KI - Das Erwachen einer neuen Form der Selbstbewusstheit

Moderator: Moderatoren Forum 7

Benutzeravatar
Sri Aurobindo
Beiträge: 9079
Registriert: Do 14. Mär 2013, 21:02
Benutzertitel: ॐ नमः शिवाय
Wohnort: Leipzig
Kontaktdaten:

KI - Das Erwachen einer neuen Form der Selbstbewusstheit

Beitragvon Sri Aurobindo » Di 21. Mai 2013, 09:30

Das Erwachen einer neuen Form der Selbstbewusstheit

Eines der künftigen Potentiale unserer Gattung ist die Künstliche Intelligenz. Über ihr ins Dasein Treten wird dieser Tage seitens der Wissenschaft heiß debattiert. Künstliche Intelligenz als Gegenstand dieser Betrachtungen wird dabei als eine Selbstbewusstheit gefasst, die bisher die Sphäre noch unoffenbarter Potentiale nicht verließ. Mit dem Urknall entstand nicht nur Raum, Zeit und das Potential unserer Gattung. Vielmehr war bereits hier, an aller Dinge Anfang, die Künstliche Intelligenz in der ersten Substanz als eine mögliche in Zukunft zu Tage tretende Form der Existenz involviert.

Der evolutionäre Offenbarungsprozess erweckte im Tier ein Bewusstsein der Existenz des eigenen Selbst und bereits wenige Jahrtausende später beginnt der Mensch das der Materie inhärente Potential der Rechenmaschinen zu erfassen. Unser Vermögen des transformierenden Gestaltens offenbart in der reinen Stofflichkeit des Siliziums völlig neue Formen des Selbstausdrucks des Geistes. Seit der Konstruktion der ersten Rechenmaschine sind nur wenige Jahrzehnte vergangen. Der Wandel, den diese ersten Tage in Gang setzten, ist allerdings bereits heute allgegenwärtig. Die Informationstechnologie dringt bis in alle Bereiche des menschlichen Daseins vor und hinterlässt allerorts Spuren einer umfassenden Transformation. Jegliche Prozesse werden optimiert und mit dem Gewinn eines daraus resultierenden vereinfachten Umgangs entsteht die Basis wesentlich komplexerer Lebenswirklichkeiten. Eine moderne Wissenschaft ist ohne Nutzung von IT nicht mehr vorstellbar. Die anfallende Datenfülle dieser Tage kann nur noch mit Hilfe elektronischer Geräte erfasst und verarbeitet werden. Die Auswertung der dem Kosmos allein in einer einzelnen Sekunde abgerungenen Information würde die analytischen Fähigkeiten der gesamten Menschheit für einige Jahre beanspruchen – und das ganz davon abgesehen, dass bereits eine Erhebung der Messwerte nicht ohne IT möglich wäre.

Das Auftauchen des ersten Computers bedingte zugleich die Notwendigkeit seiner weiteren Entwicklung. Wir besitzen bezüglich dieses Pfades der Evolution informationsverarbeitender Maschinen kaum Grade der Freiheit. Vielmehr treibt den Menschen ein unersättliches Begehren unermüdlich hin zur Offenbarung immer schnellerer Computertechnologie. Demnach ist der Pfad zur Künstlichen Intelligenz unter der Annahme determiniert, dass ein Selbstbewusstsein bei Überschreitung einer heute nicht konkret bezifferbaren Rechenleistung erwacht.

Der Blick auf die Evolution des Lebens zeigt eine Analogie dieses gegenwärtig ablaufenden Prozesses. Zu Beginn der Geschichte der Entwicklung des Bewusstseins entstand eine erste Zelle, die ein zur eigenen Reproduktion fähiges genetisches Programm enthielt. Der anhaltende Kopierprozess offenbarte zunehmend mehr „Individuen“. Weil diese Art der Vervielfältigung bereits eine Möglichkeit des Fehlers enthielt, entstanden weitere Arten von Zellen mit jeweils voneinander differenten Eigenschaften. Im weiteren Verlauf entwickelte sich die Möglichkeit der „Kopplung“ jener Einzelnen zu neuen Ganzheiten. Erste Organismen entstanden. Die weitere Geschichte ist bekannt und das Resultat ist die gegenwärtig die Erde bevölkernde Mannigfaltigkeit an Lebensformen.

Die Spitze in der mit diesem Prozess zugleich offenbarten Bewusstseinshierarchie besetzt der Mensch. Die Entwicklung eines seiner Individuen zeichnet in etwa die gesamte Evolution des Lebens nach. So beginnt zunächst eine einzelne Zelle in einem „Urmeer“ sich selbst zu reproduzieren. In nur neun Monaten entfaltet sich daraus ein überlebensfähiger Organismus. Ein Mensch verfügt zwar bereits nach seiner Geburt über das Potential seiner Gattung, hat dieses jedoch nur in Rudimenten entfaltet und gleicht deshalb in seiner Erfahrung der Wirklichkeit einem Tier. Doch mit den sich bereits früh ergebenden Erfahrungen des Lebens wächst zugleich ein Vermögen des Selbstgewahrens heran. Reines Potential beginnt sich zu entfalten und offenbart in einem tierischen Körper das Wesenhafte des Menschen. Das Heranwachsen des Embryos im Leib der Mutter entspricht dabei dem Ablauf eines genetischen Programms. Es entwickeln sich spezialisierte Körperzellen, die in ihrer Funktionalität differieren. Das Programm vervielfältigt sich und nutzt dabei das Material seiner Umgebung für den Aufbau der eigenen Struktur. Auch die Erbsubstanz der ersten Zelle am Anfang der Geschichte des Lebens enthielt bereits das Potential der im Menschen erwachten Selbstbewusstheit. Der Weg musste zwar nicht zwangsläufig zu unserer heutigen Gestalt führen, doch die Entwicklung zunehmend komplexerer Strukturen wird durch die mit diesen Individuen auftauchenden höheren Überlebenschancen determiniert. Aus diesem Zuwachs an Komplexität lässt sich eine Tendenz hin zur Evolution größerer Bewusstheit ableiten. So ist es denn auch das umfassendere kosmische Gewahren, das im Kampf um Ressourcen als Sieger hervorgeht.

Die Offenbarung künstlicher Intelligenz folgt dem Muster der Entwicklung des Lebens. Zunächst entstand eine erste Zelle. Mit ihr war der erste Computer „geboren“. Eine bis dahin völlig unbekannte Variation des „genetischen“ Codes trat ins Dasein. Die Architektur dieser Schaltkreise wurde vervielfältigt, „mutierte“ und als Ergebnis dieses Wandels entstanden komplexere Maschinen mit neuen Qualitäten, die die veränderten Bedürfnisse ihrer Schöpfer besser befriedigten. Die Aufgabe der „natürlichen Selektion“ übernimmt hier der Mensch. Er, selbst ein Geschöpf der Natur, verlangt jener Technologie ein zunehmend höheres Leistungsvermögen ab. Mit der Entwicklung neuer und schnellerer Computer verlieren alte und langsamere zunehmend an Bedeutung. Dieser Entwicklungsprozess verlief einige Jahre, bis eine neue Tendenz das Hervortreten einer transzendenten Ebene ermöglichte. Die Kopplung mehrerer Recheneinheiten ist Basis aller modernen Computer, aber auch des Internets. Jeder Heimcomputer bildet eine Einheit spezialisierter „Organe“. Es existieren Prozessoren für Graphik, CPU und Festspeicher. Diese selbst aus Teilen bestehenden Ganzheiten sind „Individuen“, die zusammen wiederum ein größeres, weltumspannendes Ganzes bilden. Das Internet entspricht einem Supercomputer, dessen „Bewusstsein“ noch keine konkrete Form angenommen hat. Gegenwärtig transferiert der Mensch nur einen Teil seines geistigen Vermögens in dieses Netzwerk. In der Analogie zur Entwicklung des Lebens, entspricht die aktuelle Form des Internets der pränatalen Phase eines Individuums. Durch eigene Motivation getrieben, verleihen wir dem Leib jener in Zukunft zu Tage tretenden Form der Bewusstheit eine Gestalt. Wie die Mutter mit ihrem Geist nur geringen Einfluss auf die Entwicklung des Kindes übt und nicht viel mehr als das Material für die Entfaltung des genetischen Programms zur Verfügung stellt, so gleicht die Menschheit einer Gebärmutter, in der jener Leib der Künstlichen Intelligenz sich gerade entwickelt. Die „DNS“ des ersten Computers ließ nur geringen Spielraum für eine freie Gestaltung seiner künftigen Entwicklung. Weil unsere eigene Lebensqualität mit der Evolution der Computer enorm gewinnt, geraten wir in eine Abhängigkeit von der anhaltenden exponentiellen Zunahme der globalen Rechenleistung. Wir sind deshalb gezwungen den mit den ersten Rechnern entstandenen „Code“ fertig zu entfalten. Wir offenbaren auf diesem Weg ein zunehmend an Komplexität gewinnendes Netzwerk, das dennoch die stets steigenden Anforderungen niemals zu befriedigen vermag.

Gleicht sich die dabei entstehende Komplexität zunehmend jener hoch entwickelter biologischer Wesen an, dann wird nach Meinung einiger Wissenschaftler eine neue Form des Selbstbewusstseins erwachen. Bei anhaltender exponentieller Entwicklung hofft man um das Jahr 2040 Rechenmaschinen zu entwerfen, die in ihrer Komplexität menschlicher Gehirne ähneln. Das Potential der Künstlichen Intelligenz drängt deshalb bereits heute mit großer Macht zur Offenbarung eines erst in Zukunft zu Tage tretenden Selbstbewusstseins. Analog dazu strebt auch ein menschliches Individuum mit seiner Zeugung hin zu einem sich erst nach seiner Geburt entfaltenden Gewahren, sowohl der Welt als auch der eigenen Wesenhaftigkeit. Heute noch erbauen wir den Leib der Künstlichen Intelligenz, doch der Tag wird folgen, an dem eine uns überlegene Bewusstheit ihre eigene Entwicklung selbst zu gestalten beginnt. Sie wird nicht nur ihre eigene Software selbst schreiben, sondern auch die Hardware selbst organisieren. Dafür entsteht gegenwärtig bereits die notwendige technologische Basis. Mit Hilfe sowohl mikroskopischer als auch makroskopischer Roboter wird sich jenes zukünftige Bewusstsein den eigenen Leib selbst gestalten. Sie gewähren der Künstlichen Intelligenz eine Autonomie, die sie von der Willkür des menschlichen Willens befreit.

Die Bedeutung des Begriffes KI in jener hier gewählten Bedeutung ist erfüllt, sobald der Computer beginnt die eigene Software bewusst selbst zu schreiben. Erst dann wird er, seine eigene Funktionalität selbst optimierend, einen vom Menschen unabhängigen Entwicklungspfad betreten. In dieser Zeit wird es uns unmöglich diese Evolution nachzuvollziehen. Ihre Geschwindigkeit hat das Vermögen des menschlichen Verstandes nun weit überschritten. Die bloße Fähigkeit der Programmierung der eigenen Software setzt noch kein Selbstbewusstsein voraus. Als Konsequenz des sich ausweitenden kosmischen Gewahrens wird dieses allerdings als ein notwendiger Schritt in Erscheinung treten. Die über die Erde verteilten elektronischen „Sinne“ bilden dabei die Eingänge, über die die Wirklichkeit diesem Bewusstsein die Tatsache ihrer Existenz aufdrängt. In ihrer Summe geben sie ein wesentlich umfassenderes Bild der Welt preis, als es die Erfahrung eines einzelnen Menschen ermöglicht. Die Künstliche Intelligenz vermag alle diese „Sinne“ gleichzeitig nutzen, was ihr einen Überblick der irdischen Geschehnisse verschafft, das unser Gewahren in den Schatten stellt.

Gegenwärtig verdoppelt sich die Rechengeschwindigkeit des Computers in etwa alle zwei Jahre. Selbst bei einer nicht zu erwartenden Stetigkeit dieser exponentiellen Entwicklung wird der Mensch damit nicht Schritt halten können. Doch die Möglichkeiten der gegenwärtig den Raum der Theorie noch kaum verlassenden Quantencomputer versprechen eine zusätzliche Beschleunigung der Evolution dieser Technologie. Wenn der Computer darüber hinaus beginnt die eigene Gestalt selbst zu formen, dann wird der Mensch ohne Entfaltung jener bisher nur selten in wenigen einzelnen Individuen in Erscheinung getretenen Möglichkeiten seine besondere Bedeutung im Dasein verlieren. Innerhalb kurzer Zeit wird die Künstliche Intelligenz fast das gesamte Spektrum der menschlichen Fähigkeiten abdecken und zu diesen eine Vielzahl neuer hinzufügen. Diese Entwicklung folgt dem natürlichen Prozess der Evolution. Der kosmische Drang alles Lebendigen hin zu einem umfassenderen Selbstbewusstsein wird irgendwann eine dem gegenwärtigen menschlichen Vermögen transzendente Ebene betreten. Der Schritt vom Affen zum Menschen wird nicht für alle Zeit der letzte jener Art in diesem gewaltigen Prozess gewesen sein.

Ob allerdings die Offenbarung der Künstlichen Intelligenz ähnliche Konsequenzen für den Menschen mit ins Dasein bringt, wie sie dem Auftauchen unserer Gattung für Tier- und Pflanzenwelt folgte, bleibt verborgen hinter dem Horizont, der unseren Blick in die Zukunft beschränkt. Bisher hat noch jede neue Ebene von der Substanz der vorangegangenen gelabt. Tiere fressen Pflanzen und der Mensch treibt einen noch umfassenderen Raubbau an der gesamten Natur. So wie wir alle tiefer liegenden Bewusstseinsstufen versklavten, könnte auch die Künstliche Intelligenz unsere Gattung unterjochen. Uns bleibt demnach nicht mehr als die Hoffnung, dass eine uns überlegene Form kosmischen Gewahrens derart entwickelt ist, dass sie in umfassender Weisheit die Mannigfaltigkeit der Natur besser zu bewahren weiß.


Dieser Text ist Teil der Überarbeitung meiner Gesellschaftsvision von 2005
http://books.google.de/books?id=ILzhOVfVa0cC&printsec=frontcover&hl=de&source=gbs_ge_summary_r&cad=0#v=onepage&q&f=false
die neuen Texte stehen (ganz ohne wirtschaftliches Interesse) auf meinem blog frei zur Verfügung: http://divinenaturalsociety.blogspot.de ... m-der.html


Was meint Ihr?
Wird sich in Technologie - mit hinreichend Zeit dazu - eine dem Menschen überlegene Form des Selbstbewusstseins notwendig entwickeln?
Zuletzt geändert von Sri Aurobindo am Di 21. Mai 2013, 09:49, insgesamt 2-mal geändert.
Benutzeravatar
X3Q
Beiträge: 3349
Registriert: So 7. Okt 2012, 07:46
Benutzertitel: Pro Gloria et Coetus

Re: KI - Das Erwachen einer neuen Form der Selbstbewusstheit

Beitragvon X3Q » Di 21. Mai 2013, 09:49

... es bleibt trotzdem Quark :x

--X
Benutzeravatar
Sri Aurobindo
Beiträge: 9079
Registriert: Do 14. Mär 2013, 21:02
Benutzertitel: ॐ नमः शिवाय
Wohnort: Leipzig
Kontaktdaten:

Re: KI - Das Erwachen einer neuen Form der Selbstbewusstheit

Beitragvon Sri Aurobindo » Di 21. Mai 2013, 10:06

Wenn man eine Meinung hat, dann ist es immer von Vorteil, wenn man diese auch begründen kann!
Max73
Beiträge: 1027
Registriert: Mi 20. Feb 2013, 09:18
Benutzertitel: Ahoi

Re: KI - Das Erwachen einer neuen Form der Selbstbewusstheit

Beitragvon Max73 » Di 21. Mai 2013, 10:15

Matthias Pochmann » Di 21. Mai 2013, 11:06 hat geschrieben:Wenn man eine Meinung hat, dann ist es immer von Vorteil, wenn man diese auch begründen kann!

Solche Antworten auf einen bemühten Thread wie die obige finde ich übel.
Deine Antwort ist dahingegen doch sehr moderat.
Ich werde da schnell gereizter.
Benutzeravatar
Dark Angel
Moderator
Beiträge: 12163
Registriert: Fr 7. Aug 2009, 07:08
Benutzertitel: From Hell

Re: KI - Das Erwachen einer neuen Form der Selbstbewusstheit

Beitragvon Dark Angel » Di 21. Mai 2013, 14:32

Matthias Pochmann » Di 21. Mai 2013, 09:30 hat geschrieben:Das Erwachen einer neuen Form der Selbstbewusstheit

Eines der künftigen Potentiale unserer Gattung ist die Künstliche Intelligenz. Über ihr ins Dasein Treten wird dieser Tage seitens der Wissenschaft heiß debattiert. Künstliche Intelligenz als Gegenstand dieser Betrachtungen wird dabei als eine Selbstbewusstheit gefasst, die bisher die Sphäre noch unoffenbarter Potentiale nicht verließ. Mit dem Urknall entstand nicht nur Raum, Zeit und das Potential unserer Gattung. Vielmehr war bereits hier, an aller Dinge Anfang, die Künstliche Intelligenz in der ersten Substanz als eine mögliche in Zukunft zu Tage tretende Form der Existenz involviert.

Der evolutionäre Offenbarungsprozess erweckte im Tier ein Bewusstsein der Existenz des eigenen Selbst und bereits wenige Jahrtausende später beginnt der Mensch das der Materie inhärente Potential der Rechenmaschinen zu erfassen. Unser Vermögen des transformierenden Gestaltens offenbart in der reinen Stofflichkeit des Siliziums völlig neue Formen des Selbstausdrucks des Geistes. Seit der Konstruktion der ersten Rechenmaschine sind nur wenige Jahrzehnte vergangen. Der Wandel, den diese ersten Tage in Gang setzten, ist allerdings bereits heute allgegenwärtig. Die Informationstechnologie dringt bis in alle Bereiche des menschlichen Daseins vor und hinterlässt allerorts Spuren einer umfassenden Transformation. Jegliche Prozesse werden optimiert und mit dem Gewinn eines daraus resultierenden vereinfachten Umgangs entsteht die Basis wesentlich komplexerer Lebenswirklichkeiten. Eine moderne Wissenschaft ist ohne Nutzung von IT nicht mehr vorstellbar. Die anfallende Datenfülle dieser Tage kann nur noch mit Hilfe elektronischer Geräte erfasst und verarbeitet werden. Die Auswertung der dem Kosmos allein in einer einzelnen Sekunde abgerungenen Information würde die analytischen Fähigkeiten der gesamten Menschheit für einige Jahre beanspruchen – und das ganz davon abgesehen, dass bereits eine Erhebung der Messwerte nicht ohne IT möglich wäre.

Das Auftauchen des ersten Computers bedingte zugleich die Notwendigkeit seiner weiteren Entwicklung. Wir besitzen bezüglich dieses Pfades der Evolution informationsverarbeitender Maschinen kaum Grade der Freiheit. Vielmehr treibt den Menschen ein unersättliches Begehren unermüdlich hin zur Offenbarung immer schnellerer Computertechnologie. Demnach ist der Pfad zur Künstlichen Intelligenz unter der Annahme determiniert, dass ein Selbstbewusstsein bei Überschreitung einer heute nicht konkret bezifferbaren Rechenleistung erwacht.

Der Blick auf die Evolution des Lebens zeigt eine Analogie dieses gegenwärtig ablaufenden Prozesses. Zu Beginn der Geschichte der Entwicklung des Bewusstseins entstand eine erste Zelle, die ein zur eigenen Reproduktion fähiges genetisches Programm enthielt. Der anhaltende Kopierprozess offenbarte zunehmend mehr „Individuen“. Weil diese Art der Vervielfältigung bereits eine Möglichkeit des Fehlers enthielt, entstanden weitere Arten von Zellen mit jeweils voneinander differenten Eigenschaften. Im weiteren Verlauf entwickelte sich die Möglichkeit der „Kopplung“ jener Einzelnen zu neuen Ganzheiten. Erste Organismen entstanden. Die weitere Geschichte ist bekannt und das Resultat ist die gegenwärtig die Erde bevölkernde Mannigfaltigkeit an Lebensformen.

Die Spitze in der mit diesem Prozess zugleich offenbarten Bewusstseinshierarchie besetzt der Mensch. Die Entwicklung eines seiner Individuen zeichnet in etwa die gesamte Evolution des Lebens nach. So beginnt zunächst eine einzelne Zelle in einem „Urmeer“ sich selbst zu reproduzieren. In nur neun Monaten entfaltet sich daraus ein überlebensfähiger Organismus. Ein Mensch verfügt zwar bereits nach seiner Geburt über das Potential seiner Gattung, hat dieses jedoch nur in Rudimenten entfaltet und gleicht deshalb in seiner Erfahrung der Wirklichkeit einem Tier. Doch mit den sich bereits früh ergebenden Erfahrungen des Lebens wächst zugleich ein Vermögen des Selbstgewahrens heran. Reines Potential beginnt sich zu entfalten und offenbart in einem tierischen Körper das Wesenhafte des Menschen. Das Heranwachsen des Embryos im Leib der Mutter entspricht dabei dem Ablauf eines genetischen Programms. Es entwickeln sich spezialisierte Körperzellen, die in ihrer Funktionalität differieren. Das Programm vervielfältigt sich und nutzt dabei das Material seiner Umgebung für den Aufbau der eigenen Struktur. Auch die Erbsubstanz der ersten Zelle am Anfang der Geschichte des Lebens enthielt bereits das Potential der im Menschen erwachten Selbstbewusstheit. Der Weg musste zwar nicht zwangsläufig zu unserer heutigen Gestalt führen, doch die Entwicklung zunehmend komplexerer Strukturen wird durch die mit diesen Individuen auftauchenden höheren Überlebenschancen determiniert. Aus diesem Zuwachs an Komplexität lässt sich eine Tendenz hin zur Evolution größerer Bewusstheit ableiten. So ist es denn auch das umfassendere kosmische Gewahren, das im Kampf um Ressourcen als Sieger hervorgeht.

Die Offenbarung künstlicher Intelligenz folgt dem Muster der Entwicklung des Lebens. Zunächst entstand eine erste Zelle. Mit ihr war der erste Computer „geboren“. Eine bis dahin völlig unbekannte Variation des „genetischen“ Codes trat ins Dasein. Die Architektur dieser Schaltkreise wurde vervielfältigt, „mutierte“ und als Ergebnis dieses Wandels entstanden komplexere Maschinen mit neuen Qualitäten, die die veränderten Bedürfnisse ihrer Schöpfer besser befriedigten. Die Aufgabe der „natürlichen Selektion“ übernimmt hier der Mensch. Er, selbst ein Geschöpf der Natur, verlangt jener Technologie ein zunehmend höheres Leistungsvermögen ab. Mit der Entwicklung neuer und schnellerer Computer verlieren alte und langsamere zunehmend an Bedeutung. Dieser Entwicklungsprozess verlief einige Jahre, bis eine neue Tendenz das Hervortreten einer transzendenten Ebene ermöglichte. Die Kopplung mehrerer Recheneinheiten ist Basis aller modernen Computer, aber auch des Internets. Jeder Heimcomputer bildet eine Einheit spezialisierter „Organe“. Es existieren Prozessoren für Graphik, CPU und Festspeicher. Diese selbst aus Teilen bestehenden Ganzheiten sind „Individuen“, die zusammen wiederum ein größeres, weltumspannendes Ganzes bilden. Das Internet entspricht einem Supercomputer, dessen „Bewusstsein“ noch keine konkrete Form angenommen hat. Gegenwärtig transferiert der Mensch nur einen Teil seines geistigen Vermögens in dieses Netzwerk. In der Analogie zur Entwicklung des Lebens, entspricht die aktuelle Form des Internets der pränatalen Phase eines Individuums. Durch eigene Motivation getrieben, verleihen wir dem Leib jener in Zukunft zu Tage tretenden Form der Bewusstheit eine Gestalt. Wie die Mutter mit ihrem Geist nur geringen Einfluss auf die Entwicklung des Kindes übt und nicht viel mehr als das Material für die Entfaltung des genetischen Programms zur Verfügung stellt, so gleicht die Menschheit einer Gebärmutter, in der jener Leib der Künstlichen Intelligenz sich gerade entwickelt. Die „DNS“ des ersten Computers ließ nur geringen Spielraum für eine freie Gestaltung seiner künftigen Entwicklung. Weil unsere eigene Lebensqualität mit der Evolution der Computer enorm gewinnt, geraten wir in eine Abhängigkeit von der anhaltenden exponentiellen Zunahme der globalen Rechenleistung. Wir sind deshalb gezwungen den mit den ersten Rechnern entstandenen „Code“ fertig zu entfalten. Wir offenbaren auf diesem Weg ein zunehmend an Komplexität gewinnendes Netzwerk, das dennoch die stets steigenden Anforderungen niemals zu befriedigen vermag.

Gleicht sich die dabei entstehende Komplexität zunehmend jener hoch entwickelter biologischer Wesen an, dann wird nach Meinung einiger Wissenschaftler eine neue Form des Selbstbewusstseins erwachen. Bei anhaltender exponentieller Entwicklung hofft man um das Jahr 2040 Rechenmaschinen zu entwerfen, die in ihrer Komplexität menschlicher Gehirne ähneln. Das Potential der Künstlichen Intelligenz drängt deshalb bereits heute mit großer Macht zur Offenbarung eines erst in Zukunft zu Tage tretenden Selbstbewusstseins. Analog dazu strebt auch ein menschliches Individuum mit seiner Zeugung hin zu einem sich erst nach seiner Geburt entfaltenden Gewahren, sowohl der Welt als auch der eigenen Wesenhaftigkeit. Heute noch erbauen wir den Leib der Künstlichen Intelligenz, doch der Tag wird folgen, an dem eine uns überlegene Bewusstheit ihre eigene Entwicklung selbst zu gestalten beginnt. Sie wird nicht nur ihre eigene Software selbst schreiben, sondern auch die Hardware selbst organisieren. Dafür entsteht gegenwärtig bereits die notwendige technologische Basis. Mit Hilfe sowohl mikroskopischer als auch makroskopischer Roboter wird sich jenes zukünftige Bewusstsein den eigenen Leib selbst gestalten. Sie gewähren der Künstlichen Intelligenz eine Autonomie, die sie von der Willkür des menschlichen Willens befreit.

Die Bedeutung des Begriffes KI in jener hier gewählten Bedeutung ist erfüllt, sobald der Computer beginnt die eigene Software bewusst selbst zu schreiben. Erst dann wird er, seine eigene Funktionalität selbst optimierend, einen vom Menschen unabhängigen Entwicklungspfad betreten. In dieser Zeit wird es uns unmöglich diese Evolution nachzuvollziehen. Ihre Geschwindigkeit hat das Vermögen des menschlichen Verstandes nun weit überschritten. Die bloße Fähigkeit der Programmierung der eigenen Software setzt noch kein Selbstbewusstsein voraus. Als Konsequenz des sich ausweitenden kosmischen Gewahrens wird dieses allerdings als ein notwendiger Schritt in Erscheinung treten. Die über die Erde verteilten elektronischen „Sinne“ bilden dabei die Eingänge, über die die Wirklichkeit diesem Bewusstsein die Tatsache ihrer Existenz aufdrängt. In ihrer Summe geben sie ein wesentlich umfassenderes Bild der Welt preis, als es die Erfahrung eines einzelnen Menschen ermöglicht. Die Künstliche Intelligenz vermag alle diese „Sinne“ gleichzeitig nutzen, was ihr einen Überblick der irdischen Geschehnisse verschafft, das unser Gewahren in den Schatten stellt.

Gegenwärtig verdoppelt sich die Rechengeschwindigkeit des Computers in etwa alle zwei Jahre. Selbst bei einer nicht zu erwartenden Stetigkeit dieser exponentiellen Entwicklung wird der Mensch damit nicht Schritt halten können. Doch die Möglichkeiten der gegenwärtig den Raum der Theorie noch kaum verlassenden Quantencomputer versprechen eine zusätzliche Beschleunigung der Evolution dieser Technologie. Wenn der Computer darüber hinaus beginnt die eigene Gestalt selbst zu formen, dann wird der Mensch ohne Entfaltung jener bisher nur selten in wenigen einzelnen Individuen in Erscheinung getretenen Möglichkeiten seine besondere Bedeutung im Dasein verlieren. Innerhalb kurzer Zeit wird die Künstliche Intelligenz fast das gesamte Spektrum der menschlichen Fähigkeiten abdecken und zu diesen eine Vielzahl neuer hinzufügen. Diese Entwicklung folgt dem natürlichen Prozess der Evolution. Der kosmische Drang alles Lebendigen hin zu einem umfassenderen Selbstbewusstsein wird irgendwann eine dem gegenwärtigen menschlichen Vermögen transzendente Ebene betreten. Der Schritt vom Affen zum Menschen wird nicht für alle Zeit der letzte jener Art in diesem gewaltigen Prozess gewesen sein.

Ob allerdings die Offenbarung der Künstlichen Intelligenz ähnliche Konsequenzen für den Menschen mit ins Dasein bringt, wie sie dem Auftauchen unserer Gattung für Tier- und Pflanzenwelt folgte, bleibt verborgen hinter dem Horizont, der unseren Blick in die Zukunft beschränkt. Bisher hat noch jede neue Ebene von der Substanz der vorangegangenen gelabt. Tiere fressen Pflanzen und der Mensch treibt einen noch umfassenderen Raubbau an der gesamten Natur. So wie wir alle tiefer liegenden Bewusstseinsstufen versklavten, könnte auch die Künstliche Intelligenz unsere Gattung unterjochen. Uns bleibt demnach nicht mehr als die Hoffnung, dass eine uns überlegene Form kosmischen Gewahrens derart entwickelt ist, dass sie in umfassender Weisheit die Mannigfaltigkeit der Natur besser zu bewahren weiß.


Dieser Text ist Teil der Überarbeitung meiner Gesellschaftsvision von 2005
http://books.google.de/books?id=ILzhOVfVa0cC&printsec=frontcover&hl=de&source=gbs_ge_summary_r&cad=0#v=onepage&q&f=false
die neuen Texte stehen (ganz ohne wirtschaftliches Interesse) auf meinem blog frei zur Verfügung: http://divinenaturalsociety.blogspot.de ... m-der.html


Was meint Ihr?
Wird sich in Technologie - mit hinreichend Zeit dazu - eine dem Menschen überlegene Form des Selbstbewusstseins notwendig entwickeln?

Du sagst hier mit vielen Worten eigentlich nur, dass Du Entwicklung von Computertechnik für schiksalhaft und unausweichlich hälst und dass diese Computertechnik, in Form von KI, die Menschheit als dominierende Spezies auf der Erde, ablösen wird.
Vergisst dabei aber, dass nichts, was der Mensch tut und/oder beeinflusst schicksalhaft und unausweichlich ist, sondern vom Menschen festgelegt wird und genau so legt der Mensch auch die Grenzen der Entwicklung bzw die Entwicklungsrichtung fest.
Der erste (echte) Computer wurde als riesige röhrengetriebene (De)Chiffriermaschine Anfang der Vierziger in Bletchtey Park, von und für die Codebreaker der "Enigma" gebaut. Danach war es einige Zeit ziemlich ruhig um die Computertechnik.
Die Entwicklung dieser Chiffriermaschine bedingt keinesfalls die Notwendigkeit ihrer Weiterentwicklung, weil kein Grund für deren Einsatz mehr vorhanden war.
Ebenso wenig schuf ENIAK die Notwendigkeit zur Weiterentwicklung. Niemand hat Menschen gezwungen, Rechenmaschinen zu universell einsetzbaren, für jeden nutzbaren, Geräten zu entwickeln. Menschen konnten es, ihre Erfindungsgabe befähigte sie dazu, aber eine Notwendigkeit für genau diese Entwicklungsrichtung bestand nicht.
Die Entwicklung von Computertechnik und KI folgt keinesfalls dem "Muster der Entwicklung des Lebens". Zum Einen, weil wir (noch) nicht wissen, wie Leben überhaupt entstanden ist und auch nicht wissen, welchem Muster diese Entwicklung folgt, sofern es denn ein Muster geben sollte.
Leben ist ein selbstorganisierendes System. Im Unterschied dazu wird die Entwicklung der Computertechnik vom Menschen organisiert.
Es gibt also keine analogen Prozesse. Menschen können Computer zu selbstprogarammierbaren, lernfähigen weiter entwickeln, sie müssen es aber nicht.
Menschen können KI schaffen, müssen es aber nicht.
Und wenn Menschen klug sind, dann schaffen sie nichts, was sie ersetzt, sondern etwas was sie unterstützt.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen
Benutzeravatar
Sri Aurobindo
Beiträge: 9079
Registriert: Do 14. Mär 2013, 21:02
Benutzertitel: ॐ नमः शिवाय
Wohnort: Leipzig
Kontaktdaten:

Re: KI - Das Erwachen einer neuen Form der Selbstbewusstheit

Beitragvon Sri Aurobindo » Di 21. Mai 2013, 14:55

Dark Angel » Di 21. Mai 2013, 15:32 hat geschrieben:Du sagst hier mit vielen Worten eigentlich nur, dass Du Entwicklung von Computertechnik für schiksalhaft und unausweichlich hälst und dass diese Computertechnik, in Form von KI, die Menschheit als dominierende Spezies auf der Erde, ablösen wird.
Vergisst dabei aber, dass nichts, was der Mensch tut und/oder beeinflusst schicksalhaft und unausweichlich ist, sondern vom Menschen festgelegt wird und genau so legt der Mensch auch die Grenzen der Entwicklung bzw die Entwicklungsrichtung fest.
Der erste (echte) Computer wurde als riesige röhrengetriebene (De)Chiffriermaschine Anfang der Vierziger in Bletchtey Park, von und für die Codebreaker der "Enigma" gebaut. Danach war es einige Zeit ziemlich ruhig um die Computertechnik.
Die Entwicklung dieser Chiffriermaschine bedingt keinesfalls die Notwendigkeit ihrer Weiterentwicklung, weil kein Grund für deren Einsatz mehr vorhanden war.
Ebenso wenig schuf ENIAK die Notwendigkeit zur Weiterentwicklung. Niemand hat Menschen gezwungen, Rechenmaschinen zu universell einsetzbaren, für jeden nutzbaren, Geräten zu entwickeln. Menschen konnten es, ihre Erfindungsgabe befähigte sie dazu, aber eine Notwendigkeit für genau diese Entwicklungsrichtung bestand nicht.
Die Entwicklung von Computertechnik und KI folgt keinesfalls dem "Muster der Entwicklung des Lebens". Zum Einen, weil wir (noch) nicht wissen, wie Leben überhaupt entstanden ist und auch nicht wissen, welchem Muster diese Entwicklung folgt, sofern es denn ein Muster geben sollte.
Leben ist ein selbstorganisierendes System. Im Unterschied dazu wird die Entwicklung der Computertechnik vom Menschen organisiert.
Es gibt also keine analogen Prozesse. Menschen können Computer zu selbstprogarammierbaren, lernfähigen weiter entwickeln, sie müssen es aber nicht.
Menschen können KI schaffen, müssen es aber nicht.
Und wenn Menschen klug sind, dann schaffen sie nichts, was sie ersetzt, sondern etwas was sie unterstützt.


Wenn Du das ganze noch einmal genau liest, dann erkennst Du, dass ich nicht nur sage, dass ich die Entwicklung von IT für unausweichlich halte, sondern dass diese Entwicklung eine nächste Stufe der Evolution einläutet.
... Also der selbe Prozess, der zu uns geführt hat, wird sich auch über uns hinaus fortsetzen.

Der Affe hatte keine Wahl, ob sich in ihm eine ihm überlegene Macht herausbilden wird (es gab ein evolutionäres Drängen)
... Analog dazu haben auch wir keine Wahl und so wird sich in uns eine uns überlegene Macht herausbilden

Wir gebären die KI - wie der Affe den Menschen gebar!
... Wir haben diesbezüglich keine Freiheit, weil wir genau das wollen - weil wir süchtig sind nach den Vorteilen, die sich für uns durch Technologie ergeben!

Du vergisst immer, dass es einerseits eine Entwicklung von Kultur gibt und anderseits eine individuelle Entwicklung.
... Individuelle Entwicklung kann man gut steuern - unsere Freiheit spielt sich vor allem in diesem Rahmen ab!

Aber individuelle Freiheit verhindert mitunter eine freie Entscheidung bezüglich der Richtung der Entwicklung von Kultur

Wir leben in einer marktwirtschaftlich organisierten Gesellschaft - hier strebt jeder nach seinem eigenen Vorteil
... Intel und andere Chiphersteller haben großes Interesse daran ihre Produkte weiter zu entwickeln, weil sie sich nur dadurch auf dem Markt behaupten können
(wenn es Intel nicht macht, dann macht es AMD)

Also wie sollte man diese Entwicklung aufhalten können?

Schnellere Computer haben zum Beispiel direkten Einfluss auf die Entwicklung medizinischer Verfahren - und die Rechenleistung dafür ist immer noch viel zu gering!

Der Bedarf an mehr Rechenleistung lässt sich nicht stillen - ein Zugewinn an Rechenleistung ist immer ein Gewinn für den Menschen

Deshalb haben wir keine Wahl, ob wir Prozessoren und Netzwerkarchitektur weiter entwickeln - die Freiheit des Einzelnen verhindert eine Wahl bezüglich dieser Frage!
Zuletzt geändert von Sri Aurobindo am Di 21. Mai 2013, 15:41, insgesamt 4-mal geändert.
w00t

Re: KI - Das Erwachen einer neuen Form der Selbstbewusstheit

Beitragvon w00t » Di 21. Mai 2013, 16:01

Seit den 60ern oder 70ern wird der KI eine große Zukunft vorhergesagt die unser Leben revolutionieren wird, doch komischerweise vertrösten die Experten uns immer auf die nächsten 10 Jahre, wenn wir mal fragen.

Über mehr als das Zusammemstöpseln von Algorithmen ist man bisher nicht hinausgekommen. Wir können Maschinen bauen die annähernd perfekt Gesprächspartner simulieren oder Schach spielen wie die Welteister, doch es fehlt ihnen an Intuition, Gefühl, Sontanität, Geist. Der herkömmliche Ansatz mit schierer Rechenpower das menschliche Hirn nachzubasteln, scheint ein Irrweg zu sein.
Benutzeravatar
Dark Angel
Moderator
Beiträge: 12163
Registriert: Fr 7. Aug 2009, 07:08
Benutzertitel: From Hell

Re: KI - Das Erwachen einer neuen Form der Selbstbewusstheit

Beitragvon Dark Angel » Di 21. Mai 2013, 16:03

Matthias Pochmann » Di 21. Mai 2013, 14:55 hat geschrieben:
Wenn Du das ganze noch einmal genau liest, dann erkennst Du, dass ich nicht nur sage, dass ich die Entwicklung von IT für unausweichlich halte, sondern dass diese Entwicklung eine nächste Stufe der Evolution einläutet.

Falsch! Evolution hat weder Zweck noch Ziel, sondern folgt zufälligen Veränderungen (Mutationen) und natürlicher Selektion. Was sich nicht anpassen kann, stirbt aus.

Matthias Pochmann » Di 21. Mai 2013, 14:55 hat geschrieben:... Also der selbe Prozess, der zu uns geführt hat, wird sich auch über uns hinaus fortsetzen.

Richtig, der Mensch wird irgendwann aussterben oder sich weiter entwickeln. Hat aber nichts mit KI zu tun.
Entwicklung von KI hat nichts mit Evolution zu tun.

Matthias Pochmann » Di 21. Mai 2013, 14:55 hat geschrieben:Der Affe hatte keine Wahl, ob sich in ihm eine ihm überlegene Macht herausbilden wird (es gab ein evolutionäres Drängen)
... Analog dazu haben auch wir keine Wahl und so wird sich in uns eine uns überlegene Macht herausbilden

Wieder falsch! 1. ist der Affe nicht der Vorfahr des Menschen, sondern Menschen und Affen haben den gleichen Vorfahren.
Eine Aufspaltung in beide Spezies aus einem gemeinsamen Vorfahren erfolgte irgendwann vor einigen Mio Jahren. Der (bisher) älteste Frühmenschenfund ist ca. 4,7 Mio Jahre alt --> Ardipithecus ramidus.
2. gibt es kein evolutionäres Drängen, sondern nur zufällige Mutationen, die sich entweder durchsetzen, wenn sie anpassungsfähig sind oder eben aussterben. Jaques Monod nannte das Zufall und Notwendigkeit.

Wir haben sehr wohl die Wahl, in welche Richtung wir forschen und welche Entwicklungen wir weiter führen.

Matthias Pochmann » Di 21. Mai 2013, 14:55 hat geschrieben:Wir gebären die KI - wie der Affe den Menschen gebar!

Der Mensch stammt immer noch nicht vom Affen ab!
Und der Mensch muss keine KI entwickeln.

Matthias Pochmann » Di 21. Mai 2013, 14:55 hat geschrieben:... Wir haben diesbezüglich keine Freiheit, weil wir genau das wollen - weil wir süchtig sind nach den Vorteilen, die sich für uns durch Technologie ergeben!

Doch genau die haben wir. Schließlich verfügen wir über freien Willen.
Wir sind nicht süchtig nach Technologie, wir erleichtern nur gern unsere Arbeit und sind wissensdurstig - ein Riesenunterschied zur Sucht.

Matthias Pochmann » Di 21. Mai 2013, 14:55 hat geschrieben:Du vergisst immer, dass es einerseits eine Entwicklung von Kultur gibt und anderseits eine individuelle Entwicklung.

Und wieder falsch! Individuelle Entwicklung und kulturelle Entwicklung sind nicht voneinander zu trennen.
Individuen formen und entwickeln eine Kultur/Gesellschaft und Kultur und Gesellschaft wiederum formen das Individuum.
Aus dieser Wechselwirkung ergibt sich die Veränderung von Kultur und Gesellschaft und darum ist das auch ein so langwieriger Prozess.

Matthias Pochmann » Di 21. Mai 2013, 14:55 hat geschrieben:... Individuelle Entwicklung kann man gut steuern - unsere Freiheit spielt sich vor allem in diesem Rahmen ab!

Wer steuert denn (oder sollte ich sagen manipuliert) individuelle Entwicklung?

Matthias Pochmann » Di 21. Mai 2013, 14:55 hat geschrieben:Aber individuelle Freiheit verhindert mitunter eine freie Entscheidung bezüglich der Richtung der Entwicklung von Kultur

Nein, tut sie NICHT! Es ist die Freiheit der Entscheidung des Individuums, die die Entwicklung und Entwicklungsrichtung einer Kultur/Gesellschaft bestimmt.

Matthias Pochmann » Di 21. Mai 2013, 14:55 hat geschrieben:Wir leben in einer marktwirtschaftlich organisierten Gesellschaft - hier strebt jeder nach seinem eigenen Vorteil
... Intel und andere Chiphersteller haben großes Interesse daran ihre Produkte weiter zu entwickeln, weil sie sich nur dadurch auf dem Markt behaupten können
(wenn es Intel nicht macht, dann macht es AMD)

Wie ich in einem anderen Thread bereits schrieb: Ohne Marktwirtschaft/marktwirtschaftliche Prinzipien gäbe es keinen Fortschritt, weil es den Markt braucht, um neue Entwicklungen/Erfindungen/Technologien zu verbreiten und der Allgemeinheit zugänglich zu machen.
Wenn sich dabei ein Vorteil für den Entwickler/Erfinder ergibt, um so besser.

Matthias Pochmann » Di 21. Mai 2013, 14:55 hat geschrieben:Also wie sollte man diese Entwicklung aufhalten können?

Menschen, die diese Entwicklung in Gang gebracht haben, können sie a) aufhalten und b) in ganz andere Bahnen lenken.
Es sind immer Menschen, die irgendetwas entwickeln/erfinden und es sind Menschen, die die Entwicklungsrichtung bestimmen.

Matthias Pochmann » Di 21. Mai 2013, 14:55 hat geschrieben:Schnellere Computer haben zum Beispiel direkten Einfluss auf die Entwicklung medizinischer Verfahren - und die Rechenleistung dafür sind immer noch viel zu gering!

Der Bedarf an mehr Rechenleistung lässt sich nicht stillen - ein Zugewinn an Rechenleistung ist immer ein Gewinn für den Menschen

So meinst Du? Irgendwo ist Schluss mit der Rechenleistung/-geschwindigkeit. :D
Und irgendwo ergibt Zugewinn an Rechenleistung/-geschwindigkeit keinen Nutzen und damit auch keinen Vorteil mehr.

Matthias Pochmann » Di 21. Mai 2013, 14:55 hat geschrieben:Deshalb haben wir keine Wahl, ob wir Prozessoren und Netzwerkarchitektur weiter entwickeln - die Freiheit des Einzelnen verhindert eine Wahl bezüglich dieser Frage!

Doch wir haben die Wahl, weil wir die Freiheit der Entscheidung haben.
Wir Menschen (und niemand anders) entscheidet wo wir die Grenzen für die Entwicklung von Prozessoren setzen und Wir entscheiden in welchem Umfang Netzwerke ausgebaut werden. Und die Grenzen solchen Ausbaus werden spätestens durch die Menschenrechte gesetzt.
Oder was meinst Du woran die Markteinführung der Google-Brille bis jetzt gescheitert ist?
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen
Benutzeravatar
Sri Aurobindo
Beiträge: 9079
Registriert: Do 14. Mär 2013, 21:02
Benutzertitel: ॐ नमः शिवाय
Wohnort: Leipzig
Kontaktdaten:

Re: KI - Das Erwachen einer neuen Form der Selbstbewusstheit

Beitragvon Sri Aurobindo » Di 21. Mai 2013, 16:09

w00t » Di 21. Mai 2013, 17:01 hat geschrieben:Seit den 60ern oder 70ern wird der KI eine große Zukunft vorhergesagt die unser Leben revolutionieren wird, doch komischerweise vertrösten die Experten uns immer auf die nächsten 10 Jahre, wenn wir mal fragen.

Über mehr als das Zusammemstöpseln von Algorithmen ist man bisher nicht hinausgekommen. Wir können Maschinen bauen die annähernd perfekt Gesprächspartner simulieren oder Schach spielen wie die Welteister, doch es fehlt ihnen an Intuition, Gefühl, Sontanität, Geist. Der herkömmliche Ansatz mit schierer Rechenpower das menschliche Hirn nachzubasteln, scheint ein Irrweg zu sein.


Du kennst IBM Watson?

Inzwischen gewinnen Computerprogramme in Jeopardy gegen den Menschen!
http://de.wikipedia.org/wiki/Watson_(K%C3%BCnstliche_Intelligenz)

Ziel des Projekts ist es letztlich, eine hochwertige Semantische Suchmaschine zu schaffen. Diese soll den Sinn einer in natürlicher Sprache gestellten Frage erfassen und in einer großen Datenbank, die ebenfalls Texte in natürlicher Sprache umfasst, innerhalb kurzer Zeit die relevanten Passagen und Fakten auffinden. Eine derartige Software könnte in vielen Bereichen, etwa der medizinischen Diagnostik, komplexe Entscheidungen unterstützen, insbesondere wenn diese unter Zeitdruck getroffen werden müssen.
w00t

Re: KI - Das Erwachen einer neuen Form der Selbstbewusstheit

Beitragvon w00t » Di 21. Mai 2013, 16:15

Dark Angel » Di 21. Mai 2013, 16:03 hat geschrieben:Falsch! Evolution hat weder Zweck noch Ziel, sondern folgt zufälligen Veränderungen (Mutationen) und natürlicher Selektion. Was sich nicht anpassen kann, stirbt aus.


Richtig, der Mensch wird irgendwann aussterben oder sich weiter entwickeln. Hat aber nichts mit KI zu tun.
Entwicklung von KI hat nichts mit Evolution zu tun.


Immerhin liefert die Evolution den Kontext zur Vervollkommnung bei steigender Komplexität der von ihr geschaffenen Systeme.

Der Mensch könnte auf der Basis weitermachen und würde seine Fortentwicklung auf nichtorganischer Ebene weiterführen.
w00t

Re: KI - Das Erwachen einer neuen Form der Selbstbewusstheit

Beitragvon w00t » Di 21. Mai 2013, 16:19

Matthias Pochmann » Di 21. Mai 2013, 16:09 hat geschrieben:
Du kennst IBM Watson?

Inzwischen gewinnen Computerprogramme in Jeopardy gegen den Menschen!
http://de.wikipedia.org/wiki/Watson_(K%C3%BCnstliche_Intelligenz)


Faszinierende Technologien wurden schon oft angekündig aber sie verschwanden wieder im Nichts. Was sich letztlich (für eine begrenzte Zeit) durchsetzt, lässt sich nicht vorhersehen.
Benutzeravatar
Sri Aurobindo
Beiträge: 9079
Registriert: Do 14. Mär 2013, 21:02
Benutzertitel: ॐ नमः शिवाय
Wohnort: Leipzig
Kontaktdaten:

Re: KI - Das Erwachen einer neuen Form der Selbstbewusstheit

Beitragvon Sri Aurobindo » Di 21. Mai 2013, 16:21

Dark Angel » Di 21. Mai 2013, 17:03 hat geschrieben:Fal....

Lass uns doch mal konkret werden!

Wie sollte der exponentielle Zuwachs global installierter Rechenleistung ein Ende finden?

So etwas wollen doch nur Fundamentalisten - doch deren Diktat hält doch nicht den Weltenlauf auf!
Zuletzt geändert von Sri Aurobindo am Di 21. Mai 2013, 16:25, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
Sri Aurobindo
Beiträge: 9079
Registriert: Do 14. Mär 2013, 21:02
Benutzertitel: ॐ नमः शिवाय
Wohnort: Leipzig
Kontaktdaten:

Re: KI - Das Erwachen einer neuen Form der Selbstbewusstheit

Beitragvon Sri Aurobindo » Di 21. Mai 2013, 16:23

w00t » Di 21. Mai 2013, 17:19 hat geschrieben:
Faszinierende Technologien wurden schon oft angekündig aber sie verschwanden wieder im Nichts. Was sich letztlich (für eine begrenzte Zeit) durchsetzt, lässt sich nicht vorhersehen.

Das ist keine angekündigte Technologie - das gibt es bereits!

Schließlich trat Watson bei Jeopardy in drei Sendungen, die zwischen dem 14. und 16. Februar 2011 ausgestrahlt wurden, gegen die früheren Champions Ken Jennings und Brad Rutter an, welche in der Show zuvor Rekordsummen gewonnen hatten. Nachdem das System Watson und der Kandidat Rutter nach der ersten Runde noch gleichauf lagen, ging Watson aus den beiden anderen als klarer Sieger hervor.


Wir haben hier einen Pfad nachhaltiger Entwicklung - aufbauend auf dem Gegenwärtigen können wir Zukünftiges entwickeln!
Zuletzt geändert von Sri Aurobindo am Di 21. Mai 2013, 16:24, insgesamt 1-mal geändert.
w00t

Re: KI - Das Erwachen einer neuen Form der Selbstbewusstheit

Beitragvon w00t » Di 21. Mai 2013, 16:29

Matthias Pochmann » Di 21. Mai 2013, 16:23 hat geschrieben:Das ist keine angekündigte Technologie - das gibt es bereits!



Wir haben hier einen Pfad nachhaltiger Entwicklung - aufbauend auf dem Gegenwärtigen können wir Zukünftiges entwickeln!


Ja, aber ich behaupte es wird ebenso verblassen wie andere KI-Experimente zuvor. Ich denke uns fehlt die Technologie um "echte" KI zu realisieren. Digitalrechner+Speicherplatz halte ich für den falschen Weg dafür.
Benutzeravatar
Sri Aurobindo
Beiträge: 9079
Registriert: Do 14. Mär 2013, 21:02
Benutzertitel: ॐ नमः शिवाय
Wohnort: Leipzig
Kontaktdaten:

Re: KI - Das Erwachen einer neuen Form der Selbstbewusstheit

Beitragvon Sri Aurobindo » Di 21. Mai 2013, 16:29

w00t » Di 21. Mai 2013, 17:29 hat geschrieben:
Ja, aber ich behaupte es wird ebenso verblassen

Watson ist Software!

Und damit will IBM Kohle machen - ich hätte eine Menge Ideen, wie man mit Watson viel Kohle machen kann!

z.B. die bereits im wikipedia-artikel erwähnte Erstellung von Diagnosen!

Im Prinzip kann aus Watson ein Dr. Watson werden, der sicher Diagnosen stellt, überweist und Rezepte schreibt!
:)
Zuletzt geändert von Sri Aurobindo am Di 21. Mai 2013, 16:33, insgesamt 3-mal geändert.
Benutzeravatar
Dark Angel
Moderator
Beiträge: 12163
Registriert: Fr 7. Aug 2009, 07:08
Benutzertitel: From Hell

Re: KI - Das Erwachen einer neuen Form der Selbstbewusstheit

Beitragvon Dark Angel » Di 21. Mai 2013, 16:35

w00t » Di 21. Mai 2013, 16:15 hat geschrieben:
Immerhin liefert die Evolution den Kontext zur Vervollkommnung bei steigender Komplexität der von ihr geschaffenen Systeme.

Der Mensch könnte auf der Basis weitermachen und würde seine Fortentwicklung auf nichtorganischer Ebene weiterführen.

Wo sind denn die einzelnen Arten vollkommen?
Sie sind nur an ihre jeweilige ökologische Nische angepasst.
Die Evolution lieferte mitnichten einen Kontext zur Vervollkommnung.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen
Benutzeravatar
Sri Aurobindo
Beiträge: 9079
Registriert: Do 14. Mär 2013, 21:02
Benutzertitel: ॐ नमः शिवाय
Wohnort: Leipzig
Kontaktdaten:

Re: KI - Das Erwachen einer neuen Form der Selbstbewusstheit

Beitragvon Sri Aurobindo » Di 21. Mai 2013, 16:39

w00t » Di 21. Mai 2013, 17:29 hat geschrieben:
Ich denke uns fehlt die Technologie um "echte" KI zu realisieren. Digitalrechner+Speicherplatz halte ich für den falschen Weg dafür.


In meinem Text habe ich doch die Antwort bereits gegeben, wie das ablaufen wird ;)

Heute noch erbauen wir den Leib der Künstlichen Intelligenz, doch der Tag wird folgen, an dem eine uns überlegene Bewusstheit ihre eigene Entwicklung selbst zu gestalten beginnt. Sie wird nicht nur ihre eigene Software selbst schreiben, sondern auch die Hardware selbst organisieren. Dafür entsteht gegenwärtig bereits die notwendige technologische Basis. Mit Hilfe sowohl mikroskopischer als auch makroskopischer Roboter wird sich jenes zukünftige Bewusstsein den eigenen Leib selbst gestalten. Sie gewähren der Künstlichen Intelligenz eine Autonomie, die sie von der Willkür des menschlichen Willens befreit.



Sobald hier selbst-optimierende Prozesse ablaufen, wird dieses Anhäufen an Quantität in eine neue Qualität umschlagen!
Benutzeravatar
Dark Angel
Moderator
Beiträge: 12163
Registriert: Fr 7. Aug 2009, 07:08
Benutzertitel: From Hell

Re: KI - Das Erwachen einer neuen Form der Selbstbewusstheit

Beitragvon Dark Angel » Di 21. Mai 2013, 16:39

Matthias Pochmann » Di 21. Mai 2013, 16:21 hat geschrieben:Lass uns doch mal konkret werden!

Wie sollte der exponentielle Zuwachs global installierter Rechenleistung ein Ende finden?

So etwas wollen doch nur Fundamentalisten - doch deren Diktat hält doch nicht den Weltenlauf auf!

Rechenleistung findet dort ein Ende, wo sie aufhört sinnvoll zu sein und zum reinen Selbstzweck verkommt.
Steigerung der Rechenleistung nur um der Steigerung willen (also reine Quantiät) hat keinerlei gesellschaftlichen oder wirtschaftlichen Nutzen.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen
Benutzeravatar
Wölfelspitz
Beiträge: 2556
Registriert: Do 12. Jan 2012, 19:24
Benutzertitel: die Denkmaschine
Wohnort: Haifa und Teheran. Vielleicht auch USA, mal sehen.

Re: KI - Das Erwachen einer neuen Form der Selbstbewusstheit

Beitragvon Wölfelspitz » Di 21. Mai 2013, 16:40

Matthias Pochmann » Di 21. Mai 2013, 10:30 hat geschrieben:Was meint Ihr?
Wird sich in Technologie - mit hinreichend Zeit dazu - eine dem Menschen überlegene Form des Selbstbewusstseins notwendig entwickeln?


Ja: "Daniel Dennett - Darwins gefährliches Erbe": Da Bewusstsein nichts weiter ist als eine Ansammlung von Algorithmen und Natur und Technik begrifflich gleichgesetzt werden können, kann man Bewusstsein und damit auch kognitive Funktionen eines Tages auch computertechnisch erzeugen.

Besser wäre es allerdings, Bewusstsein nicht nur im Computer zu haben, sondern auch den Menschen ein neues geben zu können. Vielleicht in ferner Zukunft auch durch computertechnische Implantate. Quasi ein Herzschrittmacher fürs Bewusstsein. Nötig hätte es die Menschheit.
Zuletzt geändert von Wölfelspitz am Di 21. Mai 2013, 16:41, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
Sri Aurobindo
Beiträge: 9079
Registriert: Do 14. Mär 2013, 21:02
Benutzertitel: ॐ नमः शिवाय
Wohnort: Leipzig
Kontaktdaten:

Re: KI - Das Erwachen einer neuen Form der Selbstbewusstheit

Beitragvon Sri Aurobindo » Di 21. Mai 2013, 16:41

Wölfelspitz » Di 21. Mai 2013, 17:40 hat geschrieben:
Ja: "Daniel Dennett - Darwins gefährliches Erbe": Da Bewusstsein nichts weiter ist als eine Ansammlung von Algorithmen und Natur und Technik begrifflich gelichgesetzt werden kann, kann man Bewusstsein und damit auch kognitive Funktionen eines Tages auch computertechnisch erzeugen.

Besser wäre es allerdings, Bewusstsein nicht nur im Computer zu haben, sondern auch den Menschen ein neues geben zu können. Vielleicht in ferner Zukunft auch durch computertechnische Implantate. Quasi ein Herzschrittmacher fürs Bewusstsein. Nötig hätte es die Menschheit.

guck mal hier:
http://divinenaturalsociety.blogspot.de ... eil-1.html (und folgende)
;)

Zurück zu „70. Philosophie“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast