BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

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lili 1
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon lili 1 » Sa 4. Nov 2017, 16:01

JJazzGold hat geschrieben:(04 Nov 2017, 15:56)

Na ja, Ihr Wort in Herrn Müllers Gehörgang. Bis es soweit ist, beschäftige ich lieber weiter meinen Gärtner.


Ja mal gucken wann das kommt.
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JJazzGold
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon JJazzGold » Sa 4. Nov 2017, 16:06

lili 1 hat geschrieben:(04 Nov 2017, 16:01)

Ja mal gucken wann das kommt.


Es täte mir auch leid um meinen Gärtner, wenn er seinen Auftrag verliert, sollte mir ein Ehrenamtlicher zur Verfügung gestellt werden.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Realist2014 » Sa 4. Nov 2017, 19:20

Dampflok94 hat geschrieben:(04 Nov 2017, 11:22)

Durchaus möglich, daß es erst eine steeuerfinanzierte Grundrente gibt. .



wozu

wir haben steuerfinanzierte Grundsicherung im Alter...

DIE ist bedarfsorientiert

das wäre die "Grundrente" nicht...
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Realist2014
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Realist2014 » Sa 4. Nov 2017, 19:22

Dampflok94 hat geschrieben:(04 Nov 2017, 10:57)



Ich bin weiterhin überzeugt, daß längerfristig kein Weg am BGE vorbei führen wird.


warum?

wir haben mit der Grundsicherung das Notwendige

natürlich gekoppelt mit dem, was manche "kirre" macht... ( = Arbeiten....)
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Dampflok94 » So 5. Nov 2017, 14:11

Realist2014 hat geschrieben:(04 Nov 2017, 19:22)
warum?

Dieser Strang hat inzwischen weit über 300 Seiten. Wenn dir da die Gründe der Befürworter eines BGE noch nicht aufgefallen sind, kann ich dir auch nicht helfen. Daß Du nicht teilst, weiß ich.
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lili 1
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon lili 1 » So 5. Nov 2017, 21:30

JJazzGold hat geschrieben:(04 Nov 2017, 16:06)

Es täte mir auch leid um meinen Gärtner, wenn er seinen Auftrag verliert, sollte mir ein Ehrenamtlicher zur Verfügung gestellt werden.


Sie müssen ja den Ehrenamtlichen nicht einstellen. :D
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Teeernte » So 5. Nov 2017, 21:36

Dampflok94 hat geschrieben:(05 Nov 2017, 14:11)

Dieser Strang hat inzwischen weit über 300 Seiten. Wenn dir da die Gründe der Befürworter eines BGE noch nicht aufgefallen sind, kann ich dir auch nicht helfen. Daß Du nicht teilst, weiß ich.


Das Elend "alimentieren" ?

Zu den Sprachschwierigkeiten kommen schlimmste soziale Verhältnisse, Eltern mit psychischen Störungen, Alkoholiker, Leute die morgens einfach nicht aufstehen. Menschen auch, die trotz Arbeit bitterarm sind. Viele Schülerinnen und Schüler sind auf die Hilfe der „Arche“ angewiesen, eines Vereins, der in der Schule Frühstück und Frühbetreuung, einen warmen Mittagstisch, Unterstützung bei den Hausaufgaben und Spenden aus der Kleiderkammer anbietet.



Was bitte - wird sich MIT BGE hier .....ÄNDERN ?

Mit 3 Handyverträgen ist das BGE flott weggepfändet...
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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JJazzGold
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon JJazzGold » So 5. Nov 2017, 22:14

lili 1 hat geschrieben:(05 Nov 2017, 21:30)

Sie müssen ja den Ehrenamtlichen nicht einstellen. :D


Ich will ja nicht für dieselbe Leistung zweimal zahlen. :)
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Dampflok94 » Mo 6. Nov 2017, 07:01

Teeernte hat geschrieben:(05 Nov 2017, 21:36)

Das Elend "alimentieren" ?

Das passiert eher heute. Würde mit einem BGE entfallen.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Billie Holiday » Mo 6. Nov 2017, 07:23

Dampflok94 hat geschrieben:(06 Nov 2017, 07:01)

Das passiert eher heute. Würde mit einem BGE entfallen.


Warum?
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon jorikke » Mo 6. Nov 2017, 08:14

JJazzGold hat geschrieben:(04 Nov 2017, 15:56)

Na ja, Ihr Wort in Herrn Müllers Gehörgang. Bis es soweit ist, beschäftige ich lieber weiter meinen Gärtner.


Schwarz?
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Dampflok94 » Mo 6. Nov 2017, 09:20

Billie Holiday hat geschrieben:(06 Nov 2017, 07:23)Warum?

Weil es ein weitgehend eigenbestimmtes Leben ermöglicht. Das würde ich dann nicht mehr unter Elend verbuchen. :)
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon JJazzGold » Mo 6. Nov 2017, 09:24

jorikke hat geschrieben:(06 Nov 2017, 08:14)

Schwarz?


Per Rechnung, nur wenn ich einen Müller'schen Ehrenamtlichen bekomme, den ich ja ebenfalls finanziere, weshalb sollte ich dann doppelt zahlen?
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon jorikke » Mo 6. Nov 2017, 10:32

JJazzGold hat geschrieben:(06 Nov 2017, 09:24)

Per Rechnung, nur wenn ich einen Müller'schen Ehrenamtlichen bekomme, den ich ja ebenfalls finanziere, weshalb sollte ich dann doppelt zahlen?


Dein Gärtner interessiert mich gar nicht.
Das war ein Ehrlichkeitstest. :D
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JJazzGold
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon JJazzGold » Mo 6. Nov 2017, 11:02

jorikke hat geschrieben:(06 Nov 2017, 10:32)

Dein Gärtner interessiert mich gar nicht.
Das war ein Ehrlichkeitstest. :D


Den habe ich dann hoffentlich bestanden.
Schwarzarbeit interessiert mich nicht, keine Garantie, keine Rechnung, keine Handwerkerstunden, die ich absetzen kann.
Zudem lebe ich auf dem Dorf, wo Jeder Jeden kennt, da bevorzuge ich örtliche Handwerker. Sollten die pfuschen, ist dank des lokalen Netzwerks der Ruf schnell ruiniert. Ich kann mich ergo in der Regel auf ordentliche Arbeit verlassen. :) (...und auf eine Entschuldigung und einen Blumenstrauss, sollte tatsächlich mal eine Nachbesserung notwendig sein. ;) )

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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon franktoast » Mo 6. Nov 2017, 12:18

Dampflok94 hat geschrieben:(04 Nov 2017, 10:57)
Ich bin weiterhin überzeugt, daß längerfristig kein Weg am BGE vorbei führen wird. Aber genau wegen dieser Meinungsunterschiede gibt es ja diesen Strang. :)

Steht denn das B in BGE für "bedarfsgerecht"? Also wenn jemand für sein Existenzminimum nicht sorgen kann (bzw. für das seiner Familie), dann gibt es Kohle vom Staat?

Ich meine, wenn man das Sozialsystem wie heute ließe und dann sagt, wenn jemand keinen Job findet gibt es weiterhin Sozialleistungen, dann wären doch auch diese Zukunftsängste der Automatisierung weg. Ach halt, das ist ja aktuell schon so. Wenn jemand keinen Job findet, dann bekommt er weiterhin Kohle.

Ich weiß nicht, warum der reiche Student oder Hausfrau von den Maurern oder Programmierern Geld bekommen sollen.
Ein freier Mensch muß es ertragen können, daß seine Mitmenschen anders handeln und anders leben, als er es für richtig hält, und muß sich abgewöhnen, sobald ihm etwas nicht gefällt, nach der Polizei zu rufen.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Mo 6. Nov 2017, 13:18

Dampflok94 hat geschrieben:(06 Nov 2017, 09:20)

Weil es ein weitgehend eigenbestimmtes Leben ermöglicht. Das würde ich dann nicht mehr unter Elend verbuchen. :)


Ist das so? Nach alledem was wir hier so diskutiert haben, denke ich, dass du zumindest der Meinung bist, dass ein BGE das Existenzminimum nicht berschreiten sollte. Es sich also letztendlich auf H4-Niveau bewegt (durchschnittliche Miete eingerechnet). Damit lässt sich in Deutschland ein leidliches Leben führen. Und im Durchschnitt berechnet bedeutet ein BGE für jemanden der im bayerischen Wald lebt natürlich was anderes als für jemanden der in München lebt. Wollen wir das? Die bedingungslose Selbstverantwortung?
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Occham » Mo 6. Nov 2017, 13:39

Das Leben ist nicht bedingungslos, das Leben ist Zusammenarbeit und die ist wie schon gesagt, nicht bedingungslos, denn alle Seiten erwarten sich etwas von der Zusammenarbeit. Das Leben misst sich nicht am Geld, also am BGE, sondern an der Zusammenarbeit, aber das will vermutlich die Obrigkeit nicht, denn Geld lässt man für sich Arbeiten… bei der Zusammenarbeit muss jede Seite mitarbeiten… Die Frage sollte lauten, wie muss man Zusammenarbeiten, sodass jede Seite etwas davon hat. Mein Vorschlag war ein Klassensystem, wo man sich schulisch (Theorie und Praxis) beweisen muss und für seine Qualifizierung in entsprechender Höhe entlohnt wird. Da hat jede Seite etwas davon. Der Lernende eignet sich Kompetenzen an, der Unternehmer kann sich die besten rauspicken, kurz gesagt, die Ökonomie wird unterstützt.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Rochhardo » Mo 6. Nov 2017, 14:16

franktoast hat geschrieben:(06 Nov 2017, 12:18)
Ich weiß nicht, warum der reiche Student oder Hausfrau von den Maurern oder Programmierern Geld bekommen sollen.


Auf jeden Fall ... ich reicher Student lebe von knapp 800 Euro im Monat wovon ich auch meine Miete bezahle.
'Liberal ist, wer die Zeichen der Zeit erkennt und danach handelt.' - Gustav Stresemann
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Dampflok94 » Mo 6. Nov 2017, 14:24

franktoast hat geschrieben:(06 Nov 2017, 12:18)

Steht denn das B in BGE für "bedarfsgerecht"? Also wenn jemand für sein Existenzminimum nicht sorgen kann (bzw. für das seiner Familie), dann gibt es Kohle vom Staat?

Ich meine, wenn man das Sozialsystem wie heute ließe und dann sagt, wenn jemand keinen Job findet gibt es weiterhin Sozialleistungen, dann wären doch auch diese Zukunftsängste der Automatisierung weg. Ach halt, das ist ja aktuell schon so. Wenn jemand keinen Job findet, dann bekommt er weiterhin Kohle.

Ich weiß nicht, warum der reiche Student oder Hausfrau von den Maurern oder Programmierern Geld bekommen sollen.

Wofür das "B" in BGE steht, kannst Du dem Strangtitel entnehmen. ;)

Und es ist gerade der Charme des BGE, daß man sich die Prüfung der Bedürftigkeit spart.
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