BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

In diesem Forum werden Themen rund um die sozialen Sicherungsysteme diskutiert.
Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Arbeitslosengeld 2 (HartzIV), Rentenversicherung, Sozialgesetzbuch.

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Realist2014
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Re: BGE

Beitragvon Realist2014 » Sa 22. Sep 2018, 22:17

Maltrino hat geschrieben:(22 Sep 2018, 22:51)

Vielleicht erklärt ihr dann mal klipp und klar was denn nun "negatives" geschieht wenn es BGE gibt? ?



es wird unsozialer bei einem BGE von 600 Euro plus GKV
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Maltrino
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Re: BGE

Beitragvon Maltrino » So 23. Sep 2018, 08:00

unity in diversity hat geschrieben:(23 Sep 2018, 01:14)

Moin heißt das!
Wäre nett, wenn du künftig etwas höflicher wärst.
Dann kann man mit dir auch über eine neue Eingruppierung reden.


Ähm, Moin? Oder kennen wir uns?
Ich bin aber dagegen Politik in charismatische Formen zu pressen. Der Wähler muss lernen Inhalte zu erkennen die gut sind, auch wenn die Inhalte uncharismatisch und unhöflich vorgetragen werden. Sonst führt das dazu, dass Politiker mit schlechten Inhalten, aber mit Charisma, an die Macht kommen. Also Hitler zum Beispiel.

Und ich wollte nur meine ehrlich Verwunderung darüber ausbringen, dass sich die Tendenz herausbildet, dass einige BGE Gegner für sich beanspruchen "sozial" zu sein. Und immer häufiger auch streng konservative BGE Gegner. Oder ist das das S in der CSU? Wie gesagt, ich finds halt interessant aber auch skuril. Was ist denn nun? BGE ist gefährlich weil es dann keine Sanktionsandrohungen mehr gibt? Sanktionsandrohungen sind also "sozial"? Aber ich dachte es geht darum, dass die Leute aus der Hängematte getrieben werden müssen mit der Peitsche und den Sanktionen, damit sie arbeiten. Das ist also "sozial"? Wenn jetzt also jemand ein Mittel gegen den Welthunger erfunden hat, aus unglücklichen Umständen heraus aber im Krankenhaus landet, arbeitslos wird und sein Haus einstürzt und er dann Hartz4 bekommt, dann ist es also "sozial" dass dann die Jobcenter Mitarbeiter Schlange stehen um ihm zu sagen "Ja so wie Sie aussehen ist ja auch kein Wunder, dass sie gescheitert sind, und überhaupt, Sie sind zu spät gekommen, das gibt ne Sanktion! Bemühen Sie sich mal mehr Sie Faulpelz!" Das ist also "sozial"? Oder ist es einfach nur so, dass jeder nach Belieben seine politische Haltung so beschreibt wie es gerade passt? Aber wie gesagt, ich bin halt verwirrt, wenn von Leuten die sagen dass "BGE eine linke Phantasie" ist, dann gesagt wird "BGE ist unsozial". Beides zusammen heißt dann, dass linke Politik unsoziale Politik ist? Ja und was ist dann das Ziel der linken? Die knallharte Marktwirtschaft? Dann sind die linken also die wahren wirtschaftsliberalen? Aber Wirtschaftsliberal ist doch eigentlich FDP und CSU dachte ich. Sagen die zumindest immer. Oder lügen die? Ist es in Wirklichkeit so, dass die CSU knallharte Konjukturpolitik betreibt wo Geld vom Staat/Land direkt bei Unternehmen landen, und die FDP Hartz4 so toll findet weil es eben nichts mit Marktwirtschaft zu tun hat? Was ist da los? Der "Realist" kämpft also dagegen dass es
Realist2014 hat geschrieben:(22 Sep 2018, 23:17)

unsozialer bei einem BGE von 600 Euro plus GKV
wird. Und wofür ist er dann? Für mehr Sozialstaat? Für mehr Sozialismus? Oder für ein BGE in Höhe von 1000 Euro plus GKV und Miete? Oder ist das alles nur deshalb so schräg weil wir in Deutschland ein merkwürdiges Verständnis von "Links und Rechts" haben? Im Iran zum Beispiel sind die "Linken" (ich hoffe ich krieg das richtig zusammen) eher liberal, und zwar was Gesellschaft und Wirtschaft angeht. DIe "Rechten", also die konservativen "Mullahs" sind einfach "authoräter", und zwar in allen Bereichen. Der Staat schreibt die Religion vor und schreibt auch vor wer Geld bekommt und wer nicht. Sowas wie ein islamistischer Sozialstaat ist das dann. Derjenige der es "verdient", also der wahrscheinlich nicht gerade Islamkritiker ist, der bekommt ne Wohnung bezahlt oder so? Und kann es sein, dass der "Realist" auch in dieser Richtung einzuordnen ist? Wertkonservativ und jeder der es "verdient", der also sich ordentlich anzieht und "pünktlich" kommt, kriegt Geld von Papa Staat? Und der Wirtschaftsliberalismus ist da eher ein Störenfried, wird aber so noch mitrumgetragen, da es sich so gehört? Wir brauchen also kein BGE weil wir mehr soziale Wohltaten brauchen? Wir brauchen also kein BGE weil die Armen noch reicher werden müssen als mit BGE? Es sollen also die reich werden die jetzt arm sind, und die anderen sollen arm werden? Oder wie? Und der "linke" Satz der da heißt "Reichtum für alle" ist also zu liberal und zu wenig sozial, weil die "Realisten" nur "Reichtum für die Armen" wollen? Das BGE ist also laut den "Realisten" zu wenig Umverteilung? Das BGE ist also schlecht weil es zu wenig Umverteilungspolitik ist? Das BGE ist also schlecht weil es den arbeitenden und steuerzahlenden Menschen zu wenig wegnimmt und den Armen zu wenig gibt? Das heißt wir brauchen ein noch extremeres BGE? ein SGE? Ein Soziales Grundeinkommen? Ach Mist, der Begriff ist ja schon besetzt. Oder ein SBGE? Oder besser: SbGEe (Soziales bedingtes Grund-Einkommen extrem) Wir brauchen also ein BGE wo der arbeitende noch mehr Steuern bezahlt und der nicht arbeitende Steuern zurückbezahlt bekommt und noch Grundeinkommen? Das heißt die BGE Gegner sind gegen BGE weil das BGE den Leuten in der Hängematte zu wenig Geld gibt? Ja aber warum sagen die dann immer das genaue Gegenteil???? Das ist doch jetzt total verwirrend alles!!!!! Bin ich jetzt, als BGE Freund, ein linker sozialistischer Spinner? Oder bin ich ein neoliberaler Verachter der kleinen armen Leute? Beides auf einmal geht doch nicht!!!! Oder? :?
Wie ihr seht, habe ich jetzt auch ein Profilbild wo das Portrait eines großen politischen Denkers aus der Vergangenheit abgebildet ist. Damit ist jetzt jede meiner Aussagen wahr und absolut seriös.
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Skull
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Skull » Mo 24. Sep 2018, 08:29

Guten Morgen,

themenfremden Spam...entsorgt.

Bitte...beim Thema bleiben.
Man dient für Lohn und liebt sich für Geschenke
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Skull » Mo 24. Sep 2018, 19:53

Guten Abend,

auf besonderen Wunsch...habe ich die letzten Seiten extrem gesäubert.
Den Strang von Spam entfernt.

Das Ergebnis davon ist, das vier User nun leider kurz vor einer Sanktion stehen.
Massenhafte Beiträge in den letzten Wochen, die in Summe der Toleranzgrenze der Moderation...
jetzt empfindlich nahe stehen.

Wenn einer von diesen vieren in den nächsten Tagen weiterhin Beiträge für die Ablage produziert,
folgt eben die entsprechende Sanktion.
Man dient für Lohn und liebt sich für Geschenke
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon firlefanz11 » Mi 26. Sep 2018, 14:34

Nicht mal die hessische Linke ist mehr für ein BGE...
"Wer hier ist, weil er Hilfe beansprucht, hat eine besondere moralische Verpflichtung, den Helfern nicht das Leben zu zerstören."
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Dampflok94 » Fr 28. Sep 2018, 16:10

firlefanz11 hat geschrieben:(26 Sep 2018, 15:34)

Nicht mal die hessische Linke ist mehr für ein BGE...

Die Linke hat sich noch nie besonders für ein BGE engagiert. Die sehen das eher skeptisch.
Leute kauft mehr Dampflokomotiven!!!
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Bielefeld09
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Bielefeld09 » Fr 28. Sep 2018, 17:29

Dampflok94 hat geschrieben:(28 Sep 2018, 17:10)

Die Linke hat sich noch nie besonders für ein BGE engagiert. Die sehen das eher skeptisch.

Das ist ja auch nicht verwunderlich.
Wer sich für ein BGE engagiert,
der bereichert Reiche und verarmt besonders Abhängige.
Sowas kann doch nicht gut sein. :D
Sorry Mods, es ist nie persönlich gemeint. Ihr habt immer recht. Sorry :( :p
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JosefG
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon JosefG » Sa 29. Sep 2018, 16:36

Dampflok94 hat geschrieben:(28 Sep 2018, 17:10)

Die Linke hat sich noch nie besonders für ein BGE engagiert. Die sehen das eher skeptisch.

Kein Wunder. Das BGE ist die freiheitlich-individualistische Lösung
sozialer Probleme und steht in direkter Konkurrenz zum Sozialismus.

http://www.politik-forum.eu/viewtopic.php?f=20&t=46633&start=200#p2718098
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Realist2014 » Sa 29. Sep 2018, 18:06

JosefG hat geschrieben:(29 Sep 2018, 17:36)

Das BGE ist die freiheitlich-individualistische Lösung



Sich als erwachsener Arbeitsfähiger auf Kosten von anderen einen faulen Lenz zu machen nennt sich jetzt also "freiheitlich-individualistische Lösung".... :dead:
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Misterfritz » Sa 29. Sep 2018, 18:21

Realist2014 hat geschrieben:(29 Sep 2018, 19:06)

Sich als erwachsener Arbeitsfähiger auf Kosten von anderen einen faulen Lenz zu machen nennt sich jetzt also "freiheitlich-individualistische Lösung".... :dead:
Für die, das beziehen, sicherlich. Für die, die das finanzieren sollen, dürfte das anders aussehen ;)
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon JosefG » Sa 29. Sep 2018, 19:35

Misterfritz hat geschrieben:(29 Sep 2018, 19:21)

Für die, die das finanzieren sollen, dürfte das anders aussehen ;)


Niemand wird gezwungen, es zu finanzieren. Jeder kann frei entscheiden,
ob er zu den Netto-Zahlern oder zu den Netto-Empfängern gehören will.

Damit ausreichend viele freiwillig zu den Netto-Zahlern gehören wollen, darf das BGE nicht zu hoch sein.
Und die Arbeitsanbieter sind gezwungen, hinreichend gute Arbeitsbedingungen zu schaffen.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Misterfritz » Sa 29. Sep 2018, 19:42

JosefG hat geschrieben:(29 Sep 2018, 20:35)

Niemand wird gezwungen, es zu finanzieren. Jeder kann frei entscheiden,
ob er zu den Netto-Zahlern oder zu den Netto-Empfängern gehören will.

Damit ausreichend viele freiwillig zu den Netto-Zahlern gehören wollen, darf das BGE nicht zu hoch sein.
Und die Arbeitsanbieter sind gezwungen, hinreichend gute Arbeitsbedingungen zu schaffen.
Alles sehr schön.
Aber wenn sich mehr für Netto Empfänger entscheiden als für Netto Zahler, was dann?
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Realist2014 » Sa 29. Sep 2018, 19:53

JosefG hat geschrieben:(29 Sep 2018, 20:35)


Und die Arbeitsanbieter sind gezwungen, hinreichend gute Arbeitsbedingungen zu schaffen.


das Löhne Kosten sind, hat sich bis zu dir noch nicht rum gesprochen, oder?

Selbständigkeit kennst du offensichtlich auch nicht...

Dafür scheinst du aber die Erwartungshaltung zu haben, dass ANDERE für dich etwas zu leisten oder zu sorgen haben...

da habe ich schlechte Nachrichten für dich:

Es gibt diese "Anderen" nicht

Du musst für deinen Lebensunterhalt SELBER sorgen

und wenn du nur geringe Kompetenzen hast, dann musst du eben für den Mindestlohn arbeiten...
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon JosefG » Sa 29. Sep 2018, 20:02

Misterfritz hat geschrieben:(29 Sep 2018, 20:42)

Aber wenn sich mehr für Netto Empfänger entscheiden als für Netto Zahler, was dann?


Man muss das BGE schleichend einführen, beginnend mit vielleicht 50 Euro monatlich,
und es jedes Jahr langsam erhöhen. Wenn irgendwann die Zahl der Arbeitswilligen
wegzubrechen beginnt, muss man eine Pause einlegen, bis die Automatisierung
weiter fortgeschritten ist und sich die Arbeitsbedingungen verbessert haben.

Für eine Übergangszeit kann es sein, dass das BGE nicht zum Leben reicht.
Dann sollte es ergänzend Sachleistungen geben, die jedem unbegrenzt
zur Verfügung stehen und bewusst so unattraktiv gestaltet sind,
dass nur die sie in Anspruch nehmen, die sie wirklich brauchen.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Realist2014 » Sa 29. Sep 2018, 20:05

JosefG hat geschrieben:(29 Sep 2018, 21:02)

Man muss das BGE schleichend einführen, beginnend mit vielleicht 50 Euro monatlich,
.



nein

man "muss" gar nichts

weil wie bereits Existenzsicherung haben
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Misterfritz » Sa 29. Sep 2018, 20:05

JosefG hat geschrieben:(29 Sep 2018, 21:02)

Man muss das BGE schleichend einführen, beginnend mit vielleicht 50 Euro monatlich,
und es jedes Jahr langsam erhöhen. Wenn irgendwann die Zahl der Arbeitswilligen
wegzubrechen beginnt, muss man eine Pause einlegen, bis die Automatisierung
weiter fortgeschritten ist und sich die Arbeitsbedingungen verbessert haben.

Für eine Übergangszeit kann es sein, dass das BGE nicht zum Leben reicht.
Dann sollte es ergänzend Sachleistungen geben, die jedem unbegrenzt
zur Verfügung stehen und bewusst so unattraktiv gestaltet sind,
dass nur die sie in Anspruch nehmen, die sie wirklich brauchen.
Was ist das denn für eine Idee? Ich dachte, bei Einführung von BGE würden die üblichen Sozialleistungen wegfallen (das Argument, dass dadurch Verwaltungskosten gespart würden, ist ja wichtig für die Finanzierung).
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Realist2014 » Sa 29. Sep 2018, 20:05

JosefG hat geschrieben:(29 Sep 2018, 21:02)

Man muss das BGE schleichend einführen, beginnend mit vielleicht 50 Euro monatlich,
und es jedes Jahr langsam erhöhen. Wenn irgendwann die Zahl der Arbeitswilligen
wegzubrechen beginnt, .


seit wann geht es bei der Grundsicherung im Alter und bei der Sozialhilfe um "Arbeitswilligkeit"?
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Re: BGE

Beitragvon roadrunner » Mi 3. Okt 2018, 12:23

Maltrino hat geschrieben:(23 Sep 2018, 09:00)

... Und ich wollte nur meine ehrlich Verwunderung darüber ausbringen, dass sich die Tendenz herausbildet, dass einige BGE Gegner für sich beanspruchen "sozial" zu sein...:?

Vor allem sollten wir den immer wieder auftauchenden Bgeriff "sozial" definieren.
Unter Sozial versteht man das geregelte Zusammenleben von Einzelpersonen mit einer Personengruppe, das geregelte Zusammenleben von Personengruppen mit anderen Personengruppen oder das geregelte Zusammenleben von Einzelpersonen mit anderen Einzelpersonen.
Die Basis hierzu sind die gültigen Gesetze, Vorschriften und Vorgaben der Gemeinschaft. Sozial ist kein Synonym für „gesellschaftlich, gemeinnützig, hilfsbereit oder barmherzig“, es wird fälschlicherweise aber immer wieder derartig verwendet.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Maltrino » Fr 26. Okt 2018, 20:51

Eine weitere Skurilität aus der BGE Debatte:

https://www.finanznachrichten.de/nachri ... en-003.htm

Dieser Nobelpreisträger ist "gegen BGE" aber für "Subventionen für Geringverdiener". Aber ich dachte genau das wird immer bei BGE angeprangert, dass es eine "Subvention für Geringverdiener" ist... Tja. :?:
Wie ihr seht, habe ich jetzt auch ein Profilbild wo das Portrait eines großen politischen Denkers aus der Vergangenheit abgebildet ist. Damit ist jetzt jede meiner Aussagen wahr und absolut seriös.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Gruwe » Fr 26. Okt 2018, 23:39

Maltrino hat geschrieben:(26 Oct 2018, 21:51)

Eine weitere Skurilität aus der BGE Debatte:

https://www.finanznachrichten.de/nachri ... en-003.htm

Dieser Nobelpreisträger ist "gegen BGE" aber für "Subventionen für Geringverdiener". Aber ich dachte genau das wird immer bei BGE angeprangert, dass es eine "Subvention für Geringverdiener" ist... Tja. :?:


Nö!

Das, was der Romer da anspricht, ist eher sowas wie der Bürgergeld, dass der FDP vorschwebt. Ein BGE ist aber ganz was anderes!

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