BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Dampflok94 » Fr 10. Aug 2018, 08:05

jorikke hat geschrieben:(09 Aug 2018, 16:43)

Jetzt habe ich mich - auf Grund eines Buchstabendrehers - gefühlte 5 min gefragt, was wohl entschieden ist.
Dann fiel der Groschen. Es war kein Dreher, es war ein fehlender Buchstabe.
Mitunter hasse ich mich wegen meiner langen Leitung.
P.S.
Trotzdem, darf ich dir die vergeudeten 5 min meiner Restlebenszeit in Rechnung stellen?

:?: Jetzt stehe ich auf dem Schlauch. Ich habe in einem Wort einen Buchstaben zu viel entdeckt. Aber wo fehlt einer?

P.S.: Sollten wir uns jemals treffen, spendiere ich ein Kaltgetränk :cool:
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Dampflok94 » Fr 10. Aug 2018, 08:11

Realist2014 hat geschrieben:(09 Aug 2018, 14:41)

was ist an der Feststellung, dass das Volumen der heutigen "Sozialeisturngen" einem BGE von 600 Euro entspricht- ein "Popanz"?

Was zählt zu den Sozialleistungen. In D u.a. auch die Leistungen der Sozialversicherungen. Das ist dann z. B. auch die Pflegeversicherung. Und die zahlt, je nach Pflegestufe und Art der Pflege wesentlich mehr als 600 Euro. Ich wäre dafür, daß dies so bleibt. Wie sollte sonst Pflege finanziert werden?

Dein Popanz sind also die 600 Euro. Die an sich schon sehr zweifelhaft sind. Aber es gibt eben Sozialleistungen die weit darüber hinaus gehen. Und hier muß eben geklärt werden, wie mit diesen umgegangen wird.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Realist2014 » Fr 10. Aug 2018, 09:28

Dampflok94 hat geschrieben:(10 Aug 2018, 09:11)

Was zählt zu den Sozialleistungen. In D u.a. auch die Leistungen der Sozialversicherungen.


Die Berechnung ( nicht von mir) berücksichtigt die für ALG II, Grundsicherung im Alter und Sozialhilfe aufgebrachten Steuergelder . Also Existenzsicherung

Das ist dann z. B. auch die Pflegeversicherung. Und die zahlt, je nach Pflegestufe und Art der Pflege wesentlich mehr als 600 Euro. Ich wäre dafür, daß dies so bleibt. Wie sollte sonst Pflege finanziert werden?


die hat mit dem BGE nichts zu . Bezieher von ALG II, Grundsicherung im Alter und Sozialhilfe zahlen ja auch heute schon keine Beiträge ( außer sie sind "Aufstocker"- dann aber NUR auf die EIGENEN Einkünfte)

]Dein Popanz sind also die 600 Euro. Die an sich schon sehr zweifelhaft sind.


nochmal, die Zahl ist NICHT von mir

Aber es gibt eben Sozialleistungen die weit darüber hinaus gehen.


DIE haben aber erst mal nix mit Existenzsicherung zu tun- siehe oben

Und hier muß eben geklärt werden, wie mit diesen umgegangen wird.


sicher, nur HIER entsteht ja ein weiteres UNSOZIALES Szenario , falls die dann "gleichmäßig" zur Erhöhung des BGE eingesetzt werden WÜRDEN
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Dampflok94 » Fr 10. Aug 2018, 09:43

Realist2014 hat geschrieben:(10 Aug 2018, 10:28)

Die Berechnung ( nicht von mir) berücksichtigt die für ALG II, Grundsicherung im Alter und Sozialhilfe aufgebrachten Steuergelder . Also Existenzsicherung

die hat mit dem BGE nichts zu . Bezieher von ALG II, Grundsicherung im Alter und Sozialhilfe zahlen ja auch heute schon keine Beiträge ( außer sie sind "Aufstocker"- dann aber NUR auf die EIGENEN Einkünfte)

nochmal, die Zahl ist NICHT von mir

DIE haben aber erst mal nix mit Existenzsicherung zu tun- siehe oben

sicher, nur HIER entsteht ja ein weiteres UNSOZIALES Szenario , falls die dann "gleichmäßig" zur Erhöhung des BGE eingesetzt werden WÜRDEN

Du scheinst immer noch davon auszugehen, das BGE wäre als Ersatz für das ALGII gedacht. Das ist völliger Nonsens. Eine der vielen Folgen wäre, daß ein ALG II nicht mehr benötigt wäre. Aber das wäre eben auch nur eine Folge. Man müßte eben auch darüber nachdenken, was das für alle anderen Sozialleistungen bedeuten würde.

Über ein BGE wird schließlich auch in Ländern nachgedacht, die eine völlig andere Sozialstaatsstruktur haben. Schon diese Tatsache verdeutlicht, daß dies mit ALG2 aber auch gar nichts zu tun hat.

Ob die Zahl von 600 Euro von dir stammt oder von Kalle Kasulzke ist Wurst. Sie ist nicht brauchbar.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Realist2014 » Fr 10. Aug 2018, 09:54

Dampflok94 hat geschrieben:(10 Aug 2018, 10:43)

Du scheinst immer noch davon auszugehen, das BGE wäre als Ersatz für das ALGII gedacht. Das ist völliger Nonsens. Eine der vielen Folgen wäre, daß ein ALG II nicht mehr benötigt wäre. Aber das wäre eben auch nur eine Folge. Man müßte eben auch darüber nachdenken, was das für alle anderen Sozialleistungen bedeuten würde.


Das BGE wäre logischerweise der Ersatz für die HEUTIGEN Existenzsicherungsleistungen. DIE würde ja ALLE wegfallen .
Bezüglich der WEITEREN Sozialleistungen, die NICHTS mit "Existenzsicherung" zu tun haben, hatte ich ja schon etwas geschrieben


Ob die Zahl von 600 Euro von dir stammt oder von Kalle Kasulzke ist Wurst. Sie ist nicht brauchbar.


die ergibt sich aus den HEUTIGEN Umverteilungsgrößen

Also die Höhe, welche MÖGLICH wäre, OHNE den Leistungsträgern ( Steuerzahlern auf EINKOMMEN bzw. Gewinne bei Kapitalgesellschaften) tiefer in die Tasche zu greifen
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Maltrino » Sa 11. Aug 2018, 11:06

Realist2014 hat geschrieben:(10 Aug 2018, 10:54)

...
die ergibt sich aus den HEUTIGEN Umverteilungsgrößen

Also die Höhe, welche MÖGLICH wäre, OHNE den Leistungsträgern ( Steuerzahlern auf EINKOMMEN bzw. Gewinne bei Kapitalgesellschaften) tiefer in die Tasche zu greifen


Oh mann... Ihr dreht euch doch im Kreise. Weil diejenigen die hier mit "Todschlagargumenten" kommen, also zum Beispiel der "Realist", einfach keine konkreten Zahlen und Modelle nennen sondern mit oberflächlichen "Milchmädchenrechnungen" die Diskussion bereichern. Realist, schreib doch hier mal klipp und klar das Model was du vor Augen hast auf, damit die Leute darauf eingehen können. Was ändert sich in dem BGE Modell was du offenbar vor Augen hast bei den Steuern und Sozialleistungen? Wieviel Steuen bezahlen die einzelnen Einkommensgruppen, welche Leistungen fallen weg, du schreibst was davon, dass die "Niedriglöhner" in deinem Modell mehr Einkommenssteuern bezahlen. Wieviel? Wenn sich nur die Einkommenssteuer ändert (oder nicht?) wie ändern sich die Prozentsätze? Ansonsten weiß hier keine worauf er antworten soll. Das ist dann wirklich so als wenn man oberflächlich sowas schreibt wie "Es lohnt sich nicht für einen Pendler mit dem Zug zur Arbeit zu fahren, denn das kostet ja Geld". Ja wieviel?
Wie ihr seht, habe ich jetzt auch ein Profilbild wo das Portrait eines großen politischen Denkers aus der Vergangenheit abgebildet ist. Damit ist jetzt jede meiner Aussagen wahr und absolut seriös.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Skull » Sa 11. Aug 2018, 14:48

Maltrino hat geschrieben:(11 Aug 2018, 12:06)

Was ändert sich in dem BGE Modell was du offenbar vor Augen hast bei den Steuern und Sozialleistungen? Wieviel Steuen bezahlen die einzelnen Einkommensgruppen, welche Leistungen fallen weg, du schreibst was davon, dass die "Niedriglöhner" in deinem Modell mehr Einkommenssteuern bezahlen. Wieviel? Wenn sich nur die Einkommenssteuer ändert (oder nicht?) wie ändern sich die Prozentsätze? Ansonsten weiß hier keine worauf er antworten soll. Das ist dann wirklich so als wenn man oberflächlich sowas schreibt wie "Es lohnt sich nicht für einen Pendler mit dem Zug zur Arbeit zu fahren, denn das kostet ja Geld". Ja wieviel?

Das muss ich wieder einmal...lachen. :D

DAS hatte ich HIER bereits (mehrmals) gemacht, Ganz KONKRET mit ganz KONKRETEN Zahlen.
In diesem Thread. Mehrmals. Danach ist und war meistens erstmal Ruhe.

Und Wochen später beginnt die gleiche Leier. Wer suchet, der wird in diesem Strang viel finden.

Wer einfach nur immer albern Textbausteine postet, wird sich aber nicht ändern.

mfg
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Maltrino » Sa 11. Aug 2018, 16:45

Skull hat geschrieben:(11 Aug 2018, 15:48)

...Wer suchet, der wird in diesem Strang viel finden....

mfg


Ich würde es durchaus ok finden wenn derjenige, der auf ein bestimmtes Konzept verweist, es vielleicht nochmal kopiert und einfügt oder auf den Beitrag verlinkt. Ist zwar natürlich eigentlich nicht der Job des Teilnehmers, aber geht wohl nicht anders.

Aber es ist halt schwierig. Wenn ich einfach nur höre, dass bei irgendeinem BGE Konzept 600 Euro ausgezahlt werden soll, sich nichts an der heutigen Besteuerung ändern soll aber die Niedriglöhner doch mehr Steuern zahlen... dann kapier ich erstmal nicht was genau gemeint ist und müsste sehen wie das Konzept genau aussieht, wie die Einkommenssteuer steigt und für wen... usw.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Realist2014 » Sa 11. Aug 2018, 18:24

Maltrino hat geschrieben:(11 Aug 2018, 17:45)

. Wenn ich einfach nur höre, dass bei irgendeinem BGE Konzept 600 Euro ausgezahlt werden soll, sich nichts an der heutigen Besteuerung ändern soll aber die Niedriglöhner doch mehr Steuern zahlen... dann kapier ich erstmal nicht was genau gemeint ist und müsste sehen wie das Konzept genau aussieht, wie die Einkommenssteuer steigt und für wen... usw.


anders rum

die 600 Euro BGE ERSETZEN die heutigen Existenzsicherungssysteme

Denn das ist genau der Betrag, der raus kommt, OHNE die Leistungsträger stärker zu belasten

logischerweise muss das Steuersystem angepasst werden, so dass dieses gewährleistet ist

somit können auch "Niedrigöhner" in der Summe "BGE + Vollzeitarbeit" dann NETTO nicht mehr haben als heute
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Realist2014 » Sa 11. Aug 2018, 18:28

Maltrino hat geschrieben:(11 Aug 2018, 12:06)

Oh mann... Ihr dreht euch doch im Kreise. Weil diejenigen die hier mit "Todschlagargumenten" kommen, also zum Beispiel der "Realist", einfach keine konkreten Zahlen und Modelle nennen sondern mit oberflächlichen "Milchmädchenrechnungen" die Diskussion bereichern. Realist, schreib doch hier mal klipp und klar das Model was du vor Augen hast auf, damit die Leute darauf eingehen können. Was ändert sich in dem BGE Modell was du offenbar vor Augen hast bei den Steuern und Sozialleistungen? Wieviel Steuen bezahlen die einzelnen Einkommensgruppen, welche Leistungen fallen weg, du schreibst was davon, dass die "Niedriglöhner" in deinem Modell mehr Einkommenssteuern bezahlen. Wieviel? Wenn sich nur die Einkommenssteuer ändert (oder nicht?) wie ändern sich die Prozentsätze? Ansonsten weiß hier keine worauf er antworten soll. Das ist dann wirklich so als wenn man oberflächlich sowas schreibt wie "Es lohnt sich nicht für einen Pendler mit dem Zug zur Arbeit zu fahren, denn das kostet ja Geld". Ja wieviel?



wer von einem BGE "träumt", welches quasi auch noch MEHR als HEUTE "umverteilt" von den Leistungsträgern zu den ökonomischen Geringleistern und dann NULL-Leistern ( ausschließlich) BGE-Empfänger)

der ist wirklich ein "Träumer"

denn das- wird ganz sicher NICHT passieren
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Bielefeld09 » Sa 11. Aug 2018, 18:53

Die Frage ist doch eigentlich nur eine.
Hilft ein BGE von Armut Betroffenen oder
dient es der Stärkung der Mittel oder Oberschicht!
Na denn.
Sorry Mods, es ist nie persönlich gemeint. Ihr habt immer recht. Sorry :( :p
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Realist2014 » Sa 11. Aug 2018, 19:06

Bielefeld09 hat geschrieben:(11 Aug 2018, 19:53)

Die Frage ist doch eigentlich nur eine.
Hilft ein BGE von Armut Betroffenen oder
dient es der Stärkung der Mittel oder Oberschicht!
Na denn.



weder noch...
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Bielefeld09 » Sa 11. Aug 2018, 19:20

Realist2014 hat geschrieben:(11 Aug 2018, 20:06)

weder noch...

Na ja,
wenn das BGE keinem hilft,
dann sollten wir beide auch keinen Gedanken mehr an diesen Thread verschwenden.
Ist Hartz4 kein Thema mehr?
So,aber nur so mögen es die Mods!
Sorry Mods, es ist nie persönlich gemeint. Ihr habt immer recht. Sorry :( :p
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Realist2014 » Sa 11. Aug 2018, 19:22

Bielefeld09 hat geschrieben:(11 Aug 2018, 20:20)

Na ja,
wenn das BGE keinem hilft,
dann sollten wir beide auch keinen Gedanken mehr an diesen Thread verschwenden.
Ist Hartz4 kein Thema mehr?
So,aber nur so mögen es die Mods!


es gibt ja nicht DAS "BGE"..

sondern höchst unterschiedliche "Vorstellungen" bei den Protagonisten...

eines ist aber sicher- es wäre wesentlich UNSOZIALER als unsere heutigen Systeme
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Maltrino » Sa 11. Aug 2018, 19:32

Bielefeld09 hat geschrieben:(11 Aug 2018, 19:53)

Die Frage ist doch eigentlich nur eine.
Hilft ein BGE von Armut Betroffenen oder
dient es der Stärkung der Mittel oder Oberschicht!
Na denn.


Eigentlich sorgt ein halbwegs sinnvoll gestaltetes BGE dafür, dass die Armen nicht mehr sanktioniert werden können, dass die (untere) Mittelschicht gestärkt wird, für die (obere) Mittelschicht sich nichts ändert und die Oberschicht mehr Steuer zahlt. Aber der "Realist" hat offenbar andere "Informationen", denn er schreibt

Realist2014 hat geschrieben:(11 Aug 2018, 19:24)

anders rum

die 600 Euro BGE ERSETZEN die heutigen Existenzsicherungssysteme

Denn das ist genau der Betrag, der raus kommt, OHNE die Leistungsträger stärker zu belasten

logischerweise muss das Steuersystem angepasst werden, so dass dieses gewährleistet ist

somit können auch "Niedrigöhner" in der Summe "BGE + Vollzeitarbeit" dann NETTO nicht mehr haben als heute


Was er mit "Leistungsträger" meint, kann ich aber nur vermuten. Eigentlich dürfte damit ja Ich gemeint sein, aber ich vermute er meint irgendwelche anderen Leute.

Aber ich versuche das was er sagt mal zu ergründen und kopiere als Ausgangslage das hier hinein:

Vergleich Bruttoeinkommen in 1500 Euro Stufen mit Hartz4 Berücksichtigung ("ALG2 Netto"):

Brutto: 0
Netto: 0
ALG2 Netto: 909


Brutto: 1500
Netto: 1200
ALG2 Netto: 1200


Brutto: 3000
Netto: 2200
ALG2 Netto: 2200




Das ist, wenn die Brutto-Netto, und Hartz4 Rechner im Internet nicht spinnen, die heutige Situation.

Jemand der 1500 Euro (Brutto) mehr verdient als jemand der Null Euro verdient, hat nur 291 mehr als dieser. Diese Leute sind die Dummen im System. Erst wenn der Verdienst steigt, lohnt sich Mehrarbeit. Jemand der 3000 Euro Brutto verdient, hat immerhin 1000 Euro mehr zum täglichen Leben als jemand der 1500 Euro Brutto verdient.

Vergleich Bruttoeinkommen in 1500 Euro Stufen mit BGE 600 Berücksichtigung ("BGE600 Netto"):

Brutto: 0
Netto: 0
BGE600 Netto: 600


Brutto: 1500
Netto: 1200
BGE600 Netto: 1800


Brutto: 3000
Netto: 2200
BGE600 Netto: 2800




Fraglich ist nun aber was der "Realist" mit der nicht steigenden Belastung der "Leistungsträger" meint und welche Steuer er für Niedrigverdiener vorsieht.

Ich denke mal, wenn es nach ihm ginge würde das System so aussehen:

Vergleich Bruttoeinkommen in 1500 Euro Stufen mit REALIST BGE 600 Berücksichtigung ("BGE600 Netto"):

Brutto: 0
Netto: 0
BGE600 Netto: 600


Brutto: 1500
Netto: 600
BGE600 Netto: 1200


Brutto: 3000
Netto: 1600
BGE600 Netto: 2200




Oder? Realist würde also eine Extrasteuer für Niedrigverdiener einführen, die das gesamt BGE auffressen? Diese Sondersteuer für Niedrigverdiener wäre aber Verfassungswidrig, was der Realist offenbar nicht bedacht hat.

Eine Lösung wäre zum Beispiel ein "Flat" Steuersatz, den z.B. die FDP vorschlägt:

Vergleich Bruttoeinkommen in 1500 Euro Stufen mit BGE 600 Berücksichtigung ("BGE600 Netto") und 50% Steuersatz für alle:

Brutto: 0
Netto: 0
BGE600 Netto: 600


Brutto: 1500
Netto: 750
BGE600 Netto: 1350


Brutto: 3000
Netto: 1500
BGE600 Netto: 2100




Selbst bei diesem einfachstem Beispiel sieht man schon eine relative Besserstellung der Niedrigverdiener. Und diese Flattax Variante ist eigentlich die am grenzwertigste, die gerade noch so verfassungsgemäß wäre. Eigentlich müsste der Steuersatz (wie heute) steigen, je höher das Einkommen, und dann ist die relative Besserstellung der Niedrigverdiener noch stärker.

Also nochmal: Wieso sollte man den Steuersatz ausgerechnet so anpassen, dass gerade die Niedrigverdiener nichts vom BGE haben? Das wär seltsam bis sinnlos
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Bielefeld09 » Sa 11. Aug 2018, 19:40

Realist2014 hat geschrieben:(11 Aug 2018, 20:22)

es gibt ja nicht DAS "BGE"..

sondern höchst unterschiedliche "Vorstellungen" bei den Protagonisten...

eines ist aber sicher- es wäre wesentlich UNSOZIALER als unsere heutigen Systeme

Ich teile deine Einschätzung zum BGE,
aber ich teile nicht deine Gründe und schon gar nicht deine Erklärungen.
Aber darüber schreibe ich hier nicht mehr,
damit Mods keine Arbeit mehr haben.
Gibt es hier einen Hartz4 Strang?
Sorry Mods, es ist nie persönlich gemeint. Ihr habt immer recht. Sorry :( :p
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Realist2014 » Sa 11. Aug 2018, 19:42

Maltrino hat geschrieben:(11 Aug 2018, 20:32)

Eigentlich sorgt ein halbwegs sinnvoll gestaltetes BGE dafür, dass die Armen nicht mehr sanktioniert werden können, dass die (untere) Mittelschicht gestärkt wird, für die (obere) Mittelschicht sich nichts ändert und die Oberschicht mehr Steuer zahlt. Aber der "Realist" hat offenbar andere "Informationen", denn er schreibt


ab welchem zu versteuerndem Einkommen beginnt die "Oberschicht"?



]Was er mit "Leistungsträger" meint, kann ich aber nur vermuten.


logischerweise diejenigen, die heute pro Kopf die meisten Steuern bezahlen

Eigentlich dürfte damit ja Ich gemeint sein,


wohl kaum

Aber ich versuche das was er sagt mal zu ergründen und kopiere als Ausgangslage das hier hinein:

Vergleich Bruttoeinkommen in 1500 Euro Stufen mit Hartz4 Berücksichtigung ("ALG2 Netto"):

Brutto: 0
Netto: 0
ALG2 Netto: 909


Brutto: 1500
Netto: 1200
ALG2 Netto: 1200


Brutto: 3000
Netto: 2200
ALG2 Netto: 2200




Das ist, wenn die Brutto-Netto, und Hartz4 Rechner im Internet nicht spinnen, die heutige Situation.


es gib kein ALG II von 2200 Euro...

Jemand der 1500 Euro (Brutto) mehr verdient als jemand der Null Euro verdient, hat nur 291 mehr als dieser. Diese Leute sind die Dummen im System. Erst wenn der Verdienst steigt, lohnt sich Mehrarbeit. Jemand der 3000 Euro Brutto verdient, hat immerhin 1000 Euro mehr zum täglichen Leben als jemand der 1500 Euro Brutto verdient.



nach wie vor hast du nicht verstanden, das Existenzsicherung KEIN eigenes Einkommen ist und daher ist...

Fraglich ist nun aber was der "Realist" mit der nicht steigenden Belastung der "Leistungsträger" meint und welche Steuer er für Niedrigverdiener vorsieht.



es geht IMMER um die Einkommenssteuer...

Ich denke mal, wenn es nach ihm ginge würde das System so aussehen:

Vergleich Bruttoeinkommen in 1500 Euro Stufen mit REALIST BGE 600 Berücksichtigung ("BGE600 Netto"):

Brutto: 0
Netto: 0
BGE600 Netto: 600


Brutto: 1500
Netto: 600
BGE600 Netto: 1200


Brutto: 3000
Netto: 1600
BGE600 Netto: 2200




Oder? Realist würde also eine Extrasteuer für Niedrigverdiener einführen, die das gesamt BGE auffressen? Diese Sondersteuer für Niedrigverdiener wäre aber Verfassungswidrig, was der Realist offenbar nicht bedacht hat.


ich habe nichts dergleichen geschrieben

Eine Lösung wäre zum Beispiel ein "Flat" Steuersatz, den z.B. die FDP vorschlägt:

[b]Vergleich Bruttoeinkommen in 1500 Euro Stufen mit BGE 600 Berücksichtigung ("BGE600 Netto") und 50% Steuersatz für alle:

Brutto: 0
Netto: 0
BGE600 Netto: 600


Brutto: 1500
Netto: 750
BGE600 Netto: 1350


Brutto: 3000
Netto: 1500
BGE600 Netto: 2100


die FDP ist GEGEN ein BGE...



Also nochmal: Wieso sollte man den Steuersatz ausgerechnet so anpassen, dass gerade die Niedrigverdiener nichts vom BGE haben? Das wär seltsam bis sinnlos


weil das BGE in seinem Grundgedanken KEIN Modell zu mehr linker Umverteilung ist...
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Realist2014 » Sa 11. Aug 2018, 19:44

Bielefeld09 hat geschrieben:(11 Aug 2018, 20:40)

Ich teile deine Einschätzung zum BGE,
aber ich teile nicht deine Gründe und schon gar nicht deine Erklärungen.
?


mein Gründe sind das SOZIALE Existenzsicherungsystem beizubehalten...

warum teilst du die nicht?
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Misterfritz » Sa 11. Aug 2018, 19:52

Ein BGE, dass einigermassen finanzierbar wäre, könnte schlicht nicht mehr hergeben als die sozialen Sicherungssysteme jetzt.
Und wenn es dann mit einem Eineitsbetrag angedacht würde, wäre es ungerechter als das heutige System.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Maltrino » Sa 11. Aug 2018, 19:53

Bielefeld09 hat geschrieben:(11 Aug 2018, 20:20)

Na ja,
wenn das BGE keinem hilft,
dann sollten wir beide auch keinen Gedanken mehr an diesen Thread verschwenden.
Ist Hartz4 kein Thema mehr?
So,aber nur so mögen es die Mods!


Lass dich nicht für dumm verkaufen und lies meine Zahlen von eben.

Das was "Realist" beschreibt wäre eine total absurde Version des Grundeinkommens, wo Niedriglöhner plötzlich über 60% Einkommenssteuern zahlen damit das BGE ihnen wieder weggenommen wird, der Steuersatz der Niedrigverdiener also höher wäre als der Normal- und Gutverdiener. Das wäre natürlich totaler Blödsinn und dann könnte man es gleich so lassen wie es jetzt ist.

Ein halbwegs sinnvolles BGE und angepasstes Steuersystem sorgt dafür, dass Arme nicht mehr sanktioniert werden, Reiche etwas mehr zahlen, und Niedrigverdiener und Call Center "Agenten" und Arzthelfer usw. etwas mehr haben. Ein halbwegs sinnvolles BGE würde schlicht zu einer Normalisierung der Situation führen, dass nämlich keiner Arm ist und Mehrverdienst sich über alle Einkommensstufen hinweg lohnt, während das jetztige System ein absurdes Konstrukt ist wo mit komplizierten Mitteln verschleiert wird, dass die Leute mit niedrigem Einkommen eigentlich diejenigen sind die dafür draufzahlen, dass die Reichen weniger Steuern zahlen müssen. De Facto und in der Realität ist es so, dass jemand der 1500 Euro Brutto verdient, dass der Geld zahlt und dieses Geld faktisch bei den Leuten mit sehr hohem Einkommen landet. Es ist faktisch so. Niedrigverdiener zahlen dafür, dass der Spitzensteuersatz niedrig bleiben kann. Das jetzige System ist de Facto verfassungswidrig, aber es ist so kompliziert verschleiert, dass wohl nur 0,000001% der Bevölkerung in der Lage wären es zu verstehen. Also einer...
Wie ihr seht, habe ich jetzt auch ein Profilbild wo das Portrait eines großen politischen Denkers aus der Vergangenheit abgebildet ist. Damit ist jetzt jede meiner Aussagen wahr und absolut seriös.

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