arbeiten bis 70-71 ??

In diesem Forum werden Themen rund um die sozialen Sicherungsysteme diskutiert.
Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Arbeitslosengeld 2 (HartzIV), Rentenversicherung, Sozialgesetzbuch.

Moderator: Moderatoren Forum 1

Benutzeravatar
Nomen Nescio
Beiträge: 11933
Registriert: So 1. Feb 2015, 19:29

arbeiten bis 70-71 ??

Beitragvon Nomen Nescio » Do 1. Okt 2015, 13:42

ich hörte gerade eine diskussion ins radio über renten. was renten betrifft, hat mein land ein ziemlich guter ausgangspunkt, denn ab 1949 wurde bei uns, durchs gesetz gezwungen, für ein pension gespart. die folge davon ist, daß in moment in den versicherungskassen 800 milliarde bis fast 1 billionen euro gesammelt ist. vermutlich eher 800 als 1.000 milliarde euros. denn der niedrige zinssatz hatte folgen für die »puffer«. die auszahlungen waren dadurch größer als die einnahmen.

jetzt haben aktuare ausgerechnet, daß wegen einer gestiegene lebenserwartung die grenze ab welches alter man erst pensiongerechticht ist noch höher werden muß. wurde vor einigen jahren 65 geändert in 67, dieses alter reicht nicht. das muß 70 oder 71 werden.

auch wenn das nicht gesagt wurde, ich erinnere euch daran, daß als bismarck ein rentegesetz einführte, das alter bei 65 jahre lag. dafür aber betrug die lebenserwartung kaum mehr als 65.

wir haben noch einen spartopf. wie steht das aber mit D? oder mit F? kommen da nicht große forderungen in der zukunft für den staatsetat?
schon jetzt muß bei uns ein teil der renten durch den staat bezahlt werden. das mehrere kommt aus den versicherungskassen. viele alten leben bei uns nicht in kümmerlichen umständen. was aber bringt die zukunft?? wenn WIR schon darum bangen, um wie aktueller ist es nicht bei EUCH??



m.m.n. muß das rentenalter erhöht werden und muß der auszuzahlende betrag leider gemindert werden. evt kann sozialhilfe dann ein minimum garantieren.
nathan über mich: »er ist der unlinkste Nicht-Rechte den ich je kennengelernt habe. Ein Phänomen!«
blues über mich: »du bist ein klassischer Liberaler und das ist auch gut so.«
Benutzeravatar
Realist2014
Beiträge: 38880
Registriert: Mo 26. Mai 2014, 14:12
Benutzertitel: Sozialer Marktwirtschaftler
Wohnort: München , Stadt des FC Bayern

Re: arbeiten bis 70-71 ??

Beitragvon Realist2014 » Do 1. Okt 2015, 13:50

Nomen Nescio » Do 1. Okt 2015, 13:42 hat geschrieben:ich hörte gerade eine diskussion ins radio über renten. was renten betrifft, hat mein land ein ziemlich guter ausgangspunkt, denn ab 1949 wurde bei uns, durchs gesetz gezwungen, für ein pension gespart. die folge davon ist, daß in moment in den versicherungskassen 800 milliarde bis fast 1 billionen euro gesammelt ist. vermutlich eher 800 als 1.000 milliarde euros. denn der niedrige zinssatz hatte folgen für die »puffer«. die auszahlungen waren dadurch größer als die einnahmen.

jetzt haben aktuare ausgerechnet, daß wegen einer gestiegene lebenserwartung die grenze ab welches alter man erst pensiongerechticht ist noch höher werden muß. wurde vor einigen jahren 65 geändert in 67, dieses alter reicht nicht. das muß 70 oder 71 werden.

auch wenn das nicht gesagt wurde, ich erinnere euch daran, daß als bismarck ein rentegesetz einführte, das alter bei 65 jahre lag. dafür aber betrug die lebenserwartung kaum mehr als 65.

wir haben noch einen spartopf. wie steht das aber mit D? oder mit F? kommen da nicht große forderungen in der zukunft für den staatsetat?
schon jetzt muß bei uns ein teil der renten durch den staat bezahlt werden. das mehrere kommt aus den versicherungskassen. viele alten leben bei uns nicht in kümmerlichen umständen. was aber bringt die zukunft?? wenn WIR schon darum bangen, um wie aktueller ist es nicht bei EUCH??



m.m.n. muß das rentenalter erhöht werden und muß der auszuzahlende betrag leider gemindert werden. evt kann sozialhilfe dann ein minimum garantieren.



bei UNS haben wir seit 1958 ein Umlagesystem

das kann weder "pleite" gehen- noch sonst was.

Und zum Problem "Altersarmut" für diejenigen, die ein ihrem Arbeitsleben im Bezug auf die Rente geleistet haben- gibt es in D die "Grundsicherung im Alter".

Daher haben wir in D keine Probleme- weil das System über die Dämpfungsfaktoren und dei "Rente mit 67" demographiefest gemacht worden ist.
Benutzeravatar
Nomen Nescio
Beiträge: 11933
Registriert: So 1. Feb 2015, 19:29

Re: arbeiten bis 70-71 ??

Beitragvon Nomen Nescio » Do 1. Okt 2015, 20:22

Realist2014 » Do 1. Okt 2015, 13:50 hat geschrieben:bei UNS haben wir seit 1958 ein Umlagesystem

das kann weder "pleite" gehen- noch sonst was.

Und zum Problem "Altersarmut" für diejenigen, die ein ihrem Arbeitsleben im Bezug auf die Rente geleistet haben- gibt es in D die "Grundsicherung im Alter".

Daher haben wir in D keine Probleme- weil das System über die Dämpfungsfaktoren und dei "Rente mit 67" demographiefest gemacht worden ist.

natürlich kann das pleite gehen. wenn die lasten zu hoch werden und die zinsen zu niedrig sind um die auszahlungen wett zu machen. je länger die menschen leben, je mehr an sie ausbezahlt werden muß. alle aktuariellen berechnungen die damals gemacht wurden haben nicht in betracht gezogen, daß menschen soviel jahre länger leben als z.b. 1950.
nathan über mich: »er ist der unlinkste Nicht-Rechte den ich je kennengelernt habe. Ein Phänomen!«
blues über mich: »du bist ein klassischer Liberaler und das ist auch gut so.«
Benutzeravatar
Realist2014
Beiträge: 38880
Registriert: Mo 26. Mai 2014, 14:12
Benutzertitel: Sozialer Marktwirtschaftler
Wohnort: München , Stadt des FC Bayern

Re: arbeiten bis 70-71 ??

Beitragvon Realist2014 » Do 1. Okt 2015, 20:26

Nomen Nescio » Do 1. Okt 2015, 20:22 hat geschrieben:natürlich kann das pleite gehen. wenn die lasten zu hoch werden und die zinsen zu niedrig sind um die auszahlungen wett zu machen. je länger die menschen leben, je mehr an sie ausbezahlt werden muß. alle aktuariellen berechnungen die damals gemacht wurden haben nicht in betracht gezogen, daß menschen soviel jahre länger leben als z.b. 1950.


ein Umlagesystem kann NICHT Pleite gehen...( solange Beiträge bezahlt werden...)

und wie ich schon geschrieben habe- wird die längere Lebenszeit und damit Rentenbezugszeit durch die Dämpfungsfaktoren in der Rentenfomel berücksichtigt

die Zinsen spielen in einem Umlagesystem keine Rolle
Benutzeravatar
jack000
Moderator
Beiträge: 27642
Registriert: So 1. Jun 2008, 17:21
Wohnort: Stuttgart

Re: arbeiten bis 70-71 ??

Beitragvon jack000 » Do 1. Okt 2015, 20:38

Nomen Nescio » Do 1. Okt 2015, 21:22 hat geschrieben:natürlich kann das pleite gehen. wenn die lasten zu hoch werden und die zinsen zu niedrig sind um die auszahlungen wett zu machen. je länger die menschen leben, je mehr an sie ausbezahlt werden muß. alle aktuariellen berechnungen die damals gemacht wurden haben nicht in betracht gezogen, daß menschen soviel jahre länger leben als z.b. 1950.

Die Rente wurde erfunden als die Bevölkerung noch wie eine Pyramide gestaltet war. Rente gab es ab 70 nur wurden viele gar nicht 70 Jahre alt.
Hätte man damals die Bevölkerungsentwicklung von heute gezeigt hätte man einen völligen Kollaps vorausgesagt. Der ist aber nicht eingetreten weil es einen entsprechenden Produktivitätszuwachs gegeben hat der da deutlich mehr Spielräume offen lässt.
Zu der Zeit arbeiteten 2/3 der Bevölkerung in der Landwirtschaft, heute sind es 3 Prozent und es gibt mehr zu essen als je zu vor und auch die Armen in Deutschland sind nicht selten Übergewichtig.
Es wird sogar nicht mehr im PF geleugnet: "Ja die Gewalt gegen Frauen hat bedingt durch Zuwanderung zugenommen, und jetzt?"
Benutzeravatar
Umetarek
Moderator
Beiträge: 14623
Registriert: Di 3. Jun 2008, 06:24
Benutzertitel: auf dem Weg zur Wüste...
Wohnort: Pfalz

Re: arbeiten bis 70-71 ??

Beitragvon Umetarek » Do 1. Okt 2015, 20:45

Mein Onkel arbeitet immer noch, mit 75, ich denke nicht, dass das bei mir wesentlich anders sein wird, außer ich werde schwer krank...

Aber das funktioniert in vielen Berufen nicht, wenn man seinen Körper dabei aufbraucht ist irgendwann Schluß. Da hilft auch kein Heraufsetzen des Rentenalters.
Mutter des Wahnsinns und Harmoniebeauftragte des Forums, sowie geprüfte Völkermörderin!
Benutzeravatar
Realist2014
Beiträge: 38880
Registriert: Mo 26. Mai 2014, 14:12
Benutzertitel: Sozialer Marktwirtschaftler
Wohnort: München , Stadt des FC Bayern

Re: arbeiten bis 70-71 ??

Beitragvon Realist2014 » Do 1. Okt 2015, 20:47

Umetarek » Do 1. Okt 2015, 20:45 hat geschrieben:Mein Onkel arbeitet immer noch, mit 75, ich denke nicht, dass das bei mir wesentlich anders sein wird, außer ich werde schwer krank...

Aber das funktioniert in vielen Berufen nicht, wenn man seinen Körper dabei aufbraucht ist irgendwann Schluß. Da hilft auch kein Heraufsetzen des Rentenalters.


es geht nicht darum- wie lange "gearbeitet" werden muss- sondern an wann ( ohne Abschläge) Rente bezogen werden kann..
Benutzeravatar
Nomen Nescio
Beiträge: 11933
Registriert: So 1. Feb 2015, 19:29

Re: arbeiten bis 70-71 ??

Beitragvon Nomen Nescio » Do 1. Okt 2015, 21:26

Realist2014 » Do 1. Okt 2015, 20:47 hat geschrieben:es geht nicht darum- wie lange "gearbeitet" werden muss- sondern an wann ( ohne Abschläge) Rente bezogen werden kann..

dann siehst du (und anderen mit dir) nicht was der punkt ist. die aufzubringen beträge werden höher. müssen aber durch minder menschen aufgebracht werden (auch das stabilisiert sich noch nicht).
wenn das so weiter geht, müssen sie ein großteil ihres lohnes aufbringen für renten. dann rede ich noch nicht einmal über das gesundheitswesen, das verteuert.
wie lange kann die »jugend«, bzw will sie, das noch aufbringen. ihr wißt mehr von ökonomie als ich. da muß einer doch ausrechnen können, wann die 50% grenze überschritten wird. ich dachte einmal gelesen zu haben das es ein urteil euer BVG gibt, das nie mehr als 50% »abgenommen« werden darf.



bevor wir weiter diskutieren, merke dies. wir haben (hatten) kein umschlagsystem, sondern ein SPARsystem. bei uns sparte man also für seine eigene rente. kein anderer zahlte daran mit.
vor etwa 20-30 jahren wurde gemerkt, daß die rentenausgaben (wegen längeres leben) zu groß wurden. darum kam daneben ein umschlagsystem. der staat zahlt dann jedem ein minimum. das mehrere kommt aus dem alten sparsystem. immerhin ist diese »belastung« für die verdienenden leuten nicht zu groß. der löwenteil kommt noch immer vom selbst gesparten geld.
nathan über mich: »er ist der unlinkste Nicht-Rechte den ich je kennengelernt habe. Ein Phänomen!«
blues über mich: »du bist ein klassischer Liberaler und das ist auch gut so.«
Odin1506
Beiträge: 2120
Registriert: Mi 16. Jul 2014, 20:45
Benutzertitel: Mensch
Wohnort: Auf dieser Welt

Re: arbeiten bis 70-71 ??

Beitragvon Odin1506 » Do 1. Okt 2015, 22:22

Realist2014 » Do 1. Okt 2015, 13:50 hat geschrieben:

bei UNS haben wir seit 1958 ein Umlagesystem

das kann weder "pleite" gehen- noch sonst was.


Und zum Problem "Altersarmut" für diejenigen, die ein ihrem Arbeitsleben im Bezug auf die Rente geleistet haben- gibt es in D die "Grundsicherung im Alter".

Daher haben wir in D keine Probleme- weil das System über die Dämpfungsfaktoren und dei "Rente mit 67" demographiefest gemacht worden ist.


Da gebe ich dir recht.

Und da gebe ich dir unrecht.

Ich frage mich, warum zahlen nicht alle (auch Politiker, Beamte, Anwälte usw.) einen gewissen Prozentsatz in die GRV ein? Und alle Rentner bekommen den gleichen Rentensatz? So würde es erst garnicht zur Altersarmut kommen.
Ich bin keine Signatur, ich putze hier nur!!! :p
Benutzeravatar
Realist2014
Beiträge: 38880
Registriert: Mo 26. Mai 2014, 14:12
Benutzertitel: Sozialer Marktwirtschaftler
Wohnort: München , Stadt des FC Bayern

Re: arbeiten bis 70-71 ??

Beitragvon Realist2014 » Do 1. Okt 2015, 22:25

Nomen Nescio » Do 1. Okt 2015, 21:26 hat geschrieben:dann siehst du (und anderen mit dir) nicht was der punkt ist. die aufzubringen beträge werden höher. müssen aber durch minder menschen aufgebracht werden (auch das stabilisiert sich noch nicht).
wenn das so weiter geht, müssen sie ein großteil ihres lohnes aufbringen für renten. dann rede ich noch nicht einmal über das gesundheitswesen, das verteuert.
wie lange kann die »jugend«, bzw will sie, das noch aufbringen. ihr wißt mehr von ökonomie als ich. da muß einer doch ausrechnen können, wann die 50% grenze überschritten wird. ich dachte einmal gelesen zu haben das es ein urteil euer BVG gibt, das nie mehr als 50% »abgenommen« werden darf.



bevor wir weiter diskutieren, merke dies. wir haben (hatten) kein umschlagsystem, sondern ein SPARsystem. bei uns sparte man also für seine eigene rente. kein anderer zahlte daran mit.
vor etwa 20-30 jahren wurde gemerkt, daß die rentenausgaben (wegen längeres leben) zu groß wurden. darum kam daneben ein umschlagsystem. der staat zahlt dann jedem ein minimum. das mehrere kommt aus dem alten sparsystem. immerhin ist diese »belastung« für die verdienenden leuten nicht zu groß. der löwenteil kommt noch immer vom selbst gesparten geld.



Merke:

In Deutschland ist das Rentensystem seit 1958 ein UMLAGESYSTEM

und kein "Sparsystem"



und die Beiträge in Prozent des Bruttolohnes sind NIEDRIGER als vor einigen Jahren

es hilft immer sich mit den FAKTEN vertraut zu machen- als unsinnige Behauptungen aufzustellen.

was interessiert überhaupt jemanden das DEUTSCHE Rentensystem , der angeblich in einem Land lebt, das 1 Billionen Euro als Rücklagen im Rentensystem hat? :?:
Benutzeravatar
Realist2014
Beiträge: 38880
Registriert: Mo 26. Mai 2014, 14:12
Benutzertitel: Sozialer Marktwirtschaftler
Wohnort: München , Stadt des FC Bayern

Re: arbeiten bis 70-71 ??

Beitragvon Realist2014 » Do 1. Okt 2015, 22:32

Odin1506 » Do 1. Okt 2015, 22:22 hat geschrieben:
Da gebe ich dir recht.

Und da gebe ich dir unrecht.

I Und alle Rentner bekommen den gleichen Rentensatz?


weil jeder logischerweise in seiner Klasse bleibt
Odin1506
Beiträge: 2120
Registriert: Mi 16. Jul 2014, 20:45
Benutzertitel: Mensch
Wohnort: Auf dieser Welt

Re: arbeiten bis 70-71 ??

Beitragvon Odin1506 » Do 1. Okt 2015, 22:34

Realist2014 » Do 1. Okt 2015, 22:32 hat geschrieben:
weil jeder logischerweise in seiner Klasse bleibt


In welcher Klasse? In der 10.? Ich bin in keiner Klasse.
Ich bin keine Signatur, ich putze hier nur!!! :p
Benutzeravatar
Realist2014
Beiträge: 38880
Registriert: Mo 26. Mai 2014, 14:12
Benutzertitel: Sozialer Marktwirtschaftler
Wohnort: München , Stadt des FC Bayern

Re: arbeiten bis 70-71 ??

Beitragvon Realist2014 » Do 1. Okt 2015, 22:43

Odin1506 » Do 1. Okt 2015, 22:34 hat geschrieben:
In welcher Klasse? In der 10.? Ich bin in keiner Klasse.


in der Ökonomieklasse

wer ein höheres Gehalt hat- der hat einen höheren Lebensstandard- und bezahlt auch höhere Beiträge in die RV

Logischerweise bekommt er auch dann eine höhere Rente- um diesen Standard bei zu behalten

Das nennt man Äquivalenzprinzip

wie man auf die "Gleichmacherei" beim Bezug der Rente kommt- bleibt ein Rätsel..
Benutzeravatar
Nomen Nescio
Beiträge: 11933
Registriert: So 1. Feb 2015, 19:29

Re: arbeiten bis 70-71 ??

Beitragvon Nomen Nescio » Fr 2. Okt 2015, 06:06

Realist2014 » Do 1. Okt 2015, 22:25 hat geschrieben:was interessiert überhaupt jemanden das DEUTSCHE Rentensystem , der angeblich in einem Land lebt, das 1 Billionen Euro als Rücklagen im Rentensystem hat? :?:
die EU versuchte schon (war vorläufig aber nur n probe) die rentenzahlung der EU durch die gesamten länder zahlen zu lassen. dann müßten diese gesparten 1.000 milliarden eingeliefert werden um andere länder - ohne sparsystem - zu helfen die premien niedriger zu halten. denn es sind natürlich prämien, ob sie im sparsystem oder umschlagsystem gehoben werden.

außerdem interessiert es mich, weil ich merke, daß regierungen und parlament sich weigern einzusehen, daß die rentelasten eine bombe unters ganze soziale system sind. das bedeutet aber wieder, daß die finanzierung (direkt oder indirekt) der EU dadurch beeinflußt wird. noch immer leiden wir (D, NL, F, B, usw) unter die folgen einer verabredung zwischen chirac und schröder. die fanden damals daß die 3% hürde nicht echt fest lag, sondern das man davon abweichen durfte. griechenland könnte man eine extreme folge davon nennen.

schließlich: ich lebe nicht angeblich in NL, sondern ich lebe da tatsächlich. im westen des landes, in der ältesten stadt hollands.
ich bin sehr interessiert in dieser problematik. mein vater war ja aktuar. bei uns kostete es jahre bevor man einsah, daß die aktuariellen berechnungen falsche parameter hantierten.
nathan über mich: »er ist der unlinkste Nicht-Rechte den ich je kennengelernt habe. Ein Phänomen!«
blues über mich: »du bist ein klassischer Liberaler und das ist auch gut so.«
Benutzeravatar
Nathan
Beiträge: 4762
Registriert: Do 18. Jun 2015, 10:54
Benutzertitel: Geh weida!
Wohnort: München

Re: arbeiten bis 70-71 ??

Beitragvon Nathan » Fr 2. Okt 2015, 06:11


Mhm, spricht da wieder der "Ohne Michel", den nichts interessiert, außer er selbst? Dich interessiert die Hungersnot in einigen afrikanischen Ländern nicht, weil du genug zu essen hast und deswegen darf sich auch ein Holländer nicht für unser Rentensystem interessieren weil er 800 Milliarden auf der hohen Kannte hat?
Benutzeravatar
Nathan
Beiträge: 4762
Registriert: Do 18. Jun 2015, 10:54
Benutzertitel: Geh weida!
Wohnort: München

Re: arbeiten bis 70-71 ??

Beitragvon Nathan » Fr 2. Okt 2015, 06:17

Nomen Nescio » Do 1. Okt 2015, 14:42 hat geschrieben:ich hörte gerade eine diskussion ins radio über renten. was renten betrifft, hat mein land ein ziemlich guter ausgangspunkt, denn ab 1949 wurde bei uns, durchs gesetz gezwungen, für ein pension gespart. die folge davon ist, daß in moment in den versicherungskassen 800 milliarde bis fast 1 billionen euro gesammelt ist. vermutlich eher 800 als 1.000 milliarde euros. denn der niedrige zinssatz hatte folgen für die »puffer«. die auszahlungen waren dadurch größer als die einnahmen.

jetzt haben aktuare ausgerechnet, daß wegen einer gestiegene lebenserwartung die grenze ab welches alter man erst pensiongerechticht ist noch höher werden muß. wurde vor einigen jahren 65 geändert in 67, dieses alter reicht nicht. das muß 70 oder 71 werden.

auch wenn das nicht gesagt wurde, ich erinnere euch daran, daß als bismarck ein rentegesetz einführte, das alter bei 65 jahre lag. dafür aber betrug die lebenserwartung kaum mehr als 65.

wir haben noch einen spartopf. wie steht das aber mit D? oder mit F? kommen da nicht große forderungen in der zukunft für den staatsetat?
schon jetzt muß bei uns ein teil der renten durch den staat bezahlt werden. das mehrere kommt aus den versicherungskassen. viele alten leben bei uns nicht in kümmerlichen umständen. was aber bringt die zukunft?? wenn WIR schon darum bangen, um wie aktueller ist es nicht bei EUCH??



m.m.n. muß das rentenalter erhöht werden und muß der auszuzahlende betrag leider gemindert werden. evt kann sozialhilfe dann ein minimum garantieren.


Ich hab jetzt schon keinen Bock mehr und ich werde ganz sicher nicht bis 70 arbeiten und wenn sie versuchen mich dazu zu zwingen werde ich rechtsradikal. Radikal gegen Inländer, nicht gegen Ausländer. Mein ganz persönlicher Rechtsradikalismus, nix mit morschen Knochen oder so, sondern frisch, unfromm, fröhlich, frei. Vielleicht raube ich mir dann ein Bankerl, eines aus Holz, und das trag ich an die Isar oder den Lech und dort genieße ich meinen Lebensabend...oder so.
Benutzeravatar
Realist2014
Beiträge: 38880
Registriert: Mo 26. Mai 2014, 14:12
Benutzertitel: Sozialer Marktwirtschaftler
Wohnort: München , Stadt des FC Bayern

Re: arbeiten bis 70-71 ??

Beitragvon Realist2014 » Fr 2. Okt 2015, 07:53

Nomen Nescio » Fr 2. Okt 2015, 06:06 hat geschrieben:die EU versuchte schon (war vorläufig aber nur n probe) die rentenzahlung der EU durch die gesamten länder zahlen zu lassen. dann müßten diese gesparten 1.000 milliarden eingeliefert werden um andere länder - ohne sparsystem - zu helfen die premien niedriger zu halten. denn es sind natürlich prämien, ob sie im sparsystem oder umschlagsystem gehoben werden.



gibt es für diese Behauptung irgend einen Beleg?
Benutzeravatar
Realist2014
Beiträge: 38880
Registriert: Mo 26. Mai 2014, 14:12
Benutzertitel: Sozialer Marktwirtschaftler
Wohnort: München , Stadt des FC Bayern

Re: arbeiten bis 70-71 ??

Beitragvon Realist2014 » Fr 2. Okt 2015, 07:55

Nathan » Fr 2. Okt 2015, 06:11 hat geschrieben:Mhm, spricht da wieder der "Ohne Michel", den nichts interessiert, außer er selbst? Dich interessiert die Hungersnot in einigen afrikanischen Ländern nicht, weil du genug zu essen hast und deswegen darf sich auch ein Holländer nicht für unser Rentensystem interessieren weil er 800 Milliarden auf der hohen Kannte hat?


bei den Rentensystemen der einzelnen EU Länder gibt es keinerlei Verflechtungen, außer gegenseitiger Anerkennungen der Ansprüche der Rentner in bestimmten Fällen.

Die Rentenrücklagen in den Niederlanden sind ausschlie9lich im Zugriff des niederländischen Staates.

Genau so ist es mit dem deutschen Rentensystem, das eine rein deutsche Angelegenheit ist.
Zuletzt geändert von Realist2014 am Fr 2. Okt 2015, 07:56, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
Realist2014
Beiträge: 38880
Registriert: Mo 26. Mai 2014, 14:12
Benutzertitel: Sozialer Marktwirtschaftler
Wohnort: München , Stadt des FC Bayern

Re: arbeiten bis 70-71 ??

Beitragvon Realist2014 » Fr 2. Okt 2015, 07:58

Nathan » Fr 2. Okt 2015, 06:17 hat geschrieben:
Ich hab jetzt schon keinen Bock mehr und ich werde ganz sicher nicht bis 70 arbeiten und wenn sie versuchen mich dazu zu zwingen werde ich rechtsradikal. Radikal gegen Inländer, nicht gegen Ausländer. Mein ganz persönlicher Rechtsradikalismus, nix mit morschen Knochen oder so, sondern frisch, unfromm, fröhlich, frei. Vielleicht raube ich mir dann ein Bankerl, eines aus Holz, und das trag ich an die Isar oder den Lech und dort genieße ich meinen Lebensabend...oder so.


niemand zwingt heute irgend jemanden in D bis zum Regelrentenalter zu "arbeiten".

Nur gibt es halt - bis auf Ausnahmen- ab diesem Zeitpunkt erst die Rentenzahlung.
moderliese

Re: arbeiten bis 70-71 ??

Beitragvon moderliese » Fr 2. Okt 2015, 08:32

Nomen Nescio » Do 1. Okt 2015, 14:42 hat geschrieben:ich hörte gerade eine diskussion ins radio über renten. was renten betrifft, hat mein land ein ziemlich guter ausgangspunkt, denn ab 1949 wurde bei uns, durchs gesetz gezwungen, für ein pension gespart. die folge davon ist, daß in moment in den versicherungskassen 800 milliarde bis fast 1 billionen euro gesammelt ist. vermutlich eher 800 als 1.000 milliarde euros. denn der niedrige zinssatz hatte folgen für die »puffer«. die auszahlungen waren dadurch größer als die einnahmen.

jetzt haben aktuare ausgerechnet, daß wegen einer gestiegene lebenserwartung die grenze ab welches alter man erst pensiongerechticht ist noch höher werden muß. wurde vor einigen jahren 65 geändert in 67, dieses alter reicht nicht. das muß 70 oder 71 werden.

auch wenn das nicht gesagt wurde, ich erinnere euch daran, daß als bismarck ein rentegesetz einführte, das alter bei 65 jahre lag. dafür aber betrug die lebenserwartung kaum mehr als 65.

wir haben noch einen spartopf. wie steht das aber mit D? oder mit F? kommen da nicht große forderungen in der zukunft für den staatsetat?
schon jetzt muß bei uns ein teil der renten durch den staat bezahlt werden. das mehrere kommt aus den versicherungskassen. viele alten leben bei uns nicht in kümmerlichen umständen. was aber bringt die zukunft?? wenn WIR schon darum bangen, um wie aktueller ist es nicht bei EUCH??



m.m.n. muß das rentenalter erhöht werden und muß der auszuzahlende betrag leider gemindert werden. evt kann sozialhilfe dann ein minimum garantieren.

Arbeiten bis zum Tod, dann braucht's keine Rente. War ja unter Bismark so, wie du schreibst.
Nein, Spass bei Seite, es ist ein Trauerspiel dass die Menschen in Anbetracht der enorm gestiegenen Produktivität immer länger arbeiten sollen.
Die Mittel wären auf alle Fälle da die Rente zu gewährleisten, nur in den falschen Händen.

PS. für mich persönlich, ich bin jetzt 55, ist in 5 - 7 Jahren jedenfalls Schicht im Schacht. :D
Zuletzt geändert von moderliese am Fr 2. Okt 2015, 08:33, insgesamt 1-mal geändert.

Zurück zu „10. Sozialpolitik“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast