Armutsfalle private Krankenversicherung

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Dr. Nötigenfalls

Armutsfalle private Krankenversicherung

Beitragvon Dr. Nötigenfalls » So 1. Mär 2015, 15:07

Knapp neun Millionen Selbständige, Beamte und gutverdienende Arbeitnehmer in Deutschland genießen die bevorzugte Behandlung als Privatpatienten. Oft steigen sie mit überschaubaren oder Super-Spar-Tarifen bei den Privaten ein. Doch eine "billige" Versicherung kann schnell teuer werden,...

http://www.hr.gl-systemhaus.de/mp4/ARDm ... bl_ard.mp4

Das war ja immer schon meine Rede.
Würden ausnahmslos ALLE in die Gesetzliche Einzahlen wäre die Budgetierung ganz schnell vom Tisch !!
und die privaten (Rosinenpicker) Anbieter wären auch weg vom Fenster.
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Moses
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Re: Armutsfalle private Krankenversicherung

Beitragvon Moses » So 1. Mär 2015, 15:12

Dr. Nötigenfalls » So 1. Mär 2015, 15:07 hat geschrieben:Knapp neun Millionen Selbständige, Beamte und gutverdienende Arbeitnehmer in Deutschland genießen die bevorzugte Behandlung als Privatpatienten. Oft steigen sie mit überschaubaren oder Super-Spar-Tarifen bei den Privaten ein. Doch eine "billige" Versicherung kann schnell teuer werden,...

http://www.hr.gl-systemhaus.de/mp4/ARDm ... bl_ard.mp4

Das war ja immer schon meine Rede.
Würden ausnahmslos ALLE in die Gesetzliche Einzahlen wäre die Budgetierung ganz schnell vom Tisch !!
und die privaten (Rosinenpicker) Anbieter wären auch weg vom Fenster.

Und Du glaubst ohne die höheren Preise für PKVPatientien könnte sich das Gesundheitssystem irgendwie am Leben erhalten?
Träum weiter.
Der Herr gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich nicht hinnehmen kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
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Blickwinkel
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Re: Armutsfalle private Krankenversicherung

Beitragvon Blickwinkel » So 1. Mär 2015, 15:12

Dr. Nötigenfalls » So 1. Mär 2015, 16:07 hat geschrieben:Knapp neun Millionen Selbständige, Beamte und gutverdienende Arbeitnehmer in Deutschland genießen die bevorzugte Behandlung als Privatpatienten. Oft steigen sie mit überschaubaren oder Super-Spar-Tarifen bei den Privaten ein. Doch eine "billige" Versicherung kann schnell teuer werden,...

http://www.hr.gl-systemhaus.de/mp4/ARDm ... bl_ard.mp4

Das war ja immer schon meine Rede.
Würden ausnahmslos ALLE in die Gesetzliche Einzahlen wäre die Budgetierung ganz schnell vom Tisch !!
und die privaten (Rosinenpicker) Anbieter wären auch weg vom Fenster.


Und die Beiträge der GKV würden steigen, weil viele Krankenhäuser mit den kärglichen Sätzen aus der GKV nicht überleben könnten.
Nichts ist in der Regel unsozialer als der sogenannte Wohlfahrtsstaat, der die menschliche Verantwortung erschlaffen und die individuelle Leistung absinken läßt. (Ludwig Erhard)
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Re: Armutsfalle private Krankenversicherung

Beitragvon Moses » So 1. Mär 2015, 15:14

Blickwinkel » So 1. Mär 2015, 15:12 hat geschrieben:
Und die Beiträge der GKV würden steigen, weil viele Krankenhäuser mit den kärglichen Sätzen aus der GKV nicht überleben könnten.

Ich glaube nicht, das er das sehen will, hier sind nur "Privilegien" an die er nicht ran kommt und desshalb weinen muss
Der Herr gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich nicht hinnehmen kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
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Re: Armutsfalle private Krankenversicherung

Beitragvon Dr. Nötigenfalls » So 1. Mär 2015, 15:17

Blickwinkel » So 1. Mär 2015, 15:12 hat geschrieben:
Und die Beiträge der GKV würden steigen, weil viele Krankenhäuser mit den kärglichen Sätzen aus der GKV nicht überleben könnten.


Du weisst aber schon,was mit "Budgetierung wäre vom Tisch", gemeint ist ?
Oder müssen wir nochmal in den Kindergarten ?
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Re: Armutsfalle private Krankenversicherung

Beitragvon Blickwinkel » So 1. Mär 2015, 15:19

Dr. Nötigenfalls » So 1. Mär 2015, 16:17 hat geschrieben:
Du weisst aber schon,was mit "Budgetierung wäre vom Tisch", gemeint ist ?
Oder müssen wir nochmal in den Kindergarten ?


Die Bugetierung wäre überhaupt nicht vom Tisch, im Gegenteil. Mach dich mal mit den Fakten vertraut.
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Re: Armutsfalle private Krankenversicherung

Beitragvon Blickwinkel » So 1. Mär 2015, 15:20

Moses » So 1. Mär 2015, 16:14 hat geschrieben:Ich glaube nicht, das er das sehen will, hier sind nur "Privilegien" an die er nicht ran kommt und desshalb weinen muss


Das ist doch vollkommen klar, er will mit seinen GKV-Beiträge eine Behandlung wie mit der PKV, weil die haben es ja besser.
Nichts ist in der Regel unsozialer als der sogenannte Wohlfahrtsstaat, der die menschliche Verantwortung erschlaffen und die individuelle Leistung absinken läßt. (Ludwig Erhard)
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Re: Armutsfalle private Krankenversicherung

Beitragvon Realist2014 » So 1. Mär 2015, 15:31

Dr. Nötigenfalls » So 1. Mär 2015, 15:07 hat geschrieben:Knapp neun Millionen Selbständige, Beamte und gutverdienende Arbeitnehmer in Deutschland genießen die bevorzugte Behandlung als Privatpatienten. Oft steigen sie mit überschaubaren oder Super-Spar-Tarifen bei den Privaten ein. Doch eine "billige" Versicherung kann schnell teuer werden,...

http://www.hr.gl-systemhaus.de/mp4/ARDm ... bl_ard.mp4

Das war ja immer schon meine Rede.
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was geht dich MEINE PKV an?

ich zahle mehr als DU- daher bekomme ich auch besseren Service...
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Armutsfalle private Krankenversicherung

Beitragvon Nightwatch » So 1. Mär 2015, 17:25

Blickwinkel » So 1. Mär 2015, 16:20 hat geschrieben:
Das ist doch vollkommen klar, er will mit seinen GKV-Beiträge eine Behandlung wie mit der PKV, weil die haben es ja besser.

Sicher? Bei einer Überprüfung stellte sich heraus, daß Mitglieder in der PKV schlechter abgesichert sind als in der GKV. http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-86402974.html
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Re: Armutsfalle private Krankenversicherung

Beitragvon Moses » So 1. Mär 2015, 17:52

Nightwatch » So 1. Mär 2015, 17:25 hat geschrieben:Sicher? Bei einer Überprüfung stellte sich heraus, daß Mitglieder in der PKV schlechter abgesichert sind als in der GKV. http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-86402974.html

Ich kann meinen Vertrag frei aushandeln, wenn ich meine Absicherung auf schwache Füße stelle um Beiträge zu sparen, dann bin ich selbst schuld, nicht das System.
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Re: Armutsfalle private Krankenversicherung

Beitragvon Adam Smith » So 1. Mär 2015, 18:00

Moses » So 1. Mär 2015, 15:12 hat geschrieben:Und Du glaubst ohne die höheren Preise für PKVPatientien könnte sich das Gesundheitssystem irgendwie am Leben erhalten?
Träum weiter.


Demnach sind also die Beiträge im Durchschnitt bei der privaten Krankenversicherung höher als bei der gesetzlichen Krankenversicherung?
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Re: Armutsfalle private Krankenversicherung

Beitragvon Moses » So 1. Mär 2015, 18:14

Adam Smith » So 1. Mär 2015, 18:00 hat geschrieben:
Demnach sind also die Beiträge im Durchschnitt bei der privaten Krankenversicherung höher als bei der gesetzlichen Krankenversicherung?

Wie kommst Du darauf? Nein ich meine die Kosten die auf der Rechnung stehen, bei PKV mindestens Faktor 1,8
Zuletzt geändert von Moses am So 1. Mär 2015, 18:14, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Armutsfalle private Krankenversicherung

Beitragvon jack000 » So 1. Mär 2015, 18:16

Dr. Nötigenfalls » So 1. Mär 2015, 15:07 hat geschrieben:Knapp neun Millionen Selbständige, Beamte und gutverdienende Arbeitnehmer in Deutschland genießen die bevorzugte Behandlung als Privatpatienten. Oft steigen sie mit überschaubaren oder Super-Spar-Tarifen bei den Privaten ein. Doch eine "billige" Versicherung kann schnell teuer werden,...

http://www.hr.gl-systemhaus.de/mp4/ARDm ... bl_ard.mp4

Das war ja immer schon meine Rede.
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Du verwechselst hier doch 2 Themen:
1. Leute, die mit einer PKV auf die Schnauze gefallen sind
2. Einnahmen der GKV (Wer nix einzahlt, bekommt auch nix)
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Re: Armutsfalle private Krankenversicherung

Beitragvon epona » So 1. Mär 2015, 18:19

Für einen gesunden Single über BBG oder Selbständigen bietet die PKV durchaus spitzenmäßige Tarif an die weit unterhalb der Prämie liegen, die er für viel weniger Leistung in der GKV zahlen müsste.
Im Alter können diese Tarife allerdings schon zur Armutsfalle werden. Probleme können auch bei Familiengründung entstehen.
Da hat der Strangersteller schon recht.
Und sicher kann der PKV-Versicherte seine Tarife "frei" wählen. Schwierig wird es, wenn er zb. mit 40 Tarife abwählt zb. wegen finanzieller Probleme und diese mit 55 wieder aufstocken will. Die PKV kann Zuschläge bis 300% verlangen.
Eine Herabsetzung auf Krankenhauszusatztarife mit gleichzeitiger Rückkehr in die GKV ist in der Regel ab 55 nicht mehr möglich.

Auch in der PKV gilt das Prinzip der Solidargemeinschaft.

Warum sich allerdings der Glaube hält mit einer GKV-Pflicht für alle würde sich der Finanzierungsproblem der GKV lösen erschließt sich mir nicht.
Jeder Einzahler ist auch Leistungsbeansprucher.
Zuletzt geändert von epona am So 1. Mär 2015, 18:21, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Armutsfalle private Krankenversicherung

Beitragvon jack000 » So 1. Mär 2015, 18:22

Moses » So 1. Mär 2015, 17:52 hat geschrieben:Ich kann meinen Vertrag frei aushandeln, wenn ich meine Absicherung auf schwache Füße stelle um Beiträge zu sparen, dann bin ich selbst schuld, nicht das System.

In dem Video war zu hören, dass er "Gehaltsnachweise" vorlegen musste, demnach war er auch kein Selbstständiger, sondern ein Beschäftigter der in der GKV hätte bleiben können.
Um Geld zu sparen wechselte er offensichtlich in die PKV (Allerdings mit Frau und 3 Kindern?) um Geld zu sparen. Er hat den günstigsten Tarif überhaupt gewählt und ist damit auf die Schnauze gefallen.
Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, hatte er ein Monatseinkommen von über 3000€ Netto, daher ist mein Mitleid ziemlich begrenzt.

Ich bin in der GKV und werde dort bleiben, egal was für ein Angebot mir eine PKV macht. Man kann auch in der GKV einen Zusatzbeitrag zahlen um die Annehmlichkeiten der PKV zu erhalten. Das hatte ich auch mal überlegt zu tun, allerdings vermisse ich derzeit nicht wirklich irgendwas.
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Re: Armutsfalle private Krankenversicherung

Beitragvon Adam Smith » So 1. Mär 2015, 18:24

epona » So 1. Mär 2015, 18:19 hat geschrieben:Für einen gesunden Single über BBG oder Selbständigen bietet die PKV durchaus spitzenmäßige Tarif an die weit unterhalb der Prämie liegen, die er für viel weniger Leistung in der GKV zahlen müsste.
Im Alter können diese Tarife allerdings schon zur Armutsfalle werden. Probleme können auch bei Familiengründung entstehen.


Das ist richtig. Für manche ist die PKV im Alter richtig teuer geworden.

Er ist seit mehr als 20 Jahren Privatversicherter. Damals fing er mit weniger als 200 Euro im Monat an – nun liegt die PKV-Prämie bei rund 420 Euro, obwohl er bereits in den Basistarif gewechselt ist. Wären dem Versicherten die enormen Beitragserhöhungen von Beginn an bewusst gewesen, hätte er sich gegen eine private Krankenversicherung entschieden. Solch ein Beispiel zeigt: Bei besonders günstigen PKV-Beiträgen sollten sich Verbraucher beraten lassen, ob der Tarif wirklich gut geeignet ist.


http://www.finanzen.de/news/14777/ard-p ... rsicherung
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Re: Armutsfalle private Krankenversicherung

Beitragvon jack000 » So 1. Mär 2015, 18:28

epona » So 1. Mär 2015, 18:19 hat geschrieben:Warum sich allerdings der Glaube hält mit einer GKV-Pflicht für alle würde sich der Finanzierungsproblem der GKV lösen erschließt sich mir nicht.

Es gibt ja auch kein Finanzierungsproblem:
http://de.statista.com/statistik/daten/ ... n-der-gkv/

Warum lt. Prognose für 2015 ein Verlust eintreten sollte ist mir allerdings nicht klar. Ist aber auch wurscht, da die Jahre zuvor immer ein "Plus" herausgekommen ist und die GKV sowieso keine großen Rücklagen bilden darf (Wobei ich das, wie bei der Rente ebenso, für sinnvoll halten würde).
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Re: Armutsfalle private Krankenversicherung

Beitragvon Adam Smith » So 1. Mär 2015, 18:31

epona » So 1. Mär 2015, 18:19 hat geschrieben:
Warum sich allerdings der Glaube hält mit einer GKV-Pflicht für alle würde sich der Finanzierungsproblem der GKV lösen erschließt sich mir nicht.


Weil damit die Probleme der PKV gelöst wären. Und die PKV gibt es dann nur noch als Zusatzversicherung.

Zwar verteidigen die Versicherer öffentlich ihr Geschäftsmodell, sind aber die Mikrofone ausgeschaltet, lautet die Diagnose: ab auf die Intensivstation


http://www.handelsblatt.com/politik/deu ... 188-2.html
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Re: Armutsfalle private Krankenversicherung

Beitragvon Nightwatch » So 1. Mär 2015, 18:36

Moses » So 1. Mär 2015, 18:52 hat geschrieben:Ich kann meinen Vertrag frei aushandeln, wenn ich meine Absicherung auf schwache Füße stelle um Beiträge zu sparen, dann bin ich selbst schuld, nicht das System.

Bei über 100 Tarifsystemen mit über 1000 Kombinationen machst Du keinen Systemfehler aus? So ein System sabotiert von vornherein ein freies Aushandeln, weil man effektiv keine kompetente Entscheidung treffen kann.
Zuletzt geändert von Nightwatch am So 1. Mär 2015, 18:36, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Armutsfalle private Krankenversicherung

Beitragvon Blickwinkel » So 1. Mär 2015, 18:37

jack000 » So 1. Mär 2015, 19:22 hat geschrieben:In dem Video war zu hören, dass er "Gehaltsnachweise" vorlegen musste, demnach war er auch kein Selbstständiger, sondern ein Beschäftigter der in der GKV hätte bleiben können.
Um Geld zu sparen wechselte er offensichtlich in die PKV (Allerdings mit Frau und 3 Kindern?) um Geld zu sparen. Er hat den günstigsten Tarif überhaupt gewählt und ist damit auf die Schnauze gefallen.
Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, hatte er ein Monatseinkommen von über 3000€ Netto, daher ist mein Mitleid ziemlich begrenzt.

Ich bin in der GKV und werde dort bleiben, egal was für ein Angebot mir eine PKV macht. Man kann auch in der GKV einen Zusatzbeitrag zahlen um die Annehmlichkeiten der PKV zu erhalten. Das hatte ich auch mal überlegt zu tun, allerdings vermisse ich derzeit nicht wirklich irgendwas.


Da ist er auch sehr dämlich gewesen. Als angestellter Familienvater mit drei Kindern ist die GKV sehr gut. Für gutverdienende Singles ist sie schlecht.
Nichts ist in der Regel unsozialer als der sogenannte Wohlfahrtsstaat, der die menschliche Verantwortung erschlaffen und die individuelle Leistung absinken läßt. (Ludwig Erhard)

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