BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

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lili 1
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon lili 1 » Do 5. Okt 2017, 17:14

Ich hatte jetzt mal die Erklärung von Straubhaar.

Er argumentierte das ist den Staatskassen genug Geld vorhanden ist. Im heutigen System haben wir in Deutschland eine Nettowertschöpfung von etwa 2,5 Billionen Euro und Staatsausgaben bei Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherungen von insgesamt rund 1,3 Billionen Euro pro Jahr. Würde man die Sozialleistungen durch ein Grundeinkommen ersetzten, würde der Staat nicht schlechter gestellt. Nur werden die Ausgaben gleichermaßen vom Kapital und Arbeit getragen werden. 2015 habe der Sozialstaat bei 888 Milliarden Euro gelegen. Davon könnte man ein Grundeinkommen von 1000 Euro finanzieren.

So wirkt das Grundeinkommen:

Eine Uni-Professorin mit 120.000 Euro Jahresgehalt würde 50 Prozent Steuern zahlen, gleichzeitig aber 12.000 Euro im Jahr Grundeinkommen erhalten.

Sie würde also eine Nettosteuer von 48.000 Euro zahlen, das entspräche 40 Prozent.

Bei einem Filialleiter mit 60.000 Euro Jahresgehalt läge die Nettosteuer bei 18.000 Euro (30 Prozent) und bei einer Reinigungskraft mit 24.000 Euro Jahresgehalt läge der Nettosteuersatz bei null.

Das ist jetzt ein Modell. Nicht jeder von den Befürworter findet dieses Modell gut. Ich kann gerne noch ein anderes Modell aufführen wenn ihr wollt.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Do 5. Okt 2017, 17:17

lili 1 hat geschrieben:(05 Oct 2017, 18:14)

Ich hatte jetzt mal die Erklärung von Straubhaar.

Er argumentierte das ist den Staatskassen genug Geld vorhanden ist. Im heutigen System haben wir in Deutschland eine Nettowertschöpfung von etwa 2,5 Billionen Euro und Staatsausgaben bei Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherungen von insgesamt rund 1,3 Billionen Euro pro Jahr. Würde man die Sozialleistungen durch ein Grundeinkommen ersetzten, würde der Staat nicht schlechter gestellt. Nur werden die Ausgaben gleichermaßen vom Kapital und Arbeit getragen werden. 2015 habe der Sozialstaat bei 888 Milliarden Euro gelegen. Davon könnte man ein Grundeinkommen von 1000 Euro finanzieren.

So wirkt das Grundeinkommen:

Eine Uni-Professorin mit 120.000 Euro Jahresgehalt würde 50 Prozent Steuern zahlen, gleichzeitig aber 12.000 Euro im Jahr Grundeinkommen erhalten.

Sie würde also eine Nettosteuer von 48.000 Euro zahlen, das entspräche 40 Prozent.

Bei einem Filialleiter mit 60.000 Euro Jahresgehalt läge die Nettosteuer bei 18.000 Euro (30 Prozent) und bei einer Reinigungskraft mit 24.000 Euro Jahresgehalt läge der Nettosteuersatz bei null.

Das ist jetzt ein Modell. Nicht jeder von den Befürworter findet dieses Modell gut. Ich kann gerne noch ein anderes Modell aufführen wenn ihr wollt.


Das hatten wir schon ein paar mal durchgekaut. Welche neue Erkenntnis willst du uns jetzt damit vermitteln?
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Skull » Do 5. Okt 2017, 17:18

lili 1 hat geschrieben:(05 Oct 2017, 18:14)

Ich hatte jetzt mal die Erklärung von Straubhaar.

Er argumentierte das ist den Staatskassen genug Geld vorhanden ist. Im heutigen System haben wir in Deutschland eine Nettowertschöpfung von etwa 2,5 Billionen Euro und Staatsausgaben bei Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherungen von insgesamt rund 1,3 Billionen Euro pro Jahr. Würde man die Sozialleistungen durch ein Grundeinkommen ersetzten, würde der Staat nicht schlechter gestellt. Nur werden die Ausgaben gleichermaßen vom Kapital und Arbeit getragen werden. 2015 habe der Sozialstaat bei 888 Milliarden Euro gelegen. Davon könnte man ein Grundeinkommen von 1000 Euro finanzieren.

Sorry. Lachhaft.

Ich bat um eine KONKRETE Darlegung.

Man kann nicht einfach die gesamten Sozialleistungen "nehmen" und dann so tun,
als könne man dieses Geld zur Verwendung eines BGE verwenden.

Da muss schon ein bisschen KONKRETER sein. :)

Wie gesagt...Kerngrössen wurden von mir hier schon AUSFÜHRLICH dargelegt und thematisiert.

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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon lili 1 » Do 5. Okt 2017, 17:18

Na die Erklärung des Modells.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Realist2014 » Do 5. Okt 2017, 17:25

lili 1 hat geschrieben:(05 Oct 2017, 18:18)

Na die Erklärung des Modells.



Straubhaar möchte eine höhere Belastung des "Kapitals"

das möchten die Eigentümer des Kapitals aber nicht+

und nun?
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Skull » Do 5. Okt 2017, 17:25

lili 1 hat geschrieben:(05 Oct 2017, 18:18)

Na die Erklärung des Modells.

Da ging es übrigens los:

viewtopic.php?p=3943605#p3943605

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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Realist2014 » Do 5. Okt 2017, 17:26

lili 1 hat geschrieben:(05 Oct 2017, 18:14)


So wirkt das Grundeinkommen:

Eine Uni-Professorin mit 120.000 Euro Jahresgehalt würde 50 Prozent Steuern zahlen, gleichzeitig aber 12.000 Euro im Jahr Grundeinkommen erhalten.

Sie würde also eine Nettosteuer von 48.000 Euro zahlen, das entspräche 40 Prozent.

t.


sie soll also MEHR bezahlen

WARUM?
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon lili 1 » Do 5. Okt 2017, 17:27

Skull hat geschrieben:(05 Oct 2017, 18:18)

Sorry. Lachhaft.

Ich bat um eine KONKRETE Darlegung.

Man kann nicht einfach die gesamten Sozialleistungen "nehmen" und dann so tun,
als könne man dieses Geld zur Verwendung eines BGE verwenden.

Da muss schon ein bisschen KONKRETER sein. :)

Wie gesagt...Kerngrössen wurden von mir hier schon AUSFÜHRLICH dargelegt und thematisiert.

mfg


Einige Sozialleistungen brauchst du doch nicht mehr.

Die Nettowertschöpfung in Deutschland beträgt ja zweieinhalb Billionen Euro. Wenn man ein 50 % Steuersatz für alle Wertschöpfung erhoben wird, kann man den Sozialstaat gerade so finanzieren. Dann bleibt noch genügend Geld übrig für alle öffentlichen Güter. Wenn die Mehrwertsteuer bei 19% bliebe.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Skull » Do 5. Okt 2017, 17:29

lili 1 hat geschrieben:(05 Oct 2017, 18:27)

Einige Sozialleistungen brauchst du doch nicht mehr.

Die Nettowertschöpfung in Deutschland beträgt ja zweieinhalb Billionen Euro.

Wenn man ein 50 % Steuersatz für alle Wertschöpfung erhoben wird, kann man den Sozialstaat gerade so finanzieren.

Dann bleibt noch genügend Geld übrig für alle öffentlichen Güter. Wenn die Mehrwertsteuer bei 19% bliebe.

Sorry...bitte nicht wieder laber...laber.

KONKRET. Konkrete Zahlen und Kerngrössen.

Danke.

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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon lili 1 » Do 5. Okt 2017, 17:30

Skull hat geschrieben:(05 Oct 2017, 18:25)

Da ging es übrigens los:

viewtopic.php?p=3943605#p3943605

mfg


Über 1000 Euro finde ich auch kritisch. Aber 1000 Euro muss man mindestens haben um einigermaßen über die Runden zu kommen.

Das Beispiel von Straubhaar bezieht sich auf 1000 Euro.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon lili 1 » Do 5. Okt 2017, 17:32

Realist2014 hat geschrieben:(05 Oct 2017, 18:26)

sie soll also MEHR bezahlen

WARUM?


Sie kriegt ja auch was dafür, dass sie so heue Steuern zahlt.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Skull » Do 5. Okt 2017, 17:32

lili 1 hat geschrieben:(05 Oct 2017, 18:30)

Über 1000 Euro finde ich auch kritisch. Aber 1000 Euro muss man mindestens haben um einigermaßen über die Runden zu kommen.

Das Beispiel von Straubhaar bezieht sich auf 1000 Euro.

Ich werde Dir jetzt erst einmal nicht mehr sinnvoll antworten.

Bis nicht irgendwann etwas ganz KONKRETES kommt.

Deine allgemeinen Floskeln und Wünsch-Dir-was-Postings sind da vollkommen zu vernachlässigen.

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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Realist2014 » Do 5. Okt 2017, 17:37

lili 1 hat geschrieben:(05 Oct 2017, 18:32)

Sie kriegt ja auch was dafür, dass sie so heue Steuern zahlt.


WAS kriegt sie dann MEHR als HEUTE?

NICHTS

sie würde nur MEHR von IHREM Einkommen abgeben

das wird ganz sicher NICHT statt finden
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Realist2014 » Do 5. Okt 2017, 17:38

lili 1 hat geschrieben:(05 Oct 2017, 18:30)

Über 1000 Euro finde ich auch kritisch. Aber 1000 Euro muss man mindestens haben um einigermaßen über die Runden zu kommen.

o.


im Osten reichen auch 600 Euro

in München sind 1000 Euro zu wenig

und nu?
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Realist2014 » Do 5. Okt 2017, 17:39

lili 1 hat geschrieben:(05 Oct 2017, 18:27)

E

Die Nettowertschöpfung in Deutschland beträgt ja zweieinhalb Billionen Euro. Wenn man ein 50 % Steuersatz für alle Wertschöpfung erhoben wird, kann man den Sozialstaat gerade so finanzieren. Dann bleibt noch genügend Geld übrig für alle öffentlichen Güter. Wenn die Mehrwertsteuer bei 19% bliebe.


wird nicht erhoben werden

Punkt
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon lili 1 » Do 5. Okt 2017, 17:51

Realist2014 hat geschrieben:(05 Oct 2017, 18:38)

im Osten reichen auch 600 Euro

in München sind 1000 Euro zu wenig

und nu?


Dann ist doch klar das die in München mehr Wohngeld bekommen müssen.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Skull » Do 5. Okt 2017, 17:52

lili 1 hat geschrieben:(05 Oct 2017, 18:51)

Dann ist doch klar das die in München mehr Wohngeld bekommen müssen.

Das zum Thema, alle Sozialleistungen kann man für ein BGE verfrühstücken... :D

mfg
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Realist2014 » Do 5. Okt 2017, 17:58

lili 1 hat geschrieben:(05 Oct 2017, 18:51)

Dann ist doch klar das die in München mehr Wohngeld bekommen müssen.



das gibt es doch nicht mehr , wenn es ein BGE gibt...

BGE = ALLE bekommen das GLEICHE Geld

sonst NICHTS mehr an "Sozialleistungen"
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon lili 1 » Do 5. Okt 2017, 18:01

Skull hat geschrieben:(05 Oct 2017, 18:52)

Das zum Thema, alle Sozialleistungen kann man für ein BGE verfrühstücken... :D

mfg


Man muss dass halt noch berücksichtigen.

Ich habe noch etwas zu Finanzierung:
https://www.youtube.com/watch?v=vOcKpFSDmKY
Das ist zwar ein YouTube Video. Es ist aber gut erklärt.

Es ist eher die Konsumsteuer.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Realist2014 » Do 5. Okt 2017, 18:06

lili 1 hat geschrieben:(05 Oct 2017, 19:01)

Man muss dass halt noch berücksichtigen.

Ich habe noch etwas zu Finanzierung:
https://www.youtube.com/watch?v=vOcKpFSDmKY
Das ist zwar ein YouTube Video. Es ist aber gut erklärt.

Es ist eher die Konsumsteuer.


höhere Mehrwertsteuer?

da könne sich die mit geringem Einkommen dann WENIGER leisten als heute...

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