Simulation des Multiversum

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Re: Simulation des Multiversum

Beitragvon Sri Aurobindo » Mo 10. Jun 2013, 10:45

Dark Angel » Mo 10. Jun 2013, 10:41 hat geschrieben:Ach so:
Ich brachte die Geschichte von Isaac Asimov als Analogie nicht als Möglichkeit.
Ein/das Multiversum kann nicht simuliert werden, ganz einfach, weil die Datenmenge, die notwendig wäre niemals ausreichend sein wird. Wir können nur Daten sammeln, die das Universum betreffen, in dem wir leben und das für uns sichtbar bzw messbar ist. Alles andere entzieht sich unserem Zugriff. Wir können keine Daten von Außerhalb unseres Universums sammeln und somit auch kein Multiversum simulieren.
Wie soll das funktionieren - ohne jegliches Datenmaterial?

Nicht ohne Grund habe ich diese Simulation so weit in die Zukunft versetzt. (25000 Jahre)

--> Es gibt keinen Beweis, dass sich "alles andere" für immer "unserem Zugriff" entziehen wird.

Es ist gar nicht so lange her, da hat Einstein wichtige Ergebnisse seiner Forschung nicht glauben wollen.
Inzwischen rechnet man damit und kann solche Phänomene in Versuchen nachweisen.
(spukhafte Fernwirkung, "größte Eselei")

Zu behaupten, wir könnten heute wissen, wie das Verständnis der Welt in 25000 Jahren sein wird, ist schlicht nicht möglich.

Deshalb kann man nicht ausschließen, dass das Multiversum irgendwann simulierbar wird!
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Re: Simulation des Multiversum

Beitragvon Dark Angel » Mo 10. Jun 2013, 11:51

Matthias Pochmann » Mo 10. Jun 2013, 10:45 hat geschrieben:Nicht ohne Grund habe ich diese Simulation so weit in die Zukunft versetzt. (25000 Jahre)

--> Es gibt keinen Beweis, dass sich "alles andere" für immer "unserem Zugriff" entziehen wird.

Es ist gar nicht so lange her, da hat Einstein wichtige Ergebnisse seiner Forschung nicht glauben wollen.
Inzwischen rechnet man damit und kann solche Phänomene in Versuchen nachweisen.
(spukhafte Fernwirkung, "größte Eselei")

Zu behaupten, wir könnten heute wissen, wie das Verständnis der Welt in 25000 Jahren sein wird, ist schlicht nicht möglich.

Deshalb kann man nicht ausschließen, dass das Multiversum irgendwann simulierbar wird!

An der Tatsache, dass wir keine Daten über ein anderes Universum sammeln können, ändern auch Deine 25.000 Jahre in der Zukunft nichts.
Um Daten aus einem anderen Universum sammeln zu können müssten wir (oder eine Sonde) Einstein-Rosen-Brücken durchqueren bzw durch schwarze Löcher reisen (unter der Voraussetzung, dass Schwarze Löcher Verbindungen zwischen den Universen darstellen)und das ist physikalisch unmöglich.
Schwarze Löcher heißen ja deshalb schwarz, weil die Gravitation so groß ist, dass nichtmal Licht es verlassen kann.
Wir (oder die Sonde) würde schlicht und ergreifend zermatscht.
Weiterhin wird in einem Schwarzen Loch die Zeit dermaßen gedehnt, dass sie für einen außenstehenden Beobachter stillzustehen scheint.
Wir (oder unsere Sonde) würde sich also den Ereignishorizont des Schwarzen Loches zu bewegen und dort verharren.
Leonard Susskind meint sogar, für den Beobachter sähe es so aus, als ob sich das Objekt auf dem Ereignishorizont vervielfältigen würde.
Die Grenzen werden hier eindeutig durch die Physik gesetzt und nicht durch das, was wir uns vorzustellen vermögen.
Es ist also die Physik, die der Möglichkeit Grenzen setzt, Daten aus anderen Universen zu sammeln.
Und damit kann auch in 25.000 Jahren kein Multiversum simuliert werden.

Übrigens war es nicht die spukhafte Fernwirkung, die Einstein die größte Eselei seines Lebens nannte, sondern die Kosmologische Konstante, die er in seine Allgemeine Relativitätstheorie einführte.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Simulation des Multiversum

Beitragvon Sri Aurobindo » Mo 10. Jun 2013, 12:29

Dark Angel » Mo 10. Jun 2013, 12:51 hat geschrieben:An der Tatsache, dass wir keine Daten über ein anderes Universum sammeln können, ändern auch Deine 25.000 Jahre in der Zukunft nichts.
Um Daten aus einem anderen Universum sammeln zu können müssten wir (oder eine Sonde) Einstein-Rosen-Brücken durchqueren bzw durch schwarze Löcher reisen (unter der Voraussetzung, dass Schwarze Löcher Verbindungen zwischen den Universen darstellen)und das ist physikalisch unmöglich.
Schwarze Löcher heißen ja deshalb schwarz, weil die Gravitation so groß ist, dass nichtmal Licht es verlassen kann.
Wir (oder die Sonde) würde schlicht und ergreifend zermatscht.
Weiterhin wird in einem Schwarzen Loch die Zeit dermaßen gedehnt, dass sie für einen außenstehenden Beobachter stillzustehen scheint.
Wir (oder unsere Sonde) würde sich also den Ereignishorizont des Schwarzen Loches zu bewegen und dort verharren.
Leonard Susskind meint sogar, für den Beobachter sähe es so aus, als ob sich das Objekt auf dem Ereignishorizont vervielfältigen würde.
Die Grenzen werden hier eindeutig durch die Physik gesetzt und nicht durch das, was wir uns vorzustellen vermögen.
Es ist also die Physik, die der Möglichkeit Grenzen setzt, Daten aus anderen Universen zu sammeln.
Und damit kann auch in 25.000 Jahren kein Multiversum simuliert werden.

Übrigens war es nicht die spukhafte Fernwirkung, die Einstein die größte Eselei seines Lebens nannte, sondern die Kosmologische Konstante, die er in seine Allgemeine Relativitätstheorie einführte.

Das war eine Aufzählung!

Aber es bleibt dabei - wir können nicht wissen, ob heutige Grenzen der Physik noch in 25000 Jahren Bestand haben!

Ein neues Paradigma der Physik kann so ziemlich alles auf den Kopf stellen, woran wir heute glauben!
(Es wäre nicht das erste Mal)
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Re: Simulation des Multiversum

Beitragvon Dark Angel » Mo 10. Jun 2013, 12:52

Matthias Pochmann » Mo 10. Jun 2013, 12:29 hat geschrieben:Das war eine Aufzählung!

Aber es bleibt dabei - wir können nicht wissen, ob heutige Grenzen der Physik noch in 25000 Jahren Bestand haben!

Ein neues Paradigma der Physik kann so ziemlich alles auf den Kopf stellen, woran wir heute glauben!
(Es wäre nicht das erste Mal)


Ich sprach nicht von den Grenzen der Physik, sondern von Grenzen die durch die Physik gesetzt werden.
Und um genau solch eine Grenze handelt es sich bei Schwarzen Löchern.
Bei Schwarzen Löchern handelt es sich um Gravitationslinsen die die Raumzeit um sich herum extrem krümmen, so extrem, dass ihnen nicht einmal Licht entkommen kann. Das ist seit 13,7 Mrd Jahren so und wird sich in den nächsten 25.000 Jahren auch nicht ändern.
Ebenfalls nicht ändern wird sich, dass in der Nähe des Ereignishorizonts Objekte ein derart großes Gewicht/große Masse besitzen, dass es einer unendlich großen Energiemenge bedarf, um solch ein Objekt zu beschleunigen.

Die Hebelgesetze waren schon 25.000 Jahre, bevor Archimedes sie formulierte, gültig und die sind auch IN 25.000 Jahren noch gültig - nur mal so als Beispiel.
Das sind grundlegende physikalische Tatsachen und an diesen Tatsachen ändert sich auch nix, wenn Du von 25.000 Jahren in der Zukunft redest und "neue Paradigmen in der Physik" herbeisehnst.
Unser Verständnis ändert und erweitert sich, aber NICHT die Physik als solche.
Zuletzt geändert von Dark Angel am Mo 10. Jun 2013, 12:56, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Simulation des Multiversum

Beitragvon ThorsHamar » Mo 10. Jun 2013, 13:00

Dark Angel » Mo 10. Jun 2013, 12:52 hat geschrieben:
Ich sprach nicht von den Grenzen der Physik, sondern von Grenzen die durch die Physik gesetzt werden.
Und um genau solch eine Grenze handelt es sich bei Schwarzen Löchern.
Bei Schwarzen Löchern handelt es sich um Gravitationslinsen die die Raumzeit um sich herum extrem krümmen, so extrem, dass ihnen nicht einmal Licht entkommen kann. Das ist seit 13,7 Mrd Jahren so und wird sich in den nächsten 25.000 Jahren auch nicht ändern.
Ebenfalls nicht ändern wird sich, dass in der Nähe des Ereignishorizonts Objekte ein derart großes Gewicht/große Masse besitzen, dass es einer unendlich großen Energiemenge bedarf, um solch ein Objekt zu beschleunigen.

Die Hebelgesetze waren schon 25.000 Jahre, bevor Archimedes sie formulierte, gültig und die sind auch IN 25.000 Jahren noch gültig - nur mal so als Beispiel.
Das sind grundlegende physikalische Tatsachen und an diesen Tatsachen ändert sich auch nix, wenn Du von 25.000 Jahren in der Zukunft redest und "neue Paradigmen in der Physik" herbeisehnst.
Unser Verständnis ändert und erweitert sich, aber NICHT die Physik als solche.


Nun muss ich Matthias aber mal beistehen, auch wenn seine "Simulation" so unpräzise beschrieben wurde ...

Natürlich ändert sich die Physik nicht, aber Dein "Wissen" über schwarze Löche stammt von heute. ;)

Nachtrag: Sicherlich ist auch temporäre Physik ein dynamischer Prozess mit einer Bewegungsrichtung zu einem Ziel.Stichwort auch Entropie ...
Zuletzt geändert von ThorsHamar am Mo 10. Jun 2013, 13:03, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Simulation des Multiversum

Beitragvon Dark Angel » Mo 10. Jun 2013, 14:11

ThorsHamar » Mo 10. Jun 2013, 13:00 hat geschrieben:
Nun muss ich Matthias aber mal beistehen, auch wenn seine "Simulation" so unpräzise beschrieben wurde ...

Natürlich ändert sich die Physik nicht, aber Dein "Wissen" über schwarze Löche stammt von heute. ;)

Nachtrag: Sicherlich ist auch temporäre Physik ein dynamischer Prozess mit einer Bewegungsrichtung zu einem Ziel.Stichwort auch Entropie ...

Na sicher stammt mein Wissen über Schwarze Löcher von heute und dieses Wissen wird erweitert, aber nicht grundlegend verändert.
Einstein hat in seiner AR berechnet, dass Gravitations-/Schwerkraftzentren die Raumzeit um sich herum krümmen.
Dieses Phänomen wurde bei der Sonnenfinsternis 1919 nachgewiesen.
Schwarze Löcher sind solche Gravitations-/Schwerkraftzentren und sie krümmen die Raumzeit - auch das wurde inzwischen nachgewiesen. Am Keck-Observatorium, wenn ich nicht irre.
Es wird sich also kein grundlegender Wandel in den Erkenntnissen vollziehen und aus Schwerkraft"monstern" nicht plötzlich harmlose Phänomene werden.
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Re: Simulation des Multiversum

Beitragvon ThorsHamar » Di 11. Jun 2013, 01:57

Dark Angel » Mo 10. Jun 2013, 14:11 hat geschrieben:Na sicher stammt mein Wissen über Schwarze Löcher von heute und dieses Wissen wird erweitert, aber nicht grundlegend verändert.
.......


Tja, das klingt natürlich überzeugend ... :p
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Re: Simulation des Multiversum

Beitragvon Dark Angel » Di 11. Jun 2013, 08:37

ThorsHamar » Di 11. Jun 2013, 01:57 hat geschrieben:
Tja, das klingt natürlich überzeugend ... :p

Du magst Dich darüber gerne lustig machen, ist aber so.
Grundlegend am Wissen über Schwarze Löcher ist beispielsweise, dass sie eine extrem hohe Schwerkaft besitzen/eine extrem hohe Schwerkraft in ihrer Nähe herrscht und dass sie Objekte, die in ihren Gravitationsbereich gelangen, anziehen und "verschlucken".
Das konnte bereits beobachtet werden.
Das istaber auch schon so ziemlich alles, was wir wissen, aber daran wird sich nix ändern.
Alles, was wir über diese Dinger in Zukunft herausfinden (werden), erweitert unser Wissen, vervollkommnet es und wir werden immer besser verstehen, was Schwarze Löcher eigentlich sind und was in ihnen vorgeht.
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Re: Simulation des Multiversum

Beitragvon Sri Aurobindo » Di 11. Jun 2013, 08:59

Unsere Erkenntnis in der Physik beginnt häufig mit einer Theorie, die erst SPÄTER empirisch belegt wird.

Man wusste bereits von schwarzen Löchern und generell vom Einfluss der Massen auf die Raum-Zeit BEVOR man diesen empirisch nachweisen konnte.

Genau so könnte eine Theorie des Multiversums und eine darauf fußende Simulation entstehen BEVOR es dafür empirische Belege gibt!

Deshalb bleibt es dabei:
Wir können heute nicht wissen, welchen Stand die Physik (als Wissenschaft!) in 25000 Jahren erreicht haben wird.
--> Eine Simulation des Multiversums ist nicht generell auszuschließen.

Im übrigen sind schwarze Löcher längst nicht mehr so schwarz, wie man zunächst annahm!
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Re: Simulation des Multiversum

Beitragvon ThorsHamar » Di 11. Jun 2013, 09:59

Dark Angel » Di 11. Jun 2013, 08:37 hat geschrieben:Du magst Dich darüber gerne lustig machen, ist aber so.
Grundlegend am Wissen über Schwarze Löcher ist beispielsweise, dass sie eine extrem hohe Schwerkaft besitzen/eine extrem hohe Schwerkraft in ihrer Nähe herrscht und dass sie Objekte, die in ihren Gravitationsbereich gelangen, anziehen und "verschlucken".
Das konnte bereits beobachtet werden.
Das istaber auch schon so ziemlich alles, was wir wissen, aber daran wird sich nix ändern.
Alles, was wir über diese Dinger in Zukunft herausfinden (werden), erweitert unser Wissen, vervollkommnet es und wir werden immer besser verstehen, was Schwarze Löcher eigentlich sind und was in ihnen vorgeht.


Nochmal: Dein Wissen ist Ergebnis der Infos von 2013, nicht weniger, aber auch nicht mehr.
Solange Du die Formulierung des Hebelgesetzes mit dem Wissen über schwarze Löcher prinzipiell gleichsetzt, werde ich weiterhin schmunzeln.
Das ist jedoch kein Lustigmachen ...
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Re: Simulation des Multiversum

Beitragvon Dark Angel » Di 11. Jun 2013, 10:35

Matthias Pochmann » Di 11. Jun 2013, 08:59 hat geschrieben:Unsere Erkenntnis in der Physik beginnt häufig mit einer Theorie, die erst SPÄTER empirisch belegt wird.

Man wusste bereits von schwarzen Löchern und generell vom Einfluss der Massen auf die Raum-Zeit BEVOR man diesen empirisch nachweisen konnte.

Nein, wusste man nicht. Dass große Massen Auswirkungen auf die Raumzeit haben und wie Gravitationslinsen wirken beschrieb Einstein in seiner ART (1915) Während der Sonnenfinsternis 1919 gelang der Nachweis, indem Sterne fotografiert wurden, die sich hinter der Sonne befinden und im "Normalfall" von ihr überstrahlt werden.

Schwarze Löcher hingegen sind (noch) NICHT direkt nachweisbar, sondern NUR in Doppelsternsystemen.

Matthias Pochmann » Di 11. Jun 2013, 08:59 hat geschrieben:Genau so könnte eine Theorie des Multiversums und eine darauf fußende Simulation entstehen BEVOR es dafür empirische Belege gibt!

Für die Existenz eines Multiversums kann es eben KEINE empirischen Belege geben, weil man dazu in ein solches Paralleluniversum reisen müsste oder eben eine Sonde dort hin schicken. Und das funktioniert NICHT, weil physikalische Gesetze dagegen stehen.
Diese(s) physikalische(n) Gesetz(e) nennt sich Flucht- oder Entweichgeschwindigkeit, d.h. es muss eine bestimmte Geschwindigkeit erreicht werden, um aus dem Gravitationsfeld des jeweiligen Objekts zu gelangen.
Um aus dem Gravitationsfeld der Erde zu gelangen, beträgt diese Geschwindigkeit 11,2 km/s, um das Gravitationsfeld eines Schwarzen Loches zu verlassen, müsste man Lichtgeschwindigkeit erreichen und das ist NICHT möglich!
Lichtgeschwindigkeit ist eine hyperbolische Geschwindigkeit und das bedeutet, es kann sich ihr nur angenähert werden.
Um eine bestimmte Masse auf Lichtgeschwindigkeit zu beschleunigen, benötigt man unendliche Antriebsenergie.
Und genau daran scheitert Dein "empirischer Nachweis" des Multiversums und daran ändert sich auch in 25.000 Jahren nix und nicht in 250.000 Jahren und auch nicht in 25 Mio Jahren.

Worauf, auf welchen Annahmen soll denn eine solche Simulation basieren?
Welches Datenmaterial willst Du annehmen, wenn Dir auch der kleinste Hinweis fehlt?

Matthias Pochmann » Di 11. Jun 2013, 08:59 hat geschrieben:Deshalb bleibt es dabei:
Wir können heute nicht wissen, welchen Stand die Physik (als Wissenschaft!) in 25000 Jahren erreicht haben wird.
--> Eine Simulation des Multiversums ist nicht generell auszuschließen.

Egals welchen (Wissens)Stand wir erreicht haben werden, physikalische Gesetze lassen sich nicht aushebeln - sie setzen die Grenzen!
Und solche physikalischen Gesetze besagen, dass die Flucht- bzw Entweichgeschwindigkeit erreicht bzw überwunden werden muss, um aus dem Gravitationsfels eines Objektes zu gelangen.

Matthias Pochmann » Di 11. Jun 2013, 08:59 hat geschrieben:Im übrigen sind schwarze Löcher längst nicht mehr so schwarz, wie man zunächst annahm!

Doch sind sie, darum kann man sie nämlich nur indirekt nachweisen, zum Bleistift anhand ihrer Strahlungsemissionen im Röntgenbereich.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen
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Re: Simulation des Multiversum

Beitragvon Sri Aurobindo » Di 11. Jun 2013, 10:51

@ Dark Angel

Das ist doch Unsinn!

1
Natürlich kommt erst die Theorie und dann der empirische Beweis!

Zu Newtons Zeiten hat man lange ähnlich wie Du heute gedacht (man sah nur das, was den Gesetzen entsprach)
... doch plötzlich - mit einer neuen Theorie (Einstein) - entdeckte man ganz neue Phänomene - Phänomene die vorher gar nicht aufgefallen waren!

ERST kam Einsteins ART (1915) und erst DANN der empirische Nachweis
also, was soll hier ein NEIN?

2
Wir haben Kenntnis vom Urknall - und können diese Theorie auch empirisch belegen (z.B. Hintergrundstrahlung)
--> Dafür müssen wir doch aber nicht zum Urknall reisen!

Und genau so müssen wir nicht in ein anderes Universum reisen, um Informationen darüber zu erhalten.



Der Begriff Multiversum ist ja nur deshalb sinnvoll, weil er ein GANZES beschreibt.
Wenn alle Universen völlig voneinander losgelöst wären, dann wäre der Begriff Multiversum sinnlos.

Bei dieser Theorie geht es aber gerade darum, dass alle Universen auf gemeinsamen Gesetzen basieren.
... Und eben diese Naturgesetzmäßigkeiten konstituieren unser Universum, genau, wie alle anderen Universen auch.
--> Deshalb ist es durchaus denkbar, dass ein vollständiges Verständnis unseres Universums auch zu einem (vollständigen) Verständnis der Naturgesetze des Multiversums führt
Zuletzt geändert von Sri Aurobindo am Di 11. Jun 2013, 11:09, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Simulation des Multiversum

Beitragvon Dark Angel » Di 11. Jun 2013, 11:41

Matthias Pochmann » Di 11. Jun 2013, 10:51 hat geschrieben:@ Dark Angel

Das ist doch Unsinn!

1
Natürlich kommt erst die Theorie und dann der empirische Beweis!

Es handelt sich NICHT um einen empirischen Beweis, sondern um eine experimentelle Überprüfung.
Da besteht nämlich ein Unterschied.
Und die Initiatoren dieser experimentellen Überprüfung wollten auch nichts beweisen, sie wollten Einstein widerlegen. Sie hielten seine ART nämlich für Unsinn.
Übrigens geht es nicht darum wissenschaftliche Theorien (empirisch) zu beweisen, sondern darum sie zu widerlegen - nennt sich Kritischer Rationalismus.

Matthias Pochmann » Di 11. Jun 2013, 10:51 hat geschrieben:Zu Newtons Zeiten hat man lange ähnlich wie Du heute gedacht (man sah nur das, was den Gesetzen entsprach)
... doch plötzlich - mit einer neuen Theorie (Einstein) - entdeckte man ganz neue Phänomene - Phänomene die vorher gar nicht aufgefallen waren!

Und? Newtons Axiome sind nach wie vor gültig.
Sie wurden durch Einsteins SRT NICHT außer Kraft gesetzt oder widerlegt, sondern sind ein Spezialfall der SRT.
Und nun?

Matthias Pochmann » Di 11. Jun 2013, 10:51 hat geschrieben:ERST kam Einsteins ART (1915) und erst DANN der empirische Nachweis
also, was soll hier ein NEIN?

Aus einer experimentellen Überprüfung einer Theorie, wird auch dann kein empirischer Beweis, wenn Du das noch paarmal widerholst.
Die ART sollte auf diese Weise widerlegt werden.
2
Wir haben Kenntnis vom Urknall - und können diese Theorie auch empirisch belegen (z.B. Hintergrundstrahlung)
--> Dafür müssen wir doch aber nicht zum Urknall reisen!

Matthias Pochmann » Di 11. Jun 2013, 10:51 hat geschrieben:Und genau so müssen wir nicht in ein anderes Universum reisen, um Informationen darüber zu erhalten.

Müssen wir nicht? na dann erklär mal, wie Du auf andere Art und Weise an Informationen kommen willst?

Matthias Pochmann » Di 11. Jun 2013, 10:51 hat geschrieben:Der Begriff Multiversum ist ja nur deshalb sinnvoll, weil er ein GANZES beschreibt.
Wenn alle Universen völlig voneinander losgelöst wären, dann ist der Begriff Multiversum sinnlos.

Schon mal was davon gehört, dass die jeweiligen Universen sehr wohl voneinander getrennt sind?
Schon mal was von der Branen-Theorie gehört?

Matthias Pochmann » Di 11. Jun 2013, 10:51 hat geschrieben:Bei dieser Theorie geht es aber gerade darum, dass alle Universen auf gemeinsamen Gesetzen basieren.
... Und eben diese Naturgesetzmäßigkeiten konstituieren unser Universum, genau, wie alle anderen Universen auch.
--> Deshalb ist es durchaus denkbar, dass ein vollständiges Verständnis unseres Universums auch zu einem vollständigen Verständnis der Naturgesetze des Multiversums führt

Ich weiß zwar nicht von welcher Theorie Du sprichst, aber in den Theorien vom Multiversum herrschen in den einzelnen Universen eben nicht die gleichen Naturgesetze und nicht die gleichen Naturkonstanten und es handelt sich auch nicht um ein einheitliches Ganzes.

Die andere Theorie, die ich in diesem Zusammenang kenne spricht zwar von einem einheitlichen Ganzen, in dem die gleichen Naturgesetze und -konstanten herrschen, aber da ist wieder nicht vom Multiversum die Rede, sondern vom Universum - nur dass das sehr viel größer ist als das sichtbare.
Die ganze Sache hat aber wieder einen Haken, der sich nicht umbiegen lässt und an dem Deine Simulation des Multiversums scheitert, weil Du keine Daten und Informationen gewinnen kannst und der nennt sich kosmischer Horizont und der liegt bei 42Mrd Ly.

Tscha da haste wohl schlechte Karten - auch in 25.000 Jahren. ;)
Zuletzt geändert von Dark Angel am Di 11. Jun 2013, 11:44, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Simulation des Multiversum

Beitragvon Sri Aurobindo » Di 11. Jun 2013, 11:46

Dark Angel » Di 11. Jun 2013, 12:41 hat geschrieben:Es handelt sich NICHT um einen empirischen Beweis, sondern um eine experimentelle Überprüfung.
Da besteht nämlich ein Unterschied.
Und die Initiatoren dieser experimentellen Überprüfung wollten auch nichts beweisen, sie wollten Einstein widerlegen. Sie hielten seine ART nämlich für Unsinn.
Übrigens geht es nicht darum wissenschaftliche Theorien (empirisch) zu beweisen, sondern darum sie zu widerlegen - nennt sich Kritischer Rationalismus.


Und? Newtons Axiome sind nach wie vor gültig.
Sie wurden durch Einsteins SRT NICHT außer Kraft gesetzt oder widerlegt, sondern sind ein Spezialfall der SRT.
Und nun?


Aus einer experimentellen Überprüfung einer Theorie, wird auch dann kein empirischer Beweis, wenn Du das noch paarmal widerholst.
Die ART sollte auf diese Weise widerlegt werden.
2
Wir haben Kenntnis vom Urknall - und können diese Theorie auch empirisch belegen (z.B. Hintergrundstrahlung)
--> Dafür müssen wir doch aber nicht zum Urknall reisen!


Müssen wir nicht? na dann erklär mal, wie Du auf andere Art und Weise an Informationen kommen willst?


Schon mal was davon gehört, dass die jeweiligen Universen sehr wohl voneinander getrennt sind?
Schon mal was von der Branen-Theorie gehört?


Ich weiß zwar nicht von welcher Theorie Du sprichst, aber in den Theorien vom Multiversum herrschen in den einzelnen Universen eben nicht die gleichen Naturgesetze und nicht die gleichen Naturkonstanten und es handelt sich auch nicht um ein einheitliches Ganzes.

Die andere Theorie, die ich in diesem Zusammenang kenne spricht zwar von einem einheitlichen Ganzen, in dem die gleichen Naturgesetze und -konstanten herrschen, aber da ist wieder nicht vom Multiversum die Rede, sondern vom Universum - nur dass das sehr viel größer ist als das sichtbare.
Die ganze Sache hat aber wieder einen Haken, der sich nicht umbiegen lässt und an dem Deine Simulation des Multiversums scheitert, weil Du keine Daten und Informationen gewinnen kannst und der nennt sich kosmischer Horizont und der liegt bei 42Mio Ly.

Tscha da haste wohl schlechte Karten - auch in 25.000 Jahren. ;)

Deine Leseschwäche bringt mich noch um den Verstand!

Der Begriff Multiversum ist ja nur deshalb sinnvoll, weil er ein GANZES beschreibt.
Wenn alle Universen völlig voneinander losgelöst wären, dann ist der Begriff Multiversum sinnlos.

Das Wort "VÖLLIG" ist höchst relevant für meine Aussage!

Natürlich sind die Gesetze in verschiedenen Universen verschieden - aber sie sind alle Ableitungen umfassenderer Gesetze!
--> WEIL ANSONSTEN IST DIE REDE ÜBER DAS MULTIVERSUM SINNLOS

Liest Du eigentlich Bücher auch so oberflächlich?


Und wie bereits gesagt:
Dass die Raum-Zeit gekrümmt ist, wusste man zu Newtons Zeiten nicht
Man war auch "blind" für quantenmechanische Ereignisse
Und dass schnelle Objekte anders ticken (Zeit) war auch überhaupt nicht Gegenstand des Denkens

Und genau so wie die Menschen damals die Welt nur sehen konnten, wie es ihr Denken eben zuließ, genau so ist unser Denken heute von unserem aktuellen wissenschaftlichen Paradigma begrenzt!

Was danach kommt, kann genau so neu und anders sein, wie die Entdeckung der Quantenmechanik oder die Krümmung der Raumzeit!

Deine Behauptungen sind völlig unwissenschaftlich!
Zuletzt geändert von Sri Aurobindo am Di 11. Jun 2013, 11:55, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Simulation des Multiversum

Beitragvon Sri Aurobindo » Di 11. Jun 2013, 12:13

Newtons Axiome sind nach wie vor gültig.

Es ist auch falsch, dass Newtons Axiome richtig sind

Sie sind NUR unter speziellen Bedingungen richtig

Eine allgemein formulierte Aussage, wie Deine, ist FALSCH!


Es handelt sich NICHT um einen empirischen Beweis, sondern um eine experimentelle Überprüfung.

Das ist nicht NUR Deine übliche Haarspalterei - sondern auch großer Unsinn.

http://www.flugrevue.de/de/raumfahrt/ra ... 110372.htm
Anhand von Daten des NASA-Satelliten Kepler konnten Wissenschaftler den Gravitationslinseneffekt nachweisen, den Albert Einstein bereits in seiner Allgemeinen Relativitätstheorie beschrieben hatte.

--> Das ist natürlich ein empirischer Beweis

Diese gravitative Lichtablenkung beschrieb Einstein bereits 1915/16, aber erst 1979 gelang die Beobachtung derartiger Gravitationslinsen.
Zuletzt geändert von Sri Aurobindo am Di 11. Jun 2013, 12:23, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Simulation des Multiversum

Beitragvon Dark Angel » Di 11. Jun 2013, 13:10

Matthias Pochmann » Di 11. Jun 2013, 11:46 hat geschrieben:Deine Leseschwäche bringt mich noch um den Verstand!

Welche Leseschwäche bitte?
Eine experimentelle Überprüfung ist KEIN Beweis!

Matthias Pochmann » Di 11. Jun 2013, 11:46 hat geschrieben:Das Wort "VÖLLIG" ist höchst relevant für meine Aussage!

Wenn die einzelnen Universen durch Branen voneinander getrennt sind und KEINE Interaktion untereinander stattfindet/stattfinden kann, dann SIND sie völlig voneinander losgelöst. Jede einzeln "Blase" des Multiversums existiert für sich.

Matthias Pochmann » Di 11. Jun 2013, 11:46 hat geschrieben:Natürlich sind die Gesetze in verschiedenen Universen verschieden - aber sie sind alle Ableitungen umfassenderer Gesetze!
--> WEIL ANSONSTEN IST DIE REDE ÜBER DAS MULTIVERSUM SINNLOS

Nochmal: Über welches Multiversum sprechen wir?
Ich kenne mindestens zwei sehr unterschiedliche Multiversum-Hypothesen.
Zum einen gibt es die Hypothese des selbstreproduzierende inflationäre Ebene-1- Multiversum, welche u.a. von Alan Guth und Andrej Linde vertreten wird, dann das Modell des zyklischen Eben-1-Multiversums, das Paul Steinhardt und Neil Turok postulieren sowie das Ebene-2-Multiversum, dessen Vertreter/Befürworter Brian Green u.a. sind.
Alle Hypothesen unterscheiden sich in wichtigen Punkten.
Also - wovon redest Du?
Woher willst Du wissen, dass alle (beschriebenen) Naturgesetze Ableitungen umfassenderer Gesetze sind?
Hast Du dafür eine Quelle oder reimst Du Dir das nur zusammen?
Falls Letzeres zutrifft, unterstelle mir bitte keine Leseschwäche.

Matthias Pochmann » Di 11. Jun 2013, 11:46 hat geschrieben:Liest Du eigentlich Bücher auch so oberflächlich?

Nun - wenigstens lese ich Bücher, die sich mit der Problematik etwas umfassender beschäftigen und die von Physikern stammen - z.B. "Physik des Unbekannten" und/oder "Hyperspace - Einsteins Rache"

Matthias Pochmann » Di 11. Jun 2013, 11:46 hat geschrieben:Und wie bereits gesagt:
Dass die Raum-Zeit gekrümmt ist, wusste man zu Newtons Zeiten nicht
Man war auch "blind" für quantenmechanische Ereignisse
Und dass schnelle Objekte anders ticken (Zeit) war auch überhaupt nicht Gegenstand des Denkens

Habe ich auch nicht behauptet! Die Krümmung der Raumzeit durch Schwerkraft-/Gravitationszentren wurde von Einstein in seiner ART vorhergesagt und auch da wusste es noch niemand. Und auch Einstein wusste es nicht, er vermutete es!
Erst durch die experimentelle Überprüfung bei der Sonnenfinsternis 1919 wurd man auf das Phänomen aufmerksam, das Einsteins Vorhersage bestätigte.
Schnelle Objekte haben KEINE andere Zeit. Diese Aussage ist so falsch. Der Beobachter nimmt die Zeit, von seinem jeweiligen Bezugspunkt anders wahr.

Matthias Pochmann » Di 11. Jun 2013, 11:46 hat geschrieben:Und genau so wie die Menschen damals die Welt nur sehen konnten, wie es ihr Denken eben zuließ, genau so ist unser Denken heute von unserem aktuellen wissenschaftlichen Paradigma begrenzt!

Ändert aber nichts an der Tatsache, dass a) eine bestimmte Geschwindigkeit (Entweichgeschwindigkeit) erreicht und überschritten werden muss, um das Gravitationsfeld eines Objektes zu verlassen, b) diese Entweichgeschwindigkeit bei Schwanzen Löchern der Lichtgeschwindigkeit entspricht und c) es sich bei der Lichtgeschwindigkeit um eine hyperbolische Geschwindigkeit handelt.
Was eine Hyperbel ist, weißt Du doch und wie die in einem Koordinatensystem verläuft, auch?
Daran ändern auch 25.000 Jahre in der Zukunft nix.

Matthias Pochmann » Di 11. Jun 2013, 11:46 hat geschrieben:Was danach kommt, kann genau so neu und anders sein, wie die Entdeckung der Quantenmechanik oder die Krümmung der Raumzeit!

Zur Erinnerung: Zur Beschleunigung einer Masse auf Lichtgeschwindigkeit bedarf es einer unendlichen Menge Antriebsenergie.
Das weiß man bereits heute und das ändert sich auch in 25.000 Jahren nicht.


Matthias Pochmann » Di 11. Jun 2013, 11:46 hat geschrieben:Deine Behauptungen sind völlig unwissenschaftlich!

[/quote]
Die Behauptung, dass niemand über den Horizont hinaus schauen kann, ist nicht unwissenschaftlich, sondern eine ganz einfache Tatsachen. Und das gilt auch für den kosmischen Horizont, der unsere Möglichkeitenb zu sehen, auf 42 Mrd. Ly begrenzt - auch in 25.000 Jahren noch.

Wenn Du mir schon Unwissenschaftlichekeit vorwirst, müsstest Du erst mal belegen, dass Deine Gedankenspielerein, auch nur ansatzweise was mit Wissenschaft zu tun haben.
Ja, ich BIN starrköpfig, aber wenigstens bewege ich mich immer noch im Rahmen des Möglichen und in der Physik ist vieles möglich - vieles, aber NICHT alles.
Und ich beziehe mich auf Wissenschaftler - oh ja, auch Theoretische Physiker können abgedrehte Ideen haben, sehr abgedrehte sogar, aber die wissen wenigstens wovon sie reden.
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Re: Simulation des Multiversum

Beitragvon Dark Angel » Di 11. Jun 2013, 13:22

Matthias Pochmann » Di 11. Jun 2013, 12:13 hat geschrieben:Es ist auch falsch, dass Newtons Axiome richtig sind

Ich habe geschrieben, sie sind gültig und gültig ist etwas anderes als richtig. Gültig sind sie nämlich so lange, bis sie widerlegt werden.

Matthias Pochmann » Di 11. Jun 2013, 12:13 hat geschrieben:Sie sind NUR unter speziellen Bedingungen richtig

Eine allgemein formulierte Aussage, wie Deine, ist FALSCH!

Falls Du lesen kannst, habe ich NICHT allgemein formuliert, sondern präzisiert "Spezialfall der SRT".

Matthias Pochmann » Di 11. Jun 2013, 12:13 hat geschrieben:Das ist nicht NUR Deine übliche Haarspalterei - sondern auch großer Unsinn.

Das ist weder Haarspalterei und erst recht kein Unsinn, sondern präzise.


Nein, das ist immer noch kein "empirischer" Beweis, auch wenn Du das noch so oft wiederholst.
Es ist und bleibt eine Überprüfung von Einsteins Vorhersagen und diese Überprüfung bestätigt Einsteins Aussagen - vorerst(!).
Naturwissenschaftler arbeiten nach dem Prinzip des Kritischen Rationalismus und da geht es NICHT darum eine Theorie zu beweisen, sondern darum sie zu überprüfen und ggf. zu falsifizieren. Wissenschaftliche Theorien sind nur so lange gültig, bis sie falsifiziert werden. Die ART wurde (noch) nicht falsifiziert, also ist sie (noch) gültig, aber sie ist NICHT bewiesen.


Und auch das stimmt so nicht, gravitative Lichtablenkung konnte schon bei der Sonnenfinsernis 1919 beobachtet werden. Allerdings hat da niemand von Gravitationslinsen gesprochen. :)
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Re: Simulation des Multiversum

Beitragvon Dark Angel » Mi 12. Jun 2013, 11:33

@ Matthias Pochmann

Ich hab da was überlesen, wo Du Unsinn produzierst:

Zu Newtons Zeiten hat man lange ähnlich wie Du heute gedacht (man sah nur das, was den Gesetzen entsprach)
... doch plötzlich - mit einer neuen Theorie (Einstein) - entdeckte man ganz neue Phänomene - Phänomene die vorher gar nicht aufgefallen waren!

DAS ist nun wirklich Unsinn. Man sah nicht was den Gesetzen entsprach, sondern man erkannte, dass sich hinter bestimmten Ereignissen und Strukturen eine Regelmäßigkeit verbarg und nannte die Naturgesetz, welches man in Form von (mathematischen) Gleichungen formulieren konnte.
Das war so zu Archimedes Zeit, zur Zeit Newtons, Einsteins und das ist heute nicht anders.
Menschen erkennen Regelmäßigkeiten

ERST kam Einsteins ART (1915) und erst DANN der empirische Nachweis
also, was soll hier ein NEIN?

Auch das ist Unsinn. Einstein hat nicht ins Blaue hinein eine Theorie aufgestellt und sie beweisen lassen, sondern hat Regelmäßigkeiten erkannt, die sich mathematisch formulieren lassen.
Und Einsteins Theorien werden auf ihre Gültigkeit hin überprüft und nicht bewiesen, weil es keinen allgemeingültigen Beweis (Letztbegründung) gibt und nicht geben kann. Dass Einsteins Vorhersagen bisher bestätigt wurden und die Theorien weiterhin Güligkeit haben, hat nichts mit Beweis zu tun.

Wir haben Kenntnis vom Urknall - und können diese Theorie auch empirisch belegen (z.B. Hintergrundstrahlung)
--> Dafür müssen wir doch aber nicht zum Urknall reisen!

Wir haben KEINE Kenntnis vom Urknall und können den auch NICHT enpirisch belegen.
Wir vermuten, dass die Hintergrundstrahlung Reste eines Ereignisses sind, durch welches das Universum entstanden ist. Sehen können wir bis ca. 400.000 Jahre NACH dem Urknall.
Und egal wohin wir sehen, wir sehen immer in die Vergangenheit.
Fotos, die die Sonden WMAP und Planck lieferten bzw liefern, lassen einen Urknall aus einer dimensionslosen Singularität immer unwahrscheinlicher werden.
Von Kennstnis haben und empirisch belegen können kann nicht die Rede sein und ist auch nicht die Rede.
Um Informationen über die Entstehung und Entwicklung des Universums zu sammeln, haben wir Telekope und Sonden gestartet, die diese Informationen, in Form von Fotos und Messdaten sammeln.
Selbst eine solche Möglichkeit bleibt uns beim Multiversum verschlossen, weil wir unser Universum NICHT verlassen können. Und ganz ohne Informationen gibt es auch keine Simulation.

Und genau so müssen wir nicht in ein anderes Universum reisen, um Informationen darüber zu erhalten.

Ich frage nochmal: Wie willst Du an Informationen über ein/das Univeersum erhalten, wenn Du KEINE Möglichkeit hast, unser Universum zu verlassen, also auch keine Sonde, kein Teleskop etc?
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Re: Simulation des Multiversum

Beitragvon firlefanz11 » Fr 19. Jul 2013, 16:03

Multiversum bedeutet nicht, dass unser Universum in x verschiedenen Varianten exitiert, sondern, dass neben unserem Universum noch andere, mit ganz anderen Bedingungen, d.h. veränderten Naturkonstanten, existieren - Universen in denen sich Leben entwickeln konnte, neben Universen, die lebensfeindlich sind und die wiederum neben Universen mit relativ kurzer Lebensdauer.

Da ist mir jemand zuvorgekommen... :thumbup:

Eine Simulation, die sich selbst erschafft - immer in dem Moment, an der die Simulation gestartet wird
--> Die Simulation wäre dann eine sich Selbst erschaffende Wirklichkeit, die darüber hinaus zu Evolution fähig ist.

Und genau das passt laut Theorie auf die Universen des Multiversums. Nebenbei: Nach einer recht esoterischen Theorie namens Akashic Field Theory sind sämtliche Daten sämtlicher Simulationen/Existenzen der Universen in diesem Feld gespeichert.

Lichtgeschwindigkeit ist eine hyperbolische Geschwindigkeit und das bedeutet, es kann sich ihr nur angenähert werden.

Ja. Von beiden Seiten. Tachyonen so sie existieren z. B. können nicht LANGSAMER als LG werden...
Und wenn man nun eine Möglichkeit fände Materie in Tachyonen u. zurück zu transformieren? Zugegeben etwas schwierig weil man dazu reale in imaginäre Masse transformieren müsste. Aber auch ausgeschlossen?
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Re: Simulation des Multiversum

Beitragvon Achim T. » Sa 20. Jul 2013, 22:34

Dark Angel » Mi 12. Jun 2013, 11:33 hat geschrieben:@ Matthias Pochmann

Ich hab da was überlesen, wo Du Unsinn produzierst:



Die Unmöglichkeit das Unversum zu verlassen rührt daher, dass es sich um ein Universum handelt.

Ausserhalb des Universums kann nichts Anderes existieren, sonst wäre es nicht das Universum - bzw. dieses hätte so angepasst zu werden, dass das was sich außerhalb befindet in den Begriff Universum integriert wird.

Universum bedeutet "die Gesamtheit", bzw. "Alles" ein "Nochmal alles aber anders" kann es nicht geben.

Von daher ist der Begriff Multiversum Quatsch - soll aber nicht bedeuten, dass da nicht noch etwas ist, von dem wir keine Ahnung haben.
Zuletzt geändert von Achim T. am Sa 20. Jul 2013, 22:52, insgesamt 2-mal geändert.

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