Haben Atheisten ein Wertesystem?

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Haben Atheisten ein Wertesystem?

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Nomen Nescio
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Re: Haben Atheisten ein Wertesystem?

Beitragvon Nomen Nescio » So 31. Jan 2016, 14:46

natürlich KÖNNEN atheisten ein wertesystem haben. genau wie christen es auch haben KÖNNEN.

das an- oder abwesend sein davon sagt nichts aus über das haben einer religion oder die »qualität« einer religion. ich kann zig politiker nennen, die n.m.m. bestimmt nicht das reich Gottes verdienen. auch wenn sie wöchentlich zur kirche gehen. sie erinnern mich an einem bibelwort über exzessiv zeigen wie (gut??)gläubig einer ist.

denn atheisten sind auch gläubig. sie glauben aber, daß es kein Gott gibt.
nathan über mich: »er ist der unlinkste Nicht-Rechte den ich je kennengelernt habe. Ein Phänomen!«
blues über mich: »du bist ein klassischer Liberaler und das ist auch gut so.«
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Fuerst_48
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Re: Haben Atheisten ein Wertesystem?

Beitragvon Fuerst_48 » So 31. Jan 2016, 15:00

Nomen Nescio hat geschrieben:(31 Jan 2016, 14:46)

natürlich KÖNNEN atheisten ein wertesystem haben. genau wie christen es auch haben KÖNNEN.

das an- oder abwesend sein davon sagt nichts aus über das haben einer religion oder die »qualität« einer religion. ich kann zig politiker nennen, die n.m.m. bestimmt nicht das reich Gottes verdienen. auch wenn sie wöchentlich zur kirche gehen. sie erinnern mich an einem bibelwort über exzessiv zeigen wie (gut??)gläubig einer ist.

denn atheisten sind auch gläubig. sie glauben aber, daß es kein Gott gibt.

Der Glaube ist nun inhaltsleer, was aber nicht bedeutet, dass Atheisten ein Vakuum statt eines Hirns haben müssen... :D :D
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Adlerauge
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Re: Haben Atheisten ein Wertesystem?

Beitragvon Adlerauge » So 31. Jan 2016, 15:39

Haben Atheisten ein Wertesystem?

Natürlich,oft ein besseres als die Anhänger eines Glaubens.

Denn,ein gutes Gewissen ist ein sanftes Ruhekissen.
Was manche Glaubensrichtungen vorschreiben hat mit gutem Gewissen und Werten nichts zu tun.
Recht muss Recht bleiben, dem Unrecht muss das Recht entzogen werden!
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Re: Haben Atheisten ein Wertesystem?

Beitragvon aleph » Mo 1. Feb 2016, 10:06

Die Frage ist durchaus berechtigt, wenn auch völlig falsch gestellt. Denn das Grundproblem geht etwas tiefer (darum heißt es auch so): Von seiner Entwicklungsgeschichte her tendiert ein Mensch grundsätzlich dazu, für sein eigenes Wohl zu sorgen. Werte dagegen sind oft Verhaltensweisen, die das Wohl des Ganzen oder das von anderen Menschen berücksichtigt. Dazu bedarf es Erziehung, Verhaltenssteuerung und manchmal auch Zwang. Selbstverständlich sind Religionen ein geeignetes Mittel, um Menschen dahin zu bringen, sich an Werten zu orientieren.

Das Problem ist aber Folgendes: Religion auch in ihrer besten Ausprägung baut auf eine Drohkulisse auf, die mit Betrug oder nicht überprüfbaren Aussagen gekoppelt ist. Wenn dieser Betrug auffliegt (und das tut er bei den meisten Menschen), dann ist hinterher nicht nur die Drohkulisse weg, auf der die Verhaltensänderung basiert, sondern es wird damit auch Lüge legitimiert und damit ein wichtiger Wert verletzt. Denn wenn eine Lüge gerechtfertigt war, um ein Kind zum Bravsein zu bringen, warum sollte Lüge dann nicht auch bei anderen nützlichen Zielen erlaubt sein? Das muss auch nicht bei Lüge so bleiben, auch die Tötung von Menschen könnte auf diese Art und Weise legitimiert werden. Zumal die meisten Religionen gegen das Wertesystem verstoßen, das man heute in Modernen Rechtsstaaten vertritt.
Auf dem Weg zum Abgrund kann eine Panne lebensrettend sein.
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Re: Haben Atheisten ein Wertesystem?

Beitragvon Keoma » Mo 1. Feb 2016, 10:39

Adlerauge hat geschrieben:(31 Jan 2016, 15:39)

Natürlich,oft ein besseres als die Anhänger eines Glaubens.

Denn,ein gutes Gewissen ist ein sanftes Ruhekissen.
Was manche Glaubensrichtungen vorschreiben hat mit gutem Gewissen und Werten nichts zu tun.


Gewissen wird auch als Angst davor, dass einer zuschaut, definiert.
"Wer schweigt, stimmt nicht immer zu. Er hat nur manchmal keine Lust mit Idioten zu diskutieren." -Albert Einstein
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Re: Haben Atheisten ein Wertesystem?

Beitragvon Kardux » Mo 1. Feb 2016, 22:02

Jeder Mensch besitzt ein Wertesystem, die Frage ist wie man dies umsetzt. Als Atheist kann ich nur sagen, ja, ich besitze ein Wertesystem und kann zum Glück ein Leben führen ohne mich in einem ständigen Widerspruch zu befinden.
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Re: Haben Atheisten ein Wertesystem?

Beitragvon Fuerst_48 » Di 2. Feb 2016, 09:29

Kardux hat geschrieben:(01 Feb 2016, 22:02)

Jeder Mensch besitzt ein Wertesystem, die Frage ist wie man dies umsetzt. Als Atheist kann ich nur sagen, ja, ich besitze ein Wertesystem und kann zum Glück ein Leben führen ohne mich in einem ständigen Widerspruch zu befinden.

Na, das ist mal eine erfreuliche Aussage! Gratuliere !! :thumbup: :thumbup:
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Re: Haben Atheisten ein Wertesystem?

Beitragvon King Kong 2006 » Mi 24. Feb 2016, 19:04

Ich gehe davon aus, daß jeder Mensch ein Wertesystem hat, wenn er nicht eine psychische Störung, wie Dissozialität vorzuweisen hat. Alleine die Tatsache in einer Gesellschaft - wie auch immer - sozialisiert worden zu sein und dieser zu leben, wird so etwas wie ein Wertesystem zur Entstehung gebracht haben.
Wenn man zuviel weiß, wird es immer schwieriger, einfache Entscheidungen zu treffen.
Wissen stellt eine Barriere dar, die einen daran hindert, etwas in Erfahrung zu bringen.
- Frank Herbert, Die Kinder des Wüstenplaneten
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Re: Haben Atheisten ein Wertesystem?

Beitragvon Alpha Centauri » Sa 15. Jul 2017, 22:45

Platon hat geschrieben:(13 Feb 2015, 22:43)

Hallo liebe Nutzerinnen und Nutzer

Von religiöser Seite wird den Atheisten gerne vorgeworfen völlig unmoralisch zu sein. Was hindert einen Atheisten daran eine Frau zu vergewaltigen, einen Mord zu begehen, zu stehlen, Kinder zu schlagen oder sonst irgendwas zu machen was in den monotheistischen Religionen von Gott verboten wurde? Nichts, sagt so mancher religiöse Mensch.

Darauf antwortet der Atheist üblicherweise mit Unverständnis. Ist es wirklich die Angst vor Gott bzw. der Hölle, die dich davon abhält eine Frau zu vergewaltigen oder deinen Nachbarn zu ermorden? Mag der Atheist dann erwidern, mit einer Mischung aus Ironie und Ängstlichkeit, denn das mag man glauben?
Ein Atheist weiß auch was richtig und was falsch ist und er ist in der Lage danach zu handeln und im Normalfall tut er es auch. Denn man kann eine Moral auch aus der Vernunft ableiten, es braucht keinen Gott um zu der Einsicht zu gelangen, dass seinen Nachbarn zu töten eine blöde Sache ist. Bei der Sache mit seines Nächsten Frau zu begehren, mag die Sache möglicherweise schon anders aussehen. Siehe Kants kategorischer Imperativ: "Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“ Aber was hindert einen Menschen daran gegen diesen Imperativ zu verstoßen? Müsste nicht jeder Einzelne diesen Imperativ philosophisch für richtig erkennen und müsste er sich natürlich auch daran halten? Wäre es aus Sicht des Einzelnen nicht genauso gut, wenn sich alle anderen daran halten nur man selbst nicht? Kann also solch eine vernunftgemäße Moral überhaupt funktionieren? Ohne gesellschaftliche Zwänge und Strafen, die dann nicht mehr Gott nach dem Tode sondern z.B. der Staat übernimmt?

Moralische Einstellungen mögen auch Produkte von Erziehung oder Lebenserfahrung sein. Die Mutter, die eine Predigt gehalten hat, als man im Supermarkt etwas mitgehen hat lassen. Man empfindet Reue und tut es nicht wieder, man weiß nun, im Supermarkt klauen ist falsch. Von Empathie, wenn man einmal einen Familienangehörigen verloren hat, will man nicht, dass andere dasselbe erleben. Wenn man einmal 100 Euro gestohlen bekommen hat oder das eigene Haus niedergebrannt ist, will man dies nicht anderen antun.

Jetzt mal ganz außen vor, dass natürlich Religiöse Menschen trotz Höllenfeuer auch nicht immer moralisch handeln und diese Haltung, dass Religiöse Moralisch sind eher theoretisch denn praktisch ist. Damit verbunden ist ja auch immer das Argument, dass Religionen gut für die Gesellschaft sind, weil sie die Menschen zum Guten, zum Moralischen anleiten erziehen.

Liebe Userinnen und User? Haben Atheisten ein Wertesystem? Oder können sie nicht am Ende machen was sie wollen, ohne dass in ihrer Weltsicht irgendwelche Konsequenzen zu fürchten sind?



Grundsätzliche haben moralische oder amoralische Grundeinstellungen nichts mit Religion oder Atheismus zu tun.

Ich kann an Gott glauben und trotzdem ein Massenmörder sein.

Hitler zum Beispiel würde ich auch nicht als lupenreinen Atheisten bezeichnen.

Die blutigen Kreuzzüge des Mittelalters, oder die heutige zahlreichen christliche oder muslimische Fanatiker auf der Welt.
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Re: Haben Atheisten ein Wertesystem?

Beitragvon Alpha Centauri » Sa 15. Jul 2017, 22:52

aleph hat geschrieben:(01 Feb 2016, 10:06)

Die Frage ist durchaus berechtigt, wenn auch völlig falsch gestellt. Denn das Grundproblem geht etwas tiefer (darum heißt es auch so): Von seiner Entwicklungsgeschichte her tendiert ein Mensch grundsätzlich dazu, für sein eigenes Wohl zu sorgen. Werte dagegen sind oft Verhaltensweisen, die das Wohl des Ganzen oder das von anderen Menschen berücksichtigt. Dazu bedarf es Erziehung, Verhaltenssteuerung und manchmal auch Zwang. Selbstverständlich sind Religionen ein geeignetes Mittel, um Menschen dahin zu bringen, sich an Werten zu orientieren.

Das Problem ist aber Folgendes: Religion auch in ihrer besten Ausprägung baut auf eine Drohkulisse auf, die mit Betrug oder nicht überprüfbaren Aussagen gekoppelt ist. Wenn dieser Betrug auffliegt (und das tut er bei den meisten Menschen), dann ist hinterher nicht nur die Drohkulisse weg, auf der die Verhaltensänderung basiert, sondern es wird damit auch Lüge legitimiert und damit ein wichtiger Wert verletzt. Denn wenn eine Lüge gerechtfertigt war, um ein Kind zum Bravsein zu bringen, warum sollte Lüge dann nicht auch bei anderen nützlichen Zielen erlaubt sein? Das muss auch nicht bei Lüge so bleiben, auch die Tötung von Menschen könnte auf diese Art und Weise legitimiert werden. Zumal die meisten Religionen gegen das Wertesystem verstoßen, das man heute in Modernen Rechtsstaaten vertritt.




Klar,die Religionen verstoßen doch selbst gegen Einen ihrer wichtigsten Grundsätze:.Du sollt nicht lügen. Dumm nur das Religionen selbst ja ein reines Lügenkonstrukt sind, dessen Wahrheit sich nicht beweisen lässt, Der Gläubige soll halt eben nur Glauben und nicht nach Wissen streben.
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Re: Haben Atheisten ein Wertesystem?

Beitragvon schokoschendrezki » So 16. Jul 2017, 05:00

Insbesondere in Australien und in Irland laufen zur Zeit Aufarbeitungen von Missbrauchsfällen innerhalb der Kirche von erheblichem Ausmaß. Religion ist offensichtlch auch jenseits von geschriebenen Regeln keine sichere Verhütungspille gegen Amoralität. Nicht anders verhält es sich mit staatlichen geschriebenen Gesetzen und Ordnungsregeln. Sie sind ebenso wie religiöse Texte irgendwas zwischen Drohkulisse und löchrigem Zaun oder heruntergelassener Schranke, deren Abschreckungswirkung der Mensch, das Inidviduum gegen seine amoralischen Antriebe und Belohnungsversprechungen rechnet und kalkuliert.
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Re: Haben Atheisten ein Wertesystem?

Beitragvon schokoschendrezki » So 16. Jul 2017, 05:09

Alpha Centauri hat geschrieben:(15 Jul 2017, 23:52)

Klar,die Religionen verstoßen doch selbst gegen Einen ihrer wichtigsten Grundsätze:.Du sollt nicht lügen. Dumm nur das Religionen selbst ja ein reines Lügenkonstrukt sind, dessen Wahrheit sich nicht beweisen lässt, Der Gläubige soll halt eben nur Glauben und nicht nach Wissen streben.

Das ist allerdings eine ziemlich infantile Sicht auf Religionen. Sie sind keineswegs einfach nur Konkurrenzinstitutionen zu den Wissenschaften, die mit vermeintlich besseren Welterklärungstheorien daherkommen. "Wissen" im aufklärerischen Sinn ist - im Gegensatz zu den Wissenschaften - überhaupt nicht das Ziel von Religionen. Weder lässt sich das aus religiösen Texten herleiten noch lässt es sich aus dem evolutionären Vorteil ableiten, den Religionen ohne Zweifel entwicklungsgeschichtlich bringen: Sonst wären sie nicht völlig unabhängig von Ethnie und Geographie überall auf der Erde in irgendeiner Form irgendwann entstanden.
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Re: Haben Atheisten ein Wertesystem?

Beitragvon Sole.survivor@web.de » So 16. Jul 2017, 06:34

Alpha Centauri hat geschrieben:(15 Jul 2017, 23:45)

Grundsätzliche haben moralische oder amoralische Grundeinstellungen nichts mit Religion oder Atheismus zu tun.

Ich kann an Gott glauben und trotzdem ein Massenmörder sein.

Oder deshalb
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Re: Haben Atheisten ein Wertesystem?

Beitragvon Ein Terraner » So 16. Jul 2017, 08:51

Alpha Centauri hat geschrieben:(15 Jul 2017, 23:45)

Hitler zum Beispiel würde ich auch nicht als lupenreinen Atheisten bezeichnen.


Der war ja auch ein lupenreiner Katholik. :)

EDIT:

Hitler war zeitlebens Katholik, es gab auch eine Rede wo er sich zum Christentum bekannt hat. http://www.wissenbloggt.de/?p=17414
Ebenso gibt es auch eine Verbindung zwischen seiner Einstellung zu Juden und seinem Glauben, laut seinen Worten handelt er im Sinne Gottes. http://glaube-ist-heilbar.blogspot.de/2 ... k.html?m=1
Auch der Vatikan hat sein Handeln unterstützt und hat am Ende dann ja auch die berühmte Fluchthilfe (Rattenlinien) geleistet. http://www.gegen-die-kirche.eu/gott-und ... Chrer.html
So wurde Hitler auch nie von der Kirche exkommuniziert. http://derstandard.at/1308679559454/Kir ... d-Katholik
Zuletzt geändert von Ein Terraner am So 16. Jul 2017, 09:13, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Haben Atheisten ein Wertesystem?

Beitragvon Alpha Centauri » So 16. Jul 2017, 09:12

schokoschendrezki hat geschrieben:(16 Jul 2017, 06:09)

Das ist allerdings eine ziemlich infantile Sicht auf Religionen. Sie sind keineswegs einfach nur Konkurrenzinstitutionen zu den Wissenschaften, die mit vermeintlich besseren Welterklärungstheorien daherkommen. "Wissen" im aufklärerischen Sinn ist - im Gegensatz zu den Wissenschaften - überhaupt nicht das Ziel von Religionen. Weder lässt sich das aus religiösen Texten herleiten noch lässt es sich aus dem evolutionären Vorteil ableiten, den Religionen ohne Zweifel entwicklungsgeschichtlich bringen: Sonst wären sie nicht völlig unabhängig von Ethnie und Geographie überall auf der Erde in irgendeiner Form irgendwann entstanden.




Evolutionärer Vorteil??? Klar Religionen gehören zum Wesen des Menschen, aber heute Schaden sie mehr weltweit da sie sich herrlich für politisch extremistische Ziele uns Vorstellungen instrumentalisieren lassen.

Und nicht mal zur Fragestellungen Religionen haben nur bedingt etwas mit Moral zu tun, man kann Gottgläubig und dennoch in moralischer Hinsicht ein großes Schwein sein , dazu bedarf nicht des Atheismus
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harry52
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Re: Haben Atheisten ein Wertesystem?

Beitragvon harry52 » So 16. Jul 2017, 09:14

bakunicus hat geschrieben:wenn man schon einen atheisten "ohne moral" sehen will, ...oder die neoliberalen apologeten unserer tage ......

Ich bin Atheist und "neoliberal" und ich sag Dir mal was:
Wer ist denn wirklich unmoralisch? Was ist mit antiliberalen Globalisierungsgegner, die sogar manchmal richtig aggressiv werden, wenn das böse Finanzju...tum, die bösen Neoliberalen und die bösen Konzerne in armen Ländern wie Rumänien, Tschechien, Polen, China... Fabriken bauen und Jobs schaffen?

Das ist doch in Wahrheit fremdenfeindlich, gar nicht links und unmoralisch.
Armen Ländern keine Chance zu geben, keinen Aufstieg zu gönnen und die "Jobs, Jobs, Jobs" hier im reichen Deutschland halten zu wollen, ist obendrein auch noch dumm. Die armen Länder Polen, Tschechien, China... sind mittlerweile gar nicht mehr so arm und es ist keineswegs nur so, dass die Jobs dahin abgeflossen sind.

Polen ist mittlerweile einer unserer wichtigsten Handelspartner
und die kaufen auch ganz viel bei uns, machen Urlaub bei uns und sind extrem wichtige Lieferanten für uns..... Trotz allem Negativem, was man auch über Polen sagen kann. Es war unterm Strich richtig gut, sie in der EU aufzunehmen und sie fair zu behandeln.

Darüber könnte man jetzt Romane schreiben, was es alles für Vorteile gibt.
Ich will auch umgekehrt nicht verschweigen, dass es natürlich auch Nachteile gibt. Mittlerweile fahren viele millionen Rumänen, Polen, Tschechen, Chinesen... auch Auto und besitzen Kühlschrank, Fernseher, Smartphones.... Aus bitterer Armut ist bei vielen millionen Menschen Mittelstand geworden.

Ja und das ist ein riesiges Problem für die Umwelt und für die Rohstoffvorkommen,
aber welches Recht haben grüne und linke Globalisierungsgegner aus Deutschland, dass Reiseweltmeister ist und wo über 40 millionen PKW zugelassen sind, den Chinesen den Wohlstand zu verbieten? Nach dem Motto: "Ihr Chinesen dürft nicht in Urlaub fliegen und einen PKW besitzen. Das ist schlecht für die Umwelt."

Und wie wollt ihr das durchsetzen? Die Chinesen hören ja nicht auf euch.

Resume: Ich bin Atheist und neoliberal und das ist gut so!!!
Und ich bin auch nicht der einzige, der so denkt. Nimm den überaus klugen Richard Dawkins, oder die vielen Nerds von Microsoft, Facebook, ... die kackbraune Verführer wie Trump, Le Pen, Lafontaine, Wagenknecht... und ihre Fans durchschaut haben.
"Gut gemeint" ist nicht das Gleiche wie "gut gemacht".
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Pro&Contra
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Re: Haben Atheisten ein Wertesystem?

Beitragvon Pro&Contra » So 16. Jul 2017, 09:33

Platon hat geschrieben:(13 Feb 2015, 22:43)

Hallo liebe Nutzerinnen und Nutzer

Von religiöser Seite wird den Atheisten gerne vorgeworfen völlig unmoralisch zu sein. Was hindert einen Atheisten daran eine Frau zu vergewaltigen, einen Mord zu begehen, zu stehlen, Kinder zu schlagen oder sonst irgendwas zu machen was in den monotheistischen Religionen von Gott verboten wurde? Nichts, sagt so mancher religiöse Mensch.



Steile Aussage. Halte ich auch für ziemlich unhaltbar. Ich denke eher, dass du da was nicht richtig verstanden hast.
Ich wähle nicht die AfD.
Wenn ich nicht antworte, dann habe ich entweder keine Lust oder deine Argumente sind Unsinn.

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