Frage zur Existenz: Gibt es ein Ende?

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Re: Frage zur Existenz: Gibt es ein Ende?

Beitragvon Jekyll&Hyde » Mi 10. Jun 2015, 22:13

Perdedor » Mi 10. Jun 2015, 21:10 hat geschrieben:Es wäre hilfreich, wenn du deine Begriffe mal klar definierst.

Wozu? Du hast mich doch verstanden. Hawking untersagt die Frage nach dem Davor. Verdeutlicht hat er das mit "nördlich vom Nordpol", so, als sei sein Anfang ein Ort (Pol), von dem es nich weiter zurück geht. Ein Dogma. Das beschreibt Zeit aber nicht zwangsläufig. An anderer Stelle relativiert er die Aussage dann auch wieder und sagt nur, dass die Frage nach dem Davor nicht relevant ist.

Da könnte er auch sagen, dass es irrelevant ist, über die Zeit nachzudenken, die vor seiner eigenen Geburt gewesen ist, weil Zeit für ihn erst da relevant geworden ist. Ich sehe da jemanden, der sein persönliches Schicksal auf das Sein insgesamt projiziert. Zeit muss für ihn einen Anfang und ein Ende haben. Das postuliert er zunächst als Dogma, welches er dann aber doch relativiert. Da ist er schwammig.
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Re: Frage zur Existenz: Gibt es ein Ende?

Beitragvon Perdedor » Do 11. Jun 2015, 17:41

Jekyll&Hyde hat geschrieben:Hawking untersagt die Frage nach dem Davor.


Er untersagt nichts, sondern macht eine logisch korrekte Aussage.
Oder findest du auch, dass Adam Riese dir "untersagt" 1+1=3 zu rechnen? "Untersagt" Newton der Erde ihre Umlaufbahn um die Sonne zu verlassen?`Nein. Es handelt sich um wissenschaftliche Aussagen.

Jekyll&Hyde hat geschrieben:Verdeutlicht hat er das mit "nördlich vom Nordpol", so, als sei sein Anfang ein Ort (Pol), von dem es nich weiter zurück geht. Ein Dogma.


Kein Dogma, sondern eine wissenschaftliche Hypothese. Die zugrundeliegende Physik lässt sich in Experimenten überprüfen.

Jekyll&Hyde hat geschrieben:Das beschreibt Zeit aber nicht zwangsläufig.


Richtig. Nicht zwangsläufig. Es ist eine Hypothese. Noch weiß man nicht, ob sie richtig ist. Das werden zukünftige Physikergenerationen festellen.

Jekyll&Hyde hat geschrieben:Ich sehe da jemanden, der sein persönliches Schicksal auf das Sein insgesamt projiziert.


Das siehst du falsch. Es ist ist ein grundsätzliches Konzept der Wissenschaften Hypothesen aufzustellen.
Hawkings Hypothese ist gut, da sie logisch konsistent ist und bekannten Exprimenten nicht widerspricht.
Ob wie korrekt ist, werden weitere Exprimente zeigen, wie bei allen wissenschaftlichen Hypothesen.
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Re: Frage zur Existenz: Gibt es ein Ende?

Beitragvon Jekyll&Hyde » Do 11. Jun 2015, 18:46

Perdedor » Do 11. Jun 2015, 17:41 hat geschrieben:Vollzitat

Es ist Hawkings Hypothese. Und sein Dogma lautet: Zeit kann stillstehen. Auf diesem Denkansatz basiert seine Hypothese. Das ist sein Dogma. Und du kannst nicht einerseits sagen, dass es bewiesen ist und andererseits noch eine Hypothese. Das widerspricht sich.

Bewiesen ist nicht einmal, dass Zeit relativ ist. Das behaupten viele. Doch existiert Zeit nicht. Sie ist ein Werkzeug zur Beschreibung. So, wie eine Tafel oder ein Tisch, auf den man Dinge malt/stellt, über die man reden will. Sie ist nicht Teil der Beschreibung. Eben nur dann, wenn man Abläufe beschreibt. Und das ist unmöglich, wenn Zeit stillsteht.

Bewiesen ist aber sicher nicht, dass Zeit stillstehen kann. Und mal gar nicht experimentell. Also behaupte es nicht. Es ist eine reine, auf Annahmen basierende Theorie. Obendrein eine, die ein Dogma enthält, dass Hawking selbst relativiert - relativieren muss - weil es einen Widerspruch enthält.

Perdedor » Do 11. Jun 2015, 17:41 hat geschrieben:Das siehst du falsch.


Nein, das sehe ich völlig richtig. Hawking klammert sich an einen Anfang und ein Ende. Und um der Frage nach dem ersten Anfang auszuweichen, unterstellt er, dass dieser mit der stillstehenden Zeit irrelevant wird. Ich nenne das Mumpitz. Und ich glaube, er weiß das selbst. Brauchte er vielleicht nur Geld und musste schnell was Neues für ein Buch zusammenschustern?
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Re: Frage zur Existenz: Gibt es ein Ende?

Beitragvon Perdedor » Do 11. Jun 2015, 19:47

Jekyll&Hyde hat geschrieben:Und sein Dogma lautet: Zeit kann stillstehen.


Es scheint, dass du das Wort "Dogma" nicht mit der üblichen Bedeutung verwendest.
"Unter einem Dogma (altgr. δόγμα, dógma, „Meinung, Lehrsatz; Beschluss, Verordnung“[1]) versteht man eine feststehende Definition oder eine grundlegende, normative (Lehr-)Meinung, deren Wahrheitsanspruch als unumstößlich festgestellt wird."
http://de.wikipedia.org/wiki/Dogma

Die Aussage, dass die Zeit stillstehen kann, ist nicht unumstößlich.
Sie ist zwar logisch konsistent vereinbar mit den zugrundeliegenden physikalischen Theorien (sonst könnte die Hypothese direkt verworfen werden), kann aber durch Experimente widerlegt werden.
Folglich kann sie kein Domga im oben zitierten Sinne sein.

Jekyll&Hyde hat geschrieben:Und du kannst nicht einerseits sagen, dass es bewiesen ist und andererseits noch eine Hypothese.


Weder Hawking, nocoh ich sagen, dass es bewiesen ist.
Bewiesen ist lediglich, dass sie, wie oben gesagt, logisch konistent ist.
Ob es in der Realität zutrifft, muss sich noch zeigen.

Jekyll&Hyde hat geschrieben:Bewiesen ist nicht einmal, dass Zeit relativ ist.


Eine naturwissenschaftliche Theorie kann nie im mathematischen Sinne bewiesen werden. Auch Newtons Graviationsgesetz ist nicht bewiesen. Das versteht sich von selbst.
Aber selbstverständich ist die spezielle Relativitätstheorie sehr gut belegt.

Jekyll&Hyde hat geschrieben:Bewiesen ist aber sicher nicht, dass Zeit stillstehen kann.


Dass es mathematisch/logisch möglich ist, ist durchaus bewiesen. Gerade das war ja Hawkings (und Hartles) Beitrag.
Aber natürlich ist nicht bewiesen, dass diese Theorie auch die Realität beschreibt. Das ist aber, wie gesagt, sowieso nie möglich. Sie kann aber falsifiziert werden.

Jekyll&Hyde hat geschrieben:Es ist eine reine, auf Annahmen basierende Theorie.


ALLE Theorien basieren auf Annahmen.
Ihre Konsequenzen müssen dann experimentell überprüft werden.
Das sind grundsätzliche Prinzipien der Naturwissenschaft. Hawking tut hier nichts besonderes.

Jekyll&Hyde hat geschrieben:Und um der Frage nach dem ersten Anfang auszuweichen, unterstellt er, dass dieser mit der stillstehenden Zeit irrelevant wird.


Das unterstellt er nicht. Das ist einfach eine korrekte Aussage.
Dass seine Hypothese unumstößlich (also ein Dogma) wäre, verneint er aber explizit.
"[...] it is a hypothesis. One has to test it, by comparing the state of the universe that it would predict, with observations of what the universe is actually like. If the observations disagreed with the predictions of the no boundary hypothesis, we would have to conclude the hypothesis was false."
http://www.hawking.org.uk/the-beginning-of-time.html
Eigentlich hätte er es gar nicht sagen müssen, denn jeder, der sich mit Wissenschaft auskennt, weiß was eine Hypothese ist.

Deine Vorwürfe sind also haltlos.
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Re: Frage zur Existenz: Gibt es ein Ende?

Beitragvon Jekyll&Hyde » Do 11. Jun 2015, 20:22

Perdedor » Do 11. Jun 2015, 19:47 hat geschrieben:Es scheint, dass du das Wort "Dogma" nicht mit der üblichen Bedeutung verwendest.

Der Schein trügt manchmal. So wie du. Du vermengst hier Hawkings Hypothese mit eigenen Ansichten.

Du machst dir hier zunutze, dass ich Hawkings Buch nicht gelesen habe. Hast du vermutlich auch nicht. Darum kannst du hier eigene Ansichten einstreuen und jede Kritik daran auf Hawking abwälzen. Da ohnehin nichts bewiesen werden kann und alles Theorie ist, kannst du alles mögliche unterstellen. Und für so eine Debatte gebe ich mich nicht her.

Perdedor » Mi 10. Jun 2015, 16:57 hat geschrieben:Ein wichtiger Ansatzpunkt ist der zweite Hauptsatz der Thermodynamik. Nach diesem nimmt die Entropie in abgeschlossenen Systemen (welches das Universum möglicherweise ist) immer zu, bis sie den Maximalwert (thermodynamisches Equilibrium oder "Wärmetod") erreicht hat. Ab diesem Punkt finden keine makroskopischen Prozesse mehr statt, da sämtliche freie Energie aufgebraucht ist. Das wäre gewissermaßen das Ende aller Ereignisse. "Danach passiert nichts mehr."

Die Raumzeit an sich könnte sich allerdings weiter ausdehnen. Aktuell scheint dies das wahrscheinlichste Szenario. Ein anderes Szenrio wäre eine auf die Expansion folgende Kontraktion zurück zu einer Singularität. Hawking hat gezeigt, dass prinzipiell ein Anfang und Ende der Zeit möglich sind. Die Frage nach einer Entstehung stellt sich dann nicht, da es kein "Vorgänger-Universum" gab in dem das unsere entstehen konnte. Es existiert vom Anfang bis zum Ende der Zeit, also "schon immer", was aber nicht gleichbedeutend mit unendlich lange ist.
Siehe auch:
http://en.wikipedia.org/wiki/Ultimate_f ... e_universe



Und da zeigt sich dann auch, dass du mehrere Modelle vertrittst.

Perdedor » Mi 10. Jun 2015, 16:57 hat geschrieben:Ein wichtiger Ansatzpunkt...

Ein anderes Szenrio...


Das ist nichts, worüber ich reden möchte. Wenn du über ein Weltbild reden willst, dann dein eigenes. Und wenn du keines hast, verarsche jemanden anderen.
Zuletzt geändert von Jekyll&Hyde am Do 11. Jun 2015, 20:28, insgesamt 4-mal geändert.
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Re: Frage zur Existenz: Gibt es ein Ende?

Beitragvon Perdedor » Do 11. Jun 2015, 21:04

Jekyll&Hyde hat geschrieben:Du vermengst hier Hawkings Hypothese mit eigenen Ansichten.


Eigentlich ging es es bisher nur um Basiswissen in Erkenntnistheorie.
Hawkings Hypothesen haben wir ja gar nicht im Detail behandelt. Nur einige Grundaussagen, die er allerding 1:1 so getätigt hat (Nordpol Beispiel, Anfang der Zeit).

Jekyll&Hyde hat geschrieben:Du machst dir hier zunutze, dass ich Hawkings Buch nicht gelesen habe.


Du könnstest dir den von mir oben verlinkten Vortrag von Hawking durchlesen. Das würde für unsere Zwecke schon reichen.

Jekyll&Hyde hat geschrieben:Und da zeigt sich dann auch, dass du mehrere Modelle vertrittst.


Ich wollte hier eigentlich nichts vertreten, sondern nur deiner Aussage entgegentreten, Hawking würde Dogmen vertreten.
Welche Hypothese zum Anfang des Universums korrekt ist, weiß ich natürlich nicht. Aber ich weiß, dass man Hawkings Vorschlag nicht einfach beiseite wischen kann.

Jekyll&Hyde hat geschrieben:Das ist nichts, worüber ich reden möchte. Wenn du über ein Weltbild reden willst, dann dein eigenes.


Was ich nicht weiß, weiß ich nicht.
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Re: Frage zur Existenz: Gibt es ein Ende?

Beitragvon Jekyll&Hyde » Do 11. Jun 2015, 21:22

Perdedor » Do 11. Jun 2015, 21:04 hat geschrieben:Eigentlich ging es es bisher nur um Basiswissen in Erkenntnistheorie.

Dir geht es darum. Aber das ist mein Thema. Ich habe vorgegeben, worum es geht. Mir geht es um Weltbilder und die Frage nach einem Ende. Und dazu hast du außer Schlaumeiereien über Wissenschaftstheorien nichts anderes beizutragen, als dass alles unbewiesene Theorie und damit Hypothese ist. Was für eine neue Erkenntnis!

An dieser Erkenntnis kannst du ja gern noch auf Entdeckungsreise gehen. Viel gibt es da aber nicht zu entdecken. Außer, dass man damit Leute vortrefflich von einem Thema ablenken kann.

Perdedor » Do 11. Jun 2015, 21:04 hat geschrieben:Hawkings Hypothesen haben wir ja gar nicht im Detail behandelt. Nur einige Grundaussagen,...

Mein Thema, meine Ansage. Wenn du über Wissenschaftstheorie oder Hypothesen von Hawking reden willst, ruf die Auskunft an und lasse dich mit ihm verbinden. Hier geht es um die Frage nach der Existenz und ob es ein Ende gibt. Darüber willst du nicht reden? Kein Problem: Tschüß!

Perdedor » Do 11. Jun 2015, 21:04 hat geschrieben:Ich wollte hier eigentlich nichts vertreten, sondern nur deiner Aussage entgegentreten, Hawking würde Dogmen vertreten.

Verstehe. Das ist meine Aussage. Ich stehe dazu. Kannst dich ja fremdschämen. ;)

Perdedor » Do 11. Jun 2015, 21:04 hat geschrieben:Was ich nicht weiß, weiß ich nicht.

Und da du nichts weißt, wirst du nicht wissen, dass Hawking in seine Hypothese ein Dogma integriert hat. ;)

Perdedor » Do 11. Jun 2015, 21:04 hat geschrieben:Es nutzt nichts die Lücken mit irgendwelchen Weltbildern zu füllen.

Da bin ich anderer Ansicht. Aber auch das ist hier nicht Thema. Wenn du hingegen Weltbilder ablehnst, weil du Wissenslücken damit nicht füllen willst, wirst du keines haben. Auch dann hast du keine Diskussionsgrundlage beizutragen. Ciao!
Zuletzt geändert von Jekyll&Hyde am Do 11. Jun 2015, 21:24, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Frage zur Existenz: Gibt es ein Ende?

Beitragvon Perdedor » Do 11. Jun 2015, 21:39

Jekyll&Hyde hat geschrieben:Und dazu hast du außer Schlaumeiereien über Wissenschaftstheorien nichts anderes beizutragen, als dass alles unbewiesene Theorie und damit Hypothese ist.


Und doch ist es alles, was wir haben.
Sonst bleibt nur leeres Gerede. Das interessiert mich wiederum nicht.

Jekyll&Hyde hat geschrieben:Mein Thema, meine Ansage. Wenn du über Wissenschaftstheorie oder Hypothesen von Hawking reden willst


Hawkings Hypothese ist sehr relevant in diesem Zusammenhang.
Und wenn du irgendetwas Substantielles zum Strangthema lernen oder mitteilen willst, solltest du dich damit auseinandersetzen.
Wenn dich eine der der wenigen substantiellen Hypothesen zum Anfang (und zum Ende) nicht interessiert, darfst du hier natürlich auch gerne über imaginäre Ponies diskutieren. ;)

Jekyll&Hyde hat geschrieben:Und da du nichts weißt, wirst du nicht wissen, dass Hawking in seine Hypothese ein Dogma integriert hat.


Nun, hier weiß ich, dass du unrecht hast. Aber du willst Hawking ja gar nicht lesen.
So wird der Strang natürich nirgendwo hinführen außer bedeutungslose Wortjongliererei.
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Re: Frage zur Existenz: Gibt es ein Ende?

Beitragvon Jekyll&Hyde » Do 11. Jun 2015, 21:48

Perdedor » Do 11. Jun 2015, 21:39 hat geschrieben:Nun, hier weiß ich, dass du unrecht hast.

Die Meinung darfst du haben. Wenn du meinem Beitrag sonst nicht widersprechen kannst, bedanke ich mich für deine Zustimmung dazu, dass du hier falsch bist.

Und nun verzieh' dich mit deiner Wissenschaftstheorie in den Wissenschaftsbereich, du weltbildloser Spammer. :cool:

Perdedor » Do 11. Jun 2015, 21:39 hat geschrieben:Und doch ist es alles, was wir haben.

Falsch! Du hast nichts anderes. Ich habe ein Weltbild auf Basis einer eigenen Hypothese. Und darüber würde ich gern reden. Aber nicht mit dir. ;)
Zuletzt geändert von Jekyll&Hyde am Do 11. Jun 2015, 21:53, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Frage zur Existenz: Gibt es ein Ende?

Beitragvon Perdedor » Do 11. Jun 2015, 21:59

Jekyll&Hyde hat geschrieben:Und nun verzieh' dich mit deiner Wissenschaftstheorie in den Wissenschaftsbereich, du weltbildloser Spammer.


Du hättest den Strang dann wohl besser
"Stammtisch zur Diskussion weltbildlicher Implikationen von Dingsbums" genannt.
Aber ich hätte in der Tat an der Forenplatzierung erkennen können, dass es hier nicht um Erkenntnisgewinn geht.
Viel Spaß beim "philosophieren über Weltbilder".
Wenn es dich irgendwann mal interessieren solltem wie es wirklich ist, kannst du ja einen Strang im Wissenschaftsbereich erföffnen.
Zuletzt geändert von Perdedor am Do 11. Jun 2015, 22:00, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Frage zur Existenz: Gibt es ein Ende?

Beitragvon Provokateur » Do 11. Jun 2015, 22:07

Sehen wir es so:
Wenn es ein Ende gibt, wird sich hinterher keiner beschweren.
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Re: Frage zur Existenz: Gibt es ein Ende?

Beitragvon Perdedor » Do 11. Jun 2015, 22:09

Provokateur » Do 11. Jun 2015, 22:07 hat geschrieben:Sehen wir es so:
Wenn es ein Ende gibt, wird sich hinterher keiner beschweren.


Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei.
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Re: Frage zur Existenz: Gibt es ein Ende?

Beitragvon Provokateur » Do 11. Jun 2015, 22:10

Stimmt auch wieder.
Laut Multiversumstheorie könnte es die tatsächlich geben, und die könnten sich sogar parallel ereignen, man muss nur sehen, in welchem Universum man steckt, wenn es geschieht.
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Re: Frage zur Existenz: Gibt es ein Ende?

Beitragvon Jekyll&Hyde » Do 11. Jun 2015, 22:19

Perdedor » Do 11. Jun 2015, 21:59 hat geschrieben:Wenn es dich irgendwann mal interessieren solltem wie es wirklich ist...

...werde ich sicher nicht dich fragen.
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Re: Frage zur Existenz: Gibt es ein Ende?

Beitragvon Jekyll&Hyde » Do 11. Jun 2015, 22:22

Provokateur » Do 11. Jun 2015, 22:07 hat geschrieben:Sehen wir es so:
Wenn es ein Ende gibt, wird sich hinterher keiner beschweren.

Sowieso. Aber wenn man es wüsste, könnte man darüber zumindest vorher klagen oder jubilieren... je nachdem.
Zuletzt geändert von Jekyll&Hyde am Do 11. Jun 2015, 22:22, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Frage zur Existenz: Gibt es ein Ende?

Beitragvon firlefanz11 » Fr 12. Jun 2015, 15:39

Wozu sollen Antworten gut sein?

Was könnte man damit anfangen,
wenn jemand zutreffende Antworten liefert?

Da kannste genausogut fragen was uns Antworten zu IRGENDWELCHEN Fragen bringen... :rolleyes:
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Re: Frage zur Existenz: Gibt es ein Ende?

Beitragvon Agba2001 » Mi 15. Jul 2015, 05:53

Dies ist der letzte Post innerhalb dieses Themas und damit das Ende... O.o ... o.O
Ich habe in diesem Leben erkannt, dass wer sich in Sarkasmus, Ironie und destruktiver Kritik übt, meist insgeheim beipflichtet... ;)
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Re: Frage zur Existenz: Gibt es ein Ende?

Beitragvon BingoBurner » Mi 15. Jul 2015, 07:16

Jekyll&Hyde » Mi 10. Jun 2015, 14:34 hat geschrieben:Alle denken immer über einen Anfang nach. Sie sind auf der Suche nach einem Grund/Erklärung für unsere Existenz. Sekten sehen die Ursache in einem Schöpfer, während andere eine natürliche Ursache für die Existenz voraussetzen. Manche lehnen die Vorstellung sogar ab, nach der es einen Anfang gegeben haben muss. Wieder andere haben keine Meinung oder Vorstellung dazu.

Es geht also grundsätzlich um die Klärung der Frage: Warum existieren wir?

Diese Frage stelle ich mir auch. Aber weil wir (noch?) nicht rückwärts durch die Zeit reisen können, bleibt uns der Weg an einen Anfang verschlossen. Und jemanden fragen, der die Antwort kennt, geht auch nicht. Der müsste dann ja Teil des Nichts sein, das noch nicht hervorbrachte, was man fragen könnte. Diesen Irrglauben vertreten ja Sekten, wenn sie Götter als Wesen darstellen, die nicht zu unserer Welt gehören. Eine absolut unsinnige und unmögliche Vorstellung, die man als Selbstbetrug bezeichnen muss. Diese Antwort ist von Vornherein auszuschließen.

Gleichwohl steht die Frage im Raum. Und wenn ich in einer Frage nicht weiterkomme, verändere ich gern meine Position dazu. Das hat mich schon öfter weiter gebracht. Wie kann ich meine Position zu dieser Fragestellung verändern? Über das Aussschlussprinzip, kann man sich dieser Antwort nicht weiter nähern, weil ich die Antowrt (die es geben muss) nicht in der Vergangenheit ergründen kann. Also muss ich mich der Zukunft zuwenden. Hier würde die Frage sich zu "Gibt es ein Ende?" verändern.

Also gibt es ein Ende? Was meint ihr? Was einen Anfang hat, muss auch ein Ende haben. Wie soll der aussehen?

Die Religioten haben auch darauf eine Antwort. Die ist aber ebenso Selbstbetrug, wie alles an ihrem Unsinn. Das Ende stellt aus deren Sicht gar keines dar. Ihre Existenz wird nämlich nicht beendet. Fakealarm!

Also ernsthaft: Gibt es ein Ende? Was passiert dann mit unserer Welt? Wohin "verschwindet" der ganze Krempel?



Einstein soll man zu einen Journalisten gesagt haben, der die ZD nicht richtig verstand,
Zeit ist das was eine Uhr misst. Eine Abfolge.

Von diesen Bild ausgehend könnte man sich ein Zifferblatt vorstellen und 5 vor 12 als Anfang definieren und
5 nach 12 als Gegenwart. Doch das wäre aber letztlich beliebig , da der Zeiger sich im Kreis dreht und
und irgendwann wieder bei 5 vor 12 vorbei zieht, beginnt, endet je nachdem. Ich weiß nicht mehr woher ich diesen Gedanken habe allerdings
finde ich diesen bis heute faszinierend obwohl er wohl falsch ist nach den heutigen Erkenntnissen

Ende und Anfang wären also relativ je nachdem wie man das Zifferblatt betrachtet bzw. den Punkt Ende oder Anfang gibt es
so nicht. Ein Kreis.
Zuletzt geändert von BingoBurner am Mi 15. Jul 2015, 07:21, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Frage zur Existenz: Gibt es ein Ende?

Beitragvon Provokateur » Mi 15. Jul 2015, 08:30

Das ist aber unserer Darstellungsform von Zeit geschuldet. Die Uhr sagt nichts über die Zeit an sich aus. Würden wir die Zeit heute noch mit megapräzisen Sanduhren messen, wären wir natürlich davon überzeugt, dass es ein Ende gibt, weil oben ja irgendwann leer ist.
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Re: Frage zur Existenz: Gibt es ein Ende?

Beitragvon schokoschendrezki » Mi 15. Jul 2015, 08:32

@Jekyll&Hyde: Ich sehe es so: Du hast dich einigermaßen verrannt und wirst nun unsachlich und persönlich. Die Theorie Hawkings argumentiert nicht mit Dogmen sondern mit logischer Widerspruchsfreiheit und Übereinstimmung mit realen Beobachtungen.

Was an dem Nordpol-Vergleich vielleicht zu bemängeln ist: Er beschreibt eine (einfache) mathematische Singularität. Der Urknall ist aber (auch nach den kosmologischen Modellen, die von einem solchen Urknall ausgehen) zusätzlich auch eine physikalische Singularität. Mit Temperaturen, Energiedichten usw., bei denen alle vorhandenen Modelle nicht mehr anwendbar sind.

Der deutsche Pysiker Bojowald stellte durch Anwendung der Theorie der Schleifenquantengravitation ein kosmologisches Modell auf, bei dem sich zum Zeitpunkt des Urknalls das Universum gewissermaßen "umstülpte", indem sich Raum- und Zeitrichtungen invertierten. Eine solche Wiederumstülpung wäre natürlich auch nach dem Ende des jetzigen Universums denkbar.

In philosophischer Hinsicht sind natürlich vor allem die Gedanken in Heideggers "Sein und Zeit" in Bezug auf das Thema von Interesse. Der zentrale Gedanke, dass nämlich das Seiende aus seinem "einfach so sein" nicht im Mindesten zu verstehen ist, sondern grundsätzlich nur aus der Perspektive des Gewesenen, Gewordenen, und Werdendem ... würde in Hinsicht auf das gesamte Universum und die gesamte Zeit bedeuten, dass auch dieses nur unter Rücksichtnahme auf ein Gesamt-Vorher und Gesamt-Nachher verständlich ist. Das scheint mir aber philosophisch mehr oder weniger selbstverständlich und somit eher trivial zu sein. Klar würden wir den "Sinn der Welt" verstehen, wenn wir wüssten, was es mit dem "Vorher" und "Nachher" auf sich hat.
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