Rente mit 70

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JJazzGold
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Re: Rente mit 70

Beitragvon JJazzGold » Sa 4. Nov 2017, 18:30

Misterfritz hat geschrieben:(04 Nov 2017, 16:53)

Das wäre sogar mit AG-Anteil nicht wirklich viel - und von Zinsen will ich gar nicht erst anfangen.


:) Nett, dass Sie sich Gedanken machen, aber ich bin ausreichend versorgt, da ich der Aussage, "Die Rente ist sicher", nie vertraute.
Wenn mich mein Angebot davon befreit, als frems'sche Rentnerzecke zu gelten, die den Jungen unberechtigt das Blut aussaugt, dann ist es das einen geringen monetären Verlust wert. Ich verspüre nicht die geringste Lust entgegenkommender Weise frühzeitig abzutreten.

Sollte es, wider Erwarten ;), tatsächlich dazu kommen, dass die umlagefinanzierte Rente für die nachfolgenden Generation abgeschafft würde, dann, so fürchte ich, wird anteilig "freieillig" weitaus länger als bis 70 gearbeitet. Ich grüble noch darüber nach, welche Partei so dämlich wäre, damit Wahlpropaganda zu betreiben.
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Re: Rente mit 70

Beitragvon Misterfritz » Sa 4. Nov 2017, 18:40

JJazzGold hat geschrieben:(04 Nov 2017, 18:30)

:) Nett, dass Sie sich Gedanken machen, aber ich bin ausreichend versorgt, da ich der Aussage, "Die Rente ist sicher", nie vertraute.
Wenn mich mein Angebot davon befreit, als frems'sche Rentnerzecke zu gelten, die den Jungen unberechtigt das Blut aussaugt, dann ist es das einen geringen monetären Verlust wert. Ich verspüre nicht die geringste Lust entgegenkommender Weise frühzeitig abzutreten.

Sollte es, wider Erwarten ;), tatsächlich dazu kommen, dass die umlagefinanzierte Rente für die nachfolgenden Generation abgeschafft würde, dann, so fürchte ich, wird anteilig "freieillig" weitaus länger als bis 70 gearbeitet. Ich grüble noch darüber nach, welche Partei so dämlich wäre, damit Wahlpropaganda zu betreiben.
Ich hatte mir jetzt keine Gedanken über die Rentenvorsorge einzelner hier gemacht, sondern nur bemerkt, dass selbst mit AG-Anteil da nicht soviel zusammenkommt ;)
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Re: Rente mit 70

Beitragvon Fazer » So 5. Nov 2017, 02:26

Dampflok94 hat geschrieben:(03 Nov 2017, 08:56)

Na und? Fast alles was Parteien tun oder fordern geschieht doch in der Hoffnung, daß der Wähler das goutiert. Das einer Partei vorzuwerfen ist schon ziemlich ballaballa.


Das ist etwas zu billig. Politik besteht nicht daraus, einfach nur der eigenen Klientel das blaue vom Himmel herunter zu versprechen - das mag zwar die Linke mit ihren Forderungen nach unendlichen Sozialleistungen machen, und die AfD mit ihren Versprechen, beim Thema Flüchtlinge Grenzen sofort dich zu machen und alle nicht gewollten Leute einfach so abzuschieben, aber die Realität ist eben eine andere. Wenn Parteien, die Regierungsverantwortung übernehmen wollen, entweder unhaltbare Versprechen machen und diese nicht umsetzen, oder sie umsetzen und qua Realität nachher zurückdrehen zu müssen (siehe REntenwahlkampf 1998, ABschaffung demographischer Faktor, später Wiedereinführung unter Schröder weil es nicht anders ging), dann machen sie sich entweder lächerlich oder sie schaden eben der Gesellschaft.
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Re: Rente mit 70

Beitragvon Dampflok94 » So 5. Nov 2017, 15:12

Fazer hat geschrieben:(05 Nov 2017, 02:26)

Das ist etwas zu billig. Politik besteht nicht daraus, einfach nur der eigenen Klientel das blaue vom Himmel herunter zu versprechen - das mag zwar die Linke mit ihren Forderungen nach unendlichen Sozialleistungen machen, und die AfD mit ihren Versprechen, beim Thema Flüchtlinge Grenzen sofort dich zu machen und alle nicht gewollten Leute einfach so abzuschieben, aber die Realität ist eben eine andere. Wenn Parteien, die Regierungsverantwortung übernehmen wollen, entweder unhaltbare Versprechen machen und diese nicht umsetzen, oder sie umsetzen und qua Realität nachher zurückdrehen zu müssen (siehe REntenwahlkampf 1998, ABschaffung demographischer Faktor, später Wiedereinführung unter Schröder weil es nicht anders ging), dann machen sie sich entweder lächerlich oder sie schaden eben der Gesellschaft.

Grundsätzlich gebe ich da ja Recht. Aber in meinen Augen ist esselbstverständlich völlig legitim im Bereich des Rentenrechts nicht immer nur die Hochsetzung des Alters zu verlangen. Sondern auch das Gegenteil anzustreben. Das magst Du dann ablehnen, aber darum geht es in der Politik nun mal.
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Re: Rente mit 70

Beitragvon Orwellhatterecht » So 5. Nov 2017, 16:14

Orwellhatterecht hat geschrieben:(03 Nov 2017, 17:18)

Und wie soll das gehen, wie stellst Du Dir das vor?

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/a ... 05632.html




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Re: Rente mit 70

Beitragvon H2O » Do 30. Aug 2018, 08:14

Inzwischen hat die SPD das Thema "Sichere Rente bis 2040" entdeckt. Dazu einige Anmerkungen:

    1.
    Nach wie vor können Renten/Pensionen doch nur aus Abgaben und/oder Steuern bezahlt werden. Wenn 48% des letzten Einkommens gesichert sein sollen, und zwei Erwerbstätige für einen Rentner sorgen müssen, dann bedeutet das in 2040, daß das bisherige Rentensystem Abgaben um 50% des Einkommens nach sich zieht.

    2.
    Die Begrenzung der Abgaben (Sozialversicherungspflichtiges Brutto-Einkommen) dürfte nicht mehr durch zu halten sein. Wohl aber wird es weiterhin die Obergrenze für Renten geben... was bedeutet, daß Gutverdiener überproportional zur umlagefinanzierten Rente bei zu tragen haben. Sie bekommen bei weitem nicht etwa 48% Ihres Einkommens als Rente.

    3.
    Kapitalversicherungen haben sich als Mogelpackung erwiesen. Schon der Grundeinsatz dafür wird von Betriebskosten der Versicherungen angeknabbert. Zinsgeschäfte waren ein zerstobener Traum. Gutverdiener können sich also kaum auf diese Weise ein Sparguthaben anlegen, das die Lücke zu den 48% schließen kann.

    4.
    Soziale Wohltaten wie die Mütterrente... wer findet diesen Gedanken nicht sehr vernünftig... dürfen nicht mehr aus der Umlage der Rentenversicherungspflichtigen bezahlt werden. Das geht zu Lasten der garantierten 48%. Was das aber heißt für die "Gutverdiener"... Das Ergebnis gilt aber in gleicher Weise für "Spätaussiedler", die in unser Sozialsystem und Rentensystem einwandern, womöglich ohne gleich ihre Nachkommen mit zu bringen, die hier zur Umlagefinanzierung beitragen.

    5.
    Der Zuschuß aus Steuern für "versicherungsfremde Leistungen" wird gewaltig anschwellen müssen, um einen fairen Ausgleich zu schaffen.

    6.
    Aus meiner unbedarften Sicht spielt es keine Rolle, ob nun sämtliche Bürger in eine neue Bürgerversicherung überführt werden, oder ob die gegenwärtigen Alterssicherungssysteme weiter entwickelt werden. Am Ende wird doch der demographische Aufbau der Erwerbsbevölkerung und die Wirtschaftsentwicklung vorgeben, was für die Altenversorgung erarbeitet werden kann.

    7.
    Als Abhilfe kann ich mir nur den Verzicht auf eine Altersgrenze für die Erwerbstätigkeit vorstellen. Das wird das ganz große Streitthema werden. Vielleicht muß man das Renteneintrittsalter von der Berufsgruppe abhängig machen... der Dachdecker ist sicher nicht vergleichbar mit einem Verwaltungsangestellten oder einem Freiberufler. Da kommt auf Vertrauensärzte eine sehr schwierige Aufgabe zu, denn natürlich kann man nicht mehr arbeiten, wenn körperlicher und geistiger Verfall unübersehbar zugeschlagen haben. Andererseits ist es auch kein Plan, daß kerngesunde Rentner die viele Zeit totschlagen mit allen möglichen Zerstreuungen... oder dem Suff verfallen.

Ich bin gespannt, in welcher Weise diese politische Auseinandersetzung geführt werden wird. Gestritten wird immer wieder nur um das, was wir als Gemeinschaft erwirtschaften konnten... da gibt es nichts geschenkt!
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Re: Rente mit 70

Beitragvon Realist2014 » Do 30. Aug 2018, 09:34

H2O hat geschrieben:(30 Aug 2018, 09:14)

Inzwischen hat die SPD das Thema "Sichere Rente bis 2040" entdeckt. Dazu einige Anmerkungen:

1.
Nach wie vor können Renten/Pensionen doch nur aus Abgaben und/oder Steuern bezahlt werden. Wenn 48% des letzten Einkommens gesichert sein sollen, und zwei Erwerbstätige für einen Rentner sorgen müssen, dann bedeutet das in 2040, daß das bisherige Rentensystem Abgaben um 50% des Einkommens nach sich zieht.


Da sind mehrere "Fehler drin. Erstens fehlt der AG-Anteil und zweitens bedeutet Rentenniveau:
"Das Rentenniveau stellt die Relation zwischen der Höhe der Standardrente (45 Jahre Beitragszahlung auf Basis eines Durchschnittsverdienstes) und dem Entgelt eines Durchschnittsverdieners dar."


2.
Die Begrenzung der Abgaben (Sozialversicherungspflichtiges Brutto-Einkommen) dürfte nicht mehr durch zu halten sein. Wohl aber wird es weiterhin die Obergrenze für Renten geben... was bedeutet, daß Gutverdiener überproportional zur umlagefinanzierten Rente bei zu tragen haben.


das wäre eine Aufhebung der Äquivalenzprinzips und somit würde dieses wie eine zusätzliche "Spitzensteuer wirken". Kaum vorstellbar....

3.
Kapitalversicherungen haben sich als Mogelpackung erwiesen. Schon der Grundeinsatz dafür wird von Betriebskosten der Versicherungen angeknabbert. Zinsgeschäfte waren ein zerstobener Traum. Gutverdiener können sich also kaum auf diese Weise ein Sparguthaben anlegen, das die Lücke zu den 48% schließen kann.


Altersvorsorge kann man auch durch "Beteiligung am Produktivkapital" = Aktienfonds umsetzen...

6.
Aus meiner unbedarften Sicht spielt es keine Rolle, ob nun sämtliche Bürger in eine neue Bürgerversicherung überführt werden, oder ob die gegenwärtigen Alterssicherungssysteme weiter entwickelt werden. Am Ende wird doch der demographische Aufbau der Erwerbsbevölkerung und die Wirtschaftsentwicklung vorgeben, was für die Altenversorgung erarbeitet werden kann.


Bei der "Bürgerversicherung" geht es um Krankenversicherung.

[
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Rente mit 70

Beitragvon H2O » Do 30. Aug 2018, 09:54

Realist2014 hat geschrieben:(30 Aug 2018, 10:34)

Da sind mehrere "Fehler drin. Erstens fehlt der AG-Anteil und zweitens bedeutet Rentenniveau:
"Das Rentenniveau stellt die Relation zwischen der Höhe der Standardrente (45 Jahre Beitragszahlung auf Basis eines Durchschnittsverdienstes) und dem Entgelt eines Durchschnittsverdieners dar."

Das ist so; und so weit auch klar. Der "Arbeitgeberanteil" war bisher sicher auch schon in den ausgezahlten Renten enthalten. Also müssen wir auch den verdoppeln.... oder? Dagegen gibt es sicher massenhaft Bedenkenträger... Kosten der Arbeit vergrößern und so...
das wäre eine Aufhebung der Äquivalenzprinzips und somit würde dieses wie eine zusätzliche "Spitzensteuer wirken". Kaum vorstellbar....

Tja, schaun' 'mer 'mal! Da wird es sicher Streit geben. So wie sich jüngst ein namhafter SPD-Genosse hingestellt hatte, und bei überlaufenden Staatskassen von Steuererhöhungen sprach. Erstaunlich, daß bisher über dem Mann kein Kübel Jauche ausgeschüttet wurde. Ein anderer, ein maßgeblicher Grüner, will den Solidaritätszuschlag als Beitrag der Gutverdiener verewigen. Äquivalenzprinzip... ein schönes Wort. Vielleicht kommen wir demnächst ja auf eine progressive Veranlagung unserer Abgaben...
Altersvorsorge kann man auch durch "Beteiligung am Produktivkapital" = Aktienfonds umsetzen...

Klar, kann man; ist das Aktienkapital krisensicher? Wie sieht es aus mit den Erträgen, die man verzehren darf? Wäre aber auf jeden Fall eine Maßnahme, wie die Umlagen der Renteneinzahler angelegt werden könnten. Darüber muß gestritten werden!
Bei der "Bürgerversicherung" geht es um Krankenversicherung.

Sicher; ist so wohl sprachlich festgelegt. Ich hoffe aber, daß Sie verstanden haben, was ich darunter verstanden hatte :) . Die Gesundheitskosten einer alternden Gesellschaft hatte ich noch gar nicht angerührt.
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Re: Rente mit 70

Beitragvon Realist2014 » Do 30. Aug 2018, 10:33

H2O hat geschrieben:(30 Aug 2018, 10:54)

Das ist so; und so weit auch klar. Der "Arbeitgeberanteil" war bisher sicher auch schon in den ausgezahlten Renten enthalten. Also müssen wir auch den verdoppeln.... oder? Dagegen gibt es sicher massenhaft Bedenkenträger... Kosten der Arbeit vergrößern und so...


Wie wäre es mal mit einer logischen Bezugsgröße?

Anteil der Rentenausgaben am BIP?

Tja, schaun' 'mer 'mal! Da wird es sicher Streit geben. So wie sich jüngst ein namhafter SPD-Genosse hingestellt hatte, und bei überlaufenden Staatskassen von Steuererhöhungen sprach. Erstaunlich, daß bisher über dem Mann kein Kübel Jauche ausgeschüttet wurde. Ein anderer, ein maßgeblicher Grüner, will den Solidaritätszuschlag als Beitrag der Gutverdiener verewigen. Äquivalenzprinzip... ein schönes Wort. Vielleicht kommen wir demnächst ja auf eine progressive Veranlagung unserer Abgaben...


das "linken Umverteilungslager" hat keine politische Mehrheit . Was gut ist, weil diese die Grundlage unseres Wohlstandes vernichten würden


Klar, kann man; ist das Aktienkapital krisensicher? Wie sieht es aus mit den Erträgen, die man verzehren darf? Wäre aber auf jeden Fall eine Maßnahme, wie die Umlagen der Renteneinzahler angelegt werden könnten. Darüber muß gestritten werden!


mach andere Länder machen das als "Staatsfonds." Viele Bürger machen das auch für sich selber- ich auch...


Sicher; ist so wohl sprachlich festgelegt. Ich hoffe aber, daß Sie verstanden haben, was ich darunter verstanden hatte :) . Die Gesundheitskosten einer alternden Gesellschaft hatte ich noch gar nicht angerührt.


Auch die Gesundheitskosten können nicht "unendlich steigen". Da muss man auch die Ausgabenseite betrachten . Und da wird es ganz sicher keine "Einheitsbehandlung" geben.
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Rente mit 70

Beitragvon H2O » Do 30. Aug 2018, 11:15

Realist2014 hat geschrieben:(30 Aug 2018, 11:33)

Wie wäre es mal mit einer logischen Bezugsgröße?
Anteil der Rentenausgaben am BIP?

Denkbar; aber eine Veränderung des Umlagesystems auf alle Fälle. Und ich fürchte, daß sehr viele Leute gern in diese Kasse griffen. Das Umlagesystem war insofern verlässlich. Aber auch dort war die Versuchung groß, dieses Alterssicherungssystem durch sachfremde Entnahmen zu schröpfen.
das "linken Umverteilungslager" hat keine politische Mehrheit . Was gut ist, weil diese die Grundlage unseres Wohlstandes vernichten würden

Noch ist die Zahl derer, die sich zu kurz gekommen sehen, auch nicht mehrheitsfähig. Das könnte sich mit der demographischen Entwicklung und einer der immer wieder einmal vorkommenden Wirtschafts- und Finanzkrisen ändern.
mach andere Länder machen das als "Staatsfonds." Viele Bürger machen das auch für sich selber- ich auch...

Auch das ist eine Änderung der Rentenumlage. Ich vermute, daß die Schweiz ein "Säulenmodell" für die Rente hat. Der Staatsfonds wäre dann eine davon. Warum nicht... das muß eben politisch heftig zerkaut werden.
Auch die Gesundheitskosten können nicht "unendlich steigen". Da muss man auch die Ausgabenseite betrachten . Und da wird es ganz sicher keine "Einheitsbehandlung" geben.

Das geht politisch auch nur so lange gut, wie die Unterschiede in der Versorgung von Normalverbrauchern zu Vorzugsbehandelten nicht zu groß werden. Dann schlagen demokratische Entscheidungsprozesse zu. Immer der selbe Ablauf... Ich glaube, daß wir uns in Deutschland politisch kein Gesundheitssystem wie in den USA zulegen können. Dann fliegen die Fetzen!
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Re: Rente mit 70

Beitragvon Realist2014 » Do 30. Aug 2018, 12:01

H2O hat geschrieben:(30 Aug 2018, 12:15)

Denkbar; aber eine Veränderung des Umlagesystems auf alle Fälle. Und ich fürchte, daß sehr viele Leute gern in diese Kasse griffen. Das Umlagesystem war insofern verlässlich. Aber auch dort war die Versuchung groß, dieses Alterssicherungssystem durch sachfremde Entnahmen zu schröpfen.


Umlagesystem natürlich beibehalten. Der Prozentsatz vom BIP ergibt das, was insgesamt zum "Verteilen" zur Verfügung steht.
Dann wird klar, das die heutige Rentenanpassungsformel genau die richtige ist

Noch ist die Zahl derer, die sich zu kurz gekommen sehen, auch nicht mehrheitsfähig. Das könnte sich mit der demographischen Entwicklung und einer der immer wieder einmal vorkommenden Wirtschafts- und Finanzkrisen ändern.


für diese "Zielgruppe" haben wir ja die Grundsicherung im Alter

Auch das ist eine Änderung der Rentenumlage. Ich vermute, daß die Schweiz ein "Säulenmodell" für die Rente hat. Der Staatsfonds wäre dann eine davon. Warum nicht... das muß eben politisch heftig zerkaut werden.


in der Schweiz gibt es 3 Säulen. In D übrigens auch...

Das geht politisch auch nur so lange gut, wie die Unterschiede in der Versorgung von Normalverbrauchern zu Vorzugsbehandelten nicht zu groß werden. Dann schlagen demokratische Entscheidungsprozesse zu. Immer der selbe Ablauf... Ich glaube, daß wir uns in Deutschland politisch kein Gesundheitssystem wie in den USA zulegen können. Dann fliegen die Fetzen!


Da Gesundheitssystem in D ist eines der BESTEN auf diesem Planeten. Nur die ideologischen Gleichmacher möchten die seit über 150 Jahren bestehende PKV "abschaffen"
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Rente mit 70

Beitragvon H2O » Do 30. Aug 2018, 12:17

Realist2014 hat geschrieben:(30 Aug 2018, 13:01)

Umlagesystem natürlich beibehalten. Der Prozentsatz vom BIP ergibt das, was insgesamt zum "Verteilen" zur Verfügung steht.
Dann wird klar, das die heutige Rentenanpassungsformel genau die richtige ist

Glaube ich unbesehen!
für diese "Zielgruppe" haben wir ja die Grundsicherung im Alter

Auch die muß ja irgendwo erarbeitet werden. .. und wenigstens auskömmlich sein. Ansonsten fliegen die Fetzen.
in der Schweiz gibt es 3 Säulen. In D übrigens auch...

Das mag sein, aber mein Rentenanspruch beruht im wesentlichen auf der Umlage.
Welche "offiziellen Säulen" gibt es noch? Betriebsrente wird nicht immer zugesichert, Staatsfonds kenne ich nicht. Was gibt es noch?

Da Gesundheitssystem in D ist eines der BESTEN auf diesem Planeten. Nur die ideologischen Gleichmacher möchten die seit über 150 Jahren bestehende PKV "abschaffen"

Ich bin mit meiner GKV völlig zufrieden; aber darum geht es nicht. Es geht um große Unterschiede der Gesundheitsfürsorge durch Einkommen. Und da sind Empfindlichkeiten schnell geweckt, wenn die Unterschiede in der Heilbehandlung zu kraß werden.
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Re: Rente mit 70

Beitragvon Realist2014 » Do 30. Aug 2018, 12:26

H2O hat geschrieben:(30 Aug 2018, 13:17)



Auch die muß ja irgendwo erarbeitet werden. .. und wenigstens auskömmlich sein. Ansonsten fliegen die Fetzen.


das ist heute der Fall und auch in Zukunft aufgrund unserer Verfassung sicher gestellt ( Existenzminimum)

Das mag sein, aber mein Rentenanspruch beruht im wesentlichen auf der Umlage.
Welche "offiziellen Säulen" gibt es noch? Betriebsrente wird nicht immer zugesichert, Staatsfonds kenne ich nicht. Was gibt es noch?


PRIVATE Vorsorge. Das wird seit 25 Jahren von der Politik kommuniziert


Ich bin mit meiner GKV völlig zufrieden; aber darum geht es nicht. Es geht um große Unterschiede der Gesundheitsfürsorge durch Einkommen. Und da sind Empfindlichkeiten schnell geweckt, wenn die Unterschiede in der Heilbehandlung zu kraß werden.


es gibt da keine Unterschiede bei der GKV...

jeder Versicherte wird da ja "gleich" behandelt.
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Re: Rente mit 70

Beitragvon jorikke » Do 30. Aug 2018, 14:37

H2O hat geschrieben:(30 Aug 2018, 09:14)

Inzwischen hat die SPD das Thema "Sichere Rente bis 2040" entdeckt. Dazu einige Anmerkungen:

    1.
    Nach wie vor können Renten/Pensionen doch nur aus Abgaben und/oder Steuern bezahlt werden. Wenn 48% des letzten Einkommens gesichert sein sollen, und zwei Erwerbstätige für einen Rentner sorgen müssen, dann bedeutet das in 2040, daß das bisherige Rentensystem Abgaben um 50% des Einkommens nach sich zieht.

    2.
    Die Begrenzung der Abgaben (Sozialversicherungspflichtiges Brutto-Einkommen) dürfte nicht mehr durch zu halten sein. Wohl aber wird es weiterhin die Obergrenze für Renten geben... was bedeutet, daß Gutverdiener überproportional zur umlagefinanzierten Rente bei zu tragen haben. Sie bekommen bei weitem nicht etwa 48% Ihres Einkommens als Rente.

    3.
    Kapitalversicherungen haben sich als Mogelpackung erwiesen. Schon der Grundeinsatz dafür wird von Betriebskosten der Versicherungen angeknabbert. Zinsgeschäfte waren ein zerstobener Traum. Gutverdiener können sich also kaum auf diese Weise ein Sparguthaben anlegen, das die Lücke zu den 48% schließen kann.

    4.
    Soziale Wohltaten wie die Mütterrente... wer findet diesen Gedanken nicht sehr vernünftig... dürfen nicht mehr aus der Umlage der Rentenversicherungspflichtigen bezahlt werden. Das geht zu Lasten der garantierten 48%. Was das aber heißt für die "Gutverdiener"... Das Ergebnis gilt aber in gleicher Weise für "Spätaussiedler", die in unser Sozialsystem und Rentensystem einwandern, womöglich ohne gleich ihre Nachkommen mit zu bringen, die hier zur Umlagefinanzierung beitragen.

    5.
    Der Zuschuß aus Steuern für "versicherungsfremde Leistungen" wird gewaltig anschwellen müssen, um einen fairen Ausgleich zu schaffen.

    6.
    Aus meiner unbedarften Sicht spielt es keine Rolle, ob nun sämtliche Bürger in eine neue Bürgerversicherung überführt werden, oder ob die gegenwärtigen Alterssicherungssysteme weiter entwickelt werden. Am Ende wird doch der demographische Aufbau der Erwerbsbevölkerung und die Wirtschaftsentwicklung vorgeben, was für die Altenversorgung erarbeitet werden kann.

    7.
    Als Abhilfe kann ich mir nur den Verzicht auf eine Altersgrenze für die Erwerbstätigkeit vorstellen. Das wird das ganz große Streitthema werden. Vielleicht muß man das Renteneintrittsalter von der Berufsgruppe abhängig machen... der Dachdecker ist sicher nicht vergleichbar mit einem Verwaltungsangestellten oder einem Freiberufler. Da kommt auf Vertrauensärzte eine sehr schwierige Aufgabe zu, denn natürlich kann man nicht mehr arbeiten, wenn körperlicher und geistiger Verfall unübersehbar zugeschlagen haben. Andererseits ist es auch kein Plan, daß kerngesunde Rentner die viele Zeit totschlagen mit allen möglichen Zerstreuungen... oder dem Suff verfallen.

Ich bin gespannt, in welcher Weise diese politische Auseinandersetzung geführt werden wird. Gestritten wird immer wieder nur um das, was wir als Gemeinschaft erwirtschaften konnten... da gibt es nichts geschenkt!



Ich möchte mich zunächst einmal auf die Argumentation einlassen, die sie unter Punkt 2. aufführen.
Als aberwitzig empfinde ich die Vorstellung den festgelegten % Beitrag über die Beitragsbemessungsgrenze hinaus, bis zur Höhe seines tatsächlichen Bruttoeinkommens zahlen zu müssen, aber später nur eine Rente zu bekommen, die, abweichend von anderen Einzahlern nur einen Bruchteil ausmacht. Da dieser Gedankengang aber bei vielen "Rentenfinanzierungskünstlern" das Ei des Kolumbus zu sein scheint, möchte ich mit einem zugegebener Maßen schlichten Beispiel dies Verdeutlichen.
Die Beitragsbemessungsgrenze beträgt heute 6.500,-€.
45 Jahre permanent Höchstbeiträge eingezahlt = Höchstrente. heute ca. 2.700,- (theoretischer Wert)
Wer 45 Jahre für die Hälfte, also 3.250,- Beiträge abführt, bekommt die Hälfte, also 1.350,- usw
Wer 45 Jahre 1/4 also für 1.625,- Beiträge einzahlt, bekommt ein Viertel, also 675,- .
Die Aufhebung der Beitragsbemessungsgrenzen, bei gleichzeitiger Deckelung der Höchstrenten würde bei jemand der eine Million im Jahr verdient bedeuten, er zahlt 18,6% A an Beiträgen, also 180.000 ein, bekommt dafür aber nur eine Rente von 2.700,-€, die dann der entsprechen würde, die jemand bekommt, der nur 18,6% der heutigen Beitragsbemessungsgrenze einzahlt.
Wenn das jetzt doch unübersichtlich formuliert war, die Bedeutung solcher Verbesserungen:
Wer im Jahr 12.500 € Rentenbeiträge zahlt erhält die gleiche Rente wie Jemand, der jährlich 180.000,-€ Beiträge einzahlt.
...geht´s noch?
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Re: Rente mit 70

Beitragvon H2O » Do 30. Aug 2018, 16:14

Realist2014 hat geschrieben:(30 Aug 2018, 13:26)

das ist heute der Fall und auch in Zukunft aufgrund unserer Verfassung sicher gestellt ( Existenzminimum)

Wenn sehr viele Menschen in den Bereich rutschen, dann fliegen die Fetzen. Die Grenze liegt bei gefühlt 30% aller Leistungsempfänger.


PRIVATE Vorsorge. Das wird seit 25 Jahren von der Politik kommuniziert

Das versuchen Sie einmal mit einem kleinen Einkommen. Da geht fast das gesamte Einkommen mit Miete (Sozialmiete!) und täglichem Bedarf drauf. Ist ja auch ok... nur Vorsorge ist da nicht. Da also Betriebsrente ausnahmsweise, private Vorsorge äußerst schwierig sein kann, meine ich, daß Sie hier aus einer Position großer sozialer Sicherheit Dinge vortragen, die so vielfach gar nicht möglich sind.
es gibt da keine Unterschiede bei der GKV...
jeder Versicherte wird da ja "gleich" behandelt.

Na gut, im Krematorium könnte das auch für PKV-Versicherte zutreffen. Den feinen Unterschied haben Sie sicher unabsichtlich weg gelassen.

Ich muß sagen, daß ich vergleichsweise mit einem goldenen Löffel im Mund geboren wurde. Und bis diese demographisch schwierige Lage eintritt, bin ich längst tot. Da kommen wohl ziemlich aufregende Jahre auf unser Land zu. Ich hoffe, daß da allseits Vernunft um sich greift.
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Re: Rente mit 70

Beitragvon H2O » Do 30. Aug 2018, 16:20

jorikke hat geschrieben:(30 Aug 2018, 15:37)

Ich möchte mich zunächst einmal auf die Argumentation einlassen, die sie unter Punkt 2. aufführen.
Als aberwitzig empfinde ich die Vorstellung den festgelegten % Beitrag über die Beitragsbemessungsgrenze hinaus, bis zur Höhe seines tatsächlichen Bruttoeinkommens zahlen zu müssen, aber später nur eine Rente zu bekommen, die, abweichend von anderen Einzahlern nur einen Bruchteil ausmacht. Da dieser Gedankengang aber bei vielen "Rentenfinanzierungskünstlern" das Ei des Kolumbus zu sein scheint, möchte ich mit einem zugegebener Maßen schlichten Beispiel dies Verdeutlichen.
Die Beitragsbemessungsgrenze beträgt heute 6.500,-€.
45 Jahre permanent Höchstbeiträge eingezahlt = Höchstrente. heute ca. 2.700,- (theoretischer Wert)
Wer 45 Jahre für die Hälfte, also 3.250,- Beiträge abführt, bekommt die Hälfte, also 1.350,- usw
Wer 45 Jahre 1/4 also für 1.625,- Beiträge einzahlt, bekommt ein Viertel, also 675,- .
Die Aufhebung der Beitragsbemessungsgrenzen, bei gleichzeitiger Deckelung der Höchstrenten würde bei jemand der eine Million im Jahr verdient bedeuten, er zahlt 18,6% A an Beiträgen, also 180.000 ein, bekommt dafür aber nur eine Rente von 2.700,-€, die dann der entsprechen würde, die jemand bekommt, der nur 18,6% der heutigen Beitragsbemessungsgrenze einzahlt.
Wenn das jetzt doch unübersichtlich formuliert war, die Bedeutung solcher Verbesserungen:
Wer im Jahr 12.500 € Rentenbeiträge zahlt erhält die gleiche Rente wie Jemand, der jährlich 180.000,-€ Beiträge einzahlt.
...geht´s noch?


Na, meine Sorge soll das nicht sein. Wie in 22 Jahren der soziale Frieden gewährleistet wird, das obliegt den Menschen, die dann ihre Abgaben zu leisten haben. Vielleicht haben Sie ja eine zündende Idee, wie das Problem (ist es keins?) zu lösen sein wird. Woher nehmen und nicht stehlen?

"So nicht!" reicht dabei nicht so ganz... :)
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Re: Rente mit 70

Beitragvon Realist2014 » Do 30. Aug 2018, 16:25

H2O hat geschrieben:(30 Aug 2018, 17:14)

Wenn sehr viele Menschen in den Bereich rutschen, dann fliegen die Fetzen. Die Grenze liegt bei gefühlt 30% aller Leistungsempfänger.


"Hochrechnungen" gehen von 10% derer im Rentenalter aus, die in 20 Jahren auf Grundsicherung angewiesen sein werden



Das versuchen Sie einmal mit einem kleinen Einkommen. Da geht fast das gesamte Einkommen mit Miete (Sozialmiete!) und täglichem Bedarf drauf. Ist ja auch ok... nur Vorsorge ist da nicht. Da also Betriebsrente ausnahmsweise, private Vorsorge äußerst schwierig sein kann, meine ich, daß Sie hier aus einer Position großer sozialer Sicherheit Dinge vortragen, die so vielfach gar nicht möglich sind.


wie viele sind das denn mit diesem "kleinen Einkommen", die tatsächlich keine 5 Euro im Monat verwenden können?

Na gut, im Krematorium könnte das auch für PKV-Versicherte zutreffen. Den feinen Unterschied haben Sie sicher unabsichtlich weg gelassen.


Es gibt keine Gründe, die seit mehr als 150 Jahren existierende PKV in Frage zu stellen.

Ich muß sagen, daß ich vergleichsweise mit einem goldenen Löffel im Mund geboren wurde. Und bis diese demographisch schwierige Lage eintritt, bin ich längst tot. Da kommen wohl ziemlich aufregende Jahre auf unser Land zu. Ich hoffe, daß da allseits Vernunft um sich greift.


Ich gehöre zu den "Baby-Bommern". Regelrentenbeginn 2025.
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Re: Rente mit 70

Beitragvon H2O » Do 30. Aug 2018, 16:43

Realist2014 hat geschrieben:(30 Aug 2018, 17:25)

"Hochrechnungen" gehen von 10% derer im Rentenalter aus, die in 20 Jahren auf Grundsicherung angewiesen sein werden

Dann weiß ich auch nicht, worüber die Leute sich hier aufregen. Das wäre unveränderter Sachstand.

wie viele sind das denn mit diesem "kleinen Einkommen", die tatsächlich keine 5 Euro im Monat verwenden können?

Um was damit zu tun? Alterssicherung? Wohnung kaufen?
Es gibt keine Gründe, die seit mehr als 150 Jahren existierende PKV in Frage zu stellen.

Macht auch niemand; nur um erhebliche Unterschiede in der Gesundheitsversorgung geht es. Die dürfen nicht käuflich sein.

Ich gehöre zu den "Baby-Bommern". Regelrentenbeginn 2025.

Da bin ich Ihnen über 20 Jahre voraus! Sie werden das Theater vermutlich noch in vollem Umfang erleben. Ich glaube nämlich nicht, daß diese Alarmrufe künstliche Aufregungen sind.
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Re: Rente mit 70

Beitragvon Realist2014 » Do 30. Aug 2018, 16:55

H2O hat geschrieben:(30 Aug 2018, 17:43)

Dann weiß ich auch nicht, worüber die Leute sich hier aufregen. Das wäre unveränderter Sachstand.


der aktuelle Sachstand sind lediglich 2,9%....


Um was damit zu tun? Alterssicherung? Wohnung kaufen?


zusätzliche, vom Staat geförderte private Alterssicherung

Macht auch niemand; nur um erhebliche Unterschiede in der Gesundheitsversorgung geht es. Die dürfen nicht käuflich sein


die GKB leistet das ausreichende. Mehr kostet eben mehr


Da bin ich Ihnen über 20 Jahre voraus! Sie werden das Theater vermutlich noch in vollem Umfang erleben. Ich glaube nämlich nicht, daß diese Alarmrufe künstliche Aufregungen sind.


doch, D jammert wie immer auf hohem Niveau
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden

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