BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

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Occham
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Re: Bedingungsloses Grundeinkomen

Beitragvon Occham » Sa 25. Aug 2018, 19:34

Den Faden gibt es schon. Löschen!
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Re: Bedingungsloses Grundeinkomen

Beitragvon Arcing » Sa 25. Aug 2018, 19:42

Ah ja, danke. Den Faden kann es gar nicht geben, weil ich heute zum ersten Mal hier bin.
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Re: Bedingungsloses Grundeinkomen

Beitragvon Occham » Sa 25. Aug 2018, 19:55

Denken --> suchen --> handeln

viewtopic.php?f=46&t=51437
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Re: Bedingungsloses Grundeinkomen

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Sa 25. Aug 2018, 19:56

Arcing hat geschrieben:(25 Aug 2018, 20:42)

Ah ja, danke. Den Faden kann es gar nicht geben, weil ich heute zum ersten Mal hier bin.


Aha. Du bist aber nicht der einzige, der das thematisiert. Daher gibt es schon einen Diskussionsthread zum BGE. Wenn man sich hier neu anmeldet, sollte man vielleicht mal ein bisschen stöbern, bevor man gleich einen neuen Thread eröffnet.
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Re: Bedingungsloses Grundeinkomen

Beitragvon Realist2014 » Sa 25. Aug 2018, 20:14

Arcing hat geschrieben:(25 Aug 2018, 20:33)

Hallo Leute,

suche engagierte Menschen, die sich mit der Idee und Umsetzung eines bedingungslosen Grundeinkommens im direkten Gespräch austauschen wollen. Bei Interesse bitte melden.

VG Arcing


wenn du dich mit ARBEIT "engagierst"- dann braucht es kein BGE...
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Bedingungsloses Grundeinkomen

Beitragvon Uffzach » Sa 25. Aug 2018, 21:47

Arcing hat geschrieben:(25 Aug 2018, 20:33)

Hallo Leute,

suche engagierte Menschen, die sich mit der Idee und Umsetzung eines bedingungslosen Grundeinkommens im direkten Gespräch austauschen wollen. Bei Interesse bitte melden.

VG Arcing


Ich find die Idee eines BGE zwar angemesssen und gut und es sollte auch realisiert werden. Aber mich darüber austauschen oder dafür engagieren möcht ich nicht, weil ich persönlich kein BGE nötig habe und auch niemanden kenne, der eines nötig hätte. Ich engagier mich nicht für "andere", die ich nicht kenne, als bloße Idee von "anderen".
Außerdem würde ich das BGE auf Deutsche beschränken wollen. Volksgemeinschaft, you know? ;)
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Re: Bedingungsloses Grundeinkomen

Beitragvon 3x schwarzer Kater » So 26. Aug 2018, 11:59

Arcing hat geschrieben:(26 Aug 2018, 12:52)

Was steht denn bitte in den Nutzungsbedingungen, wogegen ich verstoßen haben soll? Ich sehe hier 20 Beiträge, die alle nichts mit dem Thema zu tun haben, das verstößt wohl wesentlich mehr gegen die Regeln würde ich sagen.



§ 8 Spam
2. Spam sind :
Im Falle von Strangeröffnungen:
a. Beiträge, in denen keinerlei Darstellung der zu diskutierenden Sache stattfindet
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Betrachter » So 26. Aug 2018, 12:25

Noch ein Patentrezept gegen die Übel des Kapitalismus
Das bedingungslose Grundeinkommen

Die kapitalistische Wirtschaft produziert mit dem Reichtum der einen die Armut der anderen– und zwar immer mehr von beidem. Der zur Gewinn-Steigerung eingesetzte technische Fortschritt in Werkstätten und Büros erhöht die Leistung des einzelnen Beschäftigten für die Firma und erspart ihr die Bezahlung von Lohn für eingesparte Arbeit; derselbe Fortschritt macht daher Arbeitskräfte überflüssig und bringt sie um ihre Erwerbsquelle.
Das Millionen- Heer der Einkommenslosen ist gezwungen, sich den Unternehmern um jeden Preis anzubieten; was diesen wieder erlaubt, ganz allgemein die Löhne zu drücken, so dass mit dem Reichtum der Kapitaleigner, nicht nur die Zahl der armen Arbeitslosen steigt, sondern auch die der „working poor“.

Dagegen ließ sich nach allgemeinem Dafürhalten nichts machen, bis ein paar kluge Leute eine Idee hatten: Die Gesellschaft muss den armen Leuten ein Grundeinkommen zahlen, dann sind sie nicht mehr arm. Verblüffend! Warum ist man da nicht früher darauf gekommen?

„Unsere Wirtschaft“ holt aus dem Produktionsfaktor Arbeit alles heraus; knappst an jedem Cent Lohn herum, streicht Arbeitspausen, erhöht das Tempo – alles damit der Arbeiter der Firma noch mehr Gewinn einbringt und einen noch kleineren Teil seiner Wertschöpfung als Lohn nach Hause trägt. Dabei soll es nach Auffassung der Leute mit der neuen Idee im Prinzip auch bleiben. Wenn die Entlassenen und die Billigarbeiter wegen dieses ökonomischen Prinzips arm und mittellos werden, schenken „wir“ als Gesellschaft ihnen einfach das Geld, das „wir“ als Wirtschaft sie nicht oder immer weniger verdienen lassen. Erst soll mit allen Mitteln kapitalistisch Geld gemacht werden, und dann will man es ganz und gar unkapitalistisch ausgeben, nämlich umverteilen.

Hätten sich die Reichen das Ausbeuten nicht gleich sparen können, wenn seine Ergebnisse hinterher teilweise rückgängig gemacht
werden sollen?
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Realist2014 » So 26. Aug 2018, 12:29

Betrachter hat geschrieben:(26 Aug 2018, 13:25)

Die kapitalistische Wirtschaft produziert mit dem Reichtum der einen die Armut der anderen– und zwar immer mehr von beidem.


Unsinn Nummer 1

Der zur Gewinn-Steigerung eingesetzte technische Fortschritt in Werkstätten und Büros erhöht die Leistung des einzelnen Beschäftigten für die Firma und erspart ihr die Bezahlung von Lohn für eingesparte Arbeit; derselbe Fortschritt macht daher Arbeitskräfte überflüssig und bringt sie um ihre Erwerbsquelle.



Die FAKTEN in D belegen das GEGENTEIL

Das Millionen- Heer der Einkommenslosen ist gezwungen, sich den Unternehmern um jeden Preis anzubieten;


schon mal was von Tariflöhnen gehört?


bitte erst einmal die Hausaufgaben zu den FAKTEN machen
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Re: Bedingungsloses Grundeinkomen

Beitragvon Arcing » So 26. Aug 2018, 12:37

Ich möchte mich mit ernsthaft Interessierten über das BGE austauschen. Dabei teile ich gerne mit, was ich bisher herausgefunden habe. Vielleicht findet sich auch jemand, der mich mit seinem Einwand zum Nachdenken anregt. Vor allem möchte ich auch vermeiden, dass sich nur deshalb jemand nicht äußerst, weil er Angst hat, gleich von allen Seiten zerlegt zu werden. Deshalb habe ich die genaue Fragestellung offen gehalten und angeboten, dass man mir die Fragen auch persönlich stellen kann. Zum reinen Rumdiskutieren ist mir meine Zeit zu schade. Erst recht, wenn es um solche formalen Dinge wie hier geht. Wenn das gegen die Forenregeln verstößt, dann bin ich hier offensichtlich falsch. Andere Foren haben da eine andere Haltung.
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Re: Bedingungsloses Grundeinkomen

Beitragvon Misterfritz » So 26. Aug 2018, 12:43

Arcing hat geschrieben:(26 Aug 2018, 13:37)

Ich möchte mich mit ernsthaft Interessierten über das BGE austauschen. Dabei teile ich gerne mit, was ich bisher herausgefunden habe. Vielleicht findet sich auch jemand, der mich mit seinem Einwand zum Nachdenken anregt. Vor allem möchte ich auch vermeiden, dass sich nur deshalb jemand nicht äußerst, weil er Angst hat, gleich von allen Seiten zerlegt zu werden. Deshalb habe ich die genaue Fragestellung offen gehalten und angeboten, dass man mir die Fragen auch persönlich stellen kann. Zum reinen Rumdiskutieren ist mir meine Zeit zu schade. Erst recht, wenn es um solche formalen Dinge wie hier geht. Wenn das gegen die Forenregeln verstößt, dann bin ich hier offensichtlich falsch. Andere Foren haben da eine andere Haltung.
Wir haben hier einen ellenlangen Thread, in dem das Thema BGE von allen Seiten mehrfach durchgekaut wurde, einfach mal durchlesen und danach wieder posten:
viewtopic.php?f=46&t=51437
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Re: Bedingungsloses Grundeinkomen

Beitragvon Realist2014 » So 26. Aug 2018, 12:53

Arcing hat geschrieben:(26 Aug 2018, 13:37)

. Vielleicht findet sich auch jemand, der mich mit seinem Einwand zum Nachdenken anregt.



Ganz einfach:

Warm sollte ein arbeitsfähiger Erwachsener davon "befreit" werden, für seine Lebensunterhalt SELBER sorgen zu müssen?

Und statt dessen von DEM leben, was ANDERE erwirtschaften?
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Re: Bedingungsloses Grundeinkomen

Beitragvon Arcing » So 26. Aug 2018, 13:09

Ja, das ist doch ein schöner Einwand. Also:

- Zuerst einmal leben wir schon jetzt von dem, was andere "erwirtschaften". Du backst Dein Brot ja nicht selbst oder baust das Salz in einem Bergwerk ab oder pflanzt Baumwolle, um Dir ein T-Shirt zu nähen. Das machen alles andere für Dich. Und umgekehrt tust Du etwas für andere, indem Du ihnen Deine Leistung zur Verfügung stellst.

- Ein arbeitsfähiger Erwachsener wird nicht dadurch produktiver, dass er zu einer Arbeit gezwungen wird. Im Gegenteil sind besonders diejenigen produktiv, die sich ihren Arbeitsplatz selbst aussuchen konnten. Das BGE gibt den Menschen die Möglichkeit, genau solch einen Platz zu finden, bzw. sogar selbst zu schaffen, indem sie das in Ruhe planen können, ohne Angst haben zu müssen, dass sie morgen nichts mehr zu Essen haben. Das BGE ist also auch in ökonomischer Hinsicht eine Investition in die Zukunft.
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Re: Bedingungsloses Grundeinkomen

Beitragvon Realist2014 » So 26. Aug 2018, 13:16

Arcing hat geschrieben:(26 Aug 2018, 14:09)

J . Das BGE gibt den Menschen die Möglichkeit, genau solch einen Platz zu finden, bzw. sogar selbst zu schaffen, indem sie das in Ruhe planen können, ohne Angst haben zu müssen, dass sie morgen nichts mehr zu Essen haben. .


Diese Angst ist in D ja nicht gerechtfertigt

wegen Sozialhilfe, Grundsicherung im Alter und ALG II

außerdem ist dein BGE - bei gleichbleibenden "Mitteln" zur Umverteilung wie heute- UNSOZIAL
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Re: Bedingungsloses Grundeinkomen

Beitragvon Realist2014 » So 26. Aug 2018, 13:17

Arcing hat geschrieben:(26 Aug 2018, 14:09)


- Ein arbeitsfähiger Erwachsener wird nicht dadurch produktiver, dass er zu einer Arbeit gezwungen wird. Im Gegenteil sind besonders diejenigen produktiv, die sich ihren Arbeitsplatz selbst aussuchen konnten.


kann ja jeder- solange es die gibt

nur würde dann keiner mehr die "Scheissjobs" zum Marktpreise ( = Mindestlohn) machen
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Re: Bedingungsloses Grundeinkomen

Beitragvon Arcing » So 26. Aug 2018, 13:28

Also derzeit ist es so, dass man jeden Job annehmen muss, um ALG II zu beziehen. Das erzeugt aber einen enormen Druck, wenn man eigentlich ganz woanders hin will. Druck lähmt einen jedoch und man kann sich nicht mehr auf sein eigentliches Ziel konzentrieren. Leute, die erst einmal dort hineingeraten sind, kommen da so gut wie nicht mehr heraus. Das ist für die Betroffenen furchtbar, aber es zieht auch unheimlich viel Potential aus unserer Gesellschaft heraus.

Die "Scheissjobs" könnte man größtenteils auch automatisieren, wenn der Niedriglohnsektor nicht so massiv subventioniert werden würde durch den Staat. Abgesehen davon ist es eine wirklich perverse Vorstellung, dass andere die Drecksarbeit für einen machen sollen, für die man sich selbst zu schade ist. Auch noch unter Anwendung von Zwang. Du kannst nur so leicht reden, weil Du offensichtlich nicht in der Situation bist.
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Re: Bedingungsloses Grundeinkomen

Beitragvon Gruwe » So 26. Aug 2018, 13:53

Arcing hat geschrieben:(26 Aug 2018, 14:09)
Ein arbeitsfähiger Erwachsener wird nicht dadurch produktiver, dass er zu einer Arbeit gezwungen wird. Im Gegenteil sind besonders diejenigen produktiv, die sich ihren Arbeitsplatz selbst aussuchen konnten. Das BGE gibt den Menschen die Möglichkeit, genau solch einen Platz zu finden, bzw. sogar selbst zu schaffen, indem sie das in Ruhe planen können, ohne Angst haben zu müssen, dass sie morgen nichts mehr zu Essen haben. Das BGE ist also auch in ökonomischer Hinsicht eine Investition in die Zukunft.


Das ist grundlegend richtig!

Allerdings ist die Effizienz, mit der eine Tätigkeit ausgeführt wird, nicht alleine wichtig. Zusätzlich ist ja mindestens die Effektivität von hoher Relevanz!

Es bringt eben keinem etwas - und damit auch kein Einkommen - wenn Tätigkeiten, die nicht effektiv sind, ausgeführt werden, auch wenn diese an und für sich möglichst effizient ausgeführt werden.
Jeder kann sich ja seine Tätigkeit, die er gerne macht und die er dann auch effizient ausführt, gerne durchführen. Nur muss er dann eben auch damit klarkommen, dass diese in Bezug auf die Erfüllung der Nutzen bzw. der Präferenzen derjeniger, mit denen er handeln möchte, ineffektiv sind und daher der Tauschwert (Lohn) eben nur sehr gering ist.
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Re: Bedingungsloses Grundeinkomen

Beitragvon Gruwe » So 26. Aug 2018, 13:55

Arcing hat geschrieben:(26 Aug 2018, 14:28)

Also derzeit ist es so, dass man jeden Job annehmen muss, um ALG II zu beziehen. Das erzeugt aber einen enormen Druck, wenn man eigentlich ganz woanders hin will. Druck lähmt einen jedoch und man kann sich nicht mehr auf sein eigentliches Ziel konzentrieren. Leute, die erst einmal dort hineingeraten sind, kommen da so gut wie nicht mehr heraus. Das ist für die Betroffenen furchtbar, aber es zieht auch unheimlich viel Potential aus unserer Gesellschaft heraus.


Es geht eben ja kein Potential verloren, wenn dieses Potential nur zu Erzeugnissen führt, die kein Mensch haben will bzw. nur geringen Wert haben.


Die "Scheissjobs" könnte man größtenteils auch automatisieren, wenn der Niedriglohnsektor nicht so massiv subventioniert werden würde durch den Staat. Abgesehen davon ist es eine wirklich perverse Vorstellung, dass andere die Drecksarbeit für einen machen sollen, für die man sich selbst zu schade ist. Auch noch unter Anwendung von Zwang. Du kannst nur so leicht reden, weil Du offensichtlich nicht in der Situation bist.


Warum tust du das dann nicht?
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Re: Bedingungsloses Grundeinkomen

Beitragvon unity in diversity » So 26. Aug 2018, 13:56

Arcing hat geschrieben:(26 Aug 2018, 14:09)

Ja, das ist doch ein schöner Einwand. Also:

- Zuerst einmal leben wir schon jetzt von dem, was andere "erwirtschaften". Du backst Dein Brot ja nicht selbst oder baust das Salz in einem Bergwerk ab oder pflanzt Baumwolle, um Dir ein T-Shirt zu nähen. Das machen alles andere für Dich. Und umgekehrt tust Du etwas für andere, indem Du ihnen Deine Leistung zur Verfügung stellst.

- Ein arbeitsfähiger Erwachsener wird nicht dadurch produktiver, dass er zu einer Arbeit gezwungen wird. Im Gegenteil sind besonders diejenigen produktiv, die sich ihren Arbeitsplatz selbst aussuchen konnten. Das BGE gibt den Menschen die Möglichkeit, genau solch einen Platz zu finden, bzw. sogar selbst zu schaffen, indem sie das in Ruhe planen können, ohne Angst haben zu müssen, dass sie morgen nichts mehr zu Essen haben. Das BGE ist also auch in ökonomischer Hinsicht eine Investition in die Zukunft.

Mach das und es geht dir gut.
:)
Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze:
Den Falschen und den Unsrigen.
Aus den USA.
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Re: Bedingungsloses Grundeinkomen

Beitragvon Realist2014 » So 26. Aug 2018, 14:01

Arcing hat geschrieben:(26 Aug 2018, 14:28)

Also derzeit ist es so, dass man jeden Job annehmen muss, um ALG II zu beziehen. Das erzeugt aber einen enormen Druck, wenn man eigentlich ganz woanders hin will. .

logisch

VORHER war genügend Zeit, sich den "Wunschjob" zu suchen. DANN brauchte s eben DRUCK

Die "Scheissjobs" könnte man größtenteils auch automatisieren, wenn der Niedriglohnsektor nicht so massiv subventioniert werden würde durch den Staat.


Welche Subventionierung?


Abgesehen davon ist es eine wirklich perverse Vorstellung, dass andere die Drecksarbeit für einen machen sollen, für die man sich selbst zu schade ist.


sinnfreies Argument. Auch diese Jobs müssen logischerweise zu MARKTPREISEN gemacht werden.

Du kannst nur so leicht reden, weil Du offensichtlich nicht in der Situation bist.


logisch

DEINE ganz "Argumentation" geht genau in DIE Richtung, weswegen Leute wie ich ein BGE ablehnen
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden

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