk! Macht noch nicht mal vor dessen Gesundheit im Alter halt. Ich wähle euch "WIR" nimmer mehr, da könnt ihr euch sicher sein!
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Re: "Agenda 2020" für Zuwanderungspolitik sonst ist die Rente nicht mehr sicher

Beitragvon unity in diversity » So 14. Feb 2016, 08:08

Immer wenn vor dem Wort "Reform" ambitioniert oder mutig steht, wollen die den Leuten besonders rabiat ans Geld.
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Re: "Agenda 2020" für Zuwanderungspolitik sonst ist die Rente nicht mehr sicher

Beitragvon William » So 14. Feb 2016, 08:27

Laut momentanen Schätzungen betragen die Kosten für Renten 13,5 Mrd. € pro Jahr. Nahles rechnet mit ca. 8,5 Mrd. € - ein Defizit von 6 Mrd. €.
Das benötigte Geld wird von derzeit sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten erwirtschaftet. Anstatt jedoch die Beiträge zu erhöhen, holt man sich Millionen Leute ins Land die jährlich abermals bis zu 50 Mrd. € kosten, die der Rentenkasse keinen einzigen Cent retour erwirtschaften.

Stets wird der Zuzug von Migranten mit dem demografischen Wandel begründet.
Bis Migranten von heute ein Defizit von 6 Mrd. € ausgleichen können vergehen mindestens 10 Jahre. Bis dahin hat der Steuerzahler 500 Mrd. in diese Bevölkerungsgruppe gesteckt. Bei gleichbleibender Rentneranzahl hätte man somit ohne Erhöhung der Rentenbeiträge über 80 Jahre dieses Defizit locker ausgleichen können.

Wo kommt das Geld für die Migranten her?
Wer will mir vorrechnen dass Deutschland es nicht schafft die Rente auf momentanen Niveau zu halten auch wenn binnen ca. 30...50 Jahre 10 Mio. weniger Einwohner Deutschland bevölkern?

Deutschland hat kein Geld für Rentner weil Geld in dubiosen Kanälen verschwindet, nicht weil zu wenig Beitragszahler zu wenig erwirtschaften. Und falls dies in Zukunft doch der Fall sein sollte, gibt es andere Mittel und Wege das Problem zu beseitigen.
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Re: "Agenda 2020" für Zuwanderungspolitik sonst ist die Rente nicht mehr sicher

Beitragvon 3x schwarzer Kater » So 14. Feb 2016, 09:19

William hat geschrieben:(14 Feb 2016, 08:27)

Laut momentanen Schätzungen betragen die Kosten für Renten 13,5 Mrd. € pro Jahr. Nahles rechnet mit ca. 8,5 Mrd. € - ein Defizit von 6 Mrd. €.
.


Sind wohl eher so um die 240 Mrd.
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Re: "Agenda 2020" für Zuwanderungspolitik sonst ist die Rente nicht mehr sicher

Beitragvon Atheist » So 14. Feb 2016, 09:26

AndyO hat geschrieben:(14 Feb 2016, 07:56)
[Vollzitat]



Wie wäre es stattdessen mit einer Umstellung aufs Kapitaldeckungsverfahren, um in der Altersvorsorge endlich weitestgehende Unabhängigkeit von der Demografie zu erlangen?
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Re: "Agenda 2020" für Zuwanderungspolitik sonst ist die Rente nicht mehr sicher

Beitragvon nichtkorrekt » So 14. Feb 2016, 09:29

Wenn dann braucht Deutschland qualifizierte Zuwanderer, aber für solche und für qualifizierte Deutsche wird das Land immer unattraktiver werden. Steuern und Abgaben werden steigen, das Land wird unsicherer und unfreier werden. Der Punkt ist doch der, Deutschland hat ein relativ hohes Bildungsniveau, demnach können Zuwanderer nur eine Bereicherung sein, wenn sie aus einem Land kommen, dass ein ebenso hohes oder besseres Bildungsnivau hat, da käme mir vor allem Südkorea, Japan, China in den Sinn, aber warum sollte jemand aus diesen Ländern ausgerechnet nach Deutschland auswandern, wenn es in ihren Ländern sicherer ist oder sie auch in die USA, nach Kanada oder Australien auswandern könnten, wo die persönliche Freiheit größer und die Abgabenlast geringer ist (nehme ich an)?
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Re: "Agenda 2020" für Zuwanderungspolitik sonst ist die Rente nicht mehr sicher

Beitragvon William » So 14. Feb 2016, 09:42

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(14 Feb 2016, 09:19)

Sind wohl eher so um die 240 Mrd.


Damit waren nur Kosten aufgrund des demografischen Wandels gemeint, nicht gesamt. Um etwas anderes geht es den Migrations-Befürwortern eigentlich auch nicht. Den Rest regelt der Generationenvertrag, bzw. er müsste es regeln. Dass dies in der Praxis nicht funktioniert, hat andere Gründe.
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Re: "Agenda 2020" für Zuwanderungspolitik sonst ist die Rente nicht mehr sicher

Beitragvon Kibuka » So 14. Feb 2016, 09:51

Dazu einige Fakten.

Die große Illusion: Wer schließt das demographische Rentenloch? Die Flüchtlinge?

Eines ist klar: Unter dem Diktat einer fest verankerten demographischen Entwicklung werden die Rentner zahlreicher, die höher qualifizierten und dementsprechend guten Einzahler in die Rentenkassen dagegen seltener. Das Ergebnis müssen immer kleinere Renten sein, deren Abstieg ja auch bereits geplant und gesetzlich fixiert ist. Gleichzeitig versagt die private Altersvorsorge wegen der Niedrigstzinspolitik der EZB, die noch für sehr viele Jahre so bleiben wird, wenn nicht der Euro und damit die EZB verschwinden. Umso wichtiger wird das Schicksal der staatlichen Renten, auf die die meisten Menschen, vor allem die Frauen im Alter, entscheidend angewiesen sind (Abb. 17092).

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Die Bundesregierung und die meisten Medien preisen immer noch die Rentenlösung über die Flüchtlingslawine an, wenngleich hier die Erwartungen angesichts des nun bekannt werdenden niedrigen Bildungsstands und der absehbaren Integrationsprobleme vorsichtiger geworden sind. Im schlimmsten Fall fallen nämlich zeitlich unbegrenzt mehr Soziallasten durch die Zuwanderer an als Beiträge von diesen zu den deutschen Renten, zumal wenn über den Familiennachzug Angehörige im fortgeschrittenen Alter nach Deutschland kommen. Die rosigen Erwartungen hätten sich dann als grundlose und ziemlich schreckliche Illusionen entpuppt.

Bei Automaten und Robotern sieht es im Prinzip besser aus, zumal der demographische Ablauf über die kommenden 20 Jahre, in denen sich die demographische Umstellung abspielt, ausreichend Zeit läßt, um in Industrie und Handel nachzurüsten. Das Problem hier ist, daß die Unternehmen dann verbreitet eher Flüchtlinge als Automaten einsetzen werden, zumal wenn sie, nachdem erst einmal genug Flüchtlinge im Land sind und der Druck im Kessel entsprechend gestiegen ist, mit den zu erwartenden Niedrigstlöhnen besser als mit Investitionen in Roboter und Automaten fahren. Das gilt besonders, wenn der Staat für die Beschäftigung von Flüchtlingen und damit für deren Integration aus dem Steueraufkommen die Arbeitseinkommen mit Zuzahlungen stützen muß, was er bei Investitionen in arbeitssparende Ausrüstungen nicht täte.

Dazu ein paar Fakten:

1. Das Rentenloch

Sehen wir uns zunächst die demographischen Abläufe an. Sie treiben besonders über die entscheidenden nächsten 20 Jahre die Kurve der Jüngeren im arbeitsfähigen Alter nach unten und die der Älteren jenseits dessen nach oben. Entfallen derzeit noch 2,8 Jüngere auf einen Älteren, so müssen dann nur 1,6 Jüngere jeweils einen Älteren schultern - eine gewaltige Umstellung (Abb. 19098).

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Das ist eine Entwicklung, die bereits durch die abgesenkte Zahl der schon geborenen Mädchen, die später Kinder bekommen können, ziemlich fest zementiert ist. Gewählt wurde hier in der Darstellung die Variante der Bevölkerungsvorausberechnung mit schwächerer Zuwanderung, da die Zuwanderer orientiert an der derzeitigen Flüchtlingslawine vom Ausbildungsstand her zu einem großen Teil arbeitslos sein oder im Niedriglohnbereich mit sehr geringen Beiträgen in die Rentenkassen arbeiten werden (siehe unten). Selbst wenn ein Teil der Älteren noch jenseits der 65 Jahre arbeitet, wird es nach bisherigen Erfahrungen nur ein kleiner Teil für wenige Jahre sein, von dem sehr viele Menschen ebenfalls nur niedrig bezahlte Arbeit, vor allem im Teilzeitbereich finden werden, was wenig Beiträge in die Rentenkassen bringt.

Die demographische Veränderung belastet die Rentenkasse so stark, daß sie nicht durch höhere Beitragszahlungen der Jüngeren aufgefangen werden kann.

2. Flüchtlinge ohne oder mit mangelnder Bildung

Die klassischen Einwanderungsländer, wie Großbritannien, USA, Kanada und Australien holen sich die gebildetsten und integrationsbefähigsten Flüchtlinge direkt aus den Flüchtlingslagern ins Land. Deutschland nimmt wahllos den meist un- oder wenig gebildeten Rest, wie er an unseren Grenzen ankommt. Bei der Bildung von Flüchtlingen oder Migranten aus muslimischen Ländern, die als zusätzliche Einzahler in die Rentenkassen infrage kämen, sammeln sich jetzt die Erkenntnisse oder liegen bei Menschen vor allem mit türkischem Migrationshintergrund schon länger vor. In den traditionellen Herkunftsregionen der Migration nach Westeuropa wie in Südosteuropa, Nordafrika und im Mittleren Osten sind die Beteiligungsraten der jeweils relevanten Jahrgänge an der tertiären Schul- und Hochschulausbildung sehr viel geringer als in der EU-15 (Abb. 18997). Mit dem Pro-Kopf-Einkommen sinken dort auch die Investitionen in das Humankapital. Nur der Mittelstand aus Syrien und Afghanistan wandert derzeit mit einem etwas besseren als dem traditionellen Bildungsniveau aus. Laut einer internen Präsentation der Bundesarbeitsagentur besitzen rund 80 % aus der derzeitigen Zuwanderungswelle keinerlei formale Berufsqualifikation.

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In muslimischen Ländern ist vor allem die Ausbildung bei Frauen sehr gering. Der Anteil der Frauen mit berufsqualifizierendem Abschluß lag 2012 für Frauen aus dem Nahen und Mittleren Osten bei nur 41,7 %, für Frauen aus der Türkei sogar nur bei 17,9 % gegenüber 65 % für Frauen ohne Migrationshintergrund (Abb. 18739, 18828).

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Dabei wirkt der niedrige Bildungshintergrund der Eltern noch über Generationen nach. Das zeigte schon der Mikrozensus von 2009: Kinder aus der ersten Migrantengeneration stammten zu 25 % von Eltern mit niedrigem Bildungsstatus ab. Doch auch Kinder der zweiten bzw. dritten Migrantengeneration hatten noch zu 26 % Eltern mit niedrigem Bildungsstatus. Das verglich sich mit einem Anteil von nur 6 % bei Kindern ohne Migrationshintergrund. Vor allem bei Herkunft aus der Türkei und dem ehemaligen Jugoslawien sind die Anteile von Kindern, deren Eltern nur einen niedrigen Bildungsabschluß haben mit 45 % bzw. 33 % sehr hoch (Abb. 17843). Nur 20 % der Kinder mit türkischem Hintergrund wird von der Schule der Übergang aufs Gymnasium empfohlen, viel weniger als die 49 % bei Kindern ohne Migrationshintergrund.

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3. Wenig Integration in den Arbeitsmarkt

Gering qualifizierte Arbeitnehmer sind mit einem hohen Anteil von 41 % an allen Arbeitslosen arbeitslos, obwohl sie nur 13 % der Beschäftigten stellen (Abb. 19085). Unter Menschen mit Migrationshintergrund betrug schon 2013 der Anteil derer, die von öffentlicher Unterstützung leben, mehr als das Doppelte dessen von Menschen ohne Migrationshintergrund; von eigener Arbeit lebten nur 39 %, mit türkischen Hintergrund sogar nur 33 % - und das oft Menschen, die schon in Deutschland geboren wurden (Abb. 18747). Die Armutsquote lag 2014 bei mehr als dem Doppelten der einheimischen Bevölkerung (Abb. 18971).

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Nach bisherigen Erfahrungen dauert es 10 Jahre bis wenigstens 60 % der Flüchtlinge am Arbeitsmarkt in was auch immer einer Form ankommen (Abb. 19101).

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Bei einer amtlichen Befragung von Asylberechtigten und anerkannten Flüchtlingen aus Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Sri Lanka und Syrien im Alter zwischen 18 und 69 Jahren, die ihren ersten Asylantrag schon zwischen 2007 und 2012 gestellt haben und damit schon viele Jahre lang in Deutschland leben, waren nur 40 % erwerbstätig, bei Syrern sogar nur 26,5 % (Abb. 19102), wobei die Qualität der Jobs nicht nachgefragt wurde. Geflüchtete Frauen partizipieren nur in sehr geringem Ausmaß und deutlich seltener als Männer am deutschen Arbeitsmarkt.

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4. Kein Bock auf Bildung


Berufsbildung ist für den Zugang zum Arbeitsmarkt entscheidend, denn nur noch 14 % der Arbeitsplätze in Deutschland sind für Geringqualifizierte geeignet. Gerade hier legt ein großer Teil der Flüchtlinge die Bremsen ein und will nur schnell in Hilfsjobs Geld verdienen; teilweise drängen die zu Hause gebliebenen Angehörigen auf Geld. Nach Angaben von Raimund Becker, Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit, ist den Schutzsuchenden der hohe Stellenwert von beruflicher Ausbildung in Deutschland nicht bewusst. Christian Rauch, Chef der Regionaldirektion der Arbeitsagenturen in Baden-Württemberg, berichtet, daß die Arbeitsvermittler in Gesprächen mit arbeitsberechtigten Flüchtlingen bisher nur etwa 20 % von den Vorteilen einer Lehre hätten überzeugen können. In Bayern haben 70 % der Flüchtlinge, die im September 2013 eine Ausbildung begannen, sie inzwischen wieder abgebrochen.

5. Ein Zwischen-Fazit

Praktisch heißt das: Vergleichsweise wesentlich höher qualifizierte einheimische Arbeitskräfte, die gut in die Rentenversicherung eingezahlt haben, werden bei Renteneintritt am anderen Ende von Flüchtlingen ersetzt werden müssen, die in erheblichem Umfang gar nicht oder nur gering einzahlen. Die Flüchtlinge werden also keine Lösung des deutschen Rentenproblems sein können. In dem Maße, wie sie ohne Arbeit bleiben, oder per Familiennachzug selbst im Renten- bzw. Nahrenten-Alter kommen, stellen sie ohne eigenen Beitrag nur noch Ansprüchen an die Sozialkassen. Je mehr dieser Art von Flüchtlingen und ihrer alternden Angehörigen, umso schlimmer für Deutschland. Die Willkommenskultur der einen Seite wird dann zu einer Anspruchskultur der anderen.

http://www.jjahnke.net/rundbr117.html#3424
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Re: "Agenda 2020" für Zuwanderungspolitik sonst ist die Rente nicht mehr sicher

Beitragvon Atheist » So 14. Feb 2016, 09:52

nichtkorrekt hat geschrieben:(14 Feb 2016, 09:29)

[...] aber warum sollte jemand aus diesen Ländern ausgerechnet nach Deutschland auswandern, wenn es in ihren Ländern sicherer ist oder sie auch [...] nach Kanada [...] auswandern könnten


Gute Frage - warum in ein Land auswandern, wo Pegida spazieren geht und Rechtspopulisten den Schießbefehl fordern, wenn es auch Kanada als eins der wenigen Länder weltweit gibt, in denen eine liberale Partei mit absoluter Mehrheit regiert!? Aber hier geht es ja nicht um das Einwanderungsrecht, sondern schwerpunktmäßig um die Rentenpolitik. Das Kapitaldeckungsverfahren hätte all diese Vorteile:

Argumente für die Kapitaldeckung

Als Vorteile kapitalgedeckter Alterssicherungssysteme werden vor allem folgende Punkte in der Literatur angeführt:

- Kapitalgedeckte Systeme sind nicht von negativen Entwicklungen am Arbeitsmarkt (z. B. atypische Beschäftigung, Arbeitslosigkeit) und von der Lohnentwicklung abhängig.

- Die individuellen Renditen der Altersvorsorgebeiträge sind in kapitalgedeckten Alterssicherungssystemen höher als im Umlagesystem. Die Rentner profitieren von den Wert- und Kurssteigerungen auf den internationalen Kapitalmärkten.

- Die Ansammlung von Kapitalbeständen erfordert ein zusätzliches/höheres Sparvolumen. Dies trägt zu höheren Investitionen, einer steigenden Arbeitsproduktivität und einem höheren Wirtschaftswachstum bei.

- Ein auf einem Kapitalstock basierendes Alterssicherungssystem ist weniger demografieabhängig. Die jeweilige Generation sorgt durch die Kapitalbildung für sich selbst vor und ist nicht darauf angewiesen, dass die nachrückende Generation bereit und fähig ist, Teile ihres Einkommens im Umlageverfahren auf die Älteren zu übertragen.

- Im (privatwirtschaftlichen) kapitalgedeckten Bereich der Altersvorsorge sind die Ansprüche der Versicherten besser gegen staatliche Eingriffe (Kürzungen, Umverteilungsmaßnahmen) geschützt.

- Die Akzeptanz von (auch zwangsweise vorgeschriebenen) Beitragsleistungen an kapitalfundierte Alterssicherungssysteme ist höher als im Umlageverfahren.


http://www.bpb.de/politik/innenpolitik/ ... und-contra
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Re: "Agenda 2020" für Zuwanderungspolitik sonst ist die Rente nicht mehr sicher

Beitragvon unity in diversity » So 14. Feb 2016, 09:53

Atheist hat geschrieben:(14 Feb 2016, 09:26)

Wie wäre es stattdessen mit einer Umstellung aufs Kapitaldeckungsverfahren, um in der Altersvorsorge endlich weitestgehende Unabhängigkeit von der Demografie zu erlangen?

Dir ist natürlich bekannt, warum dein Argument jede Treffsicherheit verloren hat.
Wenn nicht, hier wird dir weitergeholfen:
viewtopic.php?f=4&t=54658
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Re: "Agenda 2020" für Zuwanderungspolitik sonst ist die Rente nicht mehr sicher

Beitragvon Realist2014 » So 14. Feb 2016, 12:56

Atheist hat geschrieben:(14 Feb 2016, 09:52)

Gute Frage - warum in ein Land auswandern, wo Pegida spazieren geht und Rechtspopulisten den Schießbefehl fordern, wenn es auch Kanada als eins der wenigen Länder weltweit gibt, in denen eine liberale Partei mit absoluter Mehrheit regiert!? Aber hier geht es ja nicht um das Einwanderungsrecht, sondern schwerpunktmäßig um die Rentenpolitik. Das Kapitaldeckungsverfahren hätte all diese Vorteile:



http://www.bpb.de/politik/innenpolitik/ ... und-contra



Jeder Euro kann nur EINMAL ausgegeben werden.

Woher soll also das Geld für die "Kapitalbildung" kommen- wenn ja gleichzeitig die vorhandenen Rentenanwartschaften bedient werden müssen?
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: "Agenda 2020" für Zuwanderungspolitik sonst ist die Rente nicht mehr sicher

Beitragvon Atheist » So 14. Feb 2016, 13:04

Realist2014 hat geschrieben:(14 Feb 2016, 12:56)

Jeder Euro kann nur EINMAL ausgegeben werden.

Woher soll also das Geld für die "Kapitalbildung" kommen- wenn ja gleichzeitig die vorhandenen Rentenanwartschaften bedient werden müssen?


Schrittweise Umstellung oder eben doppelte Belastung. Im Ergebnis würde die individuelle Verantwortung betont. Letztendlich ist es ohnehin nur eine Frage der Zeit, wann der Demografiewandel, sofern nicht gestoppt, Lösungen erzwingen wird.

In der generationenübergreifenden Betrachtung wäre es ja lediglich ein Ausgleich für den Gewinn, der bei der Einführung des Umlageverfahrens erzielt wurde.
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Re: "Agenda 2020" für Zuwanderungspolitik sonst ist die Rente nicht mehr sicher

Beitragvon Realist2014 » So 14. Feb 2016, 13:07

Atheist hat geschrieben:(14 Feb 2016, 13:04)

Schrittweise Umstellung oder eben doppelte Belastung. Im Ergebnis würde die individuelle Verantwortung betont. Letztendlich ist es ohnehin nur eine Frage der Zeit, wann der Demografiewandel, sofern nicht gestoppt, Lösungen erzwingen wird.



doppelte Belastung für WEN?

soll der STAAT einen Kapitalstock für das Rentensystem mit Staatsschulden bilden?

oder wie schaut deine Vorstellung KONKRET aus?

die "Lösung" ist übrigens seit 30 Jahren klar.

private zusätzliche Altersvorsorge.

Das machen auch zig Millionen Bürger so.
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Re: "Agenda 2020" für Zuwanderungspolitik sonst ist die Rente nicht mehr sicher

Beitragvon nichtkorrekt » So 14. Feb 2016, 13:13

Atheist hat geschrieben:(14 Feb 2016, 09:52)

Gute Frage - warum in ein Land auswandern, wo Pegida spazieren geht und Rechtspopulisten den Schießbefehl fordern, wenn es auch Kanada als eins der wenigen Länder weltweit gibt, in denen eine liberale Partei mit absoluter Mehrheit regiert!? Aber hier geht es ja nicht um das Einwanderungsrecht, sondern schwerpunktmäßig um die Rentenpolitik. Das Kapitaldeckungsverfahren hätte all diese Vorteile:

http://www.bpb.de/politik/innenpolitik/ ... und-contra


Der Unterschied ist, das liberale Kanada nimmt eben nicht jeden Hungerleider auf. Vll. ist deswegen auch die Akzeptanz ggü. Fremden dort allgemein größer als in Deutschland, davon abgesehen, dass Kanada ein klassisches Einwanderungsland ist.
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Re: "Agenda 2020" für Zuwanderungspolitik sonst ist die Rente nicht mehr sicher

Beitragvon Atheist » So 14. Feb 2016, 13:17

Realist2014 hat geschrieben:(14 Feb 2016, 13:07)

doppelte Belastung für WEN?

soll der STAAT einen Kapitalstock für das Rentensystem mit Staatsschulden bilden?

oder wie schaut deine Vorstellung KONKRET aus?

die "Lösung" ist übrigens seit 30 Jahren klar.

private zusätzliche Altersvorsorge.

Das machen auch zig Millionen Bürger so.


Nein, das ist keine "Lösung", denn offensichtlich sind viele Bürger mit der zusätzlichen privaten Altersvorsorge überfordert.

Man könnte ja damit beginnen, neue Rentenansprüche ausschließlich aus dem Kapitaldeckungsverfahren entstehen zu lassen. Die alten Rentenansprüche hingegen würden weiterhin über die Umlage finanziert.

Der Rest wurde ja schon oft und breit diskutiert, z.B. Anhebung des Rentenalters oder überhaupt schon Abschaffung von Altersgrenzen in bestimmten Berufen.
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Re: "Agenda 2020" für Zuwanderungspolitik sonst ist die Rente nicht mehr sicher

Beitragvon Atheist » So 14. Feb 2016, 13:21

nichtkorrekt hat geschrieben:(14 Feb 2016, 13:13)

Der Unterschied ist, das liberale Kanada nimmt eben nicht jeden Hungerleider auf. Vll. ist deswegen auch die Akzeptanz ggü. Fremden dort allgemein größer als in Deutschland, davon abgesehen, dass Kanada ein klassisches Einwanderungsland ist.


Richtig. Allerdings ist es in Kanada keine Seltenheit, mit einem Hochschulabschluss als Hausmeister zu arbeiten oder irgendwo in der rohstoffreichen arktischen Pampa zu wohnen. Deshalb will Kanada ja auch Elemente des deutschen Einwanderungsrechts bei sich integrieren. Sonst herrschen dort aber grundlegend andere Ansichten über die Abstammung vor, da zählt, was man aus sich macht, nicht woher man kommt.
Zuletzt geändert von Atheist am So 14. Feb 2016, 13:22, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: "Agenda 2020" für Zuwanderungspolitik sonst ist die Rente nicht mehr sicher

Beitragvon Realist2014 » So 14. Feb 2016, 13:22

Atheist hat geschrieben:(14 Feb 2016, 13:17)

Nein, das ist keine "Lösung", denn offensichtlich sind viele Bürger mit der zusätzlichen privaten Altersvorsorge überfordert.

Man könnte ja damit beginnen, neue Rentenansprüche ausschließlich aus dem Kapitaldeckungsverfahren entstehen zu lassen. Die alten Rentenansprüche hingegen würden weiterhin über die Umlage finanziert.

.


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Re: "Agenda 2020" für Zuwanderungspolitik sonst ist die Rente nicht mehr sicher

Beitragvon Atheist » So 14. Feb 2016, 13:23

Realist2014 hat geschrieben:(14 Feb 2016, 13:22)

Woher soll das Kapital für das Kapitaldeckungsverfahren kommen?


Von der Arbeit.
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Re: "Agenda 2020" für Zuwanderungspolitik sonst ist die Rente nicht mehr sicher

Beitragvon nichtkorrekt » So 14. Feb 2016, 13:23

Atheist hat geschrieben:(14 Feb 2016, 13:21)

Richtig. Allerdings ist es in Kanada keine Seltenheit, mit einem Hochschulabschluss als Hausmeister zu arbeiten oder irgendwo in der rohstoffreichen arktischen Pampa zu wohnen. Deshalb will Kanada ja auch Elemente des deutschen Einwanderungsrechts bei sich integrieren.


Ja und, es gibt auch in Deutschland genug Geisteswissenschaftler die Taxi fahren.
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Re: "Agenda 2020" für Zuwanderungspolitik sonst ist die Rente nicht mehr sicher

Beitragvon Realist2014 » So 14. Feb 2016, 13:27

Atheist hat geschrieben:(14 Feb 2016, 13:23)

Von der Arbeit.



DU scheinst den Satz- jeder Euro kann nur EINMAL ausgegeben werden- nicht zu verstehen

Wenn die heutigen Beiträge an die heutigen Rentner als Rente ausbezahlt werden, dann ist nichts mehr übrig zum "Kapital bilden"
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden

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