Eine Welt ohne Grenzen, der Nationalstaat am Ende?

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Re: Eine Welt ohne Grenzen, der Nationalstaat am Ende?

Beitragvon Ein Terraner » Mi 21. Feb 2018, 08:43

Ger9374 hat geschrieben:(21 Feb 2018, 06:37)

Nach aussen muss dieser Raum aber weiterhin abgegrenzt sein. Innerer Grenzabbau heißt nicht Aussengrenzen abzuschaffen.


Welche Äußere Grenze hat eine Kugel ?
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Re: Eine Welt ohne Grenzen, der Nationalstaat am Ende?

Beitragvon Ein Terraner » Mi 21. Feb 2018, 08:51

Alpha Centauri hat geschrieben:(20 Feb 2018, 18:39)

Gasse plädiert zudem das die " VEREINTEN NATIONEN endlich mal beginnen sollten ihren Namen den sie tragen.ernst zunehmen im 21,Jahrhundert


Das wird nicht funktionieren solange nicht Technologie und Bildung auf einem Stand sind, wir hinken da teilweise extrem hinterher. Global gesehen ist es aber noch viel komplizierter als aktuell in den Vereinten Nationen, ohne eine Angleichung zum besseren (Technologie, Bildung, Nahrung, Wasser, Ressourcen, Wohlstand, usw...) wird es weiterhin auf "Teile und Herrsche" hinauslaufen.
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Re: Eine Welt ohne Grenzen, der Nationalstaat am Ende?

Beitragvon H2O » Mi 21. Feb 2018, 11:37

Könnte es sein, daß dieser "Forscher und Philosoph" eine gesicherte Arbeitsstelle besetzt hält, für die eine fleißige Schar von Staatsbürgern die notwendigen Mittel bereit stellt? Ob dieser Philosoph wohl ein Schloß in seiner Wohnungstür hat... oder lebt er etwa als Einsiedler in einer Wüste, in die sich niemand hinein getraut? Und da, wo dieser Philosoph gar nichts zu melden hat, hält er offene Grenzen für jedermann für sinnvoll?

Einem Diogenes können Staatsgrenzen Wurst sein. Der trägt alle seine Habe am Leibe... so sagte er auf der Flucht aus dem brennenden Athen. Wie wehrhaft er war, um wenigstens seine Habe nicht ein zu büßen: Wer weiß das schon? Irgendwie angewiesen auf das Vorhandensein einer produzierenden Gemeinschaft war selbst ein Diogenes. Dort wurde er als philosophischer Gastredner geschätzt, bewirtet und gekleidet. Da war nichts mit offenen Häusern!
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Re: Eine Welt ohne Grenzen, der Nationalstaat am Ende?

Beitragvon Billie Holiday » Mi 21. Feb 2018, 11:53

H2O hat geschrieben:(21 Feb 2018, 11:37)

Könnte es sein, daß dieser "Forscher und Philosoph" eine gesicherte Arbeitsstelle besetzt hält, für die eine fleißige Schar von Staatsbürgern die notwendigen Mittel bereit stellt? Ob dieser Philosoph wohl ein Schloß in seiner Wohnungstür hat... oder lebt er etwa als Einsiedler in einer Wüste, in die sich niemand hinein getraut? Und da, wo dieser Philosoph gar nichts zu melden hat, hält er offene Grenzen für jedermann für sinnvoll?

Einem Diogenes können Staatsgrenzen Wurst sein. Der trägt alle seine Habe am Leibe... so sagte er auf der Flucht aus dem brennenden Athen. Wie wehrhaft er war, um wenigstens seine Habe nicht ein zu büßen: Wer weiß das schon? Irgendwie angewiesen auf das Vorhandensein einer produzierenden Gemeinschaft war selbst ein Diogenes. Dort wurde er als philosophischer Gastredner geschätzt, bewirtet und gekleidet. Da war nichts mit offenen Häusern!


Hat er denn seine Adresse in jedem Supermarkt ans schwarze Brett gehängt als freundliche Einladung an alle Obdachlosen der Umgebung? :?:
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Re: Eine Welt ohne Grenzen, der Nationalstaat am Ende?

Beitragvon H2O » Mi 21. Feb 2018, 11:56

Billie Holiday hat geschrieben:(21 Feb 2018, 11:53)

Hat er denn seine Adresse in jedem Supermarkt ans schwarze Brett gehängt als freundliche Einladung an alle Obdachlosen der Umgebung? :?:


Davon gehe ich aus; er ist schließlich Vertreter des Edlen, Reinen, Guten, Schönen...
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Re: Eine Welt ohne Grenzen, der Nationalstaat am Ende?

Beitragvon Billie Holiday » Mi 21. Feb 2018, 11:58

H2O hat geschrieben:(21 Feb 2018, 11:56)

Davon gehe ich aus; er ist schließlich Vertreter des Edlen, Reinen, Guten, Schönen...


Eher ein Vertreter der bekifften rosaroten Träume auf weichen Wolken der Harmonie und Glücksseligkeit. :cool:
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Re: Eine Welt ohne Grenzen, der Nationalstaat am Ende?

Beitragvon Ger9374 » Mi 21. Feb 2018, 12:24

Ein Terraner hat geschrieben:(21 Feb 2018, 08:43)

Welche Äußere Grenze hat eine Kugel ?

Danke das du mir immer wieder vor augen führst
wie kleingeistig die Welt ist.:-))
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Re: Eine Welt ohne Grenzen, der Nationalstaat am Ende?

Beitragvon Ein Terraner » Mi 21. Feb 2018, 12:41

Ger9374 hat geschrieben:(21 Feb 2018, 12:24)

Danke das du mir immer wieder vor augen führst
wie kleingeistig die Welt ist.:-))


Gerne geschehen, Menschen dazu zu bringen über ihren Unsinn nachzudenken ist eine Lebensaufgabe. :)
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Re: Eine Welt ohne Grenzen, der Nationalstaat am Ende?

Beitragvon Watchful_Eye » Mi 21. Feb 2018, 13:04

Ein Terraner hat geschrieben:(21 Feb 2018, 12:41)

Gerne geschehen, Menschen dazu zu bringen über ihren Unsinn nachzudenken ist eine Lebensaufgabe. :)

Wenn wir in Deutschland und Europa die Grenzen wirklich so richtig öffnen würden - auch ohne Abschiebungen, "Türkei-Deal" etc. - sähe Deutschland insbesondere in den Städten sehr schnell sehr anders aus. :?

China - sicherlich kein demokratisches Musterland, klar ;) - hat selbst innerstaatlich noch die Reisefreiheit strikt reguliert, um eine Ghettoisierung der Städte zu verhindern. Und bei massenhafter Migration aus arabischen und afrikanischen Ländern kommen da noch massive kulturelle Differenzen obendrauf. Eines Tages, wenn sich die Verhältnisse annähernd angeglichen haben sollten, mag das ja eine machbare Idee sein. Im Sinne eines effektiven Altruismus ist es aber derzeit sinnvoller, sich (wesentlich) stärker in den Bereich Entwicklungshilfe reinzuhängen.
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Re: Eine Welt ohne Grenzen, der Nationalstaat am Ende?

Beitragvon jack000 » Mi 21. Feb 2018, 13:44

Das ganze funktioniert von A-Z nicht. Man kann das in einem beschränkten Raum machen mit Menschen mit ähnlichen hohem Lebensstandard und ähnlichen Wertvorstellungen.

Es müssten sich dann ja Politiker aus der ganzen Welt zusammentun und Gesetze beschließen. Da wünsche ich viel Spaß beim Verhandeln mit denen aus dem dann ehemaligen Saudi-Arabien, Nordkorea, etc...
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Re: Eine Welt ohne Grenzen, der Nationalstaat am Ende?

Beitragvon Ein Terraner » Mi 21. Feb 2018, 13:47

Watchful_Eye hat geschrieben:(21 Feb 2018, 13:04)

Wenn wir in Deutschland und Europa die Grenzen wirklich so richtig öffnen würden - auch ohne Abschiebungen, "Türkei-Deal" etc. - sähe Deutschland insbesondere in den Städten sehr schnell sehr anders aus. :?

China - sicherlich kein demokratisches Musterland, klar ;) - hat selbst innerstaatlich noch die Reisefreiheit strikt reguliert, um eine Ghettoisierung der Städte zu verhindern. Und bei massenhafter Migration aus arabischen und afrikanischen Ländern kommen da noch massive kulturelle Differenzen obendrauf. Eines Tages, wenn sich die Verhältnisse annähernd angeglichen haben sollten, mag das ja eine machbare Idee sein. Im Sinne eines effektiven Altruismus ist es aber derzeit sinnvoller, sich (wesentlich) stärker in den Bereich Entwicklungshilfe reinzuhängen.

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Re: Eine Welt ohne Grenzen, der Nationalstaat am Ende?

Beitragvon Ein Terraner » Mi 21. Feb 2018, 13:48

jack000 hat geschrieben:(21 Feb 2018, 13:44)

Man kann das in einem beschränkten Raum machen mit Menschen mit ähnlichen hohem Lebensstandard und ähnlichen Wertvorstellungen.


Und was spricht dagegen das darauf hingearbeitet wird das der ganze Planet dieser beschränkte Raum ist ?
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Re: Eine Welt ohne Grenzen, der Nationalstaat am Ende?

Beitragvon Watchful_Eye » Mi 21. Feb 2018, 13:52


Was meinst du mit "wir hinken da extrem hinterher"? Wer im Vergleich zu wem?
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Re: Eine Welt ohne Grenzen, der Nationalstaat am Ende?

Beitragvon Ein Terraner » Mi 21. Feb 2018, 13:58

Watchful_Eye hat geschrieben:(21 Feb 2018, 13:52)

Was meinst du mit "wir hinken da extrem hinterher"? Wer im Vergleich zu wem?


Schau dir z.b. mal die Deutsche Infrastruktur im Vergleich zu anderen EU Ländern an. Es ist doch hier in der EU so das aktuell nur noch Neid herrscht, jeder ist nur noch auf seinen eigenen Vorteil aus und von Solidarität keine Spur mehr.
Selbst im Deutschen Bundesstaat gibt es in der Hinsicht nur ein Hauen und stechen.
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Re: Eine Welt ohne Grenzen, der Nationalstaat am Ende?

Beitragvon H2O » Mi 21. Feb 2018, 14:24

Ein Terraner hat geschrieben:(21 Feb 2018, 13:58)

Schau dir z.b. mal die Deutsche Infrastruktur im Vergleich zu anderen EU Ländern an. Es ist doch hier in der EU so das aktuell nur noch Neid herrscht, jeder ist nur noch auf seinen eigenen Vorteil aus und von Solidarität keine Spur mehr.
Selbst im Deutschen Bundesstaat gibt es in der Hinsicht nur ein Hauen und stechen.


Sie beklagen sich darüber, daß auf dieser Welt Menschen leben, die ihre eigenen Interessen wahren und verteidigen? Dazu gibt es schon ein Werk von Thomas Morus, das sich "Utopia" nennt.
502 Jahre ist das her, daß es gedruckt wurde... so alt wie die protestantische Reformation!
https://de.wikipedia.org/wiki/Utopia_(Roman)
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Re: Eine Welt ohne Grenzen, der Nationalstaat am Ende?

Beitragvon Ein Terraner » Mi 21. Feb 2018, 14:33

H2O hat geschrieben:(21 Feb 2018, 14:24)

Sie beklagen sich darüber, daß auf dieser Welt Menschen leben, die ihre eigenen Interessen wahren und verteidigen? Dazu gibt es schon ein Werk von Thomas Morus, das sich "Utopia" nennt.
502 Jahre ist das her, daß es gedruckt wurde... so alt wie die protestantische Reformation!
https://de.wikipedia.org/wiki/Utopia_(Roman)


Ja, ich denke der Menschheit könnte aktuell in Zeiten des Pessimismus und Dystopie ein bisschen Utopie wirklich nicht schaden, wie soll es sonst auch irgendwann einmal wieder Vorwärts gehen ?
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Re: Eine Welt ohne Grenzen, der Nationalstaat am Ende?

Beitragvon jack000 » Mi 21. Feb 2018, 14:56

Ein Terraner hat geschrieben:(21 Feb 2018, 13:48)

Und was spricht dagegen das darauf hingearbeitet wird das der ganze Planet dieser beschränkte Raum ist ?

Wie willst du die Menschheit dazu bringen alle nach den gleichen Gesetzen zu leben? Wer soll diese Gesetze festlegen?
Deutschland 2017: "Bevor ich loslege, würde ich gerne noch wissen, ob es für Sie in Ordnung ist, dass ich als weibliche Person hier sitze und auch Ihre Dolmetscherin weiblich ist."
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Re: Eine Welt ohne Grenzen, der Nationalstaat am Ende?

Beitragvon Ein Terraner » Mi 21. Feb 2018, 14:57

jack000 hat geschrieben:(21 Feb 2018, 14:56)

Wie willst du die Menschheit dazu bringen alle nach den gleichen Gesetzen zu leben? Wer soll diese Gesetze festlegen?


Wer legt die Fläche eines Landes fest ?
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Re: Eine Welt ohne Grenzen, der Nationalstaat am Ende?

Beitragvon Keoma » Mi 21. Feb 2018, 14:57

jack000 hat geschrieben:(21 Feb 2018, 14:56)

Wie willst du die Menschheit dazu bringen alle nach den gleichen Gesetzen zu leben? Wer soll diese Gesetze festlegen?


Bei Millionen bis Milliarden religiöser Fanatiker wird das ziemlich schwer.
Jeder hat ein Recht auf meine Meinung.
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Re: Eine Welt ohne Grenzen, der Nationalstaat am Ende?

Beitragvon H2O » Mi 21. Feb 2018, 15:31

Das europäische Projekt ist ein erster Schritt zu einer Welt ohne Grenzen; in Europa sind zumindest gebietsweise die Menschen einigermaßen gleich reich oder arm, leben in freien und demokratischen Gesellschaften, sind weitgehend von Fanatismus befreit. Da könnte man doch am ehesten die Grenzen einiger Nationalstaaten einebnen... was ja auch Schritt für Schritt getan wird. Dieses Ziel scheint in den nächsten 50 Jahren erreichbar zu sein. Da lohnt sich der Einsatz.

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