Zusammengehörigkeit, Identität, Nationalgefühl

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PeterK
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Re: Zusammengehörigkeit, Identität, Nationalgefühl

Beitragvon PeterK » So 11. Jun 2017, 09:59

schokoschendrezki hat geschrieben:(11 Jun 2017, 10:43)
Ich wüsste niemanden hier, der das anzweifelt. Das Problem, der DIssenz geht um die Frage, ob man darüberhinaus irgendwelche Regeln oder Richtlinien aufstellen will oder nicht.

Mir scheint, dass den Verbots-Freaks wichtiger ist, was jemand "auf'm" Kopp hat, als das, was er im Kopp hat.
Zuletzt geändert von PeterK am So 11. Jun 2017, 10:03, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Zusammengehörigkeit, Identität, Nationalgefühl

Beitragvon JJazzGold » So 11. Jun 2017, 10:02

schokoschendrezki hat geschrieben:(11 Jun 2017, 10:43)

Es besteht völliger Konsens über die Gültigkeit sowohl des Grundgesetzes als allgemeine Richtlinie wie auch der Strafgesetze. Ich wüsste niemanden hier, der das anzweifelt. Das Problem, der DIssenz geht um die Frage, ob man darüberhinaus irgendwelche Regeln oder Richtlinien aufstellen will oder nicht.


Das ist meiner Einstellung nach der falsche Ansatz.
Die zusätzliche gesetzliche Verankerung, siehe Dark Angels Verweis auf das EuGH, ist nicht der Anfang, dem man zu folgen hat, sondern das Fazit einer fehlgeschlagenen kulturellen Integration, sowohl was die Erkenntnis der notwendigen Aufnahme der Diskussion, als auch die Bereitschaft daran teilzunehmen betrifft.
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Re: Zusammengehörigkeit, Identität, Nationalgefühl

Beitragvon Bleibtreu » So 11. Jun 2017, 10:06

PeterK hat geschrieben:(11 Jun 2017, 10:59)

Mir scheint, dass den Verbots-Freaks wichtiger ist, was jemand "auf'm" Kopp hat, als das, was er im Kopp hat.

Schon bemerkt, dass sich deine "Aussage" genauso ins Gegenteil verkehren laesst? :cool:
• This right is the natural right of the Jewish people to be masters of their own fate, like all other nations, in their own sovereign State [Ben-Gurion]

https://www.shabak.gov.il/english/Pages/index.html#=2
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Re: Zusammengehörigkeit, Identität, Nationalgefühl

Beitragvon JJazzGold » So 11. Jun 2017, 10:08

PeterK hat geschrieben:(11 Jun 2017, 10:59)

Mir scheint, dass den Verbots-Freaks wichtiger ist, was jemand "auf'm" Kopp hat, als das, was er im Kopp hat.


Darauf könnte ich ebenso plakativ antworten, dass es Denjenigen, die durch diverse gerichtliche Instanzen gehen, um darauf zu bestehen etwas auf dem Kopp zu haben, nicht darum geht etwas gesellschaftlich Vermittelbares im Kopp zu haben.
Zuletzt geändert von JJazzGold am So 11. Jun 2017, 10:41, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Zusammengehörigkeit, Identität, Nationalgefühl

Beitragvon JJazzGold » So 11. Jun 2017, 10:09

Bleibtreu hat geschrieben:(11 Jun 2017, 11:06)

Schon bemerkt, dass sich deine "Aussage" genauso ins Gegenteil verkehren laesst? :cool:


Gimmi five! :D
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Re: Zusammengehörigkeit, Identität, Nationalgefühl

Beitragvon Bleibtreu » So 11. Jun 2017, 10:22

JJazzGold hat geschrieben:(11 Jun 2017, 11:09)

Gimmi five! :D

Haette mich auch gewundert, wenn dir nicht sofort derselbe Gedanke kommt - der Spruch von Peter ist eine granatenmaessige Steilvorlage. :cool:
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Re: Zusammengehörigkeit, Identität, Nationalgefühl

Beitragvon PeterK » So 11. Jun 2017, 10:29

JJazzGold hat geschrieben:(11 Jun 2017, 11:08)
Darauf könnte ich ebenso plakativ antworten, dass es Denjenigen, die durch diverse gerichtliche Instanzen gehen, um darauf bestehen etwas auf dem Kopp zu haben, nicht darum geht etwas gesellschaftlich Vermittelbares im Kopp zu haben.

So ist es. Deshalb kann man sich IMO darauf einigen, dass beide Ausprägungen der Textil-Hysterie nicht von allzuviel "Kopp" zeugen :D.
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Re: Zusammengehörigkeit, Identität, Nationalgefühl

Beitragvon JJazzGold » So 11. Jun 2017, 10:40

PeterK hat geschrieben:(11 Jun 2017, 11:29)

So ist es. Deshalb kann man sich IMO darauf einigen, dass beide Ausprägungen der Textil-Hysterie nicht von allzuviel "Kopp" zeugen :D.


Soweit es sich um die generell Kopftuch Verbieterin Weidel, als auch die generell, sprich in jeder Funktion, Kopftuchverteidiger handelt, gehen wir konform.
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Re: Zusammengehörigkeit, Identität, Nationalgefühl

Beitragvon JJazzGold » So 11. Jun 2017, 10:45

schokoschendrezki hat geschrieben:(11 Jun 2017, 10:32)

Wenn ich das falsch verstanden habe: Sorry!
Ich bin zur Zeit ein wenig allergisch gegenüber aus der Luft gegriffenen Unterstellungen.


Ok, zur Strafe müssen Sie jetzt Think twice erklären, dass Sie als radikal Liberaler kein Extremist sind.
Wogegen ich wiederum Ihre radikal liberale Einstellung akzeptieren kann, solange Sie nicht den Versuch unternehmen, mir dieses Modell gesellschaftlich überstülpen zu wollen.
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Re: Zusammengehörigkeit, Identität, Nationalgefühl

Beitragvon Dark Angel » So 11. Jun 2017, 10:53

schokoschendrezki hat geschrieben:(10 Jun 2017, 22:29)

In der DDR der 60er Jahre wurde auch schonmal männlichen Jugendlichen verboten, lange Haare zu tragen. In den härtesten Zeiten wurden sie mit Polizeigewalt zum Frisör gezwungen. Gerade heut vormittag habe ich auf einem Gemüse-Markt in Ungarn einige der noch sehr wenigen älteren Frauen gesehen, die so ein traditionelles (natürlich nicht islamisch geprägtes) 50er Jahre Kopftuch trugen und überlegt, in was für einer Diktatur wir uns eigentlch befänden, wenn man denen mit irgendwelchen Kopftuchverboten käme. Sie wüssten vermutlich nicht mal im Entferntesten, worum es eigentlich geht. Ihr Kulturverbesserer seht euch dagegen natürlich auf der richtigen Parteilinie. Zwingt sie in die Knie, die Entrechteten. Mit sozialistischem Gruß!

Deine Pseudoargumentation und Pseudovergleiche sind echt zum Fremdschämen.
Das verlinkte Urteil vom EuGH =Europäischen GerichtsHof betrifft Arbeitgeber in der Privatwirtschaft - diese Arbeitgeber in der privaten Wirtschaft dürfen das Tragen des Kopftuchs am Arbeitsplatz, sowie das Tragen sämtlicher religiöser Symbole verbieten, die dürfen sogar festlegen was die AN zu trgen/wie sie sich zu kleiden haben (Dresscode). Das betrifft insbesondere Unternehmen mit staatsentlastender Tätigkeit.
Dass sich in Europa die Säkularisierung bis hin zum Laiszismus durchgesetzt hat, dürfte dir ein Begriff sein, ebenso das Neutralitätsgebot des Staates.
Ebenso bekannt sein dürfte dir, dass Religionsfreiheit nicht nur bedeutet, seine Religion frei wählen und leben zu dürfen (positive Relgionsfreiheit), sondern auch Freiheit von Religion (negative Religionsfreiheit).
Negative Religionsfreiheit wiederum bedeutet, in der Öffentlichkeit nicht überall mit religiösen Symbolen konfrontiert zu werden und das betrifft das christliche Kreuz/die christliche Nonnentracht in gleichem Maße wie das islamische Kopftuch - mit einem Unterschied, dass christliche Nonnen, die in Berufen tätig sind, in denen sie regelmäßigen Öffentlichkeitskontakt haben bzw die eine bestimmte Arbeitskleidung erfordern, eben nicht in Nonnentracht auftreten bzw darauf bestehen in solcher aufzutreten und es deshalb keines entsprechenden Urteils bedurfte/bedarf.
Und genau da greift das Urteil des EuGH - nämlich wenn der AG seine Neutralität gefährdet sieht, kann er das Tragen des islamischen Kopftuchs verbieten.
Nunja woher sollen solche Beliebigkeitsfanatiker ohne jegliche kulturelle Identitätwie Du - denen Identifizierung mit der Kultur in die sie hinein geboren wurden und in der sie aufgewachsen sind, die keinerlei (kulturelle) Werte kennen und/oder anerkennen, auch nur ansatzweise irgendein Verständnis entwickeln.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen
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Re: Zusammengehörigkeit, Identität, Nationalgefühl

Beitragvon Jekyll » So 11. Jun 2017, 10:57

schokoschendrezki hat geschrieben:(11 Jun 2017, 10:40)

Nein. Ein allgemeines Kopftuchverbot wirds sicher nicht geben. Was es hier jedoch gibt, ist ein Innenminister, der meint, eine Gesellschaft zu einer DIskussion über Werte und Normen auffordern zu müssen (aus leicht durchschaubaren Gründen), obwohl die Gesellschaft dies seit langem und auf verschiedenen Ebenen längst tut.

Und die allgemeine und undifferenzierte Diffamierung des Kopftuchtragens als immer rückschrittlich und "unterwürfig" schließt eben auch so mutige und aufrechte Frauen wie Malala Yousafzai ein. Ich kann das nicht akzeptieren.
Dito. Stimme dem vollumfänglich und ohne jedweden Vorbehalt zu.
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Re: Zusammengehörigkeit, Identität, Nationalgefühl

Beitragvon gödelchen » So 11. Jun 2017, 11:05

schokoschendrezki hat geschrieben:(11 Jun 2017, 10:40)

Nein. Ein allgemeines Kopftuchverbot wirds sicher nicht geben. Was es hier jedoch gibt, ist ein Innenminister, der meint, eine Gesellschaft zu einer DIskussion über Werte und Normen auffordern zu müssen (aus leicht durchschaubaren Gründen), obwohl die Gesellschaft dies seit langem und auf verschiedenen Ebenen längst tut.

Und die allgemeine und undifferenzierte Diffamierung des Kopftuchtragens als immer rückschrittlich und "unterwürfig" schließt eben auch so mutige und aufrechte Frauen wie Malala Yousafzai ein. Ich kann das nicht akzeptieren.


Na, da sind sich die demokratisch freiheitlich aufgestellten Menschen in der BRD sicher einig.

Warum die von dir erwähnte Person sich so ein Ding um den Kopf packen muss, erschließt sich mir nicht. Ihre gute Aufstellung kann sie sicher auch ohne rüberbringen. So was sich umwickeln, darf sie sicher, nur brauche ich z. B. diese Person dann nicht. Es gibt sicher gleichfalls gut aufgestellte Personen in dem Bereich ohne Zeichensetzung aus dem Hinterwald.

Also ganz locker dran gehen. Alte Weisheit: wie du kommst gegangen, so du wirst empfangen.
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Re: Zusammengehörigkeit, Identität, Nationalgefühl

Beitragvon Selina » So 11. Jun 2017, 11:28

think twice hat geschrieben:(11 Jun 2017, 09:44)

Ja. Er war ganz inbrünstig bei der Sache. War schoen, ihn so zu sehen. :) :) Für mich war auch OK. Er singt garnicht im Kirchenchor, sondern in einer Musikakademie. Der auftritt war nur in einer Kirche. Und obwohl es nicht ganz mein Musikgeschmack war, war es beeindruckend, die Stimmenvielfalt akkustisch in einer Kirche zu erleben. :)


Sehr schön. Freut mich :)
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Re: Zusammengehörigkeit, Identität, Nationalgefühl

Beitragvon Selina » So 11. Jun 2017, 11:47

JJazzGold hat geschrieben:(11 Jun 2017, 09:49)

Auch das ist falsch. Was Sie fordern ist ein Denkverbot, indem Sie jeglichen Ansatz einer Diskussion über die Notwenfdigkeit desErhalts von Werten und Normen im Keim mit dem Verweis auf angebliche Aversion, bis zu “alles rechtspopulistisch, alles AfD“ zu ersticken versuchen und dabei nicht einmal merken, dass Sie damit auf der politischen Gegenseite dieselbe Schiene fahren.


Nein, ich fordere natürlich kein Denkverbot. Und ich sage auch nur zu dem Inhalt "rechtspopulistisch und AfD", wo es auch hingehört und klar ersichtlich ist, dass es sich um nationalistisches und "völkisches" Gerede handelt. Finde ich sehr wichtig, die Dinge beim Namen zu nennen. Wobei mir auch klar ist, dass Aversionen gegen alles Fremde, Andersaussehende und Andersdenkende nicht nur Erscheinungen bei den Rechtspopulisten sind. Nein, das zieht sich durch die gesamte Gesellschaft. Leider.

Ansonsten können Sie ja nun nicht behaupten, es werde nicht diskutiert über Kopftuch und Leitkultur. Mehr geht ja fast nicht :D Dagegen ist ja auch nichts einzuwenden. Nur sollten Sie akzeptieren, dass es Leute wie mich gibt, die diese Kopftuch- und Leitkultur-Diskussion ein Stück weit verheuchelt und vorgeschoben finden. Wie oft begegnet Ihnen denn eine verschleierte Frau oder eine mit Kopftuch pro Tag? Was passiert da, wenn Sie an ihr vorübergehen? Nichts. Sie geht da und Sie gehen da. Nochmal: Wenn Arbeitgeber entscheiden, ob sie das Kopftuch zulassen oder nicht, dann kann ich das in bestimmten Bereichen durchaus nachvollziehen. Ich erzählte das Beispiel des sächsischen Apothekers, der eine muslimische Auszubildende mit Kopftuch eingestellt hat und sie bei den Kunden beliebt ist, weil sie eine gewissenhafte, kompetente und freundliche Kollegin ist. Dieser Arbeitgeber hat halt entschieden: Bei mir ist das Kopftuch erlaubt; es zählt ausschließlich die gute Arbeitsleistung. Ein anderer Arbeitgeber entscheidet anders. So what. Wir aber diskutieren hier nicht nur über diese EuGH-Entscheidung, sondern generell über den Sinn oder Unsinn einer "Leitkultur" (die durchaus im Zusammenhang mit dem Strang-Thema steht) und unter anderem auch über das Kopftuch im Alltag als einen Teilaspekt des Ganzen. Ich finde, man kann im Alltag durchaus locker damit umgehen. Ich hab da überhaupt kein Problem mit.
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Re: Zusammengehörigkeit, Identität, Nationalgefühl

Beitragvon PeterK » So 11. Jun 2017, 11:54

JJazzGold hat geschrieben:(11 Jun 2017, 11:40)
Soweit es sich um die generell Kopftuch Verbieterin Weidel, als auch die generell, sprich in jeder Funktion, Kopftuchverteidiger handelt, gehen wir konform.

Meiner Ansicht nach ist übrigens der Sprengstoffgürtel das deutlich problematischere Kleidungsstück.
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Re: Zusammengehörigkeit, Identität, Nationalgefühl

Beitragvon think twice » So 11. Jun 2017, 12:10

JJazzGold hat geschrieben:(11 Jun 2017, 11:45)

Ok, zur Strafe müssen Sie jetzt Think twice erklären, dass Sie als radikal Liberaler kein Extremist sind.
Wogegen ich wiederum Ihre radikal liberale Einstellung akzeptieren kann, solange Sie nicht den Versuch unternehmen, mir dieses Modell gesellschaftlich überstülpen zu wollen.

Ich kann seine radikal liberale (=extreme) Einstellung auch akzeptieren, da er niemanden damit benachteiligt oder diskriminiert.
Und was du für dich einfordert, solltest du auch Anderen zugestehen: von dir möchte auch niemand ein gesellschaftliches Modell übergestülpt bekommen.
Wie kann es sein, dass Europa seine Werte verteidigt, in dem es andere Menschen von seinen Werten ausschließt?
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Re: Zusammengehörigkeit, Identität, Nationalgefühl

Beitragvon think twice » So 11. Jun 2017, 12:13

gödelchen hat geschrieben:(11 Jun 2017, 12:05)

So was sich umwickeln, darf sie sicher, nur brauche ich z. B. diese Person dann nicht.

Sie braucht dich mit Sicherheit auch nicht.
Insofern: Leben und leben lassen.
Wie kann es sein, dass Europa seine Werte verteidigt, in dem es andere Menschen von seinen Werten ausschließt?
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Re: Zusammengehörigkeit, Identität, Nationalgefühl

Beitragvon think twice » So 11. Jun 2017, 12:21

Dark Angel hat geschrieben:(11 Jun 2017, 11:53)

Negative Religionsfreiheit wiederum bedeutet, in der Öffentlichkeit nicht überall mit religiösen Symbolen konfrontiert zu werden .

Das kommt in meine best-of-Kiste für heute. ;)
Wie kann es sein, dass Europa seine Werte verteidigt, in dem es andere Menschen von seinen Werten ausschließt?
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Re: Zusammengehörigkeit, Identität, Nationalgefühl

Beitragvon Selina » So 11. Jun 2017, 12:29

think twice hat geschrieben:(11 Jun 2017, 13:21)

Das kommt in meine best-of-Kiste für heute. ;)


Es ist ja auch wirklich zum Lachen, dass diese ganze aufgeblähte Endlos-Entrüstung dann in dem einen Satz kulminiert, dass man "nicht überall mit religiösen Symbolen konfrontiert werden" will. Meine Güte, welche Tragik. Mir kommen die Tränen :D
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Re: Zusammengehörigkeit, Identität, Nationalgefühl

Beitragvon think twice » So 11. Jun 2017, 12:36

Selina hat geschrieben:(11 Jun 2017, 13:29)

Es ist ja auch wirklich zum Lachen, dass diese ganze aufgeblähte Endlos-Entrüstung dann in dem einen Satz kulminiert, dass man "nicht überall mit religiösen Symbolen konfrontiert werden" will. Meine Güte, welche Tragik. Mir kommen die Tränen :D

Ich finde eher ihre Definition von negativer Religionsfreiheit zum Lachen. :D
Wie kann es sein, dass Europa seine Werte verteidigt, in dem es andere Menschen von seinen Werten ausschließt?

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