BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

In diesem Forum werden Themen rund um die sozialen Sicherungsysteme diskutiert.
Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Arbeitslosengeld 2 (HartzIV), Rentenversicherung, Sozialgesetzbuch.

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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Realist2014 » So 18. Feb 2018, 21:29

TheTank hat geschrieben:(18 Feb 2018, 21:22)

W
Mit Lohn- und Gehaltsrechner https://www.mehrwertsteuerrechner.de/brutto-netto-rechner/#1506012838/calc/bnr/resultkomme ich bei 1300€ auch nur auf 991€ Netto.
D ?


Mindestlohn Vollzeit sind 1550 Euro...

also 1150 Euro netto

"mehr" mit ALG II betrifft bei deinen "Beispielen" dann vielleicht 1%

du lieferst aber gute Argumente, dass ALG II zu HOCH ist...
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Realist2014 » So 18. Feb 2018, 21:31

TheTank hat geschrieben:(18 Feb 2018, 21:22)

W
Dies ist viel Teilzeit, richtig.
Warum gibt es denn soviel Teilzeitarbeit?
Liegt es -nur vielleicht- an den von mir beschriebenen Auswirkungen der Sozialgesetzgebung und Besteuerung?
Zumindest teilweise?


wie schon geschrieben

Systemgrenzen

nur alles KEINE Argumentation, den Leistungsträgern gemäß deiner "Vision" tiefer in die Tasche zu greifen

das wird es nicht geben

weder Morgen noch Übermorgen
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon TheTank » So 18. Feb 2018, 21:32

Realist2014 hat geschrieben:(18 Feb 2018, 21:08)

wieder FALSCH

Freibetrag 60.000 Euro...


irgendwie fehlt dir zu allem die Faktenkenntnis...

Mea culpa.
Du hast recht.
Habe mich mit dem Thema in der Tat unzureichend beschäftigt und bin davon ausgegangen, dass hier, wie bei fast allen anderen sozialen Transferleistungen nur ein geringer Grundfreibetrag besteht.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Realist2014 » So 18. Feb 2018, 21:33

TheTank hat geschrieben:(18 Feb 2018, 21:32)

Mea culpa.
Du hast recht.
Habe mich mit dem Thema in der Tat unzureichend beschäftigt und bin davon ausgegangen, dass hier, wie bei fast allen anderen sozialen Transferleistungen nur ein geringer Grundfreibetrag besteht.



ich habe nochmal geschaut

es sind sogar 80.000 €
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon TheTank » So 18. Feb 2018, 21:38

Realist2014 hat geschrieben:(18 Feb 2018, 21:29)

Mindestlohn Vollzeit sind 1550 Euro...

also 1150 Euro netto

"mehr" mit ALG II betrifft bei deinen "Beispielen" dann vielleicht 1%

du lieferst aber gute Argumente, dass ALG II zu HOCH ist...

Das ALG II entspricht einer Grundsicherung. Vergleiche Diskussion Existenzminimum.
Weniger geht gesetzlich nicht.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon TheTank » So 18. Feb 2018, 21:41

Realist2014 hat geschrieben:(18 Feb 2018, 21:33)

ich habe nochmal geschaut

es sind sogar 80.000 €

Hatte nur 60.000€ gefunden und 30.000€ für jedes weitere Familienmitglied.
Wie dem auch sei. Ausreichend.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Troh.Klaus » Mo 19. Feb 2018, 09:16

Technische Frage an Realist:
Wie kommst Du auf 1.550 Brutto ML? Das entspricht 22 8-Stunden-ArbeitsTagen pro Monat. Abzüglich Wochende (104), Feiertage (11) und Urlaub (ca. 25) komme ich nur auf ca. 150 Stunden im Monat, entspricht dann 1.326,-- Euronen brutto (8,84 ML).
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Troh.Klaus » Mo 19. Feb 2018, 09:21

Und noch was @Realist:

Du hast sicherlich mit Deinen Zahlen weitgehend recht.
Dass es BGE und Umverteilung nicht geben wird, never, damit wäre ich vorsichtiger. Man kann nie wissen, welche Volten die Geschichte schlägt und welche kruden Ideen noch an die Macht kommen. Heißt ja nicht, dass das ein lange anhaltender, allseits beglückender Zustand sein wird ...
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Skull » Mo 19. Feb 2018, 09:37

Troh.Klaus hat geschrieben:(19 Feb 2018, 09:21)

Dass es BGE und Umverteilung nicht geben wird, never, damit wäre ich vorsichtiger.
Man kann nie wissen, welche Volten die Geschichte schlägt und welche kruden Ideen noch an die Macht kommen.
Heißt ja nicht, dass das ein lange anhaltender, allseits beglückender Zustand sein wird ...

Ich kann immer nur auf folgendes Hinweisen...

-BGE für eine Gruppe MIT der Bedingung bestimmter Anspruchsberechtigter auf niedrigem Auszahlungsniveau

-BGE für alle auf niedrigem Auszahlungsniveau verknüpft wie/mit einer negativen Einkommenssteuer

und dem

- BGE für ALLE in Sphären zwischen 800 und 1.300 Euro...

sind "fundamental" unterschiedliche Modelle. Gerade auch in Sinnhaftigkeit, Möglichkeit und Finanzierbarkeit.

In diesem Thread geht und ging es um das letztgenannte.

mfg
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Realist2014 » Mo 19. Feb 2018, 10:02

Troh.Klaus hat geschrieben:(19 Feb 2018, 09:16)

Technische Frage an Realist:
Wie kommst Du auf 1.550 Brutto ML? Das entspricht 22 8-Stunden-ArbeitsTagen pro Monat. Abzüglich Wochende (104), Feiertage (11) und Urlaub (ca. 25) komme ich nur auf ca. 150 Stunden im Monat, entspricht dann 1.326,-- Euronen brutto (8,84 ML).


"Mindestlohn und verstetigtes Monatsgehalt

Seit dem 1. Januar 2017 (und auch in 2018) steht grundsätzlich allen abhängig Beschäftigten ein Anspruch auf eine Vergütung von wenigstens 8,84 € brutto je Arbeitsstunde zu. Dies ist der sogenannte Mindestlohn. Nach Ansicht des Bundesministeriums für Arbeit uns Soziales ist es zulässig, die Arbeitnehmer in gleichen Monatsraten zu vergüten, wenn dabei der Stundenlohn - auf das ganze Jahr gerechnet - dem Mindestlohn entspricht. Ein verstetigtes Monatsgehalt wird also akzeptiert. Bei einer regelmäßigen Arbeitszeit von 40 Stunden wöchentlich ergibt sich ein verstetigtes monatliches Mindest-Gehalt in Höhe von 1.532,24 € (8,84 € × 173,33 Stunden/Monat).
Beispiel: Berechnung des Monatsgehalts

Bei einem Brutto-Stundenlohn von 10 Euro und einer 40stündigen Arbeitswoche ergibt sich ein Monatsgehalt von 1.733 Euro. Denn gemäß obiger Formel beinhaltet ein durchschnittlicher Monat 173,33 Arbeitsstunden (40 Stunden * 13/12 * 4 Wochen) und somit 10 Euro mal 173,33 Stunden = 1.733 Euro. Dieses Monatsgehalt liegt 200,76 Euro oberhalb des Mindestlohns (1.532,24 Euro bei 40 Wochenstunden), der seit dem 1. Januar 2017 gilt. "


https://www.smart-rechner.de/mindestlohn/rechner.php
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Realist2014 » Mo 19. Feb 2018, 10:04

Troh.Klaus hat geschrieben:(19 Feb 2018, 09:21)

Und noch was @Realist:

Du hast sicherlich mit Deinen Zahlen weitgehend recht.
Dass es BGE und Umverteilung nicht geben wird, never, damit wäre ich vorsichtiger. Man kann nie wissen, welche Volten die Geschichte schlägt und welche kruden Ideen noch an die Macht kommen. Heißt ja nicht, dass das ein lange anhaltender, allseits beglückender Zustand sein wird ...


ich hatte ja von der fehlenden politischen Mehrheit geschrieben. Selbst die Linke ist gegen ein BGE. Bei der AfD kommt das auch nicht vor...

Lediglich die Piraten ( sind ja mittlerweile untergegangen) hatten das im Programm...
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Troh.Klaus » Mo 19. Feb 2018, 20:21

Hm, bei diesem verstetigten Monatsgehalt wird also inklusive Urlaub und ohne Berücksichtigung von Feiertagen gerechnet. Dann passt es (wobei obige Formel sinnvollerweise besser 40 * 52 / 12 zu schreiben wäre, dann wäre es klarer, was gemeint ist). Wie ist das dann bei den nicht-verstetigten "ML-Stundenlöhnern"? Werden bei denen dann Urlaub und Feiertage pauschal vergütet? Sonst wären sie ja ggf. schlechter gestellt.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Mo 19. Feb 2018, 21:36

TheTank hat geschrieben:(18 Feb 2018, 13:13)

Nur für den Fall, dass keine weiteren Einnahmen aus dem Weiterbetrieb seines Unternehmens anfallen, btw.



Anteile an einem Unternehmen sind ja auch Vermögen.
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Wer hat ein (materielles) Interesse am Scheitern von BGE (Grundeinkommen)?

Beitragvon Maltrino » Sa 24. Feb 2018, 17:43

Sorry, aber ich schreib nicht gerne in allgemeinen Monster-Themenstrangs mit 7000 Antworten...

Hier geht es mir darum: Wer, welche Personen, welche Organisationen, hätten ein (materielles) Interesse, dass BGE nicht eingeführt wird? oder anders gefragt: Wer profitiert zur Zeit davon, dass es kein BGE gibt sondern was anderes?

Meine Hoffnung ist: Wenn die Frage beantwortet ist, dann guck ich mir mal an wer die Geldgeber und Arbeitgeber der (linken) BGE Kritiker sind, und wenn es da Übereinstimmungen gibt... Skandal!

Also, wer profitiert davon, dass es kein BGE gibt? Gewerkschaften? Maßnahmenträger? Sozialindustrie generell? Die üblichen neoliberalen Verdächtigen dürften ja eigentlich nichts dagegen haben, da BGE ja ein "Konsumanreiz" wäre oder? Oder habt ihr andere Ideen oder Ansätze?
Wie ihr seht, habe ich jetzt auch ein Profilbild wo das Portrait eines großen politischen Denkers aus der Vergangenheit abgebildet ist. Damit ist jetzt jede meiner Aussagen wahr und absolut seriös.
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Re: Wer hat ein (materielles) Interesse am Scheitern von BGE (Grundeinkommen)?

Beitragvon Skull » Sa 24. Feb 2018, 17:51

Guten Tag,

ich werde diesen Thread umgehend in den BGE-Sammelthread verschieben,
wenn es hier zur üblichen Diskussion kommen sollte.

Erst einmal...gebe ich dem Thread somit eine Chance.
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Re: Wer hat ein (materielles) Interesse am Scheitern von BGE (Grundeinkommen)?

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Sa 24. Feb 2018, 17:54

Maltrino hat geschrieben:(24 Feb 2018, 17:43)

Sorry, aber ich schreib nicht gerne in allgemeinen Monster-Themenstrangs mit 7000 Antworten...

Hier geht es mir darum: Wer, welche Personen, welche Organisationen, hätten ein (materielles) Interesse, dass BGE nicht eingeführt wird? oder anders gefragt: Wer profitiert zur Zeit davon, dass es kein BGE gibt sondern was anderes?

Meine Hoffnung ist: Wenn die Frage beantwortet ist, dann guck ich mir mal an wer die Geldgeber und Arbeitgeber der (linken) BGE Kritiker sind, und wenn es da Übereinstimmungen gibt... Skandal!

Also, wer profitiert davon, dass es kein BGE gibt? Gewerkschaften? Maßnahmenträger? Sozialindustrie generell? Die üblichen neoliberalen Verdächtigen dürften ja eigentlich nichts dagegen haben, da BGE ja ein "Konsumanreiz" wäre oder? Oder habt ihr andere Ideen oder Ansätze?


Nun, das ist schon mal die falsche Frage. Es geht ja nicht darum ob "jemand" vom BGE profitiert oder nicht und daher dafür oder dagegen ist. Es geht um die grundsätzliche Frage ob ein BGE die Ressourcenallokation verbessert und damit zu einer Erhöhung der Wohlfahrt einer Volkswirtschaft beiträgt. Die Frage hat noch keiner beantwortet, auch nicht im BGE-Strang.
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Re: Wer hat ein (materielles) Interesse am Scheitern von BGE (Grundeinkommen)?

Beitragvon Maltrino » Sa 24. Feb 2018, 18:11

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(24 Feb 2018, 17:54)

Nun, das ist schon mal die falsche Frage. Es geht ja nicht darum ob "jemand" vom BGE profitiert oder nicht und daher dafür oder dagegen ist. Es geht um die grundsätzliche Frage ob ein BGE die Ressourcenallokation verbessert und damit zu einer Erhöhung der Wohlfahrt einer Volkswirtschaft beiträgt. Die Frage hat noch keiner beantwortet, auch nicht im BGE-Strang.


Na siehste, deshalb diskutier ich auch nicht im Mega Strang wo ihr wahrscheinlich euch ein gegenseitiges "BGE ist doof", "nein", "doch" umherwirft?

Rassourcenallokation scheint ja auch dein Lieblingsthema zu sein was? Also die Antwort auf diese Frage ist für mich eigentlich sehr einleuchtend: BGE sorgt natürlich dafür, dass die (knappen) Ressourcen besser und effektiver verteilt werden. Allein schon die Tatsache, dass Menschen, die auf dem freien Markt arbeiten könnten, von diesem abgezogen sind und bei der Verwaltung von Hartz4, bei Maßnahmenträgern arbeiten oder sonstige "Jobs" machen die nicht bewirken, die sie aber vond er regulären Arbeit abzieht.

Und deshalb ist die Frage danach ob jemand "profitiert" vom BGE oder nicht, glaube ich schon sehr gerechtfertigt. Wie heißt diese Firma die Maßnahmen anbietet? DAA glaube ich. Ohne Hartz4 und mit BGE wär das ganze Geschäftsmodell für den Arsch. bei Götz Werner wird gesagt, dass er als Unternehmer von BGE profitieren würde und deshalb BGE unterstützt, damit mehr Leute Geld haben um bei seinen Läden zu kaufen. Ich glaube sogar die Frage wer vom BGE "profitiert" ist die entscheidende Frage. Weil wer davon profitiert, der setzt sich auch dafür ein und umgekehrt.

Und wie gesagt, was die Ressourcenallokation angeht ist das für mich klar, sobald der Staat wegen bestimmter Interessen in den Markt eingreift verschlechtert sich diese, weil der Staat eben nicht der Markt ist. BGE würde bedeuten, dass der Markt wieder mehr Macht bekommt wohin die Ressourcen wandern. Hartz4 sorgt dafür, dass sehr oft der Staat sagt "Du kannst arbeiten, wir geben die ein bischen Geld damit du anderen Leuten Computer zeigst". Das ist aber nicht effektiv, da die leute nach den Computerkursen trotzdem noch arbeitslos sind, da sie nicht so gut sind wie Leute die das von klein aus gelernt haben. BGE führt also zu einer effektiveren Ressourcenverteilung im Vergleich zum bürokratischen Hartz4, das kann ich dir ganz klar als meine Einschätzung geben.
Wie ihr seht, habe ich jetzt auch ein Profilbild wo das Portrait eines großen politischen Denkers aus der Vergangenheit abgebildet ist. Damit ist jetzt jede meiner Aussagen wahr und absolut seriös.
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Re: Wer hat ein (materielles) Interesse am Scheitern von BGE (Grundeinkommen)?

Beitragvon Maltrino » Sa 24. Feb 2018, 18:13

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(24 Feb 2018, 17:54)

... Ressourcenallokation ...


Außerdem vergisst du, dass Politik anders funktioniert. Die Politik fragt nicht wie die Ressourcen am besten und effektivsten verteilt werden, die Politik fragt "Wie gewinne ich die nächste Wahl". Und wenn eine wichtige Wählergruppe sagt "Wir wollen dies und das denn davon profitieren wir", dann macht die Politik das und scheißt darauf ob das jetzt die effektivste Ressourcenallokation ist oder nicht.
Wie ihr seht, habe ich jetzt auch ein Profilbild wo das Portrait eines großen politischen Denkers aus der Vergangenheit abgebildet ist. Damit ist jetzt jede meiner Aussagen wahr und absolut seriös.
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Re: Wer hat ein (materielles) Interesse am Scheitern von BGE (Grundeinkommen)?

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Sa 24. Feb 2018, 18:29

Maltrino hat geschrieben:(24 Feb 2018, 18:11)

Nlso die Antwort auf diese Frage ist für mich eigentlich sehr einleuchtend: BGE sorgt natürlich dafür, dass die (knappen) Ressourcen besser und effektiver verteilt werden. .


Und wie macht das BGE das?
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Re: Wer hat ein (materielles) Interesse am Scheitern von BGE (Grundeinkommen)?

Beitragvon Rob Schuberth » Sa 24. Feb 2018, 19:14

Profiteure könnten, anders als es der Themenstarter vorgetragen hat, m. E. durchaus die Profiteure des liberalen Neo-Kapiatlismus (die üblichen....) sein.

Denn durch die Realisierung des BGE würden ihnen ja die Billig-Arbeitskräfte wegfallen.
Wer von denen würde sich dann noch in der heute herrschenden Form ausbeuten lassen?

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