Sammelstrang: Armut und Reichtum

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Positiv Denkender
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Re: Sammelstrang: Armut und Reichtum

Beitragvon Positiv Denkender » Sa 8. Okt 2016, 19:30

Skull hat geschrieben:(08 Oct 2016, 19:52)

Das ist sicherlich richtig.
Was Du für angemessen hältst, ist ebenso natürlich Deine Sache.

Was der deutsche Staat für angemessen hält ja somit auch seine Sache.
Der deutsche Staat hält 25 Prozent für angemessen. PUNKT.

Und da wir beide diesem gesetzlichen Rahmen der Bundesrepublik Deutschland unterliegen...
... im Steuerrecht, im Strafrecht, wie auch sonstigem Recht,
ist es egal, was einer von uns für angemessen hält.

Ich halte damit die Diskussion zwischen uns beiden auch hier für beendet,
zumal Du auch nicht darlegen kannst oder willst, warum die Abschlagsteuer gegenüber was überhöht sein soll.

mfg


Richtig diese Steuer hat der Staat festgelegt .Das werde ich auch nicht ändern . Ich werde dich bei nächster Gelegenheit darauf aufmerksam machen
sobald du Entscheidungen und Gesetzgebung kritisierst Hartz IV ist auch per Gesetz beschlossen und für rechtens befunden .
Trotzdem soll es Leute geben die Hartz IV kritisieren . Der deutsche Staat hält diese Regelung für angemessen.
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Re: Sammelstrang: Armut und Reichtum

Beitragvon Hyde » So 9. Okt 2016, 01:32

Positiv Denkender hat geschrieben:(07 Oct 2016, 21:19)

Die Abgeltungssteuer ist ein Problem weil sie erhoben wird. Würde sie gemindert oder wegfallen würde das einen minimalen Teil der Zinsverluste ausgleichen . Um überhaupt Kapitalanlagen zu bilden
muss man arbeiten und Geld verdienen, das versteuert werden muss .Nun legt man ein Teil des verdienten Geld für Altersvorsorge oder Notfälle WET an und muss auf Zinsgewinne nochmals horrende Steuern zahlen .
Nochmals das angelegte Geld wurde bereits versteuert. Es muss doch Ziel eines jeden Staates sein das seine Bürger möglichst viel zurücklegen um in nicht so rosigen Zeiten genügend Reserven zu haben,
um eben nicht auf staatliche Unterstützung angewiesen zu sein . Statt dessen bestraft der Staat Anleger und Sparer mit einer zusätzlichen Steuer = Doppeltbesteuerung .
Vor allem diese Menschen zahlen eh schon den Löwenanteil der Steuern..


Das hat nichts mit Doppelbesteuerung zu tun. Wenn ich eine gewisse Geldsumme anlege, dann unterliegt ja nicht diese angelegte Geldsumme der Kapitalertragssteuer, sondern lediglich die Zinsen, die ich auf Basis der angelegten Summe dazuverdiene. Oder anders gesagt: wenn ich ca 1000 Euro von meinem bereits versteuerten Einkommen auf mein Bankkonto einzahle und darauf dann 2% Zinsen erhalte, dann habe ich anschließend 1.020 Euro auf meinem Bankkonto. Ich habe also 20 Euro dazuverdient, die ich noch nicht versteuert habe, denn ich habe ja erst 1000 Euro versteuert. Daher ist es nur logisch, dass ich dieses zusätzliche Einkommen in Höhe von 20 Euro theoretisch noch versteuern muss - was aber in diesem Fall (sofern ich nicht noch andersgeartete KAP-Einkünfte habe) ohnehin irrelevant wäre, da es einen Sparerpauschbetrag von 801 Euro gibt - d.h. erst wenn meine jährlichen Kapitaleinkünfte über 801 Euro liegen (und in meinem Beispiel gibt es ja lediglich die 20 Euro Zinserträge) müssen sie versteuert werden.
Einkünfte aus KAP unter 801 Euro sind steuerfrei.

Mit Doppelbesteuerung hat das jedenfalls so oder so nichts zu tun.
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Re: Sammelstrang: Armut und Reichtum

Beitragvon Skull » So 9. Okt 2016, 05:14

Positiv Denkender hat geschrieben:(08 Oct 2016, 20:30)

Richtig diese Steuer hat der Staat festgelegt .Das werde ich auch nicht ändern . Ich werde dich bei nächster Gelegenheit darauf aufmerksam machen
sobald du Entscheidungen und Gesetzgebung kritisierst Hartz IV ist auch per Gesetz beschlossen und für rechtens befunden .
Trotzdem soll es Leute geben die Hartz IV kritisieren . Der deutsche Staat hält diese Regelung für angemessen.

Du vermischt da verschiedene Dinge.
Deine Meinung ist Deine Meinung. Meine Meinung die meinige.
Kritik zu üben ist wichtig und richtig. Von verschiedenen Standpunktes ausgehend.
Soweit so gut.

Ich bat Dich aber mehrmals, darzulegen, warum DU die Abgeltungssteuer für überhöht befindest.
Konkrete Fragen meinerseits, keine Antworten Deinerseits.

mfg
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Re: Sammelstrang: Armut und Reichtum

Beitragvon Positiv Denkender » So 9. Okt 2016, 18:29

Hyde hat geschrieben:(09 Oct 2016, 02:32)

Das hat nichts mit Doppelbesteuerung zu tun. Wenn ich eine gewisse Geldsumme anlege, dann unterliegt ja nicht diese angelegte Geldsumme der Kapitalertragssteuer, sondern lediglich die Zinsen, die ich auf Basis der angelegten Summe dazuverdiene. Oder anders gesagt: wenn ich ca 1000 Euro von meinem bereits versteuerten Einkommen auf mein Bankkonto einzahle und darauf dann 2% Zinsen erhalte, dann habe ich anschließend 1.020 Euro auf meinem Bankkonto. Ich habe also 20 Euro dazuverdient, die ich noch nicht versteuert habe, denn ich habe ja erst 1000 Euro versteuert. Daher ist es nur logisch, dass ich dieses zusätzliche Einkommen in Höhe von 20 Euro theoretisch noch versteuern muss - was aber in diesem Fall (sofern ich nicht noch andersgeartete KAP-Einkünfte habe) ohnehin irrelevant wäre, da es einen Sparerpauschbetrag von 801 Euro gibt - d.h. erst wenn meine jährlichen Kapitaleinkünfte über 801 Euro liegen (und in meinem Beispiel gibt es ja lediglich die 20 Euro Zinserträge) müssen sie versteuert werden.
Einkünfte aus KAP unter 801 Euro sind steuerfrei.

Mit Doppelbesteuerung hat das jedenfalls so oder so nichts zu tun.

Schön das du versuchst Bekanntes auf zu bröseln .Das ändert nichts an meiner Auffassung dass ich es für falsch halte Zinserträge zu versteuern ,schon gar nicht in dieser Höhe.
Der Staat erwartet von seinen Bürgern sich finanziell abzusichern um nicht irgendwann auf Staatskosten leben zu müssen .Diejenigen die dies tun werden durch die zusätzliche Abgeltungssteuer bestraft .
Jemand der einige 100 € staatliche Unterstützung bekommt belastet den Staat mehr, als wenn dieser auf einige € Abgeltungssteuer verzichten würde.
Nochmals die von dir im Beispiel angegebenen 1000 € hat der Sparer (Anleger bereits versteuert . (Voraussetzung um überhaupt Geld auf die hohe Kante legen zu können ist, das man dies vorher verdient .
Dafür ,dass Menschen für ihre eigene Zukunft vorsorgen sollte man diese nicht bestrafen, sondern ermutigen . Durch die Dragische Zinspolitik sind Anleger schon genug bestraft.
Deine Auslegung ändert nichts an meiner Auffassung . Privat erwirtschaftete Erträge auf bereits versteuertes Einkommen halte ich zumindest in dieser Höhe für eine Bestrafung der Sparer und Anleger
Nicht für einen Anreiz . Wäre doch interessant was passieren würde, würden alle Spareinlagen von heute morgen aufgelöst . Dann würden Banken und Wirtschaft zusammenbrechen .
Dann hätte der Staat weniger als wenn er auf die Abgeltungssteuer und Erbschaftssteuer verzichten würde. Einmal in der Familie erwirtschaftet Vermögen gehört der Familie und nicht dem Staat .
Auch hier ist es so ,dass das zu vererbende Vermögen bereits versteuert wurde und bestimmt nicht zu knapp.
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Re: Sammelstrang: Armut und Reichtum

Beitragvon Realist2014 » So 9. Okt 2016, 18:46

Positiv Denkender hat geschrieben:(09 Oct 2016, 19:29)

Schön das du versuchst Bekanntes auf zu bröseln .Das ändert nichts an meiner Auffassung dass ich es für falsch halte Zinserträge zu versteuern ,schon gar nicht in dieser Höhe.
Der Staat erwartet von seinen Bürgern sich finanziell abzusichern um nicht irgendwann auf Staatskosten leben zu müssen .Diejenigen die dies tun werden durch die zusätzliche Abgeltungssteuer bestraft .
Jemand der einige 100 € staatliche Unterstützung bekommt belastet den Staat mehr, als wenn dieser auf einige € Abgeltungssteuer verzichten würde.
Nochmals die von dir im Beispiel angegebenen 1000 € hat der Sparer (Anleger bereits versteuert . (Voraussetzung um überhaupt Geld auf die hohe Kante legen zu können ist, das man dies vorher verdient .
Dafür ,dass Menschen für ihre eigene Zukunft vorsorgen sollte man diese nicht bestrafen, sondern ermutigen . Durch die Dragische Zinspolitik sind Anleger schon genug bestraft.
Deine Auslegung ändert nichts an meiner Auffassung . Privat erwirtschaftete Erträge auf bereits versteuertes Einkommen halte ich zumindest in dieser Höhe für eine Bestrafung der Sparer und Anleger
Nicht für einen Anreiz . Wäre doch interessant was passieren würde, würden alle Spareinlagen von heute morgen aufgelöst . Dann würden Banken und Wirtschaft zusammenbrechen .
Dann hätte der Staat weniger als wenn er auf die Abgeltungssteuer und Erbschaftssteuer verzichten würde. Einmal in der Familie erwirtschaftet Vermögen gehört der Familie und nicht dem Staat .
Auch hier ist es so ,dass das zu vererbende Vermögen bereits versteuert wurde und bestimmt nicht zu knapp.


ja- und auf DIESE 1000 Euro zahlt de Sparer ja KEINE Abgeltungssteuer...

mit deiner Argumentation hinsichtlich Zinsen und Erbschaften versucht du etwas ABZUSCHAFFEN, was es schon IMMER gab...
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Sammelstrang: Armut und Reichtum

Beitragvon Skull » Mo 10. Okt 2016, 05:47

Positiv Denkender hat geschrieben:(09 Oct 2016, 19:29)

Diejenigen die dies tun werden durch die zusätzliche Abgeltungssteuer bestraft .
Jemand der einige 100 € staatliche Unterstützung bekommt belastet den Staat mehr,
als wenn dieser auf einige € Abgeltungssteuer verzichten würde.

Interessanter Bezug.

Ich denke nur nicht, das derjenige, der einige 100 Euro staatliche Unterstützung monatlich erhält,
im Laufe seines Lebens durch die Summe seiner Abgeltungssteuern eine Summe hätte vorsorgen können,
um damit jeden Monat einige Hundert Euro zu verbrauchen.
Simple Mathematik.

Desweiteren gibt es keine zusätzliche (!) Abgeltungssteuer.
Die Abgeltungssteuer ist für die einen eine Abgeltungssteuer,
für die meisten (!) dagegen lediglich eine Vorauszahlung auf die Einkommenssteuer mit Erstattungsanspruch.

Wenn der Staat aber GRUNDSÄTZLICH auf eine Besteuerung von Einkommen aus Kapital verzichten würde,
stellt sich die Frage, ob dieses im Rahmen der gleichmässigen Besteuerung überhaupt
vom Verfassungsgericht toleriert werden würde.

MEINE Vermutung wäre da ein Nein.

mfg
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Re: Sammelstrang: Armut und Reichtum

Beitragvon Positiv Denkender » Mo 10. Okt 2016, 09:55

Realist2014 hat geschrieben:(09 Oct 2016, 19:46)

ja- und auf DIESE 1000 Euro zahlt de Sparer ja KEINE Abgeltungssteuer...

mit deiner Argumentation hinsichtlich Zinsen und Erbschaften versucht du etwas ABZUSCHAFFEN, was es schon IMMER gab...


Du irrst ich versuche nichts abzuschaffen ,soviel Einfluss habe ich nicht .
Tausend Gesetze gab es schon immer und trotzdem werden diese hier kritisiert .
Ich halte Erbschafts- und Abgeltungssteuer zumindest in der Höhe für ungerecht .
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Re: Sammelstrang: Armut und Reichtum

Beitragvon Dinosaur » Mo 10. Okt 2016, 10:40

pikant hat geschrieben:(07 Oct 2016, 11:42)

warum muss?
Wenn man Kapital ins Land holen will, ist so eine gleichmaessige Besteuerung kontraproduktiv.


Da geht es auch um Kapital, dass aus dem Land geht - man muss das schon zuende rechnen.

In Niedrigzinszeiten ist die Beschaffung von Kapital nicht sehr teuer - das Kapital fließt ohnehin stärker nach D. weil die Ratings hier einfach top sind. Die Deutsche Firmenlandschaft ist schon SEHR beliebt bei Investoren von außen. Natürlich soll sie das bleiben aber es gibt eben keine Balance mehr - die deutschen Sparer verlieren mehr als die Kaptialgeber (hauptsächlich von Außerhalb) an Rendite mitnehmen dürfen - weil sie eben nicht an den Sachwertinvestments teilnehmen.

Die Alternative zu Maximum Shareholder Friendly ist ja nicht unbedingt Sozialismus. In BEIDEN System leben wir nicht und wollen wir nicht leben - wir müssen balancieren nicht alles wegwerfen.

Daher -> Stastsfonds.
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Re: Sammelstrang: Armut und Reichtum

Beitragvon Positiv Denkender » Mo 10. Okt 2016, 11:03

Dinosaur hat geschrieben:(10 Oct 2016, 11:40)

Da geht es auch um Kapital, dass aus dem Land geht - man muss das schon zuende rechnen.

In Niedrigzinszeiten ist die Beschaffung von Kapital nicht sehr teuer - das Kapital fließt ohnehin stärker nach D. weil die Ratings hier einfach top sind. Die Deutsche Firmenlandschaft ist schon SEHR beliebt bei Investoren von außen. Natürlich soll sie das bleiben aber es gibt eben keine Balance mehr - die deutschen Sparer verlieren mehr als die Kaptialgeber (hauptsächlich von Außerhalb) an Rendite mitnehmen dürfen - weil sie eben nicht an den Sachwertinvestments teilnehmen.

Die Alternative zu Maximum Shareholder Friendly ist ja nicht unbedingt Sozialismus. In BEIDEN System leben wir nicht und wollen wir nicht leben - wir müssen balancieren nicht alles wegwerfen.

Daher -> Stastsfonds.


Eben weil die Sparer Zinsverluste hinnehmen müssen sollte man die Abgeltungssteuer weglassen . Es geht nicht darum wohin Kapital fließt sondern darum, dass es für die
Wirtschaft wichtig ist , dass privates Vermögen aufgebaut wird..Deshalb sollte man dieses Bemühen nicht bestrafen sondern belohnen . Müssen Zinseinkünfte versteuert werden sinken die Bemühungen fürs Alter und eventuelle Engpässe vorzubeugen . Dann darf der Staat später die gesamten Kosten übernehmen ,die die Einnahmen der Abgeltungssteuer bei weitem übertreffen .
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Re: Sammelstrang: Armut und Reichtum

Beitragvon Realist2014 » Mo 10. Okt 2016, 11:10

Dinosaur hat geschrieben:(10 Oct 2016, 11:40)

Da geht es auch um Kapital, dass aus dem Land geht - man muss das schon zuende rechnen.

In Niedrigzinszeiten ist die Beschaffung von Kapital nicht sehr teuer - das Kapital fließt ohnehin stärker nach D. weil die Ratings hier einfach top sind. Die Deutsche Firmenlandschaft ist schon SEHR beliebt bei Investoren von außen. Natürlich soll sie das bleiben aber es gibt eben keine Balance mehr - die deutschen Sparer verlieren mehr als die Kaptialgeber (hauptsächlich von Außerhalb) an Rendite mitnehmen dürfen - weil sie eben nicht an den Sachwertinvestments teilnehmen.

Die Alternative zu Maximum Shareholder Friendly ist ja nicht unbedingt Sozialismus. In BEIDEN System leben wir nicht und wollen wir nicht leben - wir müssen balancieren nicht alles wegwerfen.

Daher -> Stastsfonds.



nö- dieAlternative ist unsere soziale Marktwirtschaft..

und was genau soll denn jetzt dieser "Staatsfond" sein?

WER soll da SEIN Kapital investieren?

und warum soll der "besser" sein als schon vorhandene Fonds?
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Re: Sammelstrang: Armut und Reichtum

Beitragvon Realist2014 » Mo 10. Okt 2016, 11:12

Positiv Denkender hat geschrieben:(10 Oct 2016, 10:55)

Du irrst ich versuche nichts abzuschaffen ,soviel Einfluss habe ich nicht .
Tausend Gesetze gab es schon immer und trotzdem werden diese hier kritisiert .
Ich halte Erbschafts- und Abgeltungssteuer zumindest in der Höhe für ungerecht .


wieso?

NIEMAND bezahlt doch durch die Abgeltungssteuer MEHR an Steuern für seine Zinsen als vor dem 31.12.2008

und bei der Erbschaftssteuer gibt es doch Freibeträge...
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Re: Sammelstrang: Armut und Reichtum

Beitragvon Dinosaur » Mo 10. Okt 2016, 11:33

Realist2014 hat geschrieben:(10 Oct 2016, 12:10)

nö- dieAlternative ist unsere soziale Marktwirtschaft..


Genau ! Die dürfen wir nicht einfach aufgeben - und sie wird durch Niedrigzinspolitik ausgezehrt - darauf sollten wir reagieren.

Die Altersvorsorge ist in D. seit Generationen stark reglementiert. Wir haben die Rente, deren Stabilität durch die Bevölkerungsentwicklung gefärdet ist und wir haben die Sparguthaben, die immer mehr an Wert verlieren und wir haben die im Moment extrem Umsatzstarke und produktive Wirtschaft an der immer mehr die Shareholder aus Übersee und Europa profitieren.

Im Gegensatz zu den existierenden 40 Milliarden Finanzprodukten wäre ein Deutscher Staatsfonds (Bundesadler hier) tatsächlich eine Alternative für Sparstrumpf gewohnte und Manfred Krug geschädigte Deutsche.... man könnte dann auch ethische Investitionsregeln etablieren, Investitionsschwerpunkte beispielsweise lokal setzen.

Viele deustshe Behörden funktionieren einfach gut - warum nicht der Fond ? Der käme dann auch als Unterfütterung von Lebensversicherungen in Frage. Natürlich müsste er ähnlich wie die BB abgekoppelt von der Regierung funktionieren - Autonom von tollen Gestaltungsideen von kurzfristig amtierenden Vollprofis ;-).

Man kann das System wirklich einfach in Norwegen kopieren.
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Re: Sammelstrang: Armut und Reichtum

Beitragvon Realist2014 » Mo 10. Okt 2016, 11:44

Dinosaur hat geschrieben:(10 Oct 2016, 12:33)

Genau ! Die dürfen wir nicht einfach aufgeben - und sie wird durch Niedrigzinspolitik ausgezehrt - darauf sollten wir reagieren.

Die Altersvorsorge ist in D. seit Generationen stark reglementiert. Wir haben die Rente, deren Stabilität durch die Bevölkerungsentwicklung gefärdet ist und wir haben die Sparguthaben, die immer mehr an Wert verlieren und wir haben die im Moment extrem Umsatzstarke und produktive Wirtschaft an der immer mehr die Shareholder aus Übersee und Europa profitieren.

Im Gegensatz zu den existierenden 40 Milliarden Finanzprodukten wäre ein Deutscher Staatsfonds (Bundesadler hier) tatsächlich eine Alternative für Sparstrumpf gewohnte und Manfred Krug geschädigte Deutsche.... man könnte dann auch ethische Investitionsregeln etablieren, Investitionsschwerpunkte beispielsweise lokal setzen.

Viele deustshe Behörden funktionieren einfach gut - warum nicht der Fond ? Der käme dann auch als Unterfütterung von Lebensversicherungen in Frage. Natürlich müsste er ähnlich wie die BB abgekoppelt von der Regierung funktionieren - Autonom von tollen Gestaltungsideen von kurzfristig amtierenden Vollprofis ;-).

Man kann das System wirklich einfach in Norwegen kopieren.



Norwegen "speist" seinen Staatsfonds mit den Erlösen aus den Staatlichen Ölverkäufen.. D hat kein Öl..

daher nochmal meine Frage , WER soll da Einzahlen?


Wenn es "Garantiefonds" sein soll- dann können keinen Aktien usw. rein...

also würde der genau so wenig Rendite abwerfen- wie heute die deutschen Staatsanleihen...
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Re: Sammelstrang: Armut und Reichtum

Beitragvon Dinosaur » Mo 10. Okt 2016, 12:06

Realist2014 hat geschrieben:(10 Oct 2016, 12:12)

wieso?

NIEMAND bezahlt doch durch die Abgeltungssteuer MEHR an Steuern für seine Zinsen als vor dem 31.12.2008

und bei der Erbschaftssteuer gibt es doch Freibeträge...


Steuersenkungen sind ja ok, aber gerade an der Stelle nutzen Sie ja nicht in erster Linie denjenigen die versuchen mit Kapital aus Arbeit ihre Rente abzusichern.

Ich würde mir wünschen, die EKS würde um vielleicht über alle Zahler 5% gesenkt. Vielleicht sollte die kalte Progression noch etwas gebügelt werden.

Dafür könnte man dann auch ausländische Investoren mit 2 % oder so mit der Quellensteuer/Abgeltungssteuer behelligen.... wie die Ammis das z.B. bei Asuländern machen, die z.B. Apple Aktien kaufen.
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Re: Sammelstrang: Armut und Reichtum

Beitragvon Dinosaur » Mo 10. Okt 2016, 12:08

Realist2014 hat geschrieben:(10 Oct 2016, 12:44)

Norwegen "speist" seinen Staatsfonds mit den Erlösen aus den Staatlichen Ölverkäufen.. D hat kein Öl..

daher nochmal meine Frage , WER soll da Einzahlen?


Wenn es "Garantiefonds" sein soll- dann können keinen Aktien usw. rein...

also würde der genau so wenig Rendite abwerfen- wie heute die deutschen Staatsanleihen...


Die selben, die bisher in die hirnrissigen Riester Lebensversicherungen investiert haben. Und nein - bitte kein 'Garantie' fonds. Garantiert sollte es klare Regeln zur Investition geben (keine Hebelprodukte), klare Gebühren und klare Gremien- NON Profit Bundesbehörde 'mit ohne' Regierungseinfluss.
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Re: Sammelstrang: Armut und Reichtum

Beitragvon Realist2014 » Mo 10. Okt 2016, 12:12

Dinosaur hat geschrieben:(10 Oct 2016, 13:08)

Die selben, die bisher in die hirnrissigen Riester Lebensversicherungen investiert haben. Und nein - bitte kein 'Garantie' fonds. Garantiert sollte es klare Regeln zur Investition geben (keine Hebelprodukte), klare Gebühren und klare Gremien- NON Profit Bundesbehörde 'mit ohne' Regierungseinfluss.



ah- o.k.


also als Option / "Ersatz" von Riester & Co zur zusätzlichen privaten Altersvorsorge.

Nur ohne "Garantie" - wie bei der "Riester"- Thematik - wird der deutsche "Sicherheitsmichel" dort nichts einzahlen wollen... :|
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Re: Sammelstrang: Armut und Reichtum

Beitragvon Realist2014 » Mo 10. Okt 2016, 12:13

Dinosaur hat geschrieben:(10 Oct 2016, 13:06)

Steuersenkungen sind ja ok, aber gerade an der Stelle nutzen Sie ja nicht in erster Linie denjenigen die versuchen mit Kapital aus Arbeit ihre Rente abzusichern.

Ich würde mir wünschen, die EKS würde um vielleicht über alle Zahler 5% gesenkt. Vielleicht sollte die kalte Progression noch etwas gebügelt werden.

Dafür könnte man dann auch ausländische Investoren mit 2 % oder so mit der Quellensteuer/Abgeltungssteuer behelligen.... wie die Ammis das z.B. bei Asuländern machen, die z.B. Apple Aktien kaufen.



wie kommst du darauf?

seit wann soll das so sein`?
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Sammelstrang: Armut und Reichtum

Beitragvon Positiv Denkender » Mo 10. Okt 2016, 13:05

Realist2014 hat geschrieben:(10 Oct 2016, 12:12)

wieso?

NIEMAND bezahlt doch durch die Abgeltungssteuer MEHR an Steuern für seine Zinsen als vor dem 31.12.2008

und bei der Erbschaftssteuer gibt es doch Freibeträge...


Habe ich auch nicht bestritten . Nur deshalb ändere ich meine Meinung weder im Bezug der Abgeltungssteuer noch bei der Erbschaftssteuer.
Letztere ist noch ungerechter, denn innerhalb der Familie sollte man Werte ohne das der Staat zusätzlich abzockt ,weitergeben dürfen.
Letztendlich schafft man Werte um es seinen Nachkommen zu überlassen und nicht damit der Staat damit seine Einnahmen finanziert.
Was innerhalb einer Familie geschaffen wird gehört der Familie nicht dem Staat .Der bekommt schon durch die Einkommensteuer genug.
Denn wer etwas vererbt hat bereits reichlich Steuern bezahlt damit er überhaupt etwas vererben kann . Doppeltbesteuerung ,man könnte es auch als
Enteignung bezeichnen .
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Re: Sammelstrang: Armut und Reichtum

Beitragvon Hyde » Di 11. Okt 2016, 02:37

Positiv Denkender hat geschrieben:(10 Oct 2016, 14:05)

Habe ich auch nicht bestritten . Nur deshalb ändere ich meine Meinung weder im Bezug der Abgeltungssteuer noch bei der Erbschaftssteuer.
Letztere ist noch ungerechter, denn innerhalb der Familie sollte man Werte ohne das der Staat zusätzlich abzockt ,weitergeben dürfen.


Ich denke, dass man hier Gerechtigkeit unterschiedlich interpretieren kann. Man kann es so sehen, dass es gerecht ist, dass erwirtschaftetes Geld auch nach dem Tod in der eigenen Familie bleibt. Man kann es aber auch so sehen, dass es irgendwie ungerecht ist, wenn Mensch X ohne Eigenleistung, sondern allein wegen seines Erbes deutlich mehr Kapital zur Verfügung hat als Mensch Y. Wie gesagt: ohne Eigenleistung und allein aufgrund seines Geburtsglücks, die richtigen Erben zu haben.
Ich respektiere beide Sichtweisen, tendiere aber persönlich zu letzterer Gerechtigkeitsinterpretation, auch weil ich in ihr mehr Vorteile für die Gesellschaft sehe: mehr Geld für den öffentlichen Haushalt und somit die Allgemeinheit, Vermeidung von sozialem Sprengstoff durch zu weites finanzielles Auseinanderdriften der Gesellschaft, welches durch Erbschaftsteuer zumindest abgefedert werden kann. Es gibt sowieso immer mehr Familien, die sich über Generationen so viel Vermögen aufbauen, dass ihre folgenden Generationen so gesegnet sind dass sie gar nicht mehr wirklich arbeiten müssten, sondern nur noch das das Kapital geschickt verwalten/anlegen. Ob das gerecht ist oder nicht muss jeder selbst entscheiden, klar ist aber, dass es gesellschaftlichen Sprengstoff birgt, wenn die (gerade auch vererbte) Schere zwischen Arm und Reich zu groß wird.
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Re: Sammelstrang: Armut und Reichtum

Beitragvon Kael » Di 11. Okt 2016, 02:58

Wenn man allerdings den erben mehr Geld wegnimmt führt man die Leistung des Vaters ad absurdum. Immerhin arbeitet er für die nachkommen und nicht für den Staat.

Das ist im übrigen sozialer Sprengstoff den du vermeiden möchtest

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