HartzIV - Sammelstrang

In diesem Forum werden Themen rund um die sozialen Sicherungsysteme diskutiert.
Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Arbeitslosengeld 2 (HartzIV), Rentenversicherung, Sozialgesetzbuch.

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Re: HartzIV - Sammelstrang

Beitragvon Skull » Di 1. Mai 2018, 17:26

Guten Tag,

Thread kurzzeitig gesperrt. Da will der User Teeernte wohl wieder Grenzen austesten...

Das Problem für ihn wird nur sein, das er nicht weiss, wann meine Grenze überschritten ist.



Thread NUN wieder offen.
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Re: HartzIV - Sammelstrang

Beitragvon Maltrino » Di 1. Mai 2018, 20:19

Wähler hat geschrieben:(01 May 2018, 18:24)

https://www.zeit.de/politik/deutschland ... ettansicht
Zeit 9. April 2018 Notwendig sind aber andere Reformen

"Erstens brauchen wir dringend eine Reform der Zuverdienstregeln in der Grundsicherung.
...[/i]


Schön... Das Problem ist aber: Wenn bestimmte Leute (wie ich) das selbe fordern, heißt es sofort: "Haut ab ihr BGE Schmarotzer!" Denn was verbirgt sich denn hinter dem schwammig seriös klingenden Ausdruck "Reform der Zuverdienstregeln in der Grundsicherung"? Wie soll diese Reform aussehen? Wieso prangert Lindner das Problem im Fernsehen an, nennt aber keine Alternative? Weil klar ist: Eine sinnvolle "Reform der Zuverdienstregeln in der Grundsicherung" führt zwangsläufig zu etwas das einem Grundeinkommen nahe kommt. Und wenn man etwas Grundeinkommens-ähnliches einführen würde, dann müsste man ja zugeben, dass die Piraten und BGE Spinner recht hatten. Das wird aber bei der derzeitigen Politi nie geschehen, deshalb wird lieber ein System was für die Katz ist beibehalten.

Ein System wo der Fahrradkurier (gestern bei Hart aber Fair) wohl insgesamt weniger Geld verdient als der Langzeitarbeitslose der ne Beschäftigungsmaßnahme bei der Bimmelbahn bekommen hat.

Nochmal: "Eine Reform der Zuverdienstregeln in der Grundsicherung", bei der sich "Arbeit wieder lohnt", da gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder Abschaffung jeglicher Sozialleistungen (dann lohnt sich Zuverdienst natürlich, da es nicht Verrechnet wird), das will aber keiner, oder Grundeinkommen. Eine "Reform der Zuverdienstregeln in der Grundsicherung", bei der sich "Arbeit lohnt" und bei der der Ärmste ca. 900 Euro zur Verfügung hat, führt zwangsläufig zu einem System bei dem die Sozialleistungen (Grundeinkommen) bis weit in die Bereiche der Normalverdiener spürbar sind. Wenn du zum Beispiel willst, dass jemand der 1500 Euro verdient bedeutend mehr hat als jemand der Null Euro verdient, dann geht das nur, wenn der der 1500 Euro verdient zusätzlich zu seinem Verdienst noch "Sozialleistung" bekommt. Zur Zeit hätte er nur ca. 600 Euro mehr als ein "Hartzer". Damit er zum Beispiel 1000 Euro mehr hat, müsste er 400 Euro zusätzlich erhalten. Das alles läuft zwangsläufig (!) und ohne jegliche Alternative (!) auf ein System heraus das einer negativen Einkommenssteuer oder einem halbwegs sinnvoll gestaltetem BGE nahe kommt. Es gibt keine (!) Alternative. Die Zuverdienstmöglichkeiten werden nur dann sinnvoll reformiert werden können wenn man etwas einführt das einem BGE nahe kommt. Das ist Fakt.

Fazit: "Reform der Zuverdienstregeln in der Grundsicherung" = BGE

Solange niemand etwas will das BGE ähnelt kann es diese Reform nicht geben.

So, und das könnt ihr jetzt gerne löschen, und dann in einigen Tagen nochmal von vorne anfangen, oder ihr hört in diesem Land endlich mal Leute die zumindest ein bischen was im Kopf haben.
Wie ihr seht, habe ich jetzt auch ein Profilbild wo das Portrait eines großen politischen Denkers aus der Vergangenheit abgebildet ist. Damit ist jetzt jede meiner Aussagen wahr und absolut seriös.
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Re: HartzIV - Sammelstrang

Beitragvon Misterfritz » Di 1. Mai 2018, 20:31

Maltrino hat geschrieben:(01 May 2018, 21:19)
Fazit: "Reform der Zuverdienstregeln in der Grundsicherung" = BGE
Das ist Quatsch!
Es ist nur z.Zt. so, dass sich ein legaler Zuverdienst kaum lohnt, weil man allerhöchstens 165€ pro Monat behalten darf, was als Aufwandsentschädigung angesehen wird. Wenn man diese Grenze etwas erhöhen würde, könnte das ein Anreiz sein, überhaupt wieder mal zu arbeiten ;)
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Re: HartzIV - Sammelstrang

Beitragvon Maltrino » Di 1. Mai 2018, 20:55

Misterfritz hat geschrieben:(01 May 2018, 21:31)

Das ist Quatsch!
Es ist nur z.Zt. so, dass sich ein legaler Zuverdienst kaum lohnt, weil man allerhöchstens 165€ pro Monat behalten darf, was als Aufwandsentschädigung angesehen wird. Wenn man diese Grenze etwas erhöhen würde, könnte das ein Anreiz sein, überhaupt wieder mal zu arbeiten ;)


Ja und? Dann rechne das ganze doch mal durch wie ein System insgesamt aussehen müsste was das leistet was du willst. Und dann postet das hier. Und ich werde dir zeigen, dass, wenn du alles richtig gemacht hast, dies einer Grundeinkommensvariante entspricht. Wieso sagst du das was ich sage ist Quatsch, lieferst aber keinerlei Belege dafür.
[Mod: editiert] Na super.
Zuletzt geändert von Skull am Mi 2. Mai 2018, 05:57, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: ad personam Spam entfernt
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Re: HartzIV - Sammelstrang

Beitragvon Misterfritz » Di 1. Mai 2018, 21:00

Maltrino hat geschrieben:(01 May 2018, 21:55)

Ja und? Dann rechne das ganze doch mal durch wie ein System insgesamt aussehen müsste was das leistet was du willst. Und dann postet das hier. Und ich werde dir zeigen, dass, wenn du alles richtig gemacht hast, dies einer Grundeinkommensvariante entspricht. Wieso sagst du das was ich sage ist Quatsch, lieferst aber keinerlei Belege dafür.
[Mod: editiert] Na super.

Es geht doch darum, dass der, der arbeitet mehr hat, als der, der nicht arbeitet. Was das mit dem Grundeinkommen zu tun haben soll, erschliesst sich mir nicht wirklich.
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Re: HartzIV - Sammelstrang

Beitragvon Maltrino » Di 1. Mai 2018, 21:11

Misterfritz hat geschrieben:(01 May 2018, 22:00)

Es geht doch darum, dass der, der arbeitet mehr hat, als der, der nicht arbeitet. Was das mit dem Grundeinkommen zu tun haben soll, erschliesst sich mir nicht wirklich.


Erstmal: Danke, dass du überhaupt diskutierst. Zweitens: Ich hab hier in einigen Themensträngen dazu was geschrieben. Um das zu erreichen was du willst, dass sich über die gesamte Spannbreite des Einkommensspektrums, von 0 bis 100.000.0000.0000.0000 Euro monatlich Mehrverdienst ("mehr arbeitet") lohnt, und gleichzeitig eine soziale Absicherung für Arbeitslose da ist, muss man eben ein Gesamtsystem installieren, bei dem eben das geleistet wird. Beim derzeitigen System hast du (hast du richtig erkannt) das Phänomen, dass es sich für jemanden der zum Beispiel letzten Monat 100 Euro verdient hat, nächsten Monat 800 Euro verdient, dieser Mehrverdienst nicht lohnt weil von den 700 Euro Mehrverdienst 80% verrechnet wird. Welche Grenze willst du nun anheben, dass sich nicht an anderer Stelle Arbeit nicht lohnt?

Soll ich wieder mit lustigen Grafiken kommen die wieder gelöscht werden?

Du polterst hier als "Moderator" in die Diskussion hinein, sagst dass das was ich schreibe "Quatsch" ist und erwartest dass da noch was sinnvolles rauskommt?
Wie ihr seht, habe ich jetzt auch ein Profilbild wo das Portrait eines großen politischen Denkers aus der Vergangenheit abgebildet ist. Damit ist jetzt jede meiner Aussagen wahr und absolut seriös.
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Re: HartzIV - Sammelstrang

Beitragvon Misterfritz » Di 1. Mai 2018, 21:19

Maltrino hat geschrieben:(01 May 2018, 22:11)

Erstmal: Danke, dass du überhaupt diskutierst. Zweitens: Ich hab hier in einigen Themensträngen dazu was geschrieben. Um das zu erreichen was du willst, dass sich über die gesamte Spannbreite des Einkommensspektrums, von 0 bis 100.000.0000.0000.0000 Euro monatlich Mehrverdienst ("mehr arbeitet") lohnt, und gleichzeitig eine soziale Absicherung für Arbeitslose da ist, muss man eben ein Gesamtsystem installieren, bei dem eben das geleistet wird. Beim derzeitigen System hast du (hast du richtig erkannt) das Phänomen, dass es sich für jemanden der zum Beispiel letzten Monat 100 Euro verdient hat, nächsten Monat 800 Euro verdient, dieser Mehrverdienst nicht lohnt weil von den 700 Euro Mehrverdienst 80% verrechnet wird. Welche Grenze willst du nun anheben, dass sich nicht an anderer Stelle Arbeit nicht lohnt?

Soll ich wieder mit lustigen Grafiken kommen die wieder gelöscht werden?

Du polterst hier als "Moderator" in die Diskussion hinein, sagst dass das was ich schreibe "Quatsch" ist und erwartest dass da noch was sinnvolles rauskommt?
1. Ich bin in diesem Unterforum kein Moderator - Du solltest das mittlerweile mitgekriegt haben. Ich schreibe hier als ganz normaler user.
2. Es ist völlig unerheblich, wie hoch der mögliche Verdienst eines Managers in einem Grossbetrieb ist, sondern, wie hoch müsste eine Zuverdienstgrenze sein, um einen Anreiz zu schaffen, dass Menschen überhaupt wieder - legal -Arbeit annehmen. Und genau darüber muss man sich Gedanken machen.
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Re: HartzIV - Sammelstrang

Beitragvon Maltrino » Di 1. Mai 2018, 21:30

Jetziges System (stark vereinfacht):

A verdient 100, hat mit Hartz4: 900
B verdient 900, hat mit Hartz4: ca. 1060 (Arbeit lohnt sich kaum)
C verdient 2000, hat insgesamt auch ungefähr soviel (Arbeit lohnt sich zumindest in diesem Bereich.

Um das zu lösen muss man entweder Sozialleistungen abschaffen oder ein „Grundeinkommen“ ins System integrieren, was (Steuern unberücksichtigt) folgendes bewirkt:

A verdient 100, hat mit BGE: 900
B verdient 900, hat mit BGE: 1700 (Arbeit lohnt sich wieder)
C verdient 2000, hat mit BGE 2800

Hier müssten natürlich irgendwann Steuern greifen, die das grundsätzliche Prinzip, dass sich in jeder Einkommensstufe Mehrleistung lohnt, nicht zu sehr angreifen dürften.

Ansonsten muss ich in solchen Situationen immer an eine bestimmte Szene aus Schindlers Liste denken. Eine KZ Insassin (offenbar Architektin) sagt dem Lagerleiter was bei einem Bau, den die Gefangenen Bauen müsse, verbessert werden muss damit es funktioniert. Der Lagerleiter lässt sie erschießen und sagt dann „Und jetzt tut was sie gesagt hat“. Diese Mentalität ist aus euren Köpfen, aus euren Köpfen offenbar so tief verankert, dass es irgendwann sinnlos werden wird mit euch zu diskutieren.

Ich hab mich schon vor etlichen Jahren mit diesem Thema des Zuverdienstes beschäftigt. Das Ergebnis war ganz klar. Nur Systeme die einem BGE nahe kommen, können dies leisten. Wenn ich dies sage kommt aber nur „Das ist Quatsch!“. Ihr seid nicht in der Lage zu diskutieren, logisch zu handeln, ihr könnt nur erschießen und dann wenn der Störenfried weg ist, wenn eure Macht nicht mehr gefährdet wird, dann setzt ihr das um. Und das meinte ich als ich hier neulich einem Moderator von „latentem Antisemitismus“ in diesem Forum berichtete. Intellektuellenfeindlichkeit, die Angst vor den pallavernden krummnasigen Typen, die mehr könnt als ihr. Es kotzt mich einfach nur noch an was in diesem Land abgeht.
Wie ihr seht, habe ich jetzt auch ein Profilbild wo das Portrait eines großen politischen Denkers aus der Vergangenheit abgebildet ist. Damit ist jetzt jede meiner Aussagen wahr und absolut seriös.
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Re: HartzIV - Sammelstrang

Beitragvon Maltrino » Di 1. Mai 2018, 21:33

Misterfritz hat geschrieben:(01 May 2018, 22:19)

... wie hoch müsste eine Zuverdienstgrenze sein, um einen Anreiz zu schaffen, dass Menschen überhaupt wieder - legal -Arbeit annehmen. Und genau darüber muss man sich Gedanken machen.


Siehe meinen Beitrag von eben.

Wenn man einfach die Zuverdienstgrenze von 100 auf 1000 Euro anheben würde, dann würde es sich nicht mehr lohnen 1500 statt 1000 Euro zu verdienen. Das ist also keine Lösung. Du musst das Gesamtsystem betrachten. Du kannst nicht bei einem Haus mal eben eine Stütze versetzen nur weil sie stört, du musst immer das Gesamte planen. Alles andere ist in diesem Falle sinnfrei.
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Re: HartzIV - Sammelstrang

Beitragvon Misterfritz » Di 1. Mai 2018, 21:36

Maltrino hat geschrieben:(01 May 2018, 22:30)

Jetziges System (stark vereinfacht):

A verdient 100, hat mit Hartz4: 900
B verdient 900, hat mit Hartz4: ca. 1060 (Arbeit lohnt sich kaum)
C verdient 2000, hat insgesamt auch ungefähr soviel (Arbeit lohnt sich zumindest in diesem Bereich.

Um das zu lösen muss man entweder Sozialleistungen abschaffen oder ein „Grundeinkommen“ ins System integrieren, was (Steuern unberücksichtigt) folgendes bewirkt:

A verdient 100, hat mit BGE: 900
B verdient 900, hat mit BGE: 1700 (Arbeit lohnt sich wieder)
C verdient 2000, hat mit BGE 2800

Hier müssten natürlich irgendwann Steuern greifen, die das grundsätzliche Prinzip, dass sich in jeder Einkommensstufe Mehrleistung lohnt, nicht zu sehr angreifen dürften.

Ansonsten muss ich in solchen Situationen immer an eine bestimmte Szene aus Schindlers Liste denken. Eine KZ Insassin (offenbar Architektin) sagt dem Lagerleiter was bei einem Bau, den die Gefangenen Bauen müsse, verbessert werden muss damit es funktioniert. Der Lagerleiter lässt sie erschießen und sagt dann „Und jetzt tut was sie gesagt hat“. Diese Mentalität ist aus euren Köpfen, aus euren Köpfen offenbar so tief verankert, dass es irgendwann sinnlos werden wird mit euch zu diskutieren.

Ich hab mich schon vor etlichen Jahren mit diesem Thema des Zuverdienstes beschäftigt. Das Ergebnis war ganz klar. Nur Systeme die einem BGE nahe kommen, können dies leisten. Wenn ich dies sage kommt aber nur „Das ist Quatsch!“. Ihr seid nicht in der Lage zu diskutieren, logisch zu handeln, ihr könnt nur erschießen und dann wenn der Störenfried weg ist, wenn eure Macht nicht mehr gefährdet wird, dann setzt ihr das um. Und das meinte ich als ich hier neulich einem Moderator von „latentem Antisemitismus“ in diesem Forum berichtete. Intellektuellenfeindlichkeit, die Angst vor den pallavernden krummnasigen Typen, die mehr könnt als ihr. Es kotzt mich einfach nur noch an was in diesem Land abgeht.
Deine gesamten Grundideen sind falsch.
1. Alles, was über 450€ hinaus geht, ist SV-pflichtig. Damit fällt man schon aus Hartz4 als Grundversorgung raus, es gibt allehöchstens ergänzendes Hartz4.
2. Es geht hier NICHT ums BGE, so gerne Du das auch hättest.
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Re: HartzIV - Sammelstrang

Beitragvon Skull » Di 1. Mai 2018, 22:13

Misterfritz hat geschrieben:(01 May 2018, 22:36)

2. Es geht hier NICHT ums BGE, so gerne Du das auch hättest.

Guten Abend,

das ist korrekt. Ich werde es auch nicht dulden, diesen Strang zu einem BGE-Strang zu machen.
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Re: HartzIV - Sammelstrang

Beitragvon Tom Bombadil » Di 1. Mai 2018, 22:18

Wie viele Faulenzer in H4 müssen denn jetzt mit der Peitsche vom Sofa gefegt werden?
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Re: HartzIV - Sammelstrang

Beitragvon Maltrino » Mi 2. Mai 2018, 00:20

Misterfritz hat geschrieben:(01 May 2018, 22:36)

Deine gesamten Grundideen sind falsch.
1. Alles, was über 450€ hinaus geht, ist SV-pflichtig. Damit fällt man schon aus Hartz4 als Grundversorgung raus, es gibt allehöchstens ergänzendes Hartz4.
2. Es geht hier NICHT ums BGE, so gerne Du das auch hättest.


Bla bla, versteht ihr (auch Skull) es nicht oder wollt ihr es nicht? Das was du mit "ergänzendes Hartz4" oder "SV-pflichtig" andeutest ist doch, dass es schon heute so ist, dass die Übergänge fließend sind. Aber sie sind nicht fließend genug. Deshalb diese extremen Übergänge wo man plötzlich 80% vom Verdeinst quasi "abgeben" muss. Nicht meine Grundideen sind falsch, du siehst den Wald vor Bäumen nicht. Sag mir, wie die Zuverdeinstmöglichkeiten konkret verändert werden können. Sag mir, wie soll (auch steuerrechtlich) jemand behandelt werden der a) 0 Euro, b) 100 Euro, c) 200 Euro, d) 500 Euro, e) 1000 Euro, f) 2000 Euro, g) 4000 Euro verdient. Wie sollen deiner Meinung nach die Zuverdienstmöglichkeiten (und gerne auch die Steuern) bei den einzelnen Einkommensgruppen gestaltet werden. Wie soll es bei selbstständiger Arbeit oder im Angestelltenverhätnis sein? Sag mir wie sich das darstellt wenn man, wie du es sagst, einfach die Zuverdienstgrenze (womit du glaube ich die jetzigen 100 Euro meinst) einfach anhebst. Löst sich dadurch das Problem oder verschiebt es sich nur (nach oben)? Ihr diskutiert hier öffentlich, ihr müsst euch auch gefallen lassen dass ich hier nachhake nachdem hier einfach meine Äußerungen als "Quatsch" niedergetreten werden ohne, dass auch nur annäherend eine Begründung oder ein Alternativkonzept präsentiert wird. Du kannst das mit ein paar Sätzen, ein paar Zahlen klar stellen und ich entschuldige mich sofort bei dir wenn ich unrecht habe, aber es kommt ja nichts.
Wie ihr seht, habe ich jetzt auch ein Profilbild wo das Portrait eines großen politischen Denkers aus der Vergangenheit abgebildet ist. Damit ist jetzt jede meiner Aussagen wahr und absolut seriös.
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Re: Die wahre Steuerlast der Niedriglöhner

Beitragvon Odin1506 » Fr 11. Mai 2018, 14:34

Realist2014 hat geschrieben:(11 May 2018, 11:14)

es werden keine Grundrechte eingeschränkt

es gibt kein "Grundrecht" für arbeitsfähige OHNE das entsprechende eigene "Mitwirken" gemäß den Vorgaben der Jobcenter , ALG II zu beziehen

ALG II ist KEIN "BGE" (das war die Arbeitslosenhilfe auch nicht)


auch wenn DU das gern HÄTTEST


Das glaubst auch nur du.
Ich klabüster es dir gerne auseinander:
Art.11 beschreibt die Freizügigkeit im ganzen Bundesgebiet.
Nach § 7 Abs. 4a SGB II haben erwerbsfähige Leistungsberechtigte einen Urlaubsanspruch von 21 Kalendertagen (3 Wochen) pro Jahr. Hinweis: Zu den Kalendertagen zählen auch Wochenenden und Feiertage. Das Jobcenter muss einem Antrag auf Ortsabwesenheit zustimmen, sofern die Eingliederung in Arbeit nicht beeinträchtigt wird und ein wichtiger Grund vorliegt.

Also von wegen Freizügigkeit, eher offener Vollzug.

Art.12 beschreibt die Berufswahl
Arbeit darf aus folgenden Gründen als ALG II Bezieher nicht abgelehnt werden:
weil sie nicht dem früheren Beruf oder den Ausbildungen entspricht
weil der Beschäftigungsort weiter entfernt ist als die frühere Arbeitsstelle
weil die Arbeitsbedingungen ungünstiger sind als bei der letzten Tätigkeit
weil die Entlohnung unterhalb des Tariflohns oder des ortsüblichen Entgelts liegt

Man kann zu einer Arbeit gezwungen werden, für die man weder ausgebildet wurde noch gerecht entlohnt (d.H. unter dem Mindestlohn)wird, unter Androhung und Vollzug von Sanktionen. Also staatlich verordnete Zwangsarbeit.

Art.13 beschreibt die Unverletzlichkeit der Wohnung

Wenn ein Hausbesuch durch das Amt vorgenommen wird und man die Mitarbeiter des Jobcenters nicht in seine Wohnung lässt kann es zu Sanktion kommen, weil man seineMitwirkungpflicht nicht nachkommt.

Und über den Art.1 brauchen wir uns nicht streiten, da du ja schon die Arbeit der Minijobber usw. herabwürdigst und damit auch den Menschen der sie durchführt.
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Re: Die wahre Steuerlast der Niedriglöhner

Beitragvon Realist2014 » Fr 11. Mai 2018, 14:51

Odin1506 hat geschrieben:(11 May 2018, 15:34)

Das glaubst auch nur du.
Ich klabüster es dir gerne auseinander:
Art.11 beschreibt die Freizügigkeit im ganzen Bundesgebiet.
Nach § 7 Abs. 4a SGB II haben erwerbsfähige Leistungsberechtigte einen Urlaubsanspruch von 21 Kalendertagen (3 Wochen) pro Jahr. Hinweis: Zu den Kalendertagen zählen auch Wochenenden und Feiertage. Das Jobcenter muss einem Antrag auf Ortsabwesenheit zustimmen, sofern die Eingliederung in Arbeit nicht beeinträchtigt wird und ein wichtiger Grund vorliegt.

Also von wegen Freizügigkeit, eher offener Vollzug.

Art.12 beschreibt die Berufswahl
Arbeit darf aus folgenden Gründen als ALG II Bezieher nicht abgelehnt werden:
weil sie nicht dem früheren Beruf oder den Ausbildungen entspricht
weil der Beschäftigungsort weiter entfernt ist als die frühere Arbeitsstelle
weil die Arbeitsbedingungen ungünstiger sind als bei der letzten Tätigkeit
weil die Entlohnung unterhalb des Tariflohns oder des ortsüblichen Entgelts liegt

Man kann zu einer Arbeit gezwungen werden, für die man weder ausgebildet wurde noch gerecht entlohnt (d.H. unter dem Mindestlohn)wird, unter Androhung und Vollzug von Sanktionen. Also staatlich verordnete Zwangsarbeit.

Art.13 beschreibt die Unverletzlichkeit der Wohnung

Wenn ein Hausbesuch durch das Amt vorgenommen wird und man die Mitarbeiter des Jobcenters nicht in seine Wohnung lässt kann es zu Sanktion kommen, weil man seineMitwirkungpflicht nicht nachkommt.

Und über den Art.1 brauchen wir uns nicht streiten, da du ja schon die Arbeit der Minijobber usw. herabwürdigst und damit auch den Menschen der sie durchführt.


das was du beschreibst halte auch ICH für RICHTIG und angemessen. Genau wie unser Verfassungsgericht. Denn NIEMAND wird ja gezwungen, ALG II zu beantragen...

FALLS aber, dann gelten genau die von dir angeführten Regeln.

denn wenn es dieses Regeln NICHT gäbe, DANN wäre das ALG II ja quasi ein "BGE"...

und das- ist abzulehnen


und WO habe ich die Arbeit der "Minijobber" denn "herabgewürdigt"?????
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Die wahre Steuerlast der Niedriglöhner

Beitragvon Odin1506 » Fr 11. Mai 2018, 15:02

Realist2014 hat geschrieben:(11 May 2018, 15:51)

das was du beschreibst halte auch ICH für RICHTIG und angemessen. Genau wie unser Verfassungsgericht. Denn NIEMAND wird ja gezwungen, ALG II zu beantragen...

FALLS aber, dann gelten genau die von dir angeführten Regeln.

denn wenn es dieses Regeln NICHT gäbe, DANN wäre das ALG II ja quasi ein "BGE"...

und das- ist abzulehnen


und WO habe ich die Arbeit der "Minijobber" denn "herabgewürdigt"?????


Dann lebe du mal davon, dann kannst du auch mitreden und keine hohlen Stammtischphrasen von dir geben.
Es wird ja niemand gezwungen........bla bla bla, ist doch dann egal wenn der Mensch dann verhungert, erfriert usw..
Komm mal raus aus deinen Bayern und schau dir doch mal diese schönen sachen an:
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Re: Die wahre Steuerlast der Niedriglöhner

Beitragvon Realist2014 » Fr 11. Mai 2018, 15:06

Odin1506 hat geschrieben:(11 May 2018, 16:02)

Dann lebe du mal davon,



muss ich nicht und der größte Teil der deutschen Bürger auch nicht

Es ist auch nur das Existenzminimum

als der UNTERSTE ökonomische Level / Lebensniveau in diesem Land

logischerweise heben diejenigen, die ARBEITEN, wenn auch nur zum Mindestlohn, MEHR

das ist logisch, fair und leistungsgerecht
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Re: Die wahre Steuerlast der Niedriglöhner

Beitragvon Odin1506 » Fr 11. Mai 2018, 15:09

Realist2014 hat geschrieben:(11 May 2018, 16:06)

muss ich nicht


Solltest du aber mal, dann hättest du auch eine Ahnung davon was du alles falsch schreibst.
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Re: Die wahre Steuerlast der Niedriglöhner

Beitragvon Realist2014 » Fr 11. Mai 2018, 15:12

Odin1506 hat geschrieben:(11 May 2018, 16:09)

Solltest du aber mal, dann hättest du auch eine Ahnung davon was du alles falsch schreibst.



muss ich aber nicht

ich schreibe gar nichts "falsch"

das Existenzminimum ist für ein Leben in (konsumtechnischer) Bescheidenheit

fast 30 Jahre nach Ende deines geliebten Arbeiter & Bauernstaates solltest auch DU mittlerweile kapiert haben, das man sich in der Wettbewerbs - und Leistungsgesellschaft das "Angenehme" eben SELBER erwirtschaften muss.
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Re: HartzIV

Beitragvon Positiv Denkender » Di 29. Mai 2018, 17:17

Odin1506 hat geschrieben:(11 May 2018, 10:22)

Stimmt ALG2 ist kein Grundeinkommen, ALG2 ist Schweige- und Ruhigstellungsgeld, sowie Druckmittel.
Denn wenn der ALG2-(Hartz4-)Bezieher nicht die Klappe hält bzw. nicht brav ist, wird er sanktioniert.

Eine Behauptung von dir sonst nichts . Natürlich kann sich jemand der keinen Schulabschluss oder keinen Berufsabschluss
nachweisen kann nicht den Job aussuchen . Er wird sanktioniert nicht weil er den Mund aufmacht sondern weil er
Job Angebote ausschlägt .Ich kann dir bei einem Rundgang durch die Stadt hundertfache Arbeitslose zeigen die ihren
Mund aufmachen . Die grölen auf öffentlichen Plätzen herum ,saufen und belästigen Leute die ihr Geld mit Arbeit verdienen .
1,5 Millionen freie Stellen ? Betriebe zahlen Prämien für Vermittlung von Mitarbeitern .
Wer will findet einen Arbeitsplatz . Nur solange der Staat Arbeitsunwillige so großzügig versorgt werden
Betriebe auf AN aus dem Ausland zurückgreifen müssen .

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