Gender Studies Wissenschaft oder Ideologie?

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Keoma
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Re: Gender Studies Wissenschaft oder Ideologie?

Beitragvon Keoma » Mi 28. Sep 2016, 10:16

Provokateur hat geschrieben:(28 Sep 2016, 11:12)

Ich werde mal jemanden ins Forum einladen, die Gender Studies studiert hat. Mal sehen, was sie zu der ganzen Situation sagt (ob sie überhaupt Bock darauf hat, hier mitzudiskutieren :D ).

Der- oder eher Diejenige wird ganz sicher die Gender Studies verteufeln.
Die bei mir im Übrigen einen Platz im Nützlichkeitsranking wie Theologie einnehmen.
Jeder hat ein Recht auf meine Meinung.
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Re: Gender Studies Wissenschaft oder Ideologie?

Beitragvon Provokateur » Mi 28. Sep 2016, 10:18

Keoma hat geschrieben:(28 Sep 2016, 11:16)

Der- oder eher Diejenige wird ganz sicher die Gender Studies verteufeln.
Die bei mir im Übrigen einen Platz im Nützlichkeitsranking wie Theologie einnehmen.


Ich halte es generell für besser, mit Leuten zu reden als über sie.
Harry riss sich die Augen aus dem Kopf und warf sie tief in den Wald. Voldemort schaute überrascht zu Harry, der nun nichts mehr sehen konnte.
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Re: Gender Studies Wissenschaft oder Ideologie?

Beitragvon Keoma » Mi 28. Sep 2016, 10:20

Provokateur hat geschrieben:(28 Sep 2016, 11:18)

Ich halte es generell für besser, mit Leuten zu reden als über sie.


Du redest nie über andere Leute?
Jeder hat ein Recht auf meine Meinung.
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Re: Gender Studies Wissenschaft oder Ideologie?

Beitragvon Fuerst_48 » Mi 28. Sep 2016, 10:25

Keoma hat geschrieben:(28 Sep 2016, 11:16)

Der- oder eher Diejenige wird ganz sicher die Gender Studies verteufeln.
Die bei mir im Übrigen einen Platz im Nützlichkeitsranking wie Theologie einnehmen.

Guter Vergleich...wobei der historische Aspekt der Bibelforschung wenigstens den wissenschaftlichen Ansprüchen genügt.
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Re: Gender Studies Wissenschaft oder Ideologie?

Beitragvon epona » Mi 28. Sep 2016, 10:27

Provokateur hat geschrieben:(28 Sep 2016, 11:12)

Ich werde mal jemanden ins Forum einladen, die Gender Studies studiert hat. Mal sehen, was sie zu der ganzen Situation sagt (ob sie überhaupt Bock darauf hat, hier mitzudiskutieren :D ).


Das wäre sehr wünschenswert.

Hoffe es klappt.
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Re: Gender Studies Wissenschaft oder Ideologie?

Beitragvon Provokateur » Mi 28. Sep 2016, 10:39

Keoma hat geschrieben:(28 Sep 2016, 11:20)

Du redest nie über andere Leute?


Doch schon, aber es ist mir lieber, wenn diese dabei sind.
Harry riss sich die Augen aus dem Kopf und warf sie tief in den Wald. Voldemort schaute überrascht zu Harry, der nun nichts mehr sehen konnte.
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Re: Gender Studies Wissenschaft oder Ideologie?

Beitragvon Kael » Mi 5. Okt 2016, 18:45

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Re: Gender Studies Wissenschaft oder Ideologie?

Beitragvon Fuerst_48 » So 11. Dez 2016, 20:45

Provokateur hat geschrieben:(28 Sep 2016, 11:39)

Doch schon, aber es ist mir lieber, wenn diese dabei sind.

Ich gehe davon aus, dass Gender-Studies nie einen Status von Wissenschaftlichkeit erreichen werden. Zu wenig Substanz, die für wiss. Kriterien erforderlich ist.
Als Ideologie, gern, da können die Anhänger und Gegner sich "suhlen"!! :D :D
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Re: Gender Studies Wissenschaft oder Ideologie?

Beitragvon Ebiker » So 11. Dez 2016, 21:09



noch besser

Eines Tages werden Millionen Menschen die südliche Hemisphäre verlassen, um in der nördlichen Hemisphäre einzufallen. Und sie werden sie erobern, indem sie sie mit ihren Kindern bevölkern.
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Re: Gender Studies Wissenschaft oder Ideologie?

Beitragvon Fuerst_48 » So 11. Dez 2016, 21:26

Ebiker hat geschrieben:(11 Dec 2016, 21:09)

noch besser


Eine heitere Note kann in dem Themenkreis nie schaden... :D
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Re: Gender Studies Wissenschaft oder Ideologie?

Beitragvon Ebiker » Mo 12. Dez 2016, 08:35

Eines Tages werden Millionen Menschen die südliche Hemisphäre verlassen, um in der nördlichen Hemisphäre einzufallen. Und sie werden sie erobern, indem sie sie mit ihren Kindern bevölkern.
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Re: Gender Studies Wissenschaft oder Ideologie?

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 12. Dez 2016, 09:20

Das was die theoretische Physikerin Karen Barad in einer Synthese von Quantentheorie und Feministischer Theorie schreibt und wie sie daraus folgend über einige grundlegende Prinzipien sowohl des Universums als auch des Denkens nachdenkt, gehört zum spannendsten und interessantesten, was ich die letzten Jahre aufgeschnappt habe. Ist nicht nur einfach Wissenschaft (das sowieso) sondern darüberhinaus der Versuch, Wissenschaft und Philosophie neu zu synthetisieren und gemeinsam zu betreiben, so wie in der Antike.
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Re: Gender Studies Wissenschaft oder Ideologie?

Beitragvon firlefanz11 » Mi 11. Jan 2017, 10:15

schokoschendrezki hat geschrieben:(12 Dec 2016, 09:20)
... Synthese von Quantentheorie und Feministischer Theorie ...

Das Eine ist Wissenschaft das Andere Ideologie. Da gibt es keien Synthese... :rolleyes:
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Re: Gender Studies Wissenschaft oder Ideologie?

Beitragvon schokoschendrezki » Mi 11. Jan 2017, 15:39

firlefanz11 hat geschrieben:(11 Jan 2017, 10:15)

Das Eine ist Wissenschaft das Andere Ideologie. Da gibt es keien Synthese... :rolleyes:


Gegensätzlichkeit oder mindestens grundsätzliche Verschiedenheit steht einer Synthese (d.h. einer Zusammenfügung von Verschiedenem) nicht nur nicht im Wege sondern ist sogar Voraussetzung. In der Hegelschen Philosophie nimmt der Dreiklang "These, Antithese, Synthese" eine zentrale Stellung ein.
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Re: Gender Studies Wissenschaft oder Ideologie?

Beitragvon firlefanz11 » Mi 11. Jan 2017, 15:45

schokoschendrezki hat geschrieben:(11 Jan 2017, 15:39)
In der Hegelschen Philosophie nimmt der Dreiklang "These, Antithese, Synthese" eine zentrale Stellung ein.

Wohlbekannt. Nur wäre das in diesem Fall genauso als würdest Du versuchen eine Synthese zwischen Islam u. den Gesetzen der Thermodynamik zu konstruieren...
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Re: Gender Studies Wissenschaft oder Ideologie?

Beitragvon schokoschendrezki » Mi 11. Jan 2017, 16:03

firlefanz11 hat geschrieben:(11 Jan 2017, 15:45)

Wohlbekannt. Nur wäre das in diesem Fall genauso als würdest Du versuchen eine Synthese zwischen Islam u. den Gesetzen der Thermodynamik zu konstruieren...

Interessanter Ansatz ... zumindest der (moderne) Islamismus, die strenge Auslegung der Scharia-Gesetze ist tatsächlich in gewissem Sinne ein Versuch, dem Auseinanderfallen der islamischen Welt-Glaubensgemeinschaft (analog zum Entropiewachstum im 3. Hauptsatz der Thermodynamik) durch Energiezufuhr von außen entgegenzuwirken. Also eine Teil-Synthese zwischen Islam und den Gesetzen der Thermodynamik.
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Re: Gender Studies Wissenschaft oder Ideologie?

Beitragvon Zunder » Mi 11. Jan 2017, 16:48

schokoschendrezki hat geschrieben:(11 Jan 2017, 15:39)
In der Hegelschen Philosophie nimmt der Dreiklang "These, Antithese, Synthese" eine zentrale Stellung ein.

Nein, ganz sicher nicht.
Einen solchen formalistischen Unfug wirst du bei Hegel nicht finden.

Die zunehmende Entropie hat übrigens mit Energiezufuhr nicht einmal ansatzweise etwas zu tun.
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Re: Gender Studies Wissenschaft oder Ideologie?

Beitragvon schokoschendrezki » Do 12. Jan 2017, 09:52

Zunder hat geschrieben:(11 Jan 2017, 16:48)

Nein, ganz sicher nicht.
Einen solchen formalistischen Unfug wirst du bei Hegel nicht finden.

Die zunehmende Entropie hat übrigens mit Energiezufuhr nicht einmal ansatzweise etwas zu tun.

Und ob! Biologische Systeme etwa verdanken ihre Stabilität nicht zuletzt der Energiezufuhr von außen, die der (ansonsten erfolgenden) Entropiezunahme entgegenwirkt.
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Re: Gender Studies Wissenschaft oder Ideologie?

Beitragvon Dark Angel » Do 12. Jan 2017, 12:57

schokoschendrezki hat geschrieben:(12 Dec 2016, 09:20)

Das was die theoretische Physikerin Karen Barad in einer Synthese von Quantentheorie und Feministischer Theorie schreibt und wie sie daraus folgend über einige grundlegende Prinzipien sowohl des Universums als auch des Denkens nachdenkt, gehört zum spannendsten und interessantesten, was ich die letzten Jahre aufgeschnappt habe. Ist nicht nur einfach Wissenschaft (das sowieso) sondern darüberhinaus der Versuch, Wissenschaft und Philosophie neu zu synthetisieren und gemeinsam zu betreiben, so wie in der Antike.

Ich muss dich korrigieren - Karen Barad hat zwar irgendwann mal Physik studiert, ist aber keine theoretische Physikerin heißt arbeitet nicht in dem fachgebiet, welches sie einst studiert hat. Sie ist vollständig auf Genderstudies/Feministische Theorie umgeschwenkt und versucht die (in Genderkreisen üblichen) Methoden des Konstruktivismus und Dekonstruktivismus, basierend auf Foucault und Butler, als "wissenschaftliche" Methoden in die Naturwissenschaften einzuführen - sie nennt das "agenten Realismus". Das heißt für Barad besteht die Welt nur aus "Phänomenen", die erst durch bestimmte Intraktionen entstehen (von Messgeräten/Aparaten erzeugt werden), dafür erfindet sie sogar neue Begriffe wie "Neolismus" und "individualistische Methaphysik".
Metaphysik hat mit Physik (Naturwissenschaft) allerdings nicht das geringste zu tun, dafür um so mehr mit Spekulation und gehört somit vollständig in den Bereich Philosophie.
Das mag zwar "interessant" und "spannend" sein, mit Wissenschaft hat das allerdings nichts zu tun. Eine "Synthese" von Wissenschaft und Philosophie, ein "gemeinsames Betreiben wie in der Antike" ist heute - im Zeitalter zunehmender Spezialisierung innerhalb naturwissenschaftlicher Fachrichtungen - nicht mehr möglich, ja unsinnig.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Gender Studies Wissenschaft oder Ideologie?

Beitragvon Dark Angel » Do 12. Jan 2017, 13:08

schokoschendrezki hat geschrieben:(12 Jan 2017, 09:52)

Und ob! Biologische Systeme etwa verdanken ihre Stabilität nicht zuletzt der Energiezufuhr von außen, die der (ansonsten erfolgenden) Entropiezunahme entgegenwirkt.

Biologische Systeme sind offene Systeme - sie erhalten ihre (scheinbare) Stabilität zulasten der Umgebung aufrecht. Die Entropie der Umgebung steigt.
Andererseits unterliegen auch biologische Systeme (offene Systeme) dem 2. Hauptsatz der Thermodynamik - auch bei/In ihnen nimmt die Entropie zu - nämlich beim beim Wachsen der Lebewesen und bei ihrem Tod.
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