Pflege- und Gesundheitsreform

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firlefanz11
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Re: Pflege- und Gesundheitsreform

Beitragvon firlefanz11 » Fr 17. Mär 2017, 11:15

Cobra9 hat geschrieben:(16 Mar 2017, 20:33)
desto teurer auch der Preis.

Ich will ja wirklich nicht klugscheißen (auch wenns so aussieht ;) ) aber bei solchen Konstruktionen rollen sich mir immer die Zehnägel auf. :dead:
Entweder ist der Preis für das Medikament/die Behandlung/die Diagnostik höher oder das Medikament/die Behandlung/die Diagnostik ist teurer. Ein Preis kann nicht teurer sein/werden...
Letztens kam im Radio auch so ein Satz bei dem mir die Ohren geblutet haben. Hab nur ganz schnell verdrängt was das war...
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Re: Pflege- und Gesundheitsreform

Beitragvon Cobra9 » Fr 17. Mär 2017, 13:34

firlefanz11 hat geschrieben:(17 Mar 2017, 11:15)

Ich will ja wirklich nicht klugscheißen (auch wenns so aussieht ;) ) aber bei solchen Konstruktionen rollen sich mir immer die Zehnägel auf. :dead:
Entweder ist der Preis für das Medikament/die Behandlung/die Diagnostik höher oder das Medikament/die Behandlung/die Diagnostik ist teurer. Ein Preis kann nicht teurer sein/werden...
Letztens kam im Radio auch so ein Satz bei dem mir die Ohren geblutet haben. Hab nur ganz schnell verdrängt was das war...


Ähmm rechnet ein Krankenhaus nicht alle Leistungen ab und den muss die Kasse ersetzen ? Also durchaus einen Preis.
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Keine Literatur kann in puncto Zynismus das wirkliche Leben übertreffen.
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Re: Pflege- und Gesundheitsreform

Beitragvon firlefanz11 » Fr 17. Mär 2017, 13:52

Cobra9 hat geschrieben:(17 Mar 2017, 13:34)

Ähmm rechnet ein Krankenhaus nicht alle Leistungen ab und den muss die Kasse ersetzen ? Also durchaus einen Preis.

Ja, aber dann ist der Preis höher und nicht teurer...
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Re: Pflege- und Gesundheitsreform

Beitragvon Cobra9 » Fr 17. Mär 2017, 14:18

firlefanz11 hat geschrieben:(17 Mar 2017, 13:52)

Ja, aber dann ist der Preis höher und nicht teurer...


Also wenn Therapie A die Summe 20000 kostest und Therapie B nun mal 40000 ist teurer das richtige Wort. Primär kommt es natürlich auf die Falllage des Patieten an.
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Re: Pflege- und Gesundheitsreform

Beitragvon firlefanz11 » Fr 17. Mär 2017, 14:22

Cobra9 hat geschrieben:(17 Mar 2017, 14:18)
Also wenn Therapie A die Summe 20000 kostest und Therapie B nun mal 40000 ist teurer das richtige Wort.

Grmpf! OK, nochmal von vorne...
Therapie B ist dann teurer... Korrekt... Aber der Preis für Therapie B ist dann höher und NICHT teurer...!!!
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yogi61
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Re: Pflege- und Gesundheitsreform

Beitragvon yogi61 » Sa 18. Mär 2017, 11:48

jorikke hat geschrieben:(16 Mar 2017, 21:17)

Wenn dich der schlichte Satz " der med. Fortschritt verursacht nun einmal mehr Kosten" stört, dann kann ich das nicht nachvollziehen.
Der Satz ist nicht wertend, eher eine Tatsachenbeschreibung und schlicht richtig. Wenn du meinst diese Kostensteigerungen seien zu vermeiden, indem man Behandlungen nicht mehr bezahlt, die auf Grund der techn. Möglichkeiten lebensverlängernd sind - aber zu teuer - dann kannst du das sagen. Es würde eine Diskussion über ein Teilthema der Kostensteigerungen eröffnen.
Leider wirst du aber nie konkret sondern erschöpfst dich sinngemäß in der "Philosophie" alles Kacke deine Elli und die Anderen sind sowieso doof.
Welche Verbesserungen stellst du dir bei der Pflegeverbesserung vor? Ich habe jetzt nicht alle Beiträge noch einmal nachgelesen, meine aber du hast kritisiert, das bei einer immer älter werdenden Gesellschaft dort riesige Probleme entstehen, die nachlässigerweise von der Politik nur sehr unzureichend in Angriff genommen werden.
Wie stellst du dir das vor?
Wie hoch können die Beiträge steigen um die Pflege zu verbessern, zu optimieren?
Am Gelde hängt, zum Gelde drängt...,ist nun mal so.
Die Krankenversicherung / Pflegeversicherung ist ja ohnehin ungleich. Ein gesetzlich Versicherter erhält die gleichen Leistungen, zahlt aber - je nach Verdienst - sehr unterschiedliche Beiträge.
Könnte man nach dem gleichen Prinzip, um die Allgemeinheit zu entlasten, nicht auch die wohlhabenden Kinder Pflegebedürftiger stärker zur Pflege ihrer Eltern heranziehen?


Lieber jorikke, mir ist klar, dass wir politisch bestimmt nicht immer einer Meinung sind, aber hier liegst Du besonders daneben und ander User auch. Du darfst mir glauben, dass ich als Teil des "Systems" über Jahrzehnte persönlich auch Profiteur dieses "Systems" bin.
Das Gesundheit immer teurer wird ist richtig und ich habe 10 Euro in mein persönliches Phrasenschwein gesteckt und ich werde dafür im Urlaub mit meiner Frau eine Fischbrötchen und ein Kaltgetränk geniessen und dabei an Dich und an die anderen User denken, Danke. :)
Ich hatte eigentlich gar nicht vor hier ein Debatte über das Gesundheitssystem zu führen, ein Beitrag von mir ist einfach nur verschoben worden, weil ich weiss, wie frustrierend es ist mit Laien über dieses Thema zu diskutieren. Wir sprechen hier von Ausgaben von 400 Milliarden Euro jährlich, ok. das sind alte Zahlen und von 2015, inzwischen sind sie wohl wesentlich höher.
Aber wenn Du willst, dann eben Butter bei die Fische.
Nein, es ist nicht in Ordnung, dass die Krankenkassen gezwungen werden zuzusehen, dass Generika Zulassungen in der Regel erst nach 15 Jahren erfolgen können. Nein, es ist nicht in Ordung, dass die Krankenkassen und die Allgemeinheit gezwungen werden, für das Krebsmittel Opdivo pro Dosis 4.337 Euro zu zahlen. Das sind, nur um mal die Dimensionen aufzuzeigen, für einen armen Menschen der an Krebs erkrankt ist jährlich Behandlungskosten von ca. 100.000 Euro um das Leben zu verlängern. Ja, der Hersteller hat geforscht und es ist völlig in Ordnung, dass er sich das bezahlen lässt, weil die Wirkstoff von echten Koryphäen entwickelt wurde. Was nicht in Ordung ist, ist die Höhe des Preises,weil in diesem Preis auch zig klinischen Studien enthalten sind, die nur dazu dienen, die Höhe des Preises zu rechtfertigen. Für die Wirksamkeit des Wirkstoffes hätte eine Studie ausgereicht. Nein, es ist nicht in Ordung, wenn das Blutkrebsmittel Mittel Alemtuzumab mit dem Handeslnamen MacCampath für 21,07 Euro pro Milligramm 2012 verkauft wurde und in Folge klinischer Studien, die einen Effekt bei MS nachgewisen haben plötzlich aus taktischen Gründen vom Markt genommen wurde und dann unter dem Namen Lemtrada urplötzlich wieder auftaucht und 887,75 Euro pro Milligramm kostet.
Ich möchte noch einmal betonen, dass das kein kein links oder rechts Denken ist, weil mir das dann auch öfter unterstellt wird.
Nein, es ist nicht auf meinem Mist gewachsen, dass der Gesundheitsminister Hermann Gröhe ein Bürokratiemonstrum unterstützt, das den Beitragszahler (also auch die Unternehmen in Deustschland) zwischen 2 und 4 Milliarden Euro im Jahr kostet. Diese Kritik stammt von meinen "Freunden" der FDP.
Nein es ist nicht in Ordung, dass man dem Apotheken-Giganten DocMorris, von dem ich wahrlich kein Freund bin, verbieten möchte Rezepte über das Internet mit Rabatten zu versehen, weil er ja angeblich seinen Beratungsauftrag nicht so ernst nimmt, wie die Apotheke um die Ecke, die dem geneigten Kunden überteuerte Erkältungsmittel, völlig wirkungslose Haarshampoos und Antifaltencremes zu horrende Preisen andreht und heute noch Eltern das völlig veraltete und gefährlich Mittel Paracetamol für ihre Kinder ausgibt, aber die Leberschäden kann man ja nachher auch behandeln lassen.
Nein, es ist nicht in Ordung, dass man Kliniken zu Unternehmen funktioniert hat, die nur noch den Sinn haben Gewinne zu erwirtschaften, die Menschen mit 90 Jahren noch an der Hüfte operieren, oder bei Kindern schnell mal Tonsillektomien durführen,nur um die Betten voll zu bekommen.
Ich könnte hier noch stundenlang weitermachen, aber es ist müßig und nein, es ist nicht in Ordung, dass ein verdienter Prateisoldat zum Gesundheitsminister gemacht wurde, der von Tuten und Blasen keine Ahnung hat und das System belastet und nicht in der Lage ist, gegen die Lobbyisten vorzugehen, die sich in Berlin die Klinken in die Hand geben und die Gesetze praktisch selber schreiben. Nein, es ist nicht in Ordnug, die Lasten dieser Politik auf die kommenden Generationen auf unsere Kinder und Enkel zu schieben
Auf das Thema Pflege, möchte ich hier wegen der Komplexität gar nicht eingehen, nur so viel. Als Mensch einer Generation die wahrscheinlich fast Pandemie-mässig an Demenz erkranken wird, gibt es auch hier ein fahrlässiges Nichthandeln, auf Kosten der nächsten Generationen.
Nein, es ist nicht in Ordung, dass der letzte Versuch dieses wichtige Thema anzugehen den demografischen Wandel im Blick zu haben jetzt acht Jahre her ist und Ulla Schmidt damit granios scheiterte, ab sie hat es wenigstens versucht und nein, es ist nicht in Ordung, dass diesem Thema in diesem Land so wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird und stattdessen lieber über die Kosten für Griechenland oder der Flüchtlingspolitik schwadroniert wird, aber wir sprechen ja hier auch nur über ca 400 bis 600 Milliarden pro Jahr, also Peanuts.
Two unique places, one heart
https://www.youtube.com/watch?v=Ca9jtQhnjek
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Re: Pflege- und Gesundheitsreform

Beitragvon jorikke » Sa 18. Mär 2017, 20:58

yogi61 hat geschrieben:(18 Mar 2017, 11:48)

Lieber jorikke, mir ist klar, dass wir politisch bestimmt nicht immer einer Meinung sind, aber hier liegst Du besonders daneben und ander User auch. Du darfst mir glauben, dass ich als Teil des "Systems" über Jahrzehnte persönlich auch Profiteur dieses "Systems" bin.
Das Gesundheit immer teurer wird ist richtig und ich habe 10 Euro in mein persönliches Phrasenschwein gesteckt und ich werde dafür im Urlaub mit meiner Frau eine Fischbrötchen und ein Kaltgetränk geniessen und dabei an Dich und an die anderen User denken, Danke. :)
Ich hatte eigentlich gar nicht vor hier ein Debatte über das Gesundheitssystem zu führen, ein Beitrag von mir ist einfach nur verschoben worden, weil ich weiss, wie frustrierend es ist mit Laien über dieses Thema zu diskutieren. Wir sprechen hier von Ausgaben von 400 Milliarden Euro jährlich, ok. das sind alte Zahlen und von 2015, inzwischen sind sie wohl wesentlich höher.
Aber wenn Du willst, dann eben Butter bei die Fische.
Nein, es ist nicht in Ordnung, dass die Krankenkassen gezwungen werden zuzusehen, dass Generika Zulassungen in der Regel erst nach 15 Jahren erfolgen können. Nein, es ist nicht in Ordung, dass die Krankenkassen und die Allgemeinheit gezwungen werden, für das Krebsmittel Opdivo pro Dosis 4.337 Euro zu zahlen. Das sind, nur um mal die Dimensionen aufzuzeigen, für einen armen Menschen der an Krebs erkrankt ist jährlich Behandlungskosten von ca. 100.000 Euro um das Leben zu verlängern. Ja, der Hersteller hat geforscht und es ist völlig in Ordnung, dass er sich das bezahlen lässt, weil die Wirkstoff von echten Koryphäen entwickelt wurde. Was nicht in Ordung ist, ist die Höhe des Preises,weil in diesem Preis auch zig klinischen Studien enthalten sind, die nur dazu dienen, die Höhe des Preises zu rechtfertigen. Für die Wirksamkeit des Wirkstoffes hätte eine Studie ausgereicht. Nein, es ist nicht in Ordung, wenn das Blutkrebsmittel Mittel Alemtuzumab mit dem Handeslnamen MacCampath für 21,07 Euro pro Milligramm 2012 verkauft wurde und in Folge klinischer Studien, die einen Effekt bei MS nachgewisen haben plötzlich aus taktischen Gründen vom Markt genommen wurde und dann unter dem Namen Lemtrada urplötzlich wieder auftaucht und 887,75 Euro pro Milligramm kostet.
Ich möchte noch einmal betonen, dass das kein kein links oder rechts Denken ist, weil mir das dann auch öfter unterstellt wird.
Nein, es ist nicht auf meinem Mist gewachsen, dass der Gesundheitsminister Hermann Gröhe ein Bürokratiemonstrum unterstützt, das den Beitragszahler (also auch die Unternehmen in Deustschland) zwischen 2 und 4 Milliarden Euro im Jahr kostet. Diese Kritik stammt von meinen "Freunden" der FDP.
Nein es ist nicht in Ordung, dass man dem Apotheken-Giganten DocMorris, von dem ich wahrlich kein Freund bin, verbieten möchte Rezepte über das Internet mit Rabatten zu versehen, weil er ja angeblich seinen Beratungsauftrag nicht so ernst nimmt, wie die Apotheke um die Ecke, die dem geneigten Kunden überteuerte Erkältungsmittel, völlig wirkungslose Haarshampoos und Antifaltencremes zu horrende Preisen andreht und heute noch Eltern das völlig veraltete und gefährlich Mittel Paracetamol für ihre Kinder ausgibt, aber die Leberschäden kann man ja nachher auch behandeln lassen.
Nein, es ist nicht in Ordung, dass man Kliniken zu Unternehmen funktioniert hat, die nur noch den Sinn haben Gewinne zu erwirtschaften, die Menschen mit 90 Jahren noch an der Hüfte operieren, oder bei Kindern schnell mal Tonsillektomien durführen,nur um die Betten voll zu bekommen.
Ich könnte hier noch stundenlang weitermachen, aber es ist müßig und nein, es ist nicht in Ordung, dass ein verdienter Prateisoldat zum Gesundheitsminister gemacht wurde, der von Tuten und Blasen keine Ahnung hat und das System belastet und nicht in der Lage ist, gegen die Lobbyisten vorzugehen, die sich in Berlin die Klinken in die Hand geben und die Gesetze praktisch selber schreiben. Nein, es ist nicht in Ordnug, die Lasten dieser Politik auf die kommenden Generationen auf unsere Kinder und Enkel zu schieben
Auf das Thema Pflege, möchte ich hier wegen der Komplexität gar nicht eingehen, nur so viel. Als Mensch einer Generation die wahrscheinlich fast Pandemie-mässig an Demenz erkranken wird, gibt es auch hier ein fahrlässiges Nichthandeln, auf Kosten der nächsten Generationen.
Nein, es ist nicht in Ordung, dass der letzte Versuch dieses wichtige Thema anzugehen den demografischen Wandel im Blick zu haben jetzt acht Jahre her ist und Ulla Schmidt damit granios scheiterte, ab sie hat es wenigstens versucht und nein, es ist nicht in Ordung, dass diesem Thema in diesem Land so wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird und stattdessen lieber über die Kosten für Griechenland oder der Flüchtlingspolitik schwadroniert wird, aber wir sprechen ja hier auch nur über ca 400 bis 600 Milliarden pro Jahr, also Peanuts.


Warum sollten wir politisch immer einer Meinung sein? Du bist für vernünftige Lösungen, ich auch. Allenfalls setzen wir die Prioritäten von Fall zu Fall anders.
Na gut, eine versöhnliche Einleitung musste ich ja finden.
Das Gebiet der Gesundheit ist mir beruflich nicht so fremd, wie du vermutest. Während meiner beruflichen Tätigkeit bin ich in den pharmazeutischen Firmen ein- u. aus gegangen. Waren mit meine wichtigsten und besten Kunden. Sowohl bei den Herstellern von selbst entwickelten, wie auch den Herstellern von Generika.
Wenn ich auf der einen Seite Biberach und auf der anderen Blaubeuren und Neu Ulm nenne, wirst du wissen welche Firmen ich u.A. meine.
Die Beispiele der Preisgestaltung, die du als negativ Beispiele nanntest, will ich gar nicht in Abrede stellen.
Letztlich sind es aber nur die extrem Beispiele einer Mischkalkulation.
Natürlich besteht ein Spannungsverhältnis zwischen den Medikamentenherstellern. Die einen wollen so lange wie möglich Patentschutz, die anderen so schnell wie möglich kopieren.
Schlicht gesagt, verkürzt man die Schutzspanne von 15 auf 7,5 Jahren, werden die Preise in dieser, dann halben Zeit, vermutlich verdoppelt.
Ich fürchte im jetzigen Marktsystem wird sich daran nichts Entscheidendes ändern lassen.
Das stinkt dir gewaltig, (wem nicht?) aber eine Idee wie man das besser gestalten könnte, habe ich von dir auch noch nicht gehört.
Ich hatte in meiner Tätigkeit ein ähnliches Problem.
Ein Gerät, dessen Listenpreis bei 5000,-€ lag, konnte ich beim Kunden A mit 35% Rabatt verkaufen, beim Kunden B zum Listenpreis.
Einzelgeräte, nichts mit Mengenrabatt. Ich hatte immer unterschwellig das Gefühl, ehrlich ist das nicht.
Für meine Firma war es eine Mischkalkulation.
Die gleichen Geräte, die hier in Deutschland für 5000,- verkauft wurden, gingen in Indien für 1000,- weg.
usw.
Darüber könnte man tagelang Krokodiltränen vergießen, solange keine konkreten Änderungsvorschläge im Raum stehen, alles müßig.
Ach ja, die Ulla. Da sind wir völlig einer Meinung. Sie hat die Probleme angepackt, sich Feinde gemacht und verloren. Tut mir leid.
Vergessen ist heute aber, dass ein Typ von der anderen politischen Fakultät, Horst Seehofer, es auch versucht hat. Ebenfalls gescheitert.
Zu viele, zu starke Interessengruppen.
An sich eine Konstellation die endogen einen Ausgleich bewirkt. In diesem Fall wohl nur einen Ausgleich des gegenseitigen Taschen füllens auf Kosten der Beitragszahler.
Genug von Friede, Freundschaft, Eierkuchen.
Deshalb muss ich noch loswerden wie anmaßend ich es finde den Leuten ihre persönlichen Vorlieben zu vermiesen. Griechenland, Flüchtlingspolitik und vieles mehr sind auch Themen die interessieren.
Warum, zum Teufel, sollen alle dein Steckenpferd reiten?
So, ausgemärt.
Lasst euch euer Fischbrötchen schmecken.
Positiv Denkender
Beiträge: 1365
Registriert: Sa 16. Apr 2016, 16:51

Re: Pflege- und Gesundheitsreform

Beitragvon Positiv Denkender » Di 21. Mär 2017, 16:30

relativ hat geschrieben:(17 Mar 2017, 08:37)

Also, daß durch die immer älter werdende Gesellschaft, die Gesundheitskosten immer höher werden, ist ja logisch nur warum in Herr Gotts Namen kann sowas nur durch höhere Beiträge finanziert werden?
Die Schwerpunkte der Investitionen des Steuergeldes sind frei Verhandelbar und ganz schlicht gesellschaftlich/politischer Wille. Wenn sich Mehrheitsgesellschaft und Politik einig sind und ihre steuerlichen Ausgaben schwerpunktmäßig auf Soziales verlegen, dann kann man auch steigenede Gesundheitskosten mit gleichbleibenden, oder sogar sinkenden Beitragskosten bewerkstelligen. Es ist alles eine Frage, was uns gewisse Dinge Wert sind und welches Dinge zum Gemeinschaftswohl schwerpunktmäßig über Steuern finanziert wird und nicht über Beiträge.
Nun darauf mögen dann einige wieder über den Untergang des deutschen Abendlandes fabulieren, aber dies ist bei ängstlichen Menschen und/oder Lobbyisten schon immer so gewesen. Davon muss/sollte man sich nicht abschrecken lassen, auch mal solche Gedanken durchzuspielen..

Steuergelder für Gesundheit? Na geht's noch . ? Die Soziausgaben überschreiten schon jetzt mehr als 50 % der Staatseinahmen .
Mehr ist nicht vertretbar . Die Gesundheitsversorgung ist in Deutschland schon jetzt bestens geregelt. Niemand wir schlechter oder besser versorgt .jeder
Kranke wird behandelt unabhängig vom Einkommen . Hier werden selbst die Menschen ärztlich versorgt die keine oder wenige Beträge in die KV einzahlen .
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Re: Pflege- und Gesundheitsreform

Beitragvon Realist2014 » Di 21. Mär 2017, 19:20

relativ hat geschrieben:(17 Mar 2017, 08:37)


Die Schwerpunkte der Investitionen des Steuergeldes sind frei Verhandelbar und ganz schlicht gesellschaftlich/politischer Wille. Wenn sich Mehrheitsgesellschaft und Politik einig sind und ihre steuerlichen Ausgaben schwerpunktmäßig auf Soziales verlegen,.



es gibt diese (linke) Mehrheitsgesellschaft aber nicht...

die wird es auch in Zukunft nie geben

und das ist gut so

Keine Macht den Umverteilern... :cool:
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden

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