HartzIV - Sammelstrang

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jorikke
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Re: Ein höherer H4 Satz...was würde das bringen?

Beitragvon jorikke » Fr 16. Mär 2018, 22:19

JJazzGold hat geschrieben:(16 Mar 2018, 20:08)

Verbesserte Zuverdienstmöglichkeiten ist ein Lösungsansatz.


Fast der Einzige.
Da aber Hartz IV und die Einkommen der Geringverdienenden schon jetzt sehr eng beieinander liegen, sind diesem Ansatz enge Grenzen gesetzt.
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Ger9374
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Re: Ein höherer H4 Satz...was würde das bringen?

Beitragvon Ger9374 » Fr 16. Mär 2018, 22:34

Es gibt genug hartz 4 bezieher die jung, gesund und arbeitsfähig sind. Diese sollen zu arbeitsleistungen herangezogen werden, und wenn es zum allgemeinwohl ist. Es ist skandalös wie eine generation h4 bezieher förmlich die nächste grosszieht. Und etliche davon arbeiten nebenbei schwarz, der Staat fordert den missbrauch förmlich mangels kontrollen heraus.
Es gibt genug ehrliche Hartz 4 bezieher die mit solchen Sozialmissbrauch auch nichts zu tun haben wollen. Aber unser Staat hat ja auch nichts besseres zu tun sich weitere Sozialfälle aus Nordafrika an Land zu ziehen. Dann kann es unserem land ja gar nicht so schlecht gehen!?
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Maltrino
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Re: Ein höherer H4 Satz...was würde das bringen?

Beitragvon Maltrino » Fr 16. Mär 2018, 22:46

Kritikaster hat geschrieben:(16 Mar 2018, 21:54)

Stimmt, aber natürlich nur für jene, die von dafür Befähigten zu Recht erwarten, dass diese sich nicht nur - ohne jede Gegenleistung - von der Allgemeinheit aushalten lassen möchten.


Waaaas???? Soll ich diesen Satz versuchen zu verstehen oder soll ich dich einfach nur als typisches Beispiel dafür nehmen was passiert wenn [Mod: editiert]

Also, hier hat jemand geschrieben, dass besserer Zuverdienstmöglichkeiten eine Lösung sind (darüber wäre im Detail zu diskutiere, ich sehe da einige neue Probleme).

Jetzt sagst du, dass dies nur für "jene" eine Lösung ist."Jene" steht offenbar für bestimmte Leistungsempfänger? Und diese sollen von "dafür Befähigten" (Jobcenter Mitarbeitern?) zu Recht (?) erwarten, dass diese (also die Jobcenter Mitarbeiter?) "sich nicht nur - ohne jede Gegenleistung- von der Allgemeinheit aushalten lassen möchten"? Wieso sollen die Leistungsempfänger das von den Jobcenter Mitarbeitern erwarten? Oder bin ich zu doof um den Satzbau zu verstehen? Ja natürlich, das muss die Lösung sein! :thumbup:
Wie ihr seht, habe ich jetzt auch ein Profilbild wo das Portrait eines großen politischen Denkers aus der Vergangenheit abgebildet ist. Damit ist jetzt jede meiner Aussagen wahr und absolut seriös.
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Re: Ein höherer H4 Satz...was würde das bringen?

Beitragvon Maltrino » Fr 16. Mär 2018, 22:54

jorikke hat geschrieben:(16 Mar 2018, 22:19)

Fast der Einzige.
Da aber Hartz IV und die Einkommen der Geringverdienenden schon jetzt sehr eng beieinander liegen, sind diesem Ansatz enge Grenzen gesetzt.


Guuut, du fängst an nachzudenken. Und jetzt denk weiter nach und versuch eine Lösung zu finden die nicht darin besteht den "Hartzern", also den vollkommen Erwerbslosen Geld zu kürzen. Wie könnte dann die Lösung sein durch die man erreicht, dass die Geringverdiener, trotzdem mehr haben als die "Hartzer", was ja offenbar von immer mehr Leuten gewollt wird, ohne dass es neue Probleme gibt? Vielleicht sollte ich im BGE Strang auf dich warten? Bin aber gespannt ob es noch andere Lösungen gibt.
Zuletzt geändert von Maltrino am Fr 16. Mär 2018, 22:56, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Ein höherer H4 Satz...was würde das bringen?

Beitragvon JJazzGold » Fr 16. Mär 2018, 23:06

jorikke hat geschrieben:(16 Mar 2018, 22:19)

Fast der Einzige.
Da aber Hartz IV und die Einkommen der Geringverdienenden schon jetzt sehr eng beieinander liegen, sind diesem Ansatz enge Grenzen gesetzt.


Frau Giffey hat darauf hingewiesen, dass der Abstand nur durch höheren Verdienst anreizend vergrößert werden kann. Damit sind wir wieder beim Thema Bildung und Qualifikation.
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Re: Ein höherer H4 Satz...was würde das bringen?

Beitragvon Maltrino » Fr 16. Mär 2018, 23:09

JJazzGold hat geschrieben:(16 Mar 2018, 23:06)

Frau Giffey hat darauf hingewiesen, dass der Abstand nur durch höheren Verdienst anreizend vergrößert werden kann. Damit sind wir wieder beim Thema Bildung und Qualifikation.


Bildung wird sich erst in 20 Jahren bemerkbar machen, "Qualifikation" klingt nach weiteren komplizierten Maßnahmen wo man Leute einstellen muss die das durchführen... Klingt für mich eher nach weiterer Ressourcenverschwendung, wäre aber konsequent für die Sozialdemokratie.
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Re: Ein höherer H4 Satz...was würde das bringen?

Beitragvon Kritikaster » Fr 16. Mär 2018, 23:21

Maltrino hat geschrieben:(16 Mar 2018, 22:46)

Waaaas???? Soll ich diesen Satz versuchen zu verstehen oder soll ich dich einfach nur als typisches Beispiel dafür nehmen was passiert wenn [Mod: editiert] ...

[Mod: editiert]

Ansonsten lies bitte noch einmal, was ich schrieb, und nimm bitte zur Kenntnis, dass auch ich selbst während/nach der "Ära Schröder" zeitweise zu den erwähnten Leistungsempfängern zählte.

Wenn ich also generell in diesem Forum die Auffassung vertrete, dass letztendlich jeder selbst seines eigenen Schicksals oder Glückes Schmied ist, weiß ich recht genau, wovon ich spreche/schreibe. :cool:
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Re: Ein höherer H4 Satz...was würde das bringen?

Beitragvon Maltrino » Fr 16. Mär 2018, 23:54

Kritikaster hat geschrieben:(16 Mar 2018, 23:21)

[Mod: editiert]

Ansonsten lies bitte noch einmal, was ich schrieb, und nimm bitte zur Kenntnis, dass auch ich selbst während/nach der "Ära Schröder" zeitweise zu den erwähnten Leistungsempfängern zählte.

Wenn ich also generell in diesem Forum die Auffassung vertrete, dass letztendlich jeder selbst seines eigenen Schicksals oder Glückes Schmied ist, weiß ich recht genau, wovon ich spreche/schreibe. :cool:


Du willst also mit deinem umständlichen und meiner Meinung nach verunglücktem Satz sagen, dass bessere Zuverdienstmöglichkeiten nur denjenigen nutzen (sollten) die "ehrlich arbeiten"? Ja ist ja klar oder?

Das eigentliche Problem, um das sich jetzt herumgedruckst wird, und wo ich gespannt bin wie Griffey (oder so), Lidner oder wer auch immer es lösen will:

Bessere Zuverdienstmöglichkeiten würden dann wieder zu Ungerechtigkeiten führen, nur an etwas höherer Stelle. Jemand verdient mal 1000 Euro zu, darf als Belohnung 80% von Hartz4 behalten, hat nun 1800, und damit fast soviel wie jemand der 2000 Euro im normalen Job verdient. Ich machs kurz: Um die Zuverdienstmöglichkeiten wirklich so besser zu machen, dass sich Mehrarbeit über den gesamten Bereich lohnt, wäre ein so fließender Übergang, dass es in Richtung BGE oder negativer Einkommenssteuer gehen muss. Der derzeitige Übergang ist einfach zu knapp. Jemand der Null Euro verdient soll menschenwürdig leben, das bedeutet ca. 900 Euro bekommt er. Jemand der 1000 Euro verdient soll schon möglichst vollständig ohne Stütze leben können. Um das hinzubekommen muss man diese schräge Zuverdienst-Verrechnungen installieren, die jetzt konsequenterweise Lindner und offenbar auch Giffey negativ auffallen. Wenn ich diesen knappen "Übergangsraum" aber beibehalten will, dann kann es eigentlich keine Lösung geben. Die einzige Lösung die ich sehe ist: Entweder Sozialhilfe wird vollkommen abgeschafft oder gekürzt (Will aber auch keiner) oder sie wird so sehr auf andere Einkommensschichten ausgedehnt, dass (wie bei einer negativen Einkommenssteuer) ein fließender Übergang, bei dem sich Zusatzverdienst immer lohnt, möglich ist. Negative Einkommenssteuer und verwandtes, wäre aber ein weiterer Schritt in Richtung Grundeinkommen.
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Re: Ein höherer H4 Satz...was würde das bringen?

Beitragvon Kritikaster » Sa 17. Mär 2018, 00:04

Maltrino hat geschrieben:(16 Mar 2018, 23:54)

Du willst also mit deinem umständlichen und meiner Meinung nach verunglücktem Satz sagen, dass bessere Zuverdienstmöglichkeiten nur denjenigen nutzen (sollten) die "ehrlich arbeiten"?

Ja, auch wenn Du Verständnisschwierigkeiten mit meiner Argumentation oder Ausdrucksweise hast, sollten selbstverständlich nur diejenigen in den uneingeschränkten Genuß von Zuverdienstmöglichkeiten kommen, die "ehrlich arbeiten" und sich nicht zum Schaden derjenigen zu bereichern versuchen, die in dieselben Sozialsysteme einzahlen, von deren Leistungen sie selbst leben.

Es ist eine geradezu beängstigende Vorstellung, dass es Zeitgenossen geben könnte, die das anders sehen.
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Re: Ein höherer H4 Satz...was würde das bringen?

Beitragvon jorikke » Sa 17. Mär 2018, 07:59

Maltrino hat geschrieben:(16 Mar 2018, 23:09)

Bildung wird sich erst in 20 Jahren bemerkbar machen, "Qualifikation" klingt nach weiteren komplizierten Maßnahmen wo man Leute einstellen muss die das durchführen... Klingt für mich eher nach weiterer Ressourcenverschwendung, wäre aber konsequent für die Sozialdemokratie.


Bin ganz deiner Meinung.
Es gibt viel zu tun, warten wir es ab.
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Re: Ein höherer H4 Satz...was würde das bringen?

Beitragvon Maltrino » Sa 17. Mär 2018, 17:28

Kritikaster hat geschrieben:(17 Mar 2018, 00:04)

Ja, auch wenn Du Verständnisschwierigkeiten mit meiner Argumentation oder Ausdrucksweise hast, sollten selbstverständlich nur diejenigen in den uneingeschränkten Genuß von Zuverdienstmöglichkeiten kommen, die "ehrlich arbeiten" und sich nicht zum Schaden derjenigen zu bereichern versuchen, die in dieselben Sozialsysteme einzahlen, von deren Leistungen sie selbst leben.

Es ist eine geradezu beängstigende Vorstellung, dass es Zeitgenossen geben könnte, die das anders sehen.


Ich weiß immer noch nicht so recht ob du damit Einwanderer oder Flüchtlinge meinst, die sich bereichern wollen oder wen, aber ist ja klar, das jegliches System bei dem es um "Zuverdienst" oder "Abgaben" davon aus geht, dass jeder sich korrekt verhält. Unkorrekt können sich auch Gutverdiener verhalten die Steuern hinterziehen oder so.

Das Problem das ich sehe (ich weiß nicht ob du vielleicht das selbe meinst), das heutige System verleitet geradezu danach unkorrekt zu handeln. Und diejenigen die Mehrverdienst nicht angeben sondern Bar in die Hand kriegen und drüber schweigen, die werden quasi belohnt, weil es natürlich auch gar keine Ressourcen gibt um sowas herauszufinden, während diejenigen die brav angeben, dass sie diesen Monat 400 Euro mehr verdient haben als sonst, die dummen sind und nur 80 Euro mehr haben als letzten Monat.

Ich will das nicht entschuldigen, Gesetzesverstoß ist Gesetzesverstoß. Aber Gesetze sollten meiner Meinung nach auch so gestaltet sein, dass sie nicht danach schreien gebrochen zu werden. Wenn ich eine Ampel aufstelle wo kein Verkehr ist und die 99% der zeit auf rot steht, dann ist es nur eine Frage der Zeit bis jemand drüber fährt. Ein System wo sich Zuverdienst mehr lohnt, das würde glaube ich eher dazu führen, dass viele Leute sich trauen plötzlich ehrlich zu sein. Wenn jemand weiß, er muss nur 20% vom Zuverdienst abgeben statt 80%, dann wird er sich glaube ich keine Gedanken mehr darüber machen ob er schwarz arbeitet sondern er geht den einfachen Weg, gibt den Mehrverdienst an, behält 80% und gut ist. Wer dann noch wegen 20% so nen Nervenkitzel will, joa, wie gesagt, solche leute gibt es in allen Gesellschaftsschichten (Zum Beispiel Hoeneß...).
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Re: Ein höherer H4 Satz...was würde das bringen?

Beitragvon frems » Sa 17. Mär 2018, 19:34

Noch mehr Hartz IV würde wohl einige Debatten auslösen, z.B. warum die Rentner und Pensionäre nicht zusätzliche Mittel kriegen, auch wenn Hartzer bekanntlich das höchste Armutsrisiko haben, während es bei Greisen quasi gar nicht existiert. Zum anderen würde es wohl ordentlich Wachstum und Arbeitsplätze schaffen, z.B. bei Tabakherstellern, Brauereien und Betreibern von Spielautomaten.
Labskaus!

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Re: Ein höherer H4 Satz...was würde das bringen?

Beitragvon Boracay » Sa 17. Mär 2018, 23:00

frems hat geschrieben:(17 Mar 2018, 19:34)

Noch mehr Hartz IV würde wohl einige Debatten auslösen, z.B. warum die Rentner und Pensionäre nicht zusätzliche Mittel kriegen, auch wenn Hartzer bekanntlich das höchste Armutsrisiko haben, während es bei Greisen quasi gar nicht existiert. Zum anderen würde es wohl ordentlich Wachstum und Arbeitsplätze schaffen, z.B. bei Tabakherstellern, Brauereien und Betreibern von Spielautomaten.


Da wird ein Großteil der Kohle landen. Mir völlig schleierhaft wie man sich hinstellen kann und sagen das Geld reicht nicht. Ich liege in meinem Haushalt knapp unter dem was Hartzer so als Satz haben für die Familie und da muss ich auf absolut gar nichts verzichten und noch nicht mal drauf achten was ich einkaufe.

Aberwitzig dass das Geld nicht reichen würde.... aber ich fürchte tatsächlich das vieles in die "Spielotheken" wandert, arbeiten tun von Besuchern vermutlich die wenigsten.
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Re: Ein höherer H4 Satz...was würde das bringen?

Beitragvon Odin1506 » Sa 17. Mär 2018, 23:07

Boracay hat geschrieben:(17 Mar 2018, 23:00)

Da wird ein Großteil der Kohle landen. Mir völlig schleierhaft wie man sich hinstellen kann und sagen das Geld reicht nicht. Ich liege in meinem Haushalt knapp unter dem was Hartzer so als Satz haben für die Familie und da muss ich auf absolut gar nichts verzichten und noch nicht mal drauf achten was ich einkaufe.

Aberwitzig dass das Geld nicht reichen würde.... aber ich fürchte tatsächlich das vieles in die "Spielotheken" wandert, arbeiten tun von Besuchern vermutlich die wenigsten.


Mal eine Frage, was glaubst du denn was man von dem Hartz4 bezahlen muß? Denkst du das ist nur zum Essen gedacht?
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Re: Ein höherer H4 Satz...was würde das bringen?

Beitragvon KarlRanseier » So 18. Mär 2018, 00:06

Boracay hat geschrieben:(17 Mar 2018, 23:00)

Da wird ein Großteil der Kohle landen. Mir völlig schleierhaft wie man sich hinstellen kann und sagen das Geld reicht nicht. Ich liege in meinem Haushalt knapp unter dem was Hartzer so als Satz haben für die Familie und da muss ich auf absolut gar nichts verzichten und noch nicht mal drauf achten was ich einkaufe.

Aberwitzig dass das Geld nicht reichen würde.... aber ich fürchte tatsächlich das vieles in die "Spielotheken" wandert, arbeiten tun von Besuchern vermutlich die wenigsten.



400 Euro sollen reichen für Essen, Strom, Kleidung, notwendige Reparaturen, Mobilität sowie Teilhabe am sozialen Leben? Nimm's nicht persönlich, aber ich habe den Eindruck, einige Leute haben nicht mehr alle Tassen im Schrank. :rolleyes:
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Re: Ein höherer H4 Satz...was würde das bringen?

Beitragvon KarlRanseier » So 18. Mär 2018, 00:07

frems hat geschrieben:(17 Mar 2018, 19:34)

Noch mehr Hartz IV würde wohl einige Debatten auslösen, z.B. warum die Rentner und Pensionäre nicht zusätzliche Mittel kriegen, auch wenn Hartzer bekanntlich das höchste Armutsrisiko haben, während es bei Greisen quasi gar nicht existiert. Zum anderen würde es wohl ordentlich Wachstum und Arbeitsplätze schaffen, z.B. bei Tabakherstellern, Brauereien und Betreibern von Spielautomaten.



Na klar. Und Weltreisen würden sie sich leisten, Luxusyachten kaufen und Immobilien.

Gute Besserung! :rolleyes:
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Re: Ein höherer H4 Satz...was würde das bringen?

Beitragvon think twice » So 18. Mär 2018, 01:05

KarlRanseier hat geschrieben:(18 Mar 2018, 00:07)

Na klar. Und Weltreisen würden sie sich leisten, Luxusyachten kaufen und Immobilien.

Gute Besserung! :rolleyes:

Manchmal ernähren sie mit ihrem Hartz IV auch noch ihre 20koepfige Sippe in Afrika.
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Re: Ein höherer H4 Satz...was würde das bringen?

Beitragvon KarlRanseier » So 18. Mär 2018, 01:09

think twice hat geschrieben:(18 Mar 2018, 01:05)

Manchmal ernähren sie mit ihrem Hartz IV auch noch ihre 20koepfige Sippe in Afrika.



Dann sind wir wohl nicht auf dem Laufenden. Wurde vielleicht letztens der Hartz-Satz von 400 Euro auf 20.000 Euro erhöht? Nach allem, was man hier so lesen kann, liegt die Vermutung sehr nahe... :?:
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Re: Ein höherer H4 Satz...was würde das bringen?

Beitragvon think twice » So 18. Mär 2018, 01:15

KarlRanseier hat geschrieben:(18 Mar 2018, 01:09)

Dann sind wir wohl nicht auf dem Laufenden. Wurde vielleicht letztens der Hartz-Satz von 400 Euro auf 20.000 Euro erhöht? Nach allem, was man hier so lesen kann, liegt die Vermutung sehr nahe... :?:

Du weisst doch, wer bevorzugt speiseplaene für Hartzer erstellt: Bundesbanker und andere, die 400 Euro in der Woche als Taschengeld haben.
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Re: Ein höherer H4 Satz...was würde das bringen?

Beitragvon jorikke » So 18. Mär 2018, 08:48

Maltrino hat geschrieben:(17 Mar 2018, 17:28)

Ich weiß immer noch nicht so recht ob du damit Einwanderer oder Flüchtlinge meinst, die sich bereichern wollen oder wen, aber ist ja klar, das jegliches System bei dem es um "Zuverdienst" oder "Abgaben" davon aus geht, dass jeder sich korrekt verhält. Unkorrekt können sich auch Gutverdiener verhalten die Steuern hinterziehen oder so.

Das Problem das ich sehe (ich weiß nicht ob du vielleicht das selbe meinst), das heutige System verleitet geradezu danach unkorrekt zu handeln. Und diejenigen die Mehrverdienst nicht angeben sondern Bar in die Hand kriegen und drüber schweigen, die werden quasi belohnt, weil es natürlich auch gar keine Ressourcen gibt um sowas herauszufinden, während diejenigen die brav angeben, dass sie diesen Monat 400 Euro mehr verdient haben als sonst, die dummen sind und nur 80 Euro mehr haben als letzten Monat.

Ich will das nicht entschuldigen, Gesetzesverstoß ist Gesetzesverstoß. Aber Gesetze sollten meiner Meinung nach auch so gestaltet sein, dass sie nicht danach schreien gebrochen zu werden. Wenn ich eine Ampel aufstelle wo kein Verkehr ist und die 99% der zeit auf rot steht, dann ist es nur eine Frage der Zeit bis jemand drüber fährt. Ein System wo sich Zuverdienst mehr lohnt, das würde glaube ich eher dazu führen, dass viele Leute sich trauen plötzlich ehrlich zu sein. Wenn jemand weiß, er muss nur 20% vom Zuverdienst abgeben statt 80%, dann wird er sich glaube ich keine Gedanken mehr darüber machen ob er schwarz arbeitet sondern er geht den einfachen Weg, gibt den Mehrverdienst an, behält 80% und gut ist. Wer dann noch wegen 20% so nen Nervenkitzel will, joa, wie gesagt, solche leute gibt es in allen Gesellschaftsschichten (Zum Beispiel Hoeneß...).


Hartz IV sollte auf keinen Fall erhöht werden. Es kann nicht sein, das arbeitenden Menschen Geld abgezogen wird, um die zu ernähren, die einer anderen Lebensphilosophie anhängen.
Die heutigen Unterstützungssätze beibehalten, plus Inflationsausgleich und gut ist es.
Da diese Unterstützung ausgesprochen dürftig ausfällt, ist es zudem ein probates Mittel die Empfänger zu etwas Eigeninitiative anzuregen.
Sprich, etwas hinzuzuverdienen, in einer Form die man freundlich als Nachbarschaftshilfe benennen kann.
Ich habe aber auch nichts dagegen wenn weltfremde Leute es als Schwarzarbeit bezeichnen.
Schwarzarbeit hat viele Vorteile, übel ist sie nur in der Form, bei der Unternehmer Abgaben sparen wollen.
Im Allgemeinen dient sie zum gegenseitigen Frommen.
Nicht umsonst drückt der Staat beide Augen zu und unternimmt keine Anstrengungen - was durch drastische Strafen ein Leichtes wäre - um diese Form der Schwarzarbeit zu unterbinden.
Die Ausführenden verdienen sich etwas hinzu. Das Geld wird zumeist dringend gebraucht und sobald es auf der Kralle ist sofort wieder ausgegeben. Kommt also umgehend wieder in den Umlauf und ist damit volkswirtschaftlich viel effektiver als vom Staat in irgendwelchen Steuertiteln gehortet zu werden um teilweise erst nach Jahren für Investitionen genutzt zu werden.
Die Schwarzarbeiter haben also 1. einen finanziellen Vorteil und 2. (fast noch wichtiger) ziehen sie sich selber ein wenig aus ihrer Arbeitslethargie.
Der Staat hat einen weiteren Vorteil. Etwas zu erhalten kostet. Viel Eigentum würde verfallen, weil nicht jeder das Geld hat notwendige Renovierungen ausführen zu lassen. Schwarzarbeit ist kostengünstig. Somit werden viele Arbeiten erledigt, die auf normalen Wege, mangels Masse, gar nicht in Auftrag gegeben würden.
...wie im richtigen Leben halt.
Das bleibt auch so, selbst wenn die Maltrinos dieser Welt, von Wolke 7 aus, das nicht verstehen werden.

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