Sammelstrang: Armut und Reichtum

In diesem Forum werden Themen rund um die sozialen Sicherungsysteme diskutiert.
Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Arbeitslosengeld 2 (HartzIV), Rentenversicherung, Sozialgesetzbuch.

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Ger9374
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Re: Sammelstrang: Armut und Reichtum

Beitragvon Ger9374 » So 5. Feb 2017, 18:50

Die Möglichkeiten wenn keine gesundheitlichen
Probleme vorhanden sind zum Arbeiten sind da.
O.k nicht alles Traumjobs, aber oftmals muss auch der Hintergrund des Bewerbers stimmen.
Familie, Kinder war früher auch gegeben.
Man muss für sich auch erstmal wissen was hat Priorität.
Will ich vernünftig verdienen heisst das meist Vollzeit. Weniger also Teilzeit oder 450€ Job heisst mehr Freizeit für sich und Familie.
Es gibt tatsächlich Leute für die kommt eine Arbeit nicht in Frage weil dann irgendeine Soap im Fernsehen kommt. Nicht Kopf schütteln selbst erlebt.Oder der Partner hat nebenbei gut verdient obwohl er auch vom Staat unterstützt wird.
Auch sowas gibt es. Hat es aber zu allen Zeiten
gegeben.Das System stimmt schon, aber es ist immer ein anfälliges das auch zum ausnutzen reizt.
:thumbup: Es gibt eine Streitkultur, der Hass gehört ganz gewiss nicht dazu :thumbup: :thumbup: :D

Menschen sind Ausländer irgendwo: :thumbup:
Rassisten sind Arschlöcher überall: :thumbup:
Positiv Denkender
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Re: Sammelstrang: Armut und Reichtum

Beitragvon Positiv Denkender » So 5. Feb 2017, 19:17

Ger9374 hat geschrieben:(05 Feb 2017, 18:50)

Die Möglichkeiten wenn keine gesundheitlichen
Probleme vorhanden sind zum Arbeiten sind da.
O.k nicht alles Traumjobs, aber oftmals muss auch der Hintergrund des Bewerbers stimmen.
Familie, Kinder war früher auch gegeben.
Man muss für sich auch erstmal wissen was hat Priorität.
Will ich vernünftig verdienen heisst das meist Vollzeit. Weniger also Teilzeit oder 450€ Job heisst mehr Freizeit für sich und Familie.
Es gibt tatsächlich Leute für die kommt eine Arbeit nicht in Frage weil dann irgendeine Soap im Fernsehen kommt. Nicht Kopf schütteln selbst erlebt.Oder der Partner hat nebenbei gut verdient obwohl er auch vom Staat unterstützt wird.
Auch sowas gibt es. Hat es aber zu allen Zeiten
gegeben.Das System stimmt schon, aber es ist immer ein anfälliges das auch zum ausnutzen reizt.

Es gibt für gesunde Menschen immer Möglichkeiten . Entscheidend ist ,das jeder seine Grenzen kennt und innerhalb dieser
Grenzen Beruf und Einkommensmöglichkeiten richtig einschätzt .Dann muss man nur noch die Fähigkeit besitzen sein Lebensstil dem Einkommen anzupassen .
Das war nie anders und hat bei den meisten Menschen auch bestens geklappt.
Wer weder Schulabschluss noch Berufsabschluss nachweisen kann wird eben weniger gut bezahlte Jobs finden wie Fachkräfte .
Deshalb wird niemand diskriminiert oder benachteiligt .Natürlich müssen sich Menschen mit geringer bezahlten Jobs mehr nach der Decke strecken als
gut Qualifizierte AN . Nur das war nie anders und wird nicht von der Politik vorgegeben sondern vom Markt.
Das war seit 1949 nie anders. Hinzu kommt eben, dass die meisten Familien heute dank Krippen und Kitas beide im Berufsleben stehen .
Selten legen beide Lebenspartner auf gleichen Gehaltsstufe ,sodass ein Einkommen immer zusätzlich ist .Das wird sich auch auf die spätere
Rentenhöhe der Lebenspartner auswirken weil, im Gegensatz zu vielen heutigen Rentnern, beide Ehepartner eine Rente beziehen werden die zusammengenommen
alles andere als zur Armut führt. Wenn überhaupt wird es diejenigen betreffen, die als Migranten ins Land gekommen sind . Für viele dieser Migranten
reichen die Beitragszeiten nicht aus, um Anspruch auf eine auskommende Rente zu beanspruchen .Nur dafür kann unser Rentensystem nichts .
Wer Einwanderung in dieses Land für eine humanitäre Pflicht hält muss halt das Risiko Armutsgefährdung in Kauf nehmen ,oder sich gegen
Flüchtlinge aussprechen .Beides Flüchtlinge mit mitteständischen Ansprüchen geht nur selten.
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Re: Sammelstrang: Armut und Reichtum

Beitragvon Orwellhatterecht » So 5. Feb 2017, 20:37

Positiv Denkender hat geschrieben:(05 Feb 2017, 13:50)

Entscheidest du ab wann wer eine Familie ernähren kann ?Heute ist es üblich ,dass meistens beide Elternteile beschäftigt sind ,das Familieneinkommen
deshalb auf 2 Schultern verteilt ist . Die Einrichtungen von Krippen und Kitas lassen es zu ,dass heute beide Elternteile arbeiten können .
Unabhängig wie man zur Frühaufbewahrung der Kinder steht . Zudem gibt es Kindergeld , Familiengeld ,alles das gab es vorher nicht oder n geringerer Höhe.
Jede Familie kann selbst entscheiden ob beide Elternteile Vollzeit arbeiten ,oder ob eine Person einer Teilzeitbeschäftigung nachgeht ,oder eben eine
Person lediglich einen 450,-€ Job ausübt weil dieser maßgeschneidert für die Familienplanung ist .
Von einem 450,-€ Job muss niemand leben , es handelt sich immer um ein Zusatzeinkommen . Falls doch gibt es aufstockende Leistungen .
Die kann man abschaffen nur dann würden sicher einige aufspringen .Nochmals auch wenn du es nie begreifen wirst .Teilzeitjobs und 450 ,-€ Jobs
können selten in Vollzeitjobs umgewandelt werden .Selbst wenn es ginge wäre dann zumindest eine Person die diesen Job mit einem Kollegen /in teilt
arbeitslos .Wenn du dies für sinnvoller hältst ist das deine Sache. Teilzeit und 450,-€ Jobs sind für die Beschäftigten eine will kommende Möglichkeit
das Familieneinkommen aufzustocken .




Schön für Dich, dass Du einen festen Glauben hast !
Die Großen hören auf zu herrschen, wenn die Kleinen aufhören zu kriechen!“
(Friedrich Schiller)
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Ger9374
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Re: Sammelstrang: Armut und Reichtum

Beitragvon Ger9374 » Mo 6. Feb 2017, 01:06

Orwellhatterecht hat geschrieben:(05 Feb 2017, 20:37)

Schön für Dich, dass Du einen festen Glauben hast !



Oh Bruder Orwell bist du wieder schwankend in
deinem Glauben, etwa weil da jemand deiner unerschöpflichen Weisheit nicht entsprechen kann! Zweifle nicht auch du erhältst irgendwann
die höheren Weihen der Demut !
:thumbup: Es gibt eine Streitkultur, der Hass gehört ganz gewiss nicht dazu :thumbup: :thumbup: :D

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Re: Sammelstrang: Armut und Reichtum

Beitragvon Ger9374 » Di 7. Feb 2017, 02:36

Positiv Denkender hat geschrieben:(05 Feb 2017, 19:17)

Es gibt für gesunde Menschen immer Möglichkeiten . Entscheidend ist ,das jeder seine Grenzen kennt und innerhalb dieser
Grenzen Beruf und Einkommensmöglichkeiten richtig einschätzt .Dann muss man nur noch die Fähigkeit besitzen sein Lebensstil dem Einkommen anzupassen .
Das war nie anders und hat bei den meisten Menschen auch bestens geklappt.
Wer weder Schulabschluss noch Berufsabschluss nachweisen kann wird eben weniger gut bezahlte Jobs finden wie Fachkräfte .
Deshalb wird niemand diskriminiert oder benachteiligt .Natürlich müssen sich Menschen mit geringer bezahlten Jobs mehr nach der Decke strecken als
gut Qualifizierte AN . Nur das war nie anders und wird nicht von der Politik vorgegeben sondern vom Markt.
Das war seit 1949 nie anders. Hinzu kommt eben, dass die meisten Familien heute dank Krippen und Kitas beide im Berufsleben stehen .
Selten legen beide Lebenspartner auf gleichen Gehaltsstufe ,sodass ein Einkommen immer zusätzlich ist .Das wird sich auch auf die spätere
Rentenhöhe der Lebenspartner auswirken weil, im Gegensatz zu vielen heutigen Rentnern, beide Ehepartner eine Rente beziehen werden die zusammengenommen
alles andere als zur Armut führt. Wenn überhaupt wird es diejenigen betreffen, die als Migranten ins Land gekommen sind . Für viele dieser Migranten
reichen die Beitragszeiten nicht aus, um Anspruch auf eine auskommende Rente zu beanspruchen .Nur dafür kann unser Rentensystem nichts .
Wer Einwanderung in dieses Land für eine humanitäre Pflicht hält muss halt das Risiko Armutsgefährdung in Kauf nehmen ,oder sich gegen
Flüchtlinge aussprechen .Beides Flüchtlinge mit mitteständischen Ansprüchen geht nur selten.



Das Sozialsystem wird auch diese folgen der
Politik zu tragen haben. Wünschen wir uns allen das dies dann auch alles noch so funktioniert
Nicht das Deutschland irgendwann mit dem Hut rumgehen muss;-);-)
:thumbup: Es gibt eine Streitkultur, der Hass gehört ganz gewiss nicht dazu :thumbup: :thumbup: :D

Menschen sind Ausländer irgendwo: :thumbup:
Rassisten sind Arschlöcher überall: :thumbup:
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Re: Sammelstrang: Armut und Reichtum

Beitragvon Positiv Denkender » Di 7. Feb 2017, 15:23

Orwellhatterecht hat geschrieben:(05 Feb 2017, 20:37)

Schön für Dich, dass Du einen festen Glauben hast !

Tatsachen haben nichts mit Glauben zu tun .Es ist so .Die meisten 450,-€ Jobs ,die Halbtagsjobs dienen dazu um das Familieneinkommen zu ergänzen.
Ganz abgesehen dass du von Teilzeit und Halbtagskräften keine Ahnung hast .Würden alle Halbtagskräfte als Vollzeitkräfte übernommen
würden 50 % dieser AN arbeitslos werden .Ganz abgesehen davon ,dass für die meisten Halbtags und Teilzeit Jobs der Arbeitsanfall im Betrieb nicht ausreicht
um daraus Vollzeitjobs zu machen . .Hat nichts mit Glauben zu tun sondern rein mit Tatsachen und täglicher Erfahrung .
Aus einem Teilzeitjob , z.B. in einem Handwerksbetrieb der halbtags eine Bürokraft beschäftigt , kann man keinen Vollzeitjob machen ,genauso wenig den eine Job einer Reinigungskraft, die 2X 2 Std .in der Woche
eingesetzt wird. Auch für das Servicepersonal in der Gastronomie gibt es oft keine Vollzeitjobs . Ein Gastronom der vielleicht 1 X die Woche eine
Festlichkeit ausrichtet kann deshalb das Personal nicht 7 Tage in der Woche beschäftigen . Ich glaube es nicht, sondern ich weiß es .Diese
Jobs werden gerne ausgeübt .Für einen Ausfall gibt es oft 10 oder mehr neue Bewerber .
Teilzeitjobs und 450,-€ Jobs sind für die meisten Ausübenden eine ideale Ergänzung zur Aufbesserung des Familieneinkommens .
Zuletzt geändert von Positiv Denkender am Di 7. Feb 2017, 16:39, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Sammelstrang: Armut und Reichtum

Beitragvon Positiv Denkender » Di 7. Feb 2017, 16:20

Ger9374 hat geschrieben:(07 Feb 2017, 02:36)

Das Sozialsystem wird auch diese folgen der
Politik zu tragen haben. Wünschen wir uns allen das dies dann auch alles noch so funktioniert
Nicht das Deutschland irgendwann mit dem Hut rumgehen muss;-);-)


Da wirst du noch viele Hüte anderswo verteilen müssen bevor Deutschland mit dem Hut herumgehen muss .
Bisher bestückt Deutschland die Hüte anderer Staaten .
Man kann sicher immer etwas verbessern ,nur im Großen und Ganzen hat unser Sozialsystem nur positive Folgen .
Lediglich Besserverdienende müssten endlich von Abgaben und Steuern entlastet werden .
Eine Herabsetzung der Bemessungsgrenzen würde schon Entlastung bringen . Leider wird das wohl nichts .
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Re: Reiche zahlen?

Beitragvon Positiv Denkender » Di 7. Feb 2017, 17:01

pikant hat geschrieben:(11 Sep 2012, 15:13)

Reichensteuer ab 1-2 Millionen Einkommen!
das zusaetzliche Geld wird zweckgebunden in den Sozialetat gegeben
Solidaritaet der Reichen mit den Armen!

Findet reichlich statt .Nur wo bleibt umgekehrt die Solidarität mit den Menschen ,die mit Steuern und Abgaben diesen
riesigen Sozialetat erst ermöglichen ?
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Re: Reiche zahlen?

Beitragvon pikant » Mi 8. Feb 2017, 09:09

Positiv Denkender hat geschrieben:(07 Feb 2017, 17:01)

Findet reichlich statt .Nur wo bleibt umgekehrt die Solidarität mit den Menschen ,die mit Steuern und Abgaben diesen
riesigen Sozialetat erst ermöglichen ?


die Solidaritaet heisst 44.31% direkte Steuern ab 53 800 Euro im Jahr fuer Ledige!
kann sein, dass man nach der Bundestagswahl da noch eine Schippe drauf legt.
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firlefanz11
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Re: Reiche zahlen?

Beitragvon firlefanz11 » Mi 8. Feb 2017, 10:32

pikant hat geschrieben:(08 Feb 2017, 09:09)

die Solidaritaet heisst 44.31% direkte Steuern ab 53 800 Euro im Jahr fuer Ledige!
kann sein, dass man nach der Bundestagswahl da noch eine Schippe drauf legt.

Wenn die SPD dran kommt wird die Grenze für den Spitzensteuersatz eher noch nach unten wandern als nach oben... :mad2:
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Re: Reiche zahlen?

Beitragvon pikant » Mi 8. Feb 2017, 11:01

firlefanz11 hat geschrieben:(08 Feb 2017, 10:32)

Wenn die SPD dran kommt wird die Grenze für den Spitzensteuersatz eher noch nach unten wandern als nach oben... :mad2:


das traue ich dem Martin nicht zu - der wird eher wieder eine Vermoegenssteuer einfuehren und den Spitzensteuersatz auf 45% plus Soli anheben - vielleicht ab 80 000 Euro Jahresverdienst.
hoehe Loehne und hohe Steuern ;)
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jorikke
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Re: Reiche zahlen?

Beitragvon jorikke » Mi 8. Feb 2017, 11:25

pikant hat geschrieben:(08 Feb 2017, 09:09)

die Solidaritaet heisst 44.31% direkte Steuern ab 53 800 Euro im Jahr fuer Ledige!
kann sein, dass man nach der Bundestagswahl da noch eine Schippe drauf legt.


Ein Alleinstehender hat 2017 bei einem zu versteuernden Einkommen von 55.000 € einen Grenzsteuersatz von 48%.
Da viele mit diesen Begriffen nicht viel anfangen können, hier mal Klartext:
Bei 55.000 € werden 16,744,46 € Steuern fällig. Das entspricht exakt 30% EK-ST.
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Re: Reiche zahlen?

Beitragvon Positiv Denkender » Mi 8. Feb 2017, 11:55

pikant hat geschrieben:(08 Feb 2017, 09:09)

die Solidaritaet heisst 44.31% direkte Steuern ab 53 800 Euro im Jahr fuer Ledige!
kann sein, dass man nach der Bundestagswahl da noch eine Schippe drauf legt.

Wenn ROT ;DUNKELROT GRÜN käme wäre das möglich .
Man erhöht halt Hartz IV und holt sich´s beim Steuerzahler zurück. So fördert man Leistungsbereitschaft .
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Re: Reiche zahlen?

Beitragvon pikant » Mi 8. Feb 2017, 13:47

Positiv Denkender hat geschrieben:(08 Feb 2017, 11:55)

Wenn ROT ;DUNKELROT GRÜN käme wäre das möglich .
Man erhöht halt Hartz IV und holt sich´s beim Steuerzahler zurück. So fördert man Leistungsbereitschaft .


wegen mir koennte man Hartz4 erhoehen, aber dafuer bitte nicht die Steuern erhoehen.
die Steuer-und Abgabenbelastung ist mir in Deutschland zu hoch, aber die Politik hoert nicht auf mich.
ich hatte 2009 so viel Vertrauen in die FDP gesetzt mit Steuerentlastungen, aber auch da wurde ich bitter enttauescht.
ich weiss noch nicht, wenn ich im September waehlen soll, aber schon wen ich nicht waehle.
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Re: Reiche zahlen?

Beitragvon Europa2050 » Mi 8. Feb 2017, 15:09

pikant hat geschrieben:(08 Feb 2017, 13:47)

wegen mir koennte man Hartz4 erhoehen, aber dafuer bitte nicht die Steuern erhoehen.
die Steuer-und Abgabenbelastung ist mir in Deutschland zu hoch, aber die Politik hoert nicht auf mich.
ich hatte 2009 so viel Vertrauen in die FDP gesetzt mit Steuerentlastungen, aber auch da wurde ich bitter enttauescht.
ich weiss noch nicht, wenn ich im September waehlen soll, aber schon wen ich nicht waehle.


Genau das ist aber ja das Problem, wer soll's den bezahlen.
Letztlich gibt es in Deutschland - wie überall - drei größere Einheiten (Schichten etc.):
- die untere Schicht (Arbeitslose, Prekäre, Mindestlohnverdiener, Hartz4, Grundsicherung, Aslybewerber, Rentner aus diesen Gruppen),

- sicher bis sehr gut verdienende Arbeitnehmer, kleine- und mittlere Unternehmer,

- Kapitalbesitzer (in größerem Umfang), Großunternehmer

Die erste Schicht ist schlichtweg nicht fähig, finanziell zum Staat beizutragen, sie benötigt -undbekommt Hilfe vom Staat.
Die zweite Schicht leistet durch eigene Arbeit viel zum Gelingen des Staates. Durch die schlupflochfreie Besteuerung der Löhne und die lokale Bindung an Deutschland hat sie wenig Chancen, der Abgabe von 1/3 bis1/2 des eigenen Verdienstes zu entgehen.
Die dritte Schicht erzielt die höchsten Einkommen. Durch die räumliche Flexibilität des Kapitals und das Interesse fremder Steueroasen hat sie gute Möglichkeiten, Erträge steuerlich zu optimieren, d.h.Steuerlast zu senken. Eine Erhöhung der Steuerbelastung für diese Schicht ist für den Staat kontraproduktiv, da dann im Zweifelsfall alles weg ist ...

Und deshalb werden - egal ob die CDU Steuerabreitze für das Großkapital schafft oder die SPD der unteren Schicht ein paar Euro mehr zukommen lassen will - immer die Fleissigen in der Mitte gemolken, die können sich am wenigsten wehren.
Denkt an 1914, denkt an 1933 ...
... und macht verdammt nochmal nicht die gleichen Fehler ... :mad2:
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Re: Reiche zahlen?

Beitragvon Positiv Denkender » Mi 8. Feb 2017, 17:21

Europa2050 hat geschrieben:(08 Feb 2017, 15:09)

Genau das ist aber ja das Problem, wer soll's den bezahlen.
Letztlich gibt es in Deutschland - wie überall - drei größere Einheiten (Schichten etc.):
- die untere Schicht (Arbeitslose, Prekäre, Mindestlohnverdiener, Hartz4, Grundsicherung, Aslybewerber, Rentner aus diesen Gruppen),

- sicher bis sehr gut verdienende Arbeitnehmer, kleine- und mittlere Unternehmer,

- Kapitalbesitzer (in größerem Umfang), Großunternehmer

Die erste Schicht ist schlichtweg nicht fähig, finanziell zum Staat beizutragen, sie benötigt -undbekommt Hilfe vom Staat.
Die zweite Schicht leistet durch eigene Arbeit viel zum Gelingen des Staates. Durch die schlupflochfreie Besteuerung der Löhne und die lokale Bindung an Deutschland hat sie wenig Chancen, der Abgabe von 1/3 bis1/2 des eigenen Verdienstes zu entgehen.
Die dritte Schicht erzielt die höchsten Einkommen. Durch die räumliche Flexibilität des Kapitals und das Interesse fremder Steueroasen hat sie gute Möglichkeiten, Erträge steuerlich zu optimieren, d.h.Steuerlast zu senken. Eine Erhöhung der Steuerbelastung für diese Schicht ist für den Staat kontraproduktiv, da dann im Zweifelsfall alles weg ist ...

Und deshalb werden - egal ob die CDU Steuerabreitze für das Großkapital schafft oder die SPD der unteren Schicht ein paar Euro mehr zukommen lassen will - immer die Fleissigen in der Mitte gemolken, die können sich am wenigsten wehren.


Die erste Schicht, wie du sie nennst, ist aber nur eine Minderheit ,die auf Kosten der Mehrheit lebt . Zu hinterfragen ist doch grundsätzlich was haben sie getan oder eher nicht getan ,dass sie dieser "Schicht" angehören . Bleibt anzufügen , dass es diese "Schichten" nach deiner Aufteilung überall gibt.
Damit muss sich jeder demokratische Staat auseinandersetzen . Bleibt die Feststellung , dass die erste, von dir genannte Schicht, in Deutschland besonders
großzügig unterstützt wird. Bei der von dir bezeichneten 3 Schicht liegst du finde ich allerdings völlig daneben .Genau diese Schicht sorgt dafür dass unser Steueraufkommen auf Rekordhöhe liegt .Nicht nur weil diese Schicht einen riesigen Teil unseres Steueraufkommens leistet ,sondern ohne Unternehmen
gäbe es keine AN ,die nach deiner Klassifizierung zur 2.Schicht gehören .Diese überwiegende Mehrheit der hier lebenden Bürger verdankt ihren Wohlstand
nun mal denen ,die ihnen Beschäftigung geben .Deshalb leben die Menschen in Deutschland in einem vorher nie erreichten Wohlstand , einem Wohlstand
von dem die Menschen im letzten Jahrhundert nicht einmal träumen konnten .
Dieser überwiegenden Mehrheit der AN sollte man entlasten, vor allem bei den Sozialabgaben .Man sollte die Höchstrenten drastisch anheben
oder eben die Bemessungsgrenze senken .
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Beitragvon Skull » Mi 8. Feb 2017, 18:42

Positiv Denkender hat geschrieben:(08 Feb 2017, 17:21)

Bleibt die Feststellung , dass die erste, von dir genannte Schicht, in Deutschland besonders großzügig unterstützt wird.

Bei der von dir bezeichneten 3 Schicht liegst du finde ich allerdings völlig daneben .
Genau diese Schicht sorgt dafür dass unser Steueraufkommen auf Rekordhöhe liegt .
Nicht nur weil diese Schicht einen riesigen Teil unseres Steueraufkommens leistet ,
sondern ohne Unternehmen gäbe es keine AN ,
die nach deiner Klassifizierung zur 2.Schicht gehören .
Diese überwiegende Mehrheit der hier lebenden Bürger verdankt ihren Wohlstand
nun mal denen ,die ihnen Beschäftigung geben .

Da möchte ich Dir an manchen Stellen widersprechen.

Die von Dir gennante "erste Schicht" wird in Deutschland nicht besonders (!) grosszügig unterstützt.
Sie wird im Rahmen festgelegter Regeln ausreichend unterstützt. Nicht weniger, aber auch nicht mehr.

Die von Dir genannte "dritte" Schicht würde ich auch nicht soooo überbewerten, wie Du es machst.

Denn die sogennante "zweite" Schicht ist der Hauptverantwortliche für Arbeitsplätze, Wohlstand und Steueraufkommen.
Und zu dieser "zweiten" Schicht wurden ja HIER explizit auch kleine UND mittlere Unternehmer genannt.

- rund 99,6 % aller umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen sind ... der Mittelstand.
- rund 59,2 % aller sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten arbeiten ... beim/im Mittelstand.
- rund 82,2 % aller Auszubildenden werden ausgebildet ... vom Mittelstand.

mfg
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Re: Sammelstrang: Armut und Reichtum

Beitragvon Teeernte » Mi 8. Feb 2017, 19:16

https://eppinger.files.wordpress.com/20 ... land_1.jpg

Die "obere" Hälfte.....ab 27.217,- eu Einkommen zahlen 92,5% der Einkommens- und Lohn Steuer.

Leistung - lohnt NICHT !

Die frei verfügbaren Haushaltseinkommen klaffen bei Weitem nicht so weit auseinander wie die Brutto-Einkommen. Die Lücke wird von staatlichen Transferleistungen geschlossen. Eine Studie aus Österreich zeigt, wie fast 2.000 Euro Mehrverdienst zu 39 Euro schrumpfen: Eine Familie mit einem Haushaltsbruttoeinkommen in Höhe von 3.800,- Euro im Monat hat netto nur um 39,- Euro mehr zur Verfügung als eine, die mit 1.900,- Euro halb so viel verdient!
https://eppinger.wordpress.com/2010/02/ ... chtigkeit/
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Re: Sammelstrang: Armut und Reichtum

Beitragvon Skull » Mi 8. Feb 2017, 20:18

Teeernte hat geschrieben:(08 Feb 2017, 19:16)

Die "obere" Hälfte.....ab 27.217,- eu Einkommen zahlen 92,5% der Einkommens- und Lohn Steuer.

Leistung - lohnt NICHT !

https://eppinger.wordpress.com/2010/02/ ... chtigkeit/

Auch wenn sich die Struktur (vielleicht) nicht grossartig geändert hat,
wie wäre es mal mit aktuellen Zahlen, statt Deiner Grafik von 2003. :D

Deweiteren lohnt sich Leistung. Um mehr Steuern zu zahlen, braucht man ein erst einmal ein höheres Einkommen.
Ich würde lieber 10 Millionen Steuern EkSt zahlen, statt 10.000. Du etwa nicht ?

Als letztes...in Anbetracht dessen, das die EKSt und deren Ableger gerade mal ein Drittel des Steueraufkommens ist,
gibt es ja noch zwei Drittel an Steuern, die irgendwo anders eingetrieben werden.

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Re: Reiche zahlen?

Beitragvon Abchecker » Mi 8. Feb 2017, 21:13

Europa2050 hat geschrieben:(08 Feb 2017, 15:09)
Und deshalb werden - egal ob die CDU Steuerabreitze für das Großkapital schafft oder die SPD der unteren Schicht ein paar Euro mehr zukommen lassen will - immer die Fleissigen in der Mitte gemolken, die können sich am wenigsten wehren.


So ist es die Mitte würde selbst unter der Linken und den Grünen gemolken weil auch die wissen, wenn man einem Großunternehmer zu doof kommt (Lohnerhöhungen plus Spitzensetuersatz) zieht der seine Produktion mal schnell außer Lande, das trifft dann wieder untere Schicht hart, die dort Arbeitet.

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