KI - Das Erwachen einer neuen Form der Selbstbewusstheit

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Re: KI - Das Erwachen einer neuen Form der Selbstbewusstheit

Beitragvon Achim T. » Fr 31. Mai 2013, 20:07

Cerberus » Fr 31. Mai 2013, 06:00 hat geschrieben:Wie kommen Sie auf sowas?


Weil Bewusstsein eine aus dem Handelnden rührende Funktion ist. Das bedeutet, dass diese nicht von außen beeinflusst werden kann und darf. Ansonsten wäre es nicht Bewusstsein sondern eine gesteuerte Handlung.
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Re: KI - Das Erwachen einer neuen Form der Selbstbewusstheit

Beitragvon Cerberus » Fr 31. Mai 2013, 21:19

Achim T. » Fr 31. Mai 2013, 20:07 hat geschrieben:
Weil Bewusstsein eine aus dem Handelnden rührende Funktion ist.
Ah ja. Genau wer, hat das wann bewiesen?

Achim T. » Fr 31. Mai 2013, 20:07 hat geschrieben:Das bedeutet, dass diese nicht von außen beeinflusst werden kann und darf. Ansonsten wäre es nicht Bewusstsein sondern eine gesteuerte Handlung.
Das ist jetzt aber ulkig... weil ich überhaupt noch keinen Menschen oder sonst etwas Lebendes hier sah, was nicht von außen beeinflusst wird...
Dirk Müller zum Thema Ukraine/Krim: https://www.youtube.com/watch?v=K_YWdaQhRU4
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Re: KI - Das Erwachen einer neuen Form der Selbstbewusstheit

Beitragvon Achim T. » Fr 31. Mai 2013, 22:27

Cerberus » Fr 31. Mai 2013, 21:19 hat geschrieben: Ah ja. Genau wer, hat das wann bewiesen?

Das ist jetzt aber ulkig... weil ich überhaupt noch keinen Menschen oder sonst etwas Lebendes hier sah, was nicht von außen beeinflusst wird...


Tja - ulkig wenn nicht unterschieden wird was man sieht.

Aber von außen beeinflusst ist bewusstes Handeln nur schwer eingeschränkt. Natürlich nehmen wir Informationen von außen auf - aber wir entscheiden selbst wie wir diese gewichten - das ist Bewusstsein und genau das funktioniert so bei künstlicher Intelligenz nicht.
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Re: KI - Das Erwachen einer neuen Form der Selbstbewusstheit

Beitragvon Achim T. » Fr 31. Mai 2013, 22:31

Cerberus » Fr 31. Mai 2013, 21:19 hat geschrieben: Ah ja. Genau wer, hat das wann bewiesen?


Was gibt es da zu beweisen?

Ich bitte einmal um eine Definition von Bewßtsein...
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Re: KI - Das Erwachen einer neuen Form der Selbstbewusstheit

Beitragvon Cerberus » Fr 31. Mai 2013, 22:40

Achim T. » Fr 31. Mai 2013, 22:27 hat geschrieben:
Tja - ulkig wenn nicht unterschieden wird was man sieht.

Aber von außen beeinflusst ist bewusstes Handeln nur schwer eingeschränkt. Natürlich nehmen wir Informationen von außen auf - aber wir entscheiden selbst wie wir diese gewichten - das ist Bewusstsein und genau das funktioniert so bei künstlicher Intelligenz nicht.
So so. Was Sie nicht so alles wissen...
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Re: KI - Das Erwachen einer neuen Form der Selbstbewusstheit

Beitragvon Achim T. » Fr 31. Mai 2013, 22:54

Cerberus » Fr 31. Mai 2013, 22:40 hat geschrieben: So so. Was Sie nicht so alles wissen...


Ich habe ja bereits um Ihre Definition des Themas gebeten - leider kam die noch nicht...
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Re: KI - Das Erwachen einer neuen Form der Selbstbewusstheit

Beitragvon Cerberus » Fr 31. Mai 2013, 23:00

Achim T. » Fr 31. Mai 2013, 22:54 hat geschrieben:
Ich habe ja bereits um Ihre Definition des Themas gebeten - leider kam die noch nicht...
Ich denke, bei Ihrem Wissen braucht Ihnen keiner mehr noch ein Thema definieren. Also Sie haben mir schon hinreichend definiert.
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Re: KI - Das Erwachen einer neuen Form der Selbstbewusstheit

Beitragvon Achim T. » Fr 31. Mai 2013, 23:20

Cerberus » Fr 31. Mai 2013, 23:00 hat geschrieben:Ich denke, bei Ihrem Wissen braucht Ihnen keiner mehr noch ein Thema definieren. Also Sie haben mir schon hinreichend definiert.


?????????

Na ja wie Sie meinen....

Eigentlich habe ich nur gefragt was Sie unter "Bewusstsein" verstehen.

Gemeint habe ich damit, dass wir nicht sinnvolll diskutieren können wenn wir nicht den Selben Begriff von einem Wort haben.
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Re: KI - Das Erwachen einer neuen Form der Selbstbewusstheit

Beitragvon Cerberus » Fr 31. Mai 2013, 23:47

Achim T. » Fr 31. Mai 2013, 23:20 hat geschrieben:
?????????

Na ja wie Sie meinen....

Eigentlich habe ich nur gefragt was Sie unter "Bewusstsein" verstehen.

Gemeint habe ich damit, dass wir nicht sinnvolll diskutieren können wenn wir nicht den Selben Begriff von einem Wort haben.

Ach so, ich dachte ich hätte Sie nach dem Quell Ihres Wissens gefragt. Gut, also ich verstehe unter Bewusstsein, mein "mir bewusst sein, dass ich existiere" - also mein ICH-Empfinden, oder das von anderen, denen ich anvermute, gleiches zu besitzen. Weiter: Mein Bewusstsein sehe ich nicht gleich meinem Charakter - mein Charakter bildet sich, über die Wirkungen des Körpers und der Umwelt, auf meinem Bewusstsein, welches ich, ohne Einwirkungen gedacht, als "neutral" erachte. Aber da Sie ja so ein gehupft Maß an Wissen darüber haben, wie ein Bewusstsein nur existieren kann, weiß ich nicht, welche Rolle meine kleine, bescheidene Anschauung da wohl spielen sollte.
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Re: KI - Das Erwachen einer neuen Form der Selbstbewusstheit

Beitragvon Belsazar » Sa 1. Jun 2013, 07:46

[...]
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Re: KI - Das Erwachen einer neuen Form der Selbstbewusstheit

Beitragvon Sri Aurobindo » Sa 1. Jun 2013, 10:58

Wenn man sich mit dem Begriff Bewusstsein derart schwer tut, dann ersetze man ihn einfach durch den Begriff "das GEWAHREN".

@ Cerberus
Was Du als Definition von Bewusstsein angibst, ist bereits Selbstbewusstsein.

Also das Gewahren, dass es ein Gewahrendes gibt, das die Welt gewahrt!
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Re: KI - Das Erwachen einer neuen Form der Selbstbewusstheit

Beitragvon Dark Angel » Sa 1. Jun 2013, 11:09

Matthias Pochmann » Sa 1. Jun 2013, 10:58 hat geschrieben:Wenn man sich mit dem Begriff Bewusstsein derart schwer tut, dann ersetze man ihn einfach durch den Begriff "das GEWAHREN".

@ Cerberus
Was Du als Definition von Bewusstsein angibst, ist bereits Selbstbewusstsein.

Also das Gewahren, dass es ein Gewahrendes gibt, das die Welt gewahrt!

Tscha nur haben Bewusstsein und gewahren nicht die gleiche Bedeutung.
Während Bewusstsein i.w.S. für erlebbare Existenz mentaler Zustände und Prozesse steht und darüber hinaus sehr unterschiedlich definiert wird (Neurowissenschaften, Kognitionswissenschaften, Psychologie etc), hat "gewahren" die Bedeutung von: auffallen, erspähen, erkennen, wahrnehmen, sehen, bemerken. Also sehr viel eingeschränkter als Bewusstsein und dabei spielt es keine Rolle ob man den Begriff nun als Verb oder substantiviertes Verb gebraucht.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: KI - Das Erwachen einer neuen Form der Selbstbewusstheit

Beitragvon Sri Aurobindo » Sa 1. Jun 2013, 11:17

Dark Angel » Sa 1. Jun 2013, 12:09 hat geschrieben:Tscha nur haben Bewusstsein und gewahren nicht die gleiche Bedeutung.
Während Bewusstsein i.w.S. für erlebbare Existenz mentaler Zustände und Prozesse steht und darüber hinaus sehr unterschiedlich definiert wird (Neurowissenschaften, Kognitionswissenschaften, Psychologie etc), hat "gewahren" die Bedeutung von: auffallen, erspähen, erkennen, wahrnehmen, sehen, bemerken. Also sehr viel eingeschränkter als Bewusstsein und dabei spielt es keine Rolle ob man den Begriff nun als Verb oder substantiviertes Verb gebraucht.

Denk Dir einfach "Gewahren" - es drückt sehr viel von dem aus, was ich mit Bewusstsein ausdrücken will.

Ich kann einen roten Apfel vor mir gewahren
Ich kann mir eines roten Apfel vor mir bewusst werden

... Ein Unterschied (so es einen gibt) ist nicht wirklich von Bedeutung
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Re: KI - Das Erwachen einer neuen Form der Selbstbewusstheit

Beitragvon Cerberus » Sa 1. Jun 2013, 11:29

Matthias Pochmann » Sa 1. Jun 2013, 10:58 hat geschrieben:@ Cerberus
Was Du als Definition von Bewusstsein angibst, ist bereits Selbstbewusstsein.
Es handelt sich hier um Synonyme. Davon ab gibt es keine klare Definition. Bewusstsein meint gemeinhin, das, was denkt, das, was "sich empfindet". Selbstbewusstsein jedoch, wird mehrheitlich anders interpretiert (z.B. Arsch in der Hose haben). Das Selbstbewusstsein, dass das Bewusstsein seiner selbst meint, ist das Bewusstsein, von dem hier gesprochen wird. Bewusstsein setzt voraus, dass sich etwas seiner selbst bewusst ist - also (im reinen Wortsinne) Bewusstsein hat, unabhängig davon, ob man es auf eine einzelne Person herunterbricht, oder auf ein mögliches Ganzes hin betrachtet.
Zuletzt geändert von Cerberus am Sa 1. Jun 2013, 13:50, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: KI - Das Erwachen einer neuen Form der Selbstbewusstheit

Beitragvon Dark Angel » Sa 1. Jun 2013, 11:33

Matthias Pochmann » Sa 1. Jun 2013, 11:17 hat geschrieben:Denk Dir einfach "Gewahren" - es drückt sehr viel von dem aus, was ich mit Bewusstsein ausdrücken will.

Ich kann einen roten Apfel vor mir gewahren
Ich kann mir eines roten Apfel vor mir bewusst werden

... Ein Unterschied (so es einen gibt) ist nicht wirklich von Bedeutung

Nein tut es nicht, das Gegenteil ist der Fall.
Wäre dem nämlich so, dass das Synonym "gewahren" mehr ausdrücken würde, als Bewusststein, dann gäbe es eine einfache, eindeutige Definition für Bewusstsein, aber genau DAS ist NICHT der Fall.
Der Begriff Bewusstsein ist sehr viel komplexer und komplizierter als Du uns hier weis machen willst.
Wie bereits erwähnt, ist Bewusstsein i.w.S. die erlebbare Existenz mentaler Zustände und Prozesse und die wiederum funktionieren nach dem Ursache-Wirkung-Prinzip, lassen sich also naturwissenschaftlich beschreiben.
Gewahren ist Wirkung, also die Reaktion auf eine Ursache.
Der rote Apfel ist Ursache - ihn zu "gewahren" (sehen, bemerken, erkennen) hingegen Wirkung/Ergebnis mentaler Prozesse.
Wie kann also die bloße Wirkung/das bloße Ergebnis mehr ausdrücken als das Ursache-Wirkung-Prinzip insgesamt?
Das erklär mal.
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Re: KI - Das Erwachen einer neuen Form der Selbstbewusstheit

Beitragvon Sri Aurobindo » Sa 1. Jun 2013, 11:40

Cerberus » Sa 1. Jun 2013, 12:29 hat geschrieben: Es handelt sich hier um Synonyme. Davon ab gibt es keine klare Definition. Bewusstsein meint gemeinhin, dass was denkt, dass was "sich empfindet". Selbstbewusstsein jedoch, wird mehrheitlich anders interpretiert (z.B. Arsch in der Hose haben). Das Selbstbewusstsein, dass das Bewusstsein seiner selbst meint, ist das Bewusstsein, von dem hier gesprochen wird. Bewusstsein setzt voraus, dass sich etwas seiner selbst bewusst ist - also (im reinen Wortsinne) Bewusstsein hat, unabhängig davon, ob man es auf eine einzelne Person herunterbricht, oder auf ein mögliches Ganzes hin betrachtet.


http://de.wikipedia.org/wiki/Selbstbewusstsein
Zum einen wird darunter das aktive durch innere Denkvorgänge herbeigeführte Erkennen der eigenen Persönlichkeit verstanden (Selbsterfahrung, englisch „self-awareness“). Die Frage: „Wer oder was bin ich?“ kann als Ergebnis dieses Denkvorgangs beantwortet werden. Auch eine passive Zuschreibung, die Attribuierung durch andere denkende Lebewesen der Gruppe, führt zum Erkennen und Definieren der eigenen Person bzw. Persönlichkeit, dem Selbstkonzept.

Zum anderen beschreibt „Selbstbewusstsein“ etwas, was im Englischen „self-confidence“ oder „self-assurance“ heißt. „confidence“ heißt „Vertrauen, Zuversicht“; „assurance“ heißt „Gewissheit, Sicherheit, Vertrauen“. Ein selbstbewusster Mensch verspürt diese vier Dinge in so starkem Maße, dass er seiner Zukunft relativ[1] optimistisch, angstfrei, sorglos und unbekümmert entgegengeht. Das ist der Selbstwert.


Selbstbewusstsein ist ein besonderes Bewusstsein, das in der Welt außer beim Menschen nur bei wenigen anderen Tieren vorkommt
( z.B. bei einigen Affenarten und Delphinen)

Auch der Mensch wird nicht schon mit einem Selbstbewusstsein geboren - aber natürlich besitzt der Mensch mit seiner Geburt bereits ein Bewusstsein.

Aus dem Bewusstsein - dem Gewahren der Welt - entwickelt sich das Gewahren eines Unterschieds zwischen dem Selbst und dem Anderen.

Diese wichtige Differenzierung der Welt (Selbst/Anderes) ist ein wichtiger Schritt in der Entwicklung eines Menschen - dies passiert aber erst im Laufe des Heranwachsens - als Ergebnis von Erfahrungen in der Welt!
Zuletzt geändert von Sri Aurobindo am Sa 1. Jun 2013, 11:46, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: KI - Das Erwachen einer neuen Form der Selbstbewusstheit

Beitragvon Cerberus » Sa 1. Jun 2013, 11:57



Danke, also für den Fall, dass Sie meinen Ausführungen nicht folgen konnten, genau das was Sie jetzt aus Wiki zitieren habe ich ausgesagt. Das Erkennen der eigenen Persönlichkeit - eben: das sich seiner selbst bewusst sein) - sowie ich Sie schon dahingehend aufmerksam machte, dass der Begriff Selbstbewusstsein mehrheitlich eher anders verwendet wird, als um das "seiner selbst bewusst sein" zu beschreiben - hier nannte ich es "Arsch in der Hose haben" in Wikki heißt es also: "Gewissheit, Sicherheit, Vertrauen".

Ich weiß jetzt nicht genau, wozu Sie mir also nun wiederholen, was ich Ihnen dazu zu sagen hatte; aber gut, ich wusste schon nicht, was Sie trieb mir vorzuhalten, ich würde von Selbstbewusstsein sprechen - gerade das (in diesem häufigsten Sprachgebrauch) eben nicht! Und genau deswegen ist es weniger klug, wenn man zum Thema Bewusstsein von Selbstbewusstsein spricht, wenn man doch Bewusstsein meint. Sie suchen noch die Balance, nehme ich an?
Dirk Müller zum Thema Ukraine/Krim: https://www.youtube.com/watch?v=K_YWdaQhRU4
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Re: KI - Das Erwachen einer neuen Form der Selbstbewusstheit

Beitragvon Sri Aurobindo » Sa 1. Jun 2013, 11:59

@ Dark Angel
Ich zitiere mal, was Selaht an anderer Stelle passend formuliert.

Du behauptest die Wissenschaft kann beweisen, dass es keinen Zweck in der Natur gibt!
Das ist ein argumentum ad ignorantiam

Selaht » Sa 1. Jun 2013, 00:10 hat geschrieben:Wobei es bei Russels Analogie darum gar nicht ging, ob es Gott oder die Teekanne nun gibt oder nicht. Sondern darum wie man beweisen kann, dass es sie gibt oder nicht gibt.

Nun beweis mal schön, dass es diese Teekanne nicht gibt, wenn du das schon behauptest.

Unbewiesene Behauptungen aufstellen kann jeder.

Das argumentum ad ignorantiam (lateinisch für „Argument, das an das Nichtwissen appelliert“) ist ein logischer Fehlschluss, bei dem eine These für falsch erklärt wird, allein weil sie bisher nicht bewiesen werden konnte, oder umgekehrt, eine These für richtig erklärt wird, allein weil sie bisher nicht widerlegt werden konnte. Der Fehlschluss wird ohne Sachargumente gezogen. Der so Argumentierende sieht seine mangelnde Vorstellungskraft oder seine Ignoranz als hinreichend für die Widerlegung bzw. Bestätigung einer These an.
http://de.wikipedia.org/wiki/Argumentum_ad_ignorantiam

Russels Teekanne zeigt auf, dass man die Nichtexistenz der Teekanne nicht beweisen kann, und dass es daher keine Ignoranz ist, wenn man Personen nicht glaubt, die ihre Existenz oder die Existenz eines Schöpfergotts ohne Sachargumente postulieren.

Unberücksichtigt bleibt dabei, dass laut Tora/AT Gott eine Sintflut verursacht hat, die nie stattgefunden hat. Auch eine babylonische Sprachenverwirrung hat er verursacht, die es nie gegeben hat.

Und obwohl man laut den 10 Geboten nicht lügen soll und kein falsch Zeugnis wider seinen Nächsten reden soll, schadet es nicht sonderlich, solche Unwahrheiten über Gott in einer heiligen Schrift zu verbreiten.


Du hast noch die DDR-Wissenschaft in den Knochen - hier gab es viele unwissenschaftliche Dogmatik!

Es gibt Grenzen der Wissenschaften - so kann Wissenschaft zwar annehmen, dass es keinen Gott gibt, oder dass Natur keinen Zweck hat - sie kann dies aber niemals BEWEISEN!

Ich bitte Dich- nur um die Qualität Deiner Beiträge zu erhöhen - doch mal etwas über Erkenntnistheorie zu lesen!
Gut geeignet dafür ist Kants Kritik der reinen Vernunft!
(Die Frage ist hier: Was kann ich wissen?)

Ein kritischer Wissenschaftler sagt zu der Frage, ob es einen Gott gibt: Diese Frage kann ich nicht beantworten!

In der DDR sah man das in der Wissenschaft anders - man war weniger kritisch!
--> Schließlich wurde Religion als Opium fürs Volk definiert
Zuletzt geändert von Sri Aurobindo am Sa 1. Jun 2013, 12:37, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: KI - Das Erwachen einer neuen Form der Selbstbewusstheit

Beitragvon Dark Angel » Sa 1. Jun 2013, 14:28

Matthias Pochmann » Sa 1. Jun 2013, 11:59 hat geschrieben:@ Dark Angel
Ich zitiere mal, was Selaht an anderer Stelle passend formuliert.

Russels Teekanne oder die unsichtbaren rosaroten Einhörner oder die unsichtbaren vier grünen Elefanten, die den Erdkern drehen - alles Dinge, die Bezug auf die Existenz oder Nichtexistenz Gottes nehmen oder eben auf einen Zweck in der Natur/einen Zweck den die Natur verfolgt.

Matthias Pochmann » Sa 1. Jun 2013, 11:59 hat geschrieben:Du behauptest die Wissenschaft kann beweisen, dass es keinen Zweck in der Natur gibt!
Das ist ein argumentum ad ignorantiam

Ein Zweck in der Natur setzt eine lenkende Intelligenz voraus und die gibt es nicht.
Wer die Behauptung aufstellt, in der Natur gäbe es einen Zweck bzw Natur (Evolution) verfolge einen Zweck, kommt nicht ohne Zusatzannahmen aus und der ist in der Beweispflicht. Die Zusatzannahme - lenkende Intelligenz in/hinter der Natur IST eine solche Zusatzannahme, weil ohne sie kein Zweck/Ziel in der Natur erklärbat ist.
Kannst Du den Beweis erbringen oder kannst Du es nicht?
Erklärungen hingegen, die OHNE solche Zusatzannahmen auskommen (occams razor) bringen aus sich selbst heraus schon den Beweis.

Matthias Pochmann » Sa 1. Jun 2013, 11:59 hat geschrieben:Du hast noch die DDR-Wissenschaft in den Knochen - hier gab es viele unwissenschaftliche Dogmatik!

1. Hast Du einen Beleg für diese Behauptung?

2. Habe ich sowohl in der DDR als auch in der BRD ein Studium absolviert (verschiedene Fachrichtungen) und ich kann Dir eines verraten: in der wissenschaftlichen Methodik gibt es keinen Unterschied.
Gäbe es den, wären KEINE (wissenschaftlichen) Studienabschlüsse aus DDR-Zeiten anerkannt worden. Sind sie aber!

Matthias Pochmann » Sa 1. Jun 2013, 11:59 hat geschrieben:Es gibt Grenzen der Wissenschaften - so kann Wissenschaft zwar annehmen, dass es keinen Gott gibt, oder dass Natur keinen Zweck hat - sie kann dies aber niemals BEWEISEN!

Wissenschaft hat keine Grenzen. Jedoch gehören Metaphysik, Transzendens und Spiritualität etc NICHT in den Bereich der Wissenschaften.
Ebenso hat deine teleologische Sicht auf Natur/Evolution, derzufolge alles einem bestimmten Zweck folgt, nichts mit Wissenschaft zu tun.
Wissenschaft (zumindest Naturwissenschaft) orientiert sich an Fakten, arbeitet mit Belegen und liefert zeitkernige, schlüssige, hinreichende Erklärungen, die ohne Zusatzannahmen auskommen, vor allem OHNE nichtfalsifizierbare Zusatzannahmen, wie Du sie hier ins Gespräch bringst.
(Natur)wissenschaftler arbeiten nach dem Prinzip der Sparsamkeit - auch Occams razor genannt.
Also schwurble hier bitte nix von den Grenzen der Wissenschaft daher.
Dein "Zweck in der Natur/Evolution" ist eine solche nichtfalsifizierbare Zusatzannahme und daher unwissenschaftlich.

Matthias Pochmann » Sa 1. Jun 2013, 11:59 hat geschrieben:Ich bitte Dich- nur um die Qualität Deiner Beiträge zu erhöhen - doch mal etwas über Erkenntnistheorie zu lesen!
Gut geeignet dafür ist Kants Kritik der reinen Vernunft!
(Die Frage ist hier: Was kann ich wissen?)

Ich beschäftige mich mit Naturwissenschaft bzw empirischer Wissenschaft und da kann ich sehr viel wissen, weil ich nämlich über Fakten/Belege aus der Feldforschung verfüge. Das Schwurbeln überlasse ich Philosophen, die können sich selbst und anderen so schön widersprechen. :D
Übrigens spielt bei diesen Thema weniger Kant, als viel mehr Popper einen wichtige Rolle. Hat auch was mit Erkenntnistheorie zu tun.

Matthias Pochmann » Sa 1. Jun 2013, 11:59 hat geschrieben:Ein kritischer Wissenschaftler sagt zu der Frage, ob es einen Gott gibt: Diese Frage kann ich nicht beantworten!

Ein Wissenschaftler lässt bei seine Erklärungen Gott außen vor, eben WEIL Gott weder falsifizier- noch verifizierbar ist.

Matthias Pochmann » Sa 1. Jun 2013, 11:59 hat geschrieben:In der DDR sah man das in der Wissenschaft anders - man war weniger kritisch!
--> Schließlich wurde Religion als Opium fürs Volk definiert

Nochmal: Hast Du dafür einen Beweis oder schwurbelst Du da nur was zusammen?

Und auch nochmal: Gott hat in den Wissenschaften (Natur- und empirischen Wissenschaften) nicht verloren - in keinem Land der Erde.
In den Wissenschaften geht es darum Theorien/Hypothesen zu überprüfen und zu hinterfragen und dazu muss man ALLE eineirkenden Faktoren und Aspekte falsifizieren können.
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Re: KI - Das Erwachen einer neuen Form der Selbstbewusstheit

Beitragvon Cerberus » Sa 1. Jun 2013, 14:45

Dark Angel » Sa 1. Jun 2013, 14:28 hat geschrieben:Und auch nochmal: Gott hat in den Wissenschaften (Natur- und empirischen Wissenschaften) nicht verloren - in keinem Land der Erde.
Hm. Nicht so ganz? Natürlich auch eine Frage der Interpretation des Begriffes "Gott", doch der Gedanke um etwas irgendwie "göttliches", das irgendwo/-wie dahinter stehen könnte/sollte/müsste ist wohl kaum einem Teilchenphysiker abspenstig. Nicht dass da jemand etwas - nach üblichen Regeln - beweisen könnte - doch die Aussage, dass der Gedanke an etwas göttliches in keiner Wissenschaft was verloren hätte, würde ich so nicht aussagen wollen. Gerade nun in Bezug zum Thema Bewusstsein hört auch alle Wissenschaft auf. Wir können dieses nicht mit unseren Methoden beweisen, wissen aber das es existent ist. Wissen nicht im Mindesten wie es ist, wie es überhaupt entstehen konnte, oder kann, und was es als "Ding" überhaupt sei. So ist es selbst nicht mit irgendeinem Sinn zu erfassen, mit nichts zu messen, sondern steht über alle dem, was über Sinne erfasst wird.
Zuletzt geändert von Cerberus am Sa 1. Jun 2013, 14:48, insgesamt 1-mal geändert.
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