BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

In diesem Forum werden Themen rund um die sozialen Sicherungsysteme diskutiert.
Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Arbeitslosengeld 2 (HartzIV), Rentenversicherung, Sozialgesetzbuch.

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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Skull » Di 28. Nov 2017, 22:20

Bielefeld09 hat geschrieben:(28 Nov 2017, 22:08)

Nein, aber ich beschreibe Situationen,
die ich in Hilflosigkeit bei den Betroffenen tagtäglich erlebe!
Und dann behauptest du,
meine Meinung zählt nicht?
Stimmt vielleicht!
Aber wieviele Obdachlose brauchst du eigentlich noch,
damit du merkst,
das irgendwas nicht stimmt!

Auch wenn "irgendetwas" nicht stimmt,
reichen keine emotionalen Beispiele oder Teilausausschnitte,
um die Augen vor der Radikalität und Nichtrealiserbarkeit eines B G E zu verschliessen.
Letztendlich machst Du ja nicht mal letzteres.

Wenn DU Mißstände kritisieren willst, dann thematisiere es doch dort,
wo es thematisch auch Sinn macht.

Hier geht es um das grosse (umfassende) BGE.

DU solltest gerne Deine Gedanken und Vorschläge im HartzIV Strang,
in Threads über die vermeintliche Ungerechtigkeit von Steuern,
über Kritik am Sozialstaat, im Arbeitsleben oder wo auch immer plazieren.

Aber weniger HIER im BEDINGUNGSLOSEN Grundeinkommen (für alle). ;)

mfg
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Skull » Di 28. Nov 2017, 22:22

Guten Abend,

ich entsorge hier RGELMÄSSIG Beiträge.

Von vielen verschiedenen Usern. Aus verschiedenen Gründen.

Man sollte sich einfach BITTE an das THEMA halten.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Misterfritz » Mi 29. Nov 2017, 05:48

Bielefeld09 hat geschrieben:(28 Nov 2017, 22:14)

Welche dumme Basis?
Wer schreibt hier über ein bedingungsloses Grundeinkommen.
Und repitiert refluxartig hier immer wieder das Gleiche ab?
Das bin doch sicherlich nicht ich, oder?
Du willst das Bedinungungslose Grundeinkommen nur für Bedürftige, damit setzt Du eine Bedingung - und das ist unlogisch.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Dampflok94 » Mi 29. Nov 2017, 07:43

Realist2014 hat geschrieben:(28 Nov 2017, 14:01)

es ist völlig egal, welchen zeitlichen Horizont da verwendet

es gibt für das BGE keinerlei politischen Kräfte in den Parteien

und auch keinerlei "Druck von den Wählern"

außer bei der speziellen Gruppe..

Der zeitliche Horizont ist das entscheidende. Denn das von dir gesagte gilt, wenn überhaupt, nur momentan. Herr Precht meint nun aber, dies würde sich in Zukunft ändern. Das magst Du anders sehen. Aber wie gesagt, dann bemühen sowohl Du wie Herr Precht nur ihre Glaskugel.

Prognosen sind schwierig, besonders... :)
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Dampflok94 » Mi 29. Nov 2017, 07:50

Papaloooo hat geschrieben:(28 Nov 2017, 16:32)Ich meine:
Jeder der etwas von der Gesellschaft bekommt,
muss in der Gegenleistung auch etwas für die Gesellschaft erbringen.

Er sollte es zumindest versuchen.
...
Und wenn ich manchen HarzIV'ler sehe,
wie aktiv er/sie doch seine Freizeit gestalten kann,
so wäre ihm/ihr auch möglich zumindest 20Std/Woche zu arbeiten.

Da gibt es leider ein kleines Problem. Wir haben in D das Recht auf Arbeit. Aber kein Recht auf einen Arbeitsplatz. Sollte letzteres jemals eingeführt werden, so wäre dein obiges Statement absolut verständlich. Noch haben wir das aber nicht. (Und der Realist würde wahrscheinlich gleich poltern, dies wird es auch niemals geben.) Und bis dahin, kann man solches getrost stecken lassen.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon unity in diversity » Mi 29. Nov 2017, 10:55

Precht sollte große Globalplayer oder erfolgreiche Staaten für die Idee gewinnen, ein BGE für Deutschland zu subventionieren.
Anders wird es nichts.
Frau Kling Ling und Herr Ding Dong müssen zahlen.
Für jedes Problem gibt es zwei Lösungsansätze:
Den Falschen und den Unsrigen.
Aus den USA
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Realist2014 » Mi 29. Nov 2017, 11:16

Dampflok94 hat geschrieben:(29 Nov 2017, 07:43)

Der zeitliche Horizont ist das entscheidende. Denn das von dir gesagte gilt, wenn überhaupt, nur momentan. Herr Precht meint nun aber, dies würde sich in Zukunft ändern. Das magst Du anders sehen. Aber wie gesagt, dann bemühen sowohl Du wie Herr Precht nur ihre Glaskugel.

Prognosen sind schwierig, besonders... :)


eben

keiner weiß, wie die Zukunft tatsächlich ausschaut

deswegen muss heute in Bezug auf irgendwelche "BGE-Visionen" ganz genau gar nichts unternommen werden

unsere heutigen Sozialsysteme, speziell ALG II, sind zu 100% passend für unsere Realität in D
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon franktoast » Mi 29. Nov 2017, 12:52

Dampflok94 hat geschrieben:(29 Nov 2017, 07:50)
Da gibt es leider ein kleines Problem. Wir haben in D das Recht auf Arbeit. Aber kein Recht auf einen Arbeitsplatz. Sollte letzteres jemals eingeführt werden, so wäre dein obiges Statement absolut verständlich. Noch haben wir das aber nicht. (Und der Realist würde wahrscheinlich gleich poltern, dies wird es auch niemals geben.) Und bis dahin, kann man solches getrost stecken lassen.


Ich persönlich finde die Idee eines Rechts auf einen Arbeitsplatz nicht schlecht.
Der Staat legt fest, wie viele Stunden Arbeit einem Arbeitslosen zumutbar ist. Eine alleinerziehende Mutter mit Baby zB. 0 Stunden. Also bekommt sie den vollen Hartz4-Satz wie heute.
Kommt das Baby halbtags in die Schule, sind zB. 12 Wochenstunden zumutbar. Also wird Hartz um 1/3 gestrichen, jedoch wird eine Arbeitsstelle angeboten für 15std vom Staat garantiert. Das kann dann Tipparbeit beim Amt sein, städtliche Unternehmen wie Müllabfuhr, Gartenarbeit im Park oder aber auch gemeinnützige Arbeit bei anerkannten Vereinen.
Der Lohn sollte etwas niedriger als der Mindestlohn angesetzt werden, um der Privatwirtschaft keine Konkurrenz zu machen. Man könnte auch Angebot und Nachfrage ins Spiel bringen. Wenn zB. der Job sich um Senioren zu kümmern heißt begehrt wäre (weil eben bequemer, einfacher), könnte der STundenlohn dann auch niedriger angesetzt werden. Allerdings minimal so viel, dass man durch den Job mehr hat als ohne Job (es sollte einen Anreiz geben, möglichst viel arbeiten zu wollen, nicht dass man sich krank und unfähig rechnet, damit möglichst wenig Wochenstunden zumutbar attestiert würden).

Mindestlohn? Bräuchte man nicht.
BGE? Sowieso nicht. Es gäbe auch kein Problem mit Robotern etc., weil der Staat entsprechend so hohe Steuern erhebt, um eventuell Arbeitsloswerdende deren Lohn bezahlen zu können.

Ich persönlich fände, dass das ein überlegenes System wäre.

Allerdings nicht aus einer egoistischen Sichtweise betrachtet, sondern volkswirtschaftlich. Ich persönlich hätte am liebsten ein möglichst hohes BGE.
Ein freier Mensch muß es ertragen können, daß seine Mitmenschen anders handeln und anders leben, als er es für richtig hält, und muß sich abgewöhnen, sobald ihm etwas nicht gefällt, nach der Polizei zu rufen.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Odin1506 » Mi 29. Nov 2017, 13:36

Realist2014 hat geschrieben:(29 Nov 2017, 11:16)

eben

keiner weiß, wie die Zukunft tatsächlich ausschaut

deswegen muss heute in Bezug auf irgendwelche "BGE-Visionen" ganz genau gar nichts unternommen werden

unsere heutigen Sozialsysteme, speziell ALG II, sind zu 100% passend für unsere Realität in D


Ich glaube mich daran erinnern zu können mal geschrieben zu haben, dass Du erstmal von ALG2 leben solltest. Dann würdest Du vllt. mal eine andere Sichtweise bekommen und über den Tellerrand schauen können.
Ich bin keine Signatur, ich putze hier nur!!! :p
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Realist2014 » Mi 29. Nov 2017, 14:08

Odin1506 hat geschrieben:(29 Nov 2017, 13:36)

Ich glaube mich daran erinnern zu können mal geschrieben zu haben, dass Du erstmal von ALG2 leben solltest. Dann würdest Du vllt. mal eine andere Sichtweise bekommen und über den Tellerrand schauen können.



was hat das mit einem "BGE" zu tun?

das wäre auch nicht höher als das heutige ALG II

also was soll dann dein Statement?

ALG II ist wie die Grundsicherung im Alter und die Sozialhilfe das soziokulturelle Existenzminimum

Wieso immer dieser reflexartige Unsinn kommt, "lebe du erst einmal davon"- erschließt sich mir nicht

irgendwelche Vorstellungen, dass ein BGE höher sein würde als das heutige ALG II Niveau, ist völlig realitätsfremd
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Dampflok94 » Mi 29. Nov 2017, 16:20

franktoast hat geschrieben:(29 Nov 2017, 12:52)
Der Lohn sollte etwas niedriger als der Mindestlohn angesetzt werden, um der Privatwirtschaft keine Konkurrenz zu machen. Man könnte auch Angebot und Nachfrage ins Spiel bringen. Wenn zB. der Job sich um Senioren zu kümmern heißt begehrt wäre (weil eben bequemer, einfacher), könnte der STundenlohn dann auch niedriger angesetzt werden. Allerdings minimal so viel, dass man durch den Job mehr hat als ohne Job (es sollte einen Anreiz geben, möglichst viel arbeiten zu wollen, nicht dass man sich krank und unfähig rechnet, damit möglichst wenig Wochenstunden zumutbar attestiert würden).

Was soll das denn? Wenn der Staat Leute einstellen will, dann soll er das tun. Und sie nach den entsprechenden Tarifverträgen für den öffentlichen Dienst entlohnen. Arbeitslose sind keine potentiellen Sklaven! :mad2:
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Papaloooo » Mi 29. Nov 2017, 19:55

Dampflok94 hat geschrieben:(29 Nov 2017, 07:50)Da gibt es leider ein kleines Problem. Wir haben in D das Recht auf Arbeit. Aber kein Recht auf einen Arbeitsplatz. Sollte letzteres jemals eingeführt werden, so wäre dein obiges Statement absolut verständlich. Noch haben wir das aber nicht. (Und der Realist würde wahrscheinlich gleich poltern, dies wird es auch niemals geben.) Und bis dahin, kann man solches getrost stecken lassen.

Es ging ja um die HarzIV`ler.
Und da gibt es ja eine ganze Menge von Beschäftigungsmöglichkeiten die bereits im Angebot sind.
(es ließe sich noch durchaus erweitern!)

Und das alles eben nicht Stellen vom freien Arbeitsmarkt,
sondern welche, die in irgendeiner Weise der Öffentlichkeit/Gesellschaft dienen.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon franktoast » Do 30. Nov 2017, 08:10

Dampflok94 hat geschrieben:(29 Nov 2017, 16:20)

Was soll das denn? Wenn der Staat Leute einstellen will, dann soll er das tun. Und sie nach den entsprechenden Tarifverträgen für den öffentlichen Dienst entlohnen. Arbeitslose sind keine potentiellen Sklaven! :mad2:


nein, du missverstehst das. Ziel ist es nachwievor, dass jemand einen Job in der Privatwirtschaft bekommt. Wenn der Staat zB. 9€ bezahlt, dann muss die Privatwirtschaft auch minimal 9€ bieten, sonst arbeitet ja jeder für den Staat. Es wäre ein de facto Mindestlohn. Genug zu tun gibt es immer (siehe genannte Tätigkeiten).
Würden zB. durch Automatisierung in der Privatwirtschaft massig Jobs wegfallen, hätte auch jeder seine 1000€. Nur dass jeder (der kann) trotzdem seinen Mehrwert für die Gemeinschaft erbringt. Es gäbe auch keinen sozialen Neid von wegen "Ich arbeite hier hart, aber der legt sich auf die faule Haut". Jeder käme sich zudem nützlich vor.

Was im Gegensatz zum BGE nicht geht: Auf die faule Haut legen, Weltreise auf Kosten des Staates machen, reiche Hausfrauen bekommen das Gleiche wie Menschen mit Bedürftigkeit.

Aber womöglich sind die letzteren Punkte ja ein Hauptziel der BGE-Befürworter. Ziel ist es ja, dass man selber nix tun muss und andere für einen arbeiten, wenn man keinen Bock hat, oder?

Nochmal: Wenn ich dir jedes Monat 80€ einfach so überweise und irgendwann sage, du arbeitest nun 10 Stunden im Monat für mich, sonst gibt es das Geld nicht mehr, ist das Sklaverei?

War das damals vor 150 Jahren im Süden der USA auch die Definition von Sklaverei?
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Dampflok94 » Do 30. Nov 2017, 10:35

franktoast hat geschrieben:(30 Nov 2017, 08:10)nein, du missverstehst das. Ziel ist es nachwievor, dass jemand einen Job in der Privatwirtschaft bekommt. Wenn der Staat zB. 9€ bezahlt, dann muss die Privatwirtschaft auch minimal 9€ bieten, sonst arbeitet ja jeder für den Staat. Es wäre ein de facto Mindestlohn. Genug zu tun gibt es immer (siehe genannte Tätigkeiten).
Würden zB. durch Automatisierung in der Privatwirtschaft massig Jobs wegfallen, hätte auch jeder seine 1000€. Nur dass jeder (der kann) trotzdem seinen Mehrwert für die Gemeinschaft erbringt. Es gäbe auch keinen sozialen Neid von wegen "Ich arbeite hier hart, aber der legt sich auf die faule Haut". Jeder käme sich zudem nützlich vor.

Woher kommen denn diese 9€? Wenn der Staat einstellen will, dann kann er das tun. Dafür gibt es den Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst. Und den kann man anwenden. Ich wüßte nicht, warum davon abgewichen werden sollte. Denn wenn man Ausnahmen zuläßt, warum sollte der Staat dann überhaupt noch nach Tarifvertrag einstellen. Wäre blöd. Deswegen wird ver.di dir da zurecht was husten.

Dann wäre die Frage ob freiwillig oder unfreiwillig. Was ja nicht unbedingt die grundsätzliche Haltung angeht. Aber nicht jeder ist für jeden Job geeignet.

Sorry, davon halte ich gar nichts.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon franktoast » Do 30. Nov 2017, 12:47

Dampflok94 hat geschrieben:(30 Nov 2017, 10:35)

Woher kommen denn diese 9€? Wenn der Staat einstellen will, dann kann er das tun. Dafür gibt es den Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst. Und den kann man anwenden. Ich wüßte nicht, warum davon abgewichen werden sollte. Denn wenn man Ausnahmen zuläßt, warum sollte der Staat dann überhaupt noch nach Tarifvertrag einstellen. Wäre blöd. Deswegen wird ver.di dir da zurecht was husten.

Es wäre eine Ausnahme, denn diese genannten Jobs wären garantiert. Es gibt kein Recht auf Jobs im öffentlichen Dienst. Wenn der Staat Jobs garantiert, die nach Tarifvertrag bezahlt würde, dann wäre das ja die Messlatte fürden de facto Mindestlohn. Es würde die Gefahr bestehen, dass jemand einen Job in der Privatwirtschaft ablehnt und sich zu Gunsten des garantierten Jobs entscheidet. Das müsste dringlichst vermieden werden.

Dann wäre die Frage ob freiwillig oder unfreiwillig. Was ja nicht unbedingt die grundsätzliche Haltung angeht. Aber nicht jeder ist für jeden Job geeignet.

Deswegen kann der Staat bzw. die Kommune ja auch ein Vielzahl an Jobs anbieten. Wer generell für keinen diesen Jobs geeignet ist, wäre ja quasi arbeitsunfähig und würde somit die volle Leistung erhalten. Jedoch natürlich etwas weniger als die, die einer Tätigkeit nachgehen. Es sollte möglichst wenig Anreiz bestehen, den Status der Arbeitsunfähigkeit zu erreichen.

Die Grundsatzfrage ist ja: Wenn jemand von der Gemeinschaft etwas will und selber etwas geben kann, muss er das auch etwas geben?

Stell dir vor, du hast einen Freund. Immer nur gibst du ihm etwas aus, obwohl er genauso viel Geld zur Verfügung hat wie du. Würdest du von ihm verelangen, auch mal was auszugeben und wenn er sich weigert, gibst du ihm auch nichts mehr aus? Falls nein, sei mein Freund! :)
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Alpha Centauri » So 17. Dez 2017, 00:29

Ja und , muss man immer für eine Leistung eine Gegenleistung erbringen? Wo steht dass geschrieben? Keine Leistung ohne Gegenleistung ist ein von Menschen erfundenes Dogma und kein Naturgesetz,
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon unity in diversity » So 17. Dez 2017, 08:58

Alpha Centauri hat geschrieben:(17 Dec 2017, 00:29)

Ja und , muss man immer für eine Leistung eine Gegenleistung erbringen? Wo steht dass geschrieben? Keine Leistung ohne Gegenleistung ist ein von Menschen erfundenes Dogma und kein Naturgesetz,

In Europa kennt man das Wort Symbiose.
Das ist ein Zusammenleben von unterschiedlichen Organismen, zum gegenseitigen Vorteil.
Der Gegensatz sind Schmarotzer.
Oder anders gesagt:
Respekt ist etwas für Menschen, die Respekt verdienen.
Man kann Respekt nicht fordern.
Für jedes Problem gibt es zwei Lösungsansätze:
Den Falschen und den Unsrigen.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Alpha Centauri » Do 21. Dez 2017, 10:57

unity in diversity hat geschrieben:(17 Dec 2017, 08:58)

In Europa kennt man das Wort Symbiose.
Das ist ein Zusammenleben von unterschiedlichen Organismen, zum gegenseitigen Vorteil.
Der Gegensatz sind Schmarotzer.
Oder anders gesagt:
Respekt ist etwas für Menschen, die Respekt verdienen.
Man kann Respekt nicht fordern.



Schön, was du da zusammen reimst,.ändert jedoch nichts an der Aussage meines Textes, ein menschlich erfundenes Dogma ist kein Naturgesetz sondern eben ein Dogma,

Und mit diesem Dogma erhält es sich wie mit anderen Dogmen auch sie sind keine absoluten Wahrheiten,sondern pure Behauptungen.

Und allein das Leben verdient Respekt bereits und nicht erst eine vermeintliche Leistung
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Realist2014 » Do 21. Dez 2017, 11:21

Alpha Centauri hat geschrieben:(21 Dec 2017, 10:57)

Schön, was du da zusammen reimst,.ändert jedoch nichts an der Aussage meines Textes, ein menschlich erfundenes Dogma ist kein Naturgesetz sondern eben ein Dogma,

Und mit diesem Dogma erhält es sich wie mit anderen Dogmen auch sie sind keine absoluten Wahrheiten,sondern pure Behauptungen.

Und allein das Leben verdient Respekt bereits und nicht erst eine vermeintliche Leistung



Das jeder ( Erwachsene, arbeitsfähige) zuerst einmal SELBER für seinen Lebensunterhalt durch erwirtschaften eines eigenen Einkommens sorgen muss

ist kein "Dogma"

sondern gesellschaftlicher Konsens bei denen ( = große Mehrheit) , die das tun...
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Realist2014 » Do 21. Dez 2017, 11:22

Alpha Centauri hat geschrieben:(17 Dec 2017, 00:29)

Ja und , muss man immer für eine Leistung eine Gegenleistung erbringen? Wo steht dass geschrieben? K ,


in dem Verhaltensmustern derer, welche die Leistung erbringen sollen..

ganz einfach

ohne Gegenleistung gibt es eben nichts..
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden

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