BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

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franktoast
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon franktoast » Fr 9. Mär 2018, 12:47

Skull hat geschrieben:(09 Mar 2018, 12:15)

Ich finde, dieser Abschnitt fasst die Summe Deiner Beiträge hier zusammen:

Ich, ich, ich. ;)

Hier geht es aber das BGE, eventuelle Möglichkeiten, deren Risiken, Finanzierung oder Machbarkeit.
Für die gesamte Gesellschaft. Nicht um DEINE - Ich-Wünsche.

mfg

Das ist mir auch schon aufgefallen. Ein paar Beiträge vorher hat er mir in einem Roman erklärt, dass er einer Frau dazu geraten hat, sich operieren zu lassen (obwohl die Ärzte ihr abgeraten hätten), was ihr das Leben gerettet hätte. Völlig off-topic, aber kann man ja mal schreiben...^^
Ein freier Mensch muß es ertragen können, daß seine Mitmenschen anders handeln und anders leben, als er es für richtig hält, und muß sich abgewöhnen, sobald ihm etwas nicht gefällt, nach der Polizei zu rufen.
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Maltrino
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Maltrino » Fr 9. Mär 2018, 13:22

Skull hat geschrieben:(09 Mar 2018, 12:15)

Ich finde, dieser Abschnitt fasst die Summe Deiner Beiträge hier zusammen:

Ich, ich, ich. ;)

Hier geht es aber das BGE, eventuelle Möglichkeiten, deren Risiken, Finanzierung oder Machbarkeit.
Für die gesamte Gesellschaft. Nicht um DEINE - Ich-Wünsche.

mfg


Dann eben so:

https://www.wiwo.de/politik/deutschland ... 474-4.html

Lukas Neumann! Lukas Neumann! Lukas Neumann! Nicht Ich. Lukas Neumann! Der arme Briefträger! Und jetzt kommt mir nicht mit Mindestlohn, auch mit Mindestlohn gibt es Leute die ca. 800 Euro im Monat verdienen.

Und ja, auch Leute wie ICH sollten eine Lobby haben! Ohh.... schlimm, ich weiß, es wäre doch viel besser wenn es nur Lobby für Arme und für Normalos gibt... Wenn ich hier mit Inflation anfange, dass wird sofort von Opa geredet der gespart hat. Warum darf der seine Wünsche äußern, warum ich nicht? Du bestätigst nur wieder meine These. Leute wie "Ich" werden systematisch außen vor gehalten, weil es für viele in diesem Land Sinn macht. Eine Besserstellung von "mir" und Leuten wie mir würde zu einer Schlechterstellung der Reichen, der Mitte und der ganz Armen führen. Lohnt sich also nicht für die Parteien die exakt auf dieser Mehrheitsgeellschaft ihre Machtbasis aufbauen.

Schau dir "Lukas Neumann" an. Zu verpeilt für einen normalen Job im Büro, wo dann die lustigen Kalender hängen wo drauf steht "Noch 2 Tage bis Freitag!", u schlau bzw. zu fleißig um völlig arbeitslos zu sein. Der ist der Dumme. Bringt "euch" (und ja, auch mir) fleißig die Pakete und verdient weniger als ein "Hartzer", und das findet "ihr" richtig?

Nein, nicht löschen! Ich stelle hier einen fundamentalen Unterschied von einem (sinnvollen) BGE System zum jetzigen Zustand dar. Und Mindestlohn (falls da jemand wieder mit kommt) ändert halt nichts daran, dass es Leute gibt, die dann eben soviel Stunden (zum Mindestlohn) arbeiten, dass sie 800 Euro im Monat verdienen und damit genauso da stehen wie ein Hartzer.
Wie ihr seht, habe ich jetzt auch ein Profilbild wo das Portrait eines großen politischen Denkers aus der Vergangenheit abgebildet ist. Damit ist jetzt jede meiner Aussagen wahr und absolut seriös.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Maltrino » Fr 9. Mär 2018, 13:50

franktoast hat geschrieben:(09 Mar 2018, 12:44)
...
Die, die heuteSozialleistungen bekommen, werden bei einem BGE weniger bekommen. Und die, die heute nix bekommen, unter Umständen mehr. ...


Das was du so umständlich (und auch in sehr vielen Worten, genau wie ICH) hier formulierst, dazu sagen andere: "Leistung wird sich wieder lohnen". :dead:

Soll ich auch mit vereinfachtem Beispiel kommen? Wenn du das darfst, dann darf ich das ja hoffentlich auch:

Anton verdient nix und bekommt heute 800 Euro Hartz4
Berta verdient heute 800 Euro und bekommt nix.
Charlie verdient heute 2000 Euro und bekommt auch nichts, zahlt aber Steuern (oder?)
Dietmar (ich nehme bewusst einen altmodischen Namen da ich persönlich keinen jungen Menschen kenne der in diese Kattegorie fällt) verdient 100.000 Euro in der Stunde und zahlt (hoffentlich) Steuern.

Nach "deinem" BGE von 600:

Anton verdient nix und bekommt 600 Euro
Berta verdient 800 Euro bekommt 600 und zahlt ein bischen Steuern, hat vielleicht nun 1200.
Charlie verdient heute 2000 Euro und bekommt 600 Euro, zahlt aber Steuern und hat im Endeffekt vielleicht 2000 Euro(oder?)
Dietmar (ich nehme bewusst einen altmodischen Namen da ich persönlich keinen jungen Menschen kenne der in diese Kattegorie fällt) verdient 100.000 Euro in der Stunde, bekommt 600 Euro im Monat und zahlt (hoffentlich) Steuern, die vielleicht sogar ein bischen höher sind. Auf jeden Fall fallen die 600 Euro nicht groß auf in der Gesamtrechnung, bzw. können einfach durch Steuern wieder abgezogen werden..

Du sorgst dich jetzt um Anton und sagst, dass die 600 Euro nun weniger sind als die 800, Was wäre mit einem BGE von 800? Was mit einem von 1000? Wer sagt dir, dass die Kaufkraft wirklich sich so entwickelt, dass 600 Euro weniger Geld sind? spielst die Anton gegen Berta aus. Denn in dem Beispiel wird ganz klar. Berta (also meine "Klientel") würde als einziger wirklich einen Unterschied spüren. Die Kluft zwischen Anton und Berta wäre plötzlich um ein vielfaches höher als vorher. Und das wäre GUT! Wenn Anton nach Einführung des BGE sich weniger kaufen kann als vorher, dann soll er sich bei den Reichen beschweren, nicht bei Berta oder mir.

Zur Zeit ist es so, dass die "Hartzer" (also die die gar nicht arbeiten) so viel bekommen weil das Geld bei den Geringverdienern eingesparrt wird. Jetzt werdet ihr wahrscheinlich wieder mit lustigen Gegenargumenten kommen, aber nein. Nochmal: Heute ist es so, dass jemand der 800 Euro in einem normalen Job verdient genauso viel hat als wenn er sich auf die Faule Haut legt. Das ist Fakt. Das sehe ich in meinem Umfeld tagtäglich.

Wie gesagt: Wenn Anton nach einem BGE weniger hat, dann soll er, oder dann sollst du dich bei den Reichen beschweren, dass sie mehr Steuern zahlen sollen. Aber das ist für mich kein Argument gegen BGE. Du nennst unbewusst einen guten Punkt für BGE denkst aber es ist ein Punkt dagegen, das verstehe ich nicht.

Nochmal (und ja ich behalte mir das Recht vor viel zu schreiben weil andere das ja offenbar auch dürfen): Prinzipiell (und ich gehe davon aus, dass es in der Realität ebenso sein wird, falls man nicht total verpeilt das ganze umsetzt) sorgt das BGE dafür, dass erstmal nur Berta gewinnt und alle anderen (also auch Anton) etwas verlieren. Also was willst du jetzt? Dass Berta leidet damit Anton, Charlie und Dietmar mehr haben? Warum ausgerechnet Berta? Wenn du willst, dass die Armen nicht weniger haben warum sagst du dann nicht, dass Dietmar Geld abgeben soll damit Berta mehr hat? Warum muss Berta auf ein Niveau wie Anton herabgestuft werden, so wie es heute ist (!)? Was habt "ihr" gegen "Berta"? :?:

So, ich hab fertig. Wenn ich hier noch was schreiben muss, dann tut es mir leid, aber es ging mir darum dieses Prinzip darzustellen. Und ich weiß auch, dass es verstanden werden kann.

Und nein!! Nicht löschen!!!! Ich weiß das ist viel Text, aber sonst gehts ja immer wieder von vorne los.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Maltrino » Fr 9. Mär 2018, 14:19

franktoast hat geschrieben:(09 Mar 2018, 12:47)

...Ein paar Beiträge vorher hat er mir in einem Roman erklärt, dass er einer Frau dazu geraten hat, sich operieren zu lassen (obwohl die Ärzte ihr abgeraten hätten), was ihr das Leben gerettet hätte. ...


Quatsch, ich hab hier abgeraten, aber wieder sehr interessant, dass mal wieder nur meine "Off-Topic" Beiträge gelöscht werden und deiner nicht.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Maltrino » Fr 9. Mär 2018, 14:27

franktoast hat geschrieben:(09 Mar 2018, 12:44)
...
.
Womit wir wieder am Anfang unsrer Diskussion wären. ...


Und ansonsten empfehle ich dir und anderen mal folgenden Rechner zu nutzen:

https://www.hartz4hilfthartz4.de/aufstockung-rechner/

Ich hab zwar Probleme damit Brutto und Netto auseinanderzuhalten, da ich damit kaum Erfahrung habe und nicht weiß wieviel ein Normalverdiener so abgibt, ich war ja selbst nie einer, aber wenn ich da mit Zahlen rumspiele bestätigt sich bisher alles was ich gesagt habe. Jemand der nichts verdient bekommt ungefähr 909 Euro ALG2. Jemand der 900 Euro verdient (Brutto und Netto), der hat insgesamt 1159, jemand der 1000 Euro verdient (Brutto und Netto) hat insgesamt 1169 (nur 10 Euro mehr obwohl er 100 Euro mehr verdient?), jemand der 2000 Euro (Brutto und Netto) verdient behält 2000.

WIe gesagt, ihr könnt das gerne mit eigenen Werten füttern und die Ergebnisse dann hier reinschreiben. Ist mir egal in welchem Themenstrang, ich halte es im BGE Strang für sinnvoll, da es eben die Begründung für BGE ist und solange die Begründung hier imemr heißt "BGE ist blöd weil Hartz4 so toll ist) kann ich nichts dafür, wenn man hier halt über Hartz4 diskutieren muss.

Und wie gesagt, ich hab leider keine Erfahrungen wieviel Steuern man bezahlt, da so hohe Einkommen (also alles ab 1000 Euro aufwärts) so überhaupt nicht meine Welt ist, deshalb dürft ihr da gerne sinnvolle Brutto und Netto Werte reinschreiben, ich müsste das mühsam raussuchen.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Skull » Fr 9. Mär 2018, 14:40

Guten Tag,

ab NUN...bitte ich den Spam...zu reduzieren...oder besser ... ganz einzustellen.

Danke.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon franktoast » Fr 9. Mär 2018, 15:02

Maltrino hat geschrieben:(09 Mar 2018, 13:50)

Das was du so umständlich (und auch in sehr vielen Worten, genau wie ICH) hier formulierst, dazu sagen andere: "Leistung wird sich wieder lohnen". :dead:

Soll ich auch mit vereinfachtem Beispiel kommen? Wenn du das darfst, dann darf ich das ja hoffentlich auch:

Nein, du solltest auf mein Beispiel erst eingehen. Dann darfst du auch ein Beispiel bringen. Führen wir hier eine Konversation, bei der der andere auch eine Reaktion auf seinen Text erwarten kann oder nicht?
Nur zur Info: Ich lese die ersten 1-3 Sätze von dir und wenn ich da keine Reaktion auf meine Beispiele lese, lese ich deine auch nicht weiter. Der viele Text wird also von niemanden gelesen... (so wie vermutlich auch mein Text von dir nicht)
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Maltrino » Fr 9. Mär 2018, 15:29

Ich kann hier leider nicht auf alle Beispiele in diesem 7000 Beiträge starken Strang (ist das auch alles Spam?) eingehen, sorry, ich bin auf ein Beispiel eingegangen. Viel wichtiger finde ich jetzt erstmal das hier. Ich habe jetzt mit online Brutto-Netto Rechner und dem online ALG2 Rechner offenbar halbwegs realistische Zahlen errechnet bzw. gerundet.

Sorry nochmal wenn das jetzt wieder nach viel Text aussieht, aber dann muss es jemand anders nicht machen.

Ich komme zu folgendem Ergebnis:

Vergleich Bruttoeinkommen in 500 Euro Stufen ohne Hartz4 Berücksichtigung:

Brutto: 0
Netto: 0

Brutto: 500
Netto: 400 (400 mehr als vorige Stufe)

Brutto: 1000
Netto: 800 (400 mehr als vorige Stufe)

Brutto: 1500
Netto: 1200 (400 mehr als vorige Stufe)

Brutto: 2000
Netto: 1600 (400 mehr als vorige Stufe)

Brutto: 2500
Netto: 1900 (300 mehr als vorige Stufe)

Brutto: 3000
Netto: 2200 (300 mehr als vorige Stufe)

Brutto: 3500
Netto: 2475 (275 mehr als vorige Stufe)

Brutto: 4000
Netto: 2750 (275 mehr als vorige Stufe)



Vergleich Bruttoeinkommen in 500 Euro Stufen mit Hartz4 Berücksichtigung ("ALG2 Netto"):

Brutto: 0
Netto: 0
ALG2 Netto: 909

Brutto: 500
Netto: 400 (400 mehr als vorige Stufe)
ALG2 Netto: 1089 (180 mehr als vorige Stufe) !

Brutto: 1000
Netto: 800 (400 mehr als vorige Stufe)
ALG2 Netto: 1169 (80 mehr als vorige Stufe) ! ! !

Brutto: 1500
Netto: 1200 (400 mehr als vorige Stufe)
ALG2 Netto: 1200 (31 mehr als vorige Stufe) ! ! ! ! !

Brutto: 2000
Netto: 1600 (400 mehr als vorige Stufe)
ALG2 Netto: (400 mehr als vorige Stufe)

Brutto: 2500
Netto: 1900 (300 mehr als vorige Stufe)
ALG2 Netto: (300 mehr als vorige Stufe)

Brutto: 3000
Netto: 2200 (300 mehr als vorige Stufe)
ALG2 Netto: (300 mehr als vorige Stufe)

Brutto: 3500
Netto: 2475 (275 mehr als vorige Stufe)
ALG2 Netto: (275 mehr als vorige Stufe)

Brutto: 4000
Netto: 2750 (275 mehr als vorige Stufe)
ALG2 Netto: (275 mehr als vorige Stufe)

Die interessanten Teile mit Ausrufezeichen dahinter. Da ist nichts mit Erbschaft oder Schenkung oder Bedarfsgemeinschaft, das ist auch nicht wichtig, da jede Einkommensstufe erben kann. Wichtig ist folgendes: Wenn ich (bei derzeitigem Hartz4) zwischen Null und 1500 Euro Brutto verdiene habe ich real gesehen kaum Gewinn! Jemand der 1500 Brutto verdient hat zum Beispiel gerade mal 31 Euro mehr als jemand der 1000 Euro Brutto verdient. In diesem Bereich lohnt sich Leistung also derzeit überhaupt nicht. Es lohnt sich nicht zu sagen "So, ich arbeite ab jetzt dreimal so viel!" Jemand der vorher 500 Euro Brutto verdient und hinterher 1500 Euro (dreimal mehr Arbeit!) hat hinterher nur 111 Euro mehr als vorher! Das ist das wichtige! Sorry nochmal für den Text, bitte nicht löschen damit ich es nicht nochmal machen muss, wenn ich Sachen nicht berücksichtigt habe, kann gerne korrigiert werden, ich habe nicht soviel Ahnung, Brutto Netto usw.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon zollagent » Fr 9. Mär 2018, 16:49

Was hätte das alles jetzt mit einem BGE, seinen Vor- und Nachteilen und seiner möglichen Finanzierung zu tun? :?: Diese ausgeuferte Diskussion trägt zum Thema wohl wenig bei.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Maltrino » Fr 9. Mär 2018, 18:00

zollagent hat geschrieben:(09 Mar 2018, 16:49)

Was hätte das alles jetzt mit einem BGE, seinen Vor- und Nachteilen und seiner möglichen Finanzierung zu tun? :?: Diese ausgeuferte Diskussion trägt zum Thema wohl wenig bei.


Ich habe die Nachteile von Hartz4 dargelegt und somit die Vorteile eines BGE gezeigt, das (wenn es halbwegs sinnvoll gestaltet ist) nicht diese demotivierenden Eigenschaften hat (Verdienst unter 1500 Euro lohnt sich nicht).

Nochmal: Wie soll man sonst diskutieren? Vergleiche sind in der Diskussion immer sinnvoll, gabs sogar in der Bibel schon, willst du jetzt 90% der Bibel löschen weil der Autor vom Thema abschweift indem er Vergleiche zieht?
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Skull » Fr 9. Mär 2018, 18:08

zollagent hat geschrieben:(09 Mar 2018, 16:49)

Was hätte das alles jetzt mit einem BGE, seinen Vor- und Nachteilen und seiner möglichen Finanzierung zu tun? :?:
Diese ausgeuferte Diskussion trägt zum Thema wohl wenig bei.

Das sehe ich...übrigens auch so. :D

Lange...wird sich DAS auch nicht mehr angeschaut...

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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon JosefG » Mo 19. Mär 2018, 00:15

Habe vor langer Zeit schon mal einen Thread zum BGE aufgemacht:
JosefG hat geschrieben:(20 Jan 2013, 09:22)

Für das Einkommen nach Steuerabzug (Netto-Betrag) als Funktion des
Einkommens vor Steuerabzug (Brutto-Betrag) sollte gelten:
Wer Brutto mehr hat als ein Anderer, der soll Netto nicht weniger haben.
Und: Je höher der Brutto-Betrag, desto schwächer soll der Netto-Betrag
bei einer kleinen Erhöhung des Brutto-Betrags ansteigen.
...
Beide Forderungen werden durch den gegenwärtigen
Verlauf des Einkommensteuer-Tarifs erfüllt.

Anders sieht es aus, wenn man die an Bedürftigkeit geknüpften
Sozialleistungen hinzunimmt. Bei den niedrigsten Einkommen steigt der
Netto-Betrag fast nicht an, wenn der Brutto-Betrag ansteigt, weil mit
steigendem eigenen Einkommen die Sozialleistungen gekürzt werden.
Wer solche Sozialleistungen bezieht, wird um den Lohn seiner Mehrarbeit
gebracht. Wer niedriges eigenes Brutto-Einkommen hat und deshalb keine
Sozialleistungen bezieht, sieht mit Verdruss auf die Sozialleistungs-
Bezieher, die fast ebensoviel haben und dafür nicht arbeiten müssen.

Beim bedingungslosen Grundeinkommen (BGE) wird der Verlauf der Funktion
Netto = f(Brutto) im Einkommensteuertarif um einen konstanten Betrag
angehoben. Die beiden oben genannten Forderungen bleiben erfüllt.

Es steht jedem frei, seine Bedürfnisse soweit einzuschränken, dass er
vom BGE leben kann. Niemand wird gezwungen, eine Arbeit anzunehmen.

Das führt dazu, dass die Anbieter von Drecksjobs gezwungen sind, diese
Jobs anständig zu bezahlen und die Arbeitsbedingungen zu verbessern.
Sonst werden sie niemanden finden, der diese Arbeiten macht.

Heute dagegen ist es so, dass Leute, die aufgrund widriger Umstände,
oder vielleicht auch tatsächlich aufgrund mangelnder Fähigkeit, keine gute
Ausbildung geschafft haben, gezwungen sind, die unangenehmsten Arbeiten
anzunehmen, und dafür auch noch schlecht bezahlt werden.

Auch Durchschnitts-Arbeitnehmer profitieren vom BGE, weil auch ihnen
jederzeit die Möglichkeit offensteht, vom BGE zu leben anstatt zu
arbeiten. Dadurch werden sie freier gegenüber ihrem Arbeitgeber.

Es entfällt der gigantische Bürokratie-Aufwand, welcher heute erforderlich
ist für die Prüfung der Bedürftigkeit und der Arbeitswilligkeit.

Die Einführung des BGE wird ganz langsam erfolgen müssen. Anfangs wird
es vielleicht nur 50 Euro monatlich betragen. Es kann auch sein, dass es auf
absehbare Zeit nicht möglich ist, mit dem BGE den Grundbedarf zu decken.
Dann muss es ergänzend Sachleistungen geben, die jedem ohne Bedürftigkeits-
Nachweis zur Verfügung stehen und bewusst so unattraktiv gestaltet sind,
dass nur die sie in Anspruch nehmen, die sie wirklich brauchen.


"Wer Brutto mehr hat als ein Anderer, der soll Netto nicht weniger haben"
würde ich heute so formulieren: "der soll auch Netto mehr haben",
auch wenn das ohnehin aus dem nächsten Satz folgt.

Habe diesen langen Thread hier kaum verfolgt. Vermutlich sind alle
Argumente ohnehin längst genannt worden, aber ich will hiermit
die Befürworter des BGE nochmal unterstützen.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Alpha Centauri » Sa 24. Mär 2018, 12:39

zollagent hat geschrieben:(09 Mar 2018, 16:49)

Was hätte das alles jetzt mit einem BGE, seinen Vor- und Nachteilen und seiner möglichen Finanzierung zu tun? :?: Diese ausgeuferte Diskussion trägt zum Thema wohl wenig bei.



Absolut :thumbup: .es werden von den Kritikern des BGE hier immer nur Zahlenspiele gebracht und Nebenkriegsschauplätze eröffnet die mit dem.Thema dann nicht mehr allzu viel.zu tun haben.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Misterfritz » Sa 24. Mär 2018, 13:15

Alpha Centauri hat geschrieben:(24 Mar 2018, 12:39)

Absolut :thumbup: .es werden von den Kritikern des BGE hier immer nur Zahlenspiele gebracht und Nebenkriegsschauplätze eröffnet die mit dem.Thema dann nicht mehr allzu viel.zu tun haben.
Aber belastbare Zahlen sollten diskutiert werden. Denn irgendwer sollte das ja finanzieren, oder haben wir plötzlich Goldesesl?
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Skull » Sa 24. Mär 2018, 13:29

Alpha Centauri hat geschrieben:(24 Mar 2018, 12:39)

Absolut :thumbup: .es werden von den Kritikern des BGE hier immer nur Zahlenspiele gebracht
und Nebenkriegsschauplätze eröffnet die mit dem.Thema dann nicht mehr allzu viel.zu tun haben.

Das ist natürlich nicht korrekt.

Gerade User wie Du weigern sich doch, auf reale Zahlen und mögliche negativen Auswirkungen einzugehen.

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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon jorikke » Sa 24. Mär 2018, 17:17

Misterfritz hat geschrieben:(24 Mar 2018, 13:15)

Aber belastbare Zahlen sollten diskutiert werden. Denn irgendwer sollte das ja finanzieren, oder haben wir plötzlich Goldesesl?


Die Einen setzen auf Goldesel, die Anderen auf Sterntaler.
Welche Quelle belastbarer ist wird sich irgendwann herausstellen.
So lange sollten wir aber mit der Verteilung nicht warten.
Letztlich ist es doch egal, woher die Kohle kommt.
...hauen wir sie auf den Kopf.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Alpha Centauri » So 25. Mär 2018, 10:17

jorikke hat geschrieben:(24 Mar 2018, 17:17)

Die Einen setzen auf Goldesel, die Anderen auf Sterntaler.
Welche Quelle belastbarer ist wird sich irgendwann herausstellen.
So lange sollten wir aber mit der Verteilung nicht warten.
Letztlich ist es doch egal, woher die Kohle kommt.
...hauen wir sie auf den Kopf.


Na mit Kohle auf den Kopf hauen ist das Problem nicht gelöst.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Senexx » So 25. Mär 2018, 10:57

Aus Sicht derjenigen, die sich von den anderen aushalten lassen wollen, schon.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Alpha Centauri » So 25. Mär 2018, 21:14

Es geht ja beim BGE nicht um sich aushalten lassen, sondern das die Grundbedürfnisse des Menschen staatlicherseits bedinungslos zu gewährleisten sind dann kann man von.einem sozialen Staat reden.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Senexx » So 25. Mär 2018, 21:55

Alpha Centauri hat geschrieben:(25 Mar 2018, 22:14)

Es geht ja beim BGE nicht um sich aushalten lassen, sondern das die Grundbedürfnisse des Menschen staatlicherseits bedinungslos zu gewährleisten sind dann kann man von.einem sozialen Staat reden.

Bedingungslos heißt, man kann sich folgenlos aushalten lassen.

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