Frage zur Existenz: Gibt es ein Ende?

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Re: Frage zur Existenz: Gibt es ein Ende?

Beitragvon Provokateur » Do 16. Jul 2015, 05:31

Ich habe gestern mal reingeschaut und dann ist mir aufgefallen, dass ich diese Doku auf NTV oder N24 schon einmal gesehen habe.

Über das Wesen der Zeit an sich wurden dort aber recht wenige Aussagen getroffen, nur über die wahrgenommene Verlangsamung der Zeit für Objekte in schneller Bewegung.

Das ist jetzt erst einmal nur eine Aussage über das Wesen der Zeit, aber keine abschließende Definition.
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Re: Frage zur Existenz: Gibt es ein Ende?

Beitragvon Flat » Do 16. Jul 2015, 06:27

Moin,

die Antwort auf Deine Frage ist: 42


Da die Wissenschaft das nicht beantworten kann und Du religiöse Antworten ausschließt, wirst Du Dich wohl mit 42 als Antwort abfinden müssen.


Meine persönliche Antwoort ist religiös: Ja, es gibt ein Leben nach dem Tod bei Gott.
_______
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Re: Frage zur Existenz: Gibt es ein Ende?

Beitragvon Provokateur » Do 16. Jul 2015, 06:32

42 ist japanisch und steht für "der Tod".
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Re: Frage zur Existenz: Gibt es ein Ende?

Beitragvon BingoBurner » Do 16. Jul 2015, 09:30

Provokateur » Do 16. Jul 2015, 05:31 hat geschrieben:Ich habe gestern mal reingeschaut und dann ist mir aufgefallen, dass ich diese Doku auf NTV oder N24 schon einmal gesehen habe.

Über das Wesen der Zeit an sich wurden dort aber recht wenige Aussagen getroffen, nur über die wahrgenommene Verlangsamung der Zeit für Objekte in schneller Bewegung.

Das ist jetzt erst einmal nur eine Aussage über das Wesen der Zeit, aber keine abschließende Definition.


Ja klar, aber wir reden hier über Fragen, bei der schon ganz andere Geister keine wirkliche Antwort gefunden haben.
Einstein, soweit mir bekannt, war überhaupt nicht grün mit der Quantentheorie.
"Gott würfelt nicht", sein Statement zum Doppelspaltexperiment, "Spukhafte Fernwirkung", sein Kommentar zur Verschränkung.

Was messbar ist, bestätigt aber Einstein. Immer und immer wieder. Und zwar so genau, das andere Theorien kaum kompatibel zu der allgemeine RT sind.
Überlicht Geschwindigkeit z.b., war ja mal was, was man glaubte bei der "Verschränkung" beobachten zu können.
Das wurde aber gelöst.

"Die Quanten-Nichtlokalität bedarf daher auch keiner (in Einsteins Worten) „spukhaften Fernwirkung“;[1] ebenso wenig bedarf die sogenannte Quantenteleportation der Portation von irgendetwas. Dies bedeutet, dass das Phänomen der Verschränkung nicht
auf sogenannten verborgenen Variablen beruht, die wir nur (noch) nicht zu entdecken vermögen."

https://de.wikipedia.org/wiki/Quantenverschr%C3%A4nkung

oder :

"Es zeigt beispielhaft, dass die Quantenmechanik gegen die Annahme der Lokalität verstößt, die eine der Grundannahmen der klassischen Physik ist."

https://de.wikipedia.org/wiki/Einstein- ... -Paradoxon

oder Quantentleportation :

"Praktische Bedeutung
Die praktische Bedeutung der Quantenteleportation liegt nicht etwa darin, dass man Informationen oder gar Gegenstände damit überlichtschnell transportieren könnte. Hingegen ist die Quantenteleportation deshalb von praktischer Bedeutung, weil sie es erlaubt, Quantenzustände zu übertragen, ohne sie dabei durch einen Messvorgang gleichzeitig zu verändern (vergleiche dazu: Quantenmechanische Messung). Für Quantencomputer eröffnen
sich so technisch vielversprechende Möglichkeiten zur Übertragung, Speicherung und Verarbeitung von Qubits."

https://de.wikipedia.org/wiki/Quantenteleportation
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Re: Frage zur Existenz: Gibt es ein Ende?

Beitragvon Perdedor » Sa 18. Jul 2015, 16:41

schokoschendrezki hat geschrieben:Was an dem Nordpol-Vergleich vielleicht zu bemängeln ist: Er beschreibt eine (einfache) mathematische Singularität. Der Urknall ist aber (auch nach den kosmologischen Modellen, die von einem solchen Urknall ausgehen) zusätzlich auch eine physikalische Singularität.


In Hawkings Theorie wird die Singularität aber vermieden. Deswegen passt das Nordpolbeispiel hier gut.
"The no boundary proposal, predicts that the universe would start at a single point, like the North Pole of the Earth. But this point wouldn't be a singularity, like the Big Bang. Instead, it would be an ordinary point of space and time, like the North Pole is an ordinary point on the Earth, or so I'm told. I have not been there myself."
http://www.hawking.org.uk/the-beginning-of-time.html
Der Nordpol ist dabei nur eine Koordinatensingulariät, die durch eine andere Wahl einfach vermieden werden kann.

Was die herkömmliche Urknalltheorie anbelangt, so steht an ihrem Anfang eine echte Singularität (anders als am Nordpol). Ich würde dies allerdings nicht "physikalisch" nennen, denn die Theorie beschreibt die Physik an diesem Punkt ja gerade nicht.
Arbeit. Leben. Zukunft.
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Re: Frage zur Existenz: Gibt es ein Ende?

Beitragvon Progressiver » Sa 18. Jul 2015, 22:55

Flat » Do 16. Jul 2015, 07:27 hat geschrieben:Moin,

die Antwort auf Deine Frage ist: 42


Da die Wissenschaft das nicht beantworten kann und Du religiöse Antworten ausschließt, wirst Du Dich wohl mit 42 als Antwort abfinden müssen.


Da braucht es keine Wissenschaft, denn das erkennt auch das bloße Auge. Wer tot ist, der kommt nicht wieder. Nicht als Zombie oder wandelndes Skelett. Aber auch nicht als körperloser Geist oder als Gespenst. Alles andere wäre nicht nur paranormal, sondern auch beängstigend!

Es ist gut für die Lebenden, dass die Toten nicht wiederkehren. Und es ist gut für die alten Menschen, die des Lebens überdrüssig sind, dass sie irgendwann durch den Tod erlöst werden. Als junger Mensch will man natürlich nicht sterben. Aber wenn man mal 80 plus x Jahre auf dem Buckel hat und irgendwie alles schon kennt, dann wäre es doch furchtbar, wenn das Leiden bis in alle Ewigkeit fortgesetzt werden müßte.

Im Übrigen gibt es auch keine wissenschaftlichen Nachweise, dass ein Mensch nach seinem Tod weiterleben könnte. Wenn also jemand das Gegenteil beweisen will, dann bin ich fürs erste mal skeptisch!

Meine persönliche Antwoort ist religiös: Ja, es gibt ein Leben nach dem Tod bei Gott.


Es gibt keine wissenschaftlichen Beweise, die für alle Menschen rational und nachprüfbar beweisen, dass es ein göttliches Wesen gibt. So aber gleicht das Glauben einem Glücksspiel! Welchen Gott meinst du denn? Ist es Osiris, der dir im Jenseits deine Taten bewertet? Der Aztekengott Quetzalcoatl? Oder kommst du zu Thor und Odin? Und wie würdest du eigentlich reagieren, wenn dich nach dem Tode irgendein neuseeländischer Maorigott in den Ewigen Jagdgründen erwartet, um dich zu beschimpfen, weil du nicht an ihn geglaubt hast?

Was ich damit sagen will: Wenn man Ebene der Metaphysik betritt, dann ist alles möglich -frei nach dem Motto:

Kräht der Hahn oben auf dem Mist, ändert sich das Wetter oder es bleibt wie es ist!

Diese Aussage ist so wahr wie die Wahrheiten, die die diversen Religionen verbreiten. Und dennoch enthält sie keine wertvolle Information!

Wenn man wichtige Informationen haben will, dann sind folglich das bloße Auge bzw. die Wissenschaft verlässlicher. Skepsis ist also das Gebot der Stunde. Ansonsten wäre wirklich alles möglich! Und letztendlich ist dann die "chinesische Lösung" doch die beste, indem man den ganzen Pantheon der Götter beiseite schiebt und sich in seinen Fragestellungen auf das Diesseits beschränkt.

Ich für meinen Teil halte also nicht nur das Jenseits für ein unbeweisbares Ammenmärchen, sondern finde es auch ausgesprochen unnütz, sich mit der Frage danach zu beschäftigen. Dieses Leben hier ist für sich schon voller Probleme und positiver Möglichkeiten. Da ist es für mich absolut unverständlich, wieso manche Menschen die Frage umhertreibt, ob sie entweder als jemand anderes wiedergeboren werden oder aber gleich ganz in die ewigen Jagdgründe eingehen. Als Mensch werde ich also definitv einmal der finalen Vernichtung entgegensehen. Und ich werde bestimmt nicht irgendeinem religiösen Guru oder Dschihadisten glauben, der das Gegenteil behauptet, denn diese verfolgen ja auch nur ihre eigenen Ziele.
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Re: Frage zur Existenz: Gibt es ein Ende?

Beitragvon Brimborium » So 19. Jul 2015, 06:45

Was mit unserem Körper geschieht, das wäre recht einfach zu erklären.
Macht man ihn zur Asche, dann wird es etwas anderes als wenn
wir unverbrannt in einen Sarg unter die Erde gelegt werden.
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Re: Frage zur Existenz: Gibt es ein Ende?

Beitragvon schokoschendrezki » Di 21. Jul 2015, 07:38

Perdedor » Sa 18. Jul 2015, 17:41 hat geschrieben:
In Hawkings Theorie wird die Singularität aber vermieden. Deswegen passt das Nordpolbeispiel hier gut.
"The no boundary proposal, predicts that the universe would start at a single point, like the North Pole of the Earth. But this point wouldn't be a singularity, like the Big Bang. Instead, it would be an ordinary point of space and time, like the North Pole is an ordinary point on the Earth, or so I'm told. I have not been there myself."
http://www.hawking.org.uk/the-beginning-of-time.html
Der Nordpol ist dabei nur eine Koordinatensingulariät, die durch eine andere Wahl einfach vermieden werden kann.

Was die herkömmliche Urknalltheorie anbelangt, so steht an ihrem Anfang eine echte Singularität (anders als am Nordpol). Ich würde dies allerdings nicht "physikalisch" nennen, denn die Theorie beschreibt die Physik an diesem Punkt ja gerade nicht.


Ja. O.k. er hat ja damit z.T. seine eigenen früheren Ansichten revidiert. Woanders fand ich für den Gedanken eines nichtsingulären Weltenanfangs den Begriff "Verräumlichung der Zeit". Das Universum in seiner jetzigen Form ist eine komplexe vierdimensionale Halbkugel und entstand, weil die Allgemeine Relativitätstheorie und die Quantentheorie seine Existenz logisch widerspruchsfrei - und eben ohne physikalische Singularitäten - zulassen und erforderlich machen. Der Gedanke, dass Dinge ganz allgemein existieren, sobald oder besser: weil sie logisch widerspruchsfrei formulierbar sind, ist mir schon öfter gekommen. Sie existieren nicht, weil irgendjemand die Gesetze tatsächlich formuliert, aufschreibt, sondern weil diese Widerspruchsfreiheit objektiv gegeben ist. Da die Zeit selbst offenbar dazugehört, ist man von diesem sehr schwierigen und schwer nachvollziehbaren Problem befreit, dass irgendwann einmal "der Zeitpunkt" kommen muss, an welchem sich das vollzieht und den man ja nicht einfach willkürlich und vor allem unabhängig von Gott oder irgendwelchen Wesen setzen muss.
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Re: Frage zur Existenz: Gibt es ein Ende?

Beitragvon Demolit » Di 21. Jul 2015, 09:06

schokoschendrezki » Di 21. Jul 2015, 07:38 hat geschrieben:
Ja. O.k. er hat ja damit z.T. seine eigenen früheren Ansichten revidiert. Woanders fand ich für den Gedanken eines nichtsingulären Weltenanfangs den Begriff "Verräumlichung der Zeit". Das Universum in seiner jetzigen Form ist eine komplexe vierdimensionale Halbkugel und entstand, weil die Allgemeine Relativitätstheorie und die Quantentheorie seine Existenz logisch widerspruchsfrei - und eben ohne physikalische Singularitäten - zulassen und erforderlich machen. Der Gedanke, dass Dinge ganz allgemein existieren, sobald oder besser: weil sie logisch widerspruchsfrei formulierbar sind, ist mir schon öfter gekommen. Sie existieren nicht, weil irgendjemand die Gesetze tatsächlich formuliert, aufschreibt, sondern weil diese Widerspruchsfreiheit objektiv gegeben ist. Da die Zeit selbst offenbar dazugehört, ist man von diesem sehr schwierigen und schwer nachvollziehbaren Problem befreit, dass irgendwann einmal "der Zeitpunkt" kommen muss, an welchem sich das vollzieht und den man ja nicht einfach willkürlich und vor allem unabhängig von Gott oder irgendwelchen Wesen setzen muss.



Damit schiebst du der Objektivität aber die Bedeutung zu, die nur in deinem / des Menschen Erkenntnisvermögen liegt. Diese Objektivität könnte ohne diese Verknüpfung nicht sein. Können andere Betrachter diese Objektivität auch herstellen ? Dann wäre doch erst ein allgemein gültiges Gesetz angenommen werden können ?
Zuletzt geändert von Demolit am Di 21. Jul 2015, 09:09, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Frage zur Existenz: Gibt es ein Ende?

Beitragvon schokoschendrezki » Di 21. Jul 2015, 09:46

Demolit » Di 21. Jul 2015, 10:06 hat geschrieben:

Damit schiebst du der Objektivität aber die Bedeutung zu, die nur in deinem / des Menschen Erkenntnisvermögen liegt. Diese Objektivität könnte ohne diese Verknüpfung nicht sein. Können andere Betrachter diese Objektivität auch herstellen ? Dann wäre doch erst ein allgemein gültiges Gesetz angenommen werden können ?


Sicher, der Einwand liegt auf der Hand. Es gibt jedoch zahlreiche Beispiele dafür, dass für rein theoretische mathematische Modellsysteme immer wieder Objekte der physikalischen Realität gefunden wurden, die diesen Modellen entsprachen. Die Herleitung mathematischer Aussagen aus Axiomen ist logisch objektiv. Die Axiome selbst sind jeweils nicht hinterfragbar, wenn sie auch in sich logisch widerspruchsfrei sein müssen. Ich formuliere es mal andersrum: Wenn das Universum eine seltsame Maschine wäre, die in sich logisch widerspruchsfreie Aussagensysteme zu realen Objekten werden lässt, dann wäre es verständlich und auch ganz objetkiv, dass zu jeder mathematischen Theorie irgendwann Objekte gefunden werden, die dazu passen. Das ist etwas völlig anderes als dieser Planet "Solaris" aus dem gleichnamigen ScienceFiction-Meisterwerk, der direkt menschliche Gedanken materialisiert.

Es ist jedenfalls für mich das in sich konsistenteste Bild vom Universum als solchem, das ohne einen Schöpfer im religiösen Sinn auskommt. Dinge wie Raum, Teilchen, Energie, Strahlung usw. ... wenn man die ursprüngliche Herkunft dieser Objekte nicht metaphysisch aber auch wiederum nicht einfach aus anderen materiellen Objekten erklären will ... bleibt doch eigentlich nur, sie aus einer Materialisierung abstrakter immaterieller Logik zu erklären.
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Re: Frage zur Existenz: Gibt es ein Ende?

Beitragvon Cat with a whip » Mi 29. Jul 2015, 23:41

Jekyll&Hyde » Mi 10. Jun 2015, 14:34 hat geschrieben:
Also ernsthaft: Gibt es ein Ende? Was passiert dann mit unserer Welt? Wohin "verschwindet" der ganze Krempel?


Diese Frage nach dem möglichen oder unmöglichen Ende der Dinge und von Raum und Zeit ist eine Frage der Kosmologie.
Der derzeitige Wissensstand lässt eine abschliessende Beantwortung dieser Frage nicht zu, da man zu wenig über die dunkle Energie und dunke Materie und ihr Verhalten in der Zukunft weiß. Keine befriedigende Antwort aber alles andere wäre falsch und unseriös.
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Re: Frage zur Existenz: Gibt es ein Ende?

Beitragvon Progressiver » So 20. Sep 2015, 21:49

Cat with a whip » Do 30. Jul 2015, 00:41 hat geschrieben:
Diese Frage nach dem möglichen oder unmöglichen Ende der Dinge und von Raum und Zeit ist eine Frage der Kosmologie.
Der derzeitige Wissensstand lässt eine abschliessende Beantwortung dieser Frage nicht zu, da man zu wenig über die dunkle Energie und dunke Materie und ihr Verhalten in der Zukunft weiß. Keine befriedigende Antwort aber alles andere wäre falsch und unseriös.


Kam da nicht diese oder letzte Woche etwas zu dem Thema "dunkle Energie und dunkle Materie" in ZDFinfo? Wenn ich mich recht erinnere, war die Aussage einer Sendung, die im Spätprogramm lief und von der Geschichte des Universums handelte: Die dunkle Materie sorgt dafür, dass das Universum sich nicht allzu sehr ausdehnt. Sterne und Planeten innerhalb von Galaxien bleiben demnach zusammen, anstatt sich in alle Richtungen zu verteilen. Auch verschiedene Galaxien können sich demnach anziehen und in großem Stil kollidieren. Die dunkle Energie dagegen sorgt dafür, dass sich das Universum immer mehr ausdehnt. Da die letztgenannte dunkle Energie aber etwas größer ist, werden sich die verschiedenen Galaxien irgendwann derart weit voneinander entfernen, dass das Universum langsam, aber sicher quasi zerreißt.

Ich nehme an, auch die Zeit als vierte Dimension wird sich demnach immer mehr verlangsamen, bis sie irgendwann still steht. Dies wird dann das Ende sein.

Das Ende unseres Heimatplaneten wird dagegen schon viel früher kommen. Wenn unsere Sonne vollends zu einem sogenannten Roten Riesen mutiert, dann wird sie auch die Erde schlucken, bevor sie zu einem kleinen weißen Zwerg wird. Und schon kurz danach wird der Andromedanebel -das ist die uns nächstgelegene Galaxie- mit der unsrigen Galaxie kollidieren. Und bestünde die Welt als Planet dann noch, dann gäbe es nur zwei Möglichkeiten: Entweder die Erde würde in die Tiefen des Alls geschleudert. Oder aber sie würde in die Mitte der neuen Galaxie gezogen. Auch diese beiden Varianten wären unweigerlich das Ende der Erde.

Da aber die Sonne in den nächsten paar hundert Millionen Jahren immer heißer wird, können wir davon ausgehen, dass sämtliches Leben unseres Planeten irgendwann gegrillt wird. Auch das kann man als Ende bezeichnen.
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Re: Frage zur Existenz: Gibt es ein Ende?

Beitragvon Agesilaos Megas » Mo 21. Sep 2015, 00:48

Flat » Do 16. Jul 2015, 07:27 hat geschrieben:Moin,

die Antwort auf Deine Frage ist: 42


Da die Wissenschaft das nicht beantworten kann und Du religiöse Antworten ausschließt, wirst Du Dich wohl mit 42 als Antwort abfinden müssen.


Meine persönliche Antwoort ist religiös: Ja, es gibt ein Leben nach dem Tod bei Gott.




Brauchen wir überhaupt eine Antwort? Und warum müssen gerade Wissenschaft und Religion das für uns beantworten?

Es gab mal eine Studie, in welcher Sterbende befragt wurden, was sie bereuten:

Zu wenig Individualismus, zuviel gearbeitet, Gefühlskälte, Verlust von Freunden, zu wenig Glücklichsein.

Wir werden nie wissen, ob die Existenz limitiert ist. Und darüber streiten wir sogar, während wir leben. Andere wollen uns kontrollieren: Die einen sagen, man müsse dies und jenes tun, sonst komme man nicht in den Himmel/Djanna, die anderen sagen, dass alles nur materialistisch und organisch sei und man sich deshalb als Primitivling entpuppe, wenn man nach dem "meta" suche. Ob es nicht schöner wäre, einfach das Leben zu genießen?
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Re: Frage zur Existenz: Gibt es ein Ende?

Beitragvon Krüger » Mo 30. Nov 2015, 15:32

Agesilaos Megas » Mo 21. Sep 2015, 00:48 hat geschrieben:Brauchen wir überhaupt eine Antwort? Und warum müssen gerade Wissenschaft und Religion das für uns beantworten?

Die Ursprüngliche Frage war die nach einem Ende. Und diese Frage sollte man schon beantworten. Weil jede Antwort bringt uns weiter weg von den Dogmen religiöser Gruppen.
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Re: Frage zur Existenz: Gibt es ein Ende?

Beitragvon Fuerst_48 » So 27. Dez 2015, 13:03

Flat » Do 16. Jul 2015, 07:27 hat geschrieben:Moin,

die Antwort auf Deine Frage ist: 42


Da die Wissenschaft das nicht beantworten kann und Du religiöse Antworten ausschließt, wirst Du Dich wohl mit 42 als Antwort abfinden müssen.


Meine persönliche Antwoort ist religiös: Ja, es gibt ein Leben nach dem Tod bei Gott.

Jedem das Seine. In der Glaubensdimension hört die Beweiskraft zumeist auf...
SIRENE

Re: Frage zur Existenz: Gibt es ein Ende?

Beitragvon SIRENE » Di 19. Jan 2016, 13:46

Agesilaos Megas hat geschrieben:(21 Sep 2015, 01:48)

Brauchen wir überhaupt eine Antwort? Und warum müssen gerade Wissenschaft und Religion das für uns beantworten?

Es gab mal eine Studie, in welcher Sterbende befragt wurden, was sie bereuten:

Zu wenig Individualismus, zuviel gearbeitet, Gefühlskälte, Verlust von Freunden, zu wenig Glücklichsein.

Wir werden nie wissen, ob die Existenz limitiert ist. Und darüber streiten wir sogar, während wir leben. Andere wollen uns kontrollieren: Die einen sagen, man müsse dies und jenes tun, sonst komme man nicht in den Himmel/Djanna, die anderen sagen, dass alles nur materialistisch und organisch sei und man sich deshalb als Primitivling entpuppe, wenn man nach dem "meta" suche. Ob es nicht schöner wäre, einfach das Leben zu genießen?

Aber ja, Du sehr erheiternder Mensch! Warum fallen wir nicht einfach übereinander her und machen uns schöne Gefühle?

Stelle dir vor, ich weiß sogar die Antwort auf diese lustige Frage. Aber weil sie kaum jemand interessiert, lasse ich sie nur noch heraus, wenn mich jemand darum bittet und das wahre Zauberwort der Welt kennt ...
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Re: Frage zur Existenz: Gibt es ein Ende?

Beitragvon Fuerst_48 » Di 19. Jan 2016, 15:30

Agesilaos Megas hat geschrieben:(21 Sep 2015, 01:48)

Brauchen wir überhaupt eine Antwort? Und warum müssen gerade Wissenschaft und Religion das für uns beantworten?

Es gab mal eine Studie, in welcher Sterbende befragt wurden, was sie bereuten:

Zu wenig Individualismus, zuviel gearbeitet, Gefühlskälte, Verlust von Freunden, zu wenig Glücklichsein.

Wir werden nie wissen, ob die Existenz limitiert ist. Und darüber streiten wir sogar, während wir leben. Andere wollen uns kontrollieren: Die einen sagen, man müsse dies und jenes tun, sonst komme man nicht in den Himmel/Djanna, die anderen sagen, dass alles nur materialistisch und organisch sei und man sich deshalb als Primitivling entpuppe, wenn man nach dem "meta" suche. Ob es nicht schöner wäre, einfach das Leben zu genießen?

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Re: Frage zur Existenz: Gibt es ein Ende?

Beitragvon Agesilaos Megas » Di 19. Jan 2016, 15:33

SIRENE hat geschrieben:(19 Jan 2016, 13:46)

Aber ja, Du sehr erheiternder Mensch! Warum fallen wir nicht einfach übereinander her und machen uns schöne Gefühle?

Stelle dir vor, ich weiß sogar die Antwort auf diese lustige Frage. Aber weil sie kaum jemand interessiert, lasse ich sie nur noch heraus, wenn mich jemand darum bittet und das wahre Zauberwort der Welt kennt ...


Mh, Du bist ja sehr bescheiden. Da maße ich mir einmal an, Dir die beste Antwort auf alle Fragen zuzutrauen: "Sirene weiß alles."
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Re: Frage zur Existenz: Gibt es ein Ende?

Beitragvon Agesilaos Megas » Di 19. Jan 2016, 15:35

Fuerst_48 hat geschrieben:(19 Jan 2016, 15:30)

Leben geniessen ist immer Basisebene. Da benötigt man keine Meta-Ebene.


Diese Basis kann aber durchaus von der Frage abhängig sein, wie man das Ende für sich interpretiert (Djana, Paradies, Nichts, usw.).
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Re: Frage zur Existenz: Gibt es ein Ende?

Beitragvon Agesilaos Megas » Di 19. Jan 2016, 15:39

Krüger hat geschrieben:(30 Nov 2015, 15:32)

Die Ursprüngliche Frage war die nach einem Ende. Und diese Frage sollte man schon beantworten. Weil jede Antwort bringt uns weiter weg von den Dogmen religiöser Gruppen.



Ich hänge keinem rel. Dogma an noch muss ich eine Frage beantworten, die ich methodisch kritisiere.

Kritik an rel. Dogmen sind m.E. woanders zu suchen. Die philologische Arbeit hat z.B. mehr kritische Fragen aufgeworfen als die ewigen Diskurse über das Indizienlose und Unvorstellbare. Eine simple Bibel-Redaktion wirft vielmehr an Fragen auf als dieser schnöde Strang. :)
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