Die fetten Jahre für Rentner sind zurück

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Alana4
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Re: Die fetten Jahre für Rentner sind zurück

Beitragvon Alana4 » Do 17. Nov 2016, 07:16

jorikke hat geschrieben:(16 Nov 2016, 22:10)

Es geht nicht um Gleichmacherei. Der Beamte kann von mir aus das dreifache verdienen. Es geht darum, dass zwei Lehrer, der eine Angestellte, der andere Beamte, die Brutto genau das gleiche verdienen, das von denen einer wesentlich besser gestellt ist und netto hunderte mehr ausbezahlt bekommt.


Du vergleichst deren "Netto" an einer Stelle, die noch nicht vergleichbar ist.
Der Beamte muss nämlich jetzt noch KV zahlen. Kommen schnell ein paar Hundert Euro zusammen, die von seinem "fetten" Netto noch abgezogen werden.
(Schließlich ziehst du die KV beim angestellten Lehrer ja auch ab, ehe du sein Netto in die Waagschale wirfst).
Ich beherrsche die deutsche Rechtschreibung! Aber meine Tastatur hat damit manchmal Probleme.
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Re: Die fetten Jahre für Rentner sind zurück

Beitragvon Orwellhatterecht » Do 17. Nov 2016, 08:20

teddys home hat geschrieben:(16 Nov 2016, 22:16)

arbeiten sie denn auch dasselbe? also habe sie die gleiche "stellung"?



Nicht immer, manche Schulverwaltungen arbeiten da besonders sparsam wenn es um die angestellten Lehrer geht. Die Dauer der Sommerferien beträgt bekanntlich 6-7 Wochen und ganz gewitzte Personalverwaltungen kündigen den angestellten Lehrern zum Beginn der Sommerferien und stellen sie danach und zum neuen Schuljahr wieder ein. So bekommen sie schon mal, unabhängig von der sonstigen Gehaltshöhe, bis zu 1 1/2 Gehälter weniger im Jahr wie der beamtete Kollege.
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Re: Die fetten Jahre für Rentner sind zurück

Beitragvon Orwellhatterecht » Do 17. Nov 2016, 08:39

Boracay hat geschrieben:(16 Nov 2016, 20:30)

Davon "betroffen" waren in aller Linie Alleinerziehende. Für die meisten hat Hartz4 hier zusätzliche Kohle gebracht.

Mehr als 1 Jahr daheim auf seinem Arsch zu sitzen muss man erst mal hinbekommen. Machen zum Glück die wenigsten sondern es wird fleißig schwarz gearbeitet. Bei den arabischen Familienclans kommen zu ein paar Millionen Euro Hartz 4 noch gut das zehnfache an Drogen und Menschenhandel hinzu.



Das glaube ich so nicht, gerade diese Menschen müssen sich, bevor sie den ersten Cent von der Arbeitsverwaltung überwiesen bekommen, buchstäblich nackt ausziehen und sich anschliessend einer nicht selten peinlichen Beobachtung durch die Arge aussetzen, mit "Argusaugen" beobachtet die jede Regung der Betroffenen und erteilt selbst bei
lächerlich anmutenden, kleinen Regelverstößen drastische Sanktionen. Um Kohle zu machen, insbesondere zusätzliche, eignen sich dagegen ganz andere Geschäftsfelder, denke da z.B. an CUM-Ex Geschäfte, aber das ist eine andere Liga, da wird dann auch nicht so gekleckert wie bei jenen, die zum grossen Teil ohne eigene Schuld ihren Arbeitsplatz verloren haben (wenn sie Schuld daran hatten, dann kann ihnen die vergleichsweise lächerliche Unterstützung nicht nur reduziert, sondern sogar für bis zu 3 Monate gänzlich gestrichen werden) sondern da wird geklotzt. Und obwohl das Bundesfinanzministerium bereits seit 8 Jahren über diese äusserst merkwürdige Art der Steuererstattung, die dem Nutzniesser davon gar nicht bezahlt wurden, informiert war, schreitet man erst heute dagegen ein, einige Forianer hier, die sich über jeden unrechtmässig erschlichenen Cent eines H4 Empfängers echauffieren, behaupten obendrein noch "kalt lächelnd", das sei so in Ordnung, nein, das ist es nicht.

Zu den Äusserungen Deines zweiten Abschnittes kann Dir sicherlich Pegida weiter helfen, die wissen und hören Dinge und Stimmen, die sonst keiner hört, andere nennen derartig Menschen verachtende Äusserungen, wie Du sie hier manchmal so von Dir gibst, schlicht und einfach Menschen verachtend, oder bist Du dazu imstande, Deine diesbezüglichen Behauptungen auch zu beweisen, sie vor allen Dingen auch gerichtsfest zu beweisen? Wenn Du Kenntnis von Drogen und Menschenhandel hast und keine Anzeige erstattest, dann machst Du Dich damit nicht nur zum Mittäter sondern auch genauso strafbar. Und um die von Dir behauptete Schwarzarbeit kümmert sich in D die Zollverwaltung, Schwarzarbeit besteht immer aus 2 Partnern, den arbeitenden und den die Arbeit annehmenden. Wusstest Du das etwa nicht?
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Re: Die fetten Jahre für Rentner sind zurück

Beitragvon Orwellhatterecht » Do 17. Nov 2016, 08:54

Realist2014 hat geschrieben:(16 Nov 2016, 21:23)

Was hat der" Niedriglohnsekto"r mit HArtz4 zu tun?


richtig

NICHTS




Eine Menge, vor der Einführung von HartzIV konnte der Betroffene sich einen zukünftigen Arbeitsplatz frei auswählen und brauchte nur unwesentlich unter seiner Qualifikation arbeiten. Die meisten Betroffenen haben schliesslich mal einen Beruf erlernt und waren grösstenteils auch bestrebt, sich darin weiter zu entwickeln, für die Pleite ihres Arbeitgebers konnten die Wenigsten etwas, für ihr "abgelaufenes Verfalldatum (älter als 45 Jahre)" ebenso wenig. HartzIV hat gezeigt, wohin es führt, wenn man alle Menschen "über einen Leisten spannt", zum Verlust ihrer zuvor erworbenen Qualifikationen, denn aus dem Sumpf befreit sich so gut wie niemand mehr selbst, hinzu kommen bei ganz vielen dadurch entstehende psychische Probleme, denn einmal Niedriglöhner, immer Niedriglöhner, egal, was jemand zuvor erlernt bzw. manche davon sogar studiert haben. Und zur "Belohnung" wird er sich mit 58 über seine dadurch recht mickrige Rente freuen, denn ab dem Alter wird er von der Arge oftmals dazu gezwungen, vorzeitig einen Rentenantrag zu stellen und so obendrein noch gewaltige, lebenslang existierende Abzüge darauf zu akzeptieren. Und genau das ist die viel kritisierte Armut per Gesetz, getreu dem Motto: "Du hast keine Chance, aber nutze sie gefälligst...".

So, und jetzt warte ich darauf, dass Du mir wieder "Jammerchor, linksgedreht, SED..." vorhälst. Oder hast Du Dein Repertoire diesbezüglich noch ein klitzekleines Stück inzwischen erweitert?
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Re: Die fetten Jahre für Rentner sind zurück

Beitragvon Realist2014 » Do 17. Nov 2016, 09:03

Orwellhatterecht hat geschrieben:(17 Nov 2016, 08:54)

Eine Menge, vor der Einführung von HartzIV konnte der Betroffene sich einen zukünftigen Arbeitsplatz frei auswählen und brauchte nur unwesentlich unter seiner Qualifikation arbeiten. ?



diese angeblich "zukünftigen Arbeitsplätze" gab es aber schon seit Jahren nicht mehr.

Deswegen saßen ja Millionen mit Arbeitslosenhilfe "auf der Couch" und "warteten" auf eben diese nicht mehr vorhandenen "gut bezahlten Jobs"

Gleichzeitig gab es aber die Jobs mit geringerer Bezahlung ( entsprechend der Wertschöpfung dieser Tätigkeiten in den jeweiligen Unternehmen)

und genau dieses sinnlose ,vom den Beiträgen zur AV nicht mehr zu finanzierende "Warten" wurde mit der Agenda2010 dann folgerichtig beendet.
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Die fetten Jahre für Rentner sind zurück

Beitragvon Realist2014 » Do 17. Nov 2016, 09:05

Orwellhatterecht hat geschrieben:(17 Nov 2016, 08:39)

Das glaube ich so nicht, gerade diese Menschen müssen sich, bevor sie den ersten Cent von der Arbeitsverwaltung überwiesen bekommen, buchstäblich nackt ausziehen ?



Die Offenlegung der Vermögensverhältnisse wurde schon beim Bezug von der Arbeitslosenhilfe ( und auch der Sozialhilfe) gefordert...

das ist bzw. war nichts "Neues" durch die Hartz4 Thematik

was ja auch logisch ist bei der Beantragung von ""Geld vom Staat aufgrund Bedürftigkeit"
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Re: Die fetten Jahre für Rentner sind zurück

Beitragvon twilight » Do 17. Nov 2016, 09:05

Orwellhatterecht hat geschrieben:(17 Nov 2016, 08:54)

Eine Menge, vor der Einführung von HartzIV konnte der Betroffene sich einen zukünftigen Arbeitsplatz frei auswählen und brauchte nur unwesentlich unter seiner Qualifikation arbeiten. Die meisten Betroffenen haben schliesslich mal einen Beruf erlernt und waren grösstenteils auch bestrebt, sich darin weiter zu entwickeln, für die Pleite ihres Arbeitgebers konnten die Wenigsten etwas, für ihr "abgelaufenes Verfalldatum (älter als 45 Jahre)" ebenso wenig. HartzIV hat gezeigt, wohin es führt, wenn man alle Menschen "über einen Leisten spannt", zum Verlust ihrer zuvor erworbenen Qualifikationen, denn aus dem Sumpf befreit sich so gut wie niemand mehr selbst, hinzu kommen bei ganz vielen dadurch entstehende psychische Probleme, denn einmal Niedriglöhner, immer Niedriglöhner, egal, was jemand zuvor erlernt bzw. manche davon sogar studiert haben. Und zur "Belohnung" wird er sich mit 58 über seine dadurch recht mickrige Rente freuen, denn ab dem Alter wird er von der Arge oftmals dazu gezwungen, vorzeitig einen Rentenantrag zu stellen und so obendrein noch gewaltige, lebenslang existierende Abzüge darauf zu akzeptieren. Und genau das ist die viel kritisierte Armut per Gesetz, getreu dem Motto: "Du hast keine Chance, aber nutze sie gefälligst...".

So, und jetzt warte ich darauf, dass Du mir wieder "Jammerchor, linksgedreht, SED..." vorhälst. Oder hast Du Dein Repertoire diesbezüglich noch ein klitzekleines Stück inzwischen erweitert?


Keiner wird dazu gezwungen Hartz 4 zu beantragen.
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Re: Die fetten Jahre für Rentner sind zurück

Beitragvon jorikke » Do 17. Nov 2016, 09:25

Boracay hat geschrieben:(16 Nov 2016, 23:02)

Als Beamter verdient man in aller Regel erst mal viel viel weniger als in der freien Wirtschaft.

Der Brutto-Netto Unterschied liegt rein an AV und RV (wie bei allen privatversicherten wird die KV vom Netto abgezogen). In beiden Fällen nehmen die Beamten auch niemals Leistungen in Anspruch. Das mit den Pensionen ist allerdings absurd und nicht nachvollziehbar. Muss man wohl als Schmackerl verstehen um die ultrabeschissene Bezahlung als Beamter auszugleichen.


Natürlich müsste die RV bei den Beamten PV heißen. Das war von dir ein recht schlichter Einwand. Daraus nehmen sie aber Leistungen, ohne einzuzahlen, in Anspruch. Du nennst sie "absurd hoch".
Das soll hier aber kein Beamten bashing werden.
Ich gönne es ihnen.
Warum aber kann man keine einheitliche "Abgabenordnung" einführen?
Das würde doch viel Unmut und Vorurteile rausnehmen.
Übrigens, meine Tochter ist beamtete Lehrerin in Hessen. Kein höherer Schuldienst, sie unterrichtet.
3.400,- netto. (o.k.KV geht noch ab)
Ultrabeschissene Bezahlung würde ich das nicht nennen.
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Re: Die fetten Jahre für Rentner sind zurück

Beitragvon Dampflok94 » Do 17. Nov 2016, 10:05

jorikke hat geschrieben:(17 Nov 2016, 09:25)

Natürlich müsste die RV bei den Beamten PV heißen. Das war von dir ein recht schlichter Einwand. Daraus nehmen sie aber Leistungen, ohne einzuzahlen, in Anspruch. Du nennst sie "absurd hoch".
Das soll hier aber kein Beamten bashing werden.
Ich gönne es ihnen.
Warum aber kann man keine einheitliche "Abgabenordnung" einführen?

Natürlich kann man das. Aber eben nicht einfach so per Gesetz. Da braucht es erst mal eine Grundgesetzänderung. Denn die gesamte Art der Vergütung von Beamten müßte dann reformiert werden. Mit allen Folgen, die das z. B. beim Thema Streikrecht haben könnte. So etwas macht man nicht eben mal so von hier auf jetzt.
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Re: Die fetten Jahre für Rentner sind zurück

Beitragvon jorikke » Do 17. Nov 2016, 10:12

Dampflok94 hat geschrieben:(17 Nov 2016, 10:05)

Natürlich kann man das. Aber eben nicht einfach so per Gesetz. Da braucht es erst mal eine Grundgesetzänderung. Denn die gesamte Art der Vergütung von Beamten müßte dann reformiert werden. Mit allen Folgen, die das z. B. beim Thema Streikrecht haben könnte. So etwas macht man nicht eben mal so von hier auf jetzt.


Seit 70 Jahren bestünde die Möglichkeit. Der Begriff "mal eben von jetzt auf hier" ist da möglicherweise nicht ganz zielgenau.
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Re: Die fetten Jahre für Rentner sind zurück

Beitragvon Dampflok94 » Do 17. Nov 2016, 10:17

jorikke hat geschrieben:(17 Nov 2016, 10:12)

Seit 70 Jahren bestünde die Möglichkeit. Der Begriff "mal eben von jetzt auf hier" ist da möglicherweise nicht ganz zielgenau.

Natürlich hätte die Möglichkeit bestanden. Aber bisher war das eigentlich nie ein relevantes Thema. Von daher würde man jetzt so ziemlich bei Null anfangen.
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Re: Die fetten Jahre für Rentner sind zurück

Beitragvon Realist2014 » Do 17. Nov 2016, 10:26

Orwellhatterecht hat geschrieben:(17 Nov 2016, 08:54)

", zum Verlust ihrer zuvor erworbenen Qualifikationen, denn aus dem Sumpf befreit sich so gut wie niemand mehr selbst, hinzu kommen bei ganz vielen dadurch entstehende psychische Probleme, denn einmal Niedriglöhner, immer Niedriglöhner, egal, was jemand zuvor erlernt bzw. manche davon sogar studiert haben. ?



Immer sie selbe Leier der angeblich "ewig währenden Ansprüche" auf das mal "da gewesene"

Wer nur einen Job mit der Bezahlung unterhalb der "Niedriglohnschwelle " bekommt- der hat einfach nicht die wettbewerbsfähigen Kompetenzen für einen Job mit "besserer" Bezahlung

das nennt sich Wettbewerb ( auch um Arbeitsplätze) in der Marktwirtschaft

daher müssen auch Absolventen der "brotlosen Künste" mit schlecht bezahlten Tätigkeiten vorlieb nehmen
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Re: Die fetten Jahre für Rentner sind zurück

Beitragvon Occham » Do 17. Nov 2016, 10:45

Realist2014 hat geschrieben:(17 Nov 2016, 10:26)

Immer sie selbe Leier der angeblich "ewig währenden Ansprüche" auf das mal "da gewesene"

Wer nur einen Job mit der Bezahlung unterhalb der "Niedriglohnschwelle " bekommt- der hat einfach nicht die wettbewerbsfähigen Kompetenzen für einen Job mit "besserer" Bezahlung

das nennt sich Wettbewerb ( auch um Arbeitsplätze) in der Marktwirtschaft

daher müssen auch Absolventen der "brotlosen Künste" mit schlecht bezahlten Tätigkeiten vorlieb nehmen

Das Ganze aus der Gutsherrenperspektive zu betrachten ist ziemlich Ziellos, wie willst du aus der Sicht verständlich machen, das irgendjemand die 'ungelernten' Tätigkeiten erledigen 'muss'?

Es gibt schönere Perspektiven, auch als Lösung für Rentner, aber das betrifft dann die Ganze Gesellschaft. Das tut es zwar sowieso, aber die Zeit der Gutsherren sollte da bleiben wo sie herkommt: in der Vergangenheit.
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Re: Die fetten Jahre für Rentner sind zurück

Beitragvon Realist2014 » Do 17. Nov 2016, 10:53

Occham hat geschrieben:(17 Nov 2016, 10:45)

Das Ganze aus der Gutsherrenperspektive zu betrachten ist ziemlich Ziellos, wie willst du aus der Sicht verständlich machen, das irgendjemand die 'ungelernten' Tätigkeiten erledigen 'muss'?

Es gibt schönere Perspektiven, auch als Lösung für Rentner, aber das betrifft dann die Ganze Gesellschaft. Das tut es zwar sowieso, aber die Zeit der Gutsherren sollte da bleiben wo sie herkommt: in der Vergangenheit.



Die Sachlage der Leistungs -und Wettbewerbsgesellschaft hat nun einmal gar nichts mit "Gutsherren" zu tun.

Das gilt natürlich auch für das Leistungsprinzip (Äquivalenzprinzip) in der RV für Arbeitnehmer , das seit 1958 besteht.

an beiden Sachverhalten will die Mehrheit der "ganzen Gesellschaft" nun einmal NICHTS ändern.

daher bleibt es natürlich so- wie es ist.

Wo ist dabei dein Problem ?
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Re: Die fetten Jahre für Rentner sind zurück

Beitragvon jorikke » Do 17. Nov 2016, 11:27

Dampflok94 hat geschrieben:(17 Nov 2016, 10:17)

Natürlich hätte die Möglichkeit bestanden. Aber bisher war das eigentlich nie ein relevantes Thema. Von daher würde man jetzt so ziemlich bei Null anfangen.

Da gehen unsere Eindrücke weit auseinander. Die teilweise begründeten negativen Urteile über die Beamtenschaft, noch mehr aber die Vorurteile, sitzen tief in der Bevölkerung. Diesen den Wind aus den Segeln zu nehmen um ein friedlicheres Zusammenleben zu ermöglichen soll kein anzustrebendes Thema, ein Thema ohne Relevanz sein?
Sehe ich wirklich anders.
Letztlich ist es das Thema Bürger erster und zweiter Klasse.
Ich wende mich nicht gegen die finanzielle Ausstattung, allein gegen unterschiedliche Regeln.
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Re: Die fetten Jahre für Rentner sind zurück

Beitragvon Occham » Do 17. Nov 2016, 11:33

Realist2014 hat geschrieben:(17 Nov 2016, 10:53)

Die Sachlage der Leistungs -und Wettbewerbsgesellschaft hat nun einmal gar nichts mit "Gutsherren" zu tun.

Das gilt natürlich auch für das Leistungsprinzip (Äquivalenzprinzip) in der RV für Arbeitnehmer , das seit 1958 besteht.

an beiden Sachverhalten will die Mehrheit der "ganzen Gesellschaft" nun einmal NICHTS ändern.

daher bleibt es natürlich so- wie es ist.

Wo ist dabei dein Problem ?

Ich kann mir vorstellen, das die Gutsherreneinstellung aus einer Zeit entspringt, wo sich noch nicht viele Arbeitnehmer um einen Arbeitgeber gerissen haben, bzw. Wo sich viele Arbeitgeber um einen Arbeitnehmer gerissen haben. Ich kann mir vorstellen das die Gutherrenperspektive in diesem Fall so eine Art Leitsymbolik gewesen ist, um so die wenigen Arbeitnehmer zu gewinnen. Aber ich weiß es nicht, sag du es mir. Wenn es so ist, dann kann ich mir eine Person mit Gutsherreneinstellung gut als Sachbearbeiter vorstellen, aber nicht als Unternehmer.
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Re: Die fetten Jahre für Rentner sind zurück

Beitragvon Dampflok94 » Do 17. Nov 2016, 11:58

jorikke hat geschrieben:(17 Nov 2016, 11:27)

Da gehen unsere Eindrücke weit auseinander. Die teilweise begründeten negativen Urteile über die Beamtenschaft, noch mehr aber die Vorurteile, sitzen tief in der Bevölkerung. Diesen den Wind aus den Segeln zu nehmen um ein friedlicheres Zusammenleben zu ermöglichen soll kein anzustrebendes Thema, ein Thema ohne Relevanz sein?
Sehe ich wirklich anders.
Letztlich ist es das Thema Bürger erster und zweiter Klasse.
Ich wende mich nicht gegen die finanzielle Ausstattung, allein gegen unterschiedliche Regeln.

Ach, so allgemein sehen die meisten das gar nicht. Die machen schon einen Unterschied zwischen den Kollegen/innen von Polizei und Feuerwehr und denen auf dem Landratsamt. Die einen sind Sesselfurzer, die anderen nicht. Und ich weiß nicht, ob sich so viele Leute da speziell Gedanken über die Altersversorgung machen.

Sich Gedanken über Änderungen zu machen ist nie schlecht. Ich warne nur vor zu hohen Erwartungen dahin gehend. Denn der Bedarf der Politik sich mit einer derart großen gut organisierten Truppe anzulegen, dürfte nicht sehr ausgeprägt sein. Dazu kommen die Nebenwirkungen. Erst mal wird es teurer.
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Re: Die fetten Jahre für Rentner sind zurück

Beitragvon jorikke » Do 17. Nov 2016, 12:44

Dampflok94 hat geschrieben:(17 Nov 2016, 11:58)

Ach, so allgemein sehen die meisten das gar nicht. Die machen schon einen Unterschied zwischen den Kollegen/innen von Polizei und Feuerwehr und denen auf dem Landratsamt. Die einen sind Sesselfurzer, die anderen nicht. Und ich weiß nicht, ob sich so viele Leute da speziell Gedanken über die Altersversorgung machen.

Sich Gedanken über Änderungen zu machen ist nie schlecht. Ich warne nur vor zu hohen Erwartungen dahin gehend. Denn der Bedarf der Politik sich mit einer derart großen gut organisierten Truppe anzulegen, dürfte nicht sehr ausgeprägt sein. Dazu kommen die Nebenwirkungen. Erst mal wird es teurer.


Eine ganz pragmatische Sichtweise.
Das akzeptiere ich immer.
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Re: Die fetten Jahre für Rentner sind zurück

Beitragvon frems » Do 17. Nov 2016, 12:46

Die Sozialpolitik der großen Koalition und die Flüchtlingskosten treiben Deutschlands Defizit hoch. Selbst die Südländer entwickeln sich besser. Sie müssen nur einen Plan konsequent durchziehen.
https://www.welt.de/wirtschaft/article1 ... hland.html

Danke für den Raub der Zukunft, liebe Rentner. Ihr habt es geschafft.
Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.
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Re: Die fetten Jahre für Rentner sind zurück

Beitragvon Orwellhatterecht » Do 17. Nov 2016, 12:51

Realist2014 hat geschrieben:(17 Nov 2016, 09:03)

diese angeblich "zukünftigen Arbeitsplätze" gab es aber schon seit Jahren nicht mehr.

Deswegen saßen ja Millionen mit Arbeitslosenhilfe "auf der Couch" und "warteten" auf eben diese nicht mehr vorhandenen "gut bezahlten Jobs"

Gleichzeitig gab es aber die Jobs mit geringerer Bezahlung ( entsprechend der Wertschöpfung dieser Tätigkeiten in den jeweiligen Unternehmen)

und genau dieses sinnlose ,vom den Beiträgen zur AV nicht mehr zu finanzierende "Warten" wurde mit der Agenda2010 dann folgerichtig beendet.




Die ersatzlos abgeschaffte Arbeitslosenhilfe zahlte nicht das Arbeitsamt sondern der Steuerzahler.
Die Großen hören auf zu herrschen, wenn die Kleinen aufhören zu kriechen!“
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