Die unbedeutsamkeit des Seins

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LeloMa
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Die unbedeutsamkeit des Seins

Beitragvon LeloMa » Mo 23. Mai 2016, 21:00

Hallo,

man ist ein paar Jahrzehnte auf dieser Welt, wenn es gut läuft braucht man sich über Nahrung und Krieg keine Gedanken machen. Wenn es schlecht läuft wird die eigene Volksgruppe gerade verfolgt und man muss um seine Nahrung jeden Tag kämpfen.

Währenddessen versuchen viele möglichst erfolgreich zu sein, anderen ist alles egal. Manche trifft ein Schicksalsschlag andere gehen psychisch zu Grunde. Doch es bleibt dabei nach im Schnitt 80 Jahren ist alles vorbei. Manche haben es geschafft ihre Gene weiterzugeben. Darin wird oft der Sinn des Seins gesehen, Arterhaltung.

Doch spätestens wenn unsere Sonne stirbt war es dass, vermutlich noch viel früher. Also was soll dass alles?
Zuletzt geändert von LeloMa am Mo 23. Mai 2016, 21:06, insgesamt 5-mal geändert.
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Re: Die unbedeutsamkeit des Seins

Beitragvon Provokateur » Mo 23. Mai 2016, 21:03

LeloMa hat geschrieben:(23 May 2016, 22:00)

Hallo,

man ist ein paar Jahrzehnte auf dieser Welt, wenn es gut läuft braucht man sich über Nahrung und Krieg keine Gedanken machen. Wenn es schlecht läuft wird die eigene Volksgruppe gerade verfolgt und man muss um seine Nahrung jeden Tag kämpfen.

Währenddessen versuchen viele möglichst erfolgreich zu sein anderen ist alles egal. Manche trifft ein Schicksalsschlag andere gehen psychisch zu Grunde. Doch es bleibt dabei nach im Schnitt 80 Jahren ist alles vorbei. Manche haben es geschafft ihre Gene weiterzugeben. Darin wird oft der Sinn des Seins gesehen, Arterhaltung.

Doch spätestens wenn das Sonne stirbt war es das, vermutlich noch viel früher. Also was soll dass alles?


Ich zitiere einen berühmten und klassischen deutschen Philosophen namens Kool Savas:

Der Sinn des Lebens ist, deinem Leben einen Sinn zu geben.

Von außen wird dich niemand beurteilen. Alles ist bei dir, alles ist von dir. Statt zu grübeln, kannst du auch einfach loslegen mit den Dingen, die du als sinnvoll erachtest.
Alles was hier verfasst wird, stellt meine persönliche Meinung dar. Ich bin kein Sprecher von irgendwem, speziell nicht meines Arbeitgebers.

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Re: Die unbedeutsamkeit des Seins

Beitragvon Brainiac » Mo 23. Mai 2016, 22:30

LeloMa hat geschrieben:(23 May 2016, 22:00)
Doch spätestens wenn unsere Sonne stirbt war es dass, vermutlich noch viel früher. Also was soll dass alles?

Man hat einen krassen, interessanten, coolen Film produziert, den sich vielleicht ein paar Götter gerne anschauen.
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Re: Die unbedeutsamkeit des Seins

Beitragvon Dark Angel » Di 24. Mai 2016, 07:38

LeloMa hat geschrieben:(23 May 2016, 22:00)

Hallo,

man ist ein paar Jahrzehnte auf dieser Welt, wenn es gut läuft braucht man sich über Nahrung und Krieg keine Gedanken machen. Wenn es schlecht läuft wird die eigene Volksgruppe gerade verfolgt und man muss um seine Nahrung jeden Tag kämpfen.

Währenddessen versuchen viele möglichst erfolgreich zu sein, anderen ist alles egal. Manche trifft ein Schicksalsschlag andere gehen psychisch zu Grunde. Doch es bleibt dabei nach im Schnitt 80 Jahren ist alles vorbei. Manche haben es geschafft ihre Gene weiterzugeben. Darin wird oft der Sinn des Seins gesehen, Arterhaltung.

Doch spätestens wenn unsere Sonne stirbt war es dass, vermutlich noch viel früher. Also was soll dass alles?

Was das alles soll, welchen Sinn dein Leben/Sein/Dasein für dich hat, diese Frage musst du dir schon selbst beantworten, das kann kein anderer für dich tun.
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Re: Die unbedeutsamkeit des Seins

Beitragvon Liegestuhl » Di 24. Mai 2016, 09:50

Mir wird niemand beweisen können, dass ich irgendwann mal sterbe.
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Re: Die unbedeutsamkeit des Seins

Beitragvon schokoschendrezki » Di 24. Mai 2016, 10:17

LeloMa hat geschrieben:(23 May 2016, 22:00)

Hallo,

man ist ein paar Jahrzehnte auf dieser Welt, wenn es gut läuft braucht man sich über Nahrung und Krieg keine Gedanken machen. Wenn es schlecht läuft wird die eigene Volksgruppe gerade verfolgt und man muss um seine Nahrung jeden Tag kämpfen.

Währenddessen versuchen viele möglichst erfolgreich zu sein, anderen ist alles egal. Manche trifft ein Schicksalsschlag andere gehen psychisch zu Grunde. Doch es bleibt dabei nach im Schnitt 80 Jahren ist alles vorbei. Manche haben es geschafft ihre Gene weiterzugeben. Darin wird oft der Sinn des Seins gesehen, Arterhaltung.

Doch spätestens wenn unsere Sonne stirbt war es dass, vermutlich noch viel früher. Also was soll dass alles?


Die instabile Phase unserer Sonne wird mit einiger Sicherheit erst in etwa 12 Milliarden Jahren beginnen. Das ist zirka das zwölftausendfache der bisherigen Existenz des Homo Sapiens. In der Hinsicht kannst Du also ganz beruhigt sein.

Aber meine (eher gefühlsmäßige als wissenschaftliche) Ansicht ist, dass die Lebensdauer von Zivilisationen ohnehin deutlich geringer ist und womöglich nur in der Größenordnung von einigen Tausend Jahren liegt. Wäre es anders, müssten wir längst Zeichen von außerirdischen Zivilisationen entdeckt haben.

Was den Sinn des Daseins anbetrifft, so würde ich den Sinn meines individuellen Seins nicht vom Sinn der Existenz der Welt als ganzes getrennt betrachten. Das eigentlich Rätselhafte ist doch die Existenz von überhaupt etwas anstelle der Nichtexistenz von allem.
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Re: Die unbedeutsamkeit des Seins

Beitragvon Unité 1 » Di 24. Mai 2016, 11:56

schokoschendrezki hat geschrieben:(24 May 2016, 11:17)

Aber meine (eher gefühlsmäßige als wissenschaftliche) Ansicht ist, dass die Lebensdauer von Zivilisationen ohnehin deutlich geringer ist und womöglich nur in der Größenordnung von einigen Tausend Jahren liegt. Wäre es anders, müssten wir längst Zeichen von außerirdischen Zivilisationen entdeckt haben.

Ist das eine Anspielung auf das Fermi-Paradoxon?
Warum müssten wir Zeichen außerirdischer Zivilisationen entdeckt haben? Angesichts des Verhältnisses der sehr kurzen Dauer der Existenz von nur Empfangsgeräten jeglicher Art auf der Erde und der Lebenszeit des Universums sowie der räumlichen Entfernungen erscheint es mir im Gegenteil, dass es quasi ausgeschlossen ist, Zeichen von anderen Zivilisationen zu entdecken. Die müssten genau dann messbar sein, wenn die Instrumente in die richtige Richtung zeigen. Und das ausgerechnet in dem kurzen Zeitfenster der Beobachtung.
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Re: Die unbedeutsamkeit des Seins

Beitragvon Adam Smith » Di 24. Mai 2016, 12:01

schokoschendrezki hat geschrieben:(24 May 2016, 11:17)

Aber meine (eher gefühlsmäßige als wissenschaftliche) Ansicht ist, dass die Lebensdauer von Zivilisationen ohnehin deutlich geringer ist und womöglich nur in der Größenordnung von einigen Tausend Jahren liegt. Wäre es anders, müssten wir längst Zeichen von außerirdischen Zivilisationen entdeckt haben.
.

Nö. Wenn es pro Galaxie in der Grössenordnung der Milchstrasse im Durchschnitt nur einen Planeten mit intelligenten Lebewesen gibt, dann gibt es aufgrund der gigantischen Entfernungen halt keinen Kontakt. Denn wir würden doch niemals eine Reise zu einer anderen Galaxie unternehmen die mehrere Millionen Jahre dauert.
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Re: Die unbedeutsamkeit des Seins

Beitragvon Unité 1 » Di 24. Mai 2016, 12:04

Adam Smith hat geschrieben:(24 May 2016, 13:01)

Nö. Wenn es pro Galaxie in der Grössenordnung der Milchstrasse im Durchschnitt nur einen Planeten mit intelligenten Lebewesen gibt, dann gibt es aufgrund der gigantischen Entfernungen halt keinen Kontakt. Denn wir würden doch niemals eine Reise zu einer anderen Galaxie unternehmen die mehrere Millionen Jahre dauert.

So einzigartig wird die Erde nicht sein. Aber selbst eine von Leben wimmelnde Galaxie bedeutet meiner Meinung nach nicht, dass Zeichen jener bisher gefunden hätten werden müssen aufgrund der Zeitungleichheit und des kurzen Beobachtungsfensters.
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Re: Die unbedeutsamkeit des Seins

Beitragvon Adam Smith » Di 24. Mai 2016, 14:25

Unité 1 hat geschrieben:(24 May 2016, 13:04)

So einzigartig wird die Erde nicht sein. Aber selbst eine von Leben wimmelnde Galaxie bedeutet meiner Meinung nach nicht, dass Zeichen jener bisher gefunden hätten werden müssen aufgrund der Zeitungleichheit und des kurzen Beobachtungsfensters.

Dann wird aber direkt argumentiert, dass intelligente Lebewesen nicht lange überleben. Aber wenn es nur 100 Milliarden Planeten im Universum gibt auf denen sich intelligente Lebewesen entwickelt haben, dann erklärt sich das ganz einfach über die Enternung. Mehrere Millionen Lichtjahre wirken sehr abschreckend für eine Reise.

Oder nicht? Und damit entfällt dann das Argument, dass intelligente Lebewesen sich umbringen müssen. Ausser natürlich eine Reise mit einer Reisedauer von mehreren Millionen Jahren würde jemand unternehmen.
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Re: Die unbedeutsamkeit des Seins

Beitragvon Dark Angel » Di 24. Mai 2016, 18:57

Adam Smith hat geschrieben:(24 May 2016, 15:25)

Dann wird aber direkt argumentiert, dass intelligente Lebewesen nicht lange überleben. Aber wenn es nur 100 Milliarden Planeten im Universum gibt auf denen sich intelligente Lebewesen entwickelt haben, dann erklärt sich das ganz einfach über die Enternung. Mehrere Millionen Lichtjahre wirken sehr abschreckend für eine Reise.

Oder nicht? Und damit entfällt dann das Argument, dass intelligente Lebewesen sich umbringen müssen. Ausser natürlich eine Reise mit einer Reisedauer von mehreren Millionen Jahren würde jemand unternehmen.

Auch Zivilisationen haben nur eine begrenzte Lebensdauer, was nicht heißt dass sie sich selbst umbringen. Ein Asteroid von der Größe des Kreide/Tertiär-Impaktors reicht aus, um das Leben auf der Erde - wie wir es kennen - auszulöschen. Die Dinos dominierten 150 Mio Jahre lang die Tierwelt auf der Erde. Homo sapiens sapiens bringt es auf gerade mal 200.000 Jahre und davon nicht mal 100 Jahre als technische Zivilisation. Das ist gemessen am Alter der Erde bzw der (möglichen) Entstehung anderer Zivilisationen nichtmal ein Wimpernschlag.
Und interstellare/intergalaktische Reisen müssen nicht Mio. von Jahren dauern. Zumindest theoretisch sind die auch wesentlich schneller möglich - auch wenn das heute noch Science-Fiktion ist. :D
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Re: Die unbedeutsamkeit des Seins

Beitragvon Cat with a whip » Mi 25. Mai 2016, 11:31

LeloMa hat geschrieben:(23 May 2016, 22:00)Also was soll dass alles?


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Re: Die unbedeutsamkeit des Seins

Beitragvon schokoschendrezki » Mi 25. Mai 2016, 14:54

Unité 1 hat geschrieben:(24 May 2016, 12:56)

Ist das eine Anspielung auf das Fermi-Paradoxon?
Warum müssten wir Zeichen außerirdischer Zivilisationen entdeckt haben? Angesichts des Verhältnisses der sehr kurzen Dauer der Existenz von nur Empfangsgeräten jeglicher Art auf der Erde und der Lebenszeit des Universums sowie der räumlichen Entfernungen erscheint es mir im Gegenteil, dass es quasi ausgeschlossen ist, Zeichen von anderen Zivilisationen zu entdecken. Die müssten genau dann messbar sein, wenn die Instrumente in die richtige Richtung zeigen. Und das ausgerechnet in dem kurzen Zeitfenster der Beobachtung.

Was mich zu der Ansicht führte, ist vor allem der gewaltige Unterschied im Lebensalter der Sterne selbst in der (im kosmischen Maßstab) nächsten Umgebung des Sonnensystems. Bei einer gegebenen "Zivilisationswahrscheinlichkeit" wäre es ein enormer Zufall, wenn die von uns aus gesehen nächste Zivilisation auch nur einige Zehntausend Jahre jünger oder älter wäre. Viel viel wahrscheinlicher ist es , dass sie etliche Millionen Jahre älter ist - wenn es sie denn überhaupt gibt. Wenn man den technischen Fortschritt der letzten hundert Jahre auf eine Million Jahre oder auch "nur" hundert- oder zehntausend Jahre in die Zukunft hochrechnet ... glaubst Du, dass wir überhaupt annähernd eine Vorstellung davon haben können, von welcher Art die "Instrumente" sein sollen, derer sie sich bedienen? Ich habe sie jedenfalls nicht. Ich glaube zwar, dass auch in einer Million Jahre noch die Relativitätstheorie ihre Gültigkeit hat und mit der Lichtgeschwindigkeit grundsätzlich die Signalgeschwindigkeit begrenzt sein wird. Aber die technischen Möglichkeiten dürften trotzdem unsere Vorstellungen weit übertreffen. Dass wir nichts von alledem sehen und finden, spricht nach meiner Meinung am ehesten dafür, dass Zivilisationen aufgrund abstrakt wirkender allgemeiner Systemregeln gesetzmäßig ein (verhältnismäßig frühes) Ende finden. Auch wenn ich das natürlich nicht rational oder gar wissenschaftlich begründen kann.
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Re: Die unbedeutsamkeit des Seins

Beitragvon schokoschendrezki » Mi 25. Mai 2016, 14:59

Eine weitere Möglichkeit wäre natürlich, dass wir außerirdische Zivilisationen eigentlich "überall" sehen aber nur nicht als solche erkennen. So wie ein Virus auch nicht "erkennt", dass es ein "Mensch" ist, mit Autos, Computern und Flugzeugen, in welchem es sich befindet. Und dann gibts natürlich noch die Möglichkeit, dass ab einer gewissen Zivilisationsstufe ein allgemeines "Kontaktvermeidungsgebot" sich ausbildet. Und es besteht die Möglichkeit, dass Zivilisationen irgendwann gänzlich ihre Existenzform wechseln, etwa indem sie sich vollständig virtualisieren.
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Re: Die unbedeutsamkeit des Seins

Beitragvon BingoBurner » Mi 25. Mai 2016, 15:16

LeloMa hat geschrieben:(23 May 2016, 22:00)

Also was soll dass alles?


"Sinn ensteht durch Sinnlichkeit" ......Michael Schmidt-Salomon.
Dont take your organs to heaven !
Heaven knows we need them here !

Dinge, die Impfgegner sagen : https://www.facebook.com/impfgegnerzitate/

BASTIANNNN ......... https://www.youtube.com/watch?v=n3D33s5GB4A
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Re: Die unbedeutsamkeit des Seins

Beitragvon harry52 » Mi 25. Mai 2016, 15:24

LeloMa hat geschrieben:Also was soll dass alles?

Der Weg ist das Ziel.
In meinem Leben habe ich viele interessante Dinge erfahren und gelernt und ich hatte auch viel Spaß. Kurzfristig gesehen, freue ich mich auf die EM und bin gespannt wie sie ausgeht. Längerfristig, interessiert mich, was aus meinen Töchtern wird, ob die Kleine ihr Abi schafft... Mittelfristig bin ich gespannt auf meine nächste Tischtennis saison. Wir sind gerade aufgestiegen und ich bin gespannt, ob wir die Klasse halten, oder wieder absteigen.

Das mal nur so als drei Beispiele von vielen, auf was ich neugierig bin.
Und mich zieht es nicht herunter, dass das endet, wobei ich da sowieso noch so meine eigene Philosophie habe:

Ich habe bewusst nicht die vielen Jahre erlebt, bevor ich geboren wurde und ich habe bewusst nie erlebt, wenn ich in Narkose war, oder im Tiefschlaf, .... Diese ganzen Zeiten, wo ich ohne Bewusstein bin, also auch die Zeit nach dem Tod, erlebe ich nicht bewusst. Das ist eine ziemlich triviale Sicht, aber es wird wohl so sein. Ich werde quasi nicht eine Sekunde bewusst erleben, dass ich tod bin, oder dass ich noch nicht geboren bin. Insofern können mir diese vielen Jahre egal sein. Ich erlebe sie nicht.
"Gut gemeint" ist nicht das Gleiche wie "gut gemacht".
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Re: Die unbedeutsamkeit des Seins

Beitragvon Unité 1 » Mi 25. Mai 2016, 16:58

schokoschendrezki hat geschrieben:(25 May 2016, 15:54)

Was mich zu der Ansicht führte, ist vor allem der gewaltige Unterschied im Lebensalter der Sterne selbst in der (im kosmischen Maßstab) nächsten Umgebung des Sonnensystems. Bei einer gegebenen "Zivilisationswahrscheinlichkeit" wäre es ein enormer Zufall, wenn die von uns aus gesehen nächste Zivilisation auch nur einige Zehntausend Jahre jünger oder älter wäre. Viel viel wahrscheinlicher ist es , dass sie etliche Millionen Jahre älter ist - wenn es sie denn überhaupt gibt. Wenn man den technischen Fortschritt der letzten hundert Jahre auf eine Million Jahre oder auch "nur" hundert- oder zehntausend Jahre in die Zukunft hochrechnet ... glaubst Du, dass wir überhaupt annähernd eine Vorstellung davon haben können, von welcher Art die "Instrumente" sein sollen, derer sie sich bedienen? Ich habe sie jedenfalls nicht. Ich glaube zwar, dass auch in einer Million Jahre noch die Relativitätstheorie ihre Gültigkeit hat und mit der Lichtgeschwindigkeit grundsätzlich die Signalgeschwindigkeit begrenzt sein wird. Aber die technischen Möglichkeiten dürften trotzdem unsere Vorstellungen weit übertreffen. Dass wir nichts von alledem sehen und finden, spricht nach meiner Meinung am ehesten dafür, dass Zivilisationen aufgrund abstrakt wirkender allgemeiner Systemregeln gesetzmäßig ein (verhältnismäßig frühes) Ende finden. Auch wenn ich das natürlich nicht rational oder gar wissenschaftlich begründen kann.

Ich stimme dir zu, dass extraterristrische Zivilisationen zeitungleich zur "unseren" existieren. Nicht nur Millionen, sondern auch Milliarden Jahre Unterschied halte ich für wahrscheinlich. Die Extrapolation des technischen Fortschritts ist aber so eine Sache. Wie du schon sagtest, ist die Vorstellung von Technologie im Fall progressiven Fortschritts phantastischer Natur. Aber ist das nicht ein Argument gegen den Empfang von Zeichen der Existenz anderer Zivilisationen? Deren Technologie und Kommunikation werden auf anderen Prämissen fußen. Ich sehe nicht, wie Wissenschaftler der Erde jene erstens empfangen könnten und wenn sie es doch tun, zweitens als solche deuten können. Es liegt auch nahe anzunehmen, dass die nicht intendierte Abstrahlung von Wellen vermieden wird und vor allem werden kann, als Schutzmechanismus. Zudem wird - soweit ich weiß, ich mag mich irren - nur ein kleiner Ausschnitt der Galaxie beobachtet, sowohl räumlich als auch zeitlich. Das schränkt die Empfangsmöglichkeiten zusätzlich ein.

Eine weitere Möglichkeit wäre natürlich, dass wir außerirdische Zivilisationen eigentlich "überall" sehen aber nur nicht als solche erkennen. So wie ein Virus auch nicht "erkennt", dass es ein "Mensch" ist, mit Autos, Computern und Flugzeugen, in welchem es sich befindet. Und dann gibts natürlich noch die Möglichkeit, dass ab einer gewissen Zivilisationsstufe ein allgemeines "Kontaktvermeidungsgebot" sich ausbildet. Und es besteht die Möglichkeit, dass Zivilisationen irgendwann gänzlich ihre Existenzform wechseln, etwa indem sie sich vollständig virtualisieren.

Möglich ist ebenfalls eine verborgene Gesetzmäßigkeit, nach der die Wahrscheinlichkeit der Auslöschung von Zivilisation mit dem Technisierungsgrad ansteigt. Wobei das an deine ursprüngliche Vermutung anknüpft. Oder ein einsetzender Hedonismus, der die gesellschaftliche Entwicklung quasi gegenläufig zur technologischen werden lässt; die Isolation und letztliche reine Selbstbeschäftigung auf Basis einer erreichten Bedrüfnissättigung. Wobei das auch an deine ursprüngliche Vermutung anknüpft. :)

Nur, wie gesagt, ich sehe gar nicht das grundlegende Problem, da die Nicht-Beobachtung für mich quasi unausweichlich scheint. Ich vermute, ich habe hier irgendwo einen Denkfehler, aber ich komme nicht drauf.
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Re: Die unbedeutsamkeit des Seins

Beitragvon Adam Smith » Mi 25. Mai 2016, 17:19

Unité 1 hat geschrieben:(25 May 2016, 17:58)

Nur, wie gesagt, ich sehe gar nicht das grundlegende Problem, da die Nicht-Beobachtung für mich quasi unausweichlich scheint. Ich vermute, ich habe hier irgendwo einen Denkfehler, aber ich komme nicht drauf.


Und die Nicht-Beobachtung dürfte daran liegen, dass es halt pro Galaxie nur einen Planeten gibt auf denen sich intelligentes Leben entwickelt.

Galaxien ca. 100 Mrd.


https://de.wikipedia.org/wiki/Universum

Dann sind die Entfernungen so groß, dass ein Kontakt so gut wie unmöglich wird.

Die Andromedagalaxie ist rund 2,5 Millionen Lichtjahre von unserem Sonnensystem entfernt. Sie hat einen Halo-Durchmesser von etwa einer Million Lichtjahren. Damit ist sie das größte Mitglied der Lokalen Gruppe. Die Andromedagalaxie hat eine Gesamtmasse von etwa 800 Milliarden Sonnenmassen[3]. Sie und die Milchstraße sind die beiden massereichsten Galaxien der Lokalen Gruppe.


https://de.wikipedia.org/wiki/Andromedagalaxie

Unsere Galaxie gehört zur Lokalen Gruppe. Die Entfernungen innerhalb der Lokalen Gruppe sind gigantisch.

Die Lokale Gruppe ist in der Astronomie der Galaxienhaufen, dem die Milchstraße angehört. Sie hat einen Durchmesser von 5 bis 8 Millionen Lichtjahren. Sie nimmt damit etwa ein 100millionstel des beobachtbaren Universums ein.


https://de.wikipedia.org/wiki/Lokale_Gruppe

Sollte es aber der Fall sein, dass die Entwicklung von intelligenten Leben noch unwahrscheinlicher ist, werden die Entfernungen zu den Außerirdischen noch größer.

Lokale Gruppe —
Maffei-Gruppe 6–12
Sculptor-Gruppe 10
M81-Gruppe 10–11
M83-Gruppe (auch NGC-5128-Gruppe) 12–17
Canes-Venatici-I-Gruppe (auch M94-Gruppe) 13–18 (M94)
NGC-4631-Gruppe 25
Leo-I-Gruppe 35 (M96)
Dorado-Gruppe 48–60 (NGC 1553 / NGC 1566)
Fornax-Galaxienhaufen 60
Virgo-Galaxienhaufen 65
Leo-II-Gruppe 70 (NGC 3607)
Ursa-Major-Galaxienhaufen 75
Virgo-III-Gruppe 65–82 (NGC 5569 / NGC 5713)
Eridanus-Galaxienhaufen 69–100 (NGC 1300 / NGC 1232)


https://de.wikipedia.org/wiki/Virgo-Superhaufen

Und danach nehmen die Entfernungen zu den weiter zu.

Bei Laniakea handelt es sich um den lokalen Supergalaxienhaufen. Er umfasst neben der Milchstraßengalaxie etwa 100.000 Galaxien.[1] Seine Ausdehnung beträgt 520 Millionen Lichtjahre bzw. 160 Megaparsec.[2]


https://de.wikipedia.org/wiki/Laniakea
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Re: Die unbedeutsamkeit des Seins

Beitragvon Unité 1 » Mi 25. Mai 2016, 17:33

Adam Smith hat geschrieben:(25 May 2016, 18:19)

Und die Nicht-Beobachtung dürfte daran liegen, dass es halt pro Galaxie nur einen Planeten gibt auf denen sich intelligentes Leben entwickelt.

Wie kommst du darauf? Warum nur einer? Warum einer pro Galaxie?
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Re: Die unbedeutsamkeit des Seins

Beitragvon Adam Smith » Mi 25. Mai 2016, 17:43

Unité 1 hat geschrieben:(25 May 2016, 18:33)

Wie kommst du darauf? Warum nur einer? Warum einer pro Galaxie?


Ansonsten hätten wir doch schon längst Signale empfangen.

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