BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

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Orwellhatterecht
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Orwellhatterecht » Fr 11. Aug 2017, 15:39

Alpha Centauri hat geschrieben:(11 Aug 2017, 12:42)

Die Statistiken der Arbeitsagentur zwecks Arbeitslosenzahlen sind ohnehin aufgehübscht und getürkt von daher wenig aussagekräftig und das ist politisch durchaus gewollt.



Ja, mir ist durchaus bekannt, dass die tatsächliche Zahl der Arbeitslosen noch um einiges höher liegt, da die über 58 jährigen Arbeitslosen unberücksichtigt sind, ebenso alle, die gerade krank gemeldet sind, ferner jene in Weiterbildungsmassnahmen. Rechnet man die 4.410.115 HartzIV Empfänger, die 1.701.859 Grundsicherungsempfänger sowie die 782.000 Arbeitslosengeld 1 Empfänger zusammen. so kommt man auf ein "hübsches Sümmchen".
Zur "Ehrenrettung" muss natürlich gesagt werden, dass die 4.410.115 H4 Empfänger nicht allesamt arbeitslos sind, darunter befinden sich auch Aufstocker, Menschen, denen ihre Arbeit so wenig einbringt, dass sie damit nicht einmal
H4 Niveau erreichen. Das ist wahrlich eine schöne, neue Arbeitswelt !
Politiker sind wie Tauben, sind sie unten, dann fressen sie einem aus der Hand, sind sie dagegen oben, dann sch...en sie einem auf den Kopf.
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unity in diversity
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon unity in diversity » Fr 11. Aug 2017, 16:22

Orwellhatterecht hat geschrieben:(11 Aug 2017, 16:39)

Ja, mir ist durchaus bekannt, dass die tatsächliche Zahl der Arbeitslosen noch um einiges höher liegt, da die über 58 jährigen Arbeitslosen unberücksichtigt sind, ebenso alle, die gerade krank gemeldet sind, ferner jene in Weiterbildungsmassnahmen. Rechnet man die 4.410.115 HartzIV Empfänger, die 1.701.859 Grundsicherungsempfänger sowie die 782.000 Arbeitslosengeld 1 Empfänger zusammen. so kommt man auf ein "hübsches Sümmchen".
Zur "Ehrenrettung" muss natürlich gesagt werden, dass die 4.410.115 H4 Empfänger nicht allesamt arbeitslos sind, darunter befinden sich auch Aufstocker, Menschen, denen ihre Arbeit so wenig einbringt, dass sie damit nicht einmal
H4 Niveau erreichen. Das ist wahrlich eine schöne, neue Arbeitswelt !

Jeder sollte für den Sozialstandort Deutschland werben, damit er erhalten bleibt.
Mit zetern und greinen, wird es aber nichts.
Man muß den Welthandelspartnern Position um Position abringen, weil sie freiwillig nichts hergeben.
Das ist deine persönliche challenge.
Bist du player oder watcher?
Als watcher bist du nur Zahlmeister.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Misterfritz » Fr 11. Aug 2017, 16:27

Orwellhatterecht hat geschrieben:(11 Aug 2017, 16:39)

Ja, mir ist durchaus bekannt, dass die tatsächliche Zahl der Arbeitslosen noch um einiges höher liegt, da die über 58 jährigen Arbeitslosen unberücksichtigt sind, ebenso alle, die gerade krank gemeldet sind, ferner jene in Weiterbildungsmassnahmen. Rechnet man die 4.410.115 HartzIV Empfänger, die 1.701.859 Grundsicherungsempfänger sowie die 782.000 Arbeitslosengeld 1 Empfänger zusammen. so kommt man auf ein "hübsches Sümmchen".
Zur "Ehrenrettung" muss natürlich gesagt werden, dass die 4.410.115 H4 Empfänger nicht allesamt arbeitslos sind, darunter befinden sich auch Aufstocker, Menschen, denen ihre Arbeit so wenig einbringt, dass sie damit nicht einmal
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Aufstocker arbeiten seltenst Vollzeit, aus unterschiedlichen Gründen. Oft sind es Alleinerziehende, die eben nicht ganztags arbeiten können.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Realist2014 » Fr 11. Aug 2017, 16:34

Orwellhatterecht hat geschrieben:(11 Aug 2017, 16:39)

Ja, mir ist durchaus bekannt, dass die tatsächliche Zahl der Arbeitslosen noch um einiges höher liegt, da die über 58 jährigen Arbeitslosen unberücksichtigt sind, ebenso alle, die gerade krank gemeldet sind, ferner jene in Weiterbildungsmassnahmen. Rechnet man die 4.410.115 HartzIV Empfänger, die 1.701.859 Grundsicherungsempfänger sowie die 782.000 Arbeitslosengeld 1 Empfänger zusammen. so kommt man auf ein "hübsches Sümmchen".
Zur "Ehrenrettung" muss natürlich gesagt werden, dass die 4.410.115 H4 Empfänger nicht allesamt arbeitslos sind, darunter befinden sich auch Aufstocker, Menschen, denen ihre Arbeit so wenig einbringt, dass sie damit nicht einmal
H4 Niveau erreichen. Das ist wahrlich eine schöne, neue Arbeitswelt !


wieder eine völlig sinnlose Bildung eines "hübschen Sümmchens"- wenn Kinder und arbeitsunfähige Sozialhilfeempfänger zu den "Arbeitslosen" summiert werden.... :rolleyes:

einfach mal die über 80 Seiten , die jeden Monat mit ALLEN Details veröffentlicht werden, lesen...

und zumindest versuchen zu verstehen..

speziell die Definitionen der darin verwendeten Begriffe...


Übrigens, wer Vollzeit arbeitet ( Mindestlohn) - ist weit oberhalb eines ALG II Bezuges als "Aufstocker"

lediglich über die Konstruktion "Bedarfsgemeinschaft" gibt es einige wenige, die dann durch diese Bedarfsgemeinschaft zu "Aufstockern" werden.

War übrigens zu Zeiten der Arbeitslosenhilfe auch nicht anders....
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Alpha Centauri » Sa 12. Aug 2017, 19:08

Orwellhatterecht hat geschrieben:(11 Aug 2017, 16:39)

Ja, mir ist durchaus bekannt, dass die tatsächliche Zahl der Arbeitslosen noch um einiges höher liegt, da die über 58 jährigen Arbeitslosen unberücksichtigt sind, ebenso alle, die gerade krank gemeldet sind, ferner jene in Weiterbildungsmassnahmen. Rechnet man die 4.410.115 HartzIV Empfänger, die 1.701.859 Grundsicherungsempfänger sowie die 782.000 Arbeitslosengeld 1 Empfänger zusammen. so kommt man auf ein "hübsches Sümmchen".
Zur "Ehrenrettung" muss natürlich gesagt werden, dass die 4.410.115 H4 Empfänger nicht allesamt arbeitslos sind, darunter befinden sich auch Aufstocker, Menschen, denen ihre Arbeit so wenig einbringt, dass sie damit nicht einmal
H4 Niveau erreichen. Das ist wahrlich eine schöne, neue Arbeitswelt !



Bei naja jede Statstik kann man letztenslich sagen die Dunkelziffer liegt höher. Doch diese betrügerische schön Rechnerei und schön Rednerei hat ja polititisch gesehen System und dass nicht nur in DE.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Dampflok94 » Sa 12. Aug 2017, 19:30

hallelujah hat geschrieben:(11 Aug 2017, 12:59)

Das kann so nicht stehenbleiben.
Die Gegenseite hat hier ausführlich dargelegt, weshalb ein BGE nicht sinnvoll ist. Das war kein einfaches "soll man besser lassen".
Angefangen damit, daß die Finanzierungsrechnungen mehr als fragwürdig sind. Daß die Rechnenmodelle von gleichbleibenden Rahmenbedingen ausgehen (Bruttoinlandsprodukt, gleichbleibenden Preisen, gleichbleibenden Mieten usw.). Weiter damit, daß die Persönlichkeit der Menschen nicht auf das BGE passt. Über die Erwartung, daß ein nicht unwesentlicher Anteil der Bevölkerung mit BGE SCHLECHTER gestellt wäre als mit der heutigen H4-Regelung. Bis hin zu, daß das Hauptargument der freien Entfaltung und freiheitlichen Lebensführung mit BGE mehr als nur angezweifelt wird. Alles ausführlich besprochen.

Also, was wolltest du mit dem Post eben aussagen?

Genaus das was da steht. Und was Du bestätigst. Finanzierung ist schwierig? Ein Problem? Ja, das ist es! Und nun? Probleme sind dafür daum gelöst zu werden. Oder man weint eben und sagt: Geht ja doch nicht.
Paßt nicht zur Persönlichkeit DER Menschen? Ist ja wohl eher ein Schenkelklatscher. Kann sein, daß es nicht zu deiner Persönlichkeit paßt. Du solltest da aber nicht von dir auf andere schließen.
Und die Behauptung, ein nicht unwesentlicher Teil wäre mit einem BGE schlechter gestellt, ist nur das: Eine Behauptung. Die wäre erst zu überprüfen, wenn das BGE mit allen Einzelheiten steht. Tut es aber noch nicht.
Ausführlich wurde nur besprochen, daß einige das BGE nicht wollen. aber dafür führen wir ja die Diskussion.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Dampflok94 » Sa 12. Aug 2017, 19:43

Woppadaq hat geschrieben:(11 Aug 2017, 13:06)Ich halte aber auch nichts vom BGE, und das nicht wegen der Probleme, sondern weil es einfach keine wirkliche Verbesserung bringt. Was ich hier bisher so an Vorzügen des BGE gelesen habe, las sich wie Motivationsreden a la "du kannst doch froh sein, dass du arbeitslos bist, endlich kannst du dich selbst verwirklichen".

In der Grundessenz ist das BGE für mich die totale Verabschiedung vom Solidarprinzip. Frei nach dem Motto "hier hast nen Euro, und nun verpiss dich mit deinen Problemen"....

Das Problemist, einige hier glauben bzw. behaupten das BGE hätte nur eine Zielgruppe: Arbeitslose. Das ist nur leider völlig falsch. Das geht schon aus einem gerne gemachten Vorwurf hervor. Das BGE geht ebene an alle. Auch an den Millionär. Die Idee hinter dem BGE geht also weit über die Unterstützung von Arbeitslosen bzw. HartzIV-Empfängern hinaus. Das könnte man einfacher haben.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Alpha Centauri » Sa 12. Aug 2017, 22:03

Dampflok94 hat geschrieben:(12 Aug 2017, 20:43)

Das Problemist, einige hier glauben bzw. behaupten das BGE hätte nur eine Zielgruppe: Arbeitslose. Das ist nur leider völlig falsch. Das geht schon aus einem gerne gemachten Vorwurf hervor. Das BGE geht ebene an alle. Auch an den Millionär. Die Idee hinter dem BGE geht also weit über die Unterstützung von Arbeitslosen bzw. HartzIV-Empfängern hinaus. Das könnte man einfacher haben.


Ja klar BGE stünde jeden Bürger monatlich ohne Prüfung und unnötigen Verwaltungsaufwand bedinungslos zu ganz egal ob Milliardär oder Arbeitsloser, da gibst keinen Unterschied. BGE bedeute eben nicht soziale Gleichmacherei , es gibt immer Menschen die haben mehr als andere.

Das BGE befriedigt wie gesagt die elementaren Grundbedürfnisse des Menschen wie gesagt bedinungslos.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Alpha Centauri » Sa 12. Aug 2017, 22:07

Dampflok94 hat geschrieben:(12 Aug 2017, 20:30)

Genaus das was da steht. Und was Du bestätigst. Finanzierung ist schwierig? Ein Problem? Ja, das ist es! Und nun? Probleme sind dafür daum gelöst zu werden. Oder man weint eben und sagt: Geht ja doch nicht.
Paßt nicht zur Persönlichkeit DER Menschen? Ist ja wohl eher ein Schenkelklatscher. Kann sein, daß es nicht zu deiner Persönlichkeit paßt. Du solltest da aber nicht von dir auf andere schließen.
Und die Behauptung, ein nicht unwesentlicher Teil wäre mit einem BGE schlechter gestellt, ist nur das: Eine Behauptung. Die wäre erst zu überprüfen, wenn das BGE mit allen Einzelheiten steht. Tut es aber noch nicht.
Ausführlich wurde nur besprochen, daß einige das BGE nicht wollen. aber dafür führen wir ja die Diskussion.




BGE passt nicht zur Persönlichkeit der Menschen??? Typisch Denkfehler, wenn man seine eigenen individuellen Einstellungen und Ansichten, generalisierend unkritisch verallgemeinert.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Misterfritz » Sa 12. Aug 2017, 22:08

Dampflok94 hat geschrieben:(12 Aug 2017, 20:43)

Das Problemist, einige hier glauben bzw. behaupten das BGE hätte nur eine Zielgruppe: Arbeitslose. Das ist nur leider völlig falsch. Das geht schon aus einem gerne gemachten Vorwurf hervor. Das BGE geht ebene an alle. Auch an den Millionär. Die Idee hinter dem BGE geht also weit über die Unterstützung von Arbeitslosen bzw. HartzIV-Empfängern hinaus. Das könnte man einfacher haben.
Sorry,
aber kannst Du mir erklären, warum der Steuerzahler einem Millionär ein BGE finanzieren soll?
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Alpha Centauri » Sa 12. Aug 2017, 22:13

Orwellhatterecht hat geschrieben:(09 Aug 2017, 21:51)

Willst Du uns damit suggerieren, dass Menschen mit HartzIV Bezug "frei" sind? Eher das Gegenteil dürfte wohl der Fall sein, wenn man bedenkt, welchen Verlust an bürgerlichen Rechten ein H4 Empfänger auszustehen hat. Und wer es mit 50+ nicht schafft, wieder einen halbwegs akzeptablen Job zu bekommen, dem ist dank Schröders Kanzlerschaft mit seiner Agenda 2010 die Altersarmut gewiß.


Ja denke ich auch. Frei dank bzw. mit Hartz4 so ein Quatsch. Fördern und Fordern sollte ehrlicherweise Gehorsam oder Bestrafung heißen und hat mit Freiheit nun mal gar nichts zu tun.


Freiheit bedeutet nicht, dass man tun kann was man will ,sondern dass man nicht tun muss ,was man nicht will. Jean Jacques Rousseau
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon unity in diversity » So 13. Aug 2017, 06:18

Misterfritz hat geschrieben:(12 Aug 2017, 23:08)

Sorry,
aber kannst Du mir erklären, warum der Steuerzahler einem Millionär ein BGE finanzieren soll?

Weil das BGE bedingungslos sein soll, also unabhängig von sonstigen Einkommen und Einnahmen. Dadurch wird der Verteilungsspielraum zwar enger, vor allem bei denen, die es dringend bräuchten, aber so etwas soll man ja nicht erwähnen.
Sonst steht den Befürwortern der Schweiß auf der Stirn.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Billie Holiday » So 13. Aug 2017, 07:55

Misterfritz hat geschrieben:(12 Aug 2017, 23:08)

Sorry,
aber kannst Du mir erklären, warum der Steuerzahler einem Millionär ein BGE finanzieren soll?


Weil der Millionär Deines auch finanziert und das Zauberwort "bedingungslos" lautet.
Ein Herausnehmen aller Reichen, Firmeninhaber, Erben, etc etc würde den bürokratischen Aufwand wohl deutlich erhöhen. Und wo willst Du die Grenze ziehen, bei welchem Einkommen? Darf der kinderlose Berufstätige, der schon mit Steuerklasse 1 geschlagen ist, auch vom BGE profitieren oder wer soll alles vom bedingungslosen Grundeinkommen nichts haben? :?:
Alles nicht so einfach, wenn plötzlich doch Bedingungen gestellt werden. :|
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Realist2014 » So 13. Aug 2017, 09:02

Alpha Centauri hat geschrieben:(12 Aug 2017, 23:03)

. BGE bedeute eben nicht soziale Gleichmacherei , s.


das BGE ist im Vergleich zu den heutigen Systemen UNSOZIAL

weil eben NICHT bedarfsorentiert.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon jorikke » So 13. Aug 2017, 09:49

Billie Holiday hat geschrieben:(13 Aug 2017, 08:55)

Weil der Millionär Deines auch finanziert und das Zauberwort "bedingungslos" lautet.
Ein Herausnehmen aller Reichen, Firmeninhaber, Erben, etc etc würde den bürokratischen Aufwand wohl deutlich erhöhen. Und wo willst Du die Grenze ziehen, bei welchem Einkommen? Darf der kinderlose Berufstätige, der schon mit Steuerklasse 1 geschlagen ist, auch vom BGE profitieren oder wer soll alles vom bedingungslosen Grundeinkommen nichts haben? :?:
Alles nicht so einfach, wenn plötzlich doch Bedingungen gestellt werden. :|


Der bürokratische Aufwand tendiert im Computerzeitalter gegen Null. Die Grenze einheitlich festlegen, Maßstab ist das zu versteuernde Einkommen und schon geht alles auf Knopfdruck. Über und unter der Nominalgrenze je 10 Abstufungen in der Höhe festsetzen. Fertig.
Nur mal so, reine Theorie da ich, man verzeihe, BGE für eine Schnapsidee halte.
Wegen des Gleichheitsgedankens auch Millionäre berücksichtigen.
Da gleitet die Idee doch schon mächtig ins Komische ab.
Was soll daran Gleichbehandlung sein?
Gib einem Geringverdiener 1000,- und er kann davon grob die Hälfte seines Unterhaltes bestreiten. Eine große Hilfe.
Der Millionär kann mit den 1000 Piepen grob ein Promille draufsatteln.
Die Hälfte und ein Promille, das wäre dann eure Gleichbehandlung.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon hallelujah » So 13. Aug 2017, 10:28

Dampflok94 hat geschrieben:(12 Aug 2017, 20:30)

Genaus das was da steht. Und was Du bestätigst. Finanzierung ist schwierig? Ein Problem? Ja, das ist es! Und nun? Probleme sind dafür daum gelöst zu werden. Oder man weint eben und sagt: Geht ja doch nicht.
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Ausführlich wurde nur besprochen, daß einige das BGE nicht wollen. aber dafür führen wir ja die Diskussion.


Dies war dein Ausgangsbeitrag, auf den ich geantwortet hatte:
"Die Gegenposition ist aber auch nicht viel besser. Da sieht man die Probleme, jammert rum und meint man sollte es besser lassen. Mit der Einstellung würden wir noch auf den Bäumen leben."

Die Gegner des BGE hatten AUSFÜHRLICH dargelegt, weshalb sie ein BGE ablehnen. Bezieht sich alles auf die existierenden Konzepte. Vielleicht kommt irgendwann ein sinnvolles und umsetzbares Konzept, dann bin ich offen dafür.
Merkwürdig, dass viele Argumente in der Diskussion von den Befürworter nicht zu widerlegen versucht wurde. Manchmal sogar zugegeben wurde, dass die Einwände berechtigt sind.

Zur Persönlichkeit, ich konkretisiere, (der Themenbereich, der mit am ausführlichsten diskutiert wurde):
die Charaktere, die ein BGE zur erfolgreichen Umsetzung braucht, die brauchen das BGE nicht. Die, die es brauchen, die werden das BGE nicht stützen. Die werden mit BGE nicht zu kreativen Überfliegern.

Ein Teil schlechter gestellt: eine ausführlich begründete Behaupten, die von Befürwortern nicht widerlegt werden konnte.
Gäbe es einen Gott, hätte er keine Religionen erschaffen.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon 3x schwarzer Kater » So 13. Aug 2017, 11:10

Misterfritz hat geschrieben:(12 Aug 2017, 23:08)

Sorry,
aber kannst Du mir erklären, warum der Steuerzahler einem Millionär ein BGE finanzieren soll?


Zahlt ein Millionär etwa keine Steuern? Beiträge zum Zusammenhang zwischen BGE und Steuersystem gab's hier eigentlich schon genug. Damit sollte sich das eigentlich von selbst erklären.
„Fremd ist der Fremde nur in der Fremde.“ (Karl Valentin)
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Alpha Centauri » So 13. Aug 2017, 12:11

jorikke hat geschrieben:(13 Aug 2017, 10:49)

Der bürokratische Aufwand tendiert im Computerzeitalter gegen Null. Die Grenze einheitlich festlegen, Maßstab ist das zu versteuernde Einkommen und schon geht alles auf Knopfdruck. Über und unter der Nominalgrenze je 10 Abstufungen in der Höhe festsetzen. Fertig.
Nur mal so, reine Theorie da ich, man verzeihe, BGE für eine Schnapsidee halte.
Wegen des Gleichheitsgedankens auch Millionäre berücksichtigen.
Da gleitet die Idee doch schon mächtig ins Komische ab.
Was soll daran Gleichbehandlung sein?
Gib einem Geringverdiener 1000,- und er kann davon grob die Hälfte seines Unterhaltes bestreiten. Eine große Hilfe.
Der Millionär kann mit den 1000 Piepen grob ein Promille draufsatteln.
Die Hälfte und ein Promille, das wäre dann eure Gleichbehandlung.


Das BGE ist weniger eine Schnapsidee als vielmehr eine sozialpolitische Notwendigkeit.
Zuletzt geändert von Skull am So 13. Aug 2017, 16:44, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Zitierformatierung korrigiert
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon unity in diversity » So 13. Aug 2017, 12:21

Alpha Centauri hat geschrieben:(13 Aug 2017, 13:11)


Egal, ob du einer geregelten Arbeit, oder einer verordneten Freizeitbeschäftigung nachgehst.
Du ziehst den Kürzeren, sonst wäre die Debatte keiner Debatte wert.
Wir leben immer noch in einer Affengesellschaft, in der gilt:
Wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon jorikke » So 13. Aug 2017, 12:26

Alpha Centauri hat geschrieben:(13 Aug 2017, 13:11)



Da darf man mit den besseren Argumenten durchaus anderer Meinung sein. Ich wäre übrigens sofort dafür, könnte einer der Protagonisten die Notwendigkeit halbwegs schlüssig erklären.
Mit Sozialromantik ist es nicht getan.
Wenn man dann noch Unsinniges, wie BGE für Millionäre einbastelt, geht das Verständnis vollends flöten.

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