Simulation des Multiversum

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Achim T.
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Re: Simulation des Multiversum

Beitragvon Achim T. » Di 23. Jul 2013, 20:08

Adam Smith » Di 23. Jul 2013, 20:06 hat geschrieben:
Es ist eine Quantenfluktuation des Vakuums passiert. Die es aber sehr häufig gibt.


Du hast den wichtigeren Teil der Frage übersehen.

Nebenbei wie kann es etwas ohne Zeit und Raum öfters geben?
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Adam Smith
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Re: Simulation des Multiversum

Beitragvon Adam Smith » Di 23. Jul 2013, 20:10

Achim T. » Di 23. Jul 2013, 21:08 hat geschrieben:
Du hast den wichtigeren Teil der Frage übersehen.

Nebenbei wie kann es etwas ohne Zeit und Raum öfters geben?


Quantenfluktuationen des Vakuums kann es immer geben. Und die gibt es ja auch ununterbrochen.
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Achim T.
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Re: Simulation des Multiversum

Beitragvon Achim T. » Di 23. Jul 2013, 20:15

Adam Smith » Di 23. Jul 2013, 20:10 hat geschrieben:
Quantenfluktuationen des Vakuums kann es immer geben. Und die gibt es ja auch ununterbrochen.


Das bestreite ich ja gar nicht - was ich nicht verstehe und allein aus diesem Grund auch nicht als gegeben akzeptiere ist wie dies ohne Zeit und Raum funktionieren soll.

"Ununterbrochen" ist etwas was ich mir zum Beispiel ohne Zeitbezug nicht vorstellen kann.

Ich bin kein Physiker und will deshalb die Aussage nicht anzweifeln. Aber ich bin der Meinung, dass mir diese erklärbar dargestellt werden sollte wenn ich diese für mich übernehmen soll.
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Re: Simulation des Multiversum

Beitragvon Adam Smith » Di 23. Jul 2013, 20:19

Achim T. » Di 23. Jul 2013, 21:15 hat geschrieben:
Das bestreite ich ja gar nicht - was ich nicht verstehe und allein aus diesem Grund auch nicht als gegeben akzeptiere ist wie dies ohne Zeit und Raum funktionieren soll.

"Ununterbrochen" ist etwas was ich mir zum Beispiel ohne Zeitbezug nicht vorstellen kann.

Ich bin kein Physiker und will deshalb die Aussage nicht anzweifeln. Aber ich bin der Meinung, dass mir diese erklärbar dargestellt werden sollte wenn ich diese für mich übernehmen soll.


Und das geht halt nicht. Du musst schon daran glauben, dass aus einer Quantenfluktuation der Raum, die Zeit und auch die Energie erschaffen werden kann. Eine Vorher gibt es halt nicht. Aber diese Quantenfluktuationen kann es immer geben. Und die erschaffen dann halt die Energie.
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Re: Simulation des Multiversum

Beitragvon Achim T. » Di 23. Jul 2013, 20:24

Adam Smith » Di 23. Jul 2013, 20:19 hat geschrieben:
Und das geht halt nicht. Du musst schon daran glauben, dass aus einer Quantenfluktuation der Raum, die Zeit und auch die Energie erschaffen werden kann. Eine Vorher gibt es halt nicht. Aber diese Quantenfluktuationen kann es immer geben. Und die erschaffen dann halt die Energie.


Na ja - mit der Argumentation kann ich aber auch an alles andere glauben.

Sonderlich wissenschaftlich erscheint mir das nicht.
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Re: Simulation des Multiversum

Beitragvon Achim T. » Di 23. Jul 2013, 20:46

Achim T. » Di 23. Jul 2013, 20:24 hat geschrieben:
Na ja - mit der Argumentation kann ich aber auch an alles andere glauben.

Sonderlich wissenschaftlich erscheint mir das nicht.


Gesetzt den Fall ich nehme diese Quantenfluktuation als gegeben. Was löst sie aus und wie und wann ohne Zeit und wo kann dieses was ohne Raum existieren?
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Re: Simulation des Multiversum

Beitragvon Adam Smith » Di 23. Jul 2013, 20:47

Achim T. » Di 23. Jul 2013, 21:46 hat geschrieben:
Gesetzt den Fall ich nehme diese Quantenfluktuation als gegeben. Was löst sie aus und wie und wann ohne Zeit und wo kann dieses was ohne Raum existieren?


Und schon wieder wird die Energie vergessen.
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Re: Simulation des Multiversum

Beitragvon Achim T. » Di 23. Jul 2013, 20:51

Adam Smith » Di 23. Jul 2013, 20:47 hat geschrieben:
Und schon wieder wird die Energie vergessen.


Die gibt es doch nicht - das war Dein Beitrag!

Aber egal, gegeben die gibt es, wenn ja dann wo ohne Raum und was macht sie ohne Zeit?
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Re: Simulation des Multiversum

Beitragvon firlefanz11 » Mi 24. Jul 2013, 09:03

Der Begriff der Zeit ist nur eine Krücke für den menschlichen Verstand...
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Re: Simulation des Multiversum

Beitragvon Sri Aurobindo » Mi 24. Jul 2013, 10:08

firlefanz11 » Mi 24. Jul 2013, 10:03 hat geschrieben:Der Begriff der Zeit ist nur eine Krücke für den menschlichen Verstand...
oder halt eine Bedingung der Möglichkeit für Erfahrung überhaupt - Kant

Wir können alles in der Welt und in unserer Vorstellung nur unter den Bedingungen von Raum und Zeit erfahren
... das liegt daran, dass diese Formen der Anschauung sich (im Individuum - meine Anmerkung) nicht erst durch Erfahrung entwickeln (Hume), sondern jeder Erfahrung vorausgehen
(d.h. sie sind apriorische Formen der Anschauung)

Diese Formen der Anschauung begrenzen unser Erleben und unsere Vorstellungen
... darüber kommen wir (so leicht- meine Anmerkung) nicht hinweg

also alles, was wir erleben, ist diesen Anschauungsformen gemäß - oder anders: nichts in unserer Erfahrung ist nicht diesen Anschauungsformen gemäß
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Re: Simulation des Multiversum

Beitragvon firlefanz11 » Mi 24. Jul 2013, 17:07

Dark Angel » Mo 10. Jun 2013, 11:51 hat geschrieben:Um Daten aus einem anderen Universum sammeln zu können müssten wir (oder eine Sonde) Einstein-Rosen-Brücken durchqueren bzw durch schwarze Löcher reisen (unter der Voraussetzung, dass Schwarze Löcher Verbindungen zwischen den Universen darstellen)und das ist physikalisch unmöglich.
Schwarze Löcher heißen ja deshalb schwarz, weil die Gravitation so groß ist, dass nichtmal Licht es verlassen kann.
Wir (oder die Sonde) würde schlicht und ergreifend zermatscht.
Weiterhin wird in einem Schwarzen Loch die Zeit dermaßen gedehnt, dass sie für einen außenstehenden Beobachter stillzustehen scheint.
...
Und damit kann auch in 25.000 Jahren kein Multiversum simuliert werden.

Übrigens war es nicht die spukhafte Fernwirkung, die Einstein die größte Eselei seines Lebens nannte, sondern die Kosmologische Konstante, die er in seine Allgemeine Relativitätstheorie einführte.

1988 trat Sidney Coleman mit einer Theorie zur Erklärung des Verschwindens der Kosmologischen Konstanten auf. Er erklärte es dadurch, dass das Universum auf der Planck-Skala aus Wurmlöchern besteht, über die das Universum mit anderen Universen verbunden ist. Ein Wert null der kosmologischen Konstanten ergibt sich dann als eine Art Interferenzeffekt zwischen den verschiedenen Universen.
Nur dummerweise kann man keine Sonde auf die Planklänge verkleinern. Muss man aber auch nicht. Man müsste gar nichts in ein anderes Universum schicken. Entweder aus den erwähnten Interferenzeffekten oder anderen Formen des Informationsaustausches zwischen Universen durch diese Wurmlöcher könnte es theoretisch möglich sein Informationen über andere Universen zu bekommen.
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Re: Simulation des Multiversum

Beitragvon Achim T. » Do 25. Jul 2013, 20:11

firlefanz11 » Mi 24. Jul 2013, 09:03 hat geschrieben:Der Begriff der Zeit ist nur eine Krücke für den menschlichen Verstand...


Na ja - dann hilf mir mal den hier benutzten Begriff "immer" ohne Zeit zu erklären. Alternativ nehme ich auch "stetig" oder "ständig" von mir aus auch "wiederholt" oder "regelmäßig"...
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Re: Simulation des Multiversum

Beitragvon Achim T. » Do 25. Jul 2013, 20:59

Achim T. » Do 25. Jul 2013, 20:11 hat geschrieben:
Na ja - dann hilf mir mal den hier benutzten Begriff "immer" ohne Zeit zu erklären. Alternativ nehme ich auch "stetig" oder "ständig" von mir aus auch "wiederholt" oder "regelmäßig"...


Ich nehme auch den Bergiff "Fluktuation" wenn mir dieser ohne die Dimension Zeit irgendwie dargestellt werden kann.
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Re: Simulation des Multiversum

Beitragvon Belsazar » Fr 9. Aug 2013, 14:17

Ist die Welt eine Simulation?
Grundsätzlich würde ich das erst einmal gar nicht bestreiten. Nur kann man hier schon wieder den Fehler machen, menschliche Begriffe auf eine höhere Ebene zu übertragen. Wenn Menschen etwas simulieren, z.B. in einem Computerspiel, könnten sie auch auf den Gedanken kommen, dass das ganze Universum so etwas ähnliches sei, wie das was sie da betreiben. Es lässt sich aber schon deshalb nicht miteinander vergleichen, weil man eine Simulation eigentlich nur als solche bezeichnen kann, wenn man sie von etwas anderem abgrenzen kann, z.B. im Fall des Computerspiels von der Realität. Wäre diese nun aber auch simuliert, so gäbe es kein Gegenstück mehr dazu, also wir könnten nicht sagen, was Nicht-Simulation wäre. Und wenn alles eine Simulation wäre, wäre der Begriff unsinnig, weil dann nicht vergleichbar mit den Simulationen, die von Menschen erschaffen wurden.
Nun könnten wir aber doch einen Vergleich anstellen: das Universum ist dann sowas wie die Hardware, während diese Welt praktisch die Software ist, also das, was auf dem Bildschirm ausgegeben wird, während im Hintergrund (Universum) die Prozesse laufen.
Das Bewusstsein ist sozusagen der Strom. So eine große Simulation braucht aber nicht nur das, sondern vor allem viel Raum. Der Raum, in dem das abläuft, ist die Liebe. Und alles, was sich in diesem Raum, also in der Liebe entwickelt, braucht viel Zeit.
Wenn nun Raum und Zeit unbegrenzt zur Verfügung stehen, wird man am Ende sehen was das Endergebnis davon ist. Wenn also das was sich da in der Liebe entwickeln kann, am Ziel ist, so wird man sagen können: so sieht das also aus und es kann eigentlich nur so sein wie es ist.
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Re: Simulation des Multiversum

Beitragvon Fuerst_48 » Fr 24. Jan 2014, 16:18

Katana » Sa 1. Jun 2013, 17:12 hat geschrieben:Da aufgrund quantenphysikalischer Gesetze die Zukunft nicht exakt vorhersehbar ist, halte ich mich mit Spekulationen zurück.

Und genau wissen können wir sowas nicht. Und wenn wir uns weiterentwickeln, werden wir uns mit Konstruktiveren Dingen beschäftigen und solche Überlegungen einer kleinen Handvoll Philosophen überlassen.

Gespannt bin ich, ob bei CERN in Genf der URKNALL tatsächlich simuliert werden kann...
Angeblich ist man knapp davor.
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Re: Simulation des Multiversum

Beitragvon Adam Smith » Fr 24. Jan 2014, 17:02

Fuerst_48 » Fr 24. Jan 2014, 16:18 hat geschrieben:Gespannt bin ich, ob bei CERN in Genf der URKNALL tatsächlich simuliert werden kann...
Angeblich ist man knapp davor.


Wo hast du denn das gelesen? :?:
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Re: Simulation des Multiversum

Beitragvon Fuerst_48 » Sa 25. Jan 2014, 10:24

Adam Smith » Fr 24. Jan 2014, 17:02 hat geschrieben:
Wo hast du denn das gelesen? :?:

Ein Freund von mir (Dr. der Physik) hat bis November 2013 bei CERN gearbeitet und uns das Areal gezeigt, wie man es nur als Insider erleben kann. Er hat davon berichtet.
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Re: Simulation des Multiversum

Beitragvon Adam Smith » Sa 25. Jan 2014, 10:46

Fuerst_48 » Sa 25. Jan 2014, 10:24 hat geschrieben:Ein Freund von mir (Dr. der Physik) hat bis November 2013 bei CERN gearbeitet und uns das Areal gezeigt, wie man es nur als Insider erleben kann. Er hat davon berichtet.


Die sind mit den Energien die dort erzeugt werden so nahe am Urknall wie nie zuvor.

Jedes Objekt, das kleiner wäre als die Planck-Länge, hätte aufgrund der ►Unschärferelation eine so hohe Geschwindigkeit und Energie, dass es sofort zu einem ►Schwarzen Loch kollabieren würde. Ein Teilchenbeschleuniger, der eine Struktur von der Planck-Länge auflösen könnte, müsste Teilchen eine riesige Energie verleihen, wie es sie in der Natur nur kurz nach dem ►Urknall gab. Er müsste dazu etwa so groß sein wie unser Sonnensystem.


http://unendliches.net/german/index.htm ... heiten.htm

Die Versuche markieren den Beginn der wissenschaftlichen Experimente am Large Hadron Collider (LHC), der den Bedingungen des Urknalls so nahe kommen soll wie nie zuvor.


http://www.sueddeutsche.de/wissen/weltr ... ll-1.18337
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Re: Simulation des Multiversum

Beitragvon Fuerst_48 » Sa 25. Jan 2014, 13:11

Adam Smith » Sa 25. Jan 2014, 10:46 hat geschrieben:
Die sind mit den Energien die dort erzeugt werden so nahe am Urknall wie nie zuvor.



http://unendliches.net/german/index.htm ... heiten.htm



http://www.sueddeutsche.de/wissen/weltr ... ll-1.18337

Bin gespannt, wann sie es schaffen...das Experiment dauert schon sehr lange!!
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Re: Simulation des Multiversum

Beitragvon Adam Smith » Sa 25. Jan 2014, 13:22

Fuerst_48 » Sa 25. Jan 2014, 13:11 hat geschrieben:Bin gespannt, wann sie es schaffen...das Experiment dauert schon sehr lange!!


Die haben dort gerade erst angefangen.


Die Experimente im neu erschlossenen Energiebereich begannen Ende 2009.

...

Die Laufzeit des LHC wird voraussichtlich 2030 enden. Bis zu diesem Zeitpunkt bestehen jedoch vielfältige Planungen. Seit Februar 2013 läuft die erste Umrüstungsphase, die bis 2015 andauern soll.[69] Danach soll die Protonenenergie voraussichtlich 6,5 TeV erreichen, außerdem soll die Luminosität ihren Designwert erreichen.


http://de.wikipedia.org/wiki/Large_Hadron_Collider

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