Zusammengehörigkeit, Identität, Nationalgefühl

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Re: Zusammengehörigkeit, Identität, Nationalgefühl

Beitragvon Dark Angel » Do 15. Dez 2016, 16:39

Atheist hat geschrieben:(15 Dec 2016, 14:01)

Also kein Beleg? Habe auch keinen erwartet, denn deine Behauptung ist eine Lüge.

Ich sagte schau dir die Curriculae, der einzelnen Fachrichtungen an, da hast du deinen Beleg. Die Curriculae sind im Gender Studies-Thread verlinkt.
Raussuchen darfst du die selber, wirst du ja wohl hinkriegen.
Und nein - es ist keine Lüge!
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Re: Zusammengehörigkeit, Identität, Nationalgefühl

Beitragvon Fazer » Do 15. Dez 2016, 16:41

schokoschendrezki hat geschrieben:(15 Dec 2016, 15:33)

Bleiben wir doch mal bei der Logik, einem Kern-Werkzeug der Naturwissenschaft. Dass der Verweis auf einen genderkritischen Artikel a) in einer der auflagenstärksten deutschen Tageszeitungen und vor allem b) in der Wochenzeitung für Akademiker auf geistes- und sozialwissenschaftlichem Gebiet schlechthin jetzt ein Beleg dafür sein soll, dass Genderforschung ein geradezu epidemisches Ausmaß angenommen hat, ist schon ein gewisser Widerspruch in sich, oder?


250 Gender-Lehrstühle, also Professuren für eine "Wissenschaft", der man nur Unwissenschaftlichkeit nachweisen kann dürften doch auch für dich schon ausreichender Nachweis sein.

Mit dem Gender Mainstreaming wird aus meiner Sicht das Projekt der Frauengleichberechtigung massiv beschädigt. Die Leute verlieren sich im unsäglichen Erfinden immer neuer Gendersternchen, Binnen-Is, X-Endungen und was auch immer. Nicht die Gleichstellung der Frau erscheint wichtig, sondern die Diskreditierung der Männer. Die Phantasie, dass die Identifikation als Mann/Frau in keiner Weise biologisch vorgegeben sei, trifft auf den natürlichen Widerwillen von über 90% der Bevölkerung. Die Trennung zwischen Frauen- und Männertoiletten, die insbesondere dem Schutz des Intimbereichs der Frauen dienen, wird angegriffen und teilweise jetzt durch den Vorschlag von Unisex Toiletten aufgehoben , m.E. wieder zu Lasten der Frauen. Man hat den Grünen da ihr Steckenpferd gelassen, weil man sie für Koalitionen brauchte und nicht mit den hypermoralisierenden Grünen diskutieren wollte. Aber die Folgen sehen wir derzeit u.a. in der AfD.
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Re: Zusammengehörigkeit, Identität, Nationalgefühl

Beitragvon Dark Angel » Do 15. Dez 2016, 16:44

Selina hat geschrieben:(15 Dec 2016, 16:38)

Aber mal von allem Für und Wider, ob "Genderwahn" oder nicht, abgesehen: Welches Gender-Konzept würdest du denn vorschlagen, Dark Angel?

Gar keins - weil Gender pure Ideologie ist! Braucht kein Mensch!
Was soll der Unsinn von "sozial konstruiertem Geschlecht" das nur dekonstruiert und neu "definiert" werden muss, wobei alle Erkenntnisse der Biologie negiert und geleugnet werden?
Die unterschiedlichsten Lebensentwürfe werden heute weitestgehend toleriert.
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Re: Zusammengehörigkeit, Identität, Nationalgefühl

Beitragvon Atheist » Do 15. Dez 2016, 16:51

Dark Angel hat geschrieben:(15 Dec 2016, 16:39)

Ich sagte schau dir die Curriculae, der einzelnen Fachrichtungen an, da hast du deinen Beleg. Die Curriculae sind im Gender Studies-Thread verlinkt.
Raussuchen darfst du die selber, wirst du ja wohl hinkriegen.
Und nein - es ist keine Lüge!


Das habe ich. Ergebnis: 1 PO geprüft, 1 Gegenbeispiel gefunden, Behauptung widerlegt --> du lügst.
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Re: Zusammengehörigkeit, Identität, Nationalgefühl

Beitragvon frems » Do 15. Dez 2016, 16:54

Dark Angel hat geschrieben:(15 Dec 2016, 13:34)
Nennt sich Gender Studies und muss in allen Fachrichtungen gelehrt werden.

Haha. Das ist wirklich der größte Unfug, den ich seit langem gesehen habe. Und Prof. Claus Turtur ist nun der Beweis für alle Professoren in Deutschland, die ohne Ausnahme "freie Energie" lehren müssen. :D
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Re: Zusammengehörigkeit, Identität, Nationalgefühl

Beitragvon Dark Angel » Do 15. Dez 2016, 17:02

Selina hat geschrieben:(15 Dec 2016, 16:20)

Also dem Schröder könnte ich viel vorwerfen, zum Beispiel seine unsoziale Agenda2010-Politik, mit der er die CDU quasi rechts überholt hat. Aber eine politische Strategie eines "Gendermainstreams" haben er und seine Regierung nun wirklich nicht beschlossen.

Doch haben sie, mussten sie sogar, weil Deutschland die Beschlüsse der Weltfrauenkonferenz 1995 unterzeichnet hat und diese Beschlüsse - die vollständige Durchsetzung der politischen Strategie des Gender Mainstream - sind für alle (189) Unterzeichnerstaaten bindent.

Selina hat geschrieben:(15 Dec 2016, 16:20) Gendermainstream bedeutet einfach noch eine höhere Stufe und ein langfristigeres gesellschaftliches Konzept für die Gleichstellung der Geschlechter, als die bisherige "Frauenpolitik" es leisten konnte. Da kann ich nichts Verwerfliches dran finden.

Gleichstellung ist das Gegenteil von Gleichberechtigung (schrieb ich schon mal), weil sich Gleichstellung auf die Mitgleider einer Gruppe aufgrund deren Gruppenzugehörigkeit bedeutet. Und das wiederum bedeutet, dass eine Gruppe gegenüber einer anderen Gruppe bevorteilt werden darf, wenn sie in (irgend) einem Bereich unterrepräsentiert ist = das Ergebnis wird vorgegeben. Bei der Bevorzugung/Bevorteilung einer Gruppe, wird die Benachteiligung der/einer anderen Gruppe billigend in Kauf genommen und dafür wurde dann der Begriff "positive Diskriminierung" erfunden.
Ooh - ich kann sehr wohl etwas Verwerfliches daran finden, wenn Menschen allein aufgrund ihrer Geschlechtsszugehörigkeit benachteiligt/diskriminiert werden. :mad:

Selina hat geschrieben:(15 Dec 2016, 16:20) Und dass es bei der Umsetzung gesellschaftlicher Konzepte auch mal Ausreißer nach oben und unten gibt, das ist doch normal. Zum Beispiel wurde durch die Praxis in Kindergärten längst bewiesen, dass Kinder, die kurz vorm Vorschulalter schon mal was gehört haben von verschiedenen sexuellen Orientierungen (natürlich kombiniert mit Gesprächen und dem Erleben im Elternhaus), im späteren Leben unverkrampfter und weniger schambehaftet mit dem Thema umgehen.

Kinder im Vorschulalter können mit sexueller Orientierung - Hetero- oder Komosexualität - gar nichts anfangen. Die nehmen die Menschen so wie sie sind - vollkommen vorurteilsfrei!
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Re: Zusammengehörigkeit, Identität, Nationalgefühl

Beitragvon Dark Angel » Do 15. Dez 2016, 17:06

frems hat geschrieben:(15 Dec 2016, 16:54)

Haha. Das ist wirklich der größte Unfug, den ich seit langem gesehen habe. Und Prof. Claus Turtur ist nun der Beweis für alle Professoren in Deutschland, die ohne Ausnahme "freie Energie" lehren müssen. :D

Nee, ist kein Unfug. Ich habe im "Gender Studies-Thread" 3 Curriculae als Beispiel verlinkt (Biologie, Chemie und Physik) in denen Gender Studies sehr wohl Teil der Studienpläne sind und einen, nicht geringen, Umfang der Vorlesungen einnehmen.
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Re: Zusammengehörigkeit, Identität, Nationalgefühl

Beitragvon Selina » Do 15. Dez 2016, 17:09

Fazer hat geschrieben:(15 Dec 2016, 16:41)

250 Gender-Lehrstühle, also Professuren für eine "Wissenschaft", der man nur Unwissenschaftlichkeit nachweisen kann dürften doch auch für dich schon ausreichender Nachweis sein.

Die Phantasie, dass die Identifikation als Mann/Frau in keiner Weise biologisch vorgegeben sei, trifft auf den natürlichen Widerwillen von über 90% der Bevölkerung.


Erstens gibt es diese Fantasie nicht, jedenfalls nicht in irgendeiner gedachten "Mehrheit". Und zweitens würde ich eher denken, dass sich nur ein Bruchteil der Bevölkerung mit einzelnen Ausrutschern in der Gender-Politik befasst. Die meisten sehen einfach, was immer noch schiefläuft in der Gleichstellung und in der Geschlechterfrage und sie sehen das, was ganz gut läuft. Aber diese Überspitzungen, von denen hier die Rede ist und die offenbar nur in einzelnen Wissenschaftlergehirnen ablaufen, die sind nicht von besonderem und allgemeinem Interesse. Ich kenne eine Kindergärtnerin und einen Kindergärtner in einer Großstadt sehr gut, die noch nie irgendwas von "Frühsexualisierung", geschweige denn "Genderwahn" in ihren Einrichtungen erzählt haben. Und wenn das dort in übertriebenem Maße thematisiert worden wäre, dann hätten sie das längst mal erzählt.
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Re: Zusammengehörigkeit, Identität, Nationalgefühl

Beitragvon frems » Do 15. Dez 2016, 17:14

Dark Angel hat geschrieben:(15 Dec 2016, 17:06)

Nee, ist kein Unfug. Ich habe im "Gender Studies-Thread" 3 Curriculae als Beispiel verlinkt (Biologie, Chemie und Physik) in denen Gender Studies sehr wohl Teil der Studienpläne sind und einen, nicht geringen, Umfang der Vorlesungen einnehmen.

Es gibt über 18.000 Studiengänge in Deutschland. Was willst Du mit drei Beispielen nun belegen, sofern sie überhaupt aus Deutschland sind? :?:

Und welche Links meinst Du? Die von der Seite gender-curricula.com, auf denen nicht ein einziger Studienplan zu finden ist? Sorry, das ist so Quark wie die Aufzählung von Genderprofessuren, wovon die meisten in der Medizin angesiedelt sind und dort Sinn ergeben, z.B. für die Erforschung unterschiedlicher Prothesen für Männer und Frauen oder für die Frage, warum Frauen auf manche Medikamente anders reagieren als Männer. Dieser Prof_x-Sprachmurks ist völlig unbedeutend.

Wie gesagt, so einen Unsinn habe ich hier selten gelesen.
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Re: Zusammengehörigkeit, Identität, Nationalgefühl

Beitragvon Selina » Do 15. Dez 2016, 17:16

Dark Angel hat geschrieben:(15 Dec 2016, 16:44)

Gar keins - weil Gender pure Ideologie ist! Braucht kein Mensch!
Was soll der Unsinn von "sozial konstruiertem Geschlecht" das nur dekonstruiert und neu "definiert" werden muss, wobei alle Erkenntnisse der Biologie negiert und geleugnet werden?


Ich kenne niemanden, der die biologischen Erkenntnisse negiert, was Männer und Frauen anbelangt. Für mich ist das eine Scheindebatte. Also könntest du dieses Minderheiten-Thema doch einfach ignorieren, wenn es dich so aufregt. Oder hast du persönliche Nachteile davon, dass jemand von "sozial konstruiertem Geschlecht" spricht?
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Re: Zusammengehörigkeit, Identität, Nationalgefühl

Beitragvon Sabine99 » Do 15. Dez 2016, 17:21

Dark Angel hat geschrieben:(15 Dec 2016, 16:35)

So behauptest du? Na dann bist du aber schief gewickelt, das verlinkte Buch ist nämlich Bestandteil der Bildungspläne in LSA und kommt in Kindergärten, im Rahmen der "Sexualerziehung" zum Einsatz, ist Bestandteil des so genannten "Genderkoffers" mit dem "Fachkräfte" (selbstverständlich ohne pädagogsche Ausbildung, dafür aber Mitglied in diversen LBTirgendwas-Verbänden und damit bestens geeignet Kinder zu erziehen).
Außerdem scheint dir nicht bekannt zu sein, dass Lehr- und Unterrichtsmaterialien nicht bei Amazon erhältlich sind, sondern in Schulbuchverlagen.


Und wieder befindest du dich in einem Irrtum. Diese "ziemlich bizarren Dinge" sind Bestandteil der Lehr- und Bildungspläne 2016 und werden somit an den Schulen und in Kindergärten der Bundesrepublik unterrichtet. Und das bedeutet Kinder (ab 3 Jahren) und Jugendliche werden mit diesen "ziemlich bizarren Dingen" direkt konfrontiert und müssen die lernen und zwar fächerübergreifend.
Das sind also nicht mehr nur Spinnereien in irgendeinem Studierstübchen, sondern tägliche Realitätin Schulen und Kindergärten.
Gender hat mit Wissenschaft so viel zu tun, wie ein Badewannenschnorcheln mit Tiefseetauchen! :mad2:


Blödsinn.
Das hat schon etwas von " Paranoia ".
" Von Wahnvorstellungen bzw. Paranoia spricht man dann, wenn eine Person Bedrohungen wahrnimmt, die nicht real vorhanden sind. In der Regel treten Wahnvorstellungen im Rahmen einer Psychose auf. Der Grund hierfür ist ein gestörter Hirnstoffwechsel. "
Gruß Sabine
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Re: Zusammengehörigkeit, Identität, Nationalgefühl

Beitragvon Selina » Do 15. Dez 2016, 17:25

Dark Angel hat geschrieben:(15 Dec 2016, 17:02)

Kinder im Vorschulalter können mit sexueller Orientierung - Hetero- oder Komosexualität - gar nichts anfangen. Die nehmen die Menschen so wie sie sind - vollkommen vorurteilsfrei!


Genau, und gerade weil sie vorurteilsfrei sind, ist es gut, ihnen auch zu sagen, dass es verschiedene sexuelle Orientierungen gibt. Wie ich schon feststellte, gibt es Erkenntnisse in Kindergärten, dass Kinder, die bereits im Vorschulalter gehört haben, dass es verschiedene Orientierungen gibt, im späteren Leben unverkrampfter und weniger schambesetzt mit dem Thema umgehen. Und kein Mensch hat gesagt, dass das nun von morgens bis abends in Kindergärten Thema sein muss, das natürlich nicht. Aber reden kann man selbstverständlich mit größeren Tagesstätten-Kindern darüber. Das ist inzwischen Allgemeingut.
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Re: Zusammengehörigkeit, Identität, Nationalgefühl

Beitragvon Dark Angel » Do 15. Dez 2016, 17:36

frems hat geschrieben:(15 Dec 2016, 17:14)

Es gibt über 18.000 Studiengänge in Deutschland. Was willst Du mit drei Beispielen nun belegen, sofern sie überhaupt aus Deutschland sind? :?:

Die sind aus Deutschland - aus NRW um genau zu sein und ich hätte auch durchaus mehr Einzellinks setzen können, stattdessen habe ich einen Link auf die Gesamtauflistung gesetzt und nur 3 Fachrichtungen als Beispiele (teilweise) zitiert - unter Angabe des jeweiligen Links.

frems hat geschrieben:(15 Dec 2016, 17:14)
]Und welche Links meinst Du? Die von der Seite gender-curricula.com, auf denen nicht ein einziger Studienplan zu finden ist?

Nein, nicht die von gender-curricula.com, sondern von dieser.


frems hat geschrieben:(15 Dec 2016, 17:14) Sorry, das ist so Quark wie die Aufzählung von Genderprofessuren, wovon die meisten in der Medizin angesiedelt sind und dort Sinn ergeben, z.B. für die Erforschung unterschiedlicher Prothesen für Männer und Frauen oder für die Frage, warum Frauen auf manche Medikamente anders reagieren als Männer. Dieser Prof_x-Sprachmurks ist völlig unbedeutend.

Wie gesagt, so einen Unsinn habe ich hier selten gelesen.

Sorry, aber die Erforschung von unterschiedlichen Prothesen für Männer und Frauen hat nun gar nichts mit "Gender" zu tun.
Da schmücken sich die Gender Studies mit fremden Federn, indem sie überall den Namen "Gender" drauf "pappen", was nur irgendwie etwas mit "Geschlecht" zu tun hat.
Der Begriff "Gender" stammt eigentlich aus dem Sozialwissenschaften und bezeichnet, im ursprünglichen Sinn, die Abgrenzung von kulturell geprägten Eigenschaften zum biologischen Geschlecht.
Diese Abgrenzung zum biologischen Geschlecht wird nicht mehr vorgenommen weil:
Zum anderen verkennt eine Trennung zwischen biologischem und sozialem Geschlecht, dass unsere Auffassung von dem, was biologisch ist, ganz erheblich davon abhängt, was wir sozial als solches ansehen

Soso, es ist also nicht eindeutig unterschiedbar, was biologisch und was sozial ist.
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Re: Zusammengehörigkeit, Identität, Nationalgefühl

Beitragvon frems » Do 15. Dez 2016, 17:41

Dark Angel hat geschrieben:(15 Dec 2016, 17:36)

Die sind aus Deutschland - aus NRW um genau zu sein und ich hätte auch durchaus mehr Einzellinks setzen können, stattdessen habe ich einen Link auf die Gesamtauflistung gesetzt und nur 3 Fachrichtungen als Beispiele (teilweise) zitiert - unter Angabe des jeweiligen Links.

Du scheinst mit den heutigen Hochschulbetrieben wie Fazer nicht viel zu tun zu haben. Ein privates, unwichtiges Netzwerk aus NRW hat Vorschläge skizziert und für sie geworben. Das sind keine Modulkataloge, keine Prüfungsordnungen und auch keine Studienverlaufspläne. Wie kommt man auf die verrückte Vorstellung, irgendeine private Popelseite würde für ganz Deutschland verpflichtende Lehrinhalte festlegen? Mach doch auch einfach eine Internetseite und schreib das Gegenteil rein.

Nein, nicht die von gender-curricula.com, sondern von dieser.

Ist doch der selbe Verein wie http://www.gender-curricula.com/gender- ... tartseite/

Sorry, aber die Erforschung von unterschiedlichen Prothesen für Männer und Frauen hat nun gar nichts mit "Gender" zu tun.

Dann such mal lieber nicht nach dem Begriff "Gendermedizin" und frag Dich auch nicht, was man am "Zentrum für Geschlechterforschung in der Medizin" am Berliner Charité so treibt.
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Re: Zusammengehörigkeit, Identität, Nationalgefühl

Beitragvon Dark Angel » Do 15. Dez 2016, 17:45

Selina hat geschrieben:(15 Dec 2016, 17:16)

Ich kenne niemanden, der die biologischen Erkenntnisse negiert, was Männer und Frauen anbelangt. Für mich ist das eine Scheindebatte. Also könntest du dieses Minderheiten-Thema doch einfach ignorieren, wenn es dich so aufregt. Oder hast du persönliche Nachteile davon, dass jemand von "sozial konstruiertem Geschlecht" spricht?

Das könnte ich, wenn es denn ein "Minderheitenthema" wäre, ist es aber nicht - nicht mehr!
Nur weil sich die Mehrheit nicht mit dem Thema beschäftigt, bedeutet das nämlich noch lange nicht, dass es sie nicht betreffen würde.
Aber genau das ist ja das Kalkül dieser Minderheit - sie können ihre Ziele durchsetzen, weil sich kaum jemand dafür interessiert, kaum jemand auch nur ahnt, was sich tatsächlich hinter Gender verbirgt.
Ich sage es nochmal: Feindbild Naturwissenschaften! Ich bin Naturwissenschaftler - und ja mich hat es in meinem Beruf direkt betroffen.
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Re: Zusammengehörigkeit, Identität, Nationalgefühl

Beitragvon Dark Angel » Do 15. Dez 2016, 17:51

frems hat geschrieben:(15 Dec 2016, 17:41)

Du scheinst mit den heutigen Hochschulbetrieben wie Fazer nicht viel zu tun zu haben. Ein privates, unwichtiges Netzwerk aus NRW hat Vorschläge skizziert und für sie geworben. Das sind keine Modulkataloge, keine Prüfungsordnungen und auch keine Studienverlaufspläne. Wie kommt man auf die verrückte Vorstellung, irgendeine private Popelseite würde für ganz Deutschland verpflichtende Lehrinhalte festlegen? Mach doch auch einfach eine Internetseite und schreib das Gegenteil rein.


Ist doch der selbe Verein wie http://www.gender-curricula.com/gender- ... tartseite/


Dann such mal lieber nicht nach dem Begriff "Gendermedizin" und frag Dich auch nicht, was man am "Zentrum für Geschlechterforschung in der Medizin" am Berliner Charité so treibt.

Dass das "Zentrum für Geschlechterforschung" seriöse Forschung betreibt, stelle ich nicht in Abrede, aber nur weil das "Gender" draufgepappt wurde, hat das immer noch nix mit "Gender" zu tun - sondern ist und bleibt seriöse medizinische Forschung.
"Gendermedizin" = sozial konstruierte Geschlechtsmedizin gibt es nicht.
Siehe Link, was unter "Gender" verstanden wird - biologisch und sozial kann nicht getrennt werden, weil es (angeblich) von der Sichtweise abhängt, was denn biologisch und was sozial ist.
Na vielen Dank auch!
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Re: Zusammengehörigkeit, Identität, Nationalgefühl

Beitragvon Selina » Do 15. Dez 2016, 17:52

Dark Angel hat geschrieben:(15 Dec 2016, 17:45)

Das könnte ich, wenn es denn ein "Minderheitenthema" wäre, ist es aber nicht - nicht mehr!
Nur weil sich die Mehrheit nicht mit dem Thema beschäftigt, bedeutet das nämlich noch lange nicht, dass es sie nicht betreffen würde.
Aber genau das ist ja das Kalkül dieser Minderheit - sie können ihre Ziele durchsetzen, weil sich kaum jemand dafür interessiert, kaum jemand auch nur ahnt, was sich tatsächlich hinter Gender verbirgt.
Ich sage es nochmal: Feindbild Naturwissenschaften! Ich bin Naturwissenschaftler - und ja mich hat es in meinem Beruf direkt betroffen.


Ich hatte gedacht, du bist ne Frau. Dabei scheinst du ein Mann zu sein :D
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Re: Zusammengehörigkeit, Identität, Nationalgefühl

Beitragvon frems » Do 15. Dez 2016, 18:02

Dark Angel hat geschrieben:(15 Dec 2016, 17:51)

Dass das "Zentrum für Geschlechterforschung" seriöse Forschung betreibt, stelle ich nicht in Abrede, aber nur weil das "Gender" draufgepappt wurde, hat das immer noch nix mit "Gender" zu tun - sondern ist und bleibt seriöse medizinische Forschung.
"Gendermedizin" = sozial konstruierte Geschlechtsmedizin gibt es nicht.
Siehe Link, was unter "Gender" verstanden wird - biologisch und sozial kann nicht getrennt werden, weil es (angeblich) von der Sichtweise abhängt, was denn biologisch und was sozial ist.
Na vielen Dank auch!

Das Zentrum ist älter als Deine Definition, bei der Du nicht einmal sagst, warum sie relevant sein soll. Und dort am Charité beschäftigt man sich eben mit körperlichen Unterschieden von Männern und Frauen. Gendermedizin halt.

Frauen erkranken anders als Männer. In der klassischen Medizin wird dies kaum berücksichtigt. Das kann fatale Folgen haben. Medikamente haben mehr Nebenwirkungen, Patientinnen sterben öfter an Herzinfarkten.

http://www.spiegel.de/gesundheit/diagno ... 68202.html

Und nochmal: es stimmt nicht, dass diese Themen von allen Lehrstühlen gelehrt werden müssen. Das ist so weit von der Realität entfernt wie die Behauptung, biologische Unterschiede seien sozial konstruiert. Da argumentierst Du lediglich im anderen 1%-Extrem. Das Thema ist halt völlig bedeutungslos. Lehrveranstaltungen, die sich mit diesem "sozial konstruierten" Genderkram beschäftigen, musst Du schon bundesweit mit der Lupe suchen. Statt sowas über Monate zu predigen, kannst Du doch einfach mal eine Stichprobe machen und Dir tatsächlich anschauen, womit Studenten zu tun haben. Nimm doch einfach das Physikstudium der TU Dresden. Da kommen im Modulkatalog inkl. Inhalten und Zielen nicht ein einziges Mal die Begriffe "Gender" oder "Geschlecht" auf 79 Seiten vor, nicht einmal als freiwilliges Wahl(pflicht)modul: https://tu-dresden.de/mn/ressourcen/dat ... df?lang=de

Zack, schon ist Deine skurrile Behauptung ("muss überall gelehrt werden") widerlegt. Ich hab echt keine Ahnung, wer Dir sowas eingeredet hat.
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Re: Zusammengehörigkeit, Identität, Nationalgefühl

Beitragvon Sabine99 » Do 15. Dez 2016, 18:06

frems hat geschrieben:(15 Dec 2016, 18:02)

Das Zentrum ist älter als Deine Definition, bei der Du nicht einmal sagst, warum sie relevant sein soll. Und dort am Charité beschäftigt man sich eben mit körperlichen Unterschieden von Männern und Frauen. Gendermedizin halt.


http://www.spiegel.de/gesundheit/diagno ... 68202.html

Und nochmal: es stimmt nicht, dass diese Themen von allen Lehrstühlen gelehrt werden müssen. Das ist so weit von der Realität entfernt wie die Behauptung, biologische Unterschiede seien sozial konstruiert. Da argumentierst Du lediglich im anderen 1%-Extrem. Das Thema ist halt völlig bedeutungslos. Lehrveranstaltungen, die sich mit diesem "sozial konstruierten" Genderkram beschäftigen, musst Du schon bundesweit mit der Lupe suchen. Statt sowas über Monate zu predigen, kannst Du doch einfach mal eine Stichprobe machen und Dir tatsächlich anschauen, womit Studenten zu tun haben. Nimm doch einfach das Physikstudium der TU Dresden. Da kommen im Modulkatalog inkl. Inhalten und Zielen nicht ein einziges Mal die Begriffe "Gender" oder "Geschlecht" auf 79 Seiten vor, nicht einmal als freiwilliges Wahl(pflicht)modul: https://tu-dresden.de/mn/ressourcen/dat ... df?lang=de

Zack, schon ist Deine skurrile Behauptung ("muss überall gelehrt werden") widerlegt. Ich hab echt keine Ahnung, wer Dir sowas eingeredet hat.


Er ist Wissenschaftler. Er weis es einfach. :D
Dark Angel, vielen Dank für deine echt lustigen Beiträge hier. :thumbup:
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Re: Zusammengehörigkeit, Identität, Nationalgefühl

Beitragvon frems » Do 15. Dez 2016, 18:15

Sabine99 hat geschrieben:(15 Dec 2016, 18:06)

Er ist Wissenschaftler. Er weis es einfach. :D
Dark Angel, vielen Dank für deine echt lustigen Beiträge hier. :thumbup:

Naja, Naturwissenschaftler von welcher Hochschule auch immer. Kann ja sein, dass es dort freiwillige Lehrangebote gibt oder mal gab. Daraus lässt sich bloß nichts über alle Studiengänge ableiten.
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